Bäääämmm – der sitzt! Rick Springfields Kracher ist 1985 veröffentlicht worden und somit mal wieder ein echtes Brett aus dem von mir so geschätzten Jahrzehnt.
Er passt auch ziemlich gut zum neunten Monat des Jahres, denn neben Susannes Tochter Sophie mit Familie, hat sich spontan auch Sibylles Tochter Franziska mit den Enkelchen Heidi und Fred für einen Besuch entschieden.
Es wird also turbulent zugehen in dem Haus in Xirokampos und ich bin gespannt, inwieweit Sibylles Nervenkostüm da mitmacht.
Länger geplant war dagegen der Besuch meines Sohnes Stefan – er bringt neben Schwiegertochter Amelie auch die Enkel Anton und Paula mit.
Für eine kurze Zeit der Überschneidung, dürfen wir uns also über den Besuch von drei jungen Familien mit insgesamt sechs noch nicht schulpflichtigen Zwacken freuen – na Prost Mahlzeit 😉 !
Dazu später mehr…
„I can see the older man
Sometimes in the older man
I still see the younger boy burning in his eye
And locked up here inside our spirit
Is the child that we are, hear it
Some of us will always fear it
And some will heed the cry
But everybody sees
In the younger one the hope
And everybody sees in the younger one the dream„
So weit so gut – doch bevor die Anreise der Jugend anstand, waren etliche Punkte auf unserer „To-Do“ Liste abzuhaken.
Ich war machmal dem Wahnsinn nahe und böse Stimmen behaupteten, ich würde meinem „Alter Ego“ von Tag zu Tag ähnlicher.

Wie es dazu kam, erkläre ich am besten, wenn ich am Monatsanfang zu erzählen beginne – wir schreiben also den 01. September 2026, ich wohne (noch) auf ELOWYN und Hans Peter und ich liegen in den Endzügen seines Lithiumprojektes.
Streng genommen sind die neuen Akkus bereits in Betrieb, hin und wieder müssen eben kleine Zusatzarbeiten verrichtet werden – das kann ab und an ausarten…

Auch auf den anderen Schiffen treiben mich noch die Kleinigkeiten um. Ich zerbreche mir beispielsweise den Kopf über einen Ersatz für die Fernbedienung der Gangway an ELOWYN.
Dieses an sich recht billige Teil kostet vom Hersteller ein kleines Vermögen, welches wir uns gerne sparen wollen.
Ich mache mich also schlau über existierende Optionen – aber der Markt der programmierbaren Kleinfernbedienungen ist schier unüberschaubar.

Kleiner Spoiler, hier werde ich bis zum Monatsende keine Lösung gefunden haben, es wird sich wohl als Winterprojekt etablieren.
Auf Bibi und Markus´ MOUSTIC steht der Verdacht im Raum, dass die Batterien nicht mehr top in Schuss sind.
Ich hole daher meinen Belastungstester und checke mit Markus alle Batterien auf Herz und Nieren.
Nach rund einer Stunde können wir grünes Licht geben – die Batterien sind in Ordnung, es steht kein Austausch an.

Auf ELOWYN und LIBERTÉ klemmt es ein bisschen, denn uns fehlen Ersatzteile.
Die gute Nachricht – alles ist bestellt und wird geliefert! Ich erinnere, Sibylle verweilt noch in Deutschland und wird in zwei Tagen zurückkommen, die Taschen voller sehnsüchtig erwarteter Ersatzteile.
Bis dahin plätschert unser Tun so dahin, aber das tut auch mal gut – immer nur hohe Schlagzahl kostet Körner.
So gönne ich mir am Folgetag ein kleines „Fährtle“ mit meiner GS, sie war lange nicht mehr artgerecht unterwegs.
Ich brummle auch mit ihr die große Offroad-Runde entlang der „Baker-Street“ – die Runde welche ich zuletzt mit Crawler gefahren war.


Als ich nach Lakki zurückkehre, fahre ich nicht entlang der Uferstraße sondern kürze quer durch den Ort ab.
Zufällig finde ich den ausgeschlachteten L300 Bus wieder, welcher zuletzt von meinem Radar verschwand.
So ein Glücksfall! Nun, vielleicht muss ich das erklären – an dem Wagen kann man fast nichts mehr gebrauchen, bis auf ein paar Bleche.
Diese sind, wie zum Beispiel die Radläufe, in einem bemerkenswert guten Zustand und ich überlege, ob es sich lohnt diese für Crawler herauszutrennen.
Dafür wäre dann aber eine Art „Lagerhalle“ nützlich – so reift langsam der Gedanke heran, nach so einem Objekt zur Miete zu suchen.

Während ich auf Sibylle und die Teile warte, kann ich die Zeit nutzen und mich mit der Thematik „Lichtmaschine und LiFePo4 Akkus“ beschäftigen.
Ich sage offen, ich wollte das Thema umschiffen – auf ELOWYN ist alles maximal ausgelegt, ich konnte mir vorstellen, dass es leicht zu Problemen kommen könnte, wenn die neuen Akkus über längere Zeit die volle Leistung des Drehstromgenerators abverlangen.
Sehr leicht könnte es zu Überhitzungen nebst Folgeschäden kommen.
Um dies zu vermeiden, überlege ich mir ein Ladekonzept in dem der Drehstromgenerator nicht weiter für die Service-Batteriebank benötigt würde.
Der erste logische Schritt war also, diesen einfach abzuklemmen.

Dummerweise kam ich mit diesem Schritt einem Fehler auf die Schliche, welcher schon ab Auslieferung existent sein musste.
Ich mache es kurz – Messungen haben ergeben, dass die Werft ein im Schaltplan existentes Ladegerät nicht verbaut haben und stattdessen die Batteriebank des Heckstrahlruders und die der Serviceverbraucher zusammengelegt haben.
Ich bin überzeugt, dass dies nicht absichtlich geschah, dennoch hat es mir auf die letzten Tage ein echtes Problem, eine Herausforderung beschert.
Ich musste jetzt nicht nur die Lichtmaschine schützen, sondern unbedingt die beiden unterschiedlichen Technologien der zusammengefügten Batteriebänke wieder trennen, ohne aber dabei die Akkus des Heckstrahlruders komplett von der Ladetechnologie zu nehmen.
Es musste schnell gehen, ohne dass Ersatzteile benötigt würden und zugleich Raum für eine Umgestaltung im Winter lassen – na toll!!!

Dieses Thema bereitet mir die nächsten Tage etwas Kopfzerbrechen. Ja, es gibt klare Lösungsansätze, welche aber immer an irgendeinem Grund scheiterten.
Bis ich mich zu einer Lösung durchringen konnte, sollten noch ein paar Tage vergehen.
Für heute reicht es erst einmal – ich bin heute mit Alex im „Gia Sena“ verabredet, wir essen zusammen, dann werde ich an Bord der MOUSTIC noch einen Drink mit Bibi und Markus genießen und auf die Ankunft von Sibylles Fähre warten.
Ich muss zuvor noch kurz zu unserem Haus und die GS gegen Smurfy tauschen, dann fahre ich runter nach Lakki. Als ich das Haus in Plaka verlasse, geht die Sonne gerade über der Gourna Bucht unter.



Ich packe meine Gattin ein und bringe sie nach Xirokampos, wir waren beide erschöpft und vertagen uns auf den kommenden Morgen.
in letzter Sekunde übergibt mir Sibylle ein bereits geschnürtes Päckchen mit all den Ersatzteilen – sie war bestens vorbereitet.
Ich habe es mir am Folgemorgen nicht nehmen lassen, die Gunst der Stunde zu nutzen.
Während mein Kaffee noch durch den Filter ronn, hatte ich bereits das Display für die Tankanzeigen montiert – alles funktionierte bestens, ein Punkt weniger auf meiner Liste.

Ich legte Hans Peters Teile auf die Seite und habe meinen Freund an Bord von LIBERTÉ verständigt – „…Teile sind da, kann weitergehen!“
Es dauerte nicht lang und die von ihm als Antwort obligatorischen „drei Daumen hoch“ trudelten herein.
Wenig später konnte ich die dringend benötigten Kleinteile für die Reparatur seines Windmessers und seines Wassertanks übergeben.

Endlich konnte ich meinen Kaffee genießen – und das mache ich ab heute in bester Gesellschaft!
Endlich mit Profis arbeiten – Sibylle hat an mich gedacht und mir einen Edelhelfer für meine Installationsarbeiten mitgebracht, den wohl bekanntesten Installateur weltweit, wenn man von Joe Cocker einmal absieht 😉 …

Ich habe Sibylle auf 10.00 Uhr bestellt – meine Bitte, sie möchte die nächsten zwei Tage als „Tools-Handleress“ zur Verfügung stehen.
Ich würde dann im Tiefgeschoss von ELOWYN verschwinden und unter der Aufsicht von „Super Mario“ meine Installationsarbeit vollenden.
Zuvor war mir aber daran gelegen, Smurfy wieder in die Garage zu stellen – leider war dieses Tun von einer herben Enttäuschung gezeichnet…

Die Motorkontrolle leuchtet wieder auf, der Wagen nimmt ab und an kein Gas an.
Es wird sich später der gleiche Fehler wie zuvor auslesen lassen, OBWOHL der Sensor ausgetauscht wurde.
Tja, auch „On-Board-Diagnostic“ ist kein Allheilmittel!
Als ich beim Tausch des Pedals bemerkt hatte, dass selbiges schon einmal ausgetauscht wurde, hatte ich schon kein gutes Gefühl – leider hat sich dies bewahrheitet.
Ich werde tiefer in die Materie eintauchen müssen – aber nicht jetzt, es gibt andere Prioritäten.
Als ich mit der GS zurück in der Marina war, kam auch Sibylle auf ihrem Töff an – wir machten uns sofort an die Arbeit.


Mit der Demonatge des Ausgleichsgefäßes war das Tagwerk geschafft. Ich muss morgen früh erst Ersatzteile kaufen, dann geht es weiter.
Für heute Abend waren wir mit Brigitte und Hans im „Navarone“ zum Sushi-Essen verabredet, doch leider stellte sich dieses Vorhaben als Griff ins Klo heraus.
Obwohl wir für den Sushi-Abend reserviert hatten, Brigitte war hierfür vor Ort, hatten wir keine Information erhalten, dass das Lokal just diese Woche, den Plan für die Mottoabende ändern würde.
Entgegen der Internetbekanntmachung finden Sushiabende jetzt nur am Samstag und nicht mehr Dienstag, Donnerstag und Sonntag statt.
Unser pünktliches Eintreffen war daher für die Katz´…

Wir beschließen, dass wir stattdessen ins „Metzes“ gehen würden, haben dies auch umgesetzt und dort solide wie immer gespeist.
Als Dankeschön für´s Blumengießen, waren wir die Gäste unserer österreichischen Freunde – dafür ein sakrisches Vergeltsgott.
Der Abend endet nach einer Karafaki Ouzo recht spät – und als ich Sibylle zurück nach Xirokampos gebracht hatte, bleibt mir noch der Moment, den Vollmond im Cockpit von ELOWYN genießen zu dürfen – dann war es Zeit für´s Bett.

Auch der neue Morgen startet recht früh. Ich fahre zeitig zu Andreas Kritikos´ Hardwarestore, um dort die fehlenden Installationsteile zu kaufen.
Den alten, durchlöcherten Ausgleichsbehälter nehme ich mit, um bei den Anschlussmaßen der Fittinge keine Fehler zu machen.
So war der Einkauf schnell erledigt, es ging ja auch nur um ein paar Kleinigkeiten.


Sibylle hatte aus Deutschland die hier so raren Halter für das neue 8 Liter Druckgefäß mitgebracht, diese habe ich bereits gestern montiert.
Nachdem meine Frau also in der Marina angekommen war, konnten wir die Aufgabe „Druckgefäß Wasserpumpe 2 gegen 8 Liter-Tank tauschen“ vollumfänglich finalisieren und diesen Punkt von der inzwischen erfreulich kurzen Liste nehmen.

Für mich war es an der Zeit, mich mit dem fiesesten Problem auseinanderzusetzen – der Falschbelegung der Ladeanschlüsse der Battriebank des Heckstrahlruders.
Gerade als ich in mich gehen wollte, kam Alex zu einer technischen Lagebesprechung.
An diesem Tag hätte ich mich fast für „Hier kommt Alex“ als Blogtitel entschieden – aber was nicht ist kann ja noch werden.
Die Unterbrechung war willkommen – wir fachsimpeln etwas über die Ladecharakteristik der LiFePo4Batterien und besprechen, wie ich dem jungen Mann aus Landshut bei der Lösung seines Boilerproblems helfen kann.
Wir werden die nächsten Tage einen Versuch starten.

Nach dem Drink gibt es kein Aufschieben mehr, ich muss mich den Ladegeräten widmen!
ELOWYNs Haupt-Ladegeräte sind zwei 24V Victron Skylla Kraftwerke. Eines davon ist für die Servicebatterien zuständig, das andere lädt die Batteriebank für die Hydraulikanlage.
Mein Verdacht war, dass hier etwas „zusammengelegt“ wurde, was elektrisch nicht verbunden werden sollte.
Meine Befürchtung bestätigt sich, als ich zuerst das eine Ladegerät öffne und dann zu Vergleichszwecken auch den Deckel des zweiten abschraube.


Natürlich muss man mal Kabel verbinden und zusammenlegen. Das kann man technisch gesehen auch auf diesen Klemmen, auch wenn es etwas „unsauber“ ist, denn dafür verwendet man in der Elektroinstallation „positive (+) and negative (-) Busbars“, mit deutschen Worten – Sammelschienen.
Richtig falsch wird es aber, wenn ein Techniker versucht, an ein Ladegerät mit einem Ausgang zwei Batteriebänke anzuschließen.
Es entsteht eine Polverbindung am Pluspol und somit eine ungewollte Integration der einen Batteriebank in die andere.
Ich war mir nahezu sicher, dass dies hier geschehen war – hierzu noch einmal zur Erinnerung…

Das Testen ist relativ einfach – ich kann an den Kabeln am Diodenverteiler der Lichtmaschine messen, an denen am Ladegerät und last not least, zeigt mir das Display einen Ladestromeingang nebst der aktuellen Spannung, wenn ich das Batterieladegerät einschalte.
Da ich dies wechselweise machen kann, kann ich ziemlich gut filtern, was mein Tun gerade bewirkt.

Aufgrund meiner Vermutung und der bisherigen Ergebnisse entscheide ich mich, dass es unbedingt ratsam erscheint, die Kabelanschlüsse am Ladegerät der Servicebatteriebank einmal zu trennen und separiert zu messen.
Und siehe da, tatsächlich wurde hier eine Polverbindung zur Batteriebank des Heckstrahlruders geschaffen, die falsch angeschlossenen Kabel waren rasch gefunden.


Für heute reicht es mir – ich gebe dem Eignerpaar ein kurzes Update und verabschiede mich in den Feierabend.
Da sich mit mir auch mein Namensvetter am mitgesandten Foto zeigt, lässt sich Tina zu der Aussage verleiten, dass „…sie mich soooo gerne mal mit dem schwarzen Schnauzer des weltbekannten Vorbilds sehen würde!“
Dies kitzelt mir ein „…aber nur wenn ich eine rote Mütze bekomme…“ heraus.
Die Konversation endet daraufhin mit dem fast schon bedrohlich klingenden Satz „…kauf´ schonmal die Farbe!“
Was habe ich mir da wieder eingebrockt???

Ich fahre nach Xirokampos und erzähle Sibylle davon. Die ist entsetzt und schimpft mich sicherheitshalber gleich mal richtig zusammen.
Ob ich des Wahnsinns fette Beute sei, fragt mich meine Frau – hmmm. Manchmal vielleicht, ich zucke mal nur mit den Schultern, das ist am wenigsten verfänglich.
Obwohl, heute kann ich mir etwas mehr erlauben, denn sie braucht mich, den starken Mann an ihrer Seite!
Ich muss nämlich die Deckel zur Zisterne öffnen, sie bekommt eine Trinkwasserlieferung.

Der Wasserdruck des Gemeidewassers ist traurig. Sibylle hat daher beschlossen, dass sie 8cbm Wasser, also 8.000 Liter kommen lassen würde und sich von nun ab bis auf Weiteres über das Hauswasserwerk versorgen würde.
Ein angenehmer Duschstrahl sei schließlich was Feines. Vergessen hat sie hingegen, dass die Gartenbewässerung ebenfalls am Hauswasser hängt und sie somit von nun an den Garten mit feinstem Trinkwasser gießt.
Kleiner Spoiler – nach nicht einmal zehn Tagen war die Zisterne leer! Die Augen von Sibylle hättet ihr sehen sollen – 800 Liter am Tag!
Seither kommt einem der Wasserdruck des Gemeindewassers wieder ausreichend gut vor 😉
Dennoch scheint mir, dass man die Bewässerungsanlage mal prüfen sollte…
Abends gönne ich mir erstmals meine geschätzten Seafood Spaghetti im „To Steki“ – und siehe da, sie waren überraschnd gut.
Das kann Dimitris Gattin also auch perfekt zaubern!

Ok, zurück zum Kabeldrama – jetzt baumeln aus ELOWYNs Ladegerät also zwei Kabel ziellos heraus.
Das Problem ist gelöst, es entstehen dadurch aber zwei neue…
Zum einen muss ich natürlich irgendwie dafür sorgen, dass ich wieder eine Ladequelle für die abgeklemmte Batteriebank finde, zum anderen fehlt mir auf einem Kabel am Diodenverteiler der Lichtmaschine nun Spannung – das ist total unlogisch und kann laut Schaltplan eigentlich so auch nicht sein.
Ich ringe mich daher dazu durch, die gleiche Situation wie zuvor wieder herzustellen, nur eben diesmal nicht auf der Servicebank sondern auf der Hydraulikbank.
Ich mache bewusst den gleichen Fehler wie bei der Urinstallation, denn ich weiß, dass diese funktioniert hat.
Im Winter werde ich mich der Sache dann vollumfänglich widmen.
Nun sind die Kabelenden aber zu kurz – kein Problem, ich fahre einfach in meine Werkstatt und baue mir zwei Verlängerungen.
Nur leider passiert auch hier eine Panne…

Der noch sehr warme Heißluftföhn touchiert mein neues, sündteures Bosch-Pro Akku Ladegerät und verewigt sich mit einem Brandzeichen im Gehäuse.
Funktional kein Problem, optisch schon! Ich ärgere mich, solcher Schwund geht immer zu 100% zu meinen Lasten.
Sei´s drum, ich habe die Kabel und kann die Verbindung herstellen. Das klappt überraschend gut und ist auch von Erfolg gekrönt.
Wenn es mir aus fachmännischer Sicht auch die Zehnägel aufdreht.


Ich bin zunächst zufrieden, so können die Eigner die noch verbleibenden, geplanten Urlaube antreten.
Zu dieser Zeit war es heiß auf Leros – die Arbeiten im kleinen Technikraum, aufgeheizt durch die eigene Körperwärme und die Abwärme der Monsterlader, wird zum Saunabesuch.
Ich werde in meinem eigenen Schweiß gesotten.


Da sowohl Sibylle als auch ich viel trinken, war es wieder einmal an der Zeit Getränke zu kaufen.
Wenn wir Beide Nachschub brauchen, dann lohnt es sich auf Smurfy zurückzugreifen.
Wir holen also unseren Flitzer und machen damit eine Einkaufsrunde um schwere sowie sperrige Waren zu besorgen – man denke dabei an Küchenrollen und Toilettenpapier, alles Dinge die mit dem Roller oder der GS schwer zu transportieren sind.

Für den Abend steht heute etwas Abwechslung auf dem Plan. Es ist wieder einmal Fischerfest in Panteli und wir haben zusammen mit Hans Peter und Petra beschlossen, dass wir uns dort etwas amüsieren und auch gleich am Fest zu Abend essen wollen.
Sibylle und ich sind etwas zu früh und wir beschließen daher, uns einen „perfekten“ Tisch zu sichern und einen Aperitif zu trinken.
Damit nehmen wir unseren Freunden aus dem Saarland nichts, denn beide trinken keinen Alkohol.



Wir sitzen wirklich perfekt – mittendrin kann man sagen, im Wortsinn!
Mit unserer Aperitfwahl hatten wir auch mehr als Glück! Im „Tzouma“ kann man den Ouzo mit Meze bestellen.
Die sind alles andere als umsonst, denn auch das gibt es andernorts, aber es sind die besten die wir bisher auf der Insel bekommen haben.
Wir genießen also unseren Ouzo nebst Mezebegleitung, während wir dem Treiben rund um das Fischerfest zusehen.


Jeder durfte mitmachen, jeder war eingeladen sich einzubringen. Die Einheimischen und die Touristen ziehen gemeinsam am Netz in der Hoffnung auf einen „guten Fang“!
Die gefangenen Fische werden dann verschenkt, wer immer denkt, dass er eine Handvoll gebrauchen kann, darf sich bedienen.
Meist sind es einheimische Kinder, die die größeren Fische nach Hause tragen um sie den Eltern für die Friteuse oder den Grill zu bringen.
Die sehr kleinen Fischlein werden aber auch als Köderfische verwendet.
Wir denken kurz darüber nach, dass dies für einen Tierschützer wohl nicht das geeignete Fest ist, fügen uns dann aber dem „andere Länder, andere Sitten“ Gedanken.




Während die Sonne untergeht und Sibylle und ich immer noch unseren Ouzo genießen, verspäten sich die Freunde aus dem Saarland.
Wir schreiben ihnen Nachrichten, teilen mit wo wir warten und wundern uns, dass wir keine Antwort erhalten.
Erst später wird sich auflösen, dass Hans Peter und Petra außerhalb von LIBERTÉ keinen Datenempfang haben. Wir haben uns später noch am Fest getroffen, das gemeinsame Dinner ist leider ausgefallen.
Hier kommt Alex 😉 – zufällig erscheint der Kapitän der ANAHITA auf der Bildfläche und beschließt kurzerhand, die frei gebliebenen Plätze zu occupieren und mit uns zu speisen.
Dies muss aber warten, denn die Fischer starten eine zweite Runde – und was ein echter Seemann ist, bringt sich hier natürlich ein 😉 !



Rund 100 Meter weiter, wurde in der Zwischenzeit der Festbereich aufgebaut. Die Musiker haben sich vorbereitet, der Grillwagen bietet seine Waren feil und die Besucher beginnen, zur typischen Island Musik zu tanzen – hopahopa.
Es gibt Souvlaki aus dem Grillwagen, diese muss man bezahlen.
Alternativ gibt es gegrillte Sardinen mit Brot, die werden am Fischerfest kostenlos angeboten.
Leider gibt es nur sehr wenige Sitzplätze, man futtert also aus der Hand.
Wir haben eine bessere Idee! Wir sitzen so perfekt und das „Tzouma“ bietet so leckere Burger an, dass wir entscheiden noch hier zu essen und erst anschließend dem Festbereich einen Besuch abzustatten.

Als wäre es so abgesprochen gewesen, treffen wir im Festbereich auf unsere Saarländer. Auch Perta und HP haben schon gegessen, daher entscheiden wir, einfach noch eine Weile stehen zu bleiben und dem Treiben zuzusehen.
Es wird später Abend bis wir uns aufrappeln das Fest zu verlassen – es war mal wieder eine willkommene Abwechslung.

Am nächsten Tag muss ich auf Sibylle warten, sie hatte zugesagt bis 10.00 Uhr in der Marina zu sein, denn die beiden anstrengendsten Tage vor der Übergabe von ELOWYN stehen an – das Schiff muss für die Eigner gereinigt werden!
Das bedeutet Deck schrubben, Edelstahl polieren und innen komplett durchreinigen.
Wir haben uns vorgenommen, dass wir das heute wuppen, aber ich darf vorweg nehmen, dass sich diese Arbeit über zwei Tage gezogen hat.
Na egal, ich stärke mich erst einmal. Dafür gehe ich heute ins „Skipper´s“ und gönne mir einen Toast zum Kaffee.
Hmmm, ich mag ja die zwei Mädels, die das Café tagsüber schmeißen, aber dieser Toast hat seinen Namen nicht verdient – der schlechteste Toast aller Zeiten!


Während ich so vor mich hinsinniere wie gut ein echter Toast jetzt schmecken könnte, trudelt meine Gattin mit Smurfy ein.
Der kleine, blaue Flitzer ist noch im Einsatz, wir werden ihn heute auch nicht mehr in die Garage bringen, denn Tina und Volker bekommen den Wagen, solange sie auf Leros verweilen.

Es kann nicht bestritten werden, der Countdown läuft! In zwei Tagen ist die Bude voll, denn nicht nur das Eignerpaar gibt sich ein Stelldichein, auch die Gäste finden sich am gleichen Tag auf Leros ein.
Wir brauchen Smurfy auch aus einem weiteren Grund – ich verlasse heute meine temporäre Herberge und ziehe in mein Haus.
Richtig gehört! Ich habe mich nach langem Überlegen für die Lösung entschieden, während der Segelphasen von ELOWYN in meinem Haus zu wohnen.
Dies scheint mir, auch gegen alle Widrigkeiten, die aufrichtigste und logischste Lösung zu sein.
Wir fahren also meine Siebensachen ins Haus nach Plaka und ich richte mich häuslich ein.
Dann heißt es aber endlich – alle Mann an Deck um „klar Schiff“ zu machen…

Sibylle leidet, sie hat keinen Bock auf das Putzen und ich erkenne, dass ich eine andere Lösung für die Zukunft brauche.
Immer mehr gewinne ich den Eindruck, dass meine Gattin das Interesse am Bootsleben völlig verliert.
Die anderslautenden Worte höre ich wohl, die tagtäglichen Abläufe sprechen aber eine andere Sprache.
Am Horizont tut sich eine neue Herausforderung auf…
Wir lassen den Tag unspektakulär ausklingen, denn wir sind beide matt.
Ich schlafe dennoch nicht gut – obwohl ich mit „wechselnden Betten“ normaler Weise keine Probleme habe!
Mir war heiß, die Lichter und Geräusche waren ungewohnt – so war ich wach, als am nächsten Morgen die Sonne aufging und mich mit orangenem Licht in den Tag begleitete.


Die zweite Tasse Kaffee gibt es im neuen Café der Bäckerei „Zafeiris“. Wir sind schon lange Kunden der kleinen Bäckerei, es gibt dort die nach unserer Dafürhaltung besten Mandelkekse.
Jetzt ist die Bäckerei umgezogen, nur drei Häuser weiter, um dort mit einem Café neu zu eröffnen.
Dieses Angebot schätzen wir – es gibt täglich frische Kotopita und einen günstigen Americano.
Frühstück für 4.-€, Herz was willst Du mehr?

Ich erinnere, es ist noch früh am Tag, trotzdem bin ich recht entspannt – denn der zweitwichtigste Punkt auf meiner Liste hat bereits einen Haken!
„Smurfy zur Wagenwäsche bringen“ stand dort in Großbuchstaben – und dies habe ich Punkt 08.00 Uhr erledigt.
Der Zufall wollte es, dass ich Benno von der CARPE DIEM mit nach Lakki genommen hatte – jetzt treffen wir uns beim Bäcker wieder und gehen zusammen gemütlich zu Fuß zurück in die Marina.

Der Plan sah vor, dass wir heute in Ruhe fertig putzen, dann einen Kaffee trinken würden und uns frisch machen – irgendwann dazwischen, so gegen 16.00 Uhr, wollen wir den Panda 4×4 wieder von der Waschstraße abholen.
Um 18.30 Uhr würden wir Volker und Tina am Flughafen aufpicken, mit ihnen essen gehen, bis um 22.35 Uhr die Spätfähre mit den Gästen ankommt.
Soweit der Plan, aber die Realität sah natürlich ganz anders aus…
Sibylle und ich waren gerade mitten im Putzwahn, als mein Handy bimmelte.
Volker war dran und äußerte „…eine kleine Bitte…“ – die Gäste hätten nun doch den Mittagskatamaran erwischt, sie kämen bald in Leros an, ob wir sie „schnell“ holen könnten?
Äh – eigentlich nein, denn ich habe kein Auto und außerdem gelbe Gummihandschuhe an…
Aber wenn es pressiert, dann hexen Sibylle und ich eben – hexhex!!!

Sibylle und ich sammeln uns, wir fahren sofort los, stellen die GS im Parkhaus des Supermarktes ab und holen Smurfy bei der Tankstelle um die Ecke ab – zum Glück war er schon fertig.
Mit dem glänzenden Fiat fahren wir nach Agia Marina und treffen pünktlich ein.
Der Besuch war gerade angekommen und so hatten wir Gelegenheit, den Nachmittagskaffee zusammen zu trinken – ein Lichtblick!
ELOWYN musste derweil warten…

Wir haben es ein Weilchen ausgehalten, bevor wir zurück zum Schiff gefahren sind.
Sibylle und ich hatten unsere Arbeit noch abzuschließen, die Gäste wollten einchecken und anschließend einkaufen und auf einen Snack gehen.
Am Weg hatte ich noch die GS mitzunehmen – was mir Anlass gab, einmal wieder über das Ergebnis eines nicht-offziellen IQ Tests zu schmunzeln…

Umgekehrt ist es so, dass es niemand schert, wenn man die im Weg stehenden Fahrzeuge umsortiert.
Da im Wagen kein Schlüssel steckt, schnappe ich mir das Motorrad und räume es kurzerhand auf die Seite.
Nachdem ich meine GS befreit hatte, habe ich des Anderen Mopped natürlich wieder zurückgestellt – German attitude 😉
Als Sibylle und ich unsere Reinigungsarbeit abgeschlossen hatten und ELOWYN übergabefertig war, trennten sich unsere Wege.
Sibylle wollte sich frisch machen und mir war nach einem Eis.


Während ich meine Eiskreation mampfe, bimmelt mein Telefon. Giorgos schickt mir ein Bild – begleitet nur von einem Wort, READY!
Es sieht aus, als sei Hans Peters Geräteträger nach langem Warten endlich fertig geworden.
Dies bedeutet, dass wir in die Startlöcher kommen müssen, der Freund einen Liegeplatz am Stadtkai braucht und alle Vorbereitungen abgeschlossen sein sollten.
Ich leite das Bild an die Crew der LIBERTÉ weiter – und ich denke, dass die Beiden genau wissen was nun ansteht!
Das nächste Projekt hat soeben seinen Anfang genommen!

Langsam wird es Zeit, sich an den Flughafen zu verholen, die kleine Turboprop-Maschine der „Olympic Airlines“ wird bald ankommen.
Genauso traf es ein – wir hatten kaum den Parkplatz erreicht, setzte der Inselhopser auch schon zur Landung an.
Großes HALLO, wir treffen die Freunde nach rund zwei Monaten wieder, die Freude ist riesengroß.




Perfekt – es hat also alles geklappt! Wir brummeln mit dem Fiat ohne Zeitverzug in die Marina, trinken ein „Check-In Bordbier“ und sammeln die wartenden Gäste auf – dann geht es unverzüglich ins „Pirofani“, wo ich schon einen Tisch reserviert hatte.
Es kam wie es kommen musste – natürlich war es Tina ein Anliegen ihr Mitbringsel sofort zu übergeben.
Von nun an stand ich im Wort 😉

Das Dinner war vorzüglich, der Abend war supernett und wir alle zogen uns erst relativ spät in unsere Unterkünfte und Kojen zurück.
Morgen ist ein neuer Tag – ich weiß noch nicht genau, wie er sich entwickeln wird.
Ich habe deutlich besser geschlafen als letzte Nacht. Es liegt auf der Hand, dass ich in einem Haus welches fließendes Wasser nur über einen an einem Hauswasserwerk angeschlossenen Schlauch erhält und zudem nur ein fast abgebrochenes Badezimmer hat, dass ich also in diesem Haus nur sehr eingeschränkten Komfort genieße.
Aber egal, es ist mein Haus, ich sollte beginnen mich daran zu gewöhnen – die anstehende Sanierung wird dann für das Wohlfühlgefühl sorgen.
Der Tag beginnt also entspannt mit einer Tasse Kaffee auf meinem Hausbankerl am Mäuerchen.

Der Rest des Tages ist dann rasch erzählt – ich verhole in die Marina und treffe mich dort mit Sibylle.
Wir gehen zu ELOWYN, auf der herrscht inzwischen reges Treiben. Die anstehende Reise wird vorbereitet, es wird eingekauft, sortiert und besprochen.
Zwischendrin gibt es einen zweiten Kaffee und Volker und ich versuchen in dem Trubel so etwas ähnliches wie eine geordnete Übergabe zu machen.
Es gibt einen „Light-Lunch“ an Bord, einen sehr leckeren Linsensalat, zu dem wir herzlich eingeladen sind.
Wir beobachten INSPIRATION beim Einlaufen und freuen uns, dass Jörg sich eine halbe Stunde nimmt, um seine fachmännische Meinung zum Thema Flexiteek Instandsetzung abzugeben.
Dann geht alles ganz schnell – eine kurze Verabschiedung, der Motor wird gestartet und das Kommando „Leinen los“ erfolgt.
ELOWYN verlässt den Hafen für einen zweiwöchigen Urlaubstörn – was auch für mich Urlaub bedeutet, dachte ich zumindest…

Und jetzt? Sibylle und ich stehen etwas dumm rum, so etwa wie bestellt und nicht abgeholt.
Wir gehen kurz zu INSPIRATION sagen Hallo zum Rest der Crew und wir verabreden uns zum gemeinsamen Dinner bei Marietta.
Dann fahren Sibylle und ich nach Xirokampos, mir ist jetzt schon etwas langweilig.

Es dürfte auf der Hand liegen, dass meine Langeweile nicht lange andauern wird – irgendwas passiert immer.
Sibylle und ich setzen uns erst einmal zusammen um die nächsten Tage zu besprechen.
Ein Urlaub steht zur Debatte, eventuell wollen wir auch am Haus etwas vorantreiben.
Ganz nebenbei lässt Sibylle mich erfahren, dass der angedachte Kurzurlaub von Tochter Franziska inzwischen auch schon Formen angenommen hat.
Meine Frage, warum wir über einen eigenen Urlaub oder Arbeiten am Haus sprechen, wenn sich die Tochter mit zwei Kleinkindern bereits in der Besuchsplanung befindet, bleibt unbeantwortet – naja, auch Sibylle hat eine Prioritätenliste.
Ich bin nachdenklich und überlege tatsächlich, ein paar Tage alleine mit Crawler durch Griechenland zu fahren.
Da jedoch alle Freunde die ich besuchen könnte, zur Zeit in ihren Heimatländern verweilen und zudem die Fährpassage mit Crawler durchaus ein paar Taler kostet, verwerfe ich diese Pläne wieder.
Stattdessen gebe ich Hans Peter grünes Licht für die letzten Schritte seines Energieprojektes – „Du kannst planen, ich habe Zeit!“
Ich freue mich auf das Essen mit Melanie, Jörg und Lukas – in Mariettas Taverne waren wir lange nicht mehr.

Auch der nächste Tag begann zunächst entspannt – bei einer Tasse Kaffee auf meinem Hausmäuerchen…
Bis Sibylles Anruf meine Ruhe schlagartig enden ließ – „…(süder, heul) ich habe kein Wasser mehr! Es kann doch nicht sein, dass ich 8.000 Liter in zehn Tagen verbraucht habe? Ich kann nicht auf Gemeindewasser umstellen!“
Ok, kein fleißendes Wasser zu haben ist für meine Frau ein Notfall mit höherer Priorität als ein Schlaganfall.
ICH reagiere daher sofort und fahre zu ihr um sie zu retten.

Ich öffne die Zisterne – tatsächlich, leer! Die 8.000 Liter sind weg, vermutlich nicht beim Duschen verbraucht sondern über eine nur halbwegs funktionierende Gartenbewässerung ins Erdreich versickert.
Zunächst versuchen wir, ein paar hundert Liter des Gemeindewassers über eine Bypass-Leitung in die Zisterne laufen zu lassen.
Das ist aber eine Ewigkeitsaufgabe, denn bis ein Kubikmeter durch die Leitungen strömt, kann ich vermutlich meinen Renteneintritt feiern.
Nach einer Viertelstunde geben wir auf, unsere Bemühungen zeigen kaum Erfolg.

Tatsächlich gibt es bei der Umstellung auf das Gemeindewasser dann noch ein weiteres kleines Problem, welches wir aber durch angestrengtes Nachdenken lösen können.
Irgendwann zur Mittagszeit hat Sibylle wieder Wasser und ist glücklich.
Na das war ja einfach…
Kann sich der Mensch so mit seinem Tun identifizieren, dass er sich auch optisch der Profession angleicht?
Es gibt ja Theorien, die genau so etwas besagen – ich muss in jedem Fall gestehen, dass mein intensiver Einsatz als Installateur mich irgendwie verändert hat!

Passt es jetzt, wenn ich schreibe „Spaß beiseite“? Vermutlich ist genau das Gegenteil der Fall.
Nachdem ich den Wasserfluß in Sibylles Appartement wieder herstellen konnte war bei ihr erst einmal eine Teepause angesagt.
Dabei hat sie oft die überraschendsten Einfälle, die meist mit der Einleitung „Wir müssen…“ beginnen und in den meisten Fällen das Ende meines inneren Friedens bedeuten.
„Wir müssen mal wieder Haare schneiden…“ höre ich sie sagen – „…und rasieren sollten wir dich auch mal wieder.“

Ok, diesmal stimme ich ohne Widerspruch zu, denn es ist die Gelegenheit mein gegebenes Wort an Tina zu halten.
Sibylle schert mich wie ein Schaf, dann wird der Bart abrasiert – doch diesmal bleibt der Schnauzer stehen.
Ein bisschen Wimperntusche, welche wir extra zu diesem Zweck gekauft hatten, macht den Schnauzer zum Pornobalken und mich meinem Alter Ego ähnlicher.
Ich erfülle mit diesem Bild mein Versprechen!

Als „Super Mario“ im Jahr 1992 auf der Bildfläche auftauchte, war ich schon zu alt, als dass mich das Thema und die Namensverflechtung tatsächlich tangiert hätten.
Natürlich gab es immer mal wieder Randkommentare, aber die waren kaum erwähnenswert.
Dass mich der kleine Nintendo-Installateur noch einmal so einholen würde, hätte ich nicht geahnt, aber sei´s drum – ein bisschen Spaß muss eben sein…

Ich nehme die rote Mütze ab, rasiere mir nun auch den schwarzen Schnauzer weg und im Handumdrehen wird aus „Super Mario“ wieder die Normalversion.
Ich dachte, dass ich damit auch meinen temporären Installateurjob an den Nagel hängen kann, aber dem war nicht so.
Denn als hätte er es gewusst, meldet sich Alex mit der Bitte um Hilfe bei seinen Installationsarbeiten.
Na dann, nix wie hin zur ANAHITA!
Der Boiler muss aus dem Schacht und an Land gestellt werden – es scheint jedoch, als passe er nicht durch das dafür vorgesehene Loch.
Die Vorgabe war – nicht zerstörerisch arbeiten und keinen Mega-Aufwand generieren.
Mein großer Vorteil heute, war die Unbefangenheit mit der ich die Sache betrachte. Nicht mein Schiff, nicht mein Projekt – not my Monkey, not my Circus.
Ich grüble auch nicht schon drei Tage über einer Lösung, so wie es Alex beschieden war.
Es geht tatsächlich um Millimeter – und entgegen Alex´Meinung vertrete ich die Ansicht, dass man eine der Anschlagsleisten für die Türe zerstörungsfrei entfernen kann.
Hier finde ich Schrauben statt Nägel und nehme an, dass hier schon einmal jemand operiert hat – und siehe da…


Job erledigt – das ging ja einfach!
Rhetorisch könnte man jetzt die Frage in den Raum werfen, ob sonst noch jemand was braucht???
Naja – und wie immer würde sich auch heute jemand finden, der die Hand hebt und JA schreit.
Genau das ist passiert – Felix von der ALLEGRA wusste, dass ich zu Alex kommen würde. Da er der unmittelbare Nachbar des A-Team ist, war es ein Leichtes für ihn, mich abzufangen und um Unterstützung bei einer Motorfrage zu bitten.
Dieser Bitte komme ich gerne nach, es ging nur um eine Kleinigkeit.
Ich zeige ihn an seiner Einspritzpumpe die betreffende Einstellschraube, welche sein Drehzahlproblem wohl lösen wird und kann nach einem Kaffee und ein bisschen Klönschnack die Umsetzung der Lösung in seine Hände übergeben.

Die Verpflichtungen sind erst einmal erledigt, Sibylle und gewinnen etwas Zeit um ein paar Musestunden einzulegen.
Wir fahren an den Panteli Strand, gehen baden und gönnen uns einen Cappuccino und ein Galaktoboureko im „Sweet & Salty“ Café.
Endlich mal Fünfe gerade sein lassen, endlich mal ein paar Stunden Ruhe.

Auch unser jüngerer Sohn Stefan ist mit seiner Familie in den Reisevorbereitungen.
Der Urlaub der jungen Familie ist von langer Hand geplant, das Hotel ist gebucht und Smurfy ist ihnen für die Dauer des Urlaubs als Vehikel zugesagt.
Da es wichtig ist, dass für die Enkel Anton und Paula das reservierte Kinderbett, sowie der Hochstuhl auch wirklich parat liegen, haben Sibylle und ich den Auftrag dies noch einmal mit dem Hotel abzuklären.
Das können wir bei dieser Gelegenheit auch gleich erledigen.

Stefan und Amelie haben für sich ein Familienappartement im „Panteli Beach Hotel“ gebucht.
Wir werden ein Fazit ziehen, nachdem der Urlaub im Kielwasser liegt.
Sibylle und ich freuen uns auf den Besuch der Kinder – ich freue mich auch, dass Franziska sich alleine mit den Kleinen auf den Weg machen wird.
Ich hätte mir nur dringend gewünscht, dass sie ebenfalls ein Hotel gebucht hätte.
So ist die Entscheidung gefallen, dass sie mit im Haus in Xirokampos wohnen wird.
Das ist nachvollziehbar, allerdings wird zur gleichen Zeit Sophie mit Mann und Kindern im Familiendomizil Urlaub machen, so dass das Haus richtig voll ist.
Das kann gut funktionieren, kann aber auch Konfliktpotential bergen – in jedem Fall weiß ich, dass meine Frau für diese Woche für mich kaum ansprechbar sein wird.
Unsere Wege trennen sich, Sibylle fährt nach Xirokampos, ich verhole nach Plaka – wir machen uns frisch, denn heute Abend sind wir mit der Crew der INSPIRATION zum Dinner verabredet.
Da ich von Plaka aus direkt nach Alinda fahre, nehme ich den Weg über Gourna und erfreue mich am Sonnenuntergang.


Der Abend endet wie eigentlich die meisten, dennoch hatte er einen melancholischen Touch.
Melanie und Jörg verabschieden sich bis 2027 – sie machen den Anfang.
Wir wünschen uns schöne Weihnachten, einen guten Rutsch und frohe Ostern und drücken uns noch einmal.
Die Hoffnung, dass es vorzeitiges Wiedersehen in Deutschland geben könnte, heitert die Stimmung etwas auf – dann heißt es Abschied nehmen.
Am Folgemorgen bin ich nach dem Kaffee auf dem Weg nach Lakki.
Wie immer passiere ich dabei eine alte, leerstehende Lagerhalle.
Von diesen Lagerhallen gibt es etliche auf Leros und ich hatte auch vor zwei, drei Jahren schon einmal Anlauf genommen eine zu mieten.
Diesen Winter könnte ich auch wieder einen Platz brauchen – ich möchte Crawler für die Blech- und Lackierarbeiten abgarnieren und anschließend wieder zusammenbauen und die Campingausstattung optimieren.
Zudem möchte ich irgendwann den 100HP Panda nach Leros bringen und diesen hier sofort ausschlachten.
Auch dafür und für die anschließende Teileverwahrung brauche ich Platz.
Ich beschließe also, dieses Thema endlich anzupacken!

Mit dem Beispielbild setze ich eine Anzeige auf, welche ich in verschiedenen Leros-Social-Media-Gruppen platziere.
Ich bekomme Resonanz, aber das Richtige war bisher nicht dabei.
Von einem einheimischen Freund bekomme ich den Tip, dass ich den Bürgermeister fragen soll, die Gemeinde hätte vielleicht solche Flächen.
Nun, ich bin mit Bürgermeister Kontakis bekannt und über Facebook vernetzt, warum nicht einfach mal über den Messenger schreiben?
Ich vermute, dass er das auch nicht allzuoft hat, denn seine Neugierde war offensichtlich geweckt.
Ich bekam umgehend Antwort und einen Termin in seinem Büro.
Dort wartete, glaubt es oder nicht, ein Dolmetscher auf mich, der die Audienz beim Bürgermeister für mich übersetzt hat.
Man lies mich wissen, dass es leider keine Gemeindeflächen gibt, aber man böte mir an, eine Annonce in der örtlichen Zeitung zu schalten 😉 !
Ich nehme an, bedanke mich herzlich und freue mich, dass Herr Kontakis nun auch mein Gesicht zum Namen kennt.
Ich bleibe in jedem Fall an dem Thema dran.
Für einen zweiten Kaffee setze ich mich ins „Palma Café“, wo etwas später auch Sibylle sowie Hans Peter und Petra dazukommen – Lagebesprechung!!!

Es gibt einen parallelen Handlungsstrang – und zwar den Geräteträger von Hans Peters LIBERTÉ.
Dieser ist inzwischen nahezu fertig und HP war aufgefordert an den Stadtkai zur Montage zu verholen.
Dies hat der Skipper aus dem Saarland auch sofort umgesetzt, das Glück war ihm hold, er konnte sofort einen zentralen Liegeplatz erhaschen.
Leider hat Giorgos wohl nicht mit der, einer Atomuhr gleichen, Präzision des deutschen Captains gerechnet – wie auch immer ist eine „Wartesituation“ entstanden, die Nerven lagen inzwischen blank.
HP und ich waren in den vergangenen Tagen immer wieder bei Giorgos um den Fortschritt zu tracken und den Nachdruck aufrecht zu erhalten.
Das kling blöd, ich weiß. Ich weiß aber auch, dass Giorgos eine Menge Arbeit am Hut hat und es durchaus passieren kann, dass er erheblich in Verzug gerät.
Ich sehe meine Aufgabe daher eher als die eines Mediators zwischen dem siga-siga und avrio des Griechen und der deutschen Erwartungshaltung meines Freundes.
Die Lage war angespannt – das hat man auch beim sonntäglichen Stammisch im „SouVLakki“ gemerkt.
Ich hab´ mir mein Giros dennoch nicht verderben lassen.

Das Versprechen war gegeben, am nächsten Morgen sollte es endlich losgehen.
Giorgos wollte kommen und den Geräteträger montieren, so dass HP und ich im Anschluss endlich die Umstellung und Aufrüstung seines Energiemanagements abschließen können.
Ich stehe also gleich nach dem Aufwachen auf, mache mir einen Kaffee und verhole mich anschließend ins „Palma Café“ um dort auf die Ankunft des „Mastera“ zu warten.


Natürlich hatte Giorgios auch heute sein „akademisches Viertel“ als Verspätung, aber das sei ihm zugestanden.
Wir waren froh, dass es endlich losgehen würde.
Wie wenn wir uns abgesprochen hätten, erschien auch Sibylle auf der Bildfläche, auch sie war neugierig, wie das Projekt anläuft.


Eigentlich läuft die Umsetzung des Projektes an wie immer. Giorgos und seine Helfer stürmen das Schiff und reißen an, als gäbe es kein Morgen mehr.
Der alte Träger nebst Solarzellen wird abmontiert, es folgen sofort die Heckkörbe, welche in das neue System integriert werden sollen.
Dann erfolgt die erste Positionierung des neuen Trägers und man kann zum ersten Mal das Zielbild erkennen.



Naja, leider muss ich sagen, dass auch hier alles ist wie immer – der neue Träger passt nicht!
Das war bei meinem Dach ebenso, die Lösung war dann nicht 100%ig. Man kann aber sagen, egal was passiert – es wird gut!
Hans Peter weiß das, trotzdem fühlt es sich anders an, eine Geschichte zu hören oder sie selbst zu erleben – als Hauptdarsteller!
Giorgos bleibt lässig, HP schwellen die Halsschlagadern an – welche Lösung wird sich finden???

Zugegeben, etwas zu schweißen nach einer vorher angefertigten rudimentären Skizze ist schwierig, aber das ist Giorgos´ tägliches Brot.
Da diese verhängnisvollen 10cm schon öfters gefehlt haben, ist von Messfehlern auszugehen.
Während ich das leise denke, setzt Hans Peter seinen „bösen Blick“ auf – jeder der ihn kennt, weiß was ich meine…
Während HP an Deck dagegen ankämpft, dass der Wahnsinn ihn vereinnahmt, droht mir selbiges am Navigationstisch von LIBERTÉ.
Ich hatte mich zwar entschieden anwesend zu sein, wollte den Werkern aber nicht zwischen den Füßen rumsitzen.
Daher habe ich mich der Verkabelung des zweiten Meßshunts der Bavaria 41H gekümmert.
Und das war aufwändiger als es zunächst aussah…

An Deck erfolgt die Kapitulation – die Quadratur des Kreises war nicht möglich und so nimmt Giorgos den kompletten Träger wieder mit.
Dieser muss umgeschweißt werden und er würde sich etwas ausdenken.
Klar, dass auch wir noch eine Weile diskutieren – und wir haben auch eine gute Idee.
Diese skizzieren wir und senden sie an den „Mastera“, welcher diese als gangbar akzeptiert und umsetzen wird.
Er meldet sich bei uns wenn er fertig ist, wahrscheinlich morgen, AVRIO!

AVRIO – morgen! Ich hatte einmal gelesen, dass „avrio“ wörtlich übersetzt morgen bedeutet. In der Realität kann damit aber alles gemeint sein, nur nicht heute.
Das ist eine Regel die ich verinnerlicht habe – und sie sollte auch diesmal zutreffen.
Wir hören ein paar Tage nichts mehr von meinem Freund…
Nun denn, Hans Peter und Petra sitzen am Stadtkai in Warteposition, ich widme mich für ein paar Tage anderen Aufgaben und offenen Punkten.
So sucht zum Beispiel unsere Freundin Brigitte über die offizielle Gebrauchtbörse in Leros ein Küchen-Spülbecken.
So ein Zufall, dass ich eines habe – ich biete es ihr an und meine, dass es in Kombination mit der Stein-Arbeitsplatte eine gute Wahl für eine Außenküche ist.

Ich entdecke zudem bei meinen Fahrten durch Lakki einen Fiat Panda 100HP – es dürfte der einzige auf Leros sein.
Das ist er aber wohl nicht mehr lange, denn bald kommt meiner dazu. Ich nehme mir vor, dass ich den Besitzer ansprechen werde, denn ich habe ja vor, meinen zu schlachten – vielleicht kann ich dem anderen 100HP-Piloten eine Freude mit dem ein oder anderen Ersatzteil machen.

Eine weitere Erledigung welche ich auf meiner Liste habe, ist der etwaige Kauf eines Grills.
Wir haben wirklich manchmal Lust zu grillen, oft fehlt aber einfach die Infrastruktur.
Klar, zusammen haben wir alles für ein gelungenes BBQ, aber eben nicht an einem Ort – wenn man mal von Brigittes und Hans´ Domizil in Crithoni absieht.
Es war daher in der Diskussion, ob wir nicht in Plaka eine Grill-Destination einrichten wollen würden.
Dazu müsste man mit der Anschaffung des richtigen Grills beginnen – ich sehe mich also bei Andreas Kritikos´ Hardwarestore um.

Der Inhaber gesellt sich zu mir. Er habe nur noch zwei Grills, beide eher XXL Format.
Er würde mir einen verlockenden Winterpreis machen, sagt´s und tippt fleißig ud geheimnisvoll in einen Taschenrechner…
Die Zahl die er mir zeigt ist verlockend! Ich schwächle einen Moment, besinne mich aber dann und erbitte mir etwas Bedenkzeit.
Mal sehen, ob ich mich noch dazu durchringen kann.
Genug für heute! Wir sind mit Jasmin und Tim von der TAO 3 zum Dinner im „Pirofani“ verabredet.
Sibylle und ich sind zu früh dran und verholen uns daher auf einen Aperitif ins „Tzouma“ – dort warten wir auf unsere Freunde.


Der Abend war interessant und kurzweilig. Man kann über Segelboote reden und doch ganz andere Inhalte besprechen – eine neue und sehr willkommene Abwechslung.
Ich deute dazu nur welt- und umweltpolitische Themen an und verweise auch auf die theoretische Mobilität und Flexibilität, die einem ein solches Lebensmodell verschafft.
Dass man alles mit einer philosophischen Prise würzen kann, macht die Diskussion nur noch pfiffiger…
Zu guter Letzt, meine „Besitz belastet“ Anschauung habe ich ja oftmals schon angedeutet.
Tim und Jasmin, Danke für den netten, abwechslungsreichen Abend!
Am nächsten Morgen holt uns die Realität ein, wir sind zu einem Videocall bezüglich des geplanten Verkaufs von JASPER verabredet.

Wie so oft, dauert es ein wenig bis die endgültige Verbindung steht. Leider macht uns dann auch noch für ein paar Minuten das iPhone einen Strich durch die Rechnung, denn es schaltet sich wegen Überhitzung ab.
Glücklicher Weise sind die Interessenten am anderen Ende der Leitung entspannt und haben Geduld, so können wir nach einer kurzen Zeit des Wartens, das Telefonat auf Sibylles Telefon fortführen.
Wir zeigen das Schiff ausführlich, beantworten alle Fragen und führen die Interessenten virtuell durch das Boot.


Das Telefonat ist gut verlaufen und so ergab es sich, dass das Interessentenpaar aus dem Raum Berlin einen Flug gebucht hat und JASPER Anfang November ansehen wird.
Wir freuen uns darauf und fixieren den Termin in unserem Kalender.
Gegen Mittag haben wir die Hanse soweit wieder in den Winterschlaf versetzt, dass wir uns zu Hans Peter und Petra an den Stadtkai begeben können.
Ich erinnere, die Nachbesserung am Geräteträger läuft und Giorgos hat zugesagt, dass er heute zur Montage kommen würde.
Als der Nachmittag fast verstrichen war und es für Sibylle und mich an der Zeit war zu Hans und Brigitte nach Crithoni aufzubrechen, da habe ich mir einen Ruck gegeben und bin von Crithoni aus, weiter zu „Boat & Parts“ gefahren.
Ok, es wurde am Geräteträger gearbeitet – aber er war nicht fertig und Giorgos war zu einem „Notfalleinsatz“ abberufen worden.
Ich sende HP das Bild und teile mit, „…dass das heute nichts mehr wird!“

Für uns begann der angenehme Teil des Tages und Abends – wir waren einmal wieder bei unseren österreichischen Freunden zum BBQ eingeladen und freuen uns so richtig.
Wir stehen tief in der Schuld der Beiden, denn wir werden jedesmal so richtig verwöhnt.
Von A wie Aperitif bis Z wie Zwiebel gegrillt, gibt es alles was das Herz begehrt.
Das besondere Augenmerk gilt den V wie Vorspeisen und dem F wie Filetsteak.





Wieviel schöner kann man essen, als zusammen mit guten Freunden in geselliger Runde – an einem ganz besonderen Platz!
Die Aussicht im Haus der Freunde ist bezaubernd – ein Teil der Alinda Bucht blitzt hervor und die Burg, eines der Wahrzeichen von Leros, zeigt sich in voller Pracht.

Wir starten gerade den Hauptgang, als Alex ein Bild einer Wettervorhersage schickt.
Es scheint sich ein „Medicane“ zusammenzubrauen, man sagt für den Ankunftstag unseres Sohnes nebst Familie, Windgeschwindigkeiten von bis zu 75kts voraus.
Wir sprechen eine Weile über ein solches Ereignis und hoffen, dass wir verschont bleiben.
In der Retroperspektive kann man sagen, dass sich der mediterrane Hurricane in Wohlgefallen aufgelöst hat.

Am nächsten Morgen bittet Sibylle mich, sie in Xirokampos abzuholen.
Der Zufall will es, dass ich miterleben darf, wie sich eines der zwei weidenden Pferde befreien kann und dann wie ein Derwisch über die Weide springt.
Dies sei dem Gaul gegönnt, nur leider springt Fury auch über über die Straße – und bevor aus ihm „Fury in the Slaughterhouse“ wird, beschließen Sibylle und ich, Hilfe zu rufen.
Wir haben Glück, dass beide Pferdl im Besitz des Bruders von Eleftheris sind.
Dieser ist der Wirt des „Aloni“ und wir kennen ihn persönlich und haben ihn daher auch angesprochen – der Hilferuf konnte somit direkt abgesetzt werden.

Mit leichtem Verzug können wir unsere Fahrt nach Lakki fortsetzen und kommen dadurch exakt im richtigen Moment an.
Heute sollte der „Tag der Tage“ sein, der große Moment stand bevor. Giorgos war mit seinem Team und dem angepassten Gerätetrager an HPs LIBERTÉ angekommen und hatte sofort begonnen zu arbeiten.
Dieser Job sollte sich letztlich über den ganzen Tag ziehen, war dann aber von Erfolg gekrönt!
LIBERTÉ trägt jetzt einen Geräteträger für 780Wp Solar – ein Kraftwerk! Dazu gesellen sich integrierte Davits, ein Motorkran und vieles mehr.






Nein, ich wollte auch nicht, dass mein Auftraggeber mir den ganzen Tag auf die Finger schaut…
Es muss aber auch gesagt werden, dass dies für uns alle hilfreich war, denn nicht immer ist die deutsche Arbeitslogik deckungsgleich mit der griechischen.
Ich empfehle dringend, bei solchen Großprojekten vor Ort zu sein, oder eine Art „Projektmanager“ als Kümmerer vor Ort in der Hinterhand zu haben – in den Kleinigkeiten steckt der Teufel.
Und Hans Peter? Freut er sich jetzt? Ja, aber ganz geheim, keiner soll es merken 😉 …
Sibylle war inzwischen nach Xirokampos gefahren, ich solle sie dort noch einmal abholen, gegebenenfalls würden wir dann ins „Aloni“ zum essen gehen – wir fragen HP und Petra, ob sie sich anschließen wollen.
Als ich zu Sibylles Wohnung gehe, begegnet mir ein „Untermieter“…

Nein, vermutlich war es nicht „Feivel der Mauswanderer“, eher ein sehr putziger, kleiner Ratz.
Herr Ratz war ziemlich frech – er huschte vor mir über den Weg und hat auch auf mein Klatschen hin nicht beschleunigt.
Leider hat es ein paar Momente gedauert, bis mein Telefon im Fotomodus war, so konnte ich Herrn Ratz nur noch im Dickicht knipsen.
Ich erzähle Sibylle die Geschichte und blicke dabei über die Balkonbrüstung – nanu, das Schiff kenn´ ich doch…

Ich schreibe Martin, dass ich weiß, wo sein Schiff wohnt und prompt erwidert er, dass er mit Crew im „Aloni“ sei. Man wäre mit dem Essen fertig und sei gerade zu Ouzo übergegangen.
Ja so ein Zufall, da steht einem Crewtreffen nichts mehr im Wege!

Ein schöner Abend, begleitet von einer Reihe Karafaki mündet in ein „Finale furioso“ als die leicht angetüdelte Crew der STENELLA versucht, dass relativ kleine Beiboot zu entern.
Ich wusste nicht, ob es jetzt lustig oder eher bedauernswert wäre, wenn zumindest eine(r) der Protagonisten über Bord gehen würde – zumal Martin das Thema „langsam Gas geben“ völlig falsch interpretiert hatte – in jedem Fall hielt ich die Kamera bereit!


Unter lautem Gelächter fährt das Dinghy in die dunkle Nacht – irgendwann verstummt der kleine Außenborder, man kann die vier aber noch Lachen hören – offensichtlich haben sie das sichere Mutterschiff trocken erreicht.
Sibylle und ich müssen ab jetzt keine Zeit mehr verbummeln, wir fahren direkt nach Lakki zum Fähranleger, heute Nacht kommt Tochter Franziska mit den Kindern Heidi und Fred, um noch einmal Sonne zu tanken und das Sommerjahr ausklingen zu lassen.
Sibylle und Tochter sowie die Enkelchen besteigen nach der Ankunft meinen Smurfy um damit nach Xirokampos zu fahren.
Ich ziehe mich nach Plaka in meinen Zufluchtsort zurück.

Jetzt ist der erste Teil der Familie also da – unser Leben steht ab jetzt Kopf!
Der neue Tag beginnt für mich abermals bei einer Tasse Kaffee auf meinem Hausbankerl bei einem schönen Sonnenaufgang – doch nanu, was ist das???
WOLKEN? Hier? In meinem Griechenland? Im Sommer?


Ich will es vorwegnehmen – das Jahr 2026 zeigt uns einen unschönen September, welcher somit zum gesamten Wetterverlauf der vergangenen Monate passt.
Für die Jahreszeit, welche in Griechenland noch als sommerliche Spätsaison gilt und wir eigentlich mit strahlendem Sonnenschein und Temperaturen knapp unter 30°C rechnen, zeigen sich erstaunlich oft graue Wolken, es tröpfelt ab und an und es ist abends empfindlich kalt.
Brrrr, das habe ich mir anders vorgestellt!
Heute erholt sich das Wetter aber und ich freue mich auf ein Frühstück auf der Terrasse von „Zafeiris“.

Nachdem ich gefrühstückt hatte, war es an der Zeit in die Marina zu verholen.
Zum einen wollte ich ein aktuelles Bild von meinem Crawler, ich war ja immer noch auf der Suche nach einer Montagehalle und könnte so einem etwaigen Vermieter mein Projekt erklären.
Zum anderen war an Hans Peters Energieprojekt noch der Punkt „Solarmodule anschließen und in Betrieb nehmen“ offen.
Ich wollte dieses Mammutprojekt endlich abgeschlossen wissen und aus der Pflicht sein, somit hatten wir uns für heute verabredet.


Mir war klar, dass Sibylle nun erst einmal mit Tochter Franziska und den Enkelchen beschäftigt sein wird.
Zudem ist mir bewusst, dass sie sich im Haus zerreißen wird, um alle Abläufe so geschmeidig wie möglich zu gestalten.
Ich kann mich daher bewusst zurücknehmen, sie wird sich melden, wenn etwas Relevantes ansteht.
Derweil crimpe ich auf LIBERTÉ Kabel für die Solarmodule, baue MC4 Stecker zusammen und nehme MPPT Laderegeler in Betrieb.
Zu guter Letzt wird alles gut klappen und wir vermelden relativ bald den finalen Abschluss des Gesamtprojektes.


Für die technisch Interessierten unter euch – die 312W sind Überschuss bei laufendem Wassermacher, welcher rund 200W zieht.
Insofern haben wir sofort nach dem Einschalten 520W aus einer Anlage mit 780Wp.
Das finde ich kein schlechtes Ergebnis! Ich lasse in diesem Moment das Werkzeug fallen, bin zufrieden und übergebe die Aufgabe des „Kabel hübsch verlegen“ an meinen saarländischen Freund.
Für mich war´s das – Schicht im Schacht!
Zumindest nach außen hin freue ich mich mehr als Hans Peter und lasse daher verlautbaren, dass ich mir jetzt zusammen mit meiner Gattin ein Eis gönnen werde.
Hier springt Petra in die Bresche und entscheidet kurzerhand, dass sie und ihr HP sich da dranhängen und die Götterspeise gar auf ihre Rechnung ginge!
Na, da gönne ich mir doch gleich drei Kugeln 😉 !

Da Sibylle danach wieder zurück nach Xirokampos mu… ähhh möchte, beschließe ich, kurz zu Giorgos zu fahren.
Er hat gute Arbeit geleistet, wenn auch dazwischen kleinen Pannen auftraten.
Ich finde es wichtig ein Feedback zu geben und den finalen Abschluss zu melden, um ihn aus der Verantwortung zu nehmen und gleichzeitig für ein positives Gesamtgefühl zu sorgen.
Da mir der junge Mann am Herzen liegt, habe ich als der beteiligte „Mittelsmann“ diese Aufgabe übernommen.

Leider habe ich bereits am ersten Abend Pech – es gibt vermutlich nur ein Essen an das ich nicht so gerne rangehe, ansonsten bin ich da einfach zu haben.
Paprika ist aber etwas, was ich nicht so gerne mag – der Gipfel der Geschmacklosigkeit ist dann erreicht, wenn man das schauderhafte Gemüse mit gutem Hackfleisch füllt und dieses dann im Gemüseuterus sotten lässt. Igitt!
Ihr ahnt was kommt – Sibylle meldet sich mit den freudigen Worten „…heute Abend essen im SouVLakki“!
Ich freue mich, aber noch bevor ich ein JA in fetten Buchstaben zurückschicken kann, folgt die Meldung „…Planänderung, es gibt gefüllte Paprika mit Reis!“
Ich muss brechen! Das ist so als würde man mich direkt ausladen. Sibylle hat gegen die beiden jungen Frauen leider nicht die Größe für mich einzutreten, so kommt es, dass ich am ersten Besuchstag der Tochter eben alleine im „SouVLakki“ sitze.
Alles hätte ich mitgemacht – aber gefüllte Paprika mit Reis sind ein Affront!
Am nächsten Morgen widme ich mich dem Blog. Ich beginne meist in der Monatsmitte zu schreiben, den Monat aufzuarbeiten, die Bilder noch einmal anzusehen.

Ich lasse die erste Hälfte des Monats somit noch einmal Revue passieren, während die zweite Hälfte aktuell geschieht.
Das macht Spaß und hilft, die Geschehnisse nicht zu vergessen. Ich kann sie besser zeitlich einsortieren.
Dass so ein schöner Rückblick, ein persönliches Tagebuch entsteht, ist ein angenehmer Nebeneffekt.

Heute ist ein Badetag angesagt! Dass sich die Familie an den Panteli Strand begibt ist ohnehin ein Wunder, denn natürlich drängen sich die Strände von Xirokampos als Platz für den Tag auf.
Dort hat es aber hohes Seegras und Schwimmen ist aus meiner Sicht nicht wirklich schön.
Hier hat scheinbar auch Sibylle eine Einsicht und gemeinsam rappeln sich Mutter und Tochter nebst der Kindeskinder auf, um an den quirligen Touristenbeach nach Panteli zu fahren.
Hier gibt es alles – klares Wasser, feine Kiesstrände, leckere Drinks und kleine Snacks. So geht Urlaub!
Ich widme mich nun endlich auch mal den Enkelchen – Zeit ist´s geworden…


Wir verbringen den ganzen Tag am Panteli Strand, trinken Kaffee und teilen uns Snacks.
Die Kinder bekommen auch einen Saft, kurz – wir haben einen Urlaubstag!
Dieser endet für mich gegen 16.30 Uhr, denn ich habe eine Verabredung mit einem Lerianer, welcher sich auf des Bürgermeisters Annonce gemeldet hatte.
Der Mann ist bereit mir eine alte, aufgegebene Halle zu vermieten.

Die angebotene Halle erweist sich eigentlich als perfekt. Groß genug, ideale Lage und trocken.
Alleine der Preis ist etwas hoch, dies relativiert sich aber, denn der Mietzins ist mit Strom und Wasser.
Wir sind uns quasi einig, trotzdem verabschieden wir uns mit der üblichen Bitte um ein, zwei Tage Bedenkzeit, wir wollen nächste Woche wieder telefonieren.
Spannend! Ich treffe mich mit Sibylle auf ein Eis und erzähle ihr von meinem Glücksgriff.

Wer Sibylle kennt weiß, dass sie ihre Begeisterung für meine Idee sehr gut verstecken kann.
Hans Peter und meine Frau würden sich bei einer Weltmeisterschaft im Wettbewerb „Begeisterung verbergen“ ein Kopf an Kopf Rennen liefern.
Vermutlich würde Sibylle heute gewinnen, denn während Hans Peter erste Funken von Freude über sein abgeschlossenes Projekt zeigt, kann meine Gattin mit der Frage „…was willst Du denn damit?“ den Sieg für sich verbuchen.
Meine Antworten „…den Crawler für die Restauration vorbereiten, den 100HP ausschlachten, ein Luftschloss bauen, ein Gewerbe eröffnen, Lagerflächen vermieten, oder so!!!“ – allesamt ohne Wirkung.
Ein verständnisloser Blick ist auf mich gerichtet und ich schäme mich meiner törichten Ideen, ich Dummerchen 😉 !
Tief in mir lacht der Belzebub – und was, wenn ich mir noch eine Drehbank kaufen würde???
Wir trennen uns ohne Kompromiss, ab geht´s ins Bett – die nächsten zwei Wochen werden kräftezehrend!
Mein Sohn mit Familie kommt – im Schlepptau der Duracell-Hase namens Anton.

Ich bin relativ früh wach und gönne mir ein Frühstück im „La Palma“ Café. Ich möchte in Ruhe meine zwei Tassen starken Kaffee trinken und eine Kleinigkeit essen – wer weiß, wann es wieder etwas gibt?
Und vor allem – WAS???
Ich lasse es mir also gut gehen und genieße die Augenblicke für mich.

Sibylle und ich wollen uns treffen um die Familie abzuholen. Gleichzeitig braucht Franziska nun einen Leihwagen, denn Smurfy ist seit Monaten schon für meinen Sohn reserviert.
Wann wir uns wo treffen ist nicht fix ausgemacht – daher überrascht mich das BIMM auf meinem Telefon nicht.
„Wo bist Du?“

Als Antwort kommt – „…ich muss um 10.30 Uhr bei Rena sein!“ Ok, dann werde ich das auch schaffen, es bleiben ja noch ein paar Minuten.
Um 10.28 Uhr bimmelt mein Handy abermals – „Wo bist Du?

„Ich bin schon da!“ – ich hoffe mit dieser Antwort genüge zu tun und sehe meinen Schlumpf in diesem Augenblick schon um die Ecke biegen.
Nur etwas später sind die Autos getauscht – Franziska fährt mit dem geliehenen Hyunday nach Xirokampos und Sibylle fährt mit mir nach Agia Marina, den anderen Teil der Familie abholen.
Just in diesem Augenblick verlässt STENELLA den Stadtkai und verholt in die Marina – ich mache rasch ein Bild und schicke es an Martin.
Solche Fotos sorgen meist für einen Moment der Freude.


„Hunger, Durst, müde, ich muss bisln…“ – das Repertoire wurde voll ausgeschöpft, was ja auch kein Wunder war.
Es wurde beschlossen, erst einmal anzukommen und einen Drink zu nehmen, sowie den Kindern einen Happen zu essen angedeihen zu lassen.
Die kleine Paula musste gewickelt werden und Anton überlegte derweil, was er als nächstes anstellen kann.
„Willkommen auf Leros! Auf einen schönen Urlaub!“

Stefan bleibt auf Distanz – „…ichchch ´abe ´alswähhh“ krächzt er.
Ah, er hat also Halsweh – naja, ist sicher morgen vorbei.
Kleiner Spoiler – war es nicht!
Nach dem Willkommensdrink geht es erst einmal ins „Panteli Beach Hotel“ zum Check-in – angekommen.
Die Familie braucht eine Pause, wir werden uns in zwei Stunden am Strand treffen.
Sibylle und ich sind ab jetzt zwei Wochen lang im Dreieck Xirokampos-Panteli-Plaka am Pendeln.
Streng genommen muss die Marina als vierter Ort genannt werden, aber die fällt kaum ins Gewicht, sie ist unmittelbar am Weg.
Schön war, dass wir gleich am Nachmittag Gelegenheit hatten an den Strand zu gehen und die rare Zeit miteinander zu nutzen.
Es ist der erste Besuch von Stefan und Amelie als Familie, das letzte Mal waren sie im Juli 2021 zu einer Segelreise hier.

Der Dreikäsehoch hat seinen Freude beim Tollen durchs Wasser – zu diesem Zeitpunkt hat keiner von uns geahnt, dass die Freude zunächst getrübt werden würde.
Denn es trat ein, was zu befürchten war – die Bakterien in Stefans Hals haben sich auch ein wenig in Griechenland umgesehen und dabei Amelie und den kleinen Anton erwischt.
Uns blieb nur noch ein weiterer Tag, bevor die Urlaubsfreude erst einmal einen Dämpfer erhielt.
Das erste Abendessen gab es im „Tzouma“ am Panteli Strand und wir waren wirklich begeistert von der, für eine Strandbar guten Qualität der Speisen.
Für mich lag an diesem Abend noch eine Überraschung parat…

Irgendjemand hat wohl von meinem Gesuch nach gebrauchten Spielsachen in der WhatsApp Gruppe gewusst und auch, dass ich zur Zeit im Haus schlafe.
In jedem Fall hat sich die Gönnerin oder der Gönner auf den Weg ins Spielzeuggeschäft gemacht und dort Kinder-Küchen- und Kochutensilien gekauft und diese bei mir vor der Haustüre abgestellt.
Ich VERMUTE, dass das Geschenk eher an Heidi adressiert war, da die Verpackungen tendenziell so aufgemacht sind, dass sie Mädchen triggern.
Da meine ersten beiden Nachfragen bei „Verdächtigen“ ins Leere laufen, bedanke ich mich über WhatsApp bei meinen Freunden – irgendwann werde ich das Rätsel vielleicht lösen…

Auch am nächsten Morgen beschäftigt mich das Rätsel noch – die große Tüte im Gepäck, sitze ich im „Palma Café“ und zermartere mir den Kopf.
Ob Tina und Volker mir vor ihrer Heimreise eine Freude machen wollten und sich daran erfreuen, dass ich meine grauen Zellen anstrengen muss?
Wie auch immer, ich denke der Kreis der infrage kommenden Personen ist nicht soooo groß.
Schwierig wird es dadurch, dass sowohl griechische als auch deutsche Freunde auf solche Ideen kommen könnten.
Ich verhole ins „SouVLakki“, dort ist der nächste Termin anberaumt 😉

Franziska möchte während der letzten Tage ihres Besuchs unbedingt noch einmal in den Girostempel in Lakki.
Da das Dinner abermals am Strand stattfinden soll, dort ist es mit den Kleinen am entspanntesten, hat Franzi für sich und Heidi den Besuch im Drehspießgrill einfach für heute Mittag eingefordert.
Nichts leichter als das – nebenbei eine gute Gelegenheit das Geschenk des großen Unbekannten an die Dreijährige zu übergeben.
Just in dem Augenblick als wir unseren „Light-Lunch“ auf den Tisch bekamen, läuft ELOWYN im Hafen ein und beendet ihren Urlaubstörn.


Diesmal haben wir uns nicht perfekt abgestimmt. Ich sende das Bild, muss den Antrag auf ein Empfangskomitee aber leider ablehnen – wir sehen uns später…
Nach dem Essen verholen wir nach Panteli an den Strand, etablieren eine große „Familienfestung“ und erfreuen die Strandnachbarn mit unseren quirligen Kindeskindern.
Die Halswehpatienten leiden leise, haben aber gemeinsam mit mir Spaß an der Beobachtung einer offensichtlich türkischen Touristin mit aufgespritzten Lippen und Möpsen.
Sie setzt sich in Szene und fotgrafiert ihren Cappuccino in der Hand und auch sich selbst mit Duckface vor der pittoresken Bucht.
Ob ich das auch mal versuche? In Ermangelung eines Cappuccino oder eines Champagnerglases, nehme ich einfach Antons neuen Ball.


Na wie auch immer – wir hatten Spaß. Natürlich entführt ein Opa der was auf sich halten will, die Enkel auch in die Eisdiele.
Ich war Versprechen schuldig, denn ich hatte sowohl Heidi als auch Anton glaubhaft versichern können, dass ihr Opa als Eisexperte weltweit anerkannt ist.
Da der Nahverkehr zu „Repapis“ umständlich erscheint, gönnen wir uns heute jeder eine Kugel im „Sorbet“ in Panteli.
Ich konnte mir die Einladung leisten, ich hatte ja NESSAJA verkauft – das Geld reichte gerade so…
Ich kam während des Genusses der kalten Köstlichkeit zu dem Schluss, dass ich mit Heidi noch sehr viel üben muss 😉

Wir wiederholen unser Abendessen vom Vortag – das „Tzouma“ hat bei den jungen Eltern gepunktet, denn man isst hier sehr entspannt.
„Abendessen“ trifft es ja auch nicht exakt, denn die Kleinen haben um 17.30 Uhr Hunger. Es gibt das Dinner also spätestens um 18.00 Uhr.
Gegen 19.30 Uhr ist dann Zeit um ins Bett zu gehen, der Abend endet dann meist.
Sibylle zieht es dann zurück nach Xirokampos, ich hingegen komme gerade so im Abendgeschehen an und suche mir deher jeden Abend ein „Opfer“ welches mit mit mir noch ein Bier trinken DARF. 😉
Heute Abend bringt mich diese Taktik ein zweites Mal ins „SouVLakki“ denn es ist Sonntag – also Stammtischtag!

Ich treffe Brigitte und Judith an einem Tisch und sage kurz „Hallo“, an einem anderen Tisch sitzen Petra und Martin, auch hier reicht es für kurzen Smalltalk.
Im Lokal sitzen die Crews von der LIBERTÉ und HARMONY im Zug des Ventilators und widmen sich gerade ihren Grilltellern.
Ich setze mich kurz dazu, erkläre aber, dass ich mich in ein paar Minuten hier mit der ELOWYN Crew verabredet habe.
Wir alle schnacken etwas, dann trudelt eine WhatsApp Nachricht herein – „…wir sind im „Skipper´s“ gelandet, komm´ rasch rüber!“
Ah, ok, dann fahre ich halt die paar Meter in die Marina.
Während ich auf dem Motorrad den letzten Buchtzipfel umfahre, taucht die untergegangene Sonne die Bucht in ein bezauberndes Licht – ich liebe diese „blaue Stunde“!

Großes HALLO im Marinarestaurant – ELOWYN hatte Crewwechsel und ich kenne auch die aktuellen Gäste meiner Freunde.
Man bittet mich an den Tisch, man gedenke noch einen kleinen Snack zu sich zu nehmen.
Ich setze mich gerne, beim Essen bin ich raus, trinke aber gerne ein Bier mit den Freunden und sage auch beim Ouzo als Absacker nicht Nein.
Ich lausche den Urlaubsgeschichten und freue mich mit zusammen mit der Crew über die offenbar sehr positiven Tage.
Leider hatte Volker auch zwei dringende Kleinarbeiten im Gepäck, welche unbedingt in den nächsten zwei Wochen erledigt werden müssten.
Naja, ich werde versuchen, dies während des Mittagsschlafs meiner Enkel umzusetzen.
Die anschließende Verabschiedung der Freunde war kurz, sie wussten, dass meine Priorität diesmal der Familie gilt.
Aber wir sehen uns ja in knapp drei Wochen wieder.
Neuer Morgen, neues Glück – naja, kann man das so sagen, wenn eines der Kinder mitsamt den Enkeln schon wieder abreisen muss?
Franziskas Heimreise steht bevor und wir sind um 11.00 Uhr im „Navarone“ verabredet um uns zu verabschieden.

Jeder genehmigt sich ein Frühstück aus dem besonderen Angebot dieses Restaurants und auch der Kaffeedurscht wird gelöscht.
So kann mein Tag gerne starten – aber auch Franziska und die Enkelchen Heidi und Fred können Stärkung gebrauchen.
Vor ihnen liegt die lange Heimreise nach München, mit dem unvermeidlichen Umsteigen im quirligen Kos.
Eine Herausforderung für eine alleinreisende Mama mit zwei Kleinkindern.
Ich nehme vorweg – alles klappt gut und auch Sibylle kann nach der „gut angekommen“ Nachricht wieder entspannen.
Doch jetzt geht es erst einmal los! Trubel bricht aus, Hupen tuten – ein untrügliches Zeichen, dass die Fähre ankommt und es Zeit für den Abschied ist.


Ich hatte den Eindruck, dass es Franziska gefallen hat! Sie möchte wiederkommen und das ist gut so!
Ich fand die Zeit ihres Besuches auch schön, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass sie sich ein schönes Hotel genommen hätte und wir den Tag noch besser hätten entzerren können.
Klar, Sibylle bekommt das immer irgendwie hin, aber auch ihr Nervenkostüm wird belastet.
Wenn unser Haus einmal fertig ist, wird sich genau diese Herausforderung quasi von selber lösen.
Wie auch immer, ich habe die Zeit mit den Dreien sehr genossen!
Und wie geht es Stefan und seiner Famile?
BREAKDOWN!!!
Drei Tage nach der Ankunft haben die Selbstheilungskräfte des Körpers aufgeben müssen und die Familie ruft nach medizinischer Unterstützung.

Ok, dann müssen wir aktiv werden – ich fahre zum Arzt und kläre ab, wie die TATSÄCHLICHEN Öffnungszeiten einzuschätzen sind.
Also nicht die Zahlen und Buchstaben, welche nichtssagend auf der Türe kleben – sondern die Zeit, zu der die Familie behandelt werden kann.
An der Türe steht 18.15 Uhr, im Internet findet Amelie 17.30 Uhr – auf persönliche Nachfrage erklärt mir der freundliche Arzt, dass er „…not before 18.45 Uhr“ öffnet.
Ich setze Stefan für 19.00 Uhr in Bereitschaft und mich selbst ab 18.00 Uhr auf die Bank vor dem Haus – ich bin der erste Wartende.
Bis 18.30 Uhr füllt sich der „Wartebereich“ im Freien – ich rufe Stefan an, dass er jetzt losfahren kann.
Das Kalkül geht auf – die Familie muss nur 10 Minuten warten und kann dann, zusammen mit dem Arzt, die Praxis betreten.
Rund 20 Minuten später sind alle Untersucht – ein Blick in Stefans Hals hat dem Doktor ein anerkennendes „WOW“ entlockt und ihn zur Verschreibung einer Großpackung Antibiotika veranlasst.
Nein, Spaß beiseite – natürlich hat jedes Familienmitglied seine eigene Medizin bekommen.
Die Eltern bekämpfen die Mandelentzündungen mit Tabletten und Anton seine Ohrenentzündung mit einem Kindersaft.
Der Tag endet – Bettruhe ist angesagt. Die nächsten Tage werden im Schongang verlebt.
Ich habe etwas Luft, um am nächsten Morgen Administratives zu erledigen…

Durch das frühe zu Bett gehen, bin ich meist sehr früh wach. Ich habe diese Zeit genutzt, um mein neues, gebrauchtes iPhone zu installieren und die Daten zu übertragen.
Man sagt, dass dies ganz einfach geht – ja, vielleicht, aber wenn eines der Telefone schon ein sehr altes IOS geladen hat, dann geht es eben nicht mehr soooo easy.
Ich musste über den Computer übertragen und dabei sind aktive App-Anmeldungen beendet worden.
Das ist soweit kein großes Probelm, meldet man sich halt wieder an. Leider erkennen alle Apps von Banken, dass die Anmeldung auf einem neuen Gerät stattfindet.
Die ING zwingt mich im Verlauf der Neuanmeldung in ein Identifikationsverfahren mit dem elektrischen Ausweis, um dann zwei Tage später, die NFC Funktion zu sperren – erst ein Telefonat nach 31:26 Minuten in der Warteschleife, hilft mir aus der Falle.
Bei meiner griechischen Bank ist es ähnlich. Man hat bei der letzten Problemlösung vergessen meine OTP Sperre aufzuheben, also muss ich noch einmal hin.
„You should call the Helpdesk“ höre ich die Dame sagen – ja genau, einen griechischen Helpdesk anrufen…
Sie hilft und sieht dabei ein, dass ein Ausländer dieses Problem alleine nicht lösen kann.
Gemeinsam kommen wir zu einem Ergebnis – ich erhalte wieder OTP, kann diese Anwenden und somit auch diese Karte wieder aktivieren.
Ich bin überzeugt – diese Technikabhängigkeit wird uns eines Tages auf den Fuß fallen!
Ich brauche einen Kaffee und verhole dann auf ELOWYN…

Ich bin früh dran und treffen mich in der Marina mit Sibylle. Wir trinken zusammen einen Kaffee im „Skipper´s“ und beschließen dann, dass wir zuerst die Wäsche in den Waschsalon fahren würden.
Diese kann dann schonmal in Ruhe erledigt werden, während wir uns mit anderen Dingen befassen.
Eine gute Idee, welche wir auch sofort umsetzen.
Wenn wir schon unterwegs sind, dann möchte ich auch gleich noch den Umweg zu Giorgos´ „Boat & Parts“ machen.
Er sollte mir ein Kleinteil fertigen, es gilt einen gebrochenen Verstellhebel der Handhydraulik zu ersetzen.
Von Kamara aus, so unser Plan, würden wir dann nach Panteli fahren um dort im Krankenlager nach den Kindern zu sehen.

Meinem Sohn nebst Familie geht es den Umständen entsprechend gut – mit den Medikamenten hält man es aus.
Die einzige die fit ist, ist die kleine Paula. Sie ist gut zu haben, beschäftigt die kranken Eltern aber ohne Unterlass und ist immer hungrig – tststs, von wem sie das hat???
Schuldbewusst versuche ich zu unterstützen wo es geht!
Aber wie um Himmels willen beschäftigt man einen Dreijährigen, der nicht ins Wasser darf, obwohl das Meer zu seinen Füßen liegt?
Hm, Anton liebt es, Steine ins Meer zu werfen – er hat einen Riesenspaß an dem „Plopp“ welches vornehmlich große Steine erzeugen.
Aber in Panteli gibt es wenig große Steine – gut, wenn man dann einen Opa mit Superkräften hat.
Ein Eimer mit großen Steinen? Kein Problem!
Der Knirps wirft eine Stunde lang Steine ins tiefe Wasser, dort wo keine Schwimmer unterwegs sind.
Bei jedem „Plopp“ lacht er wie nur Dreijährige lachen können.
Irgendwie kriegen wir ihn schon beschäftigt!
Und damit er schnell wieder fit wird, gibt es außer den geliebten Chicken-Nuggets auch gaaaaanz viel Obst und Gemüse…

Die Kleinen haben jeden Tag eine Stunde Mittagsruhe, diese weitet sich regelmäßig zu einem Mittagsschläfchen mit den Eltern aus.
Diese erweiterte Stunde haben Sibylle und ich dann zur freien Verfügung.
Meist investieren wir diese Zeit in die dringenden Kleinreparaturen rund um unser Patenschiff ELOWYN – hier ist die vordringlichste Arbeit, die Ursache für die temporäre Fehlfunktion des Bugstrahlruders zu lokalisieren und zumindest eine Notreparatur zu bewrkstelligen.
Ich mache mir daher ein Bild über die Gesamtsituation…



In der einen Verteilerdose wurde offensichtlich bereits hantiert – dies hatte Volker mir erzählt.
Auf der Reise war der Besuch eines Elektrikers notwendig, er hat Kabel neu verbunden, Schadstellen herausgetrennt und somit eine Notreparatur gemacht.
Die Ausführung ist hemdsärmelig aber der Sachlage und dem Zweck geschuldet und somit statthaft und akzeptabel.
Er hat zudem darauf aufmerksam gemacht, dass sein Tun nur temporär wäre und hier umfänglich erneuert werden müsste.

Dennoch kann ich unweit der notdürftig zusammengeflickten Leitungen eine weitere Schadstelle finden.
Diese war etwas versteckt und unter Isolierband verborgen – ich beschließe, dass ich als erstes versuchen werde, genau dieses Kabel instandzusetzen und dann einen Funktionstest zu machen – dieser Fehler drängt sich ja als Ursache förmlich auf.
Um im letzten Winkel gut arbeiten zu können, muss ich einen Schlauch der Deckswaschanlage entfernen.
Diese Anlage ist seit langem außer Betrieb und so passiert was passieren musste – die Pumpe fällt mir entgegen.
Ich baue das verfitzmaledeite Ding komplett aus und beschließe, dass ich die Pumpe prüfe und dann entweder repariere oder entsorge.


Die Zeit verflog, die Enkelchen sind wieder wach! Heute steht ein Besuch des Spieleparadies in Lakki am Programm.
Das war sehr lustig, denn wir waren die einzigen Gäste.
Eine junge Frau, welche als Aufsichtspersonal eingeteilt war, konnte sich somit vollumfänglich um Anton und Paula kümmern – die Eltern konnten in Ruhe einen Drink nehmen.

Abendessen gab es anschließend im „SouVLakki“, dann haben wir uns getrennt und für den nächsten Tag verabschiedet.
Ich bin nach Plaka gefahren und exakt angekommen, als der letzte Schein der Sonne den Horizont noch erstrahlen ließ.
Danach brach die „blaue Stunde“ an – ich schicke ein Foto von „meinem Sonnenuntergang“ an die Familie…
Gute Nacht, bis morgen!

An diesem Abend, es war noch sehr früh, setze ich mich an den Computer und schließe die Übertragungen meiner beiden Telefone ab.
Ich werde also ab heute meine Bilder mit einem iPhone 15 Pro Max machen.
Ich erlaube mir, die Bilder ab und an zu filtern, werde dies aber, so gut ich daran denke, in den Bildunterschriften angeben.
Auch der Start in den neuen Tag ist eine Blaupause der vergangenen. Ich wache früh auf, bringe meine Bleibe in Ordnung und erledige ein paar Kleinigkeiten am Computer.
Dann fällt die erste Entscheidung des Tages – den ersten Kaffee zu Hause vor dem Rechner oder doch im „La Palma“?
Heute entscheide ich mich für das Café an der Lakki Waterfront.
Ich packe meine Siebensachen für den Tag und tuckere mit meinem Mopped „downtown“.

Ich sitze und genieße, die Lebensgeister kehren zurück. Ich grüße hier und winke dort – das Café ist ein Treffpunkt am Morgen, Menschen kommen und gehen im Minutentakt.
Irgendwann trudelt eine Nachricht herein, es sind meist zuerst die Kinder die mich wissen lassen, dass die Zwacken genug Energie getankt haben und lautstark den Beginn ihres täglichen Entertainmentprogrammes einfordern – Zeit an den Strand zu gehen!
Sibylle meldet sich eigentlich immer erst etwas später „Wo bist Du?“ – und sehr häufig kann ich meiner Frau einfach mit einem Foto antworten…


Je nachdem, ob ich nun schneller von Lakki nach Panteli fahre, oder ob die junge Familie flotter das Strandequipment für die Kleinen gepackt hat, trifft eine Partei vor der anderen ein.
Ein Liegenpärchen und ein Tisch im „Tzouma“ wird reserviert, denn dieses Café hat sich gegen die anderen durchgesetzt.
Meine Familie fühlt sich dort sehr gut aufgehoben und bewirtet – es wird Frühstück bestellt.
Für mich bleibt es meistens beim zweiten Kaffee, ab und an gönne ich mir ein Spiegelei oder eine der leckeren Kotopita.

Es pendelt sich ein, dass wir den Vormittag am Strand verbringen, die Kinder etwas buddln können und wir Erwachsenen uns mit ihnen beschäftigen.
Wir machen ganz banal Urlaub und verbringen Zeit miteinander – das ist schön und tut uns als Familie gut.
Am Nachmittag gibt es dann meist einen „Programmpunkt“ – wir nehmen uns also etwas vor, um die Kinder zu beschäftigen und für Abwechslung zu sorgen.
Heute steht die Kurzwanderung zum Leuchturm auf dem Programm – sobald die Kurzen ausgeschlafen haben geht es los.


Der schmale Weg zieht sich vorbei an Ziegenherden durch ein kleines Wäldchen und über Stock und Stein bis hin zur Landspitze am Buchtende von Lakki.
Von hier sieht man bis nach Kalymnos, Kos und Patmos – man erkennt die beeindruckende Weite der griechischen Ägäis.
Segelboote ziehen ihren Weg – es ist ein traumhafter Tag.
Dennoch, wir leiden etwas unter den Temperaturen. Tagsüber haben wir durchaus 24°C, das ist ok – aber abends wird es empfindlich kalt, auch das Meer hat abgekühlt und lädt in Kombination mit dem beständigen frischen Meltemi nicht zum Bade.
Das Wetter fühlt sich an wie sechs Wochen zu früh – und es sollte noch schlimmer kommen!
Doch zunächst hatte ich endlich die Gelegenheit, auf ELOWYN meine Notreparatur abzuschließen – wird es funktionieren?


Ich vermelde Volker den Erfolg und streiche den Punkt von meiner Liste, dann ziehe ich ein Haus weiter.
Es hat sich ein Nebenhandlungsstrang entwickelt – ich habe ein zweites, großes Schiff zur Betreuung angenommen.
Ich werde dazu im nächsten Monat etwas mehr erzählen – diesmal nur soviel, dass ich mich um dieses Schiff der 60ft Klasse ebenso umfänglich kümmern werde wie um ELOWYN und ich dies auch vor der Marina offiziell mache.
Mit meinem Einsatz für dieses Schiff habe ich nun eine Art „Vollauslastung“ welche sowohl offiziell als auch bei der Marinaleitung angemeldet ist.
Ich bin auf der sicheren Seite und habe umgekehrt klar signalisiert bekommen, dass es meinerseits keine „Kleinarbeiten“ an anderen Eignerschiffen mehr geben dürfe.
Eine für mich sehr saubere und für die nächsten Monate oder Jahre sehr gut gangbare Lösung!
Ich statte diesem Schiff einen Besuch ab, denn der Eigner und ich hatten gestern versucht, die quasi „toten“ Batterien wieder zum Leben zu erwecken…


Meine erste Aufgabe war also, dem inzwischen wieder nach Hause gereisten Eigner eine Hiobsbotschaft zu überbringen.
Das fängt ja gut an! Naja, jetzt nehme ich erstmal das Ladegerät aus dem System – nach der Abreise der Kinder verschaffe ich mir einen Überblick!
Der Tag endet mit einem Besuch am Gourna Strand, ein bisschen Herumtollen im Sand und dem Besuch der „Psarotaverna Gourna“ für das Abendessen.


Der folgende Tag bietet etwas Besonderes auf Leros – man gedenkt in jedem Jahr dem Untergang des Kriegsschiffes VASILISSA OLGA welches am 26.09.1943 in der Bucht von Lakki von den Deutschen versenkt wurde.
An sich kein freudiger Anlass, hat sich die kleine Feierlichkeit doch als feste Größe etabliert und wird auch von Touristen besucht.
Auch wir suchen uns einen Platz in erster Reihe und finden einen freien Tisch im „La Palma“ Café.


Man verliest die Namen eines jeden Soldaten, welcher an diesem unrühmlichen Tag seinen Tod gefunden hat – Böllerschüße werden abgefeuert.
Es gibt Kranzniederlegungen und eine kurze Andacht – auch die Blaskapelle spielt einen tragenden Marsch.
Dann endet die Feierlichkeit ohne weiteres Aufsehen…
Wir trinken unseres Kaffes aus und widmen uns den freudigeren Dingen des Lebens.
Zum einen finden an diesem Tag ebenfalls die griechischen, nationalen Meisterschaften im Mountainbike XC der Klassen U13 und U17 statt.
Die gibt der Insel vielerorts einen bunten Touch…
Leider ist der Start- / Zielbereich irgendwo im Nirgendwo, so dass wir zwar einmal vorbeisehen, aber nicht weiter als Zuschauer und Supporter in Erscheinung treten.

Die Rennstrecke ist nicht weit von unserem Haus in Plaka entfernt, Sibylle und ich fahren also noch einmal rasch vorbei um unser „Marschgepäck“ für den Tag neu zu sortieren.
Es braucht einen langärmeligen Pullover, die Badehose darf zuhause bleiben.
Ich habe ja schon öfter mal über das fehlende, vernetzte Denken der Griechen schwadroniert – ich habe tatsächlich oft den Eindruck, dass lediglich der nächste Schritt durchdacht wird, niemals verschwendet man einen Gedanken an den übernächsten oder gar an Folgereaktionen.
Ich erhalte Gelegenheit, mich dieser Theorie wieder einmal hinzugeben!

Ja ich weiß, es ist nur ein Radl, ich kann es einfach wegstellen. Das mache ich auch ohne mich weiter aufzuregen, dennoch halte ich die Frage für berechtigt – WARUM?
Egal, ich habe Gelegenheit, die etwa 14-jährige Besitzerin rund 10 Minuten später kennen zu lernen – ich frage sie ob sie ein Nachbarsmädchen ist und sie antwortet freundlich, „…dass sie nur hier sei um sich bei der Nachbarin ihre Nägel machen zu lassen…“
Sie lächelt und fährt von dannen – na was willst jetzt da sagen???
Es gab heute noch ein weiteres freudiges Ereignis – Amelie hat Geburtstag!
Wir verbringen den Tag am Strand, aber leider fährt uns das Wetter richtig quer. Es war schwer, eine richtig ausgelassene und fröhliche Geburtstagsstimmung aufkommen zu lassen.

Wir versuchen das Beste daraus zu machen, gehen mit den Kindern ein Eis im „Sorbet“ essen, buddln im Sand und gönnen uns leckere Snacks im „Tzouma“.
Ein kleines Highlight war, eine Hochzeitsgesellschaft im Hotel zu beobachten, die Musiker haben für eine ausgelassene Stimmung gesorgt.
Um Amelie den Tag doch noch zu einem besonderen werden zu lassen, bieten Sibylle und ich an, dass wir zum Babysitten kommen nachdem die Racker eingeschlafen sind.
So können sich die jungen Eltern ein erstes „Dinner for Two“ gönnen, während sie die Kleinen gut bewacht wissen.
Wie immer entsteht eine Lücke zwischen der Verabschiedung am Strand und dem Einstieg in die Abendplanung.
Während Sibylle sich in Xirokampos also warm anzieht, besuche ich HP am Stadtkai, erfrage die Gesamtsituation und überbrücke die Wartezeit auf meine Frau.

Der Abend klappt gut, es gibt keinen Kummer – die Kleinen schlafen friedlich und Sibylle und ich müssen nur die Zeit irgendwie rumbringen.
Das gelingt leidlich und wir freuen uns über die Rückkehr der beiden Turteltäubchen, die den Abend offenbar sehr genossen haben.
So findet der Geburtstag meiner Schwiegertochter einen schönen Ausklang.
Während des Tages hat Sibylle mehrfach erwähnt, „…dass das Wetter morgen noch schlimmer würde! Es regnet den ganzen Tag!“
Ich hörte die Worte wohl, aber diesmal war es mein Gehirn, welches die Zusammenhänge nicht erfassen konnte – ich bin im September einfach die Sonne Griechenlands gewohnt!
Es kann nicht sein, was nicht sein darf! Leider belehrt mich der Wettergott eines Besseren, ich realisiere es, als der Regen auf mein Dach prasselt!

Plötzlich habe ich den Synapsenschluss – das Segel von ELOWYN! Es liegt noch am Vordeck und wird jetzt nass!
Was für ein Scheiß, ich habe diese Tatsache und den vermeintlich aufziehenden Regen nicht in eine Reihe gebracht und muss mich jetzt aber echt sputen, um in die Marina zu fahren und Schlimmeres zu verhindern.
Ein Kaltstart also! Ohne Kaffee haste ich die regennasse Strasse mit meiner GS hinab und begebe mich auf mein Patenschiff.
Alleine wuchte ich den schweren Sack in die Segellast und schließe die Klappe.
Ok, das Problem ist zunächst gelöst, aber das Segel muss noch einmal an Deck, um wieder vollständig trocknen zu können – das mache ich an einem anderen Tag!


Ich beschließe zunächst, dass ich heute den Joker ziehe – ich parke mein Motorrad trocken unter einem Schiff in der Marina und aktiviere meinen Crawler.
Danach hole ich Sibylle in Xirokampos und gemeinsam verholen wir ins „La Palma“ Café um dort zu beratschlagen, wie wir den Tag mit den Zwacken verbringen.
Die Kleinen möchten bespaßt werden, aber Entertainment ist bei Regen auf Leros schwierig.
Leider hat das „Crescendo“ noch nicht geöffnet.
Na egal, uns wird etwas einfallen, jetzt erstmal einen Kaffee – oder auch zwei!


Die junge Familie ist ebenfalls ratlos – man habe noch nicht gefrühstückt und müsse dies jetzt erst einmal nachholen, man sei spät dran.
Idee! Ich reibe unter meiner Nase wie ehedem Wickie und habe eine gute Idee, wie man den Schrei nach Frühstück und etwas Zeitvertreib an einem Regentag gut kombinieren kann.
Wir gehen zum Brunch ins „Navarone“! Hier war uns wohl das Glück hold, denn wegen eines 10km Laufes auf Leros, an dem übrigens auch Hans Peter teilnahm, war Agia Marina zeitweise gesperrt und die Nachfrage nach Reservierungen ab 10.00 Uhr daher gering.
Wir bekommen einen Tisch – also auf nach Agia Marina!
Auch wir dürfen nicht in den Ort zum Parken, daher suchen wir uns einen Parkplatz am „Mylos“ und gehen die paar Meter.
Interessant was man hier auf den Strassen alles sieht…



Das Brunchbuffet im „Navarone“ war gut wie immer. Ich hatte den Eindruck, dass auch Amelie und Stefan ein wenig genießen konnten.
Auch die Kleinen waren brav und haben fleißig gefuttert, so ist es uns gelungen, den Vormittag an diesem grauen Regentag gut rumzubringen.
Ich hatte am Rückweg zum Auto ein lustiges Erlebnis – eine Familie mit erwachsenem Sohn kommt mir entgegen, sie tuscheln…
Ich höre nur Satzfetzen, „…das isser doch, oder?“ „Ja, das isser!“
Der Mann kommt auf mich zu, streckt mir die Hand zum Gruß aus und die Familie stellt sich vor als „…Gäste auf Leros, wir kommen seit 30 Jahren hierher!“
„Außerdem sind wir treue Leser ihres Blogs!“
Mein Sohn dreht sich lächelnd ab und geht weiter, er fragt mich später ob ich Autogramme geben musste.
Sibylle schüttelt heute noch den Kopf, sie kann es nicht fassen, dass außer ihr und HP noch jemand meine Zeilen liest.
Ich freue mich – genau solche Begegnungen sind das Salz in der Suppe, vielleicht trifft man sich ja einmal wieder.
Es war jedenfalls eine Freude kurz mit euch gesprochen zu haben!!!
Zurück am Auto, wieder eine kleine Herausforderung…

Was viele nicht wissen, ich habe die gleichen Fähigkeiten wie einst Barbapapa.
Wer den nicht kennt muss googeln, ein paar Details findet man über die superflexible Figur aus den 70ern im Internet.
Ich lege also den Spiegel des Peugeot an und schlängle mich als wäre ich aus Wasser, durch den schmalen Türspalt.
Hinter dem Volant angekommen, entfalte ich mich wieder und wir können die Fahrt zurück in die Marina fortsetzen.
Die Kinder schlafen, Sibylle und ich erledigen ein paar Handgriffe auf ELOWYN und trinken einen Kaffee im „Skipper´s“.
Später treffen wir noch Martin und Petra von der STENELLA, es gilt die beiden zu verabschieden.
Es soll nur ein kurzer Abstecher nach Deutschland werden um das Heimweh und Sehnsüchte zu stillen – ich bin gespannt…
So verrinnt die Zeit recht rasch und bald schon kommt unsere Familie zu uns in die Marina.
Es steht eine Baustellenbesichtigung, ein kurzer Blick auf ELOWYN und das Streicheln der Babykatzen auf dem Programm.


Ich hatte mich mit Antonia abgesprochen – es sei kein Problem die kleinen Kätzchen zu streicheln, sie seien sehr zutraulich und neugierig.
Man solle nur hektische Bewegungen vermeiden – dies haben die zwei Kleinen sehr gut hinbekommen.
Und tatsächlich, die Kleinen waren sehr umsichtig und wir waren fast eine Stunde am „Leros Cat House“ welches von Antinia aufopfernd betrieben wird!



Wir hatten keinerlei Sorgen wegen Krankheiten oder ähnlichem, alle Katzen hier waren beim Tierarzt, sind gesäubert und gegen Krankheiten geimpft.
Ich glaube es ist an der Zeit, einmal gesondert über Antonias Aktivitäten zu berichten, denn sie hat inzwischen, man höre und staune, einen Verein gegründet und kümmert sich quasi vollumfänglich um die Samtpfoten.
Der nächste Punkt auf unserer Entertainmentliste lautet „Burg besuchen“.
Zugegeben, das Kastell mag vielleicht nicht gerade ein Kinderparadies sein, aber wen man den Besuch der Burgruine mit einer Geschichte über Piraten und Burggeister ausschmückt, dann steigt der Interessegrad erheblich.
Wir fahren also mit acht angetrieben Rädern hoch zum Kastell von Leros.






Heute Abend hätte die „Leros Classic Car Exhibition“ stattfinden sollen. Ich stelle Crawler pünktlich an den Straßenrand, wundere mich aber, dass sonst keiner der Klassiker zu sehen ist – nur drei alte Kübelwägen stehen herum.
Wir gehen dann ins „SouVLakki“ zum Essen, anschließend trennen sich unsere Wege.
Sibylle und ich gehen zurück zu unserem 35 Jahre alten L300, aber er steht immer noch verwaist herum – die Oldtimershow wurde ohne jegliche Information gestrichen.
Vermutlich hatte das schlechte Wetter den Liebhabern einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Ich bringe Sibylle nach Xirokampos und tausche die Fahrzeuge in der Marina, dann verhole ich mich nach Plaka in mein Haus.
Hier tippe ich dann meist am Abend noch ein paar Blogzeilen um (fast) termingerecht veröffentlichen zu können.
Am nächsten Morgen grüßt abermals das Murmeltier – der Tag beginnt wie die anderen davor auch.
Ich bin meist schon wach, wenn das Signal der Kinder eintrifft, dass die Enkel nun wach sind und man an den Strand zum Frühstücken ginge.
Ich packe dann meine Siebensachen und brummle hinunter nach Panteli, um mit der Familie den zweiten Kaffee zu genießen.

Während des Kaffees beschließen wir das Tagesprogramm, welches meist aus einem halben Strandtag und einem Programmpunkt besteht.
Heute wollen wir in die Eisdiele, das Kirchlein „Panagia Kavouradena“ besuchen und dann an den Strand in Xirokampos gehen.
Abrunden werden Sibylle und ich den Tag mit dem Abschiedsdinner für Gabi und Gottfried.
Die Beiden haben bereits Saisonende und wollen noch einmal mit uns essen gehen, bevor sie morgen nach Hause fliegen.
Wir suchen uns unseren Favoriten, das „Pirofani“ in Panteli als Ziel aus.



Amelie und Stefan genießen den Badetag mit uns. Die Kinder sind brav und haben Spaß am flach abfallenden Strand.
Beflügelt vom gelungenen Nachmittag wird beschlossen, dass man ein weiteres Dinner zu zweit genießen möchte.
Die Überwachung der Zwacken soll diesmal die Technik übernehmen – man würde mit zwei Mobiltelefonen ein Internet-Babyfon aufbauen und die schlafenden Kinder mittels Standleitung überwachen.
Gegeben durch die Nähe, das Lokal liegt keine Minute vom Hotel entfernt, scheint das Risiko überschaubar.
Es entsteht eine Situationskomik – wir mit G&G im Innebreich des Lokales, draußen auf der Terrasse die Kinder beim Dinner.

Weil alles wirklich perfekt klappt wird beschlossen, dass auch wir Vier eine Art Abschlussessen hier genießen werden.
Was steht sonst noch an? Ach ja, die Entscheidung bezüglich des Grills ploppt noch einmal hoch, ich hatte dieses Thema etwas verdrängt.
Nun muss ich aber in den Hardwarestore, was mir das Thema zurück in den Sinn bringt.
Der eigentliche Grund für den Besuch war aber, dass ich mir eine mehrteilige, stabile Leiter kaufen will, um an dem zukünftig von mir betreuten Schiff sicher aufsteigen zu können.
Ich probiere verschiedene Modelle in der Marina aus.


Alle Leitern dieser Größe gehören der Marina – ich möchte aber für alle Fälle gewappnet sein und sowohl im Marinabreich als auch für den Einsatz im Haus eine eigene lange Leiter besitzen.
Ich würde diese am neuen Patenschiff ansperren und bei Bedarf ins Haus hochfahren.
Ich vergleiche daher mit den Modellen, welche im Hardwarestore angeboten werden.

Ja, hier passiert es eben – ich „stolpere“ mal wieder in die Grillecke und mein Auge beißt sich an den zwei Modellen fest, welche noch zur Auswahl stehen.
Das eine hatte ich ja schon vorgestellt – mein heimlicher Favorit…
Für rund 200.-€ weniger gibt es aber noch dieses Modell, welches seinen Zweck sicher erfüllen würde.
Ich hadere noch ein wenig, sollte aber langsam sowohl zum Thema Leiter als auch beim BBQ zu einem Entschluss kommen.
Ich schwöre, ich entscheide in der ersten Oktoberwoche – ihr müsst euch noch etwas gedulden.

In der Mittagspause sitze ich auf ELOWYN und beschäftige mich gerade mit einem Problem in der Ladetechnik.
Ähnlich wie bei NESSAJA schwankt der Ladestrom in Richtung Lithiumbank, wenn mit dem Generator geladen wird.
Um mir ein Bild zu verschaffen, lasse ich den Generator laufen, werde aber sofort stutzig…

Ich grüble gerade darüber, warum sich die Drehzahl des Generators bei unter 2400rpm einpendelt, obwohl die Solldrehzahl bei 2800rpm liegt.
Dies könnte durchaus die Ursache für das Problem sein.
Ich würde mich damit beschäftigen müssen und überlege gerade wie ich die Diagnostik angehen werde, als mit einem lauten BIMM aus meinem Telefon, ein Thema Fahrt aufnimmt, welches hochdynamisch wird.
Ich will nur soviel andeuten – wie ein Flaschengeist taucht auf einmal ein Interessent für JASPER auf.
Dies wird zur Herausforderung und hält mich Anfang Oktober ganz schön auf Trab – seid gespannt, wie sich das entwickelt!
Es bricht der letzte Tag des Monats an – wir treffen uns abermals in Panteli zum gemeinsamen Frühstück…




Am Nachmittag gehen wir zunächst auf den Spielplatz. Weil wir ohnehin schon an der Marina sind, darf Anton noch einmal Babykatzen streicheln und zum Abschluss noch eine Runde Roller mit Oma fahren.
Der Knirps hat Urlaub, er darf die Wochen mit Papa und Mama genießen.
Wir lesen ihm die Wünsche von den Augen ab und verwöhnen den Bengel.
Der scheint seinen Spaß zu haben…

Den Nachmittag verbringen wir dann noch einmal ganz entspannt am Panteli Strand.
Amelie hat einen weiteren Strandnachmittag eingefordert, denn es ist abermals Schlechtwetter für die nächsten Tage angesagt.
Meine Schwiegertochter befürchtet, dass es wieder regnen könnte und wir vielleicht morgen mit dem Strandaufenthalt aussetzen müssen – deshalb wollen wir dies heute noch einmal genießen.
Das gelingt gut und wir verabschieden uns erst gegen 17.30 Uhr – gemeinsames Abendessen im „Tis Kakomoiras“ gegen 18.00 Uhr!
Dort lassen wir den September bei Meze und Wein gebührend ausklingen – Celebrate Youth!!!

Vor uns liegt ein durchgetakteter Oktober – was erwartet Sibylle und mich?
Nun, zunächst ist die Familie noch bis zum 05.10. zu Besuch. Sofort anschließend kommen Tina und Volker für einen weiteren Urlaubstörn mit ELOWYN um danach die Saison zu beenden.
Ich habe ein paar Handgriffe an Martins STENELLA zu erledigen, muss auf meinem neuen Patenschiff die Arbeit aufnehmen und zwei Interessenten für JASPER professionell beraten und betreuen.
Herausfordernd wird für mich die Organisation der Heizungsreparatur in Deutschland, denn der Bosch-Dienst versagt auf ganzer Linie.
Ein dicker Brocken wird der Abbruch des Teakdecks auf LUMARA, zudem sollen Generator und Wassermacher ausgebaut werden.
Dies soll passieren bevor Hans Peter nach Hause reist, was am 28.10. der Fall sein wird.
Die schwierigste Frage dürfte aber sein, ob und wann ich noch einmal nach Deutschland fahre – ich muss endlich den Verkauf meiner Wohnung vorantreiben.
Ihr merkt schon – es steht ein „heißer Oktober“ bevor! Bleibt dran, es bleibt spannend!
Grüße aus meinem Haus in Plaka
Mario