Der Song von Revolverheld aus dem Jahr 2010 heißt „Spinner“ – ich finde jedoch die volle Refrainzeile ansprechender und habe diese daher als Blog-Headline für den Juli verwendet.
„Spinner“ ist ein relativ neuer Song, der eigentlich gar nicht so in die bisherige Reihe passt.
Ihr werdet aber sehr schnell verstehen, warum ich den „Spinnern wie dir und mir“ eine Headline widme.
„Lass dein altes Leben hinter dir
Und geh durch diese neue Tür
Das geht raus an alle Spinner
Denn sie sind die Gewinner
Wir kennen keine Limits
Ab heute für immer
Das geht raus an alle Spinner
Weil alles ohne Sinn wär‘
Ohne Spinner wie dich und mich“
Und „Du spinnst…“ war noch das Harmloseste was ich mir nach dem Kauf meines neuen Vehikels anhören durfte 😉 !

Ich konnte unser Mobilitätsproblem gleich zweifach lösen – beide Lösungen lassen es durchaus zu, mich Spinner zu nennen.
In jedem Fall hat es Spaß gemacht und wird wohl eine Geschichte, die ich später meinen Enkeln erzählen kann.
Doch bis es soweit war, sollten noch ein paar Tage vergehen. Noch waren wir im Besitz von Sibylles rotem Honda Civic und verweilten ja am Bodensee bei meiner Tochter.
Der Honda war seit drei Monaten TÜV fällig und aus meinem Werkstattumfeld will ihn wirklich kein Monteur anfassen.
Die Reparatur in Griechenland hätte sich nur gelohnt, wenn Sibylle ihn weiterfahren wollte, aber selbst hier blieb meine Frau eine Entscheidung schuldig.
Doch all das werde ich die nächsten Tage entscheiden, jetzt sind wir erst einmal bei meinen drei Bodenssee-Enkeln und für heute steht ein Ausflug in einen Familien-Freizeitpark am Programm.


Diese Art Parks rufen inzwischen richtig hohe Eintrittsgelder auf. Denkt man darüber nach, dann kann man eine gewisse Rechtfertigung erkennen, dennoch belastet ein solcher Tag das Budget einer Familie sehr.
Gut, wenn es einen Opa gibt der es sich nicht nehmen lässt, hier eine Einladung auszusprechen.
Ein zweites Mal muss ich, nach dem Treffen mit einem früheren Arbeitskollegen, an meine Zeit bei Elring im Landkreis Reutlingen denken.
Hier bei der „Bärenhöhle“ waren wir einmal in einer Art Tagungsstätte zu einem Event mit Kunden – ich erlebe somit auch eine Reise in meine Vergangenheit.
Wir haben den Weg auf uns genommen, weil die Mädchen den Park lieben und Sibylle und ich von hier aus einen leichten Heimweg haben.




Während wir vom Bodensee aus nach Reutlingen gefahren waren, spielten sich am See selbst wohl dramatisch-spannende Szenen ab.
Schwiegertochter Sonja schreibt uns aus Miesbach, dass sie hoffe, dass „…wir nicht in der Nähe von Friedrichshafen wären!“
Um ihre Sorge zu belegen, schickt sie gleich ein Bild aus den Medien mit.

Wir geben Entwarnung, sind aber echt baff als wir das Bild sehen. Solche Wetterphänomene gibt es immer wieder auch auf deutschen Seen, aber in dieser Größe und mit dieser Wucht war es mir bisher nicht bekannt.
Ich bin auch fasziniert – ich würde so eine Wasserhose gerne einmal in natura sehen, gleichwohl ängstigen diese Naturgewalten auch.
Es ist ein Wunder und gleichzeitig das Wichtigste, dass bei Friedrichshafen wohl keine Menschen zu Schaden kamen.
Wir ließen uns den Spaß nicht verderben und widmeten uns weiter den Fahrgeschäften des Freizeitparks.


Wir verleben einen schönen Tag. Es gibt noch ein Eis und eine Brotzeit, dann trennen sich unsere Wege.
Wir fahren von hier aus über Ulm und Augsburg auf der A8 Richtung München, die Kinder und Kindeskinder fahren über Land zurück an ihren Wohnort.
Ich freue mich, wenn die Fünf mich einmal auf Leros besuchen werden. Das würde ein Heimspiel für mich und sicher nicht weniger lustig.
Bis dahin wird es noch etwas dauern, ich hoffe der nächste Besuch ist nicht erst in einem Jahr.
Der Heimweg zieht sich und wir benötigen tatsächlich über drei Stunden vom Freizeitpark nach Erding.
Mit dem letzten Tropfen Sprit im Tank kommen wir an…

Gleich die erste Tankstelle nach der Autobahn bietet den Liter E10 für 1.97,9€ an – das ist zwar für meinen Geschmack echt zuviel, aber hier in der Region noch als moderat einzustufen.
Ich tanke voll und erlebe mein „blaues Aral-Wunder“…
Während des Tankvorgangs sehe ich mir den Preis auf der Zapfsäule aus dem Augenwinkel an – nanu, da steht doch eine 2 davor!

An der Kasse steht eine Dame vor mir welche sich ob des Preisunterschieds gerade mächtig beschwert.
Der junge Mann an der Kasse zuckt mit den Schultern, verweist auf die defekte Anzeigetafel und darauf, dass der Preis an der Zapfsäule bindend sei.
Ich verzichte auf die laute Beschwerde und überlege, ob es wohl Sinn macht eine Mail an den Konzern zu schreiben.
Ja, theoretisch schon! Praktisch reden wir in meinem Fall von 3.-€ Differenz, welche mir zu gering erscheint um sowohl Zeit als auch Nerven zu investieren.
Dafür schreibe ich es hier in meinem Blog – Leute, tankt nicht an der Aral in Garching-Hochbrück!
Wir erreichen Erding um 20.30 Uhr – und haben einen Bärenhunger. Sibylle schlägt den örtlichen Thai als Lokal der Wahl vor.
Und dieser Vorschlag war ein Volltreffer!!!


Diese Einkehr war bis heute die preiswerteste seit wir hier sind. Das Essen war phantastisch, die Preise mehr als moderat.
Ich schlage sofort vor, diese Wirtschaft noch einmal zu besuchen.
Ich setze Sibylle bei ihrer Tochter ab und trete dann den 80km langen Heimweg in mein Quartier am Schliersee an.
Ich liebe es, in der Nacht Auto zu fahren. Ich fahre über Land und lasse die Gedanken fliegen – wie würde ich meinen Audi ersetzen???
Naja, sehen wir was der morgige Tag bringt…
Und der begann mit einer Leckerei!

Die selbstauferlegte Regel lautet, dass ich niemals zur Metzgerei „Holnburger“ fahren würde um mir die bayrische Spezialität zu kaufen.
Sollte mich mein Weg aber an der Leberkasschmiede vorbeiführen, dann ist ein Kauf des Schmankerls eher zwingend als optional.
Da ich heute zu Sohn Florian fahre um Klicker an den neuen Besitzer zu übergeben, scheint mir ein Leberkasfrühstück ein guter Start zu sein.


Das Abmeldeprocedere auf der Zulassungsstelle geht sehr rasch. Ich habe nach dem Behördengang noch Zeit, denn ich bin erst um 10.00 Uhr mit dem rumänischen Abnehmer verabredet.
Ich ziehe mich ein wenig zurück um die Gedanken zu sammeln und den Blick schweifen zu lassen.
Gleich hinter unserem ehemaligen Haus zieht sich eine kleine Anhöhe hinauf, von hier hat mein einen herrlichen Blick über die Kreisstadt Miesbach.


Wie erzähle ich kurz, was in der nächsten halben Stunde passiert???
Ich fahre zurück vor unsere ehemalige Garage und beginne die Unterlagen für Klicker vorzubereiten und den Kaufvertrag auszufüllen.
Da spricht mich ein junger Mann an, Brille mit Goldrand, goldene Halskette, goldene Uhr – vom Typ eher schleimig aber durchaus nett.
Er wüsste gerne, wem der schwarze Audi gehört.
Als ich mich als Besitzer zu erkennen gebe umgarnt er mich mit salbigen Worten und unseriösen Angeboten, von denen ich weiß, dass im Falle einer Zusage keines haltbar sein würde.
Ich verneine, der Wagen ist vergeben!
Als mehrere Versuche mir den Audi doch noch abzuschwatzen scheiterten, schwenkt er um, sieht die abgelaufene TÜV-Plakette des Honda und sagt…
„Dann kaufe ich den! Du brauchst den nicht mehr, der hat keinen TÜV, da bekommst Du einen Punkt!“
Ich kläre ihn auf, dass man bei vier Monaten noch keinen Punkt bekommt, der Wagen für 600.-€ verkauft werden soll, er ihn aber erst nach dem 20.07. haben könnte.
Er startet seine Verhandlungen – aber just in diesem Moment kommt der neue Eigner von Klicker, dem ich mich gleich zuwende.
Der steht mit mir alleine am Audi und sagt – „…ich nehme den Honda auch, schick´die Typen weg!“
Da ich den Mann über einen Freund kenne und er vertrauenswürdig ist und auch Manieren zeigt, handle ich genau so.
Ich schicke die Überraschungsgäste weg und verhandle mit dem empfohlenen Autohändler aus Rumänien.
Er zögert nicht, kauft den Honda für den Zielpreis und lässt mich noch vier Tage fahren.
Als ich Sibylle anrufe und ihr sage, dass wir in vier Tagen kein Auto mehr haben, fällt sie aus allen Wolken – „…und wie gedenkst Du das Problem zu lösen? Du spinnst total!“
Da haben wir es! Ich spinne! Ich verhole mich zum Nachdenken an den Schliersee…

Am nächsten Tag hole ich Sibylle zu mir an den See. Sie hat inzwischen die meisten meiner Bestellungen erhalten und ich könne die Pakete bei dieser Gelegenheit gleich mitnehmen.
Im Wesentlichen habe ich Ersatzteile für meinen Fiat Panda 4×4 Climbing auf Leros bestellt.
Der schlumpfblaue Offroader ist ein relativ feines Wägelchen und war, gemessen an deutschen Preisen, eher teuer.
In Griechenland sind Autos ohnehin teurer, aber Sibylle und ich haben entschieden, dass wir diese Investition machen.
So scheint es logisch, dass wir „Smurfy“ die Liebe angedeihen lassen, die er benötigt und bestellen dafür allerhand Teile, welche ich in meinem Zimmer sammle.

Bei einem Besuch beim örtlichen Fiat Händler wird eine Idee geboren – die erste „Spinnerei“ des Monats.
Ein banaler Plastik-Handgriff für das Verdunkelungsrollo des Glas-Panoramadaches kostet 120.-€!
Manchmal wäre es gut, wenn man ein Schlachtfahrzeug hätte…
Ihr ahnt es – warum nicht einen billigen Panda kaufen und als Schlachtfahrzeug nach Leros bringen?
Bis ich ihn nach Griechenland fahre, könnte Sibylle ihn in Deutschland nutzen – das würde genau passen, denn ab März 2027 könnte sie den Wagen ihrer Schwiegertochter übernehmen.
Gedacht – gemacht! Wir sehen uns nach billigen Pandas um und werden in Bernau am Chiemsee fündig.

Wer genau hinschaut und sich etwas auskennt wird sofort entdecken, dass es nicht „irgendein“ Panda ist und dass der Name HP nicht von ungefähr kommt.
Es gibt einen echt raren und nur in 30.000 Einheiten gebauten Panda Typ 169, den sogenannten 100HP, wobei der Name Programm ist.
Das nur 975kg schwere Wägelchen hat einen 100 PS Saugmotor verpasst bekommen, welcher ihn zu einer Kanonenkugel macht.
Wer mich kennt weiß längst, dass die Suche nach einem 100HP kein Zufall war – und wer Lust hat bemüht mal Google nach „Fiat Panda 4×4 100HP“…
Der Motor passt ohne größere Umbauten auf das Allradgetriebe und verleiht dem 4×4 dann einen sportlichen Touch.
Ich kaufe mir quasi ein besonderes Modell als Teileträger für meinen kleinen Schlumpf 😉 !
Spinne ich? Naja, ein bisschen vielleicht…
Ich fahre Sibylle zurück und es reicht noch für einen Besuch beim Herrenausstatter meiner Wahl.

Ich brauche nicht viel und so ist der Besuch im „Strauss Workwearstore“ auch schnell erledigt.
Ich bekomme alles was ich benötige und bin somit wieder eingekleidet.
Der Laden liegt, ein kleiner Umweg eingeschlossen, am Weg zu Sibylles Tocher, so kann ich den Besuch bei jedem Deutschlandaufenthalt gut einplanen.
Als ich Sibylle abgesetzt habe und zurück an den Schliersee fahre, muss ich das Thermometer des Honda fotografieren.
Es war brutal heiß während der letzten Wochen, aber nach einem kurzen Wettereinbruch und dem Ende der hochsommerlichen Temperaturen, haben sich bitterkalte Nächte eingeschlichen – im Juli!

Die nächtlichen Temperaturen klettern nur unwesentlich über die 10°C Marke und sorgen dafür, dass der See sehr rasch wieder abkühlt und erfrischend wird.
Das macht das rasche Eintauchen schwieriger, sorgt aber an den nun abermals folgenden heißen Tagen für die willkommene Abkühlung.
Ich habe am kommenden Tag einen Termin in München – ich sehe mir ein Fahrzeug an.
Es ist ein Wagen der mich reizt, den ich schon länger am Schirm habe und der in eine Kategorie meiner Suchkriterien passt – deshalb wird er mir als Ergebnis bei „mobile.de“ vorgeschlagen.
Ich konnte nicht an ihm vorbeigehen und musste zusagen – das Prädikat „Spinner“ wird mir ab nun wohl länger anhaften.
Tataaaaa – darf ich euch mein neues Auto vorstellen, er hat den Namen „Crawler“.

Ich habe ein Faible für Off-Road Fahrzeuge, das dürfte bekannt sein. Ich mag Wohnmobile, weil sie Unabhängigkeit verleihen und ich ab und an transportieren muss.
Neben vielen anderen Optionen habe ich daher nach „Allrad Wohnmobilen“ gesucht.
Normaler Weise fallen die Mitsubishi L300 4×4 aus, weil sie inzwischen hoch gehandelt werden.
Dieser hier war gerade noch in meinem Preisrahmen.
Das Besondere – „Crawler“ ist ein Wohnmobil mit H-Zulassung, also ein anerkannter Oldtimer mit einem 2.5 Liter Turbodiesel und 87 PS.
Der Wagen ist Erstzulassung 1991, also 35 Jahre alt.
Die Allrad Technik stammt aus dem Mitsubishi Pajero, ein richtig geländegängiges Vehikel mit zuschaltbarem Allrad, Untersetzungen und Freilaufnaben.
Ich erkläre „Crawler“ zu meinem neuen Hobby – und damit ich auch als Spinner in euren Köpfen verhaftet bleibe, gebe ich noch eine Vision als Zielbild mit dazu.
Ich möchte, dass mein Bus in etwa zwei Jahren so ähnlich aussieht…

In dieser Phase des Monats fallen die Würfel für meine Heimreise – ich werde mit Crawler bis Brindisi fahren und dann von Igoumenitsa nach Piräus.
Im Wagen werde ich das ganze Gepäck mitnehmen und die Pandateile transportieren.
Dafür möble ich den betagten Wagen, der an einigen Ecken etwas Zuwendung braucht, auf und bereite ihn für die Tour und meine Übernachtungen entsprechend vor.
Auf Leros wird er dann nach und nach seine Frischzellenkur bekommen.
Mein Freund und ich spinnen derweil hier am Schliersee weiter und schmieden Zukunftspläne in denen Crawler ans Nordkap und nach Afrika darf.
Ich gestehe auch ein, dass ich ihn, als Sibylle neulich die PanAmericana erwähnt hat, automatisch in meinem Kopf damit verknüpft habe.
Leute ich sag´s euch – spinnen macht Spaß! Und Hunger!
So freut es uns ganz besonders, dass wir eine Einladung von Kate bekamen, es sei eine „Schnitzerl-Session“ geplant!

Am nächsten Tag fahren wir die letzten Kilometer mit dem Honda.
Wir besuchen unsere Tochter und begutachten den Neubau der jungen Familie.
Der Umzug ist für Ende August anberaumt und es steht zur Debatte, dass Sibylle zu diesem Zeitpunkt schon wieder nach Deutschland fliegt um zu unterstützen.
Zu diesem Zweck könnte sie den Panda HP benutzen, der wäre dann zugelassen und muss für den Einsatz nur noch eine neue Antriebswelle bekommen – nach Griechenland soll er erst Anfang 2027 überführt werden.

Wir bringen den Honda nach Miesbach und Sibylle räumt ihn aus.
Ab jetzt fahren wir mit Crawler.
In dieser Phase des Monats bin ich fast jeden Tag damit beschäftigt, den Juni Blog fertig zu stellen.
Ich bin durch die Familienbesuche, die Autothematik und die vielen Pendelfahrten so in Verzug geraten, dass ich nahezu jede freie Minute zum Schreiben nutze.
Es nützt alles nichts, ich überziehe fast eine Woche und kann den Bericht des vergangenen Monats erst Ende der ersten Juli-Woche abschicken – das soll mir diesen Monat nicht passieren!

Ich liebe Spaghetti Eis – eines hatte ich ja schon gehabt, als wir mit der kleinen Heidi beim Eisessen waren.
Heute sitze ich, wie so häufig während der letzten Tage, mit Rita und René beim Abendessen.
Rita hat Schinkennudeln gemacht, wir schwatzen über Gott und die Welt.
Just in diesem Moment bringt René ein Eis ins Spiel, er hätte Vanille im Haus…
Irgendwie fällt das Wort „Spaghetti-Eis“ und wir drei sind angefixt.
Leider haben wir nicht alle Zutaten im Haus und wir wollen nicht mehr zur Eisdiele fahren – wir müssen also improvisieren.

Sibylle schläft heute Nacht bei mir am Schliersee – das ist sinnvoll, denn für morgen steht ein lang geplanter Termin in unserem Kalender.
Unser Freund Jörg von der INSPIRATION hat, während des letzten Treffens in Leros schon, den heutigen Tag für sich bei uns reserviert.
Er hat Geburtstag und lädt uns ein – eine Einladung, der wir gerne Folge leisten.
Man feiert ganztägig und erwartet uns gegen Mittag.
Ok, dann! Sibylle und ich stehen auf, machen uns fertig und packen Badesachen ein.
Dann machen wir uns auf den Weg nach Bad Tölz – es ist nicht sehr weit, der Weg in die Nachbargemeinde beträgt nur etwa 35km.
Mit Crawler, nomen est omen, wird diese Strecke aber zur Weltreise – eine mittlere Reisegeschwindigkeit von 80km/h macht ihn zu einer „Entschleunigungsmaschine“ der man sich ergibt und zu genießen beginnt.
Zuerst aber gönnen wir uns ein Frühstück am Weg…

Nach dem Frühstück kaufen wir noch das Geburtstagsgeschenk und machen uns dann auf die Fahrt.
Genussvoll brummeln wir durch´s Oberland und genießen die tolle Landschaft bei herrlichem Wetter.
Nach etwa einer knappen Stunde, kommen wir ziemlich pünktlich am Haus unserer Freunde an.
Es ist schön, wenn man sich als „Nachbarn“ in Leros trifft und kennenlernt und diese Freundschaft nach und nach wachsen lässt.
Wir freuen uns ganz sakrisch über diese Einladung!


Wir genießen einen tollen Tag mit Jörg, Melanie und deren Familie. Wir lernen neue Leute kennen und haben kurzweilige Stunden.
Ich muss nicht erwähnen, dass wir kulinarisch bestens versorgt wurden und ein BBQ vom Feinsten den Abend abgerundet hat?
Alles war perfekt organisiert und umgesetzt – vielen Dank, dass wir teilnehmen durften.
Aufgrund der Tatsache, dass ich mit drei Bierchen zwar wohl noch sprech- aber kaum mehr fahrtüchtig war – dies zumindest in den Augen der deutschen Exekutive – kam Sibylle spätabends in den Genuss ihrer ersten Kilometer am Volant von Crawler.
Ungewohnt, zögerlich zunächst, wird sie rasch warm mit dem Relikt aus längst vergangenen Tagen und chauffiert uns sicher nach Hause.
Wir fielen müde ins Bett, denn am nächsten Tag stand Verwaltungskram auf dem Plan.

Ich finde mich sehr früh morgens an der Zulassungsstelle ein um zwei Meldevorgänge abzuschließen.
Zum einen wird der rote Honda abgemeldet um gegen 10.00 Uhr an seinen neuen Besitzer übergeben zu werden.
Zum anderen wird heute mein kleiner Crawler auf mich angemeldet und verliert in diesem Zuge seine Münchener Stadtzulassung.
Ich erbitte mir ein Wunschkennzeichen und da L300 nicht mehr frei war, entscheide ich mich für IL300.
Das I ist nur ein Platzhalter, wer aber möchte kann IL als „Island Life“ oder „Island Leros“ interpretieren.
Man hat keinerlei Zicken gemacht wegen der Wohnmobil H-Zulassung, dies wertet den Crawler für mich richtig auf.

Nachdem auf dem Amt alles bestens geklappt hat, bin ich zu unserem ehemaligen Haus gefahren und habe den Honda an den rumänischen Käufer übergeben.
Damit haben Sibylle und ich einmal unseren Fuhrpark durchgetauscht. Der Honda hatte seinen Dienst erfüllt und hätte auch noch funktioniert – leider wollte niemand den Civic Type-S reparieren oder fahren.
Anders bei Klicker – er war beliebt, jeder hat ihn sich geborgt und in der Werkstatt in der mein Sohn Serviceleiter ist, hätte man für ihn gesorgt.
Leider waren 385.000km schon sein Limit.
Das vor einem Jahr investierte Geld hat sich nur sehr bedingt gelohnt.
Ich hoffe, dass wir mit der neuen Auswahl an „g´spinnerten Kisten“ etwas mehr Glück haben.
Nach der Übergabe des Civic hole ich Sibylle in Erding ab, sie wird einige Tage in Miesbach verbringen.
Ihre erste Frage an mich – „…kannst Du mich zum Schuhgeschäft bringen? Ich brauche DRINGEND ein paar Schuhe!“


Rache ist süß – gleich nachdem ich den kurzen Einkaufsbummel hinter mich gebracht hatte, war ich am Zug.
Der sündteure Griff für das Sonnenrollo an meinem Panda 4×4 war bei Fiat eingetroffen und ich solle diesen bitte abholen.
Da der örtliche Fiat Händler nicht sehr weit entfernt war, hatte ich nun meinen Einkaufsrausch.
Sibylle wartete inzwischen gelangweilt im Auto – quid pro quo!

Für ein paar Stunden müssen sich nun unsere Wege trennen. Ich fahre Sibylle zu ihrem Sohn, sie hat versprochen, die Buben von der Schule abzuholen und den Nachmittag lang auf sie aufzupassen.
Ich hingegen bin um 17.00 Uhr in Bernau mit dem Verkäufer von HP (nicht dem aus dem Saarland, der aus Italien) verabredet.
Ich fahre mit René dorthin um den flotten Panda abzuholen.
Zum Abendessen waren wir mit Rita und René verabredet, Sibylle würde später mit dem Wagen der Schwiegertochter wieder zu uns stoßen.
Alles klar? Nein? Macht nix…


Der flotte Italiener sieht aus, als hätte man Klicker zu heiß gewaschen. Zudem trägt er das Nummernschild seines schwarzen Vorgängers.
Der kleine Flitzer hat einen gravierenden Mangel – er hat ein Geräusch an der vorderen, linken Antriebswelle. Es handelt sich um ein sehr lautes Klackern, welches ihm fast den Namen Klacker eingebracht hätte.
Letztlich ist die Wahl aber auf HP gefallen!
Ich brummle mit dem klackernden HP über den Landstraßenweg in Richtung Schliersee, gefolgt von René in seinem neuen Wohnmobil.
Er könnte mich im Falle einer Panne sofort an den Haken nehmen.
Es passiert aber nichts – im Gegenteil! HP fährt so prima, dass ich beschließe, gleich die Optionen für eine neue TÜV-Plakette ansehen zu lassen.
Wir fahren ihn direkt bis in die Werkstatt und übergeben ihn zur Reparatur der Antriebswelle und zum TÜV-Check.
Bereits eine Stunde später sitzen wir zu viert in einem neu eröffneten Thai-Restaurant in der Nähe des Tegernsees.
Wir haben Hunger und der Name des Lokals wird nach der Bestellung zum Programm.

Nachdem wir gut gespeist hatten, uns währenddessen gut unterhalten haben und dabei einen kurzweiligen und lustigen Abend zu viert hatten, war noch Platz für eine Nachspeise.
Sibylle winkt ab, sie wolle nichts mehr. Wir anderen finden auf der Karte des Restaurants auch nichts Erquickendes mehr.
„Wie wäre es mit der Eisdiele gleich am Autoparkplatz?“ fragt René – doch die war leider schon geschlossen.
Unsere Wege trennten sich hier. Sibylle fuhr wieder zu ihrem Sohn nach Miesbach, wir drei machten uns auf den Weg nach Schliersee.
Dabei passieren wir eine Eisdiele, sie war noch geöffnet!
Es brauchte keine Worte – René stoppte den Wagen, wir stiegen aus und ließen den Abend bei einer Kugel Eis in der Waffel ausklingen.
Auf der Theke stand ein Schild – meine Augen blieben daran hängen…

Nein, wir wollen uns nicht setzen. Lieber schlendern wir 100m die Straße hinauf und wieder herunter.
Das Schlotzeis war ein leckerer Ausklang des Abends und ich wollte diesen nicht verderben – aber hier esse ich kein Eis mehr.
Nicht, dass ich den Gedanken des Eisdielenbetreibers nicht verstehen würde, aber es klingt eben mehr als unfreundlich und abweisend.
Ohnehin waren an diesem Abend, zu dieser Stunde kaum noch Tische belegt.
Auch den Folgetag verbringen Sibylle und ich weitgehend zusammen. Wir eröffnen mit einem leckeren Frühstück in „Marys Esszimmer“ um dann ein paar Kleinigkeiten einzukaufen.
Wenn wir in Deutschland sind, gibt es ja immer eine Besorgungsliste von Dingen die man auf Leros nur schwer bekommt.

Sibylle hat in Deutschland ja auch immer eine ganze Menge an Arztterminen im Kalender stehen.
Wenn ein solcher Tag ansteht, dann verleben wir den Tag meist getrennt voneinader oder unsere Wege trennen sich zumindest für ein paar Stunden.
Ich nutze die Zeit dann sinnvoll und widme mich meinen Aufgaben oder der Vorbereitung von Crawler für die anstehende Rückreise.
Ich wollte ihn etwas sauber machen, meine persönlichen Dinge aus dem Audi einräumen und ihm einen ersten technischen Check angedeihen lassen – immerhin hat er 2000km durch Italien und Griechenland vor der Brust.
Rita und René geben mir ein paar Dinge aus dem Ferienhaus, so dass ich mit Bettsachen und einer Basis-Geschirrausstattung aufwarten kann.
Im Großen und Ganzen scheine ich gewappnet.

Ich plane gerade meine Rückreise, welche ich am 19.07. antreten möchte.
Die Termine sind zwar noch nicht in Stein gemeißelt, der 19. bietet sich jedoch an, weil wir die beiden Tage zuvor mit meinem Sohn und seiner Familie verbringen werden und dann unseren Aufenthalt im Landkreis Miesbach beim Sommerfest des älteren Sohnes ausklingen lassen würden.
Am Tag darauf, eben am 19., könnte ich frühmorgens aufbrechen und Sibylle würde zur Tochter nach Erding zurückkehren um von dort aus ihren Rückflug nach Griechenland vorzubereiten – dieser ist für den 20. geplant.
Meine Route plane ich in vier Etappen ohne Autobahn. Ich würde von Miesbach über Österreich und durch die südtiroler Dolomiten bis zum Gardasee fahren.
Ab hier dann durch Oberitalien bis an die Adriaküste bis etwa Rimini.
Die nächste Etappe würde mich entlang der Küste und parallel zur Autobahn bis in die Region des Gargano nach Apulien führen.
Am letzten Tag plane ich Brindisi zu erreichen, von wo aus mich eine Tagesfähre nach Igoumenitsa bringt.

Zur Not kann ich immer auf die Autobahn ausweichen und etwas Strecke machen, aber einen wirklich guten Schnitt kann ich mit dem betagten L300 auch dort nicht erwarten.
In Igoumenitsa komme ich um 22.00 Uhr an und werde versuchen mich zu versorgen und dann einen Stellplatz für die Nacht zu finden.
Von dort aus geht es, ebenfalls über Landstraßen, wie folgt nach Piräus…

Auch den Weg durch Griechenland „zerlege“ ich in zwei Teilstücke. Ich kenne die Route entlang des Golfes von Korinth und werde wohl bis Glyfada fahren.
Dort bleibe ich eine Nacht und setze die Fahrt am nächsten Morgen fort um am Vormittag in Piräus zu sein.
Der Grund hierfür ist eine Nachricht des KEP in Piräus, welche mich dieser Tage erreicht hat.
Mein Fahrzeugschein für den Panda 4×4 ist fertig, ich könne ihn abholen.
Die Gelegenheit, dass ich Piräus durchfahre, will ich mir nicht entgehen lassen.
Es sieht so aus, als könne ich zwei sehr gut passende Fähren buchen. Die Kabinen sind zwar alle ausgebucht, aber das bekomme ich hin.
Von Italien nach Griechenland fahre ich tagsüber, von Piräus nach Leros werde ich mich auf einen Sessel falten und die Fahrt über mich ergehen lassen.
Klingt nach einem Plan! Darauf ein Eis…
(Ich merke an, dass sich ein Fehler bei der Planung eingeschlichen hat – es wird ein wenig anders kommen 😉 )


Wir waren mit Sohn Florians Schwiegereltern zum gemeinsamen Eis verabredet.
Natürlich waren Sonja und die Jungs mit von der Partie, denn Opa Charly hat anlässlich seines gestrigen Geburtstags zum Eisgelage eingeladen.
Allesamt haben wir unser Eis genossen, es war ein nettes Beisammensitzen, gepaart mit einer feinen Leckerei.
Als Sonjas Eltern später am Nachmittag heimgefahren waren, hatten auch Sibylle und ich nur noch eine kurze Aufenthaltszeit in unserem ehemaligen Garten.
Wir haben ein wenig mit den Jungs gespielt, die aber dann lieber mit den Nachbarskindern unterwegs waren.
So konnten wir guten Gewissens zu unserer nächsten Verabredung weiterziehen – wir treffen uns ein weiteres Mal mit Melanie, Jörg und Lukas.
Diesmal ist das weitläufig bekannte „Bräustüberl“ am Tegernsee das ausgewählte Ziel.

Die Familie erscheint stilsicher in Tracht und Sibylle und ich erkennen sofort, dass wir in Sachen Kleiderwahl am heutigen Tag unter „ferner liefen“ landen.
Aber die Klamotten tun der Sache keinen Abbruch, wir sitzen wieder nett beisammen und besprechen die Welt von A wie Aktien bis Z wie Zweityacht 😉 – eine breite Palette an bunten Themen…
Als wir zum Nachhauseweg aufbrechen, übergibt Jörg mir eine Batterie und eine Solarplatte für Crawler.
Die Batterie kann ich leicht verstauen, an der Solarplatte aber scheitert es – die ist wirklich riesig.
Das Nachmessen ergibt, dass sie gerade so AUF mein Dach passt – also verabreden wir uns kurzerhand für den kommenden Sonntag auf ein Weißwurstfrühstück mit anschließender Solarmodulmontage.
Ja wenn das so einfach ist…
Leichteres Spiel hatte ich mit dem Solarmodul für Hans Peter. Der Freund aus dem Saarland ist im Begriff sich seine Bordelektrik auf den neuesten Stand zu bringen und will auch seinen Solarertrag verbessern.
Ich habe versprochen, dass ich ein Gewährleistungsteil aus Deutschland mitbringe – das bin ich ihm schuldig, er hat schon viel für mich transportiert.

Inzwischen habe ich die ganzen gekauften Fiat Panda Teile in Crawler verstaut.
Enkel Otto beobachtet mich ob des bunten Treibens, in der Hand hält er ein seltsames Ding, das aussieht wie eine Mischung aus Stofftier und Fliegenpilz.
Auf die Frage, was das denn sei, verdreht der Knabe seine Augen und klärt mich auf – „…das ist ein Toad-Head, der Superpilz aus Mario Kart!“
Ich frage zurück – „…sag mal, weißt Du eigentlich von wem Super-Mario seinen Namen hat?“
Der Bengel schweigt, schaut mich an und ich merke, dass er etwas Ehrfurcht hat – ich schmunzle in mich hinein.
Mein Super-Mario T-Shirt tut das übrige…


Genug Quatsch geredet für heute. Sibylle bringt die Burschen ins Bett und ich verhole mich nach Schliersee um mit meinem Freund René noch ein Bier im „Seegarten“ zu trinken.
Wir sitzen zusammen und erzählen Geschichten von früher, ohne Reue, ohne Wehmut und vor allem ohne dem Touch einer Midlife-Krise.
Wir sind ausbalanciert und genießen das Leben, jeder auf seine Weise und doch schon seit 45 Jahren zusammen.
Aber wir attestieren uns auch eine gewisse „Jugend im Geiste“, wir sind offen für neue, „g´spinnerte“ Ideen.
Wir beginnen einmal wieder Pläne zu schmieden, bei denen ein Fahrrad, ein Mitsubishi L300 4×4 und das Nordkap eine Rolle spielen.
Der Tag klingt perfekt aus, das Szenario dazu bekommen wir kostenlos!

Den neuen Tag eröffne ich wie eigentlich jeden seit ich hier am Schliersee bin – ich gehe meist vor 07.00 Uhr zum Schwimmen und spüle mir die Nacht aus dem Gesicht.
Dann geht´s ab in die Kaffeeküche und ich braue mir einen Kaffee, der seinen Namen verdient und mich vollends ins Leben zurückholt.
Meistens gibt es eine zweite Tasse des Lebenselixiers, zusammen mit Rita und René, die inzwischen das Frühstück für ihre Gäste gerichtet haben.
Immer mal wieder mache ich mich nützlich und unterstütze, sei es mit Einkaufsfahrten, ein paar Stunden Kioskdienst, oder eben mit dem Aufklarieren des Frühstücksraums und der Reinigung der Frühstücksküche.

Es bricht inzwischen die letzte Woche in Deutschland an, die Termine stauen sich auf und es entsteht zum ersten Mal so etwas wie ein gewisser Zeit- und Termindruck, welchen ich aber nicht Streß nennen möchte.
Heute treffe ich mich mit Sibylle in Miesbach. Sie braucht auch etwas Abstand von der Familie und macht einen Spaziergang dorthin, ich fahre die paar Kilometer mit Crawler.
Zusammen haben wir ein paar Besorgungen im Ort zu machen.
Ich finde einen Parkplatz in gebührender Nachbarschaft…

Der Tag verplätschert und mit unseren Einkäufen haben wir auch wenig Glück. Die letzten Kleinigkeiten werden wir wohl bestellen müssen, für ausgedehnte Einkaufsfahrten fehlt uns die Zeit.
Wir fahren zurück zu unserem älteren Sohn und dessen Familie, denn Sibylle muss heute Kinder hüten um den Eltern einen Pärchenabend zu gönnen – für was Omas nicht alles gut sind.
Damit ihr nicht fad wird, bleibe ich noch ein paar Stunden, spiele etwas mit den Jungs und helfe beim Vertilgen von einem Kilo Schinkennudeln.
Dann wird es Zeit für mich und ich fahre zufrieden zurück nach Schliersee.
Morgen ist Sonntag – und da haben wir etwas ganz Spezielles vor…

Wir sind ein weiteres Mal mit Melanie und Jörg verabredet. Pünktlich um 10.00 Uhr treffen wir in Bad Tölz ein und gönnen uns erst einmal ein zünftiges und stilechtes Weißwurschtfrühstück.
Danach, wir befinden uns eigentlich alle in einer Art „Food-Koma“, drängelt Sibylle auf den Beginn des Arbeitseinsatzes.
So ist sie halt…
Wir ergeben uns, fahren alle zusammen zum Firmensitz der Familie und nutzen Werkzeuge, Materialien und die heiligen Hallen um Crawler zum e-Automobil zu machen 😉



Letztlich ist es wie bei Booten – alles dauert viel länger als geplant und geht dann doch nicht so einfach wie gedacht.
Das Fertigen der Distanzstücke war noch ein Klacks, aber leider war der Spalt zwischen Dach und Modul zu klein, als dass wir die riesige Platte hätten anschrauben können.
Wir mussten also Anschraubplatten fertigen, die ab jetzt aber ein einfaches Ab- und Anschrauben des Moduls ermöglichen.
Während wir werkeln, spielt Sibylle mit dem Hund der Familie. Natürlich passieren auch hier Pannen und so landet das Spielzeug des Vierbeiners plötzlich am Vordach.
Auch hier hilft die Werkstattausstattung und nicht zuletzt ein wenig auch unser griechisches Mindset…

Nach drei Stunden melden wir Vollzug und der kleine L300 hat nun ein riesiges Solarmodul am Dach – der hintere Dachbereich ist nahezu vollständig abgedeckt.
Für den kleinen Crawler ein Kraftwerk – mal sehen was ich daraus mache und was ich letztlich anhängen werde.
Ach, wenn nur bei einem meiner Freunde bald ein guter Wechselrichter übrig bliebe 😉


Zum Abschluss gibt es ein „Zielbier“, wie Jörg es nennt, dann trennen sich unsere Wege final.
Wir verabschieden uns von der Familie in der Gewissheit, dass wir uns am 13.08. also ziemlich genau in einem Monat, auf Leros wiedersehen werden.
Das feudale Dinner dort, geht dann aber vollumfänglich auf meine Kappe – ich habe euch vielmals zu danken!
Wir fahren zurück ins „Haus Seegarten“, dort sind wir mit Christine und Nader verabredet.
Wir treffen uns – man hätte es nicht besser planen können – am Parkplatz des Gästehauses und setzen uns im Garten zusammen.
Die Zeit reicht für ein Eis und einmal ausgiebig schwimmen, bevor wir uns für den Abend richten.
Wir haben bereits vor Monaten einen Tisch in den „Kaminstub´n“ reserviert.
Dorthin brechen wir um 18.20 Uhr auf, das Gasthaus ist nicht weit vom Schliersee entfernt.



Das Geschäftsmodell der „Kaminstub´n“ ist genial. Sie bieten als eine Art „Bayrisches Steakhaus“ allerlei Schmankerl vom Grill in bester Qualität.
Es gibt eine sehr kleine Speisekarte und als Vorspeise immer Salat in L, XL oder XXL – man muss keinen Salat nehmen, es empfiehlt sich aber dringlich.
Dann kommt die Wirtin mit einem riesigen Fleischbrett an den Tisch und bietet die Tagesoptionen an.
Es gibt langjährige Renner und stetig wechselnde „Specials“ wie zum Beispiel Flanksteaks oder riesige Tomahawk.
Man wählt, bekommt seinen Salat und der Chef tritt an den Grill und bringt das vorher gewählte Stück Fleisch auf den Punkt!


Sibylle bedauert ein wenig, dass ihr Favorit, der Hirschspieß, an diesem Tag nicht im Angebot ist.
Ihre Entscheidung fällt dann auf den Rinderfilet Spieß.
Christine und Nader wählen das Lammfilet und ein Rinderfilet und ich gönne mir ein 800gr. T-Bone.
Es geht los, wir alle sind happy und haben einen sehr kurzweiligen und netten Abend.
Das Essen schmeckt wie immer phantastisch und wir bereuen keine Kalorie und letztlich auch keinen der zu investierenden Taler.
Dieses Lokal hat für mich den gleichen Rang wie das „Mylos“ auf Leros – one of the best, teuer, aber wert es ein, zweimal im Jahr zu besuchen.
Wie im „Mylos“ muss man auch die „Kaminstub´n“ wochenlang vorreservieren.


Egal wie voll man ist, der Platz für ein Desert muss bleiben. Auch hier bietet der Gasthof nur eine kleine Auswahl, die aber hat es in sich.
Wir entscheiden uns IMMER für das Walnusseis mit hausgemachter Karamelsoße – ein Gedicht.
Dazu ein Espresso, dann ist meist Schicht im Schacht.
Auch dieser Abend klingt satt und zufrieden aus…

Unser heutiger Plan sieht vor, dass Sibylle mit Mikeys Eltern nach Erding fährt.
Sie wird noch einmal eine Nacht bei unserer Tochter schlafen und die kleine Heidi besuchen.
Der morgige Tag bietet noch etwas Zeit für Mutter und Tochter, sowie für ein paar Momente mit dem kleinen Fred.
Am Nachmittag muss ich ohnehin in diese Gegend fahren und würde meine Gattin dann wieder abholen.
Wir haben eine Einladung im bayrischen Oberland und dann steht der Besuch von Tina und Volker in der Oberpfalz an.
Alles ist perfekt durchorganisiert – mal sehen ob alles klappt wie geplant.
Ich werde an der Stichstraße zum „Haus Seegarten“ an der Bundesstraße „ausgesetzt“ und laufe die paar Meter zu meinem Quartier am See entlang.
Dieser bietet mir abermals eine sehr spezielle Stimmung zur Verabschiedung dieses Sonntags.

Am Folgetag wenden sich die Vorzeichen und ich muss mich auf den Weg von Schliersee nach Erding machen.
Sibylle hat den Tag bei ihrer Tochter genossen und meine Aufgabe ist es nun, sie dort abzuholen.
Der für sie bestimmte Wagen ist leider noch nicht fertig, obwohl wir fast minütlich auf einen Anruf der Werkstatt warten.
Da wir heute Abend aber eine Einladung bei der Tochter von Rita und René haben, ist der erneute Weg ins bayrische Oberland unumgänglich.
Klar, wenn ich schon wiedermal in Erding bin, dann nutze ich die Wartezeit auf Sibylle für eine Spielrunde mit Enkelchen #9 – dem kleinen Fred.
Er soll sich ja an den Opa aus Hellas erinnern können…

Sibylle und ich fahren ab in Richtung Schliersee, von hier würden wir gemeinsam mit René und Rita weiterfahren.
Glücklicher Weise fahren wir mit genügend Zeitreserve los, denn wir erleben ein kleines Malheur.
Im Laderaum von Crawler fährt eine Flasche unseres Olivenöls mit, diese brauchen wir als Gastgeschenk für unseren morgen anstehenden Besuch bei Tina und Volker in der Oberpfalz.
Leider klimpert diese immer so leicht an die ebenfalls verstaute Anhängerkupplung – und zerbricht.
Ein Liter feinstes, natives Olivenöl ergießt sich in den Wohnraum meines Crawler und lässt ihn herrlich duften.
Ärgerlich war es allemal – und ich musste auf der Landstraße stoppen um alles auszuladen und, gemeinsam mit Sibylle, die Sauerei in Schach zu halten.
Fotos hierzu bleibe ich, aus vielleicht nachvollziehbaren Gründen, leider schuldig!
Kein Nachteil ohne Vorteil – als ich gerade mit ölverschmierten Händen, die Glassplitter haltend, am Straßenrand bei Aying stand, klingelte mein Telefon.
Die Werkstatt war am Apparat, HP unser Panda sei fertig, wir können ihn holen – und das machen wir im Vorbeifahren auch noch.
Ich war froh, als wir endlich am Grill von Tina und Patti standen…

Klar haben wir den Baufortschritt des Hauses der „Kinder“ angesehen, den neu angelegten Garten bestaunt und die Feuerschale mit einer Plancha eingeweiht.
Eine Plancha, eine Grill- oder „Feuerplatte“ kannte ich bisher nicht. Umso mehr hat mich der Output dieser besonderen Version des Grillens begeistert.


Ich freue mich über diese Einladung – Christina und ihr Bruder Robin sind genauso alt wie meine Kinder und quasi miteinander groß geworden.
Ich bin Robins Taufpate und freue mich, zu beiden bis heute einen sehr guten Kontakt zu haben.
Die Einladung war mir wertvoll, Danke Tina, Danke Patrick.
Dass wir den Panda zurück haben freut nicht nur Sibylle, denn nun ist sie über die letzten Tage unseres Aufenthaltes unabhängig.
Mich freut, dass wir unsere heute anstehende Fahrt in die Oberpfalz nicht mit Crawler antreten müssen.
Sibylle schläft heute am Schliersee, ich wecke sie um kurz vor 06.00 Uhr – worüber sie sich übrigens sehr freut – um sie zum gemeinsamen Bade im See zu motivieren.
Das klappt überraschender Weise! Danach packen wir unsere Siebensachen und fahren erst einmal nach Miesbach zum Frühstücken…

Nach dem Frühstück geht es los – gemächlich und doch flott tuckern wir auf der Autobahn an Regensburg vorbei in den Landkreis Vohenstrauß bis wir das Domizil unserer Freunde erreicht haben.
Wir sind sehr gespannt wie sich das Anwesen seit unserem letzten Besuch entwickelt hat und noch mehr darauf, ob „Mamos“, der kleine schwarze Hund den wir aus Griechenland hierher gebracht haben, uns vielleicht wieder erkennt.
Mamos ist inzwischen ein schwarzer Riese der sein Zuhause bewacht. Er frißt uns nicht auf, ich werte das als positives Zeichen.
Im Augenwinkel nehme ich eine Feuerstelle mit Plancha wahr – seltsam, dies scheint ein Modetrend zu sein.
Für Leros ist es nix, die Brandgefahr wäre zu hoch.


Tina und Volker haben sich hier, der perfekte Ausgleich zu ELOWYN, ein Paradies geschaffen, welches landwirtschaftliche Züge trägt.
Die kleine, private Hofstelle wird als „Gnadenhof“ für geschundene Tiere geführt und ist ein Ruhepol in einer immer verrückteren Welt.
Wir genießen den Kaffee auf der Terrasse und haben einander viel zu erzählen, liegt der Urlaub der Beiden doch erst ein paar Tage im Kielwasser.
Klar war, dass mich mein Job hier einholen würde – die „Rückübergabe“ von ELOWYN war für diesen Termin geplant, die neue „ToDo – Liste“ war länger als erhofft.
Ich pflege die neuen Punkte in meine bestehende Liste ein und priorisiere neu – das Jahr 2026 scheint verplant…
Der Zufall will es, dass just in diesem Augenblick Bilder von Alex aus Leros eintreffen – ELOWYN geht es gut, alles ok!

Zum Abendessen gehen wir in einen Landgasthof und essen gut bürgerlich – wir haben ein sehr leckeres Essen serviert bekommen und stellen fest, dass hier die Uhren noch ein wenig anders ticken als im touristischen Oberbayern.
Ich bekomme eine göttliche Käsecremesuppe, ein fantstisches Cordon Bleu und ENDLICH die lang ersehnten Apfelringerl…

Wir bleiben für eine Nacht bei Tina und Volker – ich schlafe gut, wache aber trotzdem sehr früh auf.
Ich starte meinen Rechner und beschäftige mich mit den neuen Aufgaben auf ELOWYN.
Es sind wieder ein paar „Kracher“ dabei und ich spüre, wie sich das Verhältnis langsam ändert.
Ich habe ELOWYN über Jahre als mein „Patenschiff“ wahrgenommen und konnte frei agieren und nach meinem Gusto walten um alle anfallenden Aufgaben abzuarbeiten.
Es ist aber nicht zu leugnen, dass Volker und ich andere Prioritäten haben – die Tage nachdem Update der Liste fordern mich mental mehr als ich das möchte.
Ich sitze am offenen Fenster, schaue der Sonne beim Aufgehen zu und lasse die Gedanken fliegen.


Da ich von Sibylle und Tina den Befehl erhalten habe, „….mich mit mir selbst zu beschäftigen und alle anderen ausschlafen zu lassen!“, lege ich mich nochmal ins Bett und döse – ich verfalle in einen angenehmen Halbschlaf.
Sibylle nimmt mich am Frühstückstisch hoch – „…na, wer hat heute so lang geschlafen? Tina und ich sind schon sooooo lang wach, wir waren schon beim Bäcker!“
Wenn sie wüsste…
Nach dem Früstück packen wir HP, verabschieden uns bis September und brummeln los in Richtung Landshut.
Die niederbayrische Hauptstadt ist rund eineinhalb Autostunden entfernt.

Wir erreichen LA zu früh und kaufen bei Stahlgruber ein paar Autoteile und im Baumarkt noch Gartenartikel für Leros.
Nach einem Spaghettieis sind wir endlich „in time“ um unseren Besuch bei Alex´ Mutter anzutreten.
Hanna und ihr Mann Jim erwarten uns schon zu Kaffee und Kuchen, später wird gegrillt.
Sibylle und ich verstehen uns super mit den Beiden und wir sind froh, sie über Alex kennen gelernt zu haben.
Wir verbringen einen herrlichen, entspannten Nachmittag und natürlich überreicht mir Hanna in Alex´ Auftrag noch ein „paar Kleinigkeiten“ für den Transport nach Leros.
Bei den „Kleinigkeiten“ handelt es sich um ein Wakeboard an dem die riesigen Stiefel von Rübezahl festgespaxt sind und um einen Hipster-Elektroroller der etwa 100 Pfund wiegt.
Beide Teile haben die Eigenschaft größer zu werden, wenn ich sie in meinen Kleinbus staue…


Meine Idee ist, das unhandliche Wakeboard an die Decke zu hängen und den Roller auf den Beifahrersitz zu stauen.
Dafür brauche ich noch ein paar Spanngurte, es führt also kein Weg an einer Einkaufsfahrt nach Miesbach vorbei.
Ich werde die Kreisstadt wohl ein letztes Mal zu Geschäftszeiten besuchen, also bietet es sich förmlich an, sich mit einer Kasleberkassemmel zu stärken.

Ich kaufe ein paar Kleinteile beim Auto-Teilehändler und die Spanngurte im Baumarkt.
Zudem nutze ich die Gelegenheit, um Mitbringsel für den letzten Enkelbesuch zu kaufen.
Dann beginnt der Endspurt…

Zurück in meinem Quartier, kann ich die hängende Montage des Wakeboards innen am Dach bewerkstelligen, den Roller packe ich am Abfahrttag auf den Beifahrersitz.
So sollte ich gewappnet sein. Morgen muss ich noch den Ölstand prüfen und mir eine kleine Dieselleckage an der Einspritzdüse ansehen, der Rest der Zeit in Deutschland ist dann für Sohn Stefan und seine Familie reserviert.
Die Vier sind zurück aus dem Urlaub und wir freuen uns aufeinander. Die kleine Paula hat Geburtstag und wird ein Jahr alt und der kleine Anton beschäftigt seine Eltern wie ein tanzender Derwisch – mal sehen, ob ich dem Duracell-Enkel gewachsen bin 😉 ???
Wir freuen uns auf jeden Fall auf morgen…
Am Folgetag mache ich mich auf, um Geburtstagsgeschenke einzupacken…

Zeitsprung! Um nicht wieder in Verzug zu geraten, habe ich gleich zu Beginn des Juli begonnen, immer wieder ein paar Blogzeilen zu schreiben.
Als ich mich auf den Weg nach Griechenland gemacht habe, musste ich aus nachvollziehbaren Gründen pausieren.
Heute aber, ich sitze gerade im Strandcafe eines Campingplatzes am Gargano in Apulien (I), habe ich wieder ein paar Stunden Zeit um das Erlebte in meinem persönlichen Tagebuch festzuhalten.
Das nennt man heute eben Blog und so erinnere ich mich zurück an den Tag, an dem wir zum 1. Geburtstag unserer Enkelin Paula eingeladen waren.
Es sollte eine kleine Familienfeier im engesten Rahmen werden, nur Amelies Geschwister und Eltern wären ebenfalls geladene Gäste.
Sibylle und ich haben unseren Aufenthalt extra wegen der Familienfeier verlängert, morgen würden wir uns noch einmal mit Stefans Familie treffen, dann steht die Verabschiedung an.



Es gibt Kaffee und Kuchen und anschließend wirft Stefan den „Weber-Grill de Luxe“ an.
Ich staune – der Grill macht den Eindruck als bräuchte man eine Art Führerschein dafür.
Nichtsdestotrotz gelingt es meinem Junior auch ohne die vermutete Lizenz, eine feine Grillage auf den Tisch zu zaubern.
Satt und zufrieden trennen sich am Abend die Wege von Sibylle und mir. Das Geburtstagskind und der zweijährige Bruder müssen ins Bett, Sibylle fährt nach Erding zu ihrer Tochter und ich freue mich auf mein Quartier am Schliersee.
Zusammen mit Rita und René, Sohn Robin und einem Freund der Familie sitzen wir bis spät in die Nacht zusammen.
Es bleibt eine Randnotiz, dass Rita noch eine Brotzeitplatte zaubert und wir dazu ein oder zwei Bierchen trinken.
Als die Sonne die „blaue Stunde“ anbrechen lässt, wird es uns zu kalt und wir verholen in unsere Betten.


Der nächste Morgen ist einer, der mit Weckergeläut beginnt. Wir sind um 08.45 Uhr bei Stefan verabredet, ich brauche mit Crawler etwas mehr als eine Stunde.
Plane ich noch mein Morgenritual mit Baden im See und einer Tasse Kaffee ein, dann muss ich um 06.30 Uhr aufstehen.
Das klappt gut, ich zaudere nicht und stürze mich in das kühle Nass um mir den Schlaf abzuspülen und frisch in den Tag zu starten.
Das wäre ohne einen starken Kaffee aber unmöglich!

Vom Haus der jungen Familie brechen wir gemeinsam auf in Richtung Tierpark Hellabrunn!
Heute ist ein Familienbesuch im Zoo angesagt!
Hellabrunn in München ist ein schöner Zoo, auch ich gehe gerne von Zeit zu Zeit dorthin um mir die Tiere anzusehen.
Die Anlage ist schön und begeistert Jung und Alt, wenn ich auch nicht verschweigen möchte, dass es natürlich ein ganz anderes Erlebnis ist, die Tiere in freier Wildbahn sehen zu dürfen.
Trotz des Aspekts der „Gefangenschaft“ hoffe ich, dass es den Zootieren in Hellabrunn gut geht.
Die Familie meines Sohnes hat eine Jahreskarte, Sibylle und ich sind heute zu Gast – verdrehte Welt! Ich freue mich und danke artig!



Von allen Attraktionen hat der Tierpark am meisten Berechtigung die jeweiligen Eintrittsgelder aufzurufen.
Er ist vergleichsweise günstig, man kann sich sehr lange aufhalten und letztlich ist der Besuch in irgendeiner Art und Weise auch immer lehrreich.
Mich begeistern große und kleine Tiere – vom Erdmännchen bis zum Elefanten.
Anton ist ein Fan der großen Elefanten und der Unterwasserwelt – klar, dass wir nichts auslassen.



Auch Anton schaut sich am Arm des Papas die scheinbar schwerelos gleitenden Haie an, erschrickt aber, als kurz hinter einer Säule, einer der Meeresräuber direkt vor sein Gesicht schwimmt.
Wie alle Kinder hat er es mehr mit „Nemo & Dory“, auch die beiden Disney Stars haben ein eigenes Themenaqarium

Das Highlight für den Dreikäsehoch ist immer der Besuch des Elefantengeheges.
Der Knirps liebt die riesigen Dickhäuter und kann stundenlang auf die grauen Riesen starren.
Diesmal war auch für uns eine Besonderheit dabei, denn der stoßzahnbewährte Bulle lief entspannt durch die Anlage und ließ sich bereitwillig fotografieren.


Wir haben allerhand gesehen – ich will gestehen, dass ich dabei nicht nur die Geschöpfe hinter den Absperrungen meine, sondern natürlich auch die anderen Besucher des Tierparks.
Sibylle und ich sind so viele Menschen nicht mehr gewöhnt und uns fallen natürlich auch die „besonderen“ Typen hier in der Stadt auf.
Besonders in Auge stachen uns die Beiden, oder besser die Drei…

Spaß beiseite, es kann natürlich sein, dass das Zamperl einen Augenschaden hat und die Brille seinem Schutz dient – witzig anzusehen war es allemal.
Als Paula einschläft und auch Anton die Mittagsmüdigkeit überfällt, packen wir am Nachmittag zusammen um zu den jungen Eltern nach Hause zu fahren.
Nach Kaffee und Kuchen war Abschied angesagt – das nächste Mal sehen wir uns Ende September auf Leros!

Sibylle und ich ziehen ein Haus weiter – Sohn Florian veranstaltet heute sein alljährliches Sommerfest, welches er für all seine Freunde anstatt jeglicher Geburtstagseinladungen veranstaltet.
Meine Frau und ich haben beschlossen, dass wir unser Abendessen und auch unseren Abschied dorthin verlegen würden.
Es gab ein großes Stelldichein – Franziska war noch einmal mit Familie da, auch Florians Familie war komplett, so konnten wir uns gebührend verabschieden und Lebwohl sagen.
Es waren viele Freunde versammelt, welche wir schon als 16-jährige kannten, ein insgesamt sehr schöner Abschied…


Ich verabschiede mich von Sibylle, mein kleiner Bus ist weitgehend fertig gepackt. Wir werden uns in etwa einer Woche in Leros wiedersehen.
Dann steige ich in Crawler und fahre an den Schliersee, meine letzte Nacht in Deutschland liegt vor mir.
Ich treffen mich noch einmal mit Rita und René, wir klönschnacken ein wenig, müssen uns dann aber auch verabschieden – am nächsten Morgen werde ich schon nicht mehr vor Ort sein.
Meine geplante Abfahrtszeit ist 06.00 Uhr!
Zum Abschied statten die Beiden mich noch mit dem Nötigsten aus, man weiß ja nie…

Der Wecker klingelt um 05.00 Uhr. Ich verzichte auf mein Bad im See, gehe duschen und packe mein Auto.
Nicht verzichten kann ich auf meinen Kaffee, der muss sein.
Als die Tasse geleert ist, steige ich in meinen Bus und starte den Motor, vor mir liegen etwas mehr als 1.350km, welche ich auf der Landstraße abfahren möchte.
Als erstes Ziel meiner rund 400km langen Etappen, habe ich mir den Gardasee ausgewählt – es geht los, just in time!



Habe ich schon geschrieben, dass die Idee war die ganze Strecke auf Landstraßen zurückzulegen?
Ich wollte bewusst darauf verzichten, Kilometer auf der Autobahn abzuspulen – das ist nicht Crawlers Lebensraum, seine Wohlfühlgeschwindigkeit liegt bei rund 90-95km/h, das ist perfekt um auf Landstraßen Strecke zu machen, auf Autobahnen ist er ein Hindernis für moderne LKW.
Der erste Tag war ein Traum und alles verlief wie geplant – über Thiersee, Kufstein und Wörgl erreichte ich Innsbruck.
Von hier aus schraubte ich mich, wie früher, die alte Brennerstraße hinauf und genoß den Ausblick.
Den Umweg durch das Zentralmassiv der Dolomiten sparte ich mir, dennoch war die Strecke über Sterzing, Franzensfeste und Bozen ein Traum.
Bereits gegen 13.00 Uhr erreichte ich mein Ziel Riva del Garda.
Ich war entsetzt! Riva ist nicht mehr wie früher – der Ort wirkt künstlich, zu aufgeräumt, wie aus einem Prospekt, vorbei die Zeit des bunten MTB und Surfzentrums mit den coolen Typen aus aller Welt.
Ich erhasche einen der letzten, engen Plätze auf dem Wohnmobil-Stelplatz und fühle mich unwohl.
Ich entscheide – Flucht nach Arco…


Ich bevorzuge Campingplätze, denn sie sind mit meinem Auto vergleichsweise günstig, bieten aber im Gegensatz zu den Stellplätzen alle Annehmlichkeiten die ich schätze.
Eine Dusche, eine Toilette und meist einen kleinen Laden oder ein Restaurant – mehr brauche ich nicht.
Man empfängt mich freundlich und ich checke für eine Nacht ein.
Als ich an meinem Platz stehe und etwas ausruhe, geht ein Bub mit seiner Mutter vorbei…
„Mama, schau mal das kleine Wohnmobil!“ Die Mutter erwiedert, „…ja, der ist wohl höhergelegt, sieht PUTZIG aus!“
Der Bub erkennt sofort den entscheidenden Unterschied – „Der Mann hat nicht so viel Zeug wie wir, nicht mal Stühle!“
Ich schmunzle in mich rein und beschließe zur Sarca zu gehen, das Camp liegt direkt am Gebirgsfluss.
Ich mag und genieße die Szenerie – hier ein paar Eindrücke…



Derart ausgeruht und abgefrischt gönne ich mir ein kaltes Getränk und ein Toast.
Wie geht es weiter? Meine Idee war ja eine Pizza im „Al Fiume“ zu essen, eine meine Lieblingspizzerien seit Jahren.
Aber um dorthin zu kommen, brauche ich ein Vehikel.
Außerdem erkenne ich eine Lücke in meinem System – ich habe keinen Stromanschluss, muss aber mein Mobiltelefon laden.
Also tut der Kauf eines Stromkabels Not – auch das erledige ich sofort.



Als ich Sibylle schreibe, dass ich mir ein Radl ausgeliehen habe mit dem ich jetzt nach Arco radeln werde, fragt sie mich allen Ernstes, ob ich mir schon ein e-Bike geliehen habe?
Sie mache sich Sorgen um mein Herz! Was fällt ihr ein? Das fragt sie MICH, einen Transalp-Finisher!
Ok, nicht zu Unrecht wie ich feststelle – meine Radlzeit ist nun auch schon mehr als 10 Jahre her und ein Überschuß an Kilos gepaart mit einem Mangel an Kondition, lassen mich Nahtoderfahrungen erleben!
Dazu kommt, dass mir bereits nach 423m der Popo weh tut und die Oberschenkel brennen – na super.
Und dann DAS!!!

So ein Ärger – bei einer Runde durch Arco muss ich feststellen, dass es viele Pizzerien gibt, aber etliche vermitteln eher den Eindruck von Touristenlokalen.
Was tun? Ich beschließe ein Schlotzeis zu kaufen und mich zu besinnen. Die Idee die Eisverkäuferin nach besten Pizzeria in Town zu fragen, war ein Geistesblitz, denn sie empfiehlt mir eine dem „Al Fiume“ ebenbürtige Location.


Diese Erfahrung machte meinen ersten Reisetag rund, so soll es bitte weitergehen!
Ich radle zurück ins Camp und setze mich zu zwei jungen Gören, die auf dem Laptop das Finale der Fußball-WM ansehen.
Eine Halbzeit lang sehe ich zu und gönne mir ein Einschlafbier, dann hau´ ich mich auf´s Ohr.

Am nächsten Morgen stehe ich früh auf und bade in der Sarca, dann mache ich Crawler klar für Etappe 2.
Ich checke baldmöglichst aus und gönne mir noch einen ersten Caffé doppio, dann brummle ich los.
Als Ziel habe ich mir einen Campingplatz südlich von Ancona vorgenommen.
Amelie kennt den Platz, der Bestandteil eines Ressorts ist und einen gewissen Luxus bietet.
Das wollte ich mir gönnen, die Etappe sollte lang werden und heiß würde es obendrein.
Ich fahre vom Trentino nach Venetien und über Verona grob Richtung Ancona.
Die ersten hundert Kilometer waren noch wunderschön, dann wurde es aber fad – nach Verona ging es nur noch geradeaus, durch fades Gebiet welches nichts anbot, woran das Auge hängenbleiben könnte und wollte.
Der Tankstop wird zum Highlight!

An der Tankstelle gönne ich mir einen zweiten Kaffee, das ist so kalkuliert, denn mein Tank reicht für etwas mehr als 400km, meine Etappen sollen etwas unter dieser Distanz liegen.
Somit kann ich am Folgetag immer noch rund 100km fahren bis ich zum Tanken anhalten muss.
Der zweite Kaffee ist dann ein willkommener Shot!
Der Fahrtag zieht sich durch die endlose Weite Oberitaliens, das Meer bekomme ich erst sehr spät zu sehen.
Meist sind die Straßen langweilig, selten habe ich das Vergnügen ein paar reizvolle Kilometer abspulen zu dürfen.
Ich erreiche das „Numana Blu Ressort“ gegen 17.00 Uhr, ich bin erschöpft…
Man bietet mir eine Nacht an, weist aber auf den Preis von 88.-€ hin – WAAAAS, 88.-€??? Man sieht mich mitleidig an, verweist auf das umfangreiche Angebot, nimmt aber auch mein Kopfschütteln ohne mit der Wimper zu zucken zur Kenntnis.
Und jetzt? Ich fahre einfach am Strand weiter und frage beim nächsten Campingplatz – und Volltreffer!
Man bietet mir eine Nacht für einen akzeptablen Preis an, der Platz hat alles was ich brauche.






Mit diesem Etappenziel habe ich mehr Strecke gemacht als geplant. Ich werde diese morgen in einen Umweg investieren und mir eine Reise in meine Vergangenheit erlauben.
Das morgige Tagesziel wird Vieste am Gargano sein – für den Besuch dort habe ich verschiedene Ideen.
Aber jetzt heißt es erst einmal „Essen fassen“ – und im Land von Pizza und Pasta habe ich keine Hemmungen, mich ein weiteres Mal meinem Lieblingsgericht hinzugeben.


Ich bleibe lang sitzen und sehe mir die Menschen an – ich mache mir viele Gedanken.
Es ist nicht mehr so, dass man auf Campingplätzen fast schon mit aufdringlichem Nachdruck Anschluss findet.
Ilse und Heinrich sind inzwischen im Altenheim und Kevin und Chantal bugsieren ihren 8m Caravan mit einem „Mover“ und einer Fernbedienung auf den Platz.
Hilfe ist nicht mehr nötig – das früher gemeinsam getrunkene Willkommensbier weicht heute einem gespritzten Litchisaft im Familienkreis.
War früher alles besser? Nein, das wird nicht über meine Lippen kommen, aber vielleicht herzlicher???
Als Animateure zum in Italien beliebten „Balli di gruppo“ aufrufen, gehe ich ins Bett…

Ja, ich bediene ein wenig die vorherrschenden Klischees, aber glaubt mir, es ist schon was dran.
So auch an der These, dass Italien vielleicht die schlechtesten Straßen Europas hat.
Ich hatte das Vergnügen während dieser Reise alle italienischen Straßenkategorien auszuprobieren und kann ob der straffen Federung meines Mitsubishi L300 4×4 klar sagen, dass der Zustand der Straßen in „Bella Italia“ bemitleidenswert ist.
Dies durfte ich am nun folgenden dritten Reisetag vollumfänglich genießen.
Doch zunächst starte ich mit einem italienischen Frühstück in den Tag…


Leider hat mich am Gardasee ein Insekt gestochen oder gebissen. Als ich die krabbelnde Stelle an meinem Bein abrieb, hatte ich Blut an den Händen, ich konnte das Getier nicht mehr identifizieren.
Der Stich oder Biss sah harmlos aus, plagte mich aber fürchterlich. Er juckte wie der Teufel und das ganze Bein fühlte sich an, als wäre ein Gurt um den Unterschenkel gespannt.
Ich hatte Angst vor einm Zeckenbiss und schicke Sibylle ein Bild – „…habe ich Borreliose?“

Meine Frau, ich hatte fast vergessen wie sie ist, meint lapidar – „…kein Ring drumrum – keine Borreliose. Du wirst es überleben! Vermutlich!“
Weil ich dessen nicht sicher bin, gönne ich mir beim Tankstopp neben dem zweiten Caffé nochmals eine kleine Leckerei. So dürfen gerne alle Tage beginnen.



Was dann kommen sollte, ließ den Abenteurer in mir verstummen, den Reisenden ans Ziel wünschen…
Grund für meine Phase der Schwäche waren einerseits die beschriebenen italienischen Straßen, andererseits die Schwächen, die sowohl mein betagtes iPhone X als auch Google maps als mein Navigationssystem offenbarten.

Seit Ravenna schon, fahre ich entlang der italienischen Adriaküste. Ich durchquere Städtchen wie Cesenatico, Rimini und Cattolica.
Unterhalb Ancona sind die Namen weniger bekannt, die Städtchen ähneln sich aber – allen ist eines gemein, sie sind trubelig, voll und laut.
Das verwundert mich aber nicht – eher wie rücksichtsvoll die Italiener Auto fahren.
Manchmal so rücksichtsvoll, dass durch stetiges Stoppen und wieder Anfahren Kolonnen entstehen.
Dies alles auf Straßen, die mich auf die Knochen beuteln – Crawler ist den Straßen gewachsen, es wundert mich dennoch, dass er nicht auseinanderfällt.
Google will mich dauernd umleiten, übersieht aber die Durchfahrtshöhen vieler Bahnunterführungen – ich muss häufig wenden.
Zumal wird mein Telefon so heiß, dass es ab und an den Dienst quittiert.
Heute kann ich meinen 50er Landstraßenschnitt nicht halten. Nach fast drei Stunden habe ich nur etwas mehr als 80km zurückgelegt, vor mir liegen weitere 250km.
Ich gebe auf – bis hierhin habe ich dem Lockruf der parallel verlaufenden Autobahn widerstehen können, jetzt gebe ich nach.
Ich fahre auf „la Strade“, werde weiterhin durchgebeutelt, kann aber Strecke machen.
Gegen 16.00 Uhr verlasse ich die mautpflichtige Autobahn wieder und fahre Richtung Gargano / Apulien.
Mein Ziel ist der Campingplatz „Manacore International“ bei Vieste – ich werde endlich mit feinen und überraschend guten Straßen belohnt.

„Manacore International“ spielt eine große Rolle in meinem Leben, viele positive Gedanken sind verhaftet – so habe ich Anfang der 90er die ersten Urlaube alleine mit meinen Kindern sowie Ritas und Renés Familie dort verbracht. Auch mit Sibylle war ich einmal dort – allerdings waren wir zu dieser Zeit noch kein Paar. Ich habe auf dieser Reise beschlossen um sie zu werben…
Mich diesen Erinnerungen noch einmal hinzugeben war mein Ziel, ich nehme allerdings vorweg, dass diese „Reise in die Vergangenheit“ nicht funktioniert hat.
An der Rezeption des Campingplatzes meiner Wahl, den ich übrigens recht spät und abgekämpft erreicht habe, weist man mich das erste Mal auf dieser Reise ab, ausgerechnet hier…
Man stelle Plätze erst ab zwei Nächten zur Verfügung – alle Ideen meinerseits wurden abgelehnt, die einzige Option die mir angeboten wurde „…pay two nights and leave after one, but before 10am!“, habe ich sofort als schlechten Deal entlarvt.
Ich musste tatsächlich weiterziehen, habe aber auch hier, zwei Campingplätze weiter, eine gute Alternative gefunden.



Super, hier gefällt es mir. Ich reserviere mir einen Tisch im Lokal des Campingplatzes und man erklärt mir, dass es sein kann, dass ich innen sitzen muss, denn man erwartet schwere Gewitterstürme.
Ich konnte das nicht glauben, denn ich war doch gerade noch bei herrlichem Sonnenschein im Wasser und genieße jetzt mein Fahrbier zum Feierabend.
Wo sollen denn jetzt auf einmal Gewitter herkommen???
Naja, an der Adria ist das eben an der Tagesordnung – ein Gewitter kann schnell aufziehen und man muss gefasst sein, so auch jetzt und hier!



Zuerst waren ein paar Hagelkörner dabei, dies war aber rasch vorbei. Der Regenduscher hielt sich aber bestimmt eine halbe Stunde, während der es stürmte und wie aus Kübeln goß.
Das Verwunderliche aber, bis zum Abendessen war alles wieder vorbei und auch die Temperatur hatte sich wieder gefangen.
Das Dinner konnte also auf der Terrasse des Campingplatzrestaurants stattfinden.
Und ratet mal was ich mir ausgesucht habe…




Hab´ ich schon erwähnt, dass Pizza mein „all time favourite“ ist? Auch hier werde ich nicht enttäuscht.
Die Campingplatzlokale können auf ganzer Linie mithalten, ich habe immer gut gegessen ohne den Platz zu verlassen.
Für das Dinner ein paar Kilometer auf sich zu nehmen, ich habe das für hier erwogen.
Es gibt eine Hammeradresse in einer dieser alten, typischen Fischervorrichtungen, den „Trabucci“.
Das Lokal, welches ich von damals kenne gibt es noch, es heißt, nomen est omen, „Trabucco“.
Allerdings sind die Google Rezessionen inzwischen soooo schlecht und die Preise so abgehoben, dass ich die Idee verwerfe.
Neben dem Campingplatz „Manacore International“ also die zweite Enttäuschung…
Auch hier gehe ich ins Bett als „Balli di gruppo“ beginnt !

Am nächsten Morgen weckt mich der Sonnenaufgang. Ich starte mein Ritual, ungestört von Fremden kann ich in aller Ruhe im Meer baden gehen, mich unter der Außendusche frisch machen und abbrausen und dann meinen Crawler für den Fahrtag vorbereiten.
Bisher schlägt er sich echt tapfer. Ich bemängle bisher nur eine Sache – die Sicherung, welche Radio und Uhr sowie die Innenbeleuchtung absichert, fällt immer häufiger, es scheint ein Kurzschluss vorzuliegen.
Der erste Tag war noch fehlerfrei, am zweiten Tag fiel die Sicherung abends.
Inzwischen ist es so, dass sie nicht mehr funktioniert, Radiohören fällt also aus.
Ich versuche heute, den Fehler zu finden und glaube die Ursache entdeckt zu haben, als ich ein angescheuertes Kabel sehe.


Verfitzmaledeit, dieser Fehler war es nicht. Auch nicht die Leselampe, welche ich aufgrund Rost etwas später in Verdacht hatte, entpuppte sich nicht als der Ausfallgrund.
Ich werde ohne Radio in Griechenland ankommen – inzwischen habe ich den Radio selbst in Verdacht, oder eben dessen Anschluss, welchen ich aber nicht überprüfen kann.
Ich fahre nach dem Check out los und erreiche Vieste in weniger als einer Viertelstunde.
Ich kenne eine Tankstelle, dort fülle ich den Tank von Crawler.
Weil selber tanken rund 20ct billiger ist, entscheide ich den Service nicht in Anspruch zu nehmen.
Als ich meine Karte an den Bezahlautomat halte, werden 103,29€ vorgemerkt.
Ich erschrecke nicht, denn ich kenne dieses Procedere des autorisierten Betrags von einem Tankvorgang mit Sibylle von vor ein paar Tagen.
Ich fülle den Tank mit einem deutlich geringeren Gesamtbetrag…


Ich war ein paar Tage lang entspannt, aber als der zu hohe Umsatz nach drei Tagen immer noch stand, war ich überzeugt, dass ich Opfer eines Tankbetrugs geworden bin.
Mitnichten! Nach vier Tagen wurde der Umsatz tatsächlich gebucht und es kam nur der betankte Betrag zum Abzug.
Ich wollte nicht mehr daran glauben, war aber mehr als positiv überrascht.
Kommen wir zu einem weiteren Grund meiner Fahrt nach Vieste am Gargano – der weitbekannte Surfshop „No Work Team“ hatte es mir schon vor Jahren angetan.
Damals waren wir mit VW Bussen und Surfbrettern hier, die Bullis beklebt mit den Stickern der bekannten Spots – wie eben dem des NWT Vieste.

Früher fand ich die Klamotten cool, es gab sie auch in meiner Größe.
Heute bin ich weder Surfer noch Träger cooler Kleidung, aber meine Hoffnung Crawler mit einem der riesigen Aufkleber des NWT zu verzieren war nachdrücklich, so nachdrücklich, dass ich extra eine Stunde wartete, bis der Kultladen seine Pforte öffnete.
Es traf sich dabei gut, dass ich ob der Tankverwirrung meinen zweiten Kaffee noch gar nicht getrunken hatte.

Der Besuch des Ladens war ernüchternd – kein klassischer Reinfall, aber ein klares Indiz dafür, dass „früher“ eben schon lang vorbei ist und man diesen Lauf der Zeit auch nicht aufhalten kann.
Statt eines coolen Surfers empfängt mich eine junge Frau, die sicher noch nicht das Licht der Welt erblickt hatte, als ich das erste Mal in diesem Laden stand.
Sie erfasste schnell, dass keines der Kleidungsstücke in dem „Modegeschäft“ für mich passend wäre, setzte bei meiner Frage nach den großen Aufklebern, dem „No Work Team Vieste“ oder dem noch geileren „Ghetto Shark“ ein verständnisvolles Gesicht auf.
Sie heuchelte soviel Verständnis, dass ich sehr schnell merkte, dass sie keine Ahnung hat wovon ich spreche.
Egal, ich lasse mich mit zwei kleinen Aufklebern abwimmeln wie ein Schüler und klebe mir das Ding aber trotzdem auf´s Auto.
„No Work Team“ – nie war der Slogan mehr belastbar als heute!

Ich schrieb mit Sibylle, sie meinte während der Unterhaltung, „…dass Du noch nicht weg bist? Du musst doch weiter!“
Ich hatte heute die Zielanfahrt bis nahe Brindisi im Auge. In einer Stellplatzapp habe ich einen „besonderen“ Stellplatz gefunden, er sollte mein heutiges Ziel sein.
Da die Strecke etwas kürzer als sonst ist, wähne ich mich in trügerischer Sicherheit und beschreibe meiner Frau meinen theoretischen Zeitplan.
Wie der Name schon sagt – alles Theorie, denn zunächst führt mich Google auf eine gesperrte Straße, dann auf eine, die im Nirvana endet – ich muss die Hauptroute nehmen.
Letztlich schwächelt heute auch mein Crawler, denn er hat thermische Probleme – ich merke gerade noch rechtzeitig, dass die Nadel der Temperaturanzeige unaufhörlich nach oben klettert.
Ich muss handeln!


Ich konnte mir helfen, sah aber einen Wasserverlust unbekannter Herkunft.
Ich werde der Sache auf den Grund gehen, gut wäre aber, wenn ich das an anderer Stelle tun könnte.
Ich gehe das Risiko und setze meine Fahrt fort – diese führt mich durch das Herz von Apulien, vorbei an Alberobello, dem Dorf der Trulli…

Ich sinniere und bin ein wenig traurig. Hier war ich mit Sibylle 2010 und habe mir als Andenken ein kleines Miniatur-Trullo gekauft.
Bei unserem Auszug und dem Beginn unserer „Weltreise“ habe ich alle Erinnerungen an früherer Reisen weggeschmissen – ein neues Leben sollte beginnen, ich wollte neue Eindrücke sammeln.
Der Rest ist Geschichte, heute schmerzt mich jeder Euro den ich ausgeben muss, um Dinge zu kaufen, welche ich 2021 weggeworfen habe.
Ich spule die letzten Kilometer ab und erreiche den Stellplatz, den manche Rezessionen in der App als „Paradies“ andere als „Hippie-Place“ bezeichnen.
Alle vergeben fünf Sterne, nur nicht die Italiener, weil die Gastgeberin offenbar nicht gut genug Italienisch spricht – nix wie hin!



Zunächst war niemand da, der sich um mich gekümmert hat. Ich sehe mich also etwas um, ich war nicht alleine hier und ich hatte das Gefühl, dass mein Handeln korrekt ist.
Jeder machte so sein Ding – in einer Jurte wohnten zwei junge Frauen die tagsüber auch bei Arbeiten an der Anlage halfen.
In einem VW Bus waren zwei Frauen aus Deutschland, die offenkundig auch schon länger hier waren.
Ob es eine Mutter mit Tochter oder einfach nur zwei Freundinnen waren, erschloss sich mir bis zum Schluss nicht.
Zudem war noch eine deutsche Alleinreisende hier, welche schon seit zwei Wochen hier Urlaub macht.
Zu guter Letzt wird sich am Spätnachmittag eine italienische Familie nebst Au-Pair im VW Camper direkt neben mich stellen und den bis dahin von Stille geprägten Ort mit Leben befüllen.
Übrigens – „Hippie Place“ trifft es ganz gut…







Ich treffe auf die Gastgeberin – ich schwöre, alles was ich schreibe ist wahr und ohne Übertreibung…
Die Deutsche hat sich vor Jahren einen indisch klingenden Namen gegeben (wenn es nicht ihr echter ist – was noch mehr Aussagekraft hätte).
Nach eigenem Bekunden ist sie „etwas über 60“, hat sich aber sehr gut gehalten. Sie lebt an diesem Ort mit ihrem Mann, der aber noch in Deutschland arbeitet.
Sie begegnet mir in einem weißen, wallenden Gewand und heißt mich herzlich willkommen an diesem „Ort der Ruhe und des Friedens!“.
Sie erklärt mir kurz wie alles funktioniert und bringt mir sofort eine Zwiebel und frische Kräuter als ich ihr schildere, dass ich vor der Herausforderung der Essensbeschaffung stehe.
Auch der Wunsch nach einem kalten Bier wird erfüllt.






Ich esse gemütlich aber alleine, auch hier gibt es keine Begegnungen. Nicht, dass ich mir das unbedingt gewünscht hätte, aber ich habe irgendwie fest damit gerechnet, dass man auch mal mit anderen Reisenden ins Gespräch kommt.
Ich hatte aber, ganz im Gegenteil, eher das Gefühl, als wäre die Privatsphäre gesucht.
Nun denn, ich spüle ab, räume mein Zeug auf und setze mich mit einem zweiten Bier hin bis die Sonne untergeht.
Dann lege ich mich ins Bett, stöpsle meine Ohren zu und glotze den Nachbarn noch etwas in ihren hell beleuchteten Bus…

Am nächsten Tag wache ich früh auf und starte langsam in den Tag, ich habe keine Eile.
Heute ist der Tag, an dem ich meine gebuchte Fähre nach Griechenland nehmen werde und Italien verlasse.
Die Grimaldi-Lines Fähre ist eine Verbindung, welche tagsüber die Orte Brindisi und Igoumenitsa verbindet.
Inzwischen gibt es eine Planänderung auf griechischer Seite, denn ich habe zufälliger Weise in Deutschland eine Nachricht bekommen, dass die Fahrzeugpapiere meines Smurfys im KEP in Piräus abzuholen wären.
„Welch ein Glück“ war mein erster Gedanke, der aber dann einer gewissen Ungläubigkeit wich, als ich realisierte, dass der einzige infrage kommende Tag zur Abholung des Dokuments ein Samstag war – hier war mir das Glück nicht hold.
Die Lösung bot der Verkäufer des Panda 4×4 – Andreas würde die Papiere holen, ich könne ihn am Freitag treffen.
Das erfordert, dass ich einen Teil der Strecke schon in der Nacht fahren muss, eine Übernachtung in Igoumenitsa kommt nicht infrage.
Doch jetzt erstmal auf die Fähre – was so einfach klingt, sollte sich für mich zu einer Stressituation auswachsen.

Mein Navi schickt mich quer durch Brindisi, das klappt außerordentlich gut, ist aber mit einigen Stops bis zur Fähre verbunden.
Da Crawler sich gestern so gut geschlagen hat, habe ich den Fehler gemacht das Kühlwasser nicht noch einmal zu prüfen.
Es kam was kommen musste – exakt am Fährparkplatz war der Zeiger wieder am roten Bereich und ich brauchte eine Lösung.
Zunächst habe ich mich eingecheckt, dann aber musste ich auf dem wuseligen und wenig einladenden Parkplatz mein komplettes Auto ausräumen und das Kühlwasser befüllen.
Zumindest bis ich die Fähre geboardet hätte, sollte ich jetzt safe sein.
Ich kam verschwitzt und relativ spät auf meinem Parkdeck an.



Ich kenne das Schiff noch von der Überfahrt mit Klicker und Sibylle. Vergessen hatte ich jedoch, dass dieses Schiff keinerlei bequeme Sitzmöbel hat, der Plan für ein relativ gemütliches „Hinfletzen“ über ein paar Stunden musste daher ad acta gelegt werden.
Dummerweise hatte ich bewusst mein Laptop nicht mit an Bord genommen um es nicht stetig bewachen zu müssen.
Dabei wäre es in der gegebenen Situation die ideale Beschäftigung – Blog schreiben ohne Zeitdruck…
Naja, manchmal hast Du eben kein Glück, dumm ist, wenn dann noch Pech dazu kommt.
Erst einmal versorge ich mich mit dem Nötigsten…





Was tun? Die Zeit vergeht nicht, die Uhr scheint rückwärts zu laufen, die planmäßigen neun Stunden werden nicht vergehen.
Ich laufe im Kreis und setze mich wieder. Dann laufe ich im Kreis um mich dann wieder zu setzen.
Das wiederholt sich bis zum Erbrechen – es gibt gepflegte Langeweile, zum Beispiel wenn man auf der Couch ein Fluserl beobachtet und es gibt grauenhaft langweilige Langeweile, dieser bin ich nun ausgesetzt.
Um diese Art der Folter zu bekämpfen setze ich mir ein Highlight – ich gehe etwas essen, das funktioniert bei mir eigentlich immer.
Nicht so hier und heute…

Verschiedene Social Media Gruppen die sich das Thema Fähren, im Besonderen die zwischen Italien und Griechenland auf die Fahne geschrieben haben betonen gebetsmühlenartig, dass eine „Fährfahrt eben keine Kreuzfahrt sei“ – das mag stimmen, aber wenn man die Reisedauer und das -angebot in Relation zum Preis setzt, dann wäre es vielleicht gut, wenn Nudeln zumindest warm wären.
Um Speisen warm zu servieren muss man nicht kochen können – man muss Lust am Job haben, dies ist vielfach nicht gegeben.
Ich mach´s kurz – mit Grimaldi fahre ich nicht mehr, zu groß die Lücke zu ANEK.
Wenigstens der Salat war einigermaßen ansprechend, wenn auch mit dem Dressing echt gegeizt wurde – als ich die Convinience-Food Verpackung geöffnet hatte, entfaltete sich die vitaminhaltige Speise wie ein Schachterlteufel und (über)füllte meinen Nudelteller.

Den totalen Tiefpunkt erreichte die Fahrt, als der mir schon bekannte Alleinunterhalter (es gibt schon Parallelen zu einer Kreuzfahrt 😉 )zum Microfon griff und schamlos alles raushaute was ihm einfiel.
Er, der keinen Respekt vor Klassikern wie „Wish you were here“ kennt, beendete seinen Auftritt mit einer Version von „Bohemian Rhapsody“ – ein Sakrileg!
Zu Poden mit dem Purchen…

Die Leute hörten stoisch zu – kein Wunder, man kann ja nicht weg. Jeder Reisende sucht sich seinen Platz und verteidigt diesen, Rochaden gibt es nur sehr selten.
Für den Alleinunterhalter sicher eine glückliche Fügung, zumindest wenn die Fähre gut besetzt ist.
Igoumenitsa ist nicht weit von Albanien entfernt. Es liegt in der Natur der Sache, dass viele Reisende aus Albanien an Bord sind.
Großfamilien, deren Reiseverständnis deutlich von dem mittel- und nordeuropäischer Reisender abweicht.
Lagerstätten werden geschaffen, die Kühltasche wird geöffnet, man schläft überall – sofern dies beim Gesang des Alleinunterhalters möglich ist.
So vergeht die Zeit und mittlerweile haben wir Land in Sicht, denn wir haben die Meerenge zwischen Korfu und Albanien erreicht, die Sonne schickt sich an unterzugehen, wir fahren in die Nacht hinein.




Ohne „Balli di gruppo“ geht es in Italien nicht. Als die Sonne weg war, wurde das Oberdeck des Schiffes zur Freiluftdisco umfunktioniert.
Der Hubschrauberlandeplatz wurde zur Tanzfläche, die Musik erschallte laut aus den riesigen Lautsprechern.
Dumm nur, dass die Italiener die Rechnung ohne die Majorität der Albaner gemacht haben – die scheinen „Balli di gruppo“ genausowenig abzugewinnen wie ich und so bleibt es beim Hall der Musik – dem konnte man den positiven Nebeneffekt abgewinnen, dass der Alleinunterhalter einfach übertönt wurde.

Es ist dunkle Nacht als wir Igoumenitsa vor dem Bug haben. Ich mag solche Nachtansteuerungen und bedauere, dies nicht viel häufiger mit dem Segelboot gemacht zu haben.
Ich genieße es zuzusehen, wie wir uns dem hell beleuchteten Hafen immer weiter nähern und gleiche die Realität mit der Karte ab.



Es war Nacht, wir werden aufgerufen zu unseren Autos zu gehen und dann nach und nach die Fähre zu verlassen.
Das ganze Procedere dauert immer ein wenig, auch heute gibt es Verzögerungen.
Ich fahre um ziemlich genau 23.00 Uhr von Bord und befinde mich von jetzt an auf griechischem Boden.
Mein neuer Plan ist wie folgt – ich werde nicht in Igoumenitsa essen, die kalten Nudeln reichen für heute und den Berg Salat könnte ich im Notfall ja wiederkäuen.
Ich muss tanken, dann fahre ich in die Nacht hinein, so lange wie ich es eben durchhalte.
Natürlich habe ich ein Ziel im Hinterkopf – ich möchte es bis Preveza schaffen, dort kenne ich mich aus.
Leider schwächelt Crawler abermals – auf einer finsteren Mini-Landstraße wird er wieder heiß und verlangt nach einer neuen Ladung Kühlwasser.
Dies erfülle ich ihm in einem kleinen Ort unter einer Laterne am Bahnhof.
Gegen 02.00 Uhr erreiche ich tatsächlich Aktion bei Preveza, mir ist die Gegend bekannt und ich weiß wo ich meinen Camper abstellen kann.


Mein Kalkül nach Preveza zu fahren ging voll auf. Ich treffe Sofia und Manolis auf etwas Small-Talk, kann mich abermals für die perfekte Arbeit an ELOWYN bedanken und erklären, warum ich hier unverhofft auftauche.
Man sichert mir freie Bewegung zu und so kann ich frühstücken, duschen und vor Allem eine Notreparatur an Crawler vornehmen.

Die Ursache für den Kühlmittelverlust ist schnell gefunden – ein Kühlerschlauch war durchgescheuert.
Ich baue das Corpus Delicti aus und gehe zum Ship Chandler – hier wird mir perfekt geholfen.
Ich kann mit Dichtmittel und selbstverschweißenden Isolierband eine vorübergehende Dichtheit erreichen.
Dieses „heiße Thema“ habe ich für den Rest der Reise im Griff.
Nicht in den Griff bekomme ich die Sicherung für den Radio – bei einem letzten Versuch wage ich den Einsatz einer kräftigen 25A Sicherung, sehe aber nach wenigen Minuten noch einmal nach.
Der Sicherungsträger ist inzwischen so heiß, dass die Sicherung nur noch in Teilen herauszuziehen ist.
Ich breche an diesem Punkt ab, stecke keine neue Sicherung und werde mich des Themas auf Leros annehmen.



Der Tag, welcher eigentlich schon in der vergangenen Nacht stressig begann, lief in dieser Art und Weise weiter.
Heute hatte ich neben der Abfahrt meiner Fähre, den einzigen Termin meiner Reise – ich wollte mich am Nachmittag mit Andreas treffen und hoffte, dass er einen Treffpunkt außerhalb Athens wählt.
Das hat leider nicht perfekt geklappt, ich muss weit in den Stadtbereich hineinfahren, zumindest bleibt mir der Innenstadtbereich erspart.
Als Ausgleich hierfür hat Google Maps heute einmal wieder „lustige Routen“ ausgespuckt – und ich schwöre, dass ich keine speziellen Settings habe, heute fahre ich sogar „mit Autobahn“.
Aufgrund einer Baustelle finde ich mich aber auf dieser Route wieder – und im Gegensatz zu einigen anderen ist Crawler hier in seinem Element!

Zugegeben, der Weg von Preveza nach Athen ist mit einem Auto wie dem Allrad-Mitsubishi ein Zieher.
Man nähert sich mit 90km/h dem Ziel, das bedeutet bei knapp 400km rund 5h Fahrt.
Da sind Highlights wie die Passage der Rio-Brücke bei Patras eine willkommene Abwechslung…





Habt ihr auch so eine Art „Maskottchen“ im Auto? Ich war früher Garfield-Fan – die fette orange Katze war „der Philosoph unter den Philosophen“ und ich mochte den trockenen Humor.
Meine damalige Freundin hat mir die Katze geschenkt als ich mit 18 mein erstes Auto gekauft hatte – er möge mir Glück bringen.
Die Freundin ist längst Geschichte, der Garfield aber begleitet mich noch – inzwischen hat er in 41 Jahren weit mehr als 1 Million Kilometer mit mir abgespult – unfallfrei!
Mittlerweile könnte er „die Sache“ sein, welche ich am längsten besitze – ein Gedanke, der sich surreal anfühlt.
Ich erreiche den Treffpunkt in Athen und treffe Andreas an der Straße, die Zeit reicht für ein kurzes „Hallo“ und etwas Small-Talk, dann übergibt er mir mein Dokument und ich suche rasch das Weite, unsere Wege trennen sich hier.
Ich sehe zu, dass ich wieder aus Athen rauskomme…


In Nea Peramos empfiehlt meine Stellplatz-App einen Parkplatz an einer kleinen Marina, ganz in der Nähe von einigen Lokalen.
Es sei überraschend ruhig und man stehe sicher.
Seltsam wie Vorstellungen auseinadergehen und welches Fazit man daraus zieht.
Alles Geschriebene ist richtig, der Platz ist sauber, nicht verwahrlost und sieht sicher aus – aber irgendwie sieht alles lieblos aus, geschlossen, versperrt, nicht einladend.
Das Meer ist am kleinen Strand schmutzig – wo kann ich mich erfrischen, wo kann ich auf´s Klo?
Ich stelle meinen Bus ab und sammle mich bei einer Cola. Dann muss ich mal in mich gehen und mich fragen wie ich stehen will, denn es gilt nun, den gesamten morgigen Tag zu überbrücken.


Für einen Moment entgleitet die Situation. Ich verlasse mich zu sehr auf Google maps und zu wenig auf mein Gehirn und meine Erfahrungswerte.
Ich war schon einmal einen Ort weiter um einen Tag zu überbrücken. Ich erinnere mich an eine Taverne, eine Strandbar und einen netten Parkplatz vor der Türe – wenn ich hier fragen würde, ob ich bleiben kann, wenn ich als Gast entsprechend konsumiere???
Leider kann ich mich nicht an den Namen der Taverne erinneren und bei meiner Google Suche fahre ich zudem in ein Gewitter, es fängt regnen an, der Tag findet ein langsames Ende – und ich habe noch keinen Platz!

Ein kurzer Moment der Verzweiflung treibt mich auf einen Campingplatz – hier würde ich sicher unterkommen, aber er hat keine eigene Taverne.
Der Zufall hilft – ich fahre rechts ran und lege das zeitweise verführerisch-unnütze Telefon auf die Seite.
Nanu, hier war ich schonmal – ist der Strand nicht rechts???
Ich biege ab und finde tatsächlich per Zufall und Erinnerung den Ort, welchen ich im Sinn hatte und den ich gesucht hatte.
Es blieb keine Zeit mehr – hier bleibe ich! Eine goldrichtige Entscheidung.

Alles was ich im Sinn hatte klappt. Ich gehe kurz im Meer baden, finde einen Sitzplatz neben einer Steckdose und ich kann mich auf meiner Fähre einchecken.
Ich beschreibe den Witsleuten meinen Plan und bin herzlich willkommen.
Dann bestelle ich mir mein Abendessen – auch hier werde ich bestens bedient…



Als zu später Stunde noch einmal Wind und Regen aufkommt, muss ich trotz langärmeligen Shirt nach innen in die Gaststube gehen.
Ich sitze in Griechenland und friere trotz langärmeliger Kleidung – verkehrte Welt!
In der Nacht benutze ich erstmalig meine Bettdecke, wenn auch nur ein Zipfelchen…
Ich war neben einer Gruppe Griechen der letzte Gast. Die Griechen waren mit dem Wirt verbandelt, hatten vielleicht etwas zu feiern.
Der Wirt bringt eine riesige Brasse an den Tisch und zerlegt sie säuberlich, dann setzt er sich zu den Gruppe.
Etwas später steht er abermals auf und bringt mir von dem Fisch – ich bin zurück in Griechenland und erfahre sofort wieder Filoxenia, die bekannte Gastfreundschaft.
Als ich nach einem Tsipouro ins Bett gehe ist es stockfinstere Nacht.

Ich schlafe wie ein Stein und werde erst am nächsten Morgen wach, als ein Spaziergänger mit Hund die Autotüre neben mir zuschlägt.
Es ist 07.45 Uhr und das Café öffnet gegen 09.00 Uhr – ich habe etwas Zeit um im Meer baden zu gehen und mir den Schlaf aus dem Gesicht zu spülen.
Die restliche Zeit verbringe ich damit Crawler klar für die Fahrt zu machen – ich kontrolliere abermals das Kühlmittel, doch heute ist der Stand in Ordnung.
Ich klappe das Bett zurück und sortiere mein Gepäck neu. Ich werde nicht mehr im Auto nächtigen.
Das Entaden soll auf Leros schneller gehen, es gibt einen stressfreien Zeitplan, welcher ein Frühstück und das Waschen meiner Wäsche einschließt.
Das Wetter ist leider noch nicht perfekt, das sollte aber im Laufe des Tages noch werden – überhaupt, es lag ein perfekter „Übergangstag“ vor mir!



Langsam füllt sich alles mit Leben, die Betreiber der Bar kommen als erstes und machen das Geschäft und den Strand klar für die Gäste an diesem Samstag.
Ich gehöre ganztags dazu und ziehe mich dafür an einen Tisch am Rand zurück.
Hier habe ich eine Steckdose, kann mein Telefon laden und mein Laptop betreiben – den Tag vetreibe ich mir wie ein Urlauber, ich trinke Kaffeespezialitäten und genieße kleine Leckereien.
Dazwischen gibt es eine alkoholfreie Erfrischung und einen Snack – und natürlich gehe ich gehörig baden, das Meer hat die ideale Temperatur, der Strand ist feiner Kies, alles in allem ist es ein schöner und den Umständen entsprechend kurzweiliger Tag.
Da meine Fähre erst um 23.55 Uhr geht und ich daher erst um kurz vor 22.00 Uhr am Hafen sein muss, ist keine Eile geboten.
Ich reserviere mir einen Tisch im Lokal für 18.30 Uhr um hier zu Abend zu essen, gegen 20.30 Uhr werde ich Richtung Piräus aufbrechen.



Vor dem Abendessen springe ich noch einmal in die einladenden Fluten. Ich erfrische mich und wasche mir den Schweiß des Tages vom Körper.
Glücklicher Weise gehöre ich zu den Menschen, die ein Bad im Salzwasser genießen und danach ausdrücklich keine Süßwasserdusche brauchen.
Der Ausspruch „Salz auf meiner Haut“ ist ein geflügeltes Wort zwischen Sibylle und mir – ich liebe das Gefühl und sie gibt auch nach fast 25 Jahren nicht auf mich aufzuklären, dass es in dem Buch gar nicht um „Salz auf der Haut“ geht.
Natürlich weiß ich das, aber die Parallele, dass es die Liebesgeschichte eines ungleichen Paares ist, hat ja doch einen Link und gibt dem Satz seine Berechtingung, nichtwahr? 😉
Zurück zum Thema – ich bin abgefrischt, liebe es das „Salz auf meiner Haut“ zu spüren und widme mich meinem Abendessen.


Ich will zugeben, dass ich nach dem Dinner „Hummeln im Hintern“ hatte. Meine Entspanntheit war etwas gewichen, ich wollte jetzt los und die letzte Etappe in Angriff nehmen.
Etwas zu früh mache ich mich auf die circa 60km lange Fahrt nach Piräus. Überraschender Weise war kaum etwas los auf den sonst so emsig überfüllten Straßen in und um Athen.
Ich war zügig am Ziel und konnte mich drei Stunden vor geplanter Abfahrt in die Reihe zum Boarding aufstellen.
Ich war überrascht, dass zum einen doch schon viele andere Autofahrer so früh hier waren, zum anderen darüber, dass die Fähre noch nicht am Kai war – offensichtlich hatte sie Verspätung.



Hm, um rund 22.00 Uhr ist unsere Fähre also hier angekommen. Es bleiben rechnerisch zwei Stunden, um das Schiff zu entladen, etwas klar Schiff zu machen und dann mit der Beladung zu beginnen.
Aufgrund des zweiten Fährschiffes welches im Bild vorher zu sehen war, konnten die Autos der Gäste auf der Dodekanesroute nicht so geparkt und sortiert werden wie gewohnt.
Sich trotzdem intelligent einzureihen um nachher ein schnelles Verladen zu gewährleisten, erfordert vernetztes Denken – und ihr wisst was jetzt kommt…
DIE MENSCHEN KÖNNEN ES NICHT MEHR!
Da es keine „wie stelle ich mich clever an der Fähre an“ App gibt und auch keine KI diesbezüglich eingesetzt werden kann, gibt es großes Chaos und ein richtiges Tohuwabohu.
Wenigstens behalten die Einweiser den Überblick, sie markieren die Autos richtig, können Drängler und Dummköpfe aber kaum bändigen.


Mir ist der Hintergrund der Drängelei schon klar – es geht um die besten Plätze im Schiff.
Besonders die Passagiere die eine Deckspassage gebucht haben, so wie ich auch, sind froh wenn sie einen bequemen Sessel erhaschen können.
Mir war´s wurscht – ich habe mich auf eine schlaflose Nacht eingestellt und war gewappnet das anzunehmen, was mir geboten würde.
Letztlich habe ich einen zwar breiten, aber dennoch nicht wirklich bequemen Sessel und ein Bartischchen bekommen.
Das Glück half mit, dass mein zweiter Sessel am Tisch ohne die übliche Blockade aus irgendwelchen Taschen oder Ähnlichem dennoch frei blieb, so hatte ich meinen Platz für mich und konnte nach etwas Schlaf suchen – mein neues Nackenhörnchen soll mir dabei helfen…

Ich war überrascht – anfangs war turbulentes Treiben, an Schlaf war nicht zu denken, aber später – nach dem Ablegen – kehrte sowas wie eine „Grundruhe“ ein und ich konnte tatsächlich etwas Schlummern.
Nicht wirklich ein erholsamer Tiefschlaf, aber zumindest besser als mit offenen Glotz´n auf die Uhr zu starren.
Die BLUESTAR 2 legte letztlich mit einer Stunde Verspätung, es war wohl gegen 00.45 Uhr, ab und konnte diese Stunde auch bis zur Ankunft in Leros nicht mehr aufholen.
Beim Aussteigen das gleiche Spiel – man wird aufgerufen zu den Fahrzeugen zu gehen – trotzdem kommen ein paar immer zu spät.
Andere verlieren die Geduld und fahren ein paar Meter nach vorne, wobei sie nicht realisieren, dass sie jetzt den Bereich blockieren, den man zum Wenden braucht.
Was passiert also – es gibt Stau auf der Fähre…


Selbst mit dem kleinsten Auto kann man keine 180° Wende „auf dem Teller“ machen – trotzdem probieren es mindestens drei Fahrer.
Bis die dann durch hin und herrangieren das Wenden vollzogen haben dauert es – denn meist rücken die nachfolgenden Fahrzeuge gleich auf und machen das Wendemanöver unmöglich.
Mir geht durch den Kopf, dass ich niemals, ich wiederhole niemals, in eine Situation kommen will, in der irgendetwas evakuiert werden muss – ein Gebäude, ein Flugzeug oder ein Schiff…
Menschen sind nicht in der Lage gruppenorientiert vorausschauend zu handeln, sofoern sie nicht darauf trainiert sind.
Ich hoffe, die KI wird das irgendwann mal lösen…
Ihr merkt schon – ich war irgendwie schräg drauf, als meine kleine, individuelle Reise nach einer Woche mit meiner Ankunft auf Leros endete.

Die ersten Stunden waren fürchterlich! Es waren Menschenmassen auf den Straßen unterwegs.
Als ich vor knapp fünf Wochen abgefahren war, war Tourismus zu spüren, aber es war moderat.
Heute war der helle Wahnsinn geboten – und mich beschleicht das sichere Gefühl, dass es jedes Jahr schlimmer wird.
Dies setzt sich dann so fort – Schleicher auf der Straße (das sage ich aus einem Auto heraus, dass Vmax 95km/h bietet) welche die Fahrt von A nach B mit einer Sighseeing-Tour verwechseln.
Radlfahrer die auf zweieinhalb Meter breiten „Hauptstraßen“ auch noch nebeneinander fahren geben sich ein Stelldichein mit türkischen Touristengruppen (erkennt man an den Frauen mit den aufgespritzten Körperteilen) die als solche eisschlotzend einen Schaufensterbummel machen – nur leider nicht auf der Flaniermeile, sondern auf der Ortsdurchfahrt von Agia Marina.
Ich komme bei unserem Frühstückslokal „Navarone“ an und will eigentlich schon wieder weg.
Der Anstand verlangt, dass ich meine Frau zumindest begrüße – selbiges gilt für Susanne und deren Schwester.


Es ist mein Ernst – auch das „Navarone“ war kaum wiederzuerkennen. Ich gönne den Wirten das Geschäft, frage mich aber ernsthaft, wieviel Tourismus Leros verkraften kann.
Die kleine Insel steht am Scheideweg – und wer sich jetzt fragt, ob es clever ist hier ein Haus zu kaufen, ja das frage ich mich auch! Es gibt in beide Richtungen Argumente, ich sitze es noch ein wenig aus, die Region in der unser Haus steht ist vom Tourismus kaum betroffen.
Apropos Haus – was macht meine kleine Katikia denn überhaupt? Steht noch ein Stein auf dem anderen?
Während sich Sibylle meiner Wäsche und ihrer mitgebrachten Einkäufe aus Deutschland widmet, lade ich Crawler am Haus aus und sortiere schonmal ein wenig vor…


Das Wakeboard und den bleischweren Hipster e-Scooter von Alex habe ich schon in Xirokampos übergeben.
Das A-Team liegt dort mit ANAHITA vor Anker und so war es ein glücklicher Zufall, dass ich die zwei sperrigsten Sachen auch wirklich als Erstes ausräumen konnte.
Meine Laune war zu diesem Zeitpunkt noch nicht perfekt, der arme Alex musste das aushalten.
Leider haben dazu auch seine Informationen aus der Marina beigetragen – ich will, offen gesagt, gar nicht hin…
Hätte ich auch lassen sollen!!!

Ich stehe am Steg vor dem Schiff und kann schon den „faule Eier“ – Schwefelgeruch feststellen.
Sowas riecht natürlich niemand der hier vorbeigeht, aber was soll´s…
Ich schließe auf und ein Blick auf den Batteriemonitor sagt alles – ich bin ziemlich sicher, dass eine der Batterien einen Zellenschluss hat und die anderen ebenfalls, nomen est omen, in Mitleidenschaft gezogen hat.
Das löse ich morgen, oder übermorgen, jetzt lüfte ich erstmal, baue mein Bett und… RINGRING RINGRING RINGRING …gehe ans Telefon!
Volker ist dran mit der nächsten, absolut passenden Hiobsbotschaft – er hat mit der Marinachefin telefoniert, wo ich denn sei, ich müsse ELOWYN SOFORT umlegen!
Dagegen bin ich ja ein harmloser Spinner! Was soll das jetzt? Warum? Wohin? Naja, ganz sicher nicht mehr heute…
Das würde an sich reichen – aber zu allem Überfluss haben wohl die Marineros beim Ablegen eines Paketes einen Kratzer in den Lack gemacht – ich hoffe, der lässt sich wegpolieren!

Mir reicht´s – ich muss raus aus der Marina. Die erste Stunde war genug, überhaupt hatte es der Tag in sich.
Ich bin daher nur verhalten zuversichtlich, wenn ich an unseren reservierten Tisch beim „Pirofani“ denke.
Es ist Sonntag, die Bucht ist voller türkischer Schiffe und somit befürchte ich das Schlimmste als Sibylle und ich etwas vor der vereinbarten Zeit ankommen.
Wir fahren mit Crawler und parken direkt neben der Taverne…




Tatsächlich war die Taverne zum Bersten voll, aber der Service hatte alles perfekt im Griff und wir haben vorzüglich gegessen.
Susanne und ihre Schwester waren mit uns zusammen ausgegangen und zu viert hatten wir einen kurzweiligen und für mich auch versöhnlichen Abend und Abschluss für meinen Ankunftstag – meinen ersten Tag auf Leros…
Ab Morgen würde alles besser werden – dachte ich zumindest.
Es fing alles ganz harmlos an…

Sibylle und ich fahren hoch zum Haus. Ich muss in der Garage ein paar unwichtige Arbeiten erledigen, so zum Beispiel den geschenkten Schlumpf auf Smurfys Armaturenbrett kleben – aber auch ein paar wichtige Dinge sind zu erledigen, meine GS wird wieder in Betrieb genommen und für Sibylle gilt es ein wichtiges Dokument zu drucken.
In der Zwischenzeit gießt Sibylle mit dem langen Schlauch die Olivenbäume im Garten.
Wir wollen nicht schuldhaft für eine schlechte Olivenernte einstehen müssen.
Kurios wird es danach allerdings, als ich in die Marina zurückkomme.
Man fängt mich am Auto ab und erklärt mir, dass man schon auf mich wartet, denn wir sollten ELOWYN jetzt sofort umhängen.
Ich werde fast ein wenig patzig, erkläre, dass ich immer noch alleine bin, zudem das Schiff noch verpackt ist und dies außerdem mit der Marinaleitung diskutiert werden müsse.
Wenig später klingelt mein Telefon, das Office ruft an fragt wo ich denn sei – man warte schon auf mich, denn ich solle ELOWYN jetzt sofort umhängen.
Ich werde fast ein wenig patzig, erkläre, dass ich immer noch alleine bin, zudem das Schiff noch verpackt ist und dies außerdem mit der Marinaleitung diskutiert werden müsse.
Ich komme mir vor wie ein Gefangener in einer Zeitschleife, dazu gesellen sich die Käufer meiner NESSAJA und erzählen mir von Defekten während des letzten Törns…
Hätte ich in diesem Moment gekonnt, ich wäre in meinen Crawler gestiegen und hätte das Weite gesucht.
Ein klein wenig habe ich das auch getan, ich brauchte einen Glücksmoment!



Nach dem Einkaufen fährt Sibylle nach Xirokampos und ich stelle mich dem Thema rund um ELOWYN – was ist denn da eigentlich los?
Es folgt ein sehr langes und auch emotional, hitziges Telefonat mit der Marinaleitung. Ich erfahre, dass ein anderes Boot ELOWYNs Platz beansprucht und ältere Rechte geltend macht.
Dies ist für mich das schlechteste Argument von allen. Ich halte entgegen, dass ELOWYN mit Fendern über 6,5m breit ist und am B Steg schlicht und einfach nicht in die Lücken passt – Bootssicherheit geht vor.
Das Telefonat endet mit einem Remis, wir vertagen uns auf morgen. Ich habe inzwischen drei Altenativlösungen und bin gespannt, ob eine Gefallen findet.
Das wird noch ein richtiger Scheiß – vor allem muss ich den weißen Riesen jetzt ohne Not fahrfertig machen.
Und als ob das alles nicht genug wäre, ist da noch Sibylle, welche mir jetzt wieder stetig erklärt was geht und was nicht und was ich eigentlich alles „muss“.
„Du musst dich jetzt endlich rasieren und deine Matte geht auch gar nicht…“ höre ich sie sagen…


Es reißt nicht ab – ich will mich gerade mit Volker bezüglich eines Plan B abstimmen und ihm erklären was hier los ist.
Darum schreibe ich ihm sinngemäß, dass mein Telefon kaum still steht seit ich da bin.
Exakt in dem Moment klingelt das Telefon abermals, wieder ruft die Marina an um wegen der Liegeplatzthematik nachzufragen.


Ich konnte solche Tage des Bombardements nach dem Urlaub schon im Arbeitsleben nicht leiden.
Ich hoffte, dass ich dies jetzt ein Stück weit hinter mir gelassen habe – doch weit gefehlt.
Es gibt Tage, da scheint mir der Workload schlimmer als früher zu sein.
Bis zum Abendessen werde ich mit Themen konfrontiert welche nicht meine sind – ich werde, nein, ich muss hier künftig einen Riegel vorschieben, ich kann das nicht leisten.
Meine Stimmung beim Dinner war mies – da konnte das perfekte Giros im „SouVLakki“ auch nichts mehr retten…
Der neue Morgen begann unter anderen Vorzeichen – ich bekam das Signal, dass das Umlegen von ELOWYN nicht wichtig sei und ich auf dem momentanen Liegeplatz verbleiben könne und auch sonst normalisierte sich alles.
Ich habe ein weiteres Telefonat mit einem Eigner einer großen Yacht der 60ft+ Klasse und kann jetzt schon andeuten, dass ich vermutlich ab Herbst 2026 ausschließlich zwei Schiffe betreuen werde.
Alle anderen Services werde ich einstellen müssen und erkenne, dass dies wohl auch gut ist.
Sibylle kommt bei mir vorbei und sortiert mit mir den Tag – zuerst schauen wir uns ELOWYN einmal an…

Ich habe an diesem Tag noch ein paar private Dinge zu erledigen, muss zum Steuerberater und treffe mich mit Hans Peter zur Abstimmung der nächsten Wochen.
Auch er und seine Petra sind von ihrem Törn zurück – wir beide erkennen und müssen uns eingestehen, dass die Zeit der langen, gemeinsamen Arbeitssessions wohl vorbei ist.
Sehen wir also zu, dass wir die offenen Projekte noch sauber zu Ende bringen.
Ich muss noch einmal ins Haus um Unterlagen abzulegen, dann gönne ich mir eine Badepause.
Hierfür fahre ich an den Kokkina Strand, welcher etwas entfernt vom Schuss ist.
Meine Hoffnung war, dass dieser nicht ganz so überlaufen ist.


Das Meer war erfrischend, es hat richtig gut getan. Weil es gerade so schön war, habe ich mir einen Einkehrschwung in das Eisparadies „Repapis“ gegönnt – hier habe ich einen Mangel, ich war zu lange nicht mehr dort.
Ich treffe Berthold dort und wir beide verratschen uns über Offroad Themen.
Er mag meinen Crawler und war selber schon mit verschiedenen Fahrzeugen weltweit unterwegs.
Wir fachsimpeln und träumen und ich erkenne, dass mein kleines Auto ein Riesenpotential hat.
Ich bin nicht wenig überzeugt, dass der kaum 5m lange Krabbler das Zeug hat, einer 43ft Segelyacht den Rang in Sachen „das letzte große Abenteuer“ abzulaufen.
Von hier aus fahre ich in die Marina, dusche mich rasch ab und warte auf Sibylle.
Wir treffen uns hier, um gemeinsam mit Brigitte und Hans nach Alinda ins „Theikon“ zu fahren.

„Theikon“ ist einer der großen Player in Sachen Restaurant auf Leros. Zur Familie gehört die Strandtaverne, mehrere Cafés, das „Navarone“ in Agia Marina und ein gewaltig großes Cateringunternehmen.
Sibylle und ich waren noch nie hier und wir folgen der Idee unserer Freunde.
Wir bestellen einen Tisch voll Meze und essen vorzüglich!

Es gibt nix zu meckern, anmerken muss man jedoch, dass das Preisniveau sehr hoch war und nicht ganz mit dem Konzept der Taverne harmoniert.
Wir haben bei unserem Besuch im „Pirofani“ vor zwei Tagen zu viert rund 50.-€ weniger bezahlt und ich würde mein Lieblingslokal in Panteli fast ein Level höher einstufen.
Es bleibt also dabei – für Dinner dieser Art ist und bleibt das „Pirofani“ vorläufig die erste Wahl, gefolgt vom „Serza“ am Merikia Strand.
Nichtsdestotrotz genießen wir den Abend in vollen Zügen und ziehen uns das fast kitschige Ambiente gnadenlos rein.
Der Vollmond erleuchtet die Szenerie, die beleuchtete Burg thront über dem Gesamtbild…


Ein Alleinunterhalter singt was das Zeug hält – diesmal nicht die typische „Island-Music“, sondern eher so internationale Tanzmusik, so wie man sie aus Hotelbars kennt oder sie auf zweitklassigen Kreuzfahrten erwarten würde.
Es war alles dabei, was man in dieser Musikrichtung als „Gassenhauer“ bezeichnen kann, trotzdem fand ich den Mann ganz unterhaltsam und bei Weitem nicht so schlecht wie den Kollegen auf der Italienfähre.
Immerhin hat dieser Sänger Respekt vor den Liedern gehabt, welche den „heiligen Gral“ bilden.
Er zumindest, hat die Finger von „Bohemian Rhapsody“ gelassen 😉 !
Wirklich witzig aber war, dass er seine Gitarre nur als Mittel zum Zweck in der Hand hielt – es war deutlich zu sehen, dass er nicht spielte.
Wir hatten jedenfalls Spaß und gingen erst nach zwei Karafaki Ouzo und fast schon nach Mitternacht nach Hause.
Am nächsten Morgen war ich dennoch relativ früh fit und hatte zudem Lust auf ein ausgiebiges Frühstück.
Ich habe mir daher einen Besuch im „La Palma“ Café gegönnt.

Hans Peter kam vorbei und erkannte mein Auto am Straßenrand. Er setzte sich zu mir und wir begannen Pläne für den August zu schmieden.
Auf ELOWYN müssen zuerst die Batterien und die Fallen für die Genua ersetzt werden, bei ihm stehe ich im Wort, sein Lithium-Projekt während des August voranzutreiben oder gar fertig zu stellen.
Wir finden eine gute Basis und einigen uns auf einen arbeitsintensiven Hochsommermonat – aber das kennen wir ja schon von 2024.
Später gesellen sich Susanne und Sibylle zu uns und wir trinken noch einen zweiten Kaffee, bevor Sibylle und ich nach Alinda aufbrechen müssen.
Wir wollen dort ein Stockbett kaufen…


Ich habe auf einer Verkaufsplattform der Leros Community ein Gesuch bezüglich eines Bettes aufgegeben.
Offen gesagt wusste ich nicht genau was ich wollte, man solle einfach mal alles anbieten.
Der Hintergrund war, dass ich temporär und für wenig Geld eine Schlafstätte in unserem Haus schaffen möchte.
Ich will zur Not auf mein eigenes Quartier ausweichen können – auch wenn noch nicht alles fertig gestellt ist.
Es wurde überraschender Weise sehr viel angeboten, ich habe mich schlussendlich für ein Stockbett entschieden, denn die Wahrscheinlichkeit, dass ich dieses nach Fertigstellung des Hauses für die Enkel weiterverwenden könnte ist am höchsten…
Danach musste ich mich ELOWYNs Batterien widmen.





Für den Servicebereich hat ELOWYN sechs Batterien die eine 24V Bank bauen.
An drei Batterien komme ich besser heran um die Messungen auszuführen, alle zeigen ein gleich schlechtes, ja vernichtendes Ergebnis.
Hier ist nichts mehr zu retten, ich verzichte daher darauf, die anderen drei, etwas unzugänglicheren Batterien auch noch zu überprüfen.
Es wird entschieden, dass die ganze Bank ersetzt wird.
Ich spreche mit Volker und wir beschließen kurzerhand, dass wir auf eine Lithium Bank umbauen, es sollen LiFePO4 Akkus zum Einsatz kommen.
Das bedeutet für mich, dass ich „mal schnell“ eine echte Beschaffungsherausforderung vor der Brust habe – gefolgt von einem ungeplanten „Prio 1“ Projekt!
Ich muss mich abkühlen, ich gehe baden…
Am Rückweg sehe ich den Aufkleber des „No Work Team“ traurig und läbbelig von Crawlers Heck hängen.

Ich reiße den faden Sticker vom Bus – ich werde etwas besseres finden.
Außerdem kann man das Schwächeln des „NWT“ Statements hier durchaus metaphorisch betrachten – denn auch für mich geht die arbeitsfreie Zeit nun langsam zu Ende.
Mit dieser Metapher im Sinn, gehe ich zurück auf ELOWYN und widme mich einem Finanzthema.
Seit ich aus Deutschland zurück bin, habe ich das Gefühl, dass ich mehr Geld gelassen habe als geplant.
Ok, die beiden Autos, aber das liegt auf der Hand. Trotzdem fehlt eine nicht unerhebliche Summe auf meinem Konto – ich will der Sache auf den Grund gehen.

Wie gesagt – die Anschaffung der beiden Autos ist eine Sache, die Reise mit Crawler zurück nach Griechenland eine andere.
Trotzdem habe ich darüber hinaus noch eine erkleckliche Summe gebraucht, die ich so niemals geplant hatte.
Das heißt für mich, dass ich meine Deutschlandreise in Zukunft anders anpacken würde – so einen Betrag kann und will ich nicht noch einmal aufbringen.
Ich bin einigermaßen entsetzt und es braucht ein wenig, bis ich den Gedanken beim gemeinsamen Abendessen mit der Crew der MARLIN loslassen kann.


Annette und Achim werden die Marina und Griechenland verlassen. Es heißt also mal wieder „Lebewohl“ zu sagen.
Den Abschied versüßen wir uns mit einem sehr guten Dinner bei Dimitris, der mal wieder alles richtig macht.
Wir essen gut und preiswert zudem sitzen wir bei ihm in „erster Reihe“.
Dass es die Vollmondnacht ist und wir den Erdtrabanten über der Burg haben aufgehen sehen, versüßt uns den bitteren Beigeschmack des Abends ein wenig.


Wir gehen erst recht spät nach Hause, denn wir haben uns auch heute dem Ouzo hingegeben.
Es war ein geselliger, fröhlicher und unterhaltsamer Abend.
Wie auch immer die Reise der MARLIN verlaufen wird, wir wünschen den Beiden von Herzen alles Gute und hoffen, dass wir uns eines Tages einmal wiedersehen werden.
Am nächsten Morgen bin ich der „Crawler“ – ich krabble aus dem Bett und sortiere die Richtungen.
Als oben und unten definiert sind, sorgt ein starker Kaffee dafür, dass die letzten Nachwehen des Vorabends eliminiert werden.
Aber was ist das? Das heiße Gebräu schmerzt irgendwie in meinem Mundwinkel…

Ich bin für so Dinger kaum anfällig, aber heute hat es mich erwischt. Jetzt muss ich mich während meiner ersten Tage auf Leros auch noch damit herumschlagen – bleibt mir denn nichts erspart?
Um hier ein wenig zu ketzern – ich habe wenig Draht zur Psychosomatik, aber das Internet weist ausdrücklich darauf hin, dass bei einem Lippenherpes eine starke Wahrscheinlichkeit für einen Zusammenhang besteht.
Ja wenn das so ist – dann sollte ich mich hier nicht so stressen lassen und vielleicht gleich wieder meinen Crawler für eine Weiterreise wappnen.
Noch ist es nicht so weit – ich habe vor Ort profanere Aufgaben zu erledigen, ich muss ein Stockbett aufbauen!

Das geht, wie zu erwarten, eigentlich ganz schnell. Das Bett macht einen guten Eindruck und die Matratzen sind besser als erhofft.
Ich denke, es war ein guter Kauf – ich habe jetzt mein Notbett und später können vielleicht mal die Kindeskinder Platz darauf finden.
Nachdem dies erledigt war, habe ich mich zurück in die Marina verholt, auch hier warten noch zwei Kleinaufgaben, welche ich „auf Zuruf“ erhalten habe.
Zum einen gilt es Maß an einer deutsch beflaggten Gastyacht zu nehmen. Zu JOY bin ich gekommen wie die Jungfrau zum Kinde, trotzdem will ich in diesem Fall helfen.
Inzwischen kristallisiert sich aber mehr und mehr heraus, dass ich all diese Kleinigkeiten ab kommender Saison nicht mehr durchführen kann – zu stark ist der Beobachtungsdruck durch die Marinaleitung.



Die zweite Aufgabe war im Vergleich fast schon geplant, hatte aber einen gewissen Schwierigkeitsgrad, da ein weiterer Helfer, ein Grieche, beteiligt war.
Ich wurde von einem deutschen Bootseigner gebeten, sein „mobiles Teilelager“ vom Marinagrund zu entfernen, er sei aufgefordert worden und müsse der Aufforderung wohl Folge leisten.
Nun hatte bereits ein Grieche versprochen dies zu tun – aber da war es eben wie es so gerne mit den Hellenen ist, „avrio“ bedeutet im Wortsinn „morgen“, in der Realität kann es alles bedeuten, nur eben „nicht heute“!
Auch heute klappt es nicht, den Transporter um die Ecke zu fahren. Der eine Reifen, welcher zu wenig Luftdruck hat, wird zum „no go“ eingestuft.
Und während er mir lang erklärt warum man mit dem Wabbelreifen keine 80m fahren kann, denke ich mir, dass ich den Wagen schon längst umgeparkt hätte.
Er kommt also mit einem Kompressor, den er mit gestikulierender Handbewegung anschließt, welcher aber ein Leck im Druckluftschlauch hat.
Leider hat der Hellene (noch) die Schlüsselgewalt und er vertröstet mich mit „avrio“.
Was ich ihm an diesem Tag vorenthalte – morgen, also avrio, werde ich den Schlüssel in den Händen halten und den Wagen wegfahren, komme was wolle.

Bis zum verabredeten Treffen mit Sibylle war noch etwas Zeit und ich wollte Baden gehen.
Ich hatte ja schon die letzten Tage Lust zum kleinen Sandstrand „Kioura“ zu fahren.
Das ist ein wenig touristischer Strand ohne jegliche Infrastruktur, aber mit feinem Sand. Er ist bei Einheimischen sehr beliebt und es ist üblich, dass man mit dem Auto bis hinunter an den Strand fährt.
Allerdings ist dieses Kleinod am anderen Ende der Insel und ich habe vermieden nur zum Baden dorthin zu fahren – nicht so heute, denn ich wollte ohnehin kurz „Hallo“ bei Giorgos sagen.

Ich trinke einen Freddo Espresso mit den Jungs vor Ort und weihe den Freund in meine Pläne mit Crawler ein.
Er nickt und ruft sofort den Mann an, welcher für die Instandsetzung seines Suzuki Samurai verantwortlich war.
Leider hat der Freund keine Zeit und wir vertagen auf ein Andermal, aber der erste Schritt ist gemacht…
Dann fahre ich zum kleinen Sandsträndchen und gönne mir ein erfrischendes Bad.
Von dort brummle ich zurück in die Marina, die Zeit reicht gerade noch für eine Süsswasserdusche, um mich mit Sibylle zu treffen und weiter ins „SouVLakki“ zu fahren.
Hier sind wir heute mit Jasmin und Tim verabredet, auch für die Beiden endet der Urlaub in den nächsten Tagen.
Weil Sibylle etwas zu früh in der Marina ankam, haben wir uns vor dem Dinner noch einen Aperitiv im „La Palma“ Café gegönnt.


Wir sitzen verhältnismäßig lange und haben einander viel zu erzählen.
Mir war sehr auffällig, dass ich in den letzten drei Tagen mit drei Seglern beziehungsweise Seglerpaaren länger zusammen saß.
ALLE fragten nach meinem L300 und nach meinen Plänen – und haben dann, nachdem ich meine neuen Ideen, vermeintlich die eines „Spinners“, preisgegeben hatte, von ihren Abenteuern mit Offroad Fahrzeugen erzählt.
Sowohl die Crew der MARLIN als auch die der TAO3 und last not least auch Berthold, mit dem ich mich eingehender Unterhalten habe, waren mit Offroadern weltweit unterwegs und haben ihre Fahrzeuge teilweise noch.
Siehe da! Es gibt also eine, unter Umständen nicht ganz repräsentative Tendenz, dass eine Offroad Wohnmobilreise entweder die „Spinner“ aus ihren Ecken lockt – ich wäre nicht allein!
Oder es ist so, dass 4×4 Touren vielleicht doch Mainstream sind, in etwa so, wie es das Blauwassersegeln in den letzten Jahren wurde.
Ich werde es herausfinden…
„Das geht raus an alle Spinner
Denn sie sind die Gewinner
Wir kennen keine Limits
Ab heute für immer
Das geht raus an alle Spinner
Weil alles ohne Sinn wär‘
Ohne Spinner wie dich und mich…“
Der letzte Tag des Monats bricht an, was gilt es heute noch zu schaffen?
Ich nehme es vorweg – es war ein langweiliger, wenig schöner Tag. Am Morgen hatte ich den Eindruck, dass meine Druckwasserpumpen langsam an Leistung verlieren.
Ich musste also die defekten Batterien zumindest etwas laden…



Diese 8% reichen, um auf ELOWYN die minimale Versorgung aufrecht zu erhalten. Für ein gekühltes Getränk reicht es leider nicht.
Mehr kann ich nicht laden, nach etwa einer halben Stunde fangen die Batterien wieder „gaseln“ an und stinken dabei erbärmlich.
Es reicht aber, um für weitere zwei, drei Tage meine Pumpen am Laufen zu halten.
Die neuen Batterien sind die Hauptaufgabe der nächsten Tage!
Danach treffe ich mich mit Sibylle in Xirokampos am Strand. Leider haben wir auch wir ab und an Themen zu besprechen die weniger angenehm sind.
Wir müssen uns irgendwann einmal einig werden, was nach dem Segeln kommt. Im Moment haben wir parallele Lebensmodelle aber keinen gemeinsamen Plan, das ist zuwenig.
Irgendwie werden wir das schon schaffen, ich bin da zuversichtlich…
Der einzige Lichtblick heute und letztlich auch ein schöner Abschluss des Monats Juli, war Petras und Hans Peters nachträgliche Einladung zu einem Geburtstagsessen.
Wir saßen nett zusammen und ließen den Tag bei einer Pizza und einem anschließenden Eis bei „Repapis“ ausklingen.

Der Ausblick auf den kommenden Monat ist durchwachsen – ich weiß jetzt schon nicht mehr, wo mir der Kopf steht, wenn ich meine „To Do“ Liste ansehe. Wie soll ich das schaffen?
Daher wird der Augustblog wohl ein „Bastlerblog“ werden, die Fans der Urlaubsthemen mögen mir verzeihen…
Sibylle fliegt schon wieder nach Deutschland, denn sie muss sich um Angelegenheiten rund um ihre Eigentumswohnung kümmern.
Ich werde die zweite Augusthälfte somit alleine wuppen müssen.
Ob das alles klappt und ob ich den Weg zurück in meinen „Inselalltag“ finde, wird sicher interessant mitzuerleben sein.
Ich wünsche euch einen schönen Monat, καλό μήνα…
Mario