FOR SALE – Hanse 400 „Jasper von Rheydt“

Auch 2026 freue ich mich darüber einem Freund beim Verkauf seiner Segelyacht unterstützen zu dürfen.

Die Leros Community wird staunen, denn bei JASPER wie sie kurz genannt wird, sind die Würfel nun letztendlich gefallen – die Zeichen stehen auf Verkauf.

Und somit kommt die wohl bestausgestattete und gepflegteste Hanse 400 auf den Markt, sie ist meiner Ansicht nach ein echtes Schnäppchen für einen Käufer, welcher nicht erst lange basteln möchte und doch weitreichende Pläne hat.

Lasst euch begeistern von diesem wunderschönen, top-ausgestatteten Schiff aus deutscher Produktion.

Die Hanse 400 JASPER unter Vollzeug

Die Werft in Greifswald hat von Mitte der 2000er Jahre an das Erfolgsmodell „Hanse 400“ auf den Markt gebracht und damit die Klasse der 40 Fuß Yachten bereichert.

Die Hanse 400 wurde 2006 als „Europas Yacht des Jahres“ ausgezeichnet und gilt in Fachkreisen als ausgezeichnerter Segler.

Ich bin überzeugt, dass der geneigte Interessent sich vorab informiert hat, dennoch möchte ich hier zum Einstieg auf die Webseite von Hanse verlinken um ein generelles Kennenlernen des Bootes einfach zu gestalten.
HIER findest Du alle notwendigen Informationen!

Warum JASPER sich dennoch von den meisten angebotenen Hanse 400 abheben dürfte, das erläutere ich im Folgenden gerne…

JASPER beim Auslaufen aus der Heimatmarina

JASPER wurde von den jetzigen Eignern und Verkäufern in 2010 neu gekauft, die MwSt. wurde bezahlt, der Nachweis liegt vor.
Das Schiff war immer in Eignerhand, wurde nur vom Eignerpaar gesegelt und wird jetzt wegen Aufgabe des Segelsports verkauft.

Der Preis wird mit 154.900.-€ angesetzt und ist im seriösen Rahmen verhandelbar.
Der Liegeplatz in der „Leros Marina Evros“ kann übernommen werden, dies und die Modalitäten sind während der Verkaufsverhandlungen mit der Marinaleitung abzustimmen.

Weil ich immer mal wieder gefragt werde – der Verkauf erfolgt von privat, Verkäufer ist der Eigner.
Sibylle und ich sind seit Jahren mit dem Eignerpaar befreundet und gegeben durch die Tatsache, dass wir vor Ort sind, habe ich gerne zugesagt, das Angebot und die vorvertragliche Abwicklung zu übernehmen – dies macht die Sache für alle Parteien sehr viel einfacher.

Bei dem ein oder anderen Espresso an Bord von JASPER haben wir vier oft über die weiteren Pläne gesprochen – und auch darüber, was wohl nach dem Segeln kommt.
Bei Angelika und Uli ist es das Motorradfahren, dies so intensiv, dass JASPER nun in gute Hände übergeben werden soll.

Die Hanse 400 wartet segelfertig auf ihren neuen Eigner…
…oder auf ein Eignerpaar, welches neue Ziele entdecken möchte

Das Schicksal hat durchaus ein wenig Schabernack mit den Eignern getrieben, ich fühle mich an meine eigene Geschichte erinnert.
Hier könnte es zum Glücksfall für die neue Skipperin oder den neuen Skipper werden.

Als versierte Skipper von Charterbooten in vielen tollen Revieren der Erde, haben Angelika und Uli die Entscheidung getroffen sich ein eigenes Schiff zuzulegen und dieses in Griechenland zu stationieren.
Das Schiff wurde JASPER VON RHEYDT getauft und es wurde weiter beschlossen, den Neuerwerb mit allem was ein Boot gut und teuer macht, für die „lange Fahrt“ auszustatten.

Leider kam es dazu nicht – schlimmer noch, private Umstände machten sogar regelmäßige, längere Törns in Griechenland schwierig, so dass das tolle Schiff für viele Jahre nur als Ferienwohnung während der Sommermonate genutzt wurde.
Dies begründet, warum das Schiff heute nahezu neuwertig angeboten wird und sehr wenige Betriebsstunden auf allen relevanten Aggregaten aufweist.

Nach der Überführung waren Ausfahrten unter Segeln sehr selten geworden

Zu Hanse generell gibt es aus meiner Sicht nicht viel zu sagen. Die Werft ist anerkannt, nicht immer unumstritten, hat aber zu dieser Zeit sehr gut segelnde und qualitativ hochwertige Boote gebaut.

Das „Flat-Design“ war damals noch nicht bei allen Modellen exzessiv vorangetriebn, man kann durchaus sagen, dass JASPER noch wie ein Segelboot wirkt und nicht wie ein Großstadtappartement.
Dennoch wirkt das Interieur hell und modern – zu dieser Zeit haben die Greifswalder Designer den Spagat sehr gut hinbekommen.

Es sei erwähnt, dass JASPER Abweichungen zur Basisausstattung hat, hier sind vor allem die 140% Genua statt der üblichen Selbstwendefock und die zentrale Steuersäule mit großem Rad statt der doppelten Steuerstände zu nennen.
Auf die klappbare Heckklappe wurde zugunsten eines abnehmbaren „Sitzbalkens“ verzichtet.
Das Boot ist perfekt zum Wohnen und doch als Segel- und Spaßgerät konfiguriert.

An dieser Stelle lohnt sich ein Blick auf die Ausstattung ab Werk…

Quelle: https://hanseyachts.com/

Das Schiff wurde darüber hinaus in verschiedenen Layouts angeboten, wobei nur eine Rumpf- und Kielvariante angeboten wurde.

Die technischen Daten und die Spezifikationen hier hier in diesem Datenblatt nachzulesen.

Quelle: https://hanseyachts.com/
Quelle: https://hanseyachts.com/

Wer nun glaubt, dass das Wichtigste gesagt sei, der irrt gewaltig – denn jetzt geht es ja eigentlich erst los.

Uli war oft angefixt von einem Ausbau seiner Hanse in Richtung Blauwassersegelei.
Wie bei vielen Eignern, wurde das Schiff stetig in seiner Ausstattung erweitert und dabei natürlich aufgewertet und verbessert.

Ich will einen Überblick hierüber geben, das geht am besten, wenn wir einen Rundegang durch das Schiff starten – sehen wir uns also nach und nach alle Kabinen nebst der verbauten Optimierungen an.

Die Mannschaft betritt den Salonbereich durch einen großen, sicheren Niedergang…

Der Niedergang ist nicht zu steil – dies erhöht die passive Sicherheit an Bord
Der Salon- und Wohnbereich zeigt sich hell, modern und geräumig

Ist man über die kurze, nicht zu steile Treppe in den Salonbereich eingetreten, dann ist rechter Hand der Küchenbereich.

Die Pantry ist ausreichend groß um an Bord alle Arten von Mahlzeiten für die Crew zu kochen.
Neben dem typischen zweiflammigen Gaskocher mit Backofen gibt es als Gimmick Kühloptionen als Toploader und mit Kühlschranktüre – die schlechte Zugänglichkeit der alltäglichen Dinge wie dem kühlen Anlegeschluck, gehört damit der Vergangenheit an 😉

Die Kombüse bietet ausreichend Stauräume und lässt auch sonst keine Wünsche offen.

Der Kombüse fehlt es an nichts
Hier können leckere mediterrane Gerichte für die Crew gezaubert werden
Mit geschlossenen Klappen drängt sich die Pantry weniger auf, es können große Arbeitsflächen geschaffen werden

Ist mittels der einladenden Küche ersteinmal verhindert, dass die mannschaft Durst leidet oder gar an Skorbut erkrankt, dann kann es wichtig werden, wie man seine Musestunden verbringt.

Steht ein gemütliches Sofa für gemeinsame Runden mit Freunden oder der Familie zur Verfügung? Gibt es Platz zum Navigieren oder Arbeiten?
Steht ein gemütlicher Sitzplatz zum Lesen oder für gemeinsame Fernsehabende zur Verfügung?

Wer sich nun über meine Wortwahl der Fernsehabende mokiert – ja, JASPER kann Urlaub, man sitzt zum Lesen und für den Umtrunk dann vielleicht eher im großen Cockpit, auf das wir später noch kommen.
Aber JASPER kann auch Liveaboard, sie kann auch Zuhause sein – und dann muss man weiter denken…

In JASPERs Salon gibt es zwei gemütliche wie praktische Ecken…

An Steuerbord eine große Sitzecke – für die große Runde oder das gemütliche Hinfletzen an Schlechtwetter- oder Wintertagen
An Backbord eine praktische und multifunktionelle Dinette – hier im „TV-Modus“ mit ausgeklappten TV und geschlossenen Türen
Hier im „Navi-Modus“ mit eingeklappten TV und Rumpffenster für Licht und Luft sowie geöffneter Navigationstüre

Ich glaube anhand dieser Bilder kann man sehr gut einen Gesamteindruck vom Salonbereich bekommen.

Der gesamte Bereich wirkt für ein 40 Fuss Schiff eher üppig und gibt einem das Gefühl von Raum und Größe.

Hier nochmal ein Foto in der Gesamtperspektive, bevor wir uns das Badezimmer ansehen.

Am Fuße des Niedergangs stehend fotografiert – so erhält man einen guten Gesamteindruck

Bei JASPER wurde ein großes Badezimmer mit abgetrennter Dusche als die beste Option für das Eignerpaar erachtet.

Es war nie geplant mit fremden Gästen zu segeln, so dass Privatsphäre keine entscheidende Rolle gespielt hatte.
Würde in seltenen Fällen doch einmal ein Familienmitglied oder ein sehr guter Freund zusteigen, so wäre der kleine Abstrich beim Gedanken das Bad zu teilen mehr als akzeptabel – er würde durch den Vorteil der gewonnenen Badezimmergröße mehr als ausgeglichen.

Sehen wir uns das „Queen-Size“ Badezimmer einmal an…

Das Bad ist für ein 40 Fuss Schiff fürstlich bemessen
Die Dusche kann mittels einer Faltwand komplett abgeteilt werden…
…und hinter der doppelt faltbaren Türe befindet sich dann die sehr geräumige Sitzdusche
Die Duschoption im Sitzen ist wegen der Sicherheit beim Segeln wichtig – aber die Dusche bietet natürlich auch Stehhöhe
Die Toilette ist ein Standard Jabsco WC, wie es wohl jeder Segler kennt

Was fehlt noch? Ach ja, das Wichtigste vielleicht, wenn man sich weiter im Inneren des Schiffes umsieht.

JASPER ist offiziell eine zwei Kabinen Standard Version der Hanse 400. Achtern befindet sich also die Gästekabine, welche aber nicht symetrisch unterteilt und somit etwas größer ausfällt.

Hier kann man bei Bedarf zwei Gäste gemütlich unterbringen, es wird den Freunden oder der Familie an nichts fehlen.
Den Gedanken von Freunden oder Familie führe ich gerne, das habt ihr bemerkt, natürlich kann man jede Art von Crew eine sichere und bequeme Schlafstätte anbieten – wie auch immer man das handhabt, der Gästebereich dürfte achtern sein.

Uli wäre nicht er selbst, wenn er nicht nach Beratschlagung mit seiner Gattin, auch hier ein Verbesserungspotential erkannt hätte.
In allen Kabinen wurden noch vor der Auslieferung zusätzliche Schränke und Schaps eingebaut, so dass es an Stauraum nicht mangeln wird – auch nicht dann, wenn JASPER auf Blauwasserfahrt gehen solllte.

Steuerbord – achterliche Gästekabine mit zusätzlich gefertigten Hängeschränken
Durch die asymetrische Teilung fällt das Bett sehr groß aus
Durch das Fenster am Heck ist die Kabine perfekt durchlüftet

Auch in der Backbord-Achterkabine wurden Anpassungen vorgenommen.

Durch die Ausstattung mit einer Matratze gibt es hier ein zusätzliche, etwas kleiner Koje – zum Beispiel für einen Lotsen.
Auch hier wurden zusätzliche Schränke und Schubläden eingebaut – diese Koje ist ein idealer Stauraum oder sie kann, wenn nicht anderweitig benötigt, perfekt zu einer kleinen aber feinen Werkstatt umgebaut werden.
Alles kann, nix muss – hier sind der Phantasie kaum Grenzen gesteckt.

Backbord – achterliche Kabine mit hochwertigen Einbauten als Stau- und Lagerraum
Fast zu schade für eine Werkbank – nun, die Kabine kann auch als Koje verwendet werden

Um unseren Rundgang durch die Räumlichkeiten von JASPER abzuschließen fehlt uns noch das Sahnestück, das Highlight – die Eignerkabine im Bug des Schiffes.

Hier hat Hanse bei der 400er eine wirklich ansprechende, bequeme Kabine ohne Kompromisse geschaffen.
Das Bett ist groß und gut zugänglich, man kann überall stehen und hat genug Raum sich zu drehen und beispielsweise an- oder umzuziehen.

Es gibt an allen Seiten Schränke und Stauräume, dort wo sie nach Einschätzung des Eigners gefehlt haben, wurden sie kurzerhand ergänzt.

Wollen wir einen Blick wagen???

Ein perfektes Ambiente in der geräumigen Eignerkabine
Das Vorschiff ist durch mehrere Luken gut belüftet
Genug Stauraum in Schränken und Schapps erleichtern den Alltag an Bord – Ablegen und Ankleidesessel sind kleine Gimmicks

Hebt man die Matratzen und Polster an, dann kann man schon erste Details erkennen.
Unter dem Bett befinden sich sehr große Stauräume und erste Kompartements für die Technik.

Kleine versteckte Details kommen zum Vorschein, wenn man genauer hinsieht…

Riesige Stauräume für allerhand Gepäck und Ausrüstung – zudem genug Platz um Technik adäquat zu verbauen
Das Bugstrahlruder nebst Batterien ist ordentlich verbaut und findet leicht Platz
Kleine Helferlein wie ein fest verbauter Möbeltresor sind „very nice to have“!

Seid ihr auf den Geschmack gekommen? Bleibt ihr dran? Es wird jetzt für die Fans von Ausstattung und Technik interessant – doch bevor wir da einmal drüberschauen, will ich eine kurze Schleife machen, damit sich die bisher erhaltenen Informationen setzen können.

Reden wir kurz über Leros und die „Leros Marina Evros“ in der JASPER ihren Liegeplatz hat.

Der Liegeplatz in der sehr sicheren und vergleichsweise günstigen Leros Marina Evros im griechischen Dodekanes ist ein zusätzlicher Pluspunkt bei einem etwaigen Kauf von JASPER.
Das Schiff liegt hier sicher, die Marina ist professionell geführt, es werden alle Services angeboten.
Die Erreichbarkeit ist im Sommer gut, im Winter ordentlich.

Leros liegt gegenüber den türkischen Städten Bodrum und Didim, auf der Westseite der Insel liegt die Ägäis mit der Inselwelt der Kykladen. Der Dodekanes besteht aus 12 Inseln, die bekanntesten sind im Norden Samos und im Süden Rhodos. Die Anreise nach Leros erfolgt per Flugzeug über Athen oder Kos, dann weiter mit einem Inselflieger oder mit der Fähre.

Wenn der erste Besichtigungstermin für Ulis Hanse 400 ansteht, helfe ich dem geneigten Interessenten gerne bei der Reiseplanung und mit einer Hotelempfehlung – Leros ist übrigens auch im Winter eine Reise wert!

So, los geht´s – schauen wir mal unter die Deckel und hinter die Türen – widmen wir uns der Technik und der Zusatzausstattung dieses ausgesprochenen soliden und geräumigen Familienschiffes…

Fangen wir gleich mit den „dicken Brocken“ an.

Damit die Energie nicht knapp wird, ist auf JASPER ein „Fischer Panda“ 4kW Generator verbaut
So ist sicher gestellt, dass für Solar- und Windenergie immer ein Backup zur Verfügung steht
Den Generator erreicht man über die Backbord-Achterkabine und einer Klappe im Cockpitboden

Neben der Energie ist auf einem Segelboot das zweite wichtige und immer diskutierte Thema die zur Verfügung stehende Wassermenge.

Damit auch das wichtige Lebenselixir auf JASPER nicht zur Neige geht und auch das Sparen des wertvollen Nass beim Duschen der Vergangenheit angehört, wurde eine Entsalzungsanlage, ein sogenannter „Wassermacher“ verbaut.

Das Bedienteil ist gut zugänglich in der Backbord-Achterkabine verbaut
Über das Bedienteil werden alle Funktionen der Anlage gesteuert
Die Technik des Aggregats ist gut zugänglich unter der Sitzbank verbaut

Der Wassermacher wurde, wie übrigens alle anderen Aggregate auch, regelmäßigen Probeläufen und Konservierungsvorgängen unterzogen, so dass der Eigner die tadellose Funktion versichern kann.

Um sicher zu stellen, dass alle Systeme stets einwandfrei sind und das Schiff jederzeit in einen fahrbereiten Zustand versetzt werden kann, wurden alle Tanks regelmäßig gereinigt und nach Nutzung geleert.

Das bedeutet zum einen, dass die Wassertanks hygienisch und rein sind und sofort befüllt werden können.
Zum anderen bestand so niemals die Gefahr, dass sich Dieselbakterien einnisten hätten können.

Der Haupttank ist gereinigt und leer…

Der Tank ist neuwertig, gereinigt und leer
Die Absperrhähne für alle Systeme sind leicht zugänglich
Es wurde eine zusätzliche Filteranlage verbaut
Probeläufe, das herbstliche Heizen und später auch die Tagesfahrt, werden aus dem zusätzlichen Tagestank bedient

Diese Hanse 400 ist mit einem kleinen Solarmodul ausgestattet und hat dazu noch einen „Silentwind 400+“ Windgenerator verbaut.

Der Mast für die Windturbine ist ein stabiler V4A Mast, welcher am Heck montiert wurde.
Gleiches trifft auf die „Prasolux“ Badeplattform zu, auch sie ist auf dem folgenden Bild zu erkennen.

Leider sieht man den Davit für den Außenbordmotor nicht so gut, dieser ist aber ein äußerst hilfreiches Accessoire um den etwas schwereren aber sehr kräftigen 9.8 PS Tohatsu an das neuwertige 270er „Zodiac“ Neopren Dinghy mit Aluboden zu liften.

Der Windgenerator steht auf einem Gerätemast welcher stabil fixiert ist
Auf diesem Bild sind die Windturbine, die Badeplattform und der AB-Davit sehr gut zu erkennen

Weil ich gerade die Perspektive auf diese wunderschöne blaue Hanse mit Teakdeck etwas verändert habe – wir sehen uns nun kurz an Deck um – will ich gleich mit der Navigation und der Bedienung im Cockpit fortfahren.

Auch hier gilt – alle verbauten Geräte befinden sich in einem einwandfreien und funktionsfähigen Zustand.
Es befindet sich alles an Bord, was für eine sichere Navigation, auch auf „großer Fahrt“ benötigt wird.

Hier der Steuerstand mit zentral montiertem „Raymarine“ Kartenplotter
Der Plotter bietet alle zu erwartenden Features
Hier am Steuerstand werden auch der Anker und das Bugstrahlruder bedient
Für den Steuermann leicht ablesbar – das Tridata auf der Backbordseite der Steuersäule…
…sowie Windinstrument und Bedienteil für den Autopiloten auf der Steuerbordseite

Wenn wir bei unserem Rundgang noch einmal den Niedergang hinabgehen, ist dort am Navigationstisch weitere Ausrüstung und -gerät zu sehen.

Ich finde die Nutzung der Dinette als Navigationstisch sehr praktisch, denn man kann so in beide Richtungen sitzen – ganz nach Vorliebe und hat einen riesigen Tisch für das Kartenmaterial und das Werkzeug für die klassische, terrestrische Kurs- und Standortbestimmung.

Alles Weitere findet sich aufgeräumt hinter einer Türe, welche natürlich unter der Fahrt offen bleibt, im Ruhezustand aber eine aufgeräumte und staubfreie Optik ermöglicht.

Ein weiterer Plotter gibt alle relevanten Daten, andere vitale Funktionen werden von hier geschaltet
Unmittelbar hier befindet sich auch das UKW-Handfunkgerät und das Bedienteil für die Webasto Diesel-Heizung

Im Griffbereich des Skippers und der Mannschaft ist hier auch ein Großteil der Sicherheitsausrüstung zu finden.

Es gibt griffbereite Feuerlöscher, eine elektronische Positionsboje für den Seenotfall (EPIRB) und diverse Signalmittel.

EPIRB am Niedergang in Griffweite – löst automatisch oder manuell aus
Ebenso eine der Handfackeln um im Notfall Signal geben zu können

Zum Thema Sicherheit darf ich noch den installierten Gaswarner erwähnen und erweitert zum Thema Navigation / Sicherheit würde ich auch noch gerne die analogen Anzeigeinstrumente für Uhrzeit, Luftdruck und Luftfeuchte nennen.

Ja, zugegeben, hier handelt es sich um Kleinigkeiten – aber sie zeigen sehr deutlich, auf welche Niveau das Eignerpaar ihr Schiff gehoben hat. Es wurde an alles gedacht, jeder Gedanke wurde umgesetzt und nach dem Verbau wurde die Ausrüstung vollumfänglich gepflegt.

Messinginstrumente zur Anzeige von Uhrzeit, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit
Es ist ein Gasalarm verbaut, welcher bei einer Gasleckage warnt

Neben der Schaltzentrale am Navigationstisch, mit deren Schalter alle relevanten Funktionen des Schiffes geschaltet werden, gibt es noch eine weitere Ecke, welche zu einem Bedienzentrum umgestatet wurde.

Das war seinerzeit sehr praktisch gedacht, denn hier hat man volle Kontrolle über die zusätzlich installierten Systeme und kann auf einem Blick den Ist-Zustand am Schiff erkennen.

Hier werden die zentrale 230V Versorgung an einem FI abgesichert und der Boiler ein- bzw. ausgeschaltet, man wählt die 230V Quelle ebenfalls hier
Zudem erhält man hier alle Informationen über die aktuelle Leistung und das Setup des Windgenerators
Auch der momentane Output der Solaranlage wird hier gezeigt, die Daten können ausgelesen werden.

Ach, weil wir gerade bei der elektrischen Versorgung und Ladung sind – die aktuellen Batteriedaten und -parameter können auch am Navigationstisch über ein Victron BMV 712 Anzeigeinstrument ausgelesen werden.

Kommen wir zum Herzstück des Schiffes, dem Motor – dieser hat kaum 800 Betriebsstunden und präsentiert sich makellos.
Es versteht sich von selbst, dass alle Wartungen erledigt wurden und hier keinerlei Reparaturstau zu befürchten ist.

Es handelt sich um den bewährten und unkaputtbaren 4JE5 von Yanmar, ein solider Flautenschieber, der mit dem 40 Füsser leichtes Spiel hat.

Der Zugang zum Motor ist gut gelöst, überall sind Wartungsklappen
Der „Jockel“ sieht aus, wie aus dem Ei gepellt
Über vier Zugriffsluken ist das Aggregat vollumfänglich zugänglich
Diese zwei Bilder zeigen die Backbordseite
Und hier die Steuerbordseite
Auch hier stehen zwei Luken zur Verfügung

So, das war es eigentlich – ihr habt jetzt alles gesehen und, so hoffe ich zumindest, einen sehr guten Eindruck von JASPER erhalten.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass sich die Perfektion durch das ganze Schiff fortsetzt – egal welchen Deckel man öffnet, alles sieht irgendwie aus wie neu.

Sei es der Boiler für die Heißwasserbereitung…

Der Boiler ist werksseitig unter dem Bett verbaut, auf JASPER nahe am Wassermacher
Heißwasser elektrisch oder über Motorbetrieb, die Therme sieht aus wie neu

…oder bei solchen Accessoires wie zum Beispiel der für Notfalltauchgänge angeschafften Tauchflasche.

Es wurde immer daran gedacht, wie zu handeln wäre, wenn eine Notfallsituation auftreten würde.
Führe man sich einen Tampen in die Schraube, wäre man mit der Tauchflasche für einen schnellen Tauchgang gewappnet.

Die Falsche steht gefüllt parat

Auch sonst ist auf dieser Hanse 400 alles vorhanden was man für entspannte Segeltörns benötigt.

Es sei erwähnt, dass Angelika und Uli nicht vorhaben JASPER leerzuräumen, das Schiff wird somit „mit Pött und Pann“ urlaubsklar übergeben.
Es versteht sich von selbst, dass etwaige persönliche Dinge von Bord genommen werden.

Alles am Schiff hat seinen Platz, das Stausystem ist wohldurchdacht und somit steht der sofortigen Urlaubsfreude nichts im Wege.

Alles Zubehör ist in den Backskisten verstaut
Hier hat man auch einen schnellen und einfachen Zugriff auf relevante Systeme wie hier den Ruderquadranten sowie dem Schaft für das Notruder

Ein offenes Wort! JASPER ist in Bestzustand und wurde immer gut gewartet und gepflegt – trotz der Tatsache, dass ich das Boot als „perfekt“ anbieten würde, ist sie 16 Jahre alt.
Natürlich kann man kleine Gebrauchspuren finden und auch der blaue Rumpf sollte wieder einmal poliert werden.

Das alles wird sich bei einem Besichtigungstermin finden und zu besprechen sein – für diesen stehe ich jederzeit zur Verfügung!
Ich bleibe dabei – JASPER ist nicht nur die beste Hanse 400 am Markt, sie sucht in ihrer Klasse und in dieser Preisrange ihresgleichen.
Ich bin überzeugt – sie ist ein Schnäppchen!

Zusammenfassend finde ich es wichtig, dass am Ende einer solchen Schiffsvorstellung, eine Ausrüstungsliste zur Verfügung steht – sie gibt einen guten Überblick…

Ausrüstungsliste Hanse 400 JASPER VON RHEYDT

Rumpf & Aufbau
Kunststoff GFK / Gelcoat blau mit weißen Zierstreifen
2 +1 Kabinen
4 +2 Kojen
1 Badezimmer mit abgetrennten Duschabteil
5 Luken zum Öffnen
4 Seitenfenster zum Öffnen
4 Lüftungsluken im Cockpit (für Achterkabinen)
2 Rumpffenster
Decksbelüftung
Teakbelag im Cockpit und auf den Laufdecks, Kajütdach mit Antirutschstruktur
Badeplattform angehängt und anklappbar, V4A mit Teakleisten
2 große Backskisten und Staufächer im Cockpit

Decksausstattung
Bugkorb, Heckkorb, Seereling mit Seiteneinstiegen
Bugbeschlag mit doppelter Ankerrolle für zwei Anker
Selbstlenzender Ankerkasten
Ankerwinsch Lewmar Pro 1000 mit Handfernbedienung und Fernbedienung vom Steuerstand
Anker 1 x Kobra II 16 kg und 1 x Delta 17 kg
90m Ankerkette verzinkt / 8mm
6 Klampen (Aluminium)
2 Fallwinschen 1x Lewmar ST46-2 und 1x Lewmar Ocean electric ST40
4 Schotwinschen Lewmar ST46-2
3 Winschkurbel
Alle Fallen und Leinen vom Mast ins Cockpit geführt und an 2x fünffach Fallenstopper belegt
Lifelines auf den Seitendecks vom Cockpit zum Vorschiff
Leichter Geräteträger für Solarmodule
Davit als Motorkran für den Außenbordmotor

Rigg & Segel
Seldén Fraktionalrigg 9/10 mit zwei gepfeilten Salingspaaren
Latten-Großsegel mit kugelgelagerten Mastcars
Baumbremse Walder 403H
Seldén Rodkicker
Furlex Rollanlage (versenkt)
Genua 140% DeVries / Lemmer
Genuaholepunktschienen mit Umlenkrollen

Tanks
Frischwassertank
325 Liter
Brennstofftanks
140 Liter Diesel plus Tagestank 98 Liter Diesel
Fäkalientank
1 Holdingtank 35 Liter (Entsorgung über Seeventil oder Absaugöffnung)

Motor
Yanmar 3JH4E (800h)
Leistung 40 PS / 29 kW
Sail-Drive SD40
Atlas Doppelfiltersystem

Salon
Sitzgruppe mit Stoff-Bezügen blau
Dinette mit Stoff-Bezügen blau
Sideboards mit Stauraum und Fächern
Radio mit CD-Laufwerk
Lautsprecher im Salon und in der Plicht
Fest installierter Möbeltresor

Pantry
2-flammiger Herd mit Backofen, halbkardanisch
Induktionskochfeld mit 2 Platten
Isolierte Kühlbox / Kühlschrank mit elektrischem Kühlaggregat DC
Doppelpüle aus rostfreiem Stahl
Warmwasseraufbereitung über Boiler 230V / Motor (neu)
Stauraum mit Schubladen und klappbaren Abdeckungen

Navigation
Kartentisch an der Dinette und Navigationsinstrumente
Raymarine Tridata ST60
Raymarine Windmessgerät ST60
Raymarine ST6002 Autopilot-Bedienteil und Antrieb SPX10
2x Kartenplotter Raymarine C90 wide
Raymarine Radar 24-HD
Raymarine VHF-Funkgerät 240 E-DSC
Handfunkgerät Raymarine 101-E
Raymarine AIS 500
Seatalk Netzwerk
Navtex NASA Weatherman
Kompass
TriLens Radarreflektor

Elektrik
Batterien getrennt für Motor und Service
Batterie Refresher Novitec Megapulse
2 Solarpaneele 300 W/Peak auf Geräteträger
Epever Solar-Laderegler 4210 AN mit Steuerung MT50
AC-Landanschluss mit Victron Phönix 12/50 mit Charge Control und Einschaltverzögerung
AC-Steckdosen an der Schalttafel, in der Kombüse und in den Nasszellen
DC-Steckdose an der Schalttafel
Batteriemonitor Victron BMV 702
Schalttafel für die Stromversorgung mit automatischen Sicherungen und Kontrolllampen
Navigationslichter
Deckslicht
Fernseher mit CD und FB

Technik
Bugstrahlruder MaxPower CT60/CT80, Bedienung am Steuerstand
Windgenerator Silentwind 400+ mit Laderegler Spreco LDA Hybrid 600
Generator Fischer Panda 4500 FCB PMS mit Steuerungspaneel
Watermaker Dessallator D60 BY mit Steuerungspaneel
Dieselheizung Webasto TOP EVO 5500 mit Steuerungseinheit
Alle Seeventile umgerüstet auf TruDesign Kunststoffventile
Coppercoat 2018

Sicherheit
Gasspürgerät / Gaswarner
3 Feuerlöscher, 2 x Kaliumaerosol-Löscher, 1 x 2 kg Handlöscher
3x Rauchmelder
Elektrische Bilgepumpe 250ltr., manuelle Bilgepumpe
Rettungsinsel Plastimo Transocean (Wartung fällig)
2x Automatik-Rettungsweste (Wartung fällig)
4x Feststoffweste
EPIRB GME  C/S Class 2 Water Act. + GPS  MT 403 G 
Kadematik LW30 Wurfrettungsleine

Ausstattung & Extras
Cockpitpolsterung
Cockpit-Tisch Teak Sonderanfertigung mit Verlängerung
Sprayhood mit Verschattungen für die Scheiben
Bimini mit Verschattungen an den Seiten und hinten
Sonnensegel – mit Kederleiste am Baum anzubringen
Geschlossene Kuchenbude für das Cockpit
Badeplattform Prasolux „Mallorca II“ 180 cm x 70 cm mit klapp- und faltbarer Badeleiter
Gangway Alu-Teakgräting, 250 cm x 40 cm mit Trapezhalter
Ankergurtbandrolle 50m
Landanschlusskabel
Bootsmannsstuhl
Klapp-Sackkarre
Poliermaschine
Akkuschrauber
Alu-Klappfahrräder mit Luftpumpe
Tauchflasche 2ltr. mit Lungenautomat und 7kg Tauchblei
Dinghy Zodiac Cadet RIB 260 NEOPREN mit Aluboden
AB Tohatsu 9,8 B mit Spülanschluss und Cover
SUP mit allem Zubehör

Ersatzteile
Wartungs- und Inspektionsteile für Motor, Generator und Saildrive

Ein Seglerpaar bleibt auf einer kleinen Ägäisinsel "hängen" – in diesem Blog geben sie Einblicke in ihren Alltag…