Juni 2026 – Holiday

Der sechste Monat des Jahres 2026 war der erste richtige Sommermonat – ohne wenn und aber.
Weder wir in Griechenland, noch die Freunde und Familie in Deutschland, konnten über mangelnde Sonnenstunden klagen.

Da Sibylle und ich zur Monatsmitte für mehr als vier Wochen in die Heimat reisen, unsere Segelfreunde vermehrt zu ihren Urlaubstörns ablegen und zu guter Letzt auch ELOWYN ihre Leinen loswirft, lag nichts näher als eine Headline mit Bezug zu Urlaub und Ferien zu suchen.

Es ist also „Holiday“ geworden…

Gebt es zu – ihr habt Madonna im Kopf! Da liegt ihr aber weit daneben…
Ich bin kein Madonna Fan und hatte zuallererst einen längst vergessenen, gleichnamigen Song der „Scorpions“ aus dem Jahr 1979 im Sinn – vielleicht der erste Song, der mich realisieren ließ, dass es etwas anderes als die „Hitparade“ gab.

„Let me take you far away
You’d like a holiday
Let me take you far away
You’d like a holiday
Exchange the cold days for the sun
A good time and fun
Let me take you far away
You’d like a holiday“

Summer-Vibes im Juni – bis zu unserer Abreise gab es noch einiges zu tun

Eine wichtige Sache will ich gleich eingangs erwähnen – ich hatte ja ein leichtfertiges Angebot auf eine Bavaria 430 Lagoon abgegeben.
Der Gedanke war reizvoll, entsprach aber nicht exakt dem was ich eigentlich im Schilde führe.
Zudem steht eine Blauwasserfahrt mit ELOWYN im Raum, es war also zu früh für diesen durchaus reizvollen Gedanken die Bavaria zu kaufen.
Ich habe daher abgesagt.

Aber bereitet euch vor – an wilden Ideen hat hat es mir diesen Monat nicht gemangelt, dazu später mehr…

Der Monat begann zunächst so, wie der alte endete. Wir hatten viele ungelöste Kleinprojekte vor der Brust und begannen sukzessive diese abzuarbeiten.

Ich beschaffe Teile für Kleinprojekte – ein Ritt gegen Windmühlen

Zunächst muss ich zum Schreiner um eine Platte aus Bootsbausperrholz für meine Druckwasseranlage zusägen zu lassen.
Was einfach klingt, hat es in sich – der Schreiner ist schwer zu erwischen und immer gut ausgelastet, Aufgaben wie diese stören eigentlich nur seine Abläufe.
Es gehört etwas Fingerspitzengefühl dazu, ihn gewogen zu halten.

Ähnlich bei Giorgos – er schneidet mir zwar bereitwillig die Delrinstücke zurecht, welche ich für den geänderten Anschlag der Leiter zur Badeplattform brauche, aber als ich ihn ansehe, das geschliffene und gebohrte Ursprungsteil in der Hand, da meint er nur trocken „…the rest you can do by your own!“

Da hat er Recht, aber ich muss dafür in meine Werkstatt – also setze ich meine Fahrt nach Plaka fort.

Klicker parke ich an exponierter Stelle…
…die paar Schritte zum Haus kann ich gehen

In der Werkstatt ist es ein Leichtes den Delrin Klotz zu schleifen und zu bohren, ein bisschen aufhübschen kann ich ihn auch gleich – somit steht der Vollendung dieser Arbeit während der kommenden Tage nichts mehr im Wege.

Weil ich gerade hier bin, räume ich ein wenig im Haus herum. Ein paar eingelagerte Ersatzteile von Hans Peter kommen in den Wohnraum und die Couch aus ebendiesem darf in das Schlafzimmer umziehen.
Hier richte ich mir eine Art „Hauptquartier“ ein, ich kann während der nächsten Monate nicht andauernd meine Siebensachen von A nach B fahren.

Sieht ganz aufgeräumt aus

Der eigentliche Plan war, eine Schlafstätte für Notfälle zu generieren. Dies scheitert am kläglichen Zustand der Schlafcouch – ein klares Zeichen dafür, auch dieses Möbel zu entsorgen.

Ob ich den Plan weiter verfolge und mir vielleicht übergangsweise ein Bett zulege weiß ich noch nicht.
Allzulange will ich mit der Renovierung ja auch nicht mehr warten.

Als die Arbeit gemacht war, habe ich alles wieder verschlossen, ein letzter Kontrollblick, dann kann ich zurück in den Ort fahren.

Alles ok am Haus – nächstes Ziel ist Xirokampos

Heute fahre ich nicht mehr auf ELOWYN, ich setze meine Fahrt gleich fort, um bei Sibylle etwas zu unterstützen.

Ich hatte unserer Freundin Susanne versprochen, dass ich ihren Fuhrpark einmal bewegen werde.
Dies wollte ich heute tun und als erstes nehme ich mir die Vespa PX200E vor – ein Relikt aus den 80ern und eine Hommage an meine Jugend.

Ich genieße den Ritt auf der kleinen, zierlichen Italienerin…

Läuft…
…gib´ Gummi

Sibylle und ich wurschteln noch etwas im Garten, ich versuche mehr schlecht als recht uralte Zeitschaltuhren wieder in Betrieb zu nehmen und zu programmieren.

Irgendwie bekommen wir die offenen Aufgaben auf unserer Checkliste erledigt und können uns irgendwann auf den gemütlichen Teil des Tages vorbereiten.
Hanna hat heute Geburtstag und wir sind eingeladen – darauf freuen wir uns schon geraume Zeit.

Wir treffen pünktlich zur verabredeten Zeit im „Stis Annas“ ein…

Ein kleines Geschenk für unsere Freundin…
…dann wird gefeiert

Alarmsignal auf LIBERTÉ – kurz vor der geplanten Abfahrt testet HP seinen Außenborder und stellt fest – „…nanu, der springt gar nicht an!“

Obwohl er alle Register rund um die Kraftstoffaufbereitung gezogen hatte, stelle ich fest, dass es „…wohl der Vergaser sein wird…“ und beharre auch auf meiner Meinung.

Widerwillig schraubt mein saarländischer Freund noch einmal den kleinen Vaporisateur vom Zylinder, um dann unter meiner Anleitung Düsen herauszuschrauben und fachgerecht zu reinigen.

„Verdammt nochmal – da muss doch…“
Wir geben uns größte Mühe

Die Geschichte ging aus, wie Geschichten immer ausgehen, wenn Zeitdruck eine Rolle spielt.

Mit Petras Abreisewunsch im Nacken und dem Ausblick auf ein paar Urlaubswochen, wird die Reparatur abgebrochen und kurzerhand ein neuer Außenborder bestellt – if money is not the issue 😉 !

Natürlich werden wir den alten Yamaha Zweitakter noch reparieren, er wird dann wohl verkauft werden.

Während ich auf LIBERTÉ zugange war, hat Alex auf meine Bitte hin einen Drohnenflug gemacht.
Ich brauchte ein paar Bilder von EDINAs Masttop…

Die Drohne kreist über EDINA
Freud und Leid liegen eng beisammen

Auf der Aufnahme ist der Grund für das gerissene Genuafall klar erkennbar – eine scharfe Kante am Profilvorstag (gelber Pfeil) hat die Leine wohl durchgescheuert.

Glück im Unglück ist, dass noch ein Zipferle des Falls heraushängt, so ist der Schaden insgesamt leicht zu reparieren.
Natürlich muss die Ursache mit beseitigt werden!

Weil Alex gerade am Joystick war, hat er gleich noch eine Luftaufnahme von ELOWYN an ihrem Liegeplatz gemacht.

ELOWYN ist das einzige Segelboot an Pontoon A

Apropos ELOWYN, auch auf meinem Patenschiff komme ich während dieser Tage recht gut voran.
Ich habe die Instandsetzung der Druckwasseranlage ja lang genug vor mir hergeschoben – umso schneller konnte ich diesen Punkt auf meiner Liste nun abhaken.

Das ganze Setup wurde umgestaltet, mit den Brettchen vom Schreiner wurden neue Anschraubflächen für die Pumpe und den Druckbehälter geschaffen und letztlich wurde von Johnson auf Jabsco gewechselt.
Dazu habe ich nun einen 8 Liter Ausgleichsbehälter aus dem Haushaltsbereich, statt des teuren, kleinen 1 Liter Bootskessels verbaut.

Und? Läuft!

ELOWYN hat wieder Druckwasser an allen Zapfstellen

Nachdem nun endlich wieder fließend Wasser an Bord ist, kann der Kanister am Spülbecken ausziehen – mein letztes großes Projekt ist damit erledigt.

Ab jetzt stehen „nur noch“ kleinere Montagearbeiten auf der Liste.
Zeit genug für einen Kaffee und eine Süßspeise für Sibylle und mich…

Sibylle und ich nutzen immer öfter das „Skipper´s“ für unsere Kaffeepause

Die Zeit reicht noch, um den bereits vorgefertigten und etwas größer gebauten Anschlag für die Leiter der Badeplattform zu montieren.

Sibylle bedient mir den üppigen Heckeinstieg von ELOWYN, ich mache derweil die Montagearbeiten.
Das Anschrauben des kleinen Delrinriegels war nur eine kurze Angelegenheit, so dass wir recht rasch einen Probelauf machen konnten und dann Vollzug meldeten.

Die Leiter funktioniert wieder – perfekt

Warum die Eile? Nun, weil ich heute noch zwei Termine zu begleiten habe.

Mein Ex-Schiff, die LUMARA, liegt bereits seit heute Mittag in der Lakki Bucht vor Anker.
Gleiches hat nun auch Hans Peter mit seiner LIBERTÉ vor, denn beide Crews bekommen heute Besuch von Giorgos.

Dieser wird Maß nehmen, denn auf beide Schiffe wird im Winter ein Geräteträger für große Solarfelder montiert.
Ich begleite das Tun, um auf LIBERTÉ ein wenig mit technischem Englisch zu unterstützen und um auf LUMARA die Parteien miteinander bekannt zu machen.

Sibylle und ich haben versprochen, dass wir beim Ablegen der Saarländer zugegen sind, sie werden nach dem Treffen mit Giorgos eine mehrwöchige Reise antreten und wir werden einander länger nicht sehen.

Maschine läuft, der Marinero ist da – Leinen los
Da fährt sie dahin, auf Wiedersehen liebe Freunde

Ich verliere keine Zeit – Sibylle fährt nach Xirokampos um zwischenzeitlich im Haus zu verweilen, ich setze mich auf meine GS und fahre an den Dinghykai in Lakki.

Dort warten Ellen und Dominik bereits auf uns, Hans Peter kommt nach dem Ankern mit dem Dinghy dazu.
Nach dem obligatorischen Viertel erscheint auch Giorgos und so können wir endlich gemeinsam übersetzen.

Es ist erwähneswert, dass Giorgos den neuen Außenbordmotor von LIBERTÉs Schnulli hierher mitgebracht hatte und dieser „noch schnell“ in Betrieb genommen wurde.

HP, Merlin und Giorgos in einem Schlaucherl, ich fahre mit Ellen und Dominik

Zuerst fahren wir auf die Bavaria von Hans Peter und Petra. Es wird besprochen, vermessen und über Wünsche und Notwendigkeiten diskutiert.

Hans Peter bekommt zudem noch die Unterlagen für seinen neuen Motor – das ganze Procedere dauert etwa eine Stunde.
Dann ist alles besprochen, alle Ideen berücksichtigt und alle Herausforderungen diskutiert.

Kostenvoranschlag folgt – wir setzen über auf LUMARA, welche ich schon die ganze Zeit vor Anker betrachten durfte.
Ich bin zufrieden…

Giorgos plant, zeichnet und notiert
Ich betrachte derweil LUMARA am Anker
Nachdem HP uns zum Nachbarschiff geshuttelt hatte – ein Wechsel der Vorzeichen und der Perspektive
An Bord der Dufour wiederholt sich das Planungsprocedere

Erledigt, fertig! Dominik bringt Giorgos und mich zurück an Land, hier trennen sich unsere Wege.

Ich fahre noch einmal kurz zurück in die Marina um für Martin ein Foto seiner STENELLA zu machen, denn er wollte wissen, wie die Marinajungs das Dinghy gestaut haben.

Was soll ich sagen? Nicht gut, nicht schlecht – geht so!
Das ist halt das Thema, wenn man es perfekt haben will, dann muss man es selber machen.

Nicht abgedeckt, aber immerhin sicher und auf einem Karton

Jetzt reicht es aber – Feierabend! Ich lasse es gut sein und fahre ebenfalls nach Xirokampos, wo Sibylle schon mit dem Essen auf mich wartet.

Hanna und Jim, Alex´ Eltern, waren ja noch auf Leros und hatten signalisiert, dass sie gerne einmal bei unserem Haus vorbeisehen würden.
So ergab es sich, dass wir heute einen Abstecher nach Plaka machten und danach noch zu ihnen nach Platanos fuhren.

Auch wir waren neugierig, denn Hanna und Jim wohnten in einer Wohnung, die das A-Team angemietet hat.
Die junge Crew gönnt sich den Luxus eine Art „Base“ zu haben, in der Antonia lernen kann und stets ein Platz für Besuch zur Verfügung steht.

Die Wohnung ist schön – zudem wollte es der Zufall, dass Hanna noch Kuchen vom Geburtstag übrig hatte und mit welchem Getränk lässt sich Kuchen am besten genießen???

Bei Hanna gibt es ein Stückchen Kuchen und ein Frühschoppenbier

Es sollte ohnehin ein voller Tag mit den Freunden aus Landshut werden – nachdem wir gegenseitig unsere Quartiere inspiziert hatten und die Neugier befriedigt war, wurde ein Treffen am Strand anberaumt.

Erst ein bisschen Baden und danach im „Pirofani“ zu Abend essen, soweit der Plan…

Auf dem Weg zum Lieblingsstrand habe ich mit meiner GS einen „besonderen“ Tachostand erreicht – 50.000km sind allemal ein Foto wert!

Gleich passiert es…
…jetzt ist es soweit – auf viele weitere, unfallfreie Kilometer
Im „Pirofani“ klingt der Tag aus

Ich hatte ja bereits erwähnt, dass Sibylle und ich viele Kleinigkeiten auf unserer Liste hatten.

Der heutige Tag sollte ein Tag werden, den wir vollends für solche Themen verwenden würden.
Wir starten den Tag in Xirokampos, wo eine letzte Probefahrt mit Susannes Vespas anstand, dann musste die Garage so vorbereitet werden, dass wir den Fiat Panda unserer Freundin dort parken können.

Diesen gilt es von der Werkstatt abzuholen und wieder in seine Garage zu bringen.
Packen wir es also an…

Ok, die Vespas laufen – ich kann sie wieder ordentlich verräumen
Wir fahren nach Lakki und holen den Ur-Panda aus der Werkstatt
Sibylle folgt mir mit Klicker
Ich werde verfolgt! 😉
Die Vespas sind ordentlich verräumt – der Panda kann in der Garage geparkt werden

So weit, so gut! Sibylle bittet mich noch die defekte Lampe zu reparieren – „…was erledigt ist, ist erledigt!“
Da hat sie Recht, ich greife daher zum Werkzeug und vermute, dass die Lampe, deren Gehäuse im eingeschalteten Zustand unter Strom steht, wohl keine Gefahr darstellt wenn der Schalter auf „aus“ steht.

Weit gefehlt! Ich fasse beherzt an die Fassung (ob die wohl deshalb so heißt?) und mir stehen die Haare zu Berge.
Nach dem Stromschlag fühle ich mich zwar wach, fast wie aufgeladen, trotzdem brauche ich das kein zweites Mal.
Ich lege die Sicherung und mache mich ein weiteres Mal ans Werk.

U N G L A U B L I C H ! Ich reiße den ganzen Schrott raus und ersetze alles durch Neuteile

Die Reparatur dauerte nicht lange – ich war vorbereitet und hatte bereits alle Teile gekauft.
Der Fehler wurde gefunden und eliminiert, von dieser Lampe geht keine Gefahr mehr aus.
Allerdings schwant mir, dass es sich lohnen würde, allen Lampen am Grundstück einen Kontrollblick angedeihen zu lassen.

Diese Elektroinstallation hat es in sich…

Schon viel gemacht und doch war es erst Mittag! Meine Frau und ich verholen für einen kalten Drink nach Lakki in das „La Palma“ Café und treffen dort Nico, die mit ihrem Boot wieder hierher zurückgekommen ist.
Sie erzählt uns bei einem Getränk von Problemen mit ihrem Auto – klar, dass ich da in die Bresche springe…

Wir schleppen den Citroen auf einen schattigen Platz um ihn dort in Ruhe diagnostizieren und reparieren zu können

Weil immer noch genug Tag übrig war und mein Energielevel durchaus noch hoch genug für ein paar weitere Handgriffe war, verhole ich auf ELOWYN während Sibylle zurück zu ihrer Wohnung fährt.

Sibylle hatte vor zwei Tagen erkannt, dass die vordere Dusche auf unserem Patenschiff nicht abpumpt.
Die Membranpumpe für den Pumpensumpf war schnell als ursächlich identifiziert, zum Glück gibt es einen Reparatursatz, welchen ich gekauft habe und heute verbauen will.

Nach dem Einbau der neuen Membran funktionierte alles wieder bestens

Die letzten Stunden des Tages widme ich der neuen Werkzeug- und Ersatzteilordnung auf ELOWYN.

Aus der freiwilligen Sortierarbeit wurde letztlich doch eine Art „Projekt“, der Zeitdruck welcher zuletzt herrschte, wurde von meiner Gattin aufgebaut – „…Du musst jetzt endlich das Zeug wegräumen, es stört beim Saubermachen!“

Da mir ihr Befehl stets Wunsch ist, folge ich der Aufforderung und finalisiere heute das neue Ordnungssystem.

Alles sortiert, geordnet und beschriftet
Da mein Labeldrucker stets verspottet wird, muss mit Handschrift vorlieb genommen werden

Geschafft! Jetzt reicht es – ich fahre zum Essen zu Sibylle und wir lassen den Tag gemeinsam in Xirokampos ausklingen.

Wir sind gespannt auf morgen, denn es steht ein Bootsausflug auf dem Plan.
Wir werden die Leinen loswerfen und zur Nachbarinsel Kalymnos fahren – das Vehikel unserer Wahl ist diesmal ANAHITA.

Beim A-Team steht die Probefahrt an, Alex möchte seiner Mam natürlich auch einen schönen Ausflug auf eigenem Kiel bieten.
Wir wurden eingeladen zu partizipieren – als Freunde und Unterstützer im Falle eines Falles.

Wir treffen uns daher zeitig am nächsten Tag an Bord der Delta 46.

Sibylle und Hanna machen es sich im Cockpit bequem

Wir brauchen eine Weile um uns zu sortieren, aber gegen 11.00 Uhr war es soweit.
Jeder war auf seinem Platz eingeteilt und wusste was zu tun war, Antonia stand am Steuer um das Schiff aus der Lücke und letztlich aus der Boxengasse und zur Hafenausfahrt zu bugsieren.

Der Marinero kam und wir gaben das Zeichen, dass wir bereit zum Ablegen wären.

Die Muring fällt, die Heckleinen laufen an Bord und wir verlassen die Leros Marina Evros mit Ziel Emborio Bucht auf Kalymnos.

Antonia steuert ANAHITA in die Lakki Bucht, Alex scheint zufrieden
Wir verlassen die Bucht und legen Kurs Kalymnos Emborio an
Leider war zuwenig Wind, es wurde eine Motorfahrt mit der Option einen Gin-Tonic an Deck zu genießen
Der Autopilot verweigerte den Dienst – jeder durfte mal ans Ruder
Die Unschärfe ist beabsichtigt – Portraitmodus – der Gin-Tonic hat keine Schuld, oder???
Nach rund zwei Stunden Fahrt lag Emborio voraus

Die Blogleser der ersten Stunde wissen, dass ich zu Emborio ein spezielles, sehr positives Verhältnis habe.
Ich habe hierher mehrere Probefahrten gemacht, die letztlich zu sehr schönen Geschichten und Lebenslinien geführt haben.

Ich kehre jedes Jahr unter wechselnden Vorzeichen hierher zurück. Ich genieße das Essen bei „Captain Kostas“, die junge Chefin kennt mich und freut sich jedes Mal mich zu sehen.

So auch unser Plan für heute – wir lassen den Anker fallen und schwimmen an Land um bei Kostas einen „Light-Lunch“ zu uns zu nehmen.
Danach würden wir wieder nach Hause fahren.

„Klar zum Ankern, klar am Vordeck“

Der Anker fällt auf circa 8m Wassertiefe und wir fahren ihn sicher ein. Leider ziehen ein paar Wolken auf, aber die Temperaturen bleiben hochsommerlich warm.

So entscheiden Alex und ich an Land zu schwimmen, während Antonia das Dinghy klar macht und Hanna und Sibylle shuttelt.

Wir sammeln uns, Alex und ich legen unsere Klamotten an und dann besuchen wir „Captain Kostas“…

Es gibt noch keine Tische am Strand, wir nehmen auf der Terrasse Platz

Großes Hallo, die Gastgeber erkennen uns sofort wieder und lassen sich auf etwas Smalltalk ein.
Eigentlich wollten wir nur einen „Light-Lunch“ zu uns nehmen, aber irgendwie waren dann die Gelüste doch größer und wir bestellten von Allem etwas.

Letztlich hatten wir eine große Auswahl am Tisch, wir haben wie in Griechenland üblich, einfach alles untereinander geteilt.

Das Essen war sehr lecker, diese Taverne bleibt für mich ein lohnenswertes Ausflugsziel.

Salat mit Käse und Scampi

Wir haben das Ambiente genossen und das A-Team war natürlich unheimlich stolz auf die erste Ausfahrt und die Tatsache, dass wir mit Blick auf ANAHITA gespeist haben.

Auch das Lokal selber ist besonders. Die Familie hat eine Schwammtauchergeschichte und zeigt dies auch allerorts.
Kalymnos ist bekannt als die Insel der Schwammtaucher und die Ware gibt es hier überall zu kaufen – man legt Wert darauf, dass es keine Chinaware ist.

Light-Lunch mit Blick auf ANAHITA
Aich im „Captain Kostas“ gibt es die Schwämme zu kaufen

Nach dem Essen haben wir den Rückweg angetreten und obwohl es schon später Nachmittag war, hat uns die Sonne ordentlich auf´s Haupt geschienen.

Glück hatten die, welche eine Kappe dabei hatten – leider war ich keiner der Glücksritter.
Aber in so einem Fall darf man halt nicht doof sein und muss Ideenreichtum beweisen.
Da war es ein willkommener Zufall, dass ein Winschenhäubchen wie angegossen auf meinen Dätzi passte.

Als wenn es so gehören würde

Wir kamen gerade noch rechtzeitig vor der „Sperrstunde“ in unserer Marina zurück.
ANAHITA wurde der gleiche Platz zugeteilt und weil wirklich überhaupt kein Wind war, hat Alex die „Königsvariante“ der Anlegemanöver probiert – mit Erfolg!

Er zirkelte den behäbigen Langkieler auf engstem Raum in die Lücke und die Leinen gingen über.
Die Muring noch fest, dann liegt der erste Ausflugstag der ANAHITA unter dem Kommando des A-Team im Kielwasser.
Darauf gibt es einen Anlegeschluck!

Ja wer hat denn da Hasenohren? Alex ist ganz schön frech…

An diesem Abend wollen wir im „Harris“ einen Drink nehmen, danach sind wir zum Essen im „Serza“ verabredet.

Eigentlich war dieser Besuch im „Serza“ als Einladung von Emanuel ausgesprochen.
Aber leider musste er abermals absagen – kein Thema, wir nutzen den Termin einfach um uns mit der Crew der EMOTION in dem feinen Lokal zu treffen.
Es war abermals ein Highlight – das „Serza“ hält sich auch 2026 ganz oben auf unserer persönlichen Liste.

Und wie war es im „Harris“ – nix war´s, wir wurden aufgrund einer „geschlossenen Gesellschaft“ abgewiesen.
Nicht mal die Reservierung für das Crewtreffen der ELOWYN konnten wir absetzen.
Naja, macht auch nix – wir erhaschen den tollen Blick und trinken unseren Ouzo eben im „Serza“.

Ein tolles Ambiente, aber leider war das „Harris“ privat besetzt – geschlossene Gesellschaft

Am Folgetag möchte ich wieder einmal ein paar Handgriffe auf meinem Patenschiff machen.

Die Hauptmaschine ist bei verschiedenen Aktionen ja schon gelaufen, hier sehe ich keinen Handlungsbedarf.
Anders der Generator – diesen starte ich heute zum Probelauf.
Es wird getestet ob das Kühlwassersystem funktioniert, der Ölstand wird geprüft und natürlich wird die Ausgangsleistung angesehen.

Hier scheint alles in Ordnung, ich kann das Aggregat wieder stoppen und an den Punkt „Testlauf Generator“ einen Haken machen.

Die Batterie des Generators ist geladen, die Funktion geprüft – an dieser Stelle ist nichts mehr zu tun

„Motorentage“ auch auf LUMARA! Ich schwöre, ich habe überhaupt nur bei drei Punkten Bauchweh, wenn ich an meine alte Dufour denke.

Zwei Punkte habe ich offen kommuniziert, sollte hier etwas auftreten müssen die neuen Eigner in die Bresche springen – LUMARA ist eben auch schon 27 Jahre alt.

Nicht offensiv kommuniziert habe ich, dass der Auspuffschlauch nicht mehr im Bestzustand war. Er war keineswegs kaputt, aber seine beste Zeit lag weit hinter ihm.
Da der Tausch sicher eine Scheißarbeit ist, war meine Hoffnung, dass er noch zwei, drei Jahre halten würde – wenn er dann das Zeitliche segnet, hätte ich keine Aktien darin.

Was geht als erstes auf LUMARA kaputt – der Auspuffschlauch! Der arme Dominik hat wirklich rackern und schuften müssen, ich konte nur ein wenig helfen.
Dafür habe ich als Geste des guten Willens den Schlauch spendiert, so hatte er wenigstens keine Kosten…

7m neuer Schlauch mussten einmal quer durch´s Schiff, dafür musste im Bad ein „Fenster“ in der Dusche geschnitten werden 😮

Weil offensichtlich das Thema Motor an diesem Tag omnipräsent war, habe ich kurzerhand beschlossen, dass ich gleich noch mit dem Ölwechsel am Hauptmotor beginne.

Ich starte also den Jockel, lasse ihn ein paar Minuten laufen und warte bis das Öl Betriebstemperatur hat.
Dann stelle ich die Maschine ab, führe die Absaugsonde von Giorgos´ Ölwechselpumpe ein und starte das Gerät.

Leider funktioniert das nicht so gut wie geplant. Ich muss mehrere Sonden probieren und es dauert ewig, bis ich die 8 Liter Soll von den 10 Litern Istmenge absauge.
Dass der stehend eingebaute Filter beim Wechsel für eine Riesensauerei sorgt, erwähne ich nur beiläufig.

Glaubt mir, ich habe wirklich viele Ölwechsel in meinem Leben gemacht, es gibt durchdachte Motoren und weniger durchdachte – dieser gehört zu den letzteren.

Bis zum Abend ist die Arbeit erledigt – befüllt wird morgen

Ich lasse es für heute, Feierabend! Ich fahre nach Xirokampos zu Sibylle und gönne mir ein Feierabendbier auf der Terrasse.

Sibylle kommt und meint, dass wir heute die 40°C Schallmauer durchbrochen haben.
Dies würde jedenfalls ihr Wetterbericht anzeigen!
Da lohnt sich ein Kontrollblick…

Das Feierabendbier ist wohlverdient
Da schlürfe ich mein Bierchen bei 40°C – ob das stimmt???
Dieser Wetterbericht scheint mir glaubwürdiger zu sein

Nein! Natürlich hat es keine 40°C – der Wetterbericht auf Sibylles Phone ist wohl KI-gestützt.
Die gleiche KI welche mich bei einem Motor mit Stirnrädern den Zahnriemen wechseln lassen wollte.

Mit offenen Augen sieht man die Fehler der KI häufig, spüren kann man sie selten so deutlich wie heute bei der Temperaturdifferenz.
In der Tat hatten wir wohl eher 25°C als 40°C – na komm´ wegen der 15°C, pfffft!

Am Abend sind Sibylle und ich zum Dinner mit Freunden verabredet. Am Weg dorthin sehen wir noch einmal nach, ob wir heute unsere Reservierung bei „Harris“ platzieren können.

Leider wird wieder nichts daraus…

Noch einmal fahren wir hoch zu den Mühlen – aber die Bar ist geschlossen
Ein Blick ins Internet beantwortet unsere Fragen und lässt die letzte Hoffnung platzen

Unser Wunschtermin fällt, wie sollte es anders sein, auf einen Montag.
Wir können also nicht reservieren und müssen uns eine Alternative ausdenken.

Der nächste Tag beginnt mit einem Schock! Ich befülle den Motor mit neuem Öl und will ihn kurz starten um den Ölstand korrekt zu messen.

Ich drehe am Schlüssel – und was passiert??? Nix! Gar nix!
Nicht mal ein Klicken, einfach nix.
Ja Sacklzement, was ist denn jetzt schon wieder?

Es dauert eine zeitlang, bis ich klar identifizieren kann, dass der Magnetschalter des Anlassers der Übeltäter ist.
Diese Reparatur werde ich vor dem Urlaubsbeginn des Eignerpaars nicht mehr hinbekommen.
Also besinne ich mich auf alte Werkstatttricks – ein paar Hammerschläge an die richtige Stelle…

Na, wer von euch findet den Magnetschalter und weiß, wo hinzuklopfen wäre?

Man sieht den Anlasser kaum – trotzdem kann ich dem Magnetschalter drei Schläge verpassen, während Sibylle den Schlüssel dreht.

Und was soll ich sagen? Der Jockel springt an! Der Fehler trat sporadisch auf, kam die nächsten Tage nicht mehr, ich habe trotzdem einen neuen Magnetschalter als Ersatzteil bestellt.

Ich stelle den Ölwechsel fertig und mache mich dann noch über die Filter her.
Auch das ist wieder eine Sauerei, macht aber wenigstens keinen Kummer. Alles klappt und ich kann auch die Motorinspektion von meiner Liste nehmen.

Der Filterwechsel ist eine Sauerei…
…war aber notwendig

Angelika und Uli von der JASPER wollen heute zum Fisch essen in die „Psarotaverna Gourna“, dort sind wir um 19.30 Uhr verabredet.

Bis dahin haben Sibylle und ich noch etwas Zeit, also gehen wir für einen Sundowner in die „Sunset Bar“ am Gourna Strand.
Diese liegt nur wenige Meter von der Taverne entfernt und wir können „just in time“ das Lokal wechseln.

Leider hatte ich während des Sundowners den Kopf nicht frei…

Während Sibylle und ich unser Getränk schlürfen, betreibe ich Recherche zum Anlasser von ELOWYN

Man sieht diesen Teil der Arbeit nicht. Wenn ich Projektarbeiten an ELOWYN zu erledigen habe, dann muss ich pro Projekt etwa drei bis vier Stunden Recherche dazu rechnen.

Fehlerbilder recherchieren, Informationen einholen, Schaltpläne und / oder technische Zeichnungen beziehungsweise Explosionszeichnungen studieren…
Last not least folgt die Ersatzteilrecherche und die Bestellung nebst Transportorganisation.

Für heute reicht es aber – Sibylle und ich ziehen weiter in die Taverne am Gourna Strand und genießen das Dinner mit den Freunden in entspannter Umgebung.

Unter der Woche sind nicht viele Gäste in der Taverne
Die Sonne versinkt im Meer und taucht den Starnd in warme Farben

Wir gehen in den Endspurt, bevor Tina und Volker ankommen und ihre ELOWYN übernehmen werden,

Sibylle und ich sind mit den Projektarbeiten weitgehend fertig und müssen „nur noch“ klar Schiff machen.
Das bedeutet, dass das große Schiff, welches jetzt ja fast ein Jahr an Land stand, innen komplett durchgereinigt werden muss.
Zudem muss außen das Edelstahl poliert werden und last not least das Deck zweimal geschrubbt werden.

Diese Reinigungsarbeiten machen wir, bis auf die finale Decksreinigung, über mehrere Tage verteilt.
So entstehen „no go areas“ und immer öfter höre ich Sibylle sagen „…da gehst Du mir nicht mehr rein!“

In der restlichen Zeit kümmere ich mich um die Dinge, die man gerne bis zuletzt aufschiebt, die aber doch gemacht werden müssen.

Wie immer starte ich den Tag mit einem Kaffee vor dem Rechner und checke die „To Do – Listen“.

Ohne Kaffee geht gar nix

Da wir das Boot nicht mehr mit Helfern betreten müssen beschließe ich, heute das empfindliche Niedergangsschott zu montieren.

Für den Winter hatte ich mir ein provisorisches Steckschott aus Holz gebaut, dieses bleibt jetzt als Ersatz an Bord.
Ab heute soll also das Originalteil seinen Dienst tun.

Es kam was kommen musste – beim Anziehen der Schrauben für die Verriegelung, ist die alte Kunststoff Unterlage gebrochen.
Kein Wunder, altes Plastik wird nunmal hart und es handelte sich um die Seite, welche noch nicht ersetzt wurde.

Also wie immer – Material besorgen, nach Plaka in meine kleine Werkstatt fahren und dort ein Ersatzteil anfertigen…

Ich fertige das Ersatzteil nach den Bruchstücken des Altteils

Das klappt ganz gut und so beschließe ich, mir ein Eis zum Frühstück zu gönnen.

Sibylle war in Lakki einkaufen und wir treffen uns in „Repapis“ Eismanufaktur auf eine Eisspezialität nebst einem zweiten Kaffee.

Danach gehen wir zusammen zurück in die Marina um unser Tagwerk zu finalisieren.

Schön, so kann man es aushalten – ja, den versteckten „Monk“ habt ihr natürlich entdeckt 😉
Die neue Unterlegplatte für die Schottverriegelung passt einwandfrei

Lang schon liegt mir Eds Antriebsmotor für die elektrische Genua am Herzen. Hier waren die Schleifkohlen zu ersetzen und eine Reinigung des Elektromotors durchzuführen.

Diesen Arbeitsschritt hatte ich bereits erledigt, so war es heute an der Zeit das Aggregat noch einmal zu prüfen, bevor ich es auf EDINA zurücklegen würde.

Dafür musste ich 24V anlegen, die stehen auf ELOWYN zur Verfügung und so konnte ich den Test erfolgreich durchführen.
Wobei erfolgreich relativ ist – zunächst gab es ein Rauchwölkchen und diesen typischen verschmorten Geruch – ich war sicher, dass der Motor doch einen größeren Schaden hat.

Bei den weiteren Testläufen lief er aber in beide Richtungen einwandfrei – ich lasse es auf einen Test ankommen und werde den Motor morgen zurück auf EDINA bringen.

Schweißtreibendes Rackern am Eletromotor

Ich freue mich auf den Abend, denn Hans hatte sehr spontan zu einem Griller in deren Haus in Crithoni geladen.

Brigitte musste für einige Tage nach Österreich reisen und er war sozusagen „Strohwitwer“ während dieser Tage.
Doch von Langeweile keine Spur – zwei Freunde verweilten mit ihren Booten auf Leros, für die Beiden wurde das BBQ ausgerufen – wir durften an dieser Stelle partizipieren – was wir sehr gerne wahrgenommen haben.

Wir fahren mit dem Mopped nach Crithoni
Hans steht bereits am Grill als wir ankommen
Wie immer kommt niemand zu kurz
Auch Sibylle greift beherzt zu – beim Salat, welchen es für die Männer in homöopathischer Dosis gab
Selbstverständlich rundet ein Ouzo das Mahl ab

Wir kommen erst spät nach Hause und gehen sofort schlafen. Morgen ist wieder ein Tag, an dem sich Kleinarbeiten aneinander reihen werden und wir müssen uns ranhalten um im Zeitplan zu bleiben.

Ja, wir sind a jour – aber irgendwie schiebt sich am Ende eben immer alles etwas zusammen.
Sibylle beginnt schon zu waschen und zu packen, denn unsere Fahrt nach Deutschland steht bald an.

Ich beginne langsam mit meinem Auszug vom Schiff, denn ich muss ELOWYN ja zur Übernahme durch das Eignerpaar geräumt haben.

Das alles schreibt sich leicht – kostet aber doch die ein oder andere Stunde.

PITSCH – ich stehe in etwas Nassem! Was ist das???

Wasser am Salonboden – und nicht wenig! Na toll, wenn der Tag schon so anfängt

Ich bin schon fast am Verzweifeln und verharre wohl für eine Sekunde in meinen Gedanken.

Lang genug um für eine schnelle Klärung der Ursache zu sorgen – denn meine kurze Denkpause reicht aus, um einen kleinen Piepmatz in Sicherheit zu wiegen…

So setzt er sein morgendliches Bad in aller Seelenruhe fort – während ich unter der Luke stehe.
Er lässt sich auch nicht beirren, als ich zum Foto greife – zu verlockend schien die Ansammlung von Morgentau in der Ablaufrinne der Luke.

Na dann, es sei ihm vergönnt – aufwischen kann ich später

Als Sibylle kommt, schicke ich sie in den Keller! Klingt schlimm, war es aber nicht.
Ich bitte sie natürlich, für mich ein Bild zu machen – denn es steht noch die Überprüfung eines Seeventils an, welchem ich aber von jeher vertraut habe.

Wir konnten das Ventil in der Segellast nicht final prüfen, denn alle Segel befanden sich in dem Stauraum.
Heute liegt nur der große Gennaker im Kompartement und eine schlanke Person kann sich in dem verbleibenden Raum soweit bücken um ein Foto zu machen.

Bei der Auswahl der „schlanken Person“ komme ich nicht in die Gruppe der Finalisten, so wird entschieden, dass Sibylle doch bitte dieses Kontrollfoto machen möchte – et voilá…

Alles perfekt – keine Nacharbeit auf der Innenseite nötig

Natürlich muss ich für diese Hilfestellung Fröhndienste leisten – nichts ist umsonst im Leben!

Meine Gattin, welche sich normalerweise am Vormittag um die Einkäufe kümmert, fordert heute meine Unterstützung an.
Es seien Getränke zu kaufen und da brauche sie die kräftige Unterstützung ihres Ehemannes.
Hm, natürlich rieche ich den Braten, aber sie weiß schon wie sie mich packen muss – wie könnte ich da ablehnen?

Also setzen wir uns in Klicker und fahren los um Wasser und Bier zu kaufen – und siehe da…

Echte 32°C am Vormittag – das erste Mal ein beständiger Dreier

Es hat fast einen Monat länger gedauert als letztes Jahr! Zum ersten Mal steht die 3 als erste Ziffer auf der Temperaturanzeige und von nun an nur noch sehr selten weichen.

Der Hochsommer kam schleppend und mit etwas Verspätung – aber ab nun dürfen wir uns an dauerhaften Sommertemperaturen erfreuen – des einen Freud´ des anderen Leid.

Sibylle vertröstet sich mit den „angenehmen“ Temperaturen die wir in Deutschland erwarten dürfen – dass dies ein fataler Trugschluss sein würde, konnte heute noch niemand ahnen.

Spoileralarm – dass die letzten Tage meines geliebten Klicker anbrachen, konnte zu diesem Zeitpunkt auch noch niemand ahnen.
Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen…

Nach unserer Rückkehr, hebe ich das Level der noch offenen Arbeiten auf ein neues Niveau!

Aus einer Sicherungsleine fertige ich neue Bändsel für ELOWYN

Eine der verwendeten Sicherungsleinen war in einem noch sehr guten Zustand, aber als klassische Arbeitsleine einfach unterdimensioniert.

So habe ich kurzerhand entschieden, dass ich daraus einige neue Bändsel fertigen würde.
Ich war zufrieden – mit meiner Arbeit und auch mit der Tatsache, dass dies ein klares Anzeichen dafür ist, dass die wichtigen Arbeiten wohl im Kielwasser liegen.

Die „neue Hitze“ macht sich deutlich bemerkbar – wir schwitzen mehr als sonst beim Arbeiten und so lehnt Sibylle auch nicht ab, als ich nach einem Feierabendbier auf der kühlen Terrasse des „La Palma“ Café´s rufe.

Geeistes Glas, schöner Ausblick – was will man mehr?

Zum Dinner haben wir uns noch einmal mit Strohwitwer Hans verabredet.

Wir wollten es nicht versäumen einmal die Ouzerie „O Sotos“ einzukehren.
Hans hatte das kleine aber durchaus gute Lokal in Drimonas noch nie besucht, wir haben daher beschlossen diese Lücke heute zu schließen.

Natürlich verabreden wir uns für eine Zeit, zu der wir noch etwas vom Sonnenuntergang über der Gourna Bucht haben würden.

Die Ouzerie ist als Fischlokal bekannt, scheint von außen tatsächlich eher wie eine kleine Ouzerie, kann aber vom Angebot der Speisen mit den anderen klassischen Tavernen mehr als mithalten.

Die Szenerie rund um die Ouzerie ist jedenfalls fantastisch und typisch griechisch.

Die kleine Ouzerie „O Sotos“
Nett dekoriert

Wir nehmen Platz und wer kommt ums Eck??? Aleko, Mariettas Cousin – wir kennen uns schon lange und wussten nicht, dass er nun hier arbeitet.

Es gibt ein kurzes Hallo und ein wenig Small-Talk. Wie geht es dem Haus, was sind eure Pläne?

Ich erzähle, dass meine NESSAJA verkauft ist und ich gelegentlich nach einem kleinen Boot Ausschau halte.
Da schnappt mich Aleko am Arm und zerrt mich hinter das Haus – er bietet mir zwei Boote zum Kauf an, ich könne überlegen…

Kaum haben wir Platz genommen…
…zerrt Aleko mich zu den Booten

Ich werde keines dieser Boote kaufen. Das ist nicht was ich suche. Aber die Situation zeigt mir – man muss nur warten können.

Es wird sich eine Gelegenheit bieten ein neues Boot zu haben – und ich werde merken, welches Schifferl das richtige zu sein scheint, es wird mich finden.

Ich gehe zurück an unseren Tisch, wir genießen unser Bier und stoßen auf das Leben an.
Die Sonne schmeichelt uns noch, es wird noch etwas dauern, bis sie am Horizont verschwindet.

Die Sonne taucht den alten, kleinen Hafen in ein weiches Licht
Zu dieser Jahreszeit geht sie hinter dem Berg unter – etwas früher im Jahr fällt sie direkt ins Meer
Die Speisen schmecken super und sind schön angerichtet – wir essen im letzten Sonnenlicht
Fotografiert ohne Filter oder Korrekturen – das Licht ändert sich, die Sonne taucht alles in ein warmes Orangerot
Minuten später beginnt die „blaue Stunde“ die wir außerordentlich genießen

Der Abend war wunderschön, wir haben herrlich gesessen und bestens gespeist.
Zusammen beschließen wir, dass wir nach Brigittes und unserer Rückkehr sicher noch einmal hierher zum Dinner kommen würden.

Dann lassen wir den Abend langsam ausklingen und fahren zurück zu unseren Quartieren.

Der nächste Morgen beginnt für mich mit einem Nervenkrieg – denn ich beschäftige mich mit der Telekom!
Was in Deutschland schon ein Wahnsinnsakt ist, kommt in Griechenland dem Versuch der Quadratur des Kreises gleich.

Mit dem Kauf meiner SIM habe ich die Büchse der Pandora geöffnet…

Nix klappt – kein Wunder, Cosmote ist eine Tochter der Telekom

Wer mich länger kennt weiß, dass ich auf Kriegsfuß mit der deutschen Telekom stehe.
Es war daher ein fast körperlicher Schmerz eine Cosmote SIM zu kaufen, als ich erfahren hatte, dass Comote eine Telekom Tochter ist.

Aber ich schätze Cosmote in Griechenland und habe mir einen Ruck gegeben, nachdem ich mehrfach darauf angesprochen wurde, mir „endlich eine griechische Telefonnummer zu holen“ und diese auch schon bei Bank- und Behördenbesuchen schmerzlich vermisst habe.

Ich stelle auch fest, dass die griechischen Handwerker lieber lokale Nummern anrufen und es ist auch so, dass hier noch viel mit SMS geht – auch das ist mit lokalen Nummern einfacher.

Ich mache es kurz – ich verbringe Stunden am Computer, kann das Problem der Online Freischaltung aber nicht lösen.
Da wir keinen Cosmote Shop auf Leros haben, vertage ich die Lösung auf unsere Heimfahrt.
Ich suche einen Shop in einer Großstadt auf!

Heute nehmen wir uns einen Tag frei…

Wir gehen an den Strand, chillen, baden und genießen das Leben
Wir entdecken die „Ammos Bar“ für uns – hier waren wir noch nicht
Die Snacks sind gut und preiswert, das Ambiente ist einladend

Natürlich kennen wir die „Ammos“ Bar schon lang – aber wir sind bisher nie dort eingekehrt.
Dabei stehen dort schöne Liegen am Strand, der Service ist freundlich und das Angebot gut und preiswert.

Zudem ist das Café vor dem Strandabschnitt, bei dem man am schönsten ins Wasser gehen kann – der Kies ist dort feiner als bei den gutbesuchten Nachbarn.

Wir freuen uns über diese Erkenntnis und wir beschließen hier öfter einzukehren.
Den Rest des Tages verbringen wir hier.

Wir ließen uns heute treiben und bemerkten dabei, dass wir dies kaum noch tun. Nach fünf Jahren ist unser neues Zuhause zur Gewohnheit geworden.
Umso mehr genießen wir den heutigen Tag und freuten uns dabei schon auf das Abendessen – denn heute waren wir von Ellen und Dominik auf ein uns sehr wohlbekanntes Schiff geladen…

Wir waren zu ersten mal als Gäste auf LUMARA, unserer alten NESSAJA.

Es wird gegrillt, die beiden hatten fleißig eingekauft
Das Geschirr kenne ich doch 😉 – wir speisen lecker bei der jungen schweizer Crew

Der kommende Tag begann wie alle anderen auch, er hatte aber die „Überraschung des Monats“ in petto – leider war es keine angenehme…

Nachdem der Eigner von EDINA sein Kommen für Mitte Juni angekündigt hat, also später als zunächst gedacht, habe ich beschlossen, noch einmal einen Kontrollgang zu machen.

Es ist der Tag bevor wir ELOWYN übergeben müssen und wir sind eigentlich in die Reinigungsarbeiten eingebunden – aber es ist ja nur eine kurze Stipvisite auf der blauen CNB60.

Ja und da habe ich mich mal wieder richtig getäuscht!

Als ich die Systeme starten will, geht gar nichts mehr! Gar nichts!
Die Ursache finde ich kurze Zeit später…

Es ist wieder Wasser im Schiff

Ich rufe sofort Alex an, denn er hat einen ppm-Tester mit dem wir meinen Verdacht bestätigen wollen – es handelt sich um Salzwasser.

Offen gesagt verspürt keiner von uns den Wunsch einen kräftigen Schluck der grauen Melasse zu sich zu nehmen, dennoch nippen wir vorsichtig an einem Glas mit dem wir abgeschöpft haben – schmeckt salzig…

Naja, was für uns eigentlich klar war, wurde durch den Tester bestätigt – Salzgehalt und Leitfähigkeit außerhalb des Messbereiches – es handelt sich um reines Meerwasser!

Ich rufe den Eigner an und gebe ein Alarmsignal, aber zunächst wird beschwichtigt.

Der Test ist eindeutig

Ich werde nachdrücklich und schicke Bilder – es geht hier um eine ganze Menge Wasser.

Klar, vermutlich sinkt das Boot nicht, aber um die Ursache zu finden, muss es sofort ausgepumpt werden und dann unter Beobachtung gestellt werden.
Ich habe nur noch heute ein paar Stunden Zeit, dann muss ich das Tun beenden.

Der Eigner stimmt zu, dass wir das Boot zunächst mit einer 18.000 l/h Tauchpumpe auspumpen.
Mit einem 1„ Schlauch läuft diese Pumpe rund 45 Minuten bis die Bilge weitgehend leer ist.
Wir sprechen also von mehreren 1.000 Litern Seewasser – diese haben starke Schäden ausgelöst.

Die Pumpe wird in die Bilge abgesenkt…
…und in die richtige Position gebracht – dann heißt es „Wasser marsch“
Der daumendicke Strahl läuft rund 45 Minuten ununterbrochen
Die Schäden sind weitreichend

Wir informieren den Eigner und geben den Rat, den geplanten Urlaub zumindest planungstechnisch anzupassen, denn nach unserer Einschätzung ist eine „schnelle Reparatur“ eher nicht möglich.

Ich nehme vorweg, dass Alex die Fehlersuche übernehmen wird, später ein schadhaftes Seeventil findet und das Schiff zum Zwecke der Reparatur abermals auf´s Trockendock geht.

Das war kurz vor knapp – zum Glück habe ich noch einmal nach dem Rechten gesehen.

Der Burger im „SouVLakki“ am heutigen Abend war mehr als verdient!

Wahnsinnsburger im „SouVLakki“

Ich bin Frühaufsteher und genieße die kühlen Stunden am Morgen. Meine Fahrt an den Panteli Strand mache ich inzwischen nicht mehr – wie gesagt, man gewöhnt sich an das was man täglich hat.

Vielleicht sollte ich darüber etwas mehr nachdenken, nichts ist selbstverständlich…

Anders sieht es mit meinem Kaffee aus, der muss einfach sein und nach den recht warmen Nächten zur Zeit, bin ich froh,diesen zu früher Stunde an frischer Luft genießen zu können.

Es ist vor 07.00 Uhr, die Luft ist noch frisch

Nachdem Sibylle zu mir in die Marina gekommen war, haben wir Klicker aus dem Schönheitssalon geholt.

Bei uns auf Leros gibt es keine Waschanlagen wie wir sie aus Deutschland kennen.
Wenn eine Wagenreinigung nötig ist, dann gibt man sein Auto an der Tankstelle zur Komplettreinigung und holt es ein paar Stunden später wieder ab.

Klicker muss die nächsten zwei Tage als Leihwagen für Tina und Volker dienen, er soll sich in bester Verfassung zeigen – und seine Beautykur hat Wunder gewirkt, er sieht (fast) aus wie ein Neuwagen…

Klicker glänzt wie ein Ei

Hans Peter und Petra hingegen setzen ihre Tour mit LIBERTÉ Richtung Norden fort.

Es gibt diesen „WhatsApp-Status“ in dem die Beiden fast parallel zueinander ihren Tag Revue passieren lassen – Sibylle und ich verfolgen die Geschichten fleißig und tauschen uns natürlich auch dazu aus.

Heute erreicht uns ein Bild, auf dem zu sehen ist, dass LIBERTÉ, HARMONY und CARPE DIEM auf Limnos zusammentreffen und dort quasi ein „Leros Marina Evros“ Meeting stattfindet.

Ich freue mich für die drei Crews

Sibylle hat mich in der Entscheidungsfindung rund um den Verkauf von NESSAJA oft gefragt, warum ich nicht einfach zustimmen kann unser Schiff zu behalten und Inselrunden durch die griechische Ägäis zu drehen…

Dieses Bild hilft mir sehr dabei, ihr meinen Standpunkt zu erklären – das ist genau das, was ich nicht will.

Griechische Inseln entdecke ich lieber mit dem Motorrad, das gibt mir einen größeren Radius und mehr Möglichkeiten.
Dieser Gedanke sollte im weiteren Verlauf des Monats noch eine wichtige Rolle spielen.

Ich verhole mich zurück zu „meinem Thema“, denn heute muss ich meine letzten Siebensachen von ELOWYN räumen. Ich ziehe final aus, das Schiff ist klar für die Urlaubswochen der Eigner.

ELOWYN ist fertig, sie wartet auf die Ankunft der Eigner
Ich nehme meine letzten Habseligkeiten von Bord

Ich werde für die letzten zwei Nächte bis zu unserer Abreise nach Deutschland bei Sibylle in Xirokampos schlafen.

Wer sich schon länger fragt, warum wir uns so ungewöhnlich aufteilen und nicht einfach an einem Platz nächtigen muss wissen, dass wir absolut ungleiche Schlafraumtemperaturen wünschen.
Wir Beide haben gelernt zu akzeptieren, dass es kaum einen Kompromiss geben wird.

Also richte ich mir auch in Susannes Haus eine Art „Notschlafplatz“ ein. Hier liege ich aber für die zwei Folgenächte sehr kommod.

Die Couch ist sehr stabil und groß genug, hier würde ich mein Lager aufbauen
Gedacht – gemacht

Zurück auf ELOWYN machen wir ein letztes Mal das Deck klar, dann räumen wir die Putzutensilien weg.

Das Schiff wartet nun auf die Ankunft von Tina und Volker, die nach mehr als einem Jahr zu ihrer ELOWYN zurückkehren um darauf Urlaub zu machen.

Heute Abend werden sie Leros erreichen, wir werden sie vom Flughafen abholen, ihnen Klicker übergeben und dann gemeinsam zu Abend essen – ab Morgen beginnt die straff geplante Übergabe des Schiffes.

Ein letztes Mal klarieren wir das Deck
Am Abend kommen die Eigner an – große Wiedersehensfreude

Der neue Morgen fühlt sich komisch an. Ich wache in einem mir fremden Bett auf, muss zusehen, wie ich an meinem Kaffee komme.

Die Situation ist komplett anders, ungewohnt…
Mehr Lebensraum, vielleicht etwas komfortabler, aber eben nicht mehr maritim, weniger „speziell“.
Sollte ich mich mich final entscheiden wieder in einem Haus zu leben, dann wird dies eine große, langandauernde Umstellung.

Glücklicher Weise finde ich alle Utensilien die ich zur Kaffeebereitung brauche, den Rest habe ich mitgebracht.

Ich koche mein Kaffeewasser auf Gas…
…und brühe dann frisch auf – ich habe mich vor Jahren für Filterkaffee als Favorit entschieden
Dann setze ich mich auf die Terrasse und genieße – den Ausblick, die Morgenluft und meinen Kaffee

Am Vormittag treffen wir uns mit unseren Freunden auf ELOWYN. Dieses ganze Brimborium ist nur deshalb erwähnenswert, weil auch Tina und Volker ziemlich tough geplant haben.

Ihre Gäste werden heute am frühen Nachmittag anreisen, wir müssen die Übergabe also bis dahin geschafft haben.

Es gilt das neue Kettenzählwerk noch zu testen und mit Volkers Wunschparametern zu programmieren, wir müssen den neuen w-Lan Router kurz besprechen und neue Kennwörter vergeben und darüber hinaus natürlich auch die erledigten Arbeiten und das neue Ordnungssystem kurz diskutieren.

Wir bekommen das aber hin und können nach der Ankunft der Gäste zum gemütlichen Teil übergehen.

Ich erledige noch kurz eine Sendungszustellung für LUMARA, denn Tina war so nett, ein Päckchen aus Deutschland mitzubringen.

Dominik und Ellen waren nicht an Bord – Zustellung erfolgt im Postfach 😉

Wir ziehen mit der nun kompletten Urlaubscrew der ELOWYN weiter – zunächst an den Panteli Strand, wo wir uns ein Erfrischungsgetränk für innen und ein Bad im Meer für die Abfrischung von außen gönnen.

Den Tag werden wir im „Mylos“ ausklingen lassen, ein von langer Hand geplanter Abend.
Leider hat es ja mit dem Besuch im „Harris“ nicht geklappt, aber so bleibt noch Luft nach oben.

Das „Mylos“ ist immer wieder ein Highlight, so auch heute. Es ist zurecht und immer noch das führende Lokal auf Leros – hier stimmt einfach alles.

Nomen est Omen – der Ausblick von unserem Tisch in die eine Richtung…
…und Richtung Kastell in die andere – natürlich macht auch Sibylle einige Bilder für´s Album
Mehr geht nicht!
Wir bekommen einen perfekten Tisch – ich habe vor sechs Wochen reserviert
Wenn das mal kein perfektes Motto ist
Alleine schon die Vorspeisen aus rohem Fisch sind ein Gedicht

Das gesamte Dinner war wieder einmal ein Highlight. Es gibt nichts was man auszusetzen hätte oder tadeln möchte.

Das „Mylos“ ist ein Lokal in dem man viel öfter einkehren möchte, dass es dennoch eine Besonderheit bleibt, ist dann doch dem, durchaus berechtigten, Preisniveau geschuldet.

Wir gönnen uns „Pavlova“ als Nachspeise, ein Desert für das es sich zu sündigen lohnt und verlassen den Speisetempel danach zufrieden, satt und müde – morgen wieder in alter Frische!

Am nächsten Morgen treffen wir uns alle auf ELOWYN – der Abschied naht, es ist zudem der Tag unserer Abreise nach Deutschland.
In dem Trubel der Vorbereitung lässt Volker es sich nicht nehmen, mir ein verspätetes Geburtstagsgeschenk zu machen.
Da ich sowieso meine GS in die Garage nach Plaka räumen muss, bringe ich mein Geschenk gleich an Ort und Stelle…

Ich mag meinen Schlumpf, meinen Smurfy…
Sibylle fragt, ob ich die Dinger tatsächlich ranmachen will – ja klar!

Wir räumen noch ein bisschen herum, bringen Dinge nach oben und holen andere Sachen ab.
Nicht vergessen, im Hintergrund laufen ja bereits die Vorbereitungen für unsere Abfahrt heute Nacht – auch wir müssen packen.

Es wird Zeit, dass auf ELOWYN die Leinen übergehen und die Freunde in ihren verdienten Urlaub starten.

Ich bin zufrieden – viel Arbeit liegt hinter mir, es erfüllt mich mit Freude und auch etwas Stolz, wenn ich die weiße Schönheit aus ihrer Box gleiten sehe.

Ok, ein bisschen freut mich auch, dass MEIN Urlaub beginnt – und zwar JETZT!!!

Alle Mann an ihre Positionen…
…Leinen los – ELOWYN legt ab zu einem dreiwöchigen Törn
Mein Patenschiff verlässt die Marina – ich habe Urlaub

Wie schon gesagt, muss noch einiges gepackt werden. Ich bin im Bereich Reisegepäck deutlich im Vorteil, weil ich IMMER mit kleinem Gepäck reise.

Sibylle ist da anders, das ein oder andere Jäckchen muss mit, ein Paar Schühchen pro etwaigem Anlass?
Die Segelertasche schwillt nach und nach an und ich denke im Stillen daran, dem Menschen der Koffer mit Rollen erfunden hat, posthum eine Medaille zu verleihen.

Ich widme mich den Aufgaben, welche wir mit nach Deutschland nehmen werden.
Dafür habe ich Zeit während Sibylle versucht ihre Reisetasche zu schließen, allerdings muss ich abermals nach Plaka fahren.

Drei Standheizungen, einen Satz Winterreifen und einen Gennaker – ich schlichte das Zeug in Klicker

Als ich die Ware gepackt hatte, habe ich noch Sibylles Breezy verstaut und mich dann nach Xirokampos verholt.

Nach dem Packen des Autos war noch Zeit für eine Dusche, dann hieß es die Türe hinter sich ins Schloss zu ziehen.
Wir sagen leise „Servus“ zu unserer Katikia in Plaka und zum Haus in Xirokampos – bis in viereinhalb Wochen.

Dann verholen wir nach Merikia ins „Serza“, dort hat uns Brigitte heute zum Dinner eingeladen – es ist unser Abschiedsdinner, gleichzeitig stoßen wir aber auf ihren Geburtstag in zwei Tagen an.
Gratulieren dürfen wir nicht, aber wir stoßen gemeinsam auf das Leben an – das darf man auch vorab.

Klicker steht fertig gepackt vor dem „Serza“ – bald schon muss er auf die Fähre
Wir stoßen gemeinsam mit Brigitte und Hans auf Brigittes Geburtstag an…
…und lassen uns den Tisch vollstellen mit all den Köstlichkeiten aus „Serzas“ Küche
Was haben wir geschlemmt – das Essen war ausgesprochen lecker

Gegen 22.00 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Hafen in Lakki. Nach langer Renovierungszeit war dieser wieder frei für den Fährverkehr und wir waren froh, nicht im sommerlichen Trubel von Agia Marina anstehen zu müssen.

Pünktlich um 22.45 Uhr traf die Fähre ein und wir verabschieden uns nach Brigitte und Hans auch von Vroni und Holger, die extra noch einen Abendspaziergang zum Hafen gemacht hatten, um uns „lebwohl“ zu sagen.

Wir setzen uns in unseren treuen Audi und starten den Motor, sobald die Fähre festgemacht hat geht alles ruckzuck.

Die BLUESTAR II läuft in Lakki ein

Wir schlafen herrlich in unserer Außenkabine, durch deren Fenster das Mondlicht hereinstrahlen kann.
Auf den obligatorischen Ouzo verzichten wir diesmal, wir durften diesen Absacker schon nach dem Dinner genießen.

Am nächsten Morgen sind wir ausgeruht. Die Küste vor Athen ist schon in Sichtweite und wir gehen in den Salon um einen Kaffee zu trinken.

Als ich mein Handy starte, kommt ein Bild von Mireille – ein Schnappschuss von ihrer Begegnung mit ELOWYN…

SUNNY SIDE UP meets ELOWYN – ich schicke das Bild an Volker

„Big Brother is watching you!“ Ich schicke das Bild an Volker, nicht ohne einen zwinkernden Smiley.

Inzwischen hat die BLUESTAR II in Piräus angelegt und wir werden ausgespuckt.
Schnell sehen wir zu, dass wir das Weite suchen, zuvor müssen wir aber noch ein paar Liter tanken.
Den Rest füllen wir in Patras auf – der Diesel ist in griechischen Städten deutlich billiger als in Italien.

Vor uns liegen rund 300 Autobahnkilometer von Piräus nach Patras.

Dort angekommen, ist mein erster Weg der in den „Cosmote“ – Store. Dort treffen wir auf eine junge Dame, welche kundenorientiert, schnell und kompetent hilft.
Binnen weniger Minuten ist meine Cosmote SIM aktiviert und ich im Besitz einer griechischen Mobiltelefonnummer.
Kosten der Aktion? Keinen Cent!

Diesen Store habe ich aufgrund seiner guten Bewertungen ausgesucht – und genau so eine 5-Sterne Bewertung gebe ich jetzt ebenfalls ab.

Unscheinbar – aber hier wird erstklassiger Service geboten

Meine Gattin und ich verholen in ein Strandcafé, dort gönnen wir uns einen Snack und einen Cappuccino, dann erst ziehen wir weiter zum Hafen.

Das ist immer etwas ätzend, denn man sollte für den Check-In etwa zwei Stunden vor Abfahrt da sein, muss dann aber lang auf das Boarding warten.
In etwa ähnlich wie beim Fliegen – also stellen wir uns nach erfolgter Abfertigung in die Schlange.

Klicker verlässt Griechenland – was wir noch nicht ahnen, er wird nie mehr zurückkommen

Wir haben Glück – diesmal geht es relativ schnell und wir dürfen bald an Bord.

Da die PKW´s wohl ganz nach unten gefahren werden und es auf diesen Decks und auf den Laufwegen dorthin recht eng ist, wird Sibylle angewiesen als Fußgängerin zu boarden.
Wir würden uns in der Lounge wieder treffen…

Klicker steht im Untergeschoss in zweiter Reihe – wir würden zu den letzten gehören die die Fähre verlassen
Man muss einmal quer durch die Fähre laufen…
…und verwinkelten Gangwegen folgen – hier sollen wenige Personen herumlaufen

Ich gehe also den langen Weg zu den Aufenthaltsbereichen der Fähre und treffe dort meine Frau wieder.
Sie hat inzwischen an der Rezeption eingecheckt und uns einen netten Platz reserviert.

Wir trinken noch ein Bier zusammen und essen die obligatorischen „Fährspaghetti“ im Selbstbedienungsrestaurant, dann machen wir es uns in unserer Kabine gemütlich.
Auf solchen Überfahrten ist man immer etwas müde, es schadet nicht, sich auch mal etwas früher zurückzuziehen und auszustrecken.

Ich bin froh – mit Klicker hat alles geklappt. Ich hatte die „183-Tage Regel“ etwas überzogen und wollte keinesfalls ertappt und gestraft werden.
Dieser Kelch scheint an uns vorübergegangen zu sein.

Ein kleines Abendessen genehmigen wir uns noch…
…dann heißt es „ab in die Koje!“ Wir haben abermals eine Kabine mit Fenster – diesen Luxus gönnen wir uns

Abermals schlafen wir ganz gut. Sibylle klagt immer ein wenig wenn sie Bettenwechsel hat, ich dagegen kann mich hinlegen und schlafe meist perfekt.

Der Blick aus unserer Kabine ist schön, wir sehen die Sonne am Morgen aufgehen, Land ist jedoch noch keines in Sicht.

Naja, bis zum Zielhafen Bari sind es ja auch noch ein paar Meilen.

Aus unserem Fenster sehen wir über den Bug – die Sonne geht gerade auf

Wir kommen fast pünktlich in Italien an und wie erwartet, zieht es sich etwas hin, bis sich die Massen sortiert haben.
Das Entladen einer Fähre ist immer spannend, denn man muss mit dem Auto gehörig rangieren und nicht jeder Fahrer hat seinen Wagen oder gar sein Gespann so im Griff, um bei dem Geschrei cool zu bleiben.

Dann geht aber doch alles ganz schnell, wir erreichen die Autobahn und fahren los Richtung Heimat.

Meist kommen wir gut voran, Stau gibt es nur selten – in Italien ist es brutal heiß

Über die Ausgestaltung der Heimfahrt herrscht Uneinigkeit. Ich würde durchziehen und in die kühle Nacht hineinfahren.

Geplant ist eine Ankunft bei unserer Tochter in Erding, wir könnten zu jeder Tages- und Nachtzeit ankommen.
Das möchte Sibylle nicht. Sie will eine Nacht Pause einlegen und so suchen wir uns in Carpi, das liegt zwischen Modena und Verona, eine Unterkunft für eine Nacht.

Hier haben wir bei der Auswahl unserer Unterkunft richtig Glück. Sibylle hat inzwischen ein geübtes Auge für die attraktiven Übernachtungsangebote und sie findet eine Art Agritourismo in einem alten, renovierten Bauernhaus.
Dort kommen wir gegen 19.00 Uhr an…

Unser Zimmer ist richtig geschmackvoll hergerichtet
Das Bad ist auch sehr stilsicher renoviert – ich freue mich über die große Dusche mit Glaswand
Die Böden gefallen uns – wir denken an unser Haus

Zum Abendessen fahren wir noch einmal in die kleine Stadt, welche einen sehr aufgeräumten und sauberen Eindruck auf uns macht.

Wir finden über Google-Maps eine Pizzeria, denn Pizza steht bei uns beiden heute auf der persönlichen Menüliste ganz oben, dazu ein großer Salat und der Tag wäre perfekt!

Ich würde das Lokal ja „Baci“ nennen, aber das tut der Qualität keinen Abbruch
Wir speisen super, den Salat hatten wir schon verputzt

Zurück in unserem Zimmer waren wir froh eine Klimaanlage zu haben, darauf hatten wir bei der Buchung gar nicht so geachtet.

Zum Spätnachmittag kletterte das Quecksilber in Carpi aber auf rekordverdächtige 37°C, wir waren dankbar, dass der elektrische Raumkühler gute Dienste leistete und konnten so auch sehr gut schlafen.

Ich wache am nächsten Morgen sehr früh auf und wecke Sibylle. Ausschlafen steht heute nicht am Programm, wir haben noch ein paar Kilometer abzuspulen.
So finden wir uns bereits um 06.00 Uhr wieder auf der „La Strade“ und tippen als nächstes Ziel „Miesbach“ in das Navigationssystem.

Zwischenstops gibt es zum Frühstück, zum Tanken und um eine Mautplakette zu kaufen.
Auch Miesbach ist „nur“ ein Zwischenstopp um einen Kaffee mit Schwiegertochter Sonja zu trinken und die Jungs von der Schule abzuholen – Überraschung!

Angekommen – wir warten vor dem Maibaum auf den Schulschluss der Jungs
Die einen essen Kuchen, meine Wahl fällt auf eine „Holnburger Kas-Lerkassemmel“ – der heilige Gral der Leberkaslover

Nach dem großen Hallo in Miesbach steigen wir noch einmal in das Auto um die letzten 80 Kilometer bis Erding abzuspulen.

In Erding herrscht ebenfalls fast unerträgliche Hitze, die sich noch dazu im Garten der Kinder staut.

Mikey und ich beschließen daher, mit der kleinen Heidi zum Abfrischen zum nahegelegenen Weiher zu fahren.
So darf ein Deutschlandbesuch starten…

Der Naturweiher lädt zur Abkühlung, auch hier hat es 34°C

Wir werden die erste Nacht bei den Kindern in Erding schlafen und uns dann neu sortieren.

Der Sommer hat auch Deutschland fest im Griff! Die ersten zehn Tage unseres Besuches werden wir stets über 30°C haben,
Das war erhofft, denn so glaubten wir, allerhand mit den Enkeln unternehmen zu können – ich nehme es vorweg, dieser Plan ging nicht ganz auf.

Naja, immerhin kann ich gleich am ersten Tag Bekanntschaft mit Neu-Enkelchen Fred machen.
Ich hatte den sechs Monate alten Knirps bisher noch nicht kennen gelernt.
Er macht es mir einfach Freundschaft zu schließen…

Mini meets Maxi

Das Eis war gebrochen, die Kinder haben Spaß mit uns, müssen dann aber ins Bett, der erste Abend bricht an.

Mikey kocht asiatisch, Reis mit gebratenem Tofu, ein Gericht, welches von den Damen hochgelobt wird.
Mein Einwand, dass man doch noch ein gebratenes Guruguru obendrauf legen könnte, wurde einfach ignoriert.

Spaß beiseite – ein sehr leckeres Essen und endlich mal ein anderer Geschmack!

Reis mit gebratenem Tofu – klingt banal, war aber echt lecker

Der nächste Tag hält ebenfalls tropische Hitze für uns bereit – so ist es kein Wunder, dass sehr schnell der Entschluss gefällt wird abermals zum See zu fahren.
Wir baden erst im Weiher und ziehen dann weiter zum vorbeifließenden Bach, welcher endlich die ersehnte Abkühlung bringt.

Wir halten es eine Weile aus, dann ziehen wir noch einmal weiter zu Mikeys Eltern, denn dort ist für heute eine Leberkasorgie ausgerufen.
Christine hatte mir versprochen, dass sie nach unserer Ankunft dafür sorgen würde, dass mein Guster auf Leberkas für lange Zeit gestillt wäre…

Challenge accepted!

Ein echtes Spezi, dafür bleibt sogar das Bier stehen
Vielen Dank für die Einladung – „Leberkas – no limit!“
Auf den Tisch kommt eine Triologie
Mein „all time favorite“ – Kasleberkas

Für fünf Personen macht die Freundin drei Sorten Leberkas aus drei Kilo Brät. Zusätzlich kommt noch Käse und diverse andere Zutaten dazu – ich würde also das Gesamtvolumen auf vier Kilogramm schätzen.

Klar bleibt was übrig – aber mit sieben Scheiben erfülle ich fast mein Soll. Auch die anderen mampfen als gäbe es kein Morgen mehr. Es war soooo lecker!

Heute hätte ich mir nichts besseres vorstellen können
Auch der Kartoffelsalat war ein Gaumenschmaus

Die Beschreibungen der nächsten Tage sind etwas oberflächlicher. Es versteht sich, dass wir sehr viele private Momente mit der Familie und den langjährigen Freunden hatten.

Privaten Momenten haftet an, dass sie dies auch bleiben sollen – privat.

Es sei aber soviel verraten – Sibylle und ich müssen unsere getrennte, „seltsame“ Lebensweise auch hier beibehalten.
Meine Frau ist 102% familienorientiert und steht auch parat, wenn sie andere Pläne und Ideen hätte.
Ich kann das nicht in diesem Umfang liefern, ich brauche auch mal meine Stunde für mich, einfach abhängen ohne etwas „zu müssen“.
Zudem ist auch hier das bereits genannte Thema Schlaftemperatur omnipräsent, wir entscheiden – ich suche mir ein Quartier welches zu meiner Ideologie passt.

Hier springen meine Freunde Rita und René ein. Es gibt wider Erwarten ein Zimmer am Schliersee und René bucht mich kurzerhand für vier Wochen ein.

Um dem wochenendlichen Wahnsinn zu entrinnen, fahre ich sehr frühmorgens los und sidle an den Schliersee um – Sibylle und ich werden abwechselnd zwischen den Stadorten pendeln.
Was zwischen Lakki und Xirokampos funktioniert, muss doch zwischen Erding und Schliersee auch klappen.

Es ist knapp 05.30 Uhr als ich losfahre
Die Stimmung ist perfekt, die Luft frisch und kühl
Der Sonnenaufgang ist mein Zündfunke an diesem Morgen

Ich kaufe mir bei einem Bäcker der gerade eben geöffnet hatte mein Frühstück ein.

Mein Plan ist, nach meiner Ankunft am See schwimmen zu gehen, danach im Garten zu frühstücken und dann mein Zimmer zu beziehen.

Sieht gut aus, es scheint alles zu klappen – es ist schon Wahnsinn, welche Strecken wir in diesem Zuge zurückgelegt haben.
Mein treuer Klicker schlägt sich wacker – ich ahne nicht, dass sein Ende kurz bevor steht.

Von Bari über Miesbach und Erding zurück an den Schliersee – wieder liegen 1.500km hinter uns
Ich freue mich im Hochsommer in der alten Heimat zu sein
Noch liegt der See friedlich da – die Touristen kommen erst später
Im „Haus Seegarten“ (Zimmer unten rechts) werde ich die nächsten vier Wochen wohnen – direkt am Seeufer
Erstmal gehe ich baden und wecke so die Lebensgeister – das mache ich jetzt jeden Morgen und jeden Abend
Dann gönne ich mir mein Frühstück – mehr braucht´s ned

Schön langsam werden die Touristen und Pensionsgäste wach. Auch meine Freunde sind schon fleißig, sie müssen die Frühstückstische decken.

Ich kann mich einbringen, ich weiß was zu tun ist – ich bin nicht das erste Mal hier, viele der Abläufe sind mir vertraut.

Später checke ich in mein Zimmer ein und bin froh, ab heute mein Refugium zu haben.
Hier fühle ich mich wohl…

Ein schönes Motto
Hier habe ich alles was ich brauche

Ich beginne zu genießen – unsere Heimatregion ist auch sehr schön, zumal dann wenn der Wettergott einem hold ist.

Saftige Wiesen, Kühe, Glockengeläut und das Panorama der Alpen. Es ist ein herrliches Stück Erde.
Ich lasse meinen Blick schweifen und versuche mich satt zu sehen.

Nanu? Was ist das? Potztausend! Ein Kennzeichen mit der Buchstabenkombination RT-EK.
Diese Kombination ist in meinem Gehirn verhaftet, sie sticht in mein Auge – habe ich nicht selbst 20 Jahre lang diese Zusammenstellung auf meinem Auto geführt.

Naja, ElringKlinger im Landkreis Reutlingen ist ein sehr großer Arbeitgeber, die Wahrscheinlichkeit den Fahrer des Wagens zu kennen ist gering…

Wem der wohl gehört???

Pustekuchen! Als ich zrück ins Haus gehe und beim Eindecken der Frühstückstische helfe, steht ein Mann vor mir den ich seit 20 Jahren kenne und mit dem ich so manches Meeting durchlebt habe.

„Wir kennen uns“ sage ich und sehe ihn an. Wir sind beide etwas älter geworden und ich habe wohl etwas dickere Bäckchen.
Er erkennt mich nicht sofort, aber mit dem Stichwort EK klickt es – große Wiedersehensfreude!
Thorsten stellt mir seine Frau vor und wir werden die nächsten Tage das ein oder andere Bier zusammen trinken.

Das Erfreuliche – in unseren Gesprächen spielt Elring kaum eine Rolle. Es wird aber auch bewusst, wie die Zeit wirkt.
Mein damaliges Wirken ist vermutlich nur noch eine Randnotiz am Zeitstrahl – man kann die Vergänglichkeit förmlich fassen.

Umgekehrt merke ich auch, dass unser Lebensmodell nach wie vor Interesse und Staunen hervorruft. Ich spüre das erste Mal während meines Aufenthaltes hier, das Gefühl nicht tauschen zu wollen – dies wird sich mehrfach wiederholen.

René bittet mich zu helfen, er müsse seinen Bus an den Chiemsee bringen…

Brav folge ich mit meinem Klicker der beschaulichen Fahrt des 1979er VW-Busses T2

Der alte Typ 2 muss zu einem spezialisierten Motorenbauer an den Chiemsee um dort eine kleine Gewährleistungsarbeit erledigt zu bekommen.
Es ist für mich eine gemütliche Ausflugsfahrt – noch ahne ich nicht, welche Rolle das Thema Automobil in den nächsten Wochen spielen würde.

Zurück am „Seegarten“ bleibt noch etwas Zeit den Nachmittag zu genießen – inwieweit das möglich ist, hängt sehr vom Wochentag und dem Touristenansturm ab.

Heute ist Werktag, es ist nicht soviel los
Die Zeit reicht, um zusammenzusitzen und einen Cappuccino nebst Blechkuchenbegleitung zu genießen

Natürlich haben Sibylle und ich auch Besuche bei Freunden vereinbart. Wenn ein solcher ansteht, dann treffen wir uns und ziehen gemeinsam los.

So waren wir zum Beispiel wieder einmal bei langjährigen Nachbarn und Freunden aus Neuhaus zum Kaffee geladen.
Monika und Alan wohnen nur wenige Kilometer vom See entfernt und haben sich ein kleines Idyll geschaffen.
Wenn wir in Deutschland zu Besuch sind, dann treffen wir uns in regelmäßigen Abständen – klar, es gibt ja auch stets eine Menge zu erzählen.

Alles ist saftig grün, die Pflanzen zeigen ihre Pracht – ja, Regen hat auch seine Vorteile

Oft ist es auch so, dass wir uns mit Freunden an gezielt gewählten Treffpunkten verabreden.

Das Kloster Reutberg ist so ein gerne gewählter Treffpunkt, denn der Biergarten dort ist sowohl von der Lage und dem Panorama, wie auch von der Qualität der angebotenen Speisen ein Top-Ziel.

Dieses Mal haben wir uns mit einer Familie dort verabredet, welche die Blogleser sehr gut kennen – die Eigner der INSPIRATION sind ebenfalls aus dieser Region und es lag auf der Hand, dass wir unsere Leros-Freundschaft in der gemeinsamen Heimt um das Kapitel „Biergartenbesuch“ erweitern…

Wir bekommen einen perfekten Tisch – das Panorama ist herrlich
Ich freue mich auf das Treffen mit Melanie, Jörg und den Jungs
Wir haben einen perfekten Abend und genießen lang
Sibylle wählt Salat und Obatzd´n…
…ich komme am Krustenschweinsbraten nicht vorbei
Zum Desert gibt es noch a Dampfnudl

Was haben wir gut gegessen – und natürlich haben wir uns auch ein Bierchen gegönnt.
Das Kloster Reutberg braut erstklassige Biere von denen es mir das Dunkle besonders angetan hat.

Wir sitzen zu sammen und ratschen bis in die späte Nacht. Als wir angekommen waren, war der Biergarten gerammelt voll.
Langsam leerten sich die Tische bis nur noch wir in unserer Ecke saßen.
Um 22.30 Uhr gingen wir nach Hause und hinter uns wurden die Lichter des Biergartens gelöscht.
Wie schön das Zusammensitzen mit Freunden ist!

Was hat es denn nun mit der Mobilität auf sich? Ich habe ja schon mehrfach angedeutet, dass mich Autos und auch Motorräder während dieser Tage und Wochen beschäftigt haben.
Ich will anhand eines Beispiels erklären, welche unterschiedlichen Gedanken mich umtreiben…

Auf dem Weg zum Reutberg habe ich diesen Camper gesehen

Ich schiele mit einem Auge nach Campern. Ich will kaum mehr fliegen, möchte die Reisen nach Deutschland auf der Straße machen.
Ein Camper käme gelegen, weil ich dann an jedem Zielort für eine oder zwei Nächte bleiben könnte – den Weg zum Ziel machen oder so ähnlich.
Die lästige und auch teure Zimmersuche würde der Vergangenheit angehören.

Dummerweise halten sich Camper nach wie vor im Preis, ich würde sogar sagen, dass sie total überteuert sind.
Fahrzeuge wie der oben gezeigte, übersteigen mein Budget deutlich und ich möchte auch nicht ins Risiko gehen solange unsere Katikia nicht fertig gestellt ist.

Aber ich habe auch über andere Optionen nachgedacht – einer meiner ehemaligen Schulfreunde hier in der Region, ist seit vielen Jahren Yamaha Vertragshändler, ich statte ihm einen Besuch ab…

Ich fahre nach Putzbrunn zu „Motopoint“
Das Objekt meiner Begierde steht im Showroom
Gefällt mir – ich kann mir schöne Reisen vorstellen

Mein Schulfreund Franz, der Inhaber, berät mich und bietet eine Probefahrt an.

Ich sage zu und wir vereinbaren einen Termin für den kommenden Montag.
Ich freue mich darauf, denn mit der Teneré 700 gehe ich schon lange schwanger – mein Interesse ist so ausgeprägt, dass ich mir das Kennzeichen MB-YT7 reserviere.

Hintergrund für diese Option ist die Suche nach einem neuen Hobby. Das Segeln ist nicht mehr in der Form gegeben, wie ich es fast 20 Jahre gelebt habe – ich brauche etwas neues.
Ein Freund und ehemaliger Arbeitskollege hat mich mit europaweiten Off-Road Motorradfahrten entlang der TET-Routen angefixt, das könnte etwas für mich sein und dieses Motorrad wäre das geeignete Vehikel.

Eine ganze Zeit lang stehen die Zeichen auf den Kauf eines neuen Motorrades und meiner Heimfahrt mit ebendiesem.
Franz hat noch eine neue T7 auf Lager und bietet an, diese binnen zehn Tagen auf die Straße zu bringen.

All diese bisher beschriebenen Aktionen finden bei gnadenloser Hitze statt – in den ersten Tagen unseres Besuches in der alten Heimat hatten wir fast tropische Hitze.

Temperaturen um die 35°C waren an der Tagesordnung

Für mich am See war es leicht auszuhalten. Es wehte stets eine leichte Brise und wenn es einem zuviel wurde, dann lud der See zum Bade.

Sibylle hatte in Erding ein härteres Los. Zwar standen der Weiher und der Bach ebenfalls zur Abfrischung zur Verfügung, aber man musste eben stets mit Kind und Kegel dorthin fahren.
Im abgeschirmten Garten dagegen staute sich die Hitze.

Meine Frau hatte wieder etliche Arzttermine geplant und zu erledigen – an einem Tag war es gegeben, dass ich mit in die Marktgemeinde fuhr, in der Sibylles Facharzt ansässig ist.
Ich musste warten und vertrieb mir die Zeit zunächst im Baumarkt und dann mit einem fulminanten Frühstück…

Nomen est Omen – ich fühle mich verpflichtet! Anbei IMMER Brez´n, was sonst???
Ich konnte mich nicht entscheiden – ich konnte beim ersten Weißwurschtfrühstück nicht widerstehen

Nach ihrem Arztbesuch gönnt sich auch meine Gattin ein kleines und gesundes Früstück – ach, ich wünschte ich hätte ihre Disziplin.

Weil wir schon einmal im Landkreis waren, verweilte Sibylle für den Rest des Tages bei mir am Schliersee.
Sonja kam mit den Buben und wir hatten einen kurzweiligen Nachmittag.
Das alles traf sich sehr gut, denn heute würde Sibylle ohnehin bei ihrem Sohn in Miesbach statt in Erding übernachten, denn wir sind bei einer langjährigen Freundin von Sibylle und ihrem Mann zum Grillen eingeladen.

Da auch dieses Treffen in der Nachbargemeinde stattfindet, wäre jeder weitere Kilometer umsonst gewesen.

Wir sind bei Gudrun und Max zu Gast
Es ist so hochsommerlich heiß, dass wir beim Essen schwitzen
Der typisch südafrikanische BBQ-Grill heizt die Umgebung noch zusätzlich auf

Es wird schon dunkel als wir aufbrechen – ich fahre Sibylle zu ihrem Sohn, sein Haus liegt direkt am Weg und setze meine Fahrt dann an den Schliersse fort.

Dort kehrt gerade Ruhe nach dem Touristenansturm ein. Rita und René sitzen noch etwas im Garten und ich nehme bei den beiden Platz.

Gemeinsam sehen wir dem Tag zu, wie er langsam ausklingt. Das Szenario über dem See ist unbeschreiblich schön und wir drei beschließen, uns noch einmal beim Nachtbaden abzufrischen, bevor wir nach einem Betthupferl-Bier zur Nachtruhe übergehen.

Was für ein wunderschönes Panorama

Was passiert in Leros? Ganz offen gesagt, eigentlich wollte ich etwas Abstand gewinnen, ich war wirklich nicht neugierig.
Dies gelang nur sehr bedingt, denn sowohl das Marina Office, als auch einer der an EDINA arbeitenden Monteure haben mich mehrfach angerufen.

Natürlich hat auch Alex ab und an Updates geschickt – ich habe wirklich versucht, nicht in eine mehrschichtige, komplexe, technische Debatte einzusteigen.
Er schien alles im Griff zu haben, was sollte ich von Deutschland aus beitragen?

Zu guter Letzt hat natürlich auch Volker immer wieder technische Updates von Bord der ELOWYN gesendet.
Leider lief auch an Bord meines Patenschiffes nicht alles rund, zum Glück waren die von mir durchgeführten Arbeiten mängelfrei.

Das Genuafall ist gerissen
Volker und Tina gehen in die „Super-Mario“ Beach Bar und rufen mich an

Wenn man jemanden im Urlaub anruft, dann muss man zwangsläufig damit rechnen, dass der Anruf oder die anderweitig geartete Kontaktaufnahme ungelegen kommt.

Ich bemühe mich trotzdem, nie unhöflich zu sein, auch wenn ich gerade mit der Familie oder Freunden im Biergarten verweile.

Im Gegenteil, ich belege, dass ich quasi immer als „Super-Mario“ im Einsatz bin und rufe in diesem Zug das Tagesmotto aus…

Da ist was Wahres dran und darum….
…lass´ich mich beim genießen auch meist nicht stören

Es ist eine Wahnsinns-Geste von Rita und René mir für meinen Gesamtaufenthalt Quartier zu bieten.

Ich lebe hier so komfortabel und genieße von Zeit zu Zeit meine kleine Privatsphäre, dies ist kaum bezahlbar.

Es ist mir ein Anliegen, dass ich daher immer wieder zwischendrin helfe und unterstütze um Arbeitsspitzen zu kappen.

An einem Tag hat René mich gebeten, ihm die große Last des Metro-Wochenendeinkaufs für den zu erwartenden Kiosk-Ansturm abzunehmen.
Diesen Wunsch erfülle ich doch gerne.

So sitze ich wenig später in meinem Audi und fahre zum Großkampf in den Großmarkt…

Dort gibt es allerhand Köstlichkeiten…
…aber ich hatte einen anderen Auftrag

Am Nachhauseweg ärgere ich mich schwarz, dass ich die deutsche Benzinpreispolitik noch nicht vollumfänglich durchschaut hatte.

Vom Vor- zum Nachmittag schwankte der Preis um satte 30ct – das wollte ich nicht mitmachen und ich fuhr von einer Tankstelle zur nächsten – schimpfend wie ein Rohrspatz, da sich sich die Tankstellenbetreiber scheinbar einig waren.

So komme ich mit dem letzten Tropfen in Miesbach an der Tankstelle an und tanke nur für 20.-€ – den Rest fülle ich morgen früh für 30ct weniger auf – mit mir nicht!!!

Restreichweite 0km – es geht aber alles gut

Am nächsten Tag handelte ich so, wie ich es mir vorgenommen hatte.
Ich fuhr zur günstigen Tankstelle in Schliersee und füllte Klicker bis zum Stehkragen auf – ich wollte heute wieder nach Erding fahren um Sibylle und den Erdinger Flügel der Familie zu treffen, ich würde den Sprit brauchen.

Ich hatte jetzt für 120.-€ getankt und immerhin 4.50€ gespart – dies würde ich in Eiscreme oder Leberkassemmeln umsetzen.

Dass dies nicht so funktionieren würde wie erhofft und ich heute zu späterer Stund´ rund 100.-€ Diesel in den Wind schießen würde und dass, viel schlimmer noch, Klickers letzte Stunden anbrachen, das war mir im Moment noch nicht bewusst.

Bei der Familie in Erding hatten wir jedenfalls einen schönen Tag…

Touristenströme überall – ich hasse den deutschen Strassenverkehr
Ich verlasse die Autobahn und nutze Schleichwege – das gefällt mir (aber Ampeln hasse ich auch)
In Erding gehen wir mit Heidi ein Eis essen

Ich hatte Heidi ein großes Eis versprochen. Ich bin vermutlich der beste „Eis-Einladeopa“ der westlichen Hemisphäre.

Ich halte Wort und spendiere der Kleinen ihre Riesenkugel Schokoladeneis.
Ich selbst gönne mir ein Spaghettieis und streiche dieses „must have“ von meiner Liste.
Auch Sibylle schlägt zu und labt sich an einem Eisbecher.

Vor hier aus geht es zu den Schwiegerletern unserer Tochter. Nach der Leberkasorgie treffen wir uns heute ein zweites Mal, eine Grillsession ist ausgerufen.

Doch zunächst starten wir mit Kaffee und süßen Teilchen.

Das Leben ist schön…
Klein-Fred und ich sind inzwischen dicke Kumpels

Der Nachmittag verfliegt und es wird Zeit zum Essen. Am Grill brutzelt das Grillgut und wir alle genießen den Hochsommer.

Klicker hat nur noch drei Stunden zu leben.

Weil ich das nicht weiß, kann ich mein Dinner genießen, den Tag zufrieden ausklingen lassen und nach dem Essen schön langsam den Nachhauseweg antreten.

Das Essen schmeckt herrlich

Was um Gottes Willen ist passiert? Nun, ich fahre den großen A6 mit dem hubraumstarken Diesel auf Leros ja immer Kurzstrecke.

Ich habe also entschieden, ihm heute eine Autobahnfahrt zum „Freifahren“ zu gönnen.
Die Autobahn war frei, die Straße trocken, ich gebe also Gas.

Zum Glück war ich schon weit gekommen und hatte nur noch eine Ausfahrt weiter zu fahren, als bei 200km/h ein kurzes Rütteln durch den Wagen ging.
Es folgte ein „Klack“, gepaart mit einer großen, dunklen Rauchwolke, welche im Spiegel zu sehen war.

Ich nahm sofort das Gas weg, doch nur Sekundenbruchteile später wiederholte sich das Szenario.
In diesem Moment ging Klicker in den Notlauf, reduzierte automatisch Drehzahl und Tempo und lief wie ein alter Traktor.

Mir war sofort klar – das war das Aus für meinen treuen Gefährten!
Sein letztes Aufbäumen machte möglich, dass ich bis etwa 1km vor die Haustüre unseres Sohnes fuhr, dann machte mein Klicker schlapp und ging aus.

Unser Sohn hat mich abgeschleppt und René hat mich dann nach Schliersee zurückgeholt.
Klicker blieb in Miesbach zurück, wir würden uns verabschieden müssen.

Klicker wird abgestellt, ich fahre mit René im Wohnmobil nach Schliersee

Der Abschied ging schneller als gedacht. Ich rief Max an und fragte, ob er einen Abnehmer wüsste.

Ja, er habe einen Freund, ein Rumäne, der Autos nach Rumänien verkauft.
Ich solle doch bitte Fotos und Eckdaten schicken.
Dies mache ich sofort, kläre aber auch auf, dass ich ihn frühestens in drei Tagen weggebe, denn ich würde ihn vorher selbst abmelden.

Der Rumäne macht sich Gedanken und sagt mir am nächsten Tag die Abnahme zu

Trifft es sich nicht gut, dass ich exakt für heute die Probefahrt mit der Yamaha T7 vereinbart habe?

Ich brauche wieder ein Vehikel und ich würde mir sehr ensthafte Gedanken machen, mir dieses Motorrad zu kaufen – den Hintergrund habe ich ja schon beschrieben.

Ich fahre also abermals nach Putzbrunn zu Franz, diesmal in Begleitung von Sibylle und lasse mir die Enduro für die Testfahrt vorbereiten.

Fährt super – ganz anders als meine BMW

Ich erbitte mir noch einmal zwei Tage Bedenkzeit, ich würde meine Tochter am Bodensee besuchen und sofort nach meiner Rückkehr entscheiden.

Ich nehme es vorweg um dieses Thema nicht in den nächsten Blogbericht zu überführen – ich bin Anfang Juli abermals in Franz´ Geschäft spaziert und habe eine Zusage ausgesprochen.
Während des Gesprächs hat Franz beiläufig erwähnt, dass „…die eine die er noch auf Halde hatte inzwischen verkauft sei, die neuen T7 Rally aber schon unterwegs sind…“!

Ich unterbreche – „…stop, was hast Du gesagt? Unterwegs? Wie lange dauert es bis die auf der Straße ist?“
Er geht an den Computer und recherchiert – „…nun, ungefähr drei Wochen von heute, minimal 19 Tage, welche er aber nicht gerantieren könne!“

Das Schicksal entscheidet in dieser Sekunde – ich werde diesmal keine Yamaha Teneré kaufen und vermutlich nächstes mal auch nicht.
Diese kindliche Vorfreude funktioniert nur einmal, mein Traum vom nigelnagelneuen Motorrad ist soeben geplatzt!

Das Wetter des nächsten Tages passte dazu…

So kenne ich Neuhaus und Schliersee

Ich mache einen faulen Tag im Zimmer. Ich schreibe Blog, gerate aber sehr in Verzug – der Grund, warum ihr den Blogbericht mit fast einer Woche Verspätung erhaltet.

Zusätzlich habe ich allerhand Warensendungen erhalten. Meist Werkzeuge für mich und Ersatzteile für meinen Panda 4×4 in Leros.
Diese Ersatzteile sortiere ich, ich lege die Rechnungen ab und prüfe alles auf Vollständigkeit.

Zudem beginne ich zu überlegen, wie das Zeug wohl nach Griechenland kommt – das Versandvolumen ist nicht gering.

Inzwischen türmt sich ganz schön was auf

Just an diesem Abend, ich bin ja immer noch ohne Fahrzeug, also just heute, haben Rita und René einen Termin mit Freunden vereinbart.

Ich muss zusehen wie ich mich selbst versorge, leider hat mein Zimmer keine Kitchenette, mir bleibt also nur der Weg in ein Lokal.
Dies ist mangels Wagen und aufgrund des schlechten Wetters eher schwierig, so dass mir die nahegelegene Pizzeria als einzige Option bleibt.

Ich mache mich auf den Fußmarsch dorthin und kaufe mir ZWEI! Pizzen – Frustfressen offenbar!
Wie auch immer, alles klappt und ich muss nicht hungrig ins Bett.

Morgen ist ein neuer Tag!

Ich gönne mir einen Espresso, während ich auf die Pizza warte
Dann eile ich hastig zurück, um nicht kalt essen zu müssen
Haut aber alles gut hin – und die Pizza ist auch noch ganz gut

Es bricht der letzte Tag des Monats Juni an. Die Logistik zwischen Sibylle und mir ist sehr viel schwieriger geworden.

Bisher hatten wir beide ein Auto und waren in unseren Handlungen flexibel – solange Sprit im Tank war, konnten wir uns jederzeit treffen.

Nun müssen wir uns sehr gut abstimmen – dies war für diesen 30.06. noch relativ einfach, denn wir hatten schon lange vereinbart, dass wir heute und morgen an den Bodensee zu meiner Tochter fahren würden.

Sibylle holt mich also am Schliersee ab und wir fahren ausschließlich auf der Landstraße über Bad Tölz und das Allgäu in Richtung Bodensee.
Wie vereinbart, frühstücken wir in Miesbach und machen auch noch eine weitere Kaffeepause irgendwo im Allgäu.

Wir genießen die Fahrt – nichtsahnend, dass auch die Uhr des Honda tickt

Während wir mit dem Honda fahren überlege ich, ob es nicht eine Möglichkeit wäre, dass ich mit dem roten Flitzer nach Leros fahre, ihn dort reparieren und TÜV fertig machen lasse und ihn dann wieder zurück nach Deutschland bringe.

Zu diesem Zeitpunkt glauben wir auch noch, dass Sibylle den Skoda Fabia ihrer Schwiegertochter kaufen würde, sofoern der Junior einen Mamapreis anbieten würde.

Ich nehme vorweg, dass beide Ansätze scheitern und wir Anfang Juli ganz schön Autostress bekommen.

Doch jetzt ist erstmal Familienbesuch am Bodensee angesagt.
Wir holen meine Tochter Nina nebst Familie ab und fahren nach Überlingen an den See, wo wir zwei Stunden lang baden und die witzigen Spiegel des Spielplatzes bestaunen.

Nein, das ist nicht original – ich stehe vor einem Zerrspiegel

Wir haben Spaß, genießen die Zeit miteinander und gönnen uns ein Eis sowie abends eine Einkehr zum Abendessen.

Als die Kinder ins Bett müssen, verabschieden wir uns voneinander und freuen uns auf morgen, es steht ein weiterer gemeinsamer Tag bevor.

Der heutige Tag klingt herrlich am See aus, wir hatten unsägliches Wetterglück!

Es wird frisch in Überlingen, wir gehen zum Abendessen

Seht mir die Verspätung nach – ich hatte einfach nicht so viele Zeitfenster wie nötig, um den Blog pünktlich fertig zu stellen.

Ich hoffe, dass ich einen Spannungsbogen für den nächsten Blogbericht aufbauen kann, denn der Monatsanfang hatte es echt in sich.
Wir kaufen in der ersten Woche des Juli zwei unvernünftige Autos und setzen auf ein drittes, vernünftiges, an.

Weitere zwei Wochen Deutschland liegen vor uns – wird sich etwas mit meinem Wohnungsverkauf tun?
Sibylle fliegt am 20.07. nach Leros – doch wie reist der bootslose Skipper an???
Wird es beim Treffen mit den Eignern von ELOWYN schlechte Nachrichten geben?

Der Juli hat Potential für einen famosen Blogbericht – bleibt neugierig, bleibt dran!

Vielen Dank für die investierte Lesezeit und herzliche Grüße vom Schliersee
Mario


2 Kommentare zu „Juni 2026 – Holiday“

  1. Servus, Mario, gerade habe ich deinen Blog zum Teil überflogen – den technischen Teil- , zum Teil mit Interesse gelesen -den Urlaubsteil. 😊Das Foto von unserem Teich ist sehr schön 😻. So wie die Fotos vom Meer und vom Schliersee. Du fängst immer sehr viel Stimmung ein. Es tut uns wahnsinnig leid, dass der alte Audi nicht mehr mag. Der Schlumpf für deinen Smurfy wartet noch auf dich. Ich hoffe, wir kriegen das noch hin. Oder ich bringe ihn zu René? Viele Grüße auch an Sibylle und noch eine schöne Zeit in Good Old Germany von Monika & Alan

    1. Hallo Ihr Beiden, danke für das nette Feedback und die Erinnerung an den Schlumpf! 😉
      Selbstverständlich klappt das, ich wollte aber mit Sibylle vorbeikommen und nicht nur um den Smurf abzuholen – wir kommen sicher noch einmal kurz rüber, wir sind ja noch zwei Wochen hier.
      Liebe Grüße Mario

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