„Happy New Year“!
„Καλή χρονιά“!
Wir wünschen uns ein gutes, friedvolles und vor allem gesundes neues Jahr…
Ich weiß, wenn ihr diese Zeilen lest, hat das neue Jahr 2026 den ersten Monat bereits im Kielwasser.
Die Wiederholung der zum Jahreswechsel allerorts ausgesprochenen Wünsche hat einen anderen Hintergrund – ich bin nachdenklich…
Ob es nun ein gutes neues neues Jahr wird, zeigt sich erst im Verlauf. Grundsätzlich bin ich Optimist, aber Zweifel sind angebracht.
Gesundheit ist – nach meiner bescheidenen Ansicht – das wichtigste Gut! Hier ist es eine Mischung aus eigenem Handeln und der Frage, ob es das Schicksal gut mit einem meint, oder ob man von selbigem hart gebeutelt wird. Es bleibt, das Beste zu hoffen…
Da sind wir beim kleinen Wort friedvoll und dem Bezug zur ersten Headline des Jahres 2026.
Ich kam in den fragwürdigen Genuss, während des Januar öfter Nachrichten aus aller Welt zu konsumieren als sonst – und was ich da höre, lese und sehe macht mir Angst.
Proteste im Iran, Amerika dreht in vielerlei Hinsicht am Rad und bezüglich des Krieges in der Ukraine sprechen Medien von „einer Kriegsgefahr für Deutschland“.
Es ist müßig weitere Missstände aufzuzählen – etwa bezüglich Menschenrechte, Umweltschutz oder der allgemeinen wirtschaftlichen Schieflage…
Es ist offensichtlich – und das meine ich völlig ohne Unterton – wir leben in einer MAD WORLD.

So hat sich der 82er Kracher von Tears for Fears in meinen Kopf geschlichen und dort festgesetzt.
Bei genauem Hinsehen zeigt sich dann aber, dass das Lied tatsächlich nicht die weltpolitische Situation anprangert, sondern eher auf den Sinn des Lebens zielt…
„Mad World“ handelt von kindlichem Leid, Einsamkeit, Unsichtbarkeit und der eintönigen, sich wiederholenden Natur des Lebens der meisten Menschen. Im Kern scheint das Leben sinnlos: Menschen gehen zur Arbeit, Kinder zur Schule, aber alles, was sie tun, erscheint letztendlich sinnlos.“
Auch das passt ja ganz gut – es liegt an uns, das Beste daraus zu machen, es ist unsere eigene Verantwortung, wir schreiben die Geschichten für das Buch unseres Lebens.
Warum eröffne ich so dramatisch, fast schon depressiv?
Weil mich zwei Todesnachrichten während des Januar anpackten und bis heute beschäftigen und nachdenklich machen…
Zum einen sind es die tödlichen Schüsse auf eine Frau in Amerika – das Verfolgen der Nachrichten rund um dieses Geschehen lässt einen fassungslos zurück.
Wenn man sich dann noch die Social Media Kommentare unter den Schlagzeilen antut, dann weiß man, dass der Verrohungsgrad der Menschen eine neue Dimension erreicht hat.
Zum anderen ist ein Bekannter aus unserer Marina verstorben.
Ein Mann, der sich wie ich auf Leros niedergelassen hatte, der an Schiffen interessiert war und sich, wie ich, um eines der großen Segelschiffe in der Marina gekümmert hat.
Wir waren nicht wirklich befreundet und doch packt mich sein plötzlicher Tod – er hat Familie, hatte Pläne und stirbt viel zu früh.
Wie hat es mein Freund Thomas in Worte gefasst, als er mich informiert hat?
„Wir werden älter, das Sterben gehört zum Leben – aber die Einschläge kommen näher…“
In dieser Stimmung setze ich mich an meinen Platz und beginne diesen Monatsbericht zu schreiben – bitte seht mir die lange, graue Einleitung daher nach.

Generell war der Januar ein in jeglicher Hinsicht wechselhafter Monat – dafür verantwortlich war in erster Linie natürlich, wie sollte es anders sein, das Wetter.
Wir hatten mehrere schwere Stürme, heftigen Regen und Kälte – aber auch sonnige, freundliche Sonnentage, an denen wir im leichten Shirt im Café saßen oder uns ein Eis gegönnt haben.
Lasst euch mitnehmen auf eine Zeitreise durch den ersten Monat des Jahres 2026.
Dieser begann für uns fast so, wie der alte Monat und damit auch das alte Jahr endeten – im Haus von Brigitte und Hans, denn dort galt es „klar Schiff“ zu machen…

Sibylle und ich drehen eine Runde über die Insel – wir räumen die Sachen, welche wir für die Silvesterfeier aus dem Haus geholt hatten, zurück an ihren Platz.
Wir fahren zu Brigitte und Hans um etwas beim Aufräumen zu helfen und um unser Geschirr vom gestrigen Abend einzusammeln.
Dabei zeigt sich, dass noch soviel Reste vom Silvesterschmaus übrig waren, dass unsere Freunde aus Österreich sich kurzerhand ermüßigt fühlen, uns alle noch einmal zum gemeinsamen Resteessen einzuladen.
Lustig, dass ausgerechnet die „junge Fraktion“ jammerte und einen Abend zuhause einforderte – vielleicht wollten sie auch nur nicht noch einen weiteren Abend mit den „Silver Surfer“ abhängen – wer weiß das schon?
Guido und Ilona sagten spontan zu, aber gegeben durch die Tatsache, dass wir auch nicht richtig ausgeschlafen waren, wurde ein „late lunch“ vereinbart – Treffen um 16.00 Uhr.
Sibylle und ich fuhren zurück auf NESSAJA…


Der kalte Wind aus NW sorgte dafür, dass die gefühlte Temperatur nahe der 0°C Marke rutschte.
Auch das Thermometer näherte sich diesem Wert – zum Glück sollte dieser Spuk nur wenige Tage dauern.
Dennoch ist dieser Start ins neue Jahr keiner nach meinem Geschmack.
Pünktlich um 16.00 Uhr trafen Ilona, Sibylle, Guido und ich bei unseren Gastgebern in Crithoni ein.
Wir verteilen die Aufgaben und jeder hilft, so dass wir innerhalb kürzester Zeit abermals ein ansehnliches Abendessen auf den Tisch zaubern.
Das Dinner entschädigte uns alle für das eisige Willkommen, welches der 1. Januar für uns bereithielt.


Wir saßen also in etwas dezimierter Runde abermals zusammen und hatten Spaß.
Zugegeben, die Luft war etwas raus, wir waren erschöpft von der langen Silvesternacht und auch die kalten Temperaturen machten uns tatsächlich zu schaffen.
Wir waren uns einig – zu spät lassen wir es heute nicht werden, aber das spätnachmittagliche Dinner würden wir uns noch schmecken lassen.
Hans ließ es sich nicht nehmen, sich ein weiteres Mal an den Grill zu stellen – dick eingepackt in seinen Norwergerpullover, welcher ihn mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vor dem Erfrierungstod rettete.
Ein schönes Stück Fleisch, dazu ein Meze- oder Salatteller und die Welt war für wenige Augenblicke in Ordnung.




Natürlich hatten wir auch Nachspeisen übrig, dazu gab es kleine Kaffeespezialitäten – eine runde Sache.
Kurz nach 18.30 Uhr hatten uns die letzten Lebensgeister verlassen.
Wir wollten nach Hause, zurück auf unsere warmen Schiffe, noch ein bisschen herumlümmeln und dann früh ins Bett gehen.
Wir brachen auf und machten uns zurück auf den Weg in die Marina – ein Blick auf das Thermometer zeigt, dass unser Gefühl nicht trügt.
Lediglich 5°C ist für eine griechische Insel zu wenig – aus meiner Sicht begrüßt uns 2026 unfreundlich!

Der neue Tag wartet mit einer fiesen Überraschung auf – ich muss trotz oder gerade wegen des frühen Zeitpunktes im Jahr, meine Projekte vorantreiben.
Die höchste Priorität gestehe ich an diesem Tag meinem Rigg zu, ich hatte ja bereits am 14.12. das letzte Stag zur Repruduktion nach Athen geschickt – dies in der Hoffnung, dass ich das Ersatzteil noch im alten Jahr zurückerhalte.
Daraus wurde leider nichts, höchste Zeit also einmal nachzufassen…

Auch das ist Griechenland! Ich schicke mein Ersatzteil per Spedition weg, dies natürlich in der Hoffnung, dass alles klappt.
Tat es aber nicht! Am 02.01. hatte mein Ansprechpartner noch keinerlei Information, dass das erwartete und angekündigte Ersatzteil in Athen angekommen wäre.
Warum er nicht einfach mal bei der Spedition anruft oder mir Bescheid gibt, verkneife ich mir zu fragen – die Griechen sind sehr schnell beleidigt.
Es bleibt mir also nichts anderes übrig, als mich hinzusetzen und eine Art Suche nach der Nadel im Heuhaufen zu starten.
Ich schreibe Mails an die Spedition in Leros und Athen und nehme auch den Rigger noch einmal in Kopie…

Einen Versandbeleg? Nein! Nicht auf Leros – man gibt es ab und verlässt sich darauf, dass das versendete Gut auch ankommt. Das klappt in der Regel.
Ich nehme vorweg, niemand antwortet mir – das regt mich aber auch nicht auf, denn auch das ist irgendwie „normal“.
Es bleibt mir also nichts anderes übrig, als zur Spedition zu fahren und dort nachzufragen…
„Yeeeees! I remember your sending, it´s in Athens!“ – ich frage nach, warum man den Empfänger nicht verständigt hätte – ich hätte doch schließlich vor 20 Tagen versandt.
„Ahhhh, we really had no time….!“ – hm, ok, was willst jetzt da noch antworten???
Ich gebe dem Rigger Bescheid und er versichert mir, dass er das Musterteil noch am gleichen Tag abholen würde.
Ok, das klingt gut – trotzdem habe ich in Sachen Rigginstandsetzung in diesem Augenblick drei Wochen verloren.
Der Tag war mir zwischen den Fingern zerronnen, Sibylle und ich laden Alex zum Dinner ein – es gibt „frängischa Brodwörschdla“!

Alex war so kurz nach Silvester ja noch Strohwitwer und wir hatten inzwischen das zweite Fresspaket erhalten.
Ina und Ralf waren so nett und haben uns abermals einen Gourmetgruß aus ihrer Heimat geschickt.
Es war Ehrensache, dass wir diese willkommene Abwechslung mit dem Freund teilen.
Gemeinsam saßen wir im gemütlichen, warmen Salon von NESSAJA und mampften den Gaumenschmaus, während draußen der Sturm an den Festmachern zerrte.

Gemeinsam bejammern wir unsere Situation und den langsam aufkommenden Zeitdruck – was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen, dies sollte sich in mancherlei Hinsicht noch zuspitzen, denn obwohl uns viele Arbeiten gut von der Hand gehen würden, zeigte sich deutlich, dass an ANAHITA, DONNA, ELOWYN und NESSAJA noch etliche Arbeitspakete offen sind.
Der Abend klingt aus, Alex kämpft sich gegen den Sturm zurück zu ANAHITA und Sibylle und ich nehmen uns vor, dass wir morgen bei den Schiffen der Freunde nach dem Rechten sehen würden.
Der Folgetag war grau und wolkenverhangen – wir kommen auf unserer Marinarunde an einem Scooter vorbei, den unsere Freunde Rena und Ioannis vermietet haben.
Sibylle war das Vehikel schon lange aufgefallen, sie vermutet, dass der Roller „vergessen“ wurde…

Wir hatten das ja schonmal und der damalige Vermieter hatte sich nicht einmal bedankt – ich hätte wohl weniger rasch reagiert, wenn das Fahrzeug nicht zum Fuhrpark unserer Freunde gehören würde.
Rena zaudert erst – „I think I have all my Scooters here, maybe Ioannis rented it out…“
Fünf Minuten später aber trudelte die Nachricht ein – „…in deed, it was my fault, I forgot to pick it up a few weeks ago, thank you for letting us know!!!“
Keine Ursache, dafür sind Freunde da, wir wollen aufmerksam sein.
Als wir an Pits WUQI vorbeikommen, sehen wir, dass eine der Sicherungsketten ins Wasser baumelt.


Weil ich gerade bei WUQI war, nehme ich gleich noch die Badeleiter mit.
Ich werde auch diesen Winter wieder ein paar Projekte bei Giorgos starten, es macht Sinn, dass ich die relevanten Teile bereits jetzt einsammle und in Klickers Kofferraum lagere.
Gesagt getan, die V4A Leiter muss geschweißt und poliert werden, ich verwahre sie solange, bis ich nach Kamara zu „Boat & Parts“ fahre.


Inzwischen ist Kaffeezeit und Sibylle möchte mal wieder is „Coffee Lab“ um einen Cappuccino zu schlürfen.
Ich erfülle ihr die Bitte gerne, wir setzen uns in das Café und gönnen uns eine Kaffeespezialität und eine Süßigkeit.
Wir besprechen, was wir uns heute noch vornehmen – welche Arbeit passt am besten in diesen angebrochenen Nachmittag?

Wir entscheiden, dass wir unsere Runde fortsetzen und nach KEONDA sehen.
Hier gibt es keine negativen Nachrichten, trotzdem waren wir gefordert, denn Eigner Mario hatte mich gebeten, die Segel von Bord zu nehmen und zum Segelmacher zu bringen.
Auch er hat, als er seine Bitte geäußert hatte, die Floskel „bei Gelegenheit“ oder auch „mal schnell“ verwendet.
Das klappt nicht!
KEONDA ist unter einer Vollplane und die Segel sind im Salon.
Ich brauche die Schlüssel, eine Leiter und muss mir Zugang unter die Plane verschaffen.
Dies gelingt jedoch wider Erwarten ganz gut und wir können nach einer akzeptablen Stunde Vollzug melden…

Meine Aufgabe ist es lediglich, die Segel zu Sotiris zu bringen – es geht hier um eine Garantiesache, nach der Übergabe übernimmt der Segelmacher.
In dieser Art vergingen die Tage – ich war ständig am herumwerken und kümmern, habe aber an meinen eigenen Projekten kaum etwas bewegt.
Dies war zum Teil damit zu begründen, dass ich meine ToDo-Listen angepasst habe.
Inzwischen spielen nicht mehr nur Niederschlagswahrscheinlichkeit und Temperatur eine Rolle, auch Sibylles erneute Reiseplanung für einen weiteren Deutschlandbesuch beeinflusst meine Prioritätenliste.
Es gibt Aufgaben, für die ich Sibylle als Helferin benötige, diese gilt es zu planen und vorzuziehen.
Außerdem müssen nun alle Ersatzteilbestellungen recherchiert und platziert werden, Sibylle kann Sendungen anstoßen und Kleinteile mitbringen.
Als ob dieser Impact nicht ausreichen würde, bietet auch Jörg von der INSPIRATION Transportoptionen für den 02.02. an – auch dieses Datum muss ich im Kopf behalten.
Daher war meine nächste Handlung auch der Beginn eines neuen Projektes auf ELOWYN, dieses war ursprünglich für März geplant…







Nach etwa zwei Stunden waren wir soweit, dass ich den Zylinder samt Schlauch ziehen konnte.
Es war an der Zeit! Wir verzeichnen an ELOWYN schon länger einen latenten Hydraulikölverlust und haben zudem bemerkt, dass die Vorstagspannung am Kutter alle paar Tage nachlässt.
Es wurde Zeit zu handeln und es galt, die perfekte Gelegenheit der langen Zeit an Land zu nutzen.
Endlich liegt das Corpus Delicti an Deck, bereit um für die Reparatur versandt zu werden…


Diesen Zylinder wird Jörg für mich mit nach Deutschland nehmen und von dort aus an den Hersteller verschicken.
Nach erfolgter Reparatur, geht der Zylinder an Hans Peter, welcher ihn Anfang Mai mit nach Leros bringt.
All das gilt es von hier aus zu organisieren und zu tracken – Reparatur, Transport und Verpackung.
Recherche und Administration werden zur organisatorischen Meisterleistung – dieser Aufwand wird jedoch gerne vergessen!
Am Weg zurück zu NESSAJA erkenne ich, dass der stetige und kräftige Wind, abermals das Dinghy von Hans Peter abgedeckt hat.


Ich fixiere die Plane diesmal und hoffe, dass sie nun den Windböen Paroli bieten kann.
Dann war das Feierabendbier mehr als verdient. Ich sacke erschöpft auf die Couch und freue mich, dass Sibylle mal wieder etwas Leckeres auf den Tisch zaubert.
Am Folgetag widmete ich mich den Befestigungsketten von Pits Wauquiez.
Ein neuer Schäkel sollte das Problem lösen – die Kette war nicht etwa gerissen, es war lediglich ein Schäkel lose geworden und abgefallen.


Ich will mich hier nicht zu weit aus dem Fenster lehnen – vielleicht hatte der Leinenmann beim Anbringen der Ketten eine andere technische Auslegung der Federn im Kopf…
Bei diesem Modell der Ruckdämpfer ist es jedoch möglich, dass die Feder komplett auseinander gerissen wird – es fliegen einfach die Muttern vom Schraubteil.
Das ist vor einigen Jahren so bei ELOWYN passiert, daher weiß ich aus eigener Erfahrung, dass man diesen Typ Federn nur hinter dem Befestigungsschäkel sichern kann.
Weil ich gerade dabei war, habe ich auch diesen Handgriff schnell erledigt.

Ich gebe Pit in der Heimat Bescheid – WUQI ist sicher und er kann sich beruhigt zurücklehnen.
Den Rest des Tages verbringe ich mit Hausaufgaben und der Auffrischung des Lerninhaltes der letzten Griechischstunde.
Diese liegt eine zeitlang zurück und ich fuchse mich wirklich zurück in den Stoff.
Um 17.45 Uhr breche ich auf, um auch in diesem Jahr wieder am Kurs teilzunehmen.


Ich nehme es vorweg – ich ahne an diesem Tag nicht, dass dies mein letzter Griechischkurs der Wintersaison 2026 gewesen sein wird.
Ich hatte Spaß, machte im Anschluss auch meine Hausaufgaben, musste dann aber den nächsten Kurs schwänzen – eine wichtige Arbeit war noch fertigzustellen, ich hatte keine Zeit für Vorbereitungen und keine Lust unvorbereitet zu gehen.
Beim Lernen für den Kurs nach der Monatsmitte, hat mich das Gefühl beschlichen, dass ich mehr Zeit dafür verwende, die Fragen in diesem verfitzmaledeiten Übungsheft zu verstehen, als dafür neue Vokabeln oder Grammatik zu lernen.
Das Buch liegt mir nicht, es raubt mir Effizienz – ich verliere den Spaß.
Nach einem Gespräch mit Eirini hänge ich mein Griechischbestreben für diesen Winter an den Nagel – nun, nicht komplett…
Ich habe ein neues Buch, ich traue mich mit den Handwerkern und Nachbarn zu stammeln und lerne täglich dazu – aber dem Pflichtprogramm mit dem Heft, welches für mich sieben Siegel hat, setze ich mich nicht weiter aus!

Am 06. Januar ist in Griechenland der „Epiphani“ Tag, es sind unterschiedliche Schreibweisen möglich.
Die religiöse Bedeutung kann sich der interessierte Leser und die geneigte Leserin in diversen Suchmaschinen zur Kenntnis rufen.
Weltlich passiert Folgendes – ein Priester spricht Gebete, die Gläubigen lassen eine weiße Taube fliegen und dann wird ein Kreuz ins Meer geworfen.
Der Pulk, eigentlich nur Männer, springt hinterher und jeder versucht, das Kreuz als erster zu erhaschen.
Der, dem dies gelingt, wird noch mehr Glück im Jahr erfahren, als alle anderen.
Das ganze ist feierlich und doch mit einem irdischen Touch. Alle haben gute Laune, alle grüßen sich, alle küssen das Kreuz.
Klar, dass wir da auch Flagge zeigen!













Nun trägt der Sieger seine Trophäe durch die Menge, er eilt zunächst zu seiner Familie, auch die soll von der göttlichen Extraprise Glück partizipieren.
Alle küssen das Kreuz, manche ziehen danach wieder eine Maske über Mund und Nase.
Dann erhält der Pope das Kreuz zurück und die Menge löst sich auf.
Auch wir ziehen uns zurück auf einen Kaffee ins „Coffee-Lab“, dann gehen wir alle zurück zu unseren Schiffen.
Wir haben alle allerhand zu tun…
Sibylle und ich machen einen kleinen Umweg, ein „Fährtle“, wie meine Gattin zu sagen pflegt.
Das schlechte Wetter hat nicht viele Vorteile, außer vielleicht die abwechslungsreiche Stimmung, in die es die Insel hüllt.
Anders als im Sommer, wechselt Leros fast täglich seinen Charakter.
Das wollen wir uns heute ansehen, wir fahren zu einem Aussichtspunkt am Buchtende von Lakki.




Zurück am Schiff nehme ich mir vor, den Generator einem Probelauf zu unterziehen.
Dies möchte ich in drei Stufen machen – zuerst eine Stufe nur für den Motor.
Ich montiere als also alle Verkleidungsbretter ab, öffne die Seeventile und prüfe den Ölstand.
Dann starte ich das Aggregat und lasse es ohne elektrische Last laufen – die gelegte Sicherung trennt den Generatorteil von laufenden Motor.



Ich kann nun die Drehzahl prüfen und feineinstellen – dann starte ich den zweiten Schritt.
Ich nehme den Generatorteil dazu und teste die Ladeleistung – auch hier erhalte ich sehr gute Ergebnisse, jedoch schwankt der Ladestrom ein wenig.
Darum werde ich mich aber später kümmern.
Warum das Ganze? Nun, zum Einen sind es Testläufe für den Verkauf und die anstehende Übergabe – alles soll beanstandungsfrei funktionieren.
Zum Anderen steht ein wichtigerer Probelauf an – die Wiederinbetriebnahme des Wassermachers! Dafür war im alten System immer der Generator notwendig, denn der Wassermacher hat einen sehr hohen Anlaufstrom.
Ich möchte den Wassermacher ohne Generator betreiben können – wenn er jedoch notwendig würde, dann muss er einwandfrei laufen.
Dieser dritte Schritt folgt morgen – für heute reicht es.
Wir treffen uns mit den anderen zum Dinner im „Gia Sena“…

Erwähnenswert ist, dass wir an diesem Abend die Idee auf den Weg bringen, am kommenden Wochenende zum Bowlen zu gehen.
Um dies zu manifestieren, reservieren wir gleich heute die Bahnen im Bowlingcenter gleich gegenüber.
Als ob dies nicht genug wäre, wird zudem beschlossen, dass wir noch eine Nachspeise in Form eines Eisbechers auf den Speiseplan setzen sollten.
Gedacht – gemacht! Wir treffen uns also ein weiteres Mal bei „Repapis“ dem designierten Eisparadies – hier waren wir lange nicht mehr.


Wir nehmen die Eisspezialitäten mit an Bord, es ist zu kalt um das Eis im Freien zu genießen. Plätze im Eissalon bietet „Repapis“ leider nicht an.
Weil ich gerade bei Alex´ANAHITA vorbeischlendere, kann ich auch gleich sein Angebot bezüglich einer Tüte Chips annehmen.
Es ist noch etwas Abend übrig und Sibylle und ich wollen noch eine Folge „Inspector Barnaby“ gucken.
Da kann etwas zu Knabbern nicht schaden…


Ich bedanke mich artig, dann gehe ich zurück auf´s Schiff – ich bin dem Erfrierungstod nahe!
Das Wetter sollte diese Nacht umschlagen – die kalten, einstelligen Temperaturen würden ein Ende nehmen und das Quecksilber würde in neue Höhen schnellen.
Dies lässt der Wetterbericht vermuten – die Worte höre ich wohl, allein mir fehlt der Glaube!
Heute Abend klirrend kalte 7°C – und morgen…???

Das ging den ganzen Monat so weiter – sehr starke Temperaturschwankungen, jeweils abhängig von der Windrichtung.
Warme Südwinde welche aber auch Feuchtigkeit und Regenschauer mitbrachten, alternativ kalte Nordwinde, welche für einen arktischen Chillfaktor sorgten.
Sturmstärke konnten übrigens beide!
Heute, wie gesagt, 20°C als Sibylle und ich zum Einkaufen gefahren sind – als wir zurück waren, habe ich Guido informiert, dass wir mit dem Testlauf des Wassermachers beginnen können.
Als Guido zu uns an Bord kam, war der Wind schon wieder in vollem Gange – der Januar sollte ein unruhiger, windiger Monat werden.
Das Geheule und Geklapper der Takelagen ging uns so manches Mal auf den Zeiger und die unruhigen Nächte reihten sich aneinander.

Sibylle jammerte nicht nur einmal über einsetzende Seekrankheit – am Steg im Hafen wohlgemerkt – hatte dies aber soweit im Griff, dass sie keine Medikamente nehmen musste.
Guido und mich ficht das heute nicht an, wir packen den Wassermacher an, er soll zu neuem Leben erweckt werden.
Die gute Nachricht, alles hat so funktioniert, wie ich mir das beim Neuanschluss der Bordelektrik gedacht hatte.
Mein Inverter kann den Anlaufstrom der Hochdruckpumpe ab und somit war ein Generatorlauf nicht nötig.

Weil wir die kleine Pumpe nicht zu lange ohne Flüssigkeit laufen lassen wollten, haben wir gleich den Rückspülkanister angeschlossen, so konnten wir das System füllen und Trockenlaufphasen minimieren.

Es wäre zu schön gewesen, wenn alles pannenfrei geklappt hätte – doch dies darf man bei Booten einfach nicht erwarten.
Nachdem wir die Anlage eine ganze Zeit im Leerlauf und ohne Druckaufbau laufen ließen, dabei natürlich die Dichtheit des Systems immer wieder geprüft hatten, war es an der Zeit, den Druck nach oben zu regulieren.
Und da passierte es – PENG, ZISCH, PFFFFT – kurz bevor der Enddruck von 55bar erreicht war, hat es das Druckmanometer zerrissen.
Dieses war vorher schon alt und unansehnlich, jetzt war es aber in die ewigen Jagdgründe eingegangen.
Ich musste den Testlauf abbrechen und habe sofort beschlossen, dass ich beide Manometer erneuern würde.
Die Anzeigeinstrumente für die Durchflussmengen würde ich dann gleich einer Reinigung und einem Service unterziehen.
So habe ich, das Werkzeug lag schließlich parat, die Teile gleich ausgebaut und mir vorgenommen, gleich heute mit der Recherche und der Bestellung zu beginnen.

Der Tag ging unglücklich weiter – Sibylle bestand darauf, dass ich mich von meinem liebgewonnen Arbeits-Longsleeve trenne!
Ihr Argument – es sei kaputt! Ich sehe das anders – es ist „getragen“, bequem und gehört zu mir wie mein Name an der Tür – ich weiß gar nicht was sie hat??? Ich ziehe mich in meinen Schmollwinkel zurück…

Als ob das nicht reichen würde, holte das Wetter zu einer weiteren Fiesimität aus – der peitschende Wind reicht offenbar nicht, es muss dazu auch noch in Strömen regnen.
Dinge die der Mensch nicht braucht – ich überlege einen Moment lang, ob ich mich nicht zum Winterschlaf zurückziehe und erst im Mai wieder aufstehe.
So ein Mist…



Ich muss etwas aufräumen – überall liegen die Teile des Wassermachers herum, ich würde sie so schnell nicht wieder brauchen.
Es entstand eine ungute Situation – der Wassermacher mit Salzwasser geflutet, zerlegt und somit keine Möglichkeit zum Rückspülen und Konservieren.
Die Teile zu bestellen ist das eine, sie zu erhalten das andere. Wenn Sibylle aus Deutschland zurückkommt, werden von heute an sechs Wochen vergangen sein.
Zudem, so der Plan, wird NESSAJA dann schon an Land stehen und ich somit keine Option für einen Probelauf mehr haben.
Ich nehme es vorweg – Jörg von der INSPIRATION wird hier in die Bresche springen und mir einige Teile mitbringen.
Auf der Zeitschiene wird alles wieder so zurechtgerückt, dass es passt – hoffentlich kommt nichts Entscheidendes dazwischen.
Ich sortiere die Schrauben, denn bei DIY Lösungen muss auch ich mir eine Merkhilfe über die Wochen bauen – bei Motoren wäre dies obsolet…


Ich fertige Fotos von den Manometern und den Rotametern an – zum einen um die Ersatzteile zu bestellen, was bei den Manometern ziemlich leicht fällt, zum anderen, um eine Art „Steckbrief“ für die Rotameter anzufertigen, diese sind scheinbar schwer bis gar nicht zu bekommen.
Meine Hoffnung ruht hier auf meine Freunde, welche die „boot 2026“ in Düsseldorf besuchen.
Ich sende allen ein Bild und die technischen Daten zu – „…bitte kaufen wenn lieferbar und unter 50.-€!“
Schnitzeljagd für erwachsene Skipper und Skipperinnen.


Wenn es nicht regnet sehen wir zu, dass wir ein bisschen frische Luft bekommen.
Wir fahren einkaufen, treffen die Freunde auf einen kurzen Klönschnack oder gehen einfach nur duschen.
Heute ist es brutal – der Sturm bläst mit den 60+kts Böen direkt aus West in die Lakki Bucht.
Es baut sich eine bemerkenswerte Welle auf, welche am Wellenbrecher auf ein stehendes Hinderniss trifft.
Diese Mauer macht ihrem Namen alle Ehre – die Welle bricht und Gischt spritzt bis zu uns ins Cockpit.
Durch die Bewässerungstunnel gluckert das Wasser, auch sonst ist die Geräuschkulisse bemerkenswert…




Sibylle und ich fahren tanken – 50 Liter „ultimate Diesel“ für Klicker, dreimal 20 Liter für die Heizung an Bord.
Dieses Jahr tanke ich regelmäßig aus dem Kanister nach, ich möchte den „ultimate – Mittwoch“ nutzen!
An diesem Tag kostet der hochwertige biozidfreie Diesel das gleiche Geld wie die einfache Version.
Darüber hinaus füllen wir noch unseren Trinkwassertank, auch dafür muss ich dreimal zum Automaten fahren.

Am Folgetag war wieder ein abrupter Wetterwechsel angesagt – die Sonne blinzelte durch und es war freundlich.
Man merkt sofort, dass dies gut für´s Gemüt ist.
Im Vorbeigehen sehe ich, dass der Sturm der letzten Nacht, das Befestigungsband an des Philosophen Jeanneau zerrissen hat – ein Bügel des Bimini war nach vorne gefallen, die anderen hingen ungesichert herum.
Es muss gehandelt werden – ich hole mir von Emanuel nochmal das OK seine RUKIPE betreten zu dürfen.
Wenn ich schon da bin, passe ich auch gleich noch die Position der beiden Heckfender an – er wird es mir beim nächsten Nordsturm danken!


Ein paar Tage später schon, sollte sich zeigen, dass die Fenderanpassung keinen Moment zu früh kam.
Der nächste Nordsturm stand schon in den Startlöchern.
Heute erhalte ich noch eine gute Nachricht, das neue Vorstag ist auf Leros.
Aufgrund der Rechnungsstellung wird das Paket aber an Giorgos Firma geschickt – zu dumm nur, dass Giorgos gerade im Moment mit Katerina in der Stadt der Liebe, in Paris, weilt.
Heute mache ich mir das laxe Verhalten der hiesigen Spediteure zum Nutzen.
Ich fahre zum Hafen, frage nach meinem Paket, welches an „Boat & Parts“ addressiert ist und hole es einfach ab.
Der Versender kennt mich, es gibt keinerlei Probleme – endlich ist das lang ersehnte Ersatzteil hier.

Leider habe ich Pech – das Thema Rigg ist auf der Zeitachse so verrutscht, dass zunächst das Wetter und dann die Terminpläne der anderen, einen Strich durch die Rechnung machen.
Die Eile, der Nachdruck, alles umsonst. Ich muss völlig umplanen – zum ersten Mal stelle ich meine geplante Deutschlandfahrt im Februar in Frage.
Selten kommt ein Anruf mit dem Wortlaut „…kannst Du rasch…“ so gelegen wie in diesem Moment!
Ralf ist mit einem Notruf am Apparat, seine App lässt ihn zuhause vermuten, dass auf CHILI die Batterien zusammengebrochen sind – nichts geht mehr!
Wie bereits erklärt, helfe ich im Notfall gerne. Ich organisiere also den Schlüssel, trage mir eine Leiter zu CHILI und nehme mein Voltmeter mit an Bord.
Sehen wir mal, wie sich die Situation „live“ zeigt…



Es kommt mir komisch vor – klar war es zuletzt bewölkt, aber bei nahzu abgeschaltetem Bordstrom sollte Solar in der Lage sein, die Batteriespannung zu halten.
Seltsam, ich messe einen recht geringen Solar-Ladestrom, muss zusätzlich auch feststellen, dass der Hauptschalter noch an ist.
Nicht einleuchtend ist für mich auch, warum das Philippi Display die Hintergrundbeleuchtung einschaltet.
Na egal, sicher ist – die Batterien müssen geladen werden.
Ich verlasse CHILI und schicke Ralf die Bilder mit einer Handlungsempfehlung, ich bitte um seine Meinung und seinen „Marschbefehl“.
Beim Verlassen des Schiffes mache ich noch ein Bild vom Masttop – dreimal dürft ihr raten, was kaputt ist…

Sibylle plant ihre Reise – sie hat inzwischen festgelegt, dass sie Leros am 24. Januar verlassen und wohl nicht vor 24. Februar zurückkommen wird.
Arztbesuche und verschiedene familiäre Verpflichtungen lassen die lange Aufenthaltsdauer entstehen, für mich ist es schade aber nachvollziehbar – ich habe so viele Projekte vor der Brust, ich werde versuchen, hier soviel wie möglich wegzuarbeiten.
Die Würfel sind gefallen, die Reise kann gebucht werden…

Heute gibt es Resteküche von gestern zum Abendessen. Alex und ich wollten Sibylles Lasagne aufmampfen, vernichten, restlos vertilgen…
Aber Sibylle war so von der Größe ihrer Lasagne überzeugt, dass sie dem Irrglauben aufsaß wir würden das Häppchen nicht bezwingen.
Es tat uns fast leid, sie so in ihren Manifesten zu erschüttern, so dass wir schlußendlich defensiv aßen und somit für Sibylle selbst und auch für mich noch ein kläglicher Rest blieb.

Beim Salat bin ich sehr großzügig – die Köchin bekommt den Löwenanteil der köstlichen Pflanzenspeise, während ich mich aufopfere und von dem vermutlich ungesunden Teigwaren-Fleisch-Gelege den größeren Teil verspeise.
Meine Hoffnung war, dass ich am heutigen Abend noch eine Leckerei erhaschen würde – wir gehen nämlich aus!
Alle zusammen! Es ist Bowlingtag für unsere kleine Community…
Wir treffen uns um 20.00 Uhr im „Crescendo“!

Sibylle unterschätzt den Laden – „…da erwarte ich mir auf Leros nicht soviel. Bowlingschuhe haben die sicher nicht!“
Weit gefehlt sag´ ich da nur – auf die Pflicht zum Tragen der sexy Schuhmode wurden wir als allererstes hingewiesen.
Schneller als ich mich versehen konnte, steckten meine Hobbitfüße im schlanken Lederschuh.
Ich kann mich gar nicht erinnern, wann ich das letzte Mal Schuhe dieser Machart getragen habe – losgelöst vom Bowlingsport…

Dann ging es los – wir hatten zwei Bahnen nebeneinander, bestellten uns herzhafte Hopfenkaltschalen und suchten fachmännisch nach der passenden Kugel für die Hand.
Mir ist klar, dass das Beklagen der perfekten Kugel immer ein wenig wie mimimi ausgelegt wird – trotzdem ist es wahr, ich fand die „perfekte“ Kugel bis zum Schluss nicht.
Entweder waren die Löcher zu klein oder der Daumen zu dick, aber immer wenn ich meinen Daumen aus dem Loch zog, machte die Kugel eine Kurve nach irgendwohin.
Ich konnte es beweisen, denn wenn ich meinen Daumen fest in die Kugel steckte, konnte ich sie nur am Daumen baumelnd hochheben – die anderen lachten, mein sportliches Dilemma war ihnen egal!
Wir hatten viel Spaß…








Wir machten drei Spiele, dann war es genug für heute – jeder von uns spürte, dass wir Muskelgruppen herausgefordert haben, deren Existenz wir lange vergessen hatten.
Nun, wir sind eben auch keine 30 mehr – daher wissen wir auch genau was das bedeutet…
Die Strafe würde stande pede kommen – nämlich bereits morgen früh in Gestalt eines mächtigen Muskelkaters.
Wir waren uns ein Gruppenbild schuldig, dann räumten wir die Bahn für die nächste Gruppe.

Eigentlich wollen wir noch nicht heim – ein Teil von unserer Gruppe reagiert schnell und greift zum Queue.
Eine Runde Billard geht immer – die anderen sitzen am Nebentisch, begleiten das Spiel um die schwarze Acht mit allerlei Kommentaren und schlürfen dabei an einem Ouzo.
So darf ein Abend ablaufen, es war so kurzweilig!


Der Abend endet spät – zufrieden fahren wir nach zuhause und entern unsere Schiffe.
Wir sind dieses Jahr eine kleine, aber sehr feine Community. Ich schätze es, dass sowohl Alex als auch Ben und Caetlin fast durchgängig hier sind.
Es entstehen kaum Lücken, es gibt immer jemand mit dem man sich kurz unterhalten kann oder mit dem man auch etwas mehr Zeit füreinander aufwendet.
Wir helfen uns gegenseitig aus und unterstützen wo es geht.
Das genieße ich und ich schätze die Gesellschaft der Freunde. Schade, dass sich diese Runde im Frühjahr wieder auflösen wird.
Mir macht zudem Angst, dass wir uns selber ins Abseits stellen, sobald wir erst einmal ins Haus gezogen sind.
Ich bin gespannt, welche Rolle ELOWYN dann übernehmen wird.
Der nächste Morgen begann wettertechnisch grausam!
Der gemeldete Sturm kam wie vorhergesagt, auch die angekündigte „Regenwahrscheinlichkeit“ wurde schlagartig Realität – die Definition von „Schietwetter“!



Witzig war, dass exakt heute ein französisches Boot mit einer neuen Crew ablegte – auf Nachfrage bei deren Freude aus Belgien bekamen wir nur eine knappe Antwort…
„They leave for a Circumnavigation!“ – ah, sie brechen zur Weltumsegelung auf! Jetzt? Heute? Bei 9 Bft?
MAD WORLD!
Was war daran lustig? Nun, nach zwei, drei Stunden kamen sie zurück, legten sich wieder in die Marina, rammten dabei einen englischen Katamaran und verweilten noch ein wenig.
Ich nehme keine Pointe vorweg wenn ich verrate, dass sie auch am 25. Januar noch in der Lakki Marina liegen werden.
An solchen Tagen merken wir immer, wer zuhause stets den Wetterbericht von Leros am Schirm hat.
Diese Gewohnheit, gepaart mit einem schlechten Nervenkostüm, beschert uns dann immer den ein oder anderen Anruf – „…steht mein Schiff noch? Spritzt das Salz bis hoch ins Cockpit?“
Wir haben da so unsere Pappenheimer, erfüllen die Bitte mit einem Blick nach dem rechten aber in der Regel gerne – spätestens, wenn Sibylle mich mal wieder durch die Marina zerrt, weil „…ich mich bewegen müsse!“

Der Eigner freut sich über die Bilder nebst Entwarnung – obwohl, glücklich wird er mit seinem Platz wohl nicht mehr…
Trotzdem reichen die Informationen, um in Deutschland wieder Nachtruhe einkehren zu lassen.
Apropos Mad World – als ich diese Zeilen tippe ist es der 25. Januar, ich habe das Heute noch nicht eingeholt.
Es erreichen mich die Nachrichten, dass in Amerika abermals eine Privatperson durch die ICE Brigade erschossen wurde.
Ich habe bisher nur das Video gesehen und keine Hintergründe recherchiert – ohne politisch zu werden möchte ich sagen, dass mich solches Handeln fassunglos zurücklässt und ich die Wahl der Headline für diesen Monat nicht bereue…
Egal was Alex Pretti für ein Mensch ist, die „Festsetzung“ war eine Execution und nicht wenige im dummen Pöbel feiern ICE dafür und setzen dämliche Lachsmileys hinter Kommentare die oft noch dümmer sind.
MAD WORLD – ich wünsche mir das Beste für 2026, will aber zugeben, dass ich, global betrachtet, große Zweifel habe.
Immer öfter hege ich Gedanken, wofür es wohl gut war, dass unsere Reise gescheitert ist und wir auf Leros „hängen geblieben“ sind.
Zurück zum Bootleben, zurück zum Hier und Heute – da möchte ich mich CHILI widmen, mit Ralf habe ich mich inzischen abgestimmt.



Es sieht gut aus für die Hanse 418 – die Batterien laden und ich bin zuversichtlich, dass sie sich erholen werden.
In zwei Tagen werde ich noch einmal vorbeisehen, vermutlich muss ich mir abermals eine Leiter suchen, dann das Schiff vom Strom nehmen und das System noch einmal checken.
Ist dann alles ok, sollte bei abgeschaltetem Hauptschalter bis zum Frühjahr nichts mehr schiefgehen.
Ich ziehe zusammen mit Sibylle weiter – unser nächstes Ziel ist ELOWYN. Diesmal widmen wir uns einer eigentlich unwichtigen Aufgabe, welche auf der Prioritätenliste aber doch nach oben gerutscht ist.
Ich möchte die Dichtungen der Duschtüre erneuern und muss diese bestellen, es gilt also, noch einmal genau Maß zu nehmen und auch die Bauform noch einmal festzuhalten.

Die Bilder sind schnell gemacht und auch die Bestellung ist am Abend rasch ausgeführt.
Leider geht das 2.5m lange Paket an die Rechnungsadresse (meine) statt an die Empfängeradresse (Hans Peter) und umgekehrt.
Später wird sich Jörg von der INSPIRATION als der Retter in der Not erweisen – doch das ist eine andere Geschichte.
Um eine Ausgewogenheit herzustellen, richte ich ein besonderes Auge auf die Bavaria 39 Cruiser der Tölzer Freunde, so auch heute…
Und siehe da, tatsächlich steht eine kleine Aktion an – die schweren Stürme hatten soviel Kraft, dass sie Fender an Deck geblasen haben.
Dieses Manko habe ich umgehend korrigiert.


Ansonsten war alles in Butter auf der Yacht aus Giebelstadt – anders als bei einer der an Land stehenden Boote.
Hier war eine Halteleine des Großbaums gerissen und der Baum konnte so von links nach rechts schlagen.
Auf der linken Seite hat er bis ans Nachbarboot gereicht, hier musste rasch gehandelt werden.
In solchen Fällen gebe ich immer kurz im Office Bescheid und informiere – was die Marina dann daraus macht, obliegt deren Entscheidungshoheit.
In den allermeisten Fällen bekommen sie die Situation rasch in den Griff.

Der Wind hat nicht spürbar nachgelassen – es war eine gute Entscheidung, dass ich Klicker bereits am Vortag an anderer Stelle geparkt habe.
Dort, wo ich den alten A6 sonst abstelle, spritzt die Gischt über die Hafenmauer und an Klickers Parkplatz hat sich eine Salzwasserlache gebildet.
Klar, der Quattro ist eine alte Kiste – aber mutwillig pökeln muss man ihn ja nicht gerade.



Ich will offen sagen, die sintflutartigen Regenschauer alle paar Tage sind willkommen.
Sowohl NESSAJA als auch Klicker vertragen den Spülgang sehr gut, bisher war ein manuelles Waschen nicht nötig.
Ich kann mich wirklich nur wiederholen! In diesem Januar durchleben wir eine solche Vielzahl an Wetterkapriolen, dass es auf keine Kuhhaut geht.
Kaum waren wir zurück in unserem Schiff, legte der Wind auch sofort ein paar Windstärken zu – zum wiederholten Male in dieser Wintersaison, setzt er an, um die 60kts Marke zu durchbrechen!

Der Himmel war ein grauer Einheitsbrei, der zu allem Überfluss auch noch seine Schleusen sperrangelweit geöffnet hat.
Es goß eine zeitlang wie aus Kübeln – da hält auch unsere Sprayhood nichts mehr ab.

Sibylle und ich haben es uns gemütlich gemacht. Ein Tässchen Tee, Kekse und ein bisschen fernsehen – mehr geht kaum bei diesem Wetter.
Wir freuen uns auf morgen früh, denn da werden wir uns für all die Unannehmlichkeiten belohnen – wir haben einen Termin…
Was steht an?
Wir gehen mal wieder zum Brunch ins „Navarone“!


Hierzu muss ich nicht mehr viele Worte verlieren. Der vom „Navarone“ angebotene Sonntagsbrunch hat sich etabliert und wir wollen dies über die Winterperiode auch so beibehalten – einmal im Monat wollen wir uns diesen Gaumenschmaus gönnen.
Unsere Begleitung wechselt – einmal gibt sich die ANAHITA Crew die Ehre, ein Andermal die der BARCASO, ab und an gesellen sich Caetlin und Ben von der DONNA dazu.
Abgerundet wird die Gruppe von dem Skipperpaar der BORN TO LIVE.
Das weitere sonntägliche Tun verdient nicht einmal eine Erwähnung, ich kann mich immer ganz schwer aufraffen, wenn ich einmal ins Food-Koma gefallen bin.
Ist aber auch kein Wunder – in Anbetracht der für für morgen anberaumten Tagespläne.
Ich muss mir den Wecker stellen – und als ich NESSAJA verlasse dämmert es, nicht zuletzt mir…


Es war kein Spaß, als Hausnachbar Niko vor einigen Tagen gemeint hatte, dass er mit mir meine Olivenbäume schneiden würde.
„Wann…“ habe ich gefragt – und seine Antwort lautete „…επτά και μισώ“, sieben und einhalb also. Er will um halb acht loslegen, ok, aber da ist es doch schon dunkel.
Ich frage nach – er und sein Spezl lachen mich aus. Der Spezl kann etwas Englisch und erwidert – „…Mister, not in the evening, seven-thirty in the morning!“
Ok – und heute ist es also soweit! Ich fahre nach Plaka zum Haus und bin kurz vor halb acht vor Ort.
Es ist frisch, ein eisiger Nordwind pfeift mir am die Ohren – ich gebe meine Zurückhaltung auf und rette mich mit Hilfe meiner „Haum“, auch die natürlich, wie sollte es anders sein, von meinem Haus- und Hofschneider.


Ich sehe mich um – aha, Niko ist noch nicht da! Hab´ ich´s mir doch gedacht.
Mich zur nachtschlafenden Zeit in die klirrende Kälte locken und selber noch friedlich schlummern.
Ich überlege, ob ich gleich wieder heimfahre oder ob ich ihm noch zehn Minuten geben soll.
Da höre ich seine kratzende Schreihalsstimme aus dem Nichts hallen.
Ich höre ihn wohl, aber meine verschlafenen Augen können ihn nirgends entdecken.
Ich stehe da wie ein Hundewelpen und frage mich ob ich halluziniere – da entdecke ich ihn plötzlich…
Er steht schon in einem Baum und schneidet Äste ab – was für ein Viech!
Ich spüre, ich bin inzwischen verweichlicht. Das kann so nicht weitergehen!


Es kristallisiert sich heraus, dass die Arbeit am schnellsten von der Hand geht, wenn er die Äste schneidet und runterwirft – oder mir die großen Äste gleich in die Hand gibt.
Meine Aufgabe ist es, die einzelnen Gebinde auf Häufen zu schlichten.
Immer einen Haufen für zwei Bäume – und mit Haufen, meine ich Haufen – und nicht etwa Häufchen.
Dazwischen schreit er mich an und lacht – er ist so…
Etwa wenn er die „Ψαλίδι με μπαταρία“ fordert!
Mich beschleicht eine Erkenntnis – SO lernt man Griechisch!
Es handelt sich übrigens um eine „Schere mit Batterie“, eine elektrische Astschere.


Ja, die Gartenarbeit – ich will ganz offen sagen, dass ich kein Fan davon bin.
Ein Punkt, den Sibylle und ich auch immer wieder diskutieren. Mir macht es Spaß zu ernten – für meine Olivenbäume bin ich bereit zu rackern.
Auch der Zitronenbaum macht mir Freude, aber alles in allem habe ich keinen grünen Daumen.
Wenn sich jetzt eine oder einer von euch fragen sollte, warum ich mir dann ein Haus mit einem Nutzgarten kaufe – die Frage ist berechtigt und es gibt diese Tage an denen ich zweifle und die Antwort nicht geben könnte.


Mit dem heutigen Schneiden der Bäume wird es nicht getan sein. Ich muss in Bälde das Unkraut sensen und dann für den Abtransport des ganzen Schnittguts sorgen.
Eigentlich habe ich im Moment wirklich Anderes zu tun, aber ich komme nicht aus, die Entscheidung ist getroffen, ich bin dem Haus verpflichtet.
Diese Gedanken im Kopf sind fast schon meditativ – die Zeit vergeht wie im Flug und ich ziehe, einem Muli gleich, einen Ast nach dem anderen durchs Gestrüpp.
Irgendwann erklärt Niko die Arbeit für beendet – ich hätte es fast nicht bemerkt.
Es war erst Mittag – der frühe Vogel hat den Wurm gefangen! Aber ich gebe zu, ich war auch matt.
Da kam mir etwas zanken mit Sibylle gerade recht…

Jeder kennt das ausgereizte Beispiel der mittig ausgequatschten Zahnpastatube, welches dem Hörensagen nach, bei manchen Ehepaaren zur Scheidung geführt haben soll.
Unsere Zahnpastatube sind Socken – meine Socken! Ich unterstelle, dass „es“ mit Sibylles Socken auch passiert, aber es wird eben nicht thematisiert.
Ich komme zurück und Sibylle schaut mich vorwurfsvoll an – ihr Kinn hebt sich so leicht in Richtung meiner Einzelsocke, welche sie provokant auf die Kühlbox drapiert hat.
„DU hast mir nur eine Socke gegeben, ich habe KEINE Ahnung, wo DU die andere hin hast!“
Mir zu erklären, dass unsere Waschmaschine „Socken fressen“ würde, versucht sie nicht…
Wer mich kennt weiß, ICH würde niemals, unter gar keinen Umständen, ein Sockenpärchen trennen. Für mich sind Sockenpärchen wie Ying und Yang.
Es bleibt mir nichts anderes übrig – ich MUSS mich wehren, es geht um die Ehre! MEINE Monk-Ehre! Wir kabbeln, auch das kommt auf 15qm vor – Sibylle will sich die offensichtliche Schuld nicht so einfach in die Schuhe schieben lassen.
Gedankensprung – ich ärgere mich, bleibe Beweise schuldig, habe aber Verdachtsmomente.
Ich gehe duschen und komme am Rückweg an Emanuels RUKIPE vorbei, ich erkenne, dass das Umhängen der Heckfender genau zur richtigen Zeit erfolgte – das hat mich gefreut, ich halte einen Augenblick inne…

Und dann – ich traue meinen Augen kaum. Leider habe ich versäumt ein Bild zu machen…
Auf der anderen Seite des Pontons, hinterhalb von RUKIPE, vielleicht 30m von NESSAJA weg, treibt meine Socke im Wasser.
Sie ist nicht untergegangen, weil sich eine Art „Luftsack“ in der Spitze gebildet hat.
Dieser hat nach oben in die Luft geragt, der Schaft hing in die Tiefe.
In einer dramatischen Rettungsaktion gelang mir die komplizierte Bergung – ihr könnt euch gar nicht vorstellen, mit welcher Siegerpose ich NESSAJA betrat.
Ich war reingewaschen, rehabilitiert, der Beweis war erbracht! MEINE Socke wurde fahrlässig über Bord geworfen und sich selbst überlassen, schlimmer noch, MIR wurde der Sockenverlust zur Last gelegt.

Sibylle musste nachgeben – 1:0 für mich!
Vermutlich sitzen irgendwo jetzt wieder Frauenrechler:innen, welche sagen, dass Sibylle sich das nicht bieten lassen muss und dass man doch so nicht über sein Herzblatt spricht – ist mir schon so passiert…
Recht habt ihr – und deshalb lade ich sie jetzt auch auf ein Eis ein, weil wir uns nämlich mögen, wir haben oft ziemlich viel Spaß.
Nicht immer, also oft, machmal halt – ach egal…

Nach dem Eisessen ist schon ganz schön viel Tag verbraucht. Ich möchte aber noch gerne einen Punkt von meiner Liste nehmen.
CHILI hängt jetzt seit 48h am Landstrom und die Batterien sollten wieder ok sein.
Wenn sie es in zwei Tagen nicht schaffen sich zu derappeln, dann wird das auch danach nix mehr.
Natürlich ist die Leiter wieder weg! Im Sommer, wo die Leiter knapp sind, da stehen sie oft tagelang an ungenutzten Schiffen, jetzt im Winter, da weiß eigentlich jeder, dass dort wo eine Leiter steht gearbeitet wird – nix, weg ist sie!
Ich hole daher zum dritten Mal eine Leiter, hänge den Strom ab und sehe mir ein letztes Mal den Ist-Zustand an…


Am Folgetag habe ich keine Eile – es ist ein Tag zum Abschied nehmen, denn Ilona und Guido von der BORN TO LIVE haben ihren jährlichen Heimaturlaub geplant.
Sie werden für rund sechs Wochen nach Deutschland fahren, wie alle anderen auch die „boot 2026“ in Düsseldorf besuchen und dann Familie und Freunde treffen.
Wir haben uns angeboten, die Freunde zum Flughafen zu fahren, daher habe ich jetzt bis mittags so etwas wie „Freizeit“.
Diese nutze ich, um mich mal wieder im Büro sehen zu lassen. Inzwischen ist das Team wieder komplett und es gibt einen willkommenen Anlass, allen zusammen nochmal ein gutes neues Jahr zu wünschen – ich wurde informiert, dass ein großes Kuvert für mich angekommen sei.
Und ich weiß, was darin verpackt ist… 😉

Ich bringe das Geschenk zu Sibylle und wir lassen es uns nicht nehmen, gleich einmal durchzublättern.
Wir mögen diese Zuwendung, welche sich als unser Weihnachtsgeschenk etabliert hat – es erinnert uns immer ein bisschen an die Familie und man hat nochmal die Begebenheiten des Vorjahres vor Augen.

Klar, dass wir den geschätzten Familienkalender gleich an Ort und Stelle hängen, er hat schließlich seit Jahren seinen angestammten Platz.
Wir freuen uns sakrisch und sagen noch mal ganz herzlich „DANKESCHÖN!“
Ich habe noch Zeit und heute ist Mittwoch…
Ihr erinnert euch – Mittwoch ist „ultimate-Tag“!
Also nutze ich die Zeit und fülle bei Klicker ein paar Liter nach und hole nochmal einen Kanister für NESSAJAs Heizung – sicher ist sicher.

Während ich tanke, meldet sich mein Mobiltelefon mit einem lauten BIMM – eine WhatsApp Nachricht von Hans Peter.
Wir haben zur Zeit häufig Kontakt, denn auch er bereitet seine Einkaufsliste für die Bootsmesse im Rheinland vor.
Er braucht Teile für seinen Wassermacher, welchen wir noch fertig einbauen werden, sobald er wieder auf Leros weilt.
Aber mehr als das – er ist auch eine große Unterstützung für mich, denn er hat Transportmöglichkeiten für die Langfristplanung, also bis Anfang Mai, angeboten.
Das nutze ich natürlich aus – und just deshalb auch seine Nachricht. Der Werkzeugkoffer für´s Haus ist angekommen, alles komplett, schönes Teil 😉 !

Ich beginne langsam, mich auf den Umzug vorzubereiten – das klingt komisch, ist aber so.
Ein Blick in den Kalender zeigt nämlich, dass dies gar nicht mehr so lang hin ist – und nein, wir ziehen noch nicht ins Haus, bis es soweit ist, müssen wir wohl noch ein paarmal „über Los“ gehen und dabei auch Ortswechsel in Kauf nehmen.
„Träum´ nicht rum, hast Du eigentlich auf die Uhr geschaut? Muss ich dich eigentlich immer antreiben?“
Sibylle beendet mein Sinnieren auf die ihr typische, charmante Art und Weise.
Der Schreck fährt mir in die Glieder und das Adrenalin lässt mich hochschnellen – sie hat Recht! Es ist an der Zeit, wir sollten Ilona und Guido jetzt zum Airport bringen.


Antonia hatte organisiert, dass sie Abnehmer für zwei der aufgepeppelten Babykatzen gefunden hat.
Diese werden nun ihre griechische Heimat Leros verlassen und von hiesigen Müllkatzen zu bayrischen Hauskatzen werden – Weißwurst statt Souvlaki, Mahlzeit statt Kaliorexi, Miau statt Μηαου…
Hoffentlich lernen die Miezen schneller Bayrisch als ich Griechisch! Na, wenigstens bleibt es bei weiß-blau!

Wir bringen die BORN TO LIVE Crew nebst schnurrender Begleitung sicher zum Flughafen und verweilen, bis der Check-In erledigt ist und es klar scheint, dass alles klappt.
Dann verabschieden wir uns und fahren zurück in die Marina – „Tagwerk geschafft“ denke ich mir, habe dabei aber die Rechnung ohne meine liebe Gattin gemacht.
„Es ist noch früh am Nachmittag und es ist kein Wind, wolltest Du nicht das Großfall erneuern solange ich noch hier bin?“
Ich hasse es wenn sie Recht hat, aber sie HAT Recht!
Es gibt keine Ausrede – ich rapple mich auf und packe es an, es wäre ein weiterer Punkt den ich von der Liste nehmen könnte.
Um das Großfall zu tauschen, muss das Großsegel ausgerollt werden und dann aus der Mastnut gezogen werden.
Es liegt dann etwa eine Stunde an Deck, während dieser Zeit darf kein kräftiger Wind wehen.


Als das Segel an Deck liegt, schlage ich das Fall ab und nähe das neue Fall an das Ende, welches ich ein wenig „präparieren“ muss, um zu vermeiden, dass die Verbindungsstelle zu dick wird.
Dann ziehen Sibylle und ich das neue Fall mit Hilfe des alten durch den Mast und alle Rollen sowie Klemmen.
Das ist nicht schwierig, muss aber konzentriert geschehen, denn es wäre ein Desaster, wenn die Verbindung irgendwo im Mast klemmen oder gar reißen würde.
Nach etwa einer Stunde ist das Werk vollbracht – damit sind jetzt alle Leinen die durch den Mast geführt sind erneuert.


Jetzt reicht es aber – für heute ist Feierabend! Wir lassen den Tag gemütlich an Bord ausklingen – wie fast jeden Tag im Winter zaubert Sibylle etwas Leckeres auf den Tisch, danach gehen wir in den „Relaxmodus“ und schauen entweder eine Folge „Inspector Barnaby“ oder eine Sendung aus der „wunderschön-TV“ Reihe.
Den Folgetag vertreibe ich mir auf ELOWYN – ich muss noch das Rätsel der Heizungs-Fehlfunktion lösen und dann etwaige Ersatzteile bestellen.
Ich will ausdrücklich den Service von Webasto loben – hier hat man mir schnell und hochkompetent weitergeholfen.
Ich muss nur noch ein paar Prüfschritte an der Heizung durchführen, dann sollte ich Gewissheit haben…

Recht schnell wird klar, dass ich ein Reset der Sperrung durchführen kann – das ist schonmal die beste Nachricht des Tages.
Die Fehlerauswertung bestätigt den Anfangsverdacht – der externe Temperaturfühler ist kaputt.
Ich rufe Volker an, er muss mir helfen den Fühler zu finden – eine Suche kann auf dem weißen Riesen Tage dauern.
Leider weiß er es auch nicht, erinnert mich aber daran, dass ich bei der Gelegenheit auch an den Temperaturfühler der Klimaanlage denken soll.
Der ist nämlich in der Cleopatra Marina abgerissen worden, als die Deckenverkleidung demontiert wurde – er ist auf der linken Seite oben am Schrank…

Die Jungs in der Cleopatra Marina haben beim Refit einen tollen Job gemacht – aber es gab auch eine Handvoll kleiner Nickeligkeiten. Das passiert wenn gearbeitet wird, aber es muss geregelt werden.
Auch so ein abgerissener Fühler ersetzt sich nicht von alleine – es wurde jedoch alles zur Zufriedenheit geklärt.
Ob das Team der XXL-Marina in Preveza noch manchmal mit den Augen rollt wenn sie an uns denken?
Mir egal, ich denke eher daran, wie wir gemeinsam beim Abschiedsfest mit dem Team mit den Augen gerollt haben – aber aus einem anderen Grund 😉 …
BIMM – eine Nachricht von Thomas trudelt ein. „Repapis“ schließt morgen, es gibt Eis umsonst, die Eistruhe muss geleert werden!
Na da helfe ich doch gerne…


Den Kauf der Plüschhandschellen lehnt Sibylle entrüstet ab – „…ob ich zuviel Phantasie“ hätte, werde ich gefragt.
Nein, habe ich nicht! Und das beweise ich auch gleich, denn ich habe einen Geistesblitz!
Was, wenn der abgerissene Fühler gar nicht der Klimaanlagenfühler ist? Was, wenn es mein dringend gesuchter Heizungsfühler ist?
Sibylle und ich messen nach, ich krabble abermals in die Tiefe des Wassermacherkabinetts, Sibylle hat die Aufgabe, auf Zuruf die beiden Kabelenden im Schlafzimmer zu verbinden – ich mache eine Widerstandsmessung.


Mein Verdacht bestätigt sich – das Schadteil ist gefunden und noch am gleichen Abend bestelle ich das Teil in Deutschland.
Wenn es nur jeden Tag so perfekt laufen würde! Ob dies am heutigen Tag noch einmal gelingt?
Heute steht noch einmal das Haus auf der Arbeitsliste – das Unkraut schießt, so schnell kann man gar nicht schauen.
Ich bekomme die Aufgabe zugeteilt, mit dem aus Deutschland mitgebrachten „Stihl“ Freischneider „das Grobe“ zu schneiden, Sibylle würde mit einer mini Temu-Gartenschere die Feinheiten machen.
Offen gesagt, das hat nur halbgut geklappt…


Der Tank der Motorsense ist relativ klein. Nach ca. 50 Quadratmetern musste ich tanken.
Doch ich war bestens vorbereitet – bestes Zweitaktöl und BP-ultimate waren bereits zu einer hoch-zündwilligen Mischung für den kleinen, biestigen Motor zurechtgemacht.
Ich fülle den Tank auf und ziehe an der Startschnur des hochwertigen, deutschen Markenprodukts…

Ich muss an einen Ex-Arbeitskollegen denken, der jetzt bei „Stihl“ arbeitet – warum weiß ich nicht, er könnte mir jetzt auch nicht helfen, aber ich muss an ihn denken…
Sollte irgendein früherer Arbeitskollege oder eine Ex-Kollegin hier mitlesen – sagt Andreas einen schönen Gruß wenn ihr ihn mal seht…
Ich fasse mich. Hans und Brigitte sind auch gerade zugegen – und so ändert sich der geplante Arbeitsablauf ein wenig.
Brigitte und Sibylle kriechen auf Knien entlang der Grasnarbe und rupfen Unkraut an schlecht zugänglichen Stellen, Hans und ich schrauben den neuen Freischneider auf – das muss man doch reparieren können!
Können wir! Weiter geht´s…


Wir beschließen, dass wir eine Pause brauchen – wir haben etwas Hunger, wollen etwas Kaltes trinken und vielleicht noch einen Kaffee – außerdem haben wir Rücken.
Unser Beschluss fällt, wir fahren runter nach Lakki und setzen uns für eine Stunde ins „Palma Café“ – heute ist so ein schöner Tag, das nutzen wir aus.



Danach gehen wir noch einmal zurück in unseren Garten. Die Knochen tun uns weh und der Rücken meldet sich, aber das letzte Stück wollen wir auch noch schaffen.
Wir sollten uns nicht beschweren, das Wetter ist uns hold und zudem arbeiten wir an einem wunderschönen Platz.
Die Aussicht belohnt uns für das Rackern und die Mühe.

Als wir am Vormittag Besuch von Hans und Brigitte hatten, haben wir kurzerhand ein gemeinsames Abendessen vereinbart.
Wir waren alle lang nicht mehr im „Tis Kakomoiras“ und hatten sogleich Lust verspürt, da mal wieder hinzugehen.
Daher wurde kurzerhand ein Tisch reserviert…
Was uns etwas gewundert hatte war, dass Alex nicht mitgefahren ist. Er hatte noch vor Kurzem über seine „Fleischeslust“ referiert und wir waren sicher, dass wir das Wort richtig interpretiert hatten – für alle anderen Varianten wären wir auch nicht zuständig.
Aber der Arme war aufgrund SEINER geplanten Deutschlandreise so unter Reparaturdruck an ANAHITA, dass er dieser Tage oft bis spät in die Nacht gearbeitet hat.
Nun, dann gehen wir „Alten“ eben alleine…

Szenenwechsel – Annette und Achim werden auch bald nach Leros kommen. Sie bieten mir den Transport von Kleinteilen an, teilen Termine mit und lassen mich wissen, dass auch sie vorher noch die „boot 2026“ besuchen würden.
Ich freue mich, dass die Beiden so früh im Jahr schon kommen, das lockert auf und hilft ein wenig gegen die wenigen Tage an denen ich so etwas wie einen „Winterblues“ habe.
Ich lasse die Beiden wissen, dass ich im Moment keinen Transportbedarf habe, denn Jörg von der INSPIRATION kommt ja fast drei Wochen vorher und ich stehe mit ihm seit Längerem in Kontakt – er wird mir einige wichtige Teile mitbringen.
Da heute sowieso „EDINA-Tag“ ist, sehe ich aber gerne im Gegenzug für das freundliche Angebot noch einmal nach MARLIN.




Ich gebe den Freunden einen weiteren Status Quo Bericht und bestätige noch einmal die bereits vorab durchegebenen Kleinigkeiten.
So haben sie auf der Messe die Gelegenheit schon Ersatzteile zu beschaffen und hier Reparaturen einzusteuern.
Dann ziehe ich weiter zu EDINA, hier steht die monatliche Kontrolle an.




Ansonsten ist aber alles soweit ok – ich lüfte ein wenig und lasse alle Aggregate für eine zeitlang laufen.
Dann kann ich alles wieder verschließen. Ich sende die Bilder an den Eigner, verständige mich kurz mit ihm bezüglich der zu veranlassenden Reparaturen und kann EDINA dann wieder sich selbst überlassen – alles in Butter auf´m Kutter!

Sibylle gesellt sich zu mir und fordert einen Zeitslot. Auch sie hat noch eine Aufgabe auf dem Zettel, welche es zu erledigen gilt, bevor sie nach Deutschland abreist.
Unsere Freundin Susanne wird ebenfalls im Februar für zwei Wochen anreisen, um sich um die Renovierungsarbeiten am Haus zu kümmern.
Sie wird während dieser Zeit „neben der Baustelle“ im eigenen Gästebereich wohnen und hat sich von uns ein Gesamtbild erbeten.
Es wäre ihr eine sehr große Freude, wenn wir bei dieser Gelegenheit gleich noch „ein paar Kleinigkeiten“ aus der Gästewohnung in den Keller räumen würden.
Klarer Fall – machen wir gerne und sofort! Wir fahren nach Xirokampos…




Nach zwei Stunden war das Gröbste geschafft. Wir melden der Freundin Vollzug, aber auch, dass sie wohl einiges vor sich hat – die Bauarbeiten sind im vollen Gange.
Nun, ich werde zu dieser Zeit da sein, ich werde es mitbekommen.
Meine Gattin bleibt selbstlos – „…es ist noch etwas Zeit und das Wetter ist so schön. Komm´, wir schneiden Deine Haare!“
Ok, fällig wäre der Haarschnitt schon bevor sie abhaut – packen wir es an.

Wir trappeln zu unserem „Frisörstuhl“, ich nehme Platz und Sibylle startet das Gerät.
Gewissenhaft stellt sie den Haartrimmer auf die Länge für den Oberkopf ein, 9mm, ich muss es prüfen.
Nachdem ich zustimmend nicke und somit die Verantwortung an mich übergeben ist, schiebt sie den brummelnden Schnippler über mein Haupt.
Doch nanu, was ist das? Das verfitzmaledeite Trum blinkt orange, das verheißt nichts Gutes!
Akku! Ich lade immer, aber vermutlich war es schon zulange her.

Sibylle steht mit offenem Mund da – sie starrt mich an. Ich starre zurück.
Auf einmal lacht sie prustend los…
Ich ahne warum und frage mich, wo eigentlich die feministische Opposition ist, wenn man sie mal braucht.
Behandelt man so seinen Mann? Wer tritt für mich ein?

Zum Glück ist mein Haartrimmer schnellladefähig. Nach rund einer Stunde wiederholen wir das Procedere und bringen das Malheur aus der Welt.
Ich bin wieder salonfähig, ich trage wieder einen Sommerschnitt, das geht auch im Winter.
Bis Sibylle zurückkommt, werden die Haare wieder soweit gewachsen sein, dass ich als Späthippie durchgehe, zumindest fast.

Auch Brigitte und Hans haben eine „was ich noch alles machen will bevor ich wieder nach Hause fliege“ Liste.
Darauf sind unter anderem die Besuche verschiedener Tavernen zu finden. Eine davon ist das „Metzes“, dort waren wir auch länger nicht mehr.
Wir erinnern uns, dass es immer am Samstag Kontosouvli und Kokoretsi gibt, das wollen wir uns gönnen.
Zu unserer abermaligen Überraschung zieht Alex auch dieses mal zurück – dabei hätte ihm die „Fleischorgie“ sicher gefallen.

Wir waren heute gar nicht so spät zurück auf NESSAJA, daher haben Sibylle und ich uns noch ein wenig TV Berieselung als Betthupferl gegönnt.
„Inspector Barnaby“ geht immer – diesmal jedoch fällt die Wahl auf eine Folge, die ich bereits angesehen hatte, als Sibylle letztes Mal in Deutschland weilte – ich wusste wer der Mörder war und legte eine Protestnote ein.
Diese wurde aber abgeschmettert, was bei mir zu einem völligen Versagen der „Wachhaltehormone“ führte und mich augenblicklich einschlafen ließ.


Und auch hier noch einmal die Frage – wer schützt mich? Warum vernehme ich keinen Aufschrei?
Stelle man sich doch einmal vor, ich würde so ein Bild von Sibylle einstellen…
So eine ungerechte Welt – eine Mad World!
Zu dieser Zeit haben wir viele administrative Kleinigkeiten zu erledigen – Ersatzteilrecherche und -bestellungen, am Haus nach dem Rechten sehen und Reisevorbereitungen für Sibylle.
Am Sonntagmittag, wir kamen gerade von einer Spendenaktion des Hundeshelters, beschließen wir, eine Pause einzulegen und uns mal wieder einen „Urlaubsmoment“, einen Moment der Ruhe zu gönnen.
Wir wollen irgendwo in der Sonne sitzen und eine Kleinigkeit essen.
Meine Wahl fällt auf das „Trechantiri“ in Xirokampos.
Ich war, während Sibylles Deutschlandaufenthalte, ab und an mit Paola, Thomas und den Italienern dort und weiß, dass es dort zur Mittagszeit herrlich ist…



Den Sonntag lassen wir dann geruhsam ausklingen, denn morgen schon müssen wir beide nochmal richtig zupacken.
Sibylle hat nämlich alle Klischees erfüllt und sich beim Friseurbesuch „durchgetratscht“ – das führte zu dem äußerst glücklichen Umstand, dass sie einen Transporteur für unseren Astschnitt gefunden hat.
Mit ihm sind wir am Folgetag um 10.00 Uhr verabredet. Als wir das Schiff verlassen weht eine steife, kühle Nordbrise.
Ich versuche, die Krängung des Schiffes am Steg zu fotografieren, aber das funktioniert natürlich nicht so toll…

Wir waren kaum am Haus angekommen, war der Lastwagen auch schon zu Stelle.
Natürlich huschte unsere Nachbarin Anna sofort aus der Türe um den jungen Mann auf sein Parkvergehen hinzuweisen.
Was mir aber auffiel war, dass dies heute in einem vernünftigen Ton geschah – mit dem Ergebnis, dass der LKW zum Beladen in der Einfahrt stehen bleiben durfte.
Das war ja schonmal ein Lichtblick!
Dann galt es zwei Stunden lang zu rackern…


Es war unfassbar – ich hätte nie geglaubt, dass der komplette Schnitt mit einer Fuhre abtransportiert werden könnte.
Aber der Kleinunternehmer hat es hinbekommen, den Astschnitt so zu verdichten, dass es irgendwie geklappt hat.
Sibylle und ich bezahlen, dann fährt er ab und wird das Zeug irgendwo verklappen.

Wir nutzen die Zeit und schneiden das Gras noch etwas nach – ich trimme mit dem Freischneider noch die Flächen, die letztes Mal zu kurz gekommen sind.
Dann sind wir fertig! Super, der Garten ist jetzt erstmal ok. Vielleicht komme ich dazu ihn vertikutieren zu lassen, im März sind zudem die Zitronen zu ernten.
Aber generell ist jetzt erstmal Ruhe bis zum April – da bekommt er dann seinen „Sommerschnitt“ und wird dann wieder sich selbst überlassen.
Uns bleibt nur noch ein Rundumblick und die Tür zu schließen.

Was dann passiert war erwähnenswert – ich gehe sehr bewusst noch einmal Annas Zufahrt ab und klaube auch noch jedes noch so kleine Fitzelchen auf.
Ich will mir diesbezüglich nichts nachsagen lassen! Und es dauert keine Minute – schon steht die Wächterin des heiligen Parkplatzgrals vor mir…
Und siehe da – sie war sehr freundlich und redet auf mich ein!
Zugegeben, ich verstehe kein Wort, aber ich verstehe wohl um welches Thema es geht – Parken und Nachbarschaft.
Ich bin hochkonzentriert und kratze alles an Griechisch zusammen, was ich bisher erlernt habe…
„Αν υπάρχει κάποιο πρόβλημα… τότε η Άννα και ο Μάριο θα μιλήσουν… Η Άννα και ο Μάριο… δεν έχουν κανένα πρόβλημα…“
(Wenn Problem… dann Anna und Mario sprechen… Anna und Mario… haben kein Problem… 😉 )
Es war fürchterlich und ich habe rasch erkannt, wo meine Lücken sind und auch, dass diese noch riesengroß sind.
ABER – ich denke sie hat es goutiert, dass ich mich zumindest bemüht habe, sie spürt meinen Integrationswillen.
Ihr Mann, Manolis, kommt dazu und wir tauschen uns aus so gut es geht – ich lerne, dass es mit mir gar nichts zu tun hat – es scheint einfach ein alter Nachbarschaftsstreit zu sein.
Das ist insofern gut, da ich nun entsprechend reagieren kann und die Spannungsfelder meiden oder zumindest nicht befeuern kann.
Umgekehrt drängt sich mir sofort die Frage auf- will ich das?
Na egal, Sibylle und ich fahren zurück in die Marina, ich will noch ein paar Maße auf INSPIRATION nehmen.

Jörg hat mich gebeten, dass ich vor seiner Anreise noch Maße am Bugtank der Bavaria nehme.
Der Originaltank wird durch einen selbstgebauten ersetzt, um Platz für ein Bugstrahlruder zu schaffen.
Natürlich helfe ich hier, mit Jörg und dem Rest der Crew hat sich inzwischen eine sehr nette Freundschaft entwickelt.
Mangels Messwerkzeug und basierend auf einer gewissen Basisbequemlichkeit, wird das Navigationswerkzeug zum Maßnehmen missbraucht.

Der Tag klingt aus und wir überlegen uns, was wir uns morgen auf den Tagesplan schreiben.
Die Punkte, welche vor Sibylles Abreise zu erledigen sind, haben wir fast alle abgehakt, ich kann mich auch wieder den Kernaufgaben widmen.
Als hätte ich es in die Welt geschrien, dass ich gerade überlege wie ich den morgigen Tag anfülle, trudelt schon ein Sidekick herein.
Aus der Schweiz erreicht mich eine Bitte um Unterstützung – „…ob ich wohl mal schnell ein Cockpitzelt abbauen könnte und dies zum Segelmacher bringen würde!“
Na wenn es sonst nix ist…
Zum Glück scheint uns das Wetter hold, wir beschließen, dies nicht in die Länge zu ziehen, sondern gleich morgen umzusetzen.




Warum das Ganze – nun, es geht in solchen Fällen immer um die Regulierung mit der Versicherung.
Die Eigner brauchen eine Menge aussagekräftiger Fotos, der Segelmacher macht einen Kostenvoranschlag und führt die Reparatur oder, wie in diesem Fall, die Neuanfertigung durch.
Ich bringe die beschädigte Kuchenbude auch umgehend zu Sotiris, dann bin ich entlastet.
Manche fragen ob mir das keine Schwierigkeiten mit der Marina einbringt – nein, denn die Anfragen bei denen ich überhaupt unterstütze, wurden vorher stets von der Marina abgelehnt.
In anderen Fällen frage ich nach.
So hat das bisher immer gut funktioniert – aber ich hatte ja auch schon erzählt, dass ich schon vorsprechen musste und die Boote benennen sollte, auf denen ich regelmäßig arbeite.
Das haben die schon am Schirm!
Eines davon – ohne Beschränkungen – ist ELOWYN! Für sie bin ich als Bootsmann im Office angemeldet und eingetragen.
Und da gehe ich als nächstes hin…



Was mich an diesem Tag wirklich freut ist, dass es mit meiner IKEA online Bestellung geklappt hat.
Sibylle und ich gehen davon aus, dass wir noch öfter etwas brauchen werden und wollen den Lieferservice den IKEA anbietet auch hier nutzen.
Dabei geht es uns mehr um Accessoires als um Möbel – also mussten wir eine Testbestellung in Athen machen, was eignet sich da mehr als…
…Umzugskartons!!!

Ich habe es mehrfach angedeutet – es wird ernst! Es gibt inzwischen einen zweiten, verbindlicheren Besuchstermin unserer Käufer, dieser wird Mitte März stattfinden.
Wenn es zu diesem Zeitpunkt nicht zu größeren Problemen kommt, dann streben wir einen ersten Vertag an, dann wäre es manifestiert, dass NESSAJA in neue Hände kommt.
Für uns ist klar, dass wir sobald NESSAJA an Land steht – auch dieser Termin ist inzwischen auf den 10.02. fixiert, unser Schiff nicht mehr lange bewohnen können und wollen.
Wir müssen beginnen, erste Habseligkeiten zu packen und umzuziehen – vornehmlich zur Zwischenlagerung in unser Haus.
Die Monatsberichte für den Februar und März dürften mal wieder für etwas Spannung sorgen…
Für heute hat es sich aber mit Spannung – wir gehen zusammen mit der Crew der DONNA und mit Alex von der ANAHITA zum Dinner und dann auf einen Absacker nach Agia Marina.
Es ist der Abreisetag von Caetlin und Alex, die zufällig die gleiche Verbindung haben.



Die gemeinsame Reise war nicht ganz freiwillig!
Heute Morgen hatten wir Caetlin zum Flughafen gefahren, doch wegen eines für morgen angesagten Sturms, wurden bereits heute alle Flüge abgesagt – OBWOHL das Wetter eigentlich perfekt gewesen wäre.
Alex traf es indirekt – wachgeschreckt durch Caetlins Absage, hat er bei BlueStar nachgefragt, ob denn die Fährverbinungen für morgen sicher seien – es käme schließlich Sturm.
Und siehe da, auch die Fähren würden verschoben! So hat Alex um einen Tag vorgezogen und reist nun heute schon, zusammen mit Caetlin, mit der letzten Fähre für die nächsten drei Tage nach Athen – alles richtig gemacht!
Die BLUESTAR II kommt um die Ecke und sammelt unsere Freunde auf – Caetlin kommt in vier Tagen zurück und wird sich mit Sibylle am Flughafen „die Klinke in die Hand geben“.
Alex ist für etwa zwei bis drei Wochen weg und wird dann, nach dem obligatorischen Messebesuch und seiner Geburtstagsfeier, zusammen mit Antonia zurückkehren.


Es klappt alles – am nächsten Tag erhalten wir von Beiden die Information, dass sie gut und wohlbehalten in ihren Heimatländern angekommen sind.
Der Folgetag beginnt für mich und Sibylle entspannt. Sibylle hat Kehrwoche und reinigt NESSAJA nochmal komplett durch – dabei ist sie froh, wenn ich das Weite suche.
Das mache ich auch und kümmere mich derweilen um ein Paket, welches an Guido geht – ich habe ihm versprochen, es während seiner Abwesenheit anzunehmen.
Da wir die Meldung haben, dass die Warensendung eingetroffen ist, sammle ich diese mit Klicker ein und trage das Trum dann auf BORN TO LIVE.


Apropos Guido und Ilona – ja die haben uns was eingebrockt! Es beginnt der Nebenhandlungsstrang unseres Kennenlernens von Edith!!!
Unabhängig voneinander haben sowohl Hans und Brigitte als auch Guido und Ilona von einer rüstigen älteren Dame, offenbar eine Deutsche, erzählt.
Die Dame heißt Edith, ist wohl jenseits der 70 und tritt gerne in Kontakt mit deutschsprachigen Menschen.
Sie lebt seit vier jahren auf Leros, hat ein Haus und, was zwar nicht verwerflich ist aber ihren Erinnerungswert steigert, einen 38-jährigen Mann – wir würden sie sicher kennen???!!!
Nein, tun wir nicht!
Es war Guido der Sibylle ihre Kontaktdaten gab und sie ermunterte, doch einmal Kontakt aufzunehmen – „…Edith ist supernett, unterhaltsam und erzählt gerne – UND VIIIIEL!“
Ja, und heute war es soweit – wir sind mit Edith verabredet und treffen uns unverfänglich vor dem „Palma Café“.
Der Tag nimmt eine Wendung – der zweite Satz nach „Hallo ich bin die Edith…“ (küss, küss) lautete „…ach komm´bei mir ist´s viel schöner, fahren wir in mein Haus! Ist viel gemütlicher und in fünf Minuten sind wir da!“
Ja, und da sitzen wir nun – Sibylle, ich und EDITH…

Was Edith verschwieg – sie fährt Auto wie eine Furie, beteuert dabei gebetsmühlenartig, dass sie „…eine rasante aber gute Autofahrerin ist…“ und doch brauchen wir deutlich über zehn Minuten bis wir ins ihrem Haus sind.
Der zweite Haken an der Sache, die Heizung ist kaputt! Es war schön, aber bei Weitem nicht so gemütlich wie gedacht. Wir kamen bei 14°C an und ein Heizlüfter schaffte es später uns gediegene 17°C an die Füße zu blasen.
Nach einer ausgedehnten und sehr privaten Hausführung einschließlich Speisekammer und Poolbar, tranken wir heißen Tee. Sibylles Zähne klapperten, aber die Geschichten der lebenslustigen Edith waren einfach zu nett um zu einem frühen Abbruch zu drängen.
Sie hat es schön hier oben, ein gut gewähltes Lebensmodell…

Ich war im Vorteil – die Zeit verging und ich hatte einen Termin bei Giorgos, welchen ich vorher schon kommuniziert hatte.
Irgendwann war es soweit, ich musste mich verabschieden – „Sibylle, kommst Du mit?“
Meine Frau will gerade nicken, da grätscht Edith dazwischen – „…ich kann sie fahren, ich bin eine flotte aber gute Autofahrerin!“
Ich lächle und überlasse meine Frau ihrem Schicksal. Sie kommt gut nach Hause und erhält von der neuen Freundin über Tage unzählige Bilder aus den 80er und 90er Jahren, Bilder von Frühstück und Mittagessen, begleitet von der Information, dass die Heizung wieder geht.
Wir werden Edith wiedertreffen, sie ist eine besondere und sehr lustige Person.
Ich verweile derweil bei Giorgos, ich ruhe mich im Werkstattleben ein bisschen aus…

Dann muss ich dringend los, die Zeit drängt. Wir sind heute bei Brigitte und Hans zum Dinner in ihr Haus nach Crithoni geladen.
Wir sollen durchaus etwas früher kommen, wir könnten uns ja einen Aperitif gönnen.
Ich haste also von Giorgos in die Marina, hüpfe unter die Dusche und wechsle eines meiner Arbeitsshirts gegen ein anderes, frisches, aus.
Dann heißt es zurück in den Wagen und schon sind Sibylle und ich auf dem Weg zu den Freunden.
Ich zirkle Klicker um den engen Radius, den die Einfahrtskurve der Österreicher beschreibt, das geht immer gerade so – dann sind wir da…



Ganz ehrlich – wir stehen so in der Schuld der Beiden. Klar, es gleicht sich immer irgendwie aus, ich helfe beim Verandadach und jongliere ab und an Pakete, Hans hilft mir bei der Reparatur der Motorsense und Brigitte begleitet Sibylle ins Krankenhaus – aber die Gastfreundschaft der Beiden und die vielen schönen Stunden in ihrem „Happy Place“ können wir nicht kompensieren.
Wir wünschen uns sehr, dass wir das eines Tages mit feudalen Einladungen zum BBQ und zum Brotbacken wieder ausgleichen können.
Die Beiden sind uns echte Freunde geworden, wir schätzen die Gesellschaft der Beiden sehr.
Der Wetterbericht an diesem Abend verheißt nichts Gutes für die kommende Nacht und den nächsten Tag – wir sind vorbereitet!

Und es kam wie vorhergesagt – Sibylle und ich fuhren bereits im strömenden Regen nach Hause.
Es hat gegossen wie aus Eimern und als wir in der Marina ankamen, war bereits „Land unter“.
Die Frage die wir uns stellten – wie kommen wir einigermaßen trocken ans Schiff???

Ich fahre bis direkt vor den F-Ponton. Wir verharren im Wagen, wissen aber Beide, dass dies keiner der Regenschauer ist, welcher nach zehn Minuten endet.
Wir sehen uns an, dann steigt Sibylle aus. Sie hastet zu NESSAJA und schaut, dass sie schnell in die warme Koje kommt.
Ich muss Klicker wegfahren! Aufgrund der salzigen Gischt an seinem Parkplatz empfiehlt es sich, ihn heute Nacht zwischen den Schiffen zu parken – dadurch wird mein Nachhauseweg aber länger.
Ich habe Glück – für einen Moment lässt das Geprassel der dicken Tropfen auf dem Autodach nach.
Ich nutze die Gunst des Augenblicks und sause durch die finstere Nacht bis an unseren Platz, schnell noch über die Gangway gehuscht und schon ist es geschafft.
Die Bettruhe ist mehr als verdient, mit dem Regengeprassel in den Ohren schalfe ich ein.
Morgen muss ich mal sehen, ob der Regen Schaden angerichtet hat.



Ich zögere heute nicht, ich habe mir fest vorgenommen einen der Projektpunkte von meiner Liste wegzuarbeiten.
Aufgrund des Wetters sollte es dringend eine Arbeit IM Schiff sein – ich entscheide mich für ELOWYN.
Da habe ich den Punkt „Toilette einsilikonieren“, ein finaler Schritt, welcher nach der Pumpenreparatur im Sommer noch offen ist.
Ist dies erledigt, kann das Projekt „Steuerbordtoilette instansetzen“ von der Liste genommen werden.

Die Arbeit erledige ich in zwei Tagen, in zwei Schritten – erst die Seiten und hinten, dann unten.
So besteht keine Gefahr, dass man das Zeug selber wieder verschmiert.
Ich muss da ein wenig auf mich selbst achten, denn meine Ergebnisse werden meist gut, aber am Ende habe ich das Dichtmittel auch am ganzen Leib.
Jeder Trick dies zu vermeiden, ist willkommen!
Da zwischendrin noch etwas Zeit war und es zudem draußen eher warm war, habe ich Regenpausen genutzt, um mit der Ersatzteilrecherche für den offenen Steuerstand zu beginnen.



Die Fachkundigen unter euch mögen sich denken, „wo ist das Problem?“ – aber so einfach ist es nicht.
Der Bildschirm ist rund 8-10 Kabelmeter vom Plotter entfernt. Es darf als sicher gelten, dass irgendwo eine Schnittstelle ist.
Diese gilt es zu finden, besser zu erahnen, um von dort aus neu zu verlegen.
Sowohl für die Suche nach der Schnittstelle, als auch für die Neuverlegung, will ich nicht das halbe Boot zerlegen.
Wenn ich gerade bei dieser Arbeit bin, mache ich mir auch gleich Gedanken, wie und wo ich die Überwachungskamera anschließe – auch die hat eine andere Steckverbindung.
Habe ich schonmal erwähnt, dass den Ingenieuren für die Änderung solcher Kleinigkeiten höchtes Lob gebührt?
Das man Standards ändert leuchtet mir ein, aber dann MUSS man auch Adapter MITLIEFERN oder zumindest ein Chart machen, welches klar benennt, welcher Adapter notwendig ist.
So viel Zeitaufwand für eigentlich nix – es ist verfitzmaledeit.
Am Nachauseweg fällt mir ein deutsches Schiff auf…

Eine große, eigentlich sehr schöne Bavaria Cruiser, welche mir schon vor einigen Wochen ins Auge gestochen war.
Sie hatte richtig große Löcher am Rumpf und Ruder – eigentlich eine typische Osmosesituation, aber die Löcher waren wirklich riesig.
Ich kam damals zu dem Schluss, dass diese Narben schon nachträglich maschinell behandelt wurden.
Dies bestätigt sich ja nun scheinbar. Die Vermutung drängt sich auf, dass nach der Feststellung der Delaminierung, diese weiträumig und tief aufgeschliffen wurde und im Winter austrocknen sollten.
Jetzt, nach Monaten, kann der Schaden geschlossen werden.
Ich muss an SAGITTA denken – den kleinen Schaden haben wir letztes Jahr exakt so behoben.
Und mir fällt ein alter YACHT-Bericht ein, in dem beschrieben war, dass unsere holländischen Nachbarn seit Jahren so reparieren – es sei nur die „German Angst“, welche es dem deutschen Skipper notwendig erscheinen lässt, das ganze Unterwasserschiff abzuhobeln und großflächig überzulaminieren.
Ich würde im Falle eines Falles genau so reparieren wie es die Holländer und Griechen tun – ohne „German Angst“.
Ich biege auf den D-Ponton ab um nach INSPIRATION zu sehen und um ein Bild von NESSAJA zu machen…


Sibylles Abreise steht vor der Türe. Sie wird heute vielleicht die letzte Nacht auf NESSAJA schlafen – das ist bei ihr, glaube ich, noch nicht so richtig angekommen.
Sie hat es zwar mal erwähnt, aber der Gedanke ist in den Reisevorbereitungen irgendwie untergegangen.
Heute gibt es das Abschiedsdinner, dafür haben Brigitte und Hans das „Remezzo“ empfohlen.
Eigentlich eine unscheinbare Bar in Agia Marina, aber es soll dort phantastische Burger geben.
Das wollen wir ausprobieren – das letzte Dinner auf Leros für Sibylle, für lange vier Wochen oder mehr.




Der Abend klingt bei einem Ouzo aus und wir verabschieden uns spät – wieder einmal bei kräftigem Regen.
Sibylle ist nicht beunruhigt, die Wetterprognose für ihren morgigen Abreisetag ist gut, wir hoffen, dass ihr Flieger ab Leros geht – der Flieger übrigens, mit dem Caetlin aus Holland zurück kommt.
Und tatsächlich – der neue Morgen ist zwar nicht sonnig, aber niederschlagsfrei und windstill.
Wir sind zu einem schnellen Kaffee ins Haus der Österreicher geladen, wir würden ja ohnehin durch Crithoni fahren.
Ok, das passt, wir bringen was Süßes mit – und just vor der Bäckerei feiert mein treuer Klicker eine vierfache Null – er hat einen Zehntausender rund gemacht.
Das ist deshalb erwähnenswert, weil es nicht der Erste ist…




Bei Brigitte und Hans war auch Gartenpflege angesagt. Auch sie haben Bäume ausgeschnitten und den Garten etwas angelegt.
Zudem hat man sich ein paar Bäumchen und Pflanzen gegönnt – ich müsse unbedingt die Zitronen bestaunen!
Ich solle mir nichts denken, sie wären noch sehr klein – ich hörte die Worte und hatte ein Bild vor Augen, so wie ihr vielleicht jetzt auch…
Das Bild einer sehr kleinen Zitrone!

Ich lobe die „Früchte“ und biete aber trotzdem an mit Zitronen von unserem Baum weiter auszuhelfen, natürlich nur, bis beim Zitrus-Bonsai die erste Ernte der Citrönchen ansteht 😉 .
Wir trinken unseren Kaffee und ratschen noch ein bisschen, dann trudelt eine Nachricht von Caetlin ein – „…left Athens!“ und eine halbe Stunde später eine von Ben „…in ten minutes touch-down!“
Wir wissen, es ist an der Zeit zu gehen. Sibylle verabschiedet sich von den Freunden, ich fahre sie zum Airport und dort verabschieden auch wir uns.
Ich gebe meine Frau in die Obhut von „Aegean Airlines“ und nehme, nach einem kurzen HALLO, die junge Niederländerin Caetlin im Austausch mit zurück in die Marina.
Da war ich nun ich armer Tropf – Mario allein zuhaus, mal wieder!
Um mich abzulenken, beschäftige ich mit meinen Projekten…

Ich bekomme inzwischen Nachrichten von Freunden, welche mich direkt von der Bootsmesse oder unmittelbar danach kontaktieren.
Das oben gezeigte Rotameter kostet etwa 25.-€ – ich habe es zweimal bestellt, zweimal wurde mir wegen fehlerhaftem Lagerbestand abgesagt.
Auf der Messe war ebenfalls keines zu finden – es bleibt wohl dabei, dass ich das vorhandene Teil überholen muss.
Ich denke aber, dass dies möglich sein wird – man wird sehen…
Trotzdem ist es ärgerlich, man investiert eine Menge Zeit, macht fünf Teams aus Freunden auf der Messe scheu und wofür? Für nix!
Der Frust treibt mich ins „SouVLakki“ und ich habe den Verdacht, dass ich die nächsten Wochen öfter dort einkehren werde…

Ich sortiere mich neu – Sibylle ist weg und ich weiß, dass ich alleine effizienter bin.
Ich nehme mir vor, jeden Tag einen Punkt von meiner Liste nehmen zu können.
Um das einhalten zu können, muss ich meine Hauptprojekte weiter vorantreiben.
Bei NESSAJA bin ich mit der Erneuerung des stehenden Guts termingebunden – ich muss bis Mitte März fertig sein.
Leider ist mir das Wetter nicht hold – und ich nehme es vorweg, der Rigger später auch nicht.
Heute lege ich aber mal los…




Ich setze mich an den Rechner und schreibe an meinen Ansprechpartner bei der renomierten Rigging Firma, dass mein Vorstag fertig ist und darauf wartet eingebaut zu werden.
In diesem Zug würde ich den Mast sichern wollen um einseitig die Stagen auszubauen und diese anzuliefern.
Ich würde bei dieser Gelegenheit um die versprochenen Tips bitten, wie die Absicherung des Mastes zu erfolgen hätte.
Die Antwort überrascht mich – der Mann, der meinen Plänen zugestimmt hatte und selbst angeboten hatte, dass er mich anleiten würde, hinterfragt nun, warum ich den Mast nicht legen würde, erklärt mir, dass das alles sehr gefährlich und risikoreich sei und fragt, warum ich überhaupt auf Leros wäre.
Wäre ich näher an Athen wäre alles schon erledigt.
Hm, ich merke er schnappt ein, das ist bei Griechen gefährlich – ich antworte nicht, was ich gerne antworten würde, sondern halte den Ball flach und vertage das Gespräch, vielleicht hat er einen schlechten Tag.
Auf meine Frage, ob wir uns in Athen mal von Angesicht zu Angesicht unterhalten sollen, reagiert er nicht.
Ich lass´ es mal dabei, mal sehen wie es weitergeht…
Zur Ablenkung kümmere ich mich ein wenig um die Besuchspläne unseres jüngeren Sohnes samt Familie – die kommen nämlich im Spätsommer, die Flüge sind gebucht.
Ich sehe mal nach dem AirBnB welches sie sich ausgesucht haben.

Ach, das ist ja gleich um´s Eck – auf dem Bild sieht man die Masten und sogar den von NESSAJA, das ist ja witzig!
Ich schlage vor, dorthin zu fahren und ein paar reale und unbearbeitete Fotos zu schicken.
Der Vorschlag wird angenommen und ich mache mich auf den Weg.
Es sind keine zwei Minuten mit dem Auto – und doch zum Gehen mit den beiden Kleinkindern zu weit. Ein Vorteil, der kein echter ist.




Die Kinder überlegen, dennoch kommt die Antwort schnell – das Haus ist preiswert, aber alles andere als günstig.
Man wolle nicht wählerisch klingen, aber für das viele Geld gibt es hier zuviele Kompromisse.
Zünglein an der Waage wird das Gewerbegrundstück hinter der Ferienunterkunft und der Baustellenverhau bei der Einfahrt.
Das sei nicht wirklich schön, das stelle man sich anders vor.
Ich habe eine Idee – eine Freundin von uns vermietet gelegentlich eine Ferienwohnung mit zwei Schlafzimmern in Merikia.
Ich frage an, bekomme ein generelles OK und fahre deshalb auch gleich dorthin um Bilder zu machen und den Kindern eine Alternative anzubieten.





Ich sende auch diese Bilder nach Deutschland – zusammen mit ein paar, welche ich letztes Jahr von innen gemacht hatte.
So haben unsere Kinder eine genaue Vorstellung.
Der Vorteil, dieses Objekt nimmt uns vorläufig niemand weg.
Eine schnelle Entscheidung ist nicht nötig und auch gar nicht möglich, denn die Freundin will sich noch Gedanken über den Preis machen.
Ich bin sicher, er würde akzeptabel sein, dennoch müssen wir abwarten – und das schafft Luft für weitere Gedanken!
Sibylle hatte mich aus Deutschland wissen lassen, dass sie es „total schade findet“, dass das „Panteli Beach Hotel“ ausgebucht ist.
DAS wäre doch ein perfekter Platz für einen Urlaub.
Da hat sie Recht und ich erinnere mich, dass ich die Töchter der Betreiberfamilie schon über Jahre kenne und ein gutes Verhältnis zu ihnen habe.
Ich schreibe die Ältere der beiden privat an, diese verweist mich an die jüngere Schwester – und die sagt zu mir „the easiest would be, you come over for a quick check!“
Gesagt – getan!







Ja, was soll ich sagen? Soll ich eine Empfehlung mitgeben?
Ganz sicher wäre ich mir selbst nicht…
Die Wohnung der Freundin wäre größer und böte mehr Ruhe. Das Hotel ist im touristischen Zentrum und bietet Griechenlandurlaub par Excellence.
Beides hat Vor- und Nachteile, zentraler ist man sicher in Panteli – ich kann auch nicht verleugnen, dass ich diesen Ort einfach mag…



Ich kann bei Katerina eine temporäre Reservierung erreichen und gebe das alles so nach Deutschland weiter.
Sibylle wird sich am 01.02 mit der jungen Familie treffen und alles besprechen, dann wird entschieden und gebucht!
Ich meine aber schon heute, eine gewisse Tendenz in Richtung Hotel vernommen zu haben.
Ihr erfahrt es natürlich im Februarblog, für welche Unterkunft sich unsere Kinder nebst den Enkeln Anton und Paula entscheiden.
Für mich gilt von Mitte September 2026 bis Anfang Oktober daher „Arbeitssperre“, auch ich werde dann Urlaub auf Leros machen 😉 !
Am Rückweg sehe ich noch nach LIBERTÉ – Hans Peter hat mich von der Messe aus gebeten, die Maße seiner Winschen zu übermitteln, er wolle Ersatzteile bestellen.
Na wenn es sonst nix ist – gehext wird immer sofort, zum Zaubern brauche ich etwas Vorlauf.


Der Tag klingt im „SouVLakki“ aus, ich bin zufrieden.
Ich möchte heute die Rollanlage fertig zusammenbauen, deshalb widme ich mich der Refftrommel.
Ich habe gestern bemerkt, dass sie etwas schwergängig ist und es lag somit nahe, dass ich bei der Gelegenheit rasch einen Service durchführe.
STOP – was habe ich da gerade gedacht? Habt ihr den Fehler im Satz entdeckt? Ich habe „rasch“ gedacht! Ich habe das doch nicht wirklich gedacht…???
NICHTS geht RASCH! NICHTS!

Es passiert mir selber immer wieder Mal – ich vergesse die oberste Regel.
Irgendwas passiert IMMER – und es dauert IMMER dreimal so lang wie erhofft.
Aufgrund meiner Vergesslichkeit an diesem Tag, starte ich beschwingt und gutgläubig die geplante Arbeit.
Ich richte das Teil und das Werkzeug an und bin mir sicher, dass ich das auf dem Küchentisch bewerkstelligen kann.
Ein anderer Arbeitsplatz hätte sich nicht angeboten, es war schwerer Sturm und Gewitter angesagt.
Ich lege los – erste Schraube…
Nanu, die geht aber schwer – mmpffff, mmpffff, gnnnn, Knack!
Ab! Nein, nicht die Schraube…

Ich hatte verdrängt, dass meine Rollanlage auch schon 25 Jahre alt ist – Datum des letzten Service ist unbekannt.
Das Zusammenspiel von Aluminium und Edelstahl sorgt immer für Unbill, so auch heute.
Ein „running Gag“ der letzten Wochen schleicht sich ein – Alex würde jetzt wohl den Einsatz seines Heißluftföhns in Erwägung ziehen, er weiß aber ganz genau, für was ich mich entscheide…
Für die „grauer Wolf“ Variante eines Heißluftföhns!


Bei den Lagern musste ich passen – ich entscheide mich für zwei Dinge, die meiner Seele gut tun…
Erstens, ich kann Verantwortung teilen – ich rufe Giorgos an, ob er helfen kann und mir in seiner Werkstatt Zugriff auf verschiedene Werkzeuge und Maschinen gewähren kann.
Mit meinen Bordmitteln komme ich nicht weiter!
Zweitens, ich salbe meine geschundene Seele – mit einem gewaltigen und exorbitant leckeren Stück Galaktoboureko von Stratos.

Während ich das süße Stück schlemme, fällt mir auf, dass NESSAJA ganz schön an ihren Festmachern zerrt.
Sie krängt sich mal wieder im Hafen und es interessiert mich, was für einen Windspeed wir haben.
Ich schalte die Anlage ein, dabei höre ich ein entferntes Grollen. Erste Blitze zucken am Himmel.
Der Wetterbericht hatte Recht, der Sturm kommt und das Gewitter ist ebenfalls im Anmarsch.
Ich hatte keine Vorstellung von dem, was jetzt kommen sollte…


Ich hatte meinen Kaffee noch in der Tasse – schnell leerte ich den Kaffeebecher und stellte ihn in die Spüle.
In diesem Moment fiel meine Wasserflasche um, auch die lege ich in die Spüle.
Alles andere auf NESSAJA ist gesichert, wir sind erprobt sturmklar!
Logisch, auch bei uns fällt etwas um, aber eben IM Regal, oder die Klimaanlage auf Rädern rollt etwas, wird aber nach 10cm gebremst – es kann eigentlich nix passieren. Hoffe ich!
Denn es geht weiter!


Mir war schon klar, dass da was kommt – wenn man auf dem Wasser lebt, bekommt man irgendwann ein Gefühl dafür.
Ich erinnere mich an den schwersten Sturm, den ich in dieser Marina erlebt und fotografiert habe – es war vor zwei Jahren auf diesem Platz, der Windpeak war damals 70kts!
Und wir kamen diesem Wert schon sehr nahe…


Ich stelle jetzt mal ein paar Bilder in Reihe ein um zu vermitteln was jetzt kam.
Der ganze Spuk dauerte länger als letztes Mal – vielleicht eine Viertelstunde, vielleicht auch 20 Minuten.
Sinn der Bilderserie ist aufzuzeigen, dass ich immer nur Momentaufnahmen fotografieren kann – ja, es hat für ein paar Sekunden „nur“ 30 oder 35kts, dann aber für drei Minuten 70kts oder mehr.
Naja – und über den maximalen Windpeak braucht man keine weiteren Worte zu verlieren!






Ich habe zwischendrin einen lauten Knall gehört – was war das?
Als der Regen vorbei war, ging ich kurz nach draußen um nach dem Rechten zu sehen.
Auf NESSAJA war scheinbar alles ok, mein Nachbarschiff, die zum Verkauf stehende FESTINA LENTE sieht auch gut aus…
Nein, Moment, was ist das? Auf dem Vordeck liegen zwei Gurte – auf dem Bild schlecht zu sehen, der Wind hat beide vorderen Gurtbänder für das Bimini mit einem lauten Knall abgerissen!
Zum Glück ist nichts passiert, das Bimini hat kaum Spielraum und kann nicht weg.
Ich muss in Bälde eine Sicherungsleine einbinden, die Gurte kann man aber reparieren lassen.
Nach den Schiffen der Freunde werde ich später schauen.
Was ich unbedingt heute noch checken will – unser Haus!

Ich hatte die Hälfte des Weges nach Kamara schon gefahren, der Regen hat nachgelassen – es lag auf der Hand, dass ich gleich zu Giorgos weiterfahren würde.
Vielleicht erreichen wir ja etwas bezüglich des Furlers…
Auf dem Weg dorthin komme ich am Gourna Beach vorbei, dort war das Meer ordentlich aufgewühlt.
Leider kann man das in Bildern nicht so festhalten.

Bei „Boat & Parts“ angekommen, legen Giorgos und ich gleich los.
Auch er greift zum Flammenwerfer und zu schwerem Geschütz, er hat zusätzlich große Abzieher – trotzdem kommen wir nur mit kleinen Schritten voran.
Mühsam nährt sich das Eichhörnchen – und wir wollen ja auch nichts kaputt machen.


Die Kugellager sind offene Lager, das hatte ich mir anders vorgestellt.
Gut daran ist, dass man diese reinigen und wieder zusammenbauen kann – auch wenn dies aufwändiger ist.
So beenden wir die Arbeit, als alles zerlegt war und wir zum Wiederzusammenbau zwei neue Dichtringe benötigten.
Diese hatte Giorgos nicht auf Lager, ich solle sie morgen im Autozubehör beschaffen.
Ha, nichts leicher als das – dann bis morgen zum Zusammenbau! Dachte ich…
Für heute reicht´s, was für ein Tag – ich bin müde und erschöpft!
Jetzt eine Pizza und dann heim und ab auf die Couch.


Bevor ich am Folgetag nach Lakki fahren kann um die Dichtringe zu kaufen, erreicht mich eine Bitte von den österreichischen Freunden.
Ein lang ersehntes, schweres und großes Paket sei angekommen – man habe sehr schnell messerscharf erkannt, dass der kleine Toyota damit überfordert sei und ob ich nicht helfen könnte.
Klar kann ich, dafür sind Freunde doch da.
Und wenn ich gleich bei Panos bin, kann ich dort auch nach den Radialwellenringen fragen – das passt!
Am Heimweg von Crithoni würde ich über Lakki fahren und die Ringe dort kaufen, irgendeiner hat sie schon…


Panos muss passen – er hat die Dichtringe nicht! Dafür hat er ein ganzes Regal voller Windex, er wird sie brauchen.
Ich vermute sogar, dass sie nicht reichen werden.
Egal, nicht mein Thema – Panos hilft uns das schwere Trum einzuladen und wir fahren von dannen.
In Crithoni fahre ich bis direkt vor die Haustüre – hoffentlich können wir das mit Umverpackung 148kg schwere Packstück aus dem Kofferraum wuchten.
Klappt aber alles! Ich helfe noch kurz auspacken und dabei, das Ding in den Flur zu stellen – dann bin ich entlassen.
Solltet ihr euch fragen, was da so schwer war und welche Projekte Hans gerade bedient – hier ein kleiner Spoiler…

Wie bei allen Projekten sind unsere Freunde einen Schritt voraus – so auch hier.
Ich bin gespannt, wir diskutieren gerade viel über verschiedene Ansätze.
Für mich eine gute Ausgangslage, ich kann mir sehr viel abschauen.
Ich fahre jetzt nach Lakki, zuerst zum KFZ-Teilehandel. Es kann ja nicht so schwer sein, dass ein alter Dichtungsfuchs zu so einem Ring kommt.
Beim Autozubehörhandel fühle ich mich sofort gut aufgehoben…

Er schüttelt ungläubig den Kopf…
Nein, dieses Maß hat er nicht. Auch ein Anruf bei seinem Lieferanten in Athen bringt keine Lösung.
Beim Gedanken an den Lieferanten, schießt mir mein Freund Harry Mavropoulos in den Kopf – er ist der Elring Importeur für Gesamt-South-Greece.
Ich fahre heim, suche mir den Ring selber raus und bestelle ihn bei Harry – ich lass´ mich hier doch nicht vorführen!
Leider werde ich gleich mein blaues Wunder erleben…


Hm, was nun? Wenn Elring den RWDR nicht anbietet, dann ist es kein gängiges KFZ-Teil.
Wo soll ich suchen – ich schreibe trotzdem an Harry, aber auch er handelt das Problem auf griechische Art, keine Lösung, keine Antwort!
Ich kann nicht leugnen, dass mich diese Art manchmal richtig nervt. Wir sind Freunde, er kann mir einfach absagen, wir haben zusammen Urlaub gemacht, nicht antworten ist keine Option.
Ich mache es kurz – ich versuche noch, bei Facnor Service Kits mit Lager zu bestellen, bekomme aber einhellig die Antwort, dass die nicht mehr lieferbar sind.
Giorgos übernimmt an dieser Stelle und wird es schaffen, zum Monatsende hin zwei von den raren Ringen zu beschaffen.
Die Komplettierung und Montage meiner Rollanlage wird ein Februar Projekt – hoffentlich geht es dann auch mit dem gesamten Rigg weiter.
Was schätzt ihr wieviele WhatsApp mich nach dem schweren Sturm erreicht haben?

Ok, ich muss erklären, dass das Bild von meinem iPad ist, nachdem ich es zur Synchronisation eingeschaltet habe – das sind alle Nachrichten aus den verschiedenen Schriftwechseln.
Es reicht aber, um sich vorstellen zu können, wieviel Zeit das bindet und warum ich manchmal maule.
Nach dem Hagel waren es übrigens mehr…
Ich habe nach so einem Sturm mit solch extremen Windgeschwindigkeiten aber auch Verständnis -also weiche ich diesmal von der Regel “ solange ihr nichts hört ist alles ok“ ab und versende Nachrichten und Bilder an alle mit denen ich sonst ein Bier trinke – das bedeutet eine ausgiebige Marinarunde für mich.


Die Muring unter EDINA ist für mich unerklärlich – aber auf einem Bild vom letzten Check kann man erkennen, dass sie noch NICHT da war.
Wie auch immer das passiert sein mag – ich will, dass die Muring da weggemacht wird.
Um keine Welle zu machen, kläre ich das im Office auf dem kleinen Dienstweg.
Hier muss ich die nächsten Tage nochmal nachsehen ob das umgesetzt wurde.







Es ist Absicht, dass ich hier mal ein paar Bilder einstelle und diese Revue passieren lasse.
Wirkt das langweilig auf euch, ein sich gebetsmühlenartig wiederholender Singsang?
Haltet euch vor Augen, dass dies nichtmal die Hälfte der Boote sind auf die ich ein Auge werfe.
Ich spreche damit keinen namentlich an, die vorgenannten Boote waren nur Beispiele – mit vielen bin ich ohnehin in Kontakt, von anderen höre ich sporadisch. Das ist alles ok und ich sehe immer und regelmäßig nach allen Booten von Bekannten und Freunden.
Das bekomme ich unter und die Marinarunden tun mir gut – was mich auffrisst, sind die Nachrichten, die geballt kommen, wenn die Skipper zuhause am Sofa sitzen und dem Wetterbericht folgen.
Daher – ich freue mich mit jedem von euch ein paar Zeilen zu schreiben oder zu sprechen.
Nur nach Stürmen gilt – wenn etwas kaputt ist melde ich mich…
Ach ja, auch ELOWYN hat den Sturm gut überstanden, allerdings fällt mir erst jetzt ein Schaden auf, welcher durch den Hagel verursacht wurde.

Worüber ich mich sehr freue ist, dass etwas Bewegung in die Causa FESTINA LENTE kommt.
Tatsächlich rufen dieser Tage drei Interessenten an, so viele wie schon länger nicht mehr.
Ich führe dies auf einen Messeeffekt zurück.
Einer scheidet sofort aus – ich soll anrufen. Mach´ ich aber nicht, ich antworte per Mail und muss feststellen, dass die Mailadresse nicht funktioniert.
Ich vermute ein Scamming-Versuch.
Bei einem anderen Interessenten habe ich ein gutes Gefühl und ich hoffe, dass die Bavaria von Johannes eine Chance auf eine Besichtigung bekommt.
Sie ist ein echtes Schnäppchen für den Preis.
Genug für heute – ich gehe Abendessen und sorge für Abwechslung!
Ich entscheide mich für das „SouVLakki“, bestelle aber Kontosouvli statt Giros 😉 .

Und wie geht es morgen weiter? Ich wollte mich meinen Großprojekten widmen und das mache ich auch.
Kleiner gedanklicher Schlenker – mich haben während der letzten drei Monate ein paar Lieferanten und Hersteller mächtig enttäuscht.
Es gibt auch die Lichtblicke wie „maritimo.at“, aber die Enttäuschungen hallen mehr nach.
Vielleicht werde ich dazu einmal einen gesonderten Beitrag schreiben…
Heute nur ein kleines Beispiel – ich bin ein totaler Fan von TruDesign Seeventilen und dem ganzen Warenkorb den TD sonst noch anbietet.
Da die Fragen die ich habe meist sehr spezifisch sind, frage ich gerne direkt beim Hersteller an.
Bisher habe ich immer perfekte Antworten bekommen, ein gewisser Geoff hat stets kompetent geholfen.
Diesmal ist meine Frage kritisch, denn das 1 1/4 Zoll Set hat meines Erachtens nach zuviel Spiel im Gewinde.
Überprüfungen mit anderen Neuteilen bestätigen das.
Geoff meldet sich, er müsse mit den Technikern sprechen – und ich höre nie wieder etwas von ihm. Schwaches Signal an den Kunden.
Heute, nach drei Wochen, entscheide ich selber und klebe das Teil ein…

Ich habe mich entschieden, dass Gewinde des Fitting so zurechtzuschleifen, bis das Ventil in exakt der richtigen Position zum Anschlag kommt.
Diese Vorspannung nimmt das Spiel aus dem Gewinde – jetzt muss ich nur noch Sorge dafür tragen, dass genug Dichtmittel in den Gewindegängen ist.
Das scheint gut zu klappen und nachdem ich mir ohnehin vorgenommen habe, dass ich eine Dichtheitsprüfung machen werde, schleicht sich die Anspannung aus meinem Körper.
Die Seeventile sind wieder montiert, ein paar Prüfungen noch, die Schläuche anschließen, dann sollte es für den Launchingtermin zum 29.04. passen.
An diesem Abend treffe ich mich mit Brigitte und Hans im „Tis Kakomoiras“ – ein letztes mal, bevor es für die Beiden zurück Richtung Heimat geht.
Wir essen sehr gut, wenngleich auch temporär in einer „sehr speziellen“ Stimmung 😉 !

Nachdem ich vom Essen zurück auf NESSAJA gekommen war, habe ich mir noch eine Folge „wunderschön“ gegönnt.
Das zweite Format, bei welchem ich zur Ruhe komme, meine Synapsen langsam abschalten und ich Bettschwere bekomme – ich mag Reisesendungen.
Nebenbei sehe ich mir den Wetterbericht an und muss erkennen, dass keine Linderung in Sicht ist.
Ich nehme es vorweg, der Monat Januar wird sich am 31.01. mit Sturmstärke verabschieden.

Sibylle schickt am Folgemorgen ein Bild ihrer Situation – wirklich besser ist es im Erdinger Moos nicht!
Sie muss jetzt das Auto freiräumen und mit der eiskalten Karre die Kleine in die Kita bringen – ich fühle förmlich die eisige Klaue der klirrend kalten Luft im Auto.
Kann ich wählen? Ja! Ich wähle 17°C und Wind!

Ich werde abermals zu einem Rettungseinsatz gerufen – ein Päckchen sei angekommen und ins Cockpit von BORN TO LIVE gelegt worden.
Da es sich um ein empfindliches Teil handelt, bittet Guido mich, dieses in die Kajüte zu verfrachten.
Klar, mach ich sofort – ich gehe zielstrebig zum Aluschiff der Beiden und betrete das Cockpit um nach dem Päckchen zu fassen und es sicher zu verwahren…

Jetzt wird es aufwändig – ich schlapfe in den Marinastore und frage nach.
Katerina wählt die Nummer des Marinero und fragt ebenfalls nach.
Die Antwort – liegt im Schiff, gestern abgelegt.
Ich äußere Zweifel – das Schiff hat eine Türe die nicht jeder öffnen kann, es ist gesichert – und ich bezweifle, dass der Marinero den Zugang hat.
Widerwillig ruft Katerina ein zweites Mal an – ok, sei´s drum, dann geht er halt mit mir hin…
Besser, er GEHT nicht mit mir, ich FAHRE mit ihm! Zu zweit auf seiner kleinen Honda, sicher ein sehr witziges Bild.
Dann geht er zielstrebig auf BORN TO LIVE zu und… vorbei!
Er geht fast bis zu NESSAJA und macht erst bei B… TO … …. halt.
BACK TO THE MOON fängt mit B an und hat ähnlich viele Wörter und Buchstaben – was wir oft vergessen, nicht nur wir können in der Regel die griechischen Wörter nicht lesen, auch manche Griechen können unsere Wörter nicht lesen.
Kurz – er hat das Päckchen auf das falsche Schiff gelegt.
Wir haben das geklärt und Guido bekommt seine Warensendung!

Ich kann mich endlich meinem Projektplan widmen – ich möchte klären, warum mein Generator leichte Ladestromschwankungen hat.
An sich nichts Dramatisches, ein kleiner Schönheitsfehler eben.
Um dies beurteilen zu können, muss ich klären, welches Kabel vom Generator zum Ladegerät führt.
Also, einmal alles aufgeschraubt und Zugang geschaffen…



Ich lege mir eine Theorie zurecht und überlege welche Materialien ich zu einer vom Ladegerät abgekoppelten Messung benötige.
Diese werde ich morgen kaufen und mir ein Messkabel bauen, dann bin ich aussagekräftig und kann eine Lösung diskutieren.
Liegt es am Generator, am Ladegerät oder ist es ein Setupfehler?
Oder ist es am Ende sogar ein zu akzeptierender Fakt, welcher auftreten kann, wenn 25 Jahre alte Elektrik auf nagelneue high-end Elektronik trifft?
Ich muss es offen lassen – sehen wir was morgen bei der Messung herauskommt.
Der Wind hatte pünktlich eingesetzt und bläst mal wieder mit Böen bis zu 50kts. – dies hat zur Folge, dass die Uferpromenade von Lakki den dritten Tag in Folge überschwemmt wird.


Auch ich bin, wenn auch nur periphär, davon betroffen – als ich abends ins „SouVLakki“ gehe, parke ich zunächst vor Renas Autoverleih.
Da das Wasser aber bis zur Ladenzeile spritzt und ich Klicker davor verschonen möchte, steige ich noch einmal ein und suche mir einen Parkplatz ums Eck.
Die paar Schritte kann ich laufen, ist eh gesünder.
Ich hätte mir den heutigen Besuch im Lieblingsgrill nicht nehmen lassen. Anna hat heute einen runden Geburtstag und obwohl ich schon gratuliert hatte, hoffte ich, dass ich sie treffen würde um sie einmal zu herzen.
Ich mag sie und möchte, dass sie weiß, dass ich sie schätze – auch jenseits von Giros und Pommes.
Apropos Giros und Pommes – man kann es drehen wie man will, es schmeckt halt einfach gut…


Als ich wieder zurück im Schiff war und bereits im Gemütlichkeitsmodus angekommen war, startete ein kurzer Chat in unserer Communitygruppe.
Caetlin beschwert sich über das Wetter…
Sibylle schickt ihr Bild, das von vorhin…
Ich schreibe, „Caetlin, Du kannst wählen“…
Sie antwortet, „I prefer to be on the warmest place, depending on the heater“…
Ich antworte mit Zahlen und Fakten!!!

Ben schaltet sich in den Chat ein, seine Antwort, „ach du meine Gute!“ – er antwortet auf Deutsch, das will was heißen 😉 !
Nun, erfrieren müssen wir alle nicht und wir sind ja auch alle dort, wo es uns hingezogen hat – dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.
Am neuen Morgen muss ich eine verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen – ich muss Sibylles Sauerteig füttern.
Verrückte Welt – Caetlin füttert Streunerkatzen, Sibylle den kleinen Fred und ich eben den Sauerteig.
Ich hoffe, die anderen machen es besser als ich, irgendwie kommen keine Bläschen, was habe ich nur falsch gemacht???


Draußen tost fürchterliches Wetter, ich verbringe den ganzen Tag im Schiff – ich will keinen Fuß vor die Türe setzen.
Ich mache den ganzen Tag Ersatzteilrecherche, habe viel Kommunikation zu machen, gerade auch wegen FESTINA LENTE und auch wegen meiner Wohnung in Deutschland.
Das kostet mich Stunden und der Tag verfliegt, was mich angesichts des Wetters aber nicht trauern lässt.
Mittags mache ich mir einen Snack, ich habe Hunger und es müssen Reste aus dem Kühlschrank gegessen werden – ich mache, man glaubt es kaum, Brotzeit!

Ach ja, bezüglich meiner Wohnung kommt endlich was in Gang, das sind sehr gute Nachrichten.
Schön langsam gibt es eine rote Linie für 2026, wenn alles klappt, können wir noch heuer mit der Hausrenovierung beginnen.
So gut das klingt, es kommt trotzdem zu Verzögerungen und ich muss meine Reisepläne für Februar 2026 noch einmal überdenken.
Vielleicht muss ich die Fahrt nach Deutschland noch einmal verschieben – mal sehen wie sich die Sachlage entwickelt.
BIMM, eine Nachricht von Melanie trudelt ein – sie ist die weibliche Skipperin auf der INSPIRATION, ihr Mann Jörg wird morgen Richtung Leros aufbrechen und allerhand Waren im Kofferraum haben.
Darunter auch ein absoluter Gaumenschmeichler für mich…


Durch Alex´ Ausfall, wir waren die Taktgeber für diese Order, wird es an mir liegen diesen leckeren Kaskas und das bayrische Original-Pendant dazu, mit der gehörigen Portion Ehrfurcht zu vertilgen.
Natürlich würde ich es gerne sehen, wenn sowohl das Lieferantenteam als auch die Fraktion aus Österreich mich dabei unterstützen.
Mal sehen was sich so ergibt…
Und was ist sonst noch drin im Wägelchen???

Ich sehe aber auch, dass sich fünf Tragl Flötzinger auf den Weg machen, ich hoffe, dass ich Jörg, gegen den ein oder anderen Frondienst, a Hoibe abstauben kann! Sehr geil auf jeden Fall!
Trotz oder wegen dieser herrlichen lukullischen Aussichten, passiert heute etwas, was es in dieser Form lang nicht mehr gab.
Ich war zu faul zum Essen!
Bei dem Wetter war mir nicht danach zumute, das Schiff zu verlassen und mich alleine in eine kalte Taverne zu setzen.
Ich überwinde meine Abneigung gegen das Abspülen und zaubere mir einen Milchreis. Eine Seelenspeise, welche Sibylle mir stets verweigert – selbst ist der Mann, hex hex…

Tu´ Dir was Gutes! Milchreis und eine Folge „wunderschön“, danach habe ich, glaubt es oder nicht, „Soul Legenden“ auf YouTube geschaut – fast bis drei Uhr morgens.
Diese Folge „wunderschön“ war besonders – erstens, weil Tamina einer Olivenölverkostung folgt und dort genau das beschrieben wird, was ich auch empfunden habe, als ich unser Öl das erste Mal probiert habe.
Wieder wird die Schärfe und Bitterheit als absolutes Qualitätsmerkmal gefeiert.
Zweitens beschreibt die Folge einen Besuch in der „besten Pizzeria der Welt“. Die befindet sich, sofern man der Geschichte glauben mag, in Neapel und war Schauplatz für den Filmdreh von „Eat, Pray & Love“.
Und jetzt ratet mal, wer da schon war – genau, der Mario mit seiner Sibylle.
Wir haben viel erlebt, es wäre schade, wenn diese Reise hier auf Leros ein ungeplantes Ende nehmen würde.

Finale! Der 31.01. bricht an. Ich möchte bitte für Roland ein paar Bilder von SUNNY SIDE UP machen, er braucht diese für die Versicherung.
Danach werde ich einkaufen, bevor ich mich dem Test meines Generators widme.
Also, los geht´s…

Ich kann nur mit dem Kopf schütteln. Ich bin drei Jahre Vollzeit auf diesem Platz gelegen und habe alle Stürme erlebt.
In einer Nacht bin ich zu Evelyn und Roland an den Katamaransteg gerannt, um mir einen dicken Fender auszuborgen – den dritten damals!
Als Patricia sich den Platz gesichert hat, habe ich ihr eindringlich geraten, die Bordwand mit drei großen Kugelfendern abzusichern – und was macht die beratungsresistente, störrische Frau?
Sie hängt vier alte, fast platte Fenderchen in die Lücke, welche bei lauen Sommerwinden so riesig wirkt.
Im Sturm drückt es die Schiffe an die Betonmauer, das schruppt den Lack runter – das haben schon mehrere teuer bezahlt.
Sorry, da kann und will ich nicht mehr helfen…

An der Treppe Richtung ELOWYN wirft das Schicksal mir einen alten Fender vor die Füße – ich erbarme mich und binde ihn noch zu den schon vorhandenen.
Immer noch zu wenig, aber besser als zuvor. Ob es bis zum Sommer reicht – wir werden sehen.
Dann kann ich endlich das Bild von Rolands Schiff machen, bisher hatte ich hierzu noch keine Rückmeldung gegeben.
Am Schiff war alles ok, den Verklicker und leider auch den Windmesser hat der Hagel kaputtgeschlagen.

Mein Einkauf war schnell erledigt – eines möchte ich aber erwähnen. Ich werde wieder mehr local kaufen.
Ich habe heute mal wieder Kaffee vom örtlichen Röster gekauft. Die Packung fühlte sich sehr leicht an, deshalb habe ich nachgewogen.
Nicht aus Kontrollzwang, sondern einfach um den Preis zu verifizieren.
Und tatsächlich, es sind die bestellten 500g, das Ganze für runde 10.-€!
Das mag ein Winterpreis sein, aber er ist immerhin 3.-€ billiger als Jacobs Krönung im Supermarkt und schmeckt deutlich weniger sauer, dafür kräftiger, nussiger.
Danke Antonia, dass Du mir diesen Gedanken zurückgebracht hast!

Nach dem Einkauf lege ich gleich los und widme mich meinem Generatorprojekt.
Die Idee ist, den Generator ohne die Victron Komponenten direkt an einen Verbraucher liefern zu lassen.
Dafür habe ich ein Testkabel gebastelt, welches ersatzweise und temporär an das abzuklemmende Kabel des Generators am Quattro angeklemmt wird.
Das Testkabel hat eine Steckdose an der ein Hochverbraucher angeschlossen wird.
An einer Messstelle, welche vom Außenmantel des Kabels befreit ist, kann ich an L den Strom messen.
Dieser kann beurteilt werden – schwankt er stark?





Die gute Nachricht ist nun, dass meinem Geberator sicher nichts fehlt – er liefert und tut das im elektronikfreien Umfeld auch tadellos und ohne erwähneswerte Schwankungen.
Ich kann jetzt mit meinem Victron-Spezialisten abklären, wie man den Quattro so einstellen kann, dass er diese Einspeisung als quasi-linear annimmt und klaglos verarbeitet.
Das hat von jetzt an wieder weniger Eile, aber ich war dem Mann bei Victron eine Antwort schuldig – diese ist nun gegeben.
Als wenn das noch nicht genug Grund zur Freude wäre, schreibt mir mein Freund Giorgos eine gute Nachricht zum Abend hin.
Die Dichtringe sind da, am Montag machen wir den Furler fertig, so dass ich nächste Woche meine Rollanlage komplettieren kann.
So darf es weitergehen!

Ich bin zum Videocall mit Gottfried und Gabi verabredet – wir schwatzen über Gott und die Welt, wie auch im richtigen Leben mit den beiden verfliegt die Zeit geradezu.
Ich will es nicht zugeben, aber wir telefinieren ZWEI Stunden und es ist schon 20.30 Uhr als ich zum Abendessen aufbreche – das Monats-Abschlussessen gibt es im „La Nostra“, ich gönne mir eine „Pizza Mario“ und einen Salat.

Der Rest des Abends gehört heute diesem Blog, es gilt die letzten Zeilen zu schreiben, um ihn morgen noch einmal zu schmökern und dann freizugeben.
Ich hoffe, ihr habt Spaß dabei gehabt, diesen Rückblick, mein persönliches Logbuch des Lebens zu lesen.
Ich kann nur beschwören – bleibt dran! Es folgen zwei spannende, richtungweisende Monate…

Ausblick für den Februar – die Leberkasorgie steht an, Heimat erleben.
Freunde kommen zurück, die Einsamkeit endet.
Werde ich endlich mit NESSAJAs Rigg entscheidend vorankommen?
Kann ich den Testlauf des Wassermachers abschließen, bevor NESSAJA am 10.02. gekrant wird?
Auch an ELOWYN muss es weitergehen – gelingt mir die Dichtheitsprüfung der Seeventile und wird das Projekt abgeschlossen?
Eine Kernfrage wird beantwortet – wo werden Sibylle und ich wohnen, wenn NESSAJA an Land gestellt und zur Baustelle wird?
Wird es überhaupt mit Sibylles Rückreise klappen – und was ist mit meinen Reiseplänen?
Diese Liste ließe sich fortsetzen – der Februar wird es in sich haben, er wird Grundlage für einen spannenden, neuen Blogbericht!
In diesem Sinne, herzliche Grüße von Bord der NESSAJA
Mario




























































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































