Selten nur mag ich Coverversionen lieber als das Original – aber im Falle der August-Headline ist genau dies der Fall.
Vielleicht liegt es daran, dass ich mit den Beatles nie richtig warm geworden bin, vielleicht daran, dass Joe Cockers Comeback genau in „meine Zeit“, die verrückten 80er Jahre fiel…
Unter Umständen ist es auch einfach nur der Geist von Woodstock, der ein wenig bei Cockers Performance mitschwingt.
Wie auch immer, keine andere Headline hätte die „Vibes“, die Stimmung des August 2026 besser beschreiben können – alles ging leichter von der Hand, „…with a little help from my friends!“

Meine „ToDo“ – Liste für den August war lang geworden und die Tatsache, dass die Servicebatterien an Bord von ELOWYN die Reise ins Nirvana angetreten haben, macht eine Planung auch nicht einfacher.
Es hilft alles nix, wenn wir meine Projekte UND die an Hans Peter gegebenen Zusagen, bezüglich einer Unterstützung bei seinen noch offenen Aufgaben, in Einklang bringen wollen, dann müssen mein saarländischer Freund und ich eine Art „Zeitpool“ schaffen und eine gute Planung voranstellen – dann könnte es klappen.
Die Zeitachse drängt ein wechselweises Arbeiten an LIBERTÉ und ELOWYN auf, die Priortät liegt dabei beim weißen Riesen, denn sie wird Anfang September noch einmal zu einem Urlaubstörn aufbrechen.
Diese zwei Wochen werden wir dann intensiv nutzen, um HPs Bavaria fertig zu stellen. Er kann dann mit seiner Pertra noch eine kleine Runde drehen, während Sibylle und ich Familienbesuch haben.
Dass dieser Plan belastbar wird, braucht es eine exakte Absprache – diese findet am 01.08. an Bord von ELOWYN statt.

Uns ist klar, dass wir beide zwischenzeitlich auch bei Alex auf ANAHITA unterstützen dürfen, sind uns dafür aber auch der Hilfe des „A-Teams“ gewiss.
Für mich kommt hinzu, dass ich immer mal wieder auf LUMARA unterstütze und zusätzlich Kleinigkeiten „auf Zuruf“ abhandeln soll.
Das alles ist herausfordernd, aber es wird schon irgendwie klappen – in letzter Instanz auch „with a little help from my friends“!
Eine Sache schaffe ich heute gleich aus der Welt und setze einen Haken – allerdings basierend auf einer nicht eingehaltenen Zusage 😉 .
Ich hatte angekündigt, dass ich das Umstellen des Busses eines deutschen Seglers nicht mit in den August nehmen würde – doch der trickreiche Grieche hatte es einen weiteren Tag geschafft, mich ins Leere laufen zu lassen.
HEUTE NICHT – ich hole mir mit Nachdruck den Schlüssel und stelle den Bus zusammen mit Sibylle um.


Am nächsten Tag wird mein griechischer Helfer den Bus acht Meter weiter links parken – was keinen weiteren Sinn hat, als mit der Kette zu rasseln.
Ist mir aber wurscht – ich lobe den Mann für seinen unermüdlichen Einsatz und weiß, dass er den Schlüssel nicht mehr lange in seiner Tasche haben wird.
Meine Sibylle ruft nach einem Kaffee und wir entscheiden uns, diesen in der kleinen Konditorei am Panteli Strand zu trinken.
Das war eine gute Entscheidung, denn sowohl der Kaffee als auch das Galaktoboureko waren hervorragend.

Wir gehen noch kurz baden und frischen uns ab, dann trennen sich unsere Wege bis zum Dinner, zu welchem wir heute eine Einladung bei Brigitte und Hans haben.
Bis dahin hat Sibylle noch Hausarbeiten in Xirokampos zu erledigen, ich dagegen bin mit Tom und Bernd auf ein Bier verabredet.
Die Beiden sind von ihrem Sommertörn zurück und möchten sich mit mir treffen, um ein wenig zu Quatschen und Erfahrungen auszutauschen.
Dieser Idee folge ich gerne – wir treffen uns im „Skipper´s“ und genießen Leros. Bei unserem Gespräch stellen wir fest, dass „unsere“ zweite Heimat wohl mehr und mehr an Attraktivität gewinnt.
Ob das nun wirklich ein Vorteil ist? Die Geister die ich rief…



Als ich rund zwei Stunden später mit Sibylle zu unseren österreichischen Freunden nach Crithoni fahre, kann man schon ziemlich gut erkennen welche Geister gerufen werden, wenn man kleine Ziele mit entsprechender Infrastruktur zu sehr hyped…
Diesen Ansturm meist türkischer Gastschiffe muss eine Insel wie Leros erst einmal verkraften können.
Taxis sind knapp, schlimmer noch, es gibt Engpässe bei der Wasserversorgung und beim Personal im Tourismusbereich.
Gleichwohl treibt man die Ansprüche der Gäste immer weiter nach oben – vor diesem Hintergrund sieht man sich als Ersatz für Mykonos und Paros gleich mit ganz anderen Augen.
Das Top-Lokal „Mylos“ hat in der Hochzeit Juli und August eine Vorlaufzeit für Reservierungen von fast sechs Wochen.
Ich finde, dass sich Leros keinen Gefallen tut…


Bei Brigitte und Hans angekommen, genießen wir wieder die Ruhe der Wohnsiedlung in Crithoni.
Wir freuen uns auf ein fürstliche BBQ und auf den Abend mit den Freunden.
Klar, dass solche Abende etwas länger dauern und etwas feuchtfröhlicher werden, bevor sie dann mitten in der Nacht ausklingen und wir zufrieden und pappsatt in die Federn fallen.

Am nächsten Morgen geht es für mich so richtig los. Ich stehe zeitig auf, koche mir erstmal einen Kaffee und werde dann, noch bevor Hans Peter kommt, das Inserat für die Hanse 400 unserer Freunde Angelika und Uli fertig machen.
JASPER VON RHEYDT soll verkauft werden – zwei Freunde der ersten Stunde geben den Segelsport auf und bieten deshalb ihr perfekt ausgestattetes und sehr gut gepflegtes Schiff an.
Ihr könnt JASPER auf meiner Webseite finden, ich darf die Freunde beim Verkauf unterstützen.
Um das Inserat vorzubereiten, muss ich Bilder sortieren, ein Exposé schreiben und die Daten dann auf der Verkaufsplattform einpflegen.


Ich war gerade mit dieser administrativen Arbeit fertig geworden, als Hans Peter zu mir an Bord kam.
Wir haben uns heute auf ELOWYN zwei Arbeitspunkte vorgenommen.
Zum einen gibt es einen Wassereintritt an einer undichten Stelle am Auspuffschlauch.
Nach 13 Jahren wäre es wohl vetretbar, den kompletten Schlauch zu erneuern, da ich aber einige Punkte zu erledigen habe und der Schlauch aufwändig verlegt ist, habe ich mich für eine Teilreparatur entschieden.
Die vollumfängliche Erneuerung kann ich im Winter als Projekt nachziehen.





Danach war eine Wasserpause angesagt – „Hydration-Break“ sagt man heute, glaube ich.
Der schweißtreibende Teil lag nämlich noch vor uns – ich habe entschieden, vier der sechs schadhaften AGM Batterien auszubauen und eine zeitlang mit einer Notbank aus zwei Batterien zu überbrücken.
Die vier defekten, bleischweren Dinger können von Bord, ich bringe sie zur Verwertung an die BP Tankstelle um Vivi eine Freude zu machen.
Geld nehme ich dafür nicht, zu oft hat sie mir schon geholfen…




Eine dieser Batterien wiegt rund 43kg, wenn man vier davon ein wenig spazierengetragen hat, dann weiß man in der Regel was man getan hat.
Daher gibt es nach diesem Job eine weitere Trinkpause und einen gemütlichen Ausklang.
Für heute reicht das erstmal, wir haben ganz schön was geschafft – war doch einfach, oder? Ja – with a little help from my friend!
Den Rest des Tages verbringe ich mit Sibylle, wir gehen baden und bereiten uns für den Abend vor.
Nach einem netten Dinner klingt der Tag unspektakulär aus.
Der nächste Morgen beginnt für mich entspannt, wenn auch sehr früh. Es ist zur Zeit sehr heiß, auch in der Nacht. Für meine Frau ist das schier unerträglich, für mich ist es eben nur warm…
Zugegeben, natürlich schwitze ich auch in der Nacht, aber ich kann eben schlafen – umso schöner ist es aber, wenn ich am „kühlen“ Morgen der Sonne beim Aufgehen zusehen kann.
Es ist ja allgemein bekannt – „Der frühe Vogel fängt den Wurm!“


Ich traue mich im Moment nicht, das Ladegerät über Nacht eingeschaltet zu lassen, zu groß ist das Risiko, dass die defekten Batterien weiter stark gasen – dies wäre gefährlich und giftig.
Gestern ist es mir tagsüber jedoch gelungen, die zwei als Notakku eingesetzten Batterien soweit aufzupäppeln, dass die Anzeige zumindest plausible Werte gezeigt hat und somit Anlass zur Hoffnung gab.


Die Kapazität von 66Ah war deutlich zuwenig, es hätten 220Ah sein sollen. Somit war es nachvollziehbar, wenn auch rechnerisch verwunderlich, dass der Kühlschrank die Batterie komplett leergesaugt hat – naja, das zeigt noch einmal deutlich, dass hier nichts mehr zu retten ist, zumal ich sehr schnell nach dem Einschalten des Ladegerätes abermals Schwefelgeruch wahrnehme.
Mein Thema mit Nummer 1 Priorität wird von nun an die Beschaffung von Ersatzakkus sein.
Nach Rücksprache mit Volker werden die sechs AGM Batterien welche mit einer 2R-3P Schaltung zu einer 24V / 660AH Bank zusammengeschlossen waren, durch zwei 24V / 320Ah Lithium-Eisen-Phosphat Akkus mit Smart Funktion ersetzt.
Diese bilden dann, parallel geschaltet, eine hochmoderne 640Ah LiFePo4 Bank, welche durch die neue Technologie nahezu 100% mehr Kapazität als vorher ermöglicht.
Der Umbau ist nur selten „Plug&Play“, wir hoffen, dass dies bei uns trotdem klappen wird, denn die 13 Jahre alte Ladetechnologie ist für Lithium-Eisen-Phosphat Batterien geeignet – sehr zu meiner Überraschung!
Das Problem welches aus meiner Sicht aber noch zuvor gelöst werden muss – wo bekomme ich gekühlte Getränke her???
Auch hier springt Hans Peter ein…




Den Rest des Tages verbringe ich mit Kleinigkeiten – ich fahre hoch ins Haus um meine GS temporär gegen Smurfy einzutauschen.
Das mache ich immer, wenn Transportfahrten anstehen oder zum Beispiel Getränke gekauft werden müssen.
Diesmal hat Sibylle ihr Recht eingefordert – sie braucht allerlei Getränke um auch in Xirokampos für Nachschub zu sorgen.
Da ich die Fahrt zu unserem Haus und meiner kleinen Werkstatt in Plaka angemeldet hatte, ist Alex auf den Zug aufgesprungen, denn er brauchte an seinem Roller einen Schnitt mit der Flex, um einen neuen Hauptständer montieren zu können.
Nichts leichter als das – tschengpeng, ab war der alte verrostete Halter…

Selbst meine Frau ist nicht davor gefeit – wenn nicht stetig Leute anrufen würden, dann würde Vieles so viel schneller gehen.
Ich habe inzwischen angefangen, anonyme oder unterdrückte Anrufe überhaupt nicht mehr anzunehmen.
Anrufe mit Nummer nehme ich nur ab, wenn der Anrufer in meiner Liste ist oder ich einen Anruf erwarte – ich kann das Gebimmel nicht mehr anders handhaben.
Ich bitte wirklich darum, mir einfach eine kurze Nachricht zu schreiben – ich melde mich sofort, wenn ich Zeit und saubere Hände habe und nicht gerade in einer Backskiste stecke.
Wie auch immer – als Alex und ich fertig waren, habe ich mit meiner Gattin ihren Getränkeeinkauf erledigt und ihr die schweren Wasserpackungen nach Xirokampos gebracht.

Bei Sibylle angekommen, werde ich erstmal überfallen. Ich rechne mit nix Bösem, da fordert meine Frau mich auf, auf Leichenschau zu gehen…
„Du musst schauen ob die Katze tot ist!“ höre ich sie fordern.
Ich will das nicht – ich bin da eigentlich hart im Nehmen und kann die Mieze sicher wegräumen.
Aber ich brauche für sowas „mentalen Anlauf“ – die Mieze im Vorbeigehen am Schwanz packen und sie über den Zaun werfen, das will ich nicht.
Sibylle überlegt, die Sache selbst in die Hand zu nehmen…

Mir geht es mehr um die Frage „Und dann???“ Wohin mit ihr? Wie?
Wenn meine drängelnde Gattin mir etwas mehr Zeit gegeben hätte, dann wäre mir sicher die Idee mit der Schaufel gekommen.
Hätten wir sie beerdigen sollen oder in die Mülltonne schmeißen?
Sibylle dauerte das zu lang. Die stocksteife Samtpfote muss weg, jetzt!
Für solche Ansagen bin ich nicht zu haben – ich streike.
Sibylle ruft Alex an, der übernimmt – und ich kann mich den angenehmeren Seiten des Lebens widmen!

Später am Abend hole ich Sibylle aber noch einmal zum Dinner ab. Heute sind wir mit Smurfy unterwegs, denn ich brauche ihn auch morgen noch einmal, dann wird er wieder in die Garage geräumt.
Heute darf er aber für eine Nacht neben Crawler verweilen – mein Fuhrpark in der Marina Evros geparkt.

Heute steht mir wieder so ein „Mischmaschtag“ bevor. Offen gesagt, ich kann das eigentlich nicht so gut leiden.
Ich mag lieber Projekte an denen ich tagelang dahinarbeiten kann, Arbeiten die auch mal den Geist fordern, die aber im Wesentlichen handwerkliches Können und Schaffen fordern.
Mein erster Job heute war auch handwerklich angehaucht – das geforderte Handwerk war „Nähen“…
Auf ELOWYN waren zwei Falle gerissen beziehungsweise beschädigt, eines davon wollte ich heute tauschen.
Ich nähe also das alte, beschädigte Fall an das neue, welches in den Mast gezogen werden muss.


Diese Arbeit war in etwas mehr als einer Stunde erledigt. Ich hatte relativ früh am Morgen begonnen, um die kühle und schattige Zeit auszunutzen.
Bereits am späten Vormittag ist es an Deck unerträglich heiß.
Diese Arbeit war auch Teil der Vorarbeit um das zweite, wichtigere Fall zu ersetzen.
Das heute ersetzte Fall dient später als Arbeitsfall und wird die primäre Leine für den „Mastmann“ sein.
Danach fahre ich mit Hans Peter zum Haus und stelle Smurfy in der Garage ab.
Ich muss allerdings noch einen Handgriff machen, es gilt die Ursache für den stets wiederkehrenden Fehler beim Gasgeben zu finden und dann das benötigte Ersatzteil zu bestellen.
Melanie und Jörg würden es mir aus Deutschland mitbringen.
Ich hatte wohl einen Verdacht, diesen galt es aber zu bestätigen, dafür hatte ich mir in Deutschland ein OBD-2 Testgerät gekauft, mit welchem ich rasch eine „on-board-diagnosis“ durchführen wollte.


Meine Vermutung war richtig, es sieht aus als sei der Gaspedalsensor defekt.
Um fachgerecht reparieren zu können, werde ich heute Abend ein Gaspedal nebst angebautem Sensor ordern.
Weiter geht´s zu Giorgos – HP hat vor seinem Urlaub, ihr erinnert euch sicher, die Fertigung eines Geräteträgers angestoßen und bestellt.
Giorgos möchte nun die Solarmodule haben, um diese dann auch korrekt anpassen zu können.
Diese waren im Haus gelagert und wir transportieren sie nun mit HPs Ford Ranger nach Kamara.
Ernüchternd war zu sehen, dass das Rohmaterial wohl bereit lag, aber entgegen der Zusagen des Schweißergottes, noch kein Handgriff erledigt wurde.
Mir wird an diesem Tag bewusst, dass uns dieses Projekt noch eine Weile beschäftigen wird – Ärger nicht ausgeschlossen…

Mir ist wohl klar, dass der Mechanikus aus Kamara in dieser Phase der Saison alle Hände voll zu tun hat, aber der Vorschlag HPs Geräteträger im August zu fertigen kam von ihm.
Hans Peter und Petra haben ihre Saison rund um diese Vorgabe aufgebaut und sitzen nun wartend in der Marina – wirklich fair ist das nicht und wir müssen nach einer Lösung suchen.
Naja, wenn ja auch sonst so viele Aufgaben auf den Mann am Schweißgerät warten…

Vor zwei, drei Jahren noch, wäre jetzt der Punkt gewesen, an dem es Zeit für ein nachmittägliches Feierabendbier gewesen wäre.
Ich wäre mit Sibylle an den Panteli Strand gefahren und wir hätten ein Bad im kühlen Meer genossen und uns dann an unserem Kaltgetränk gelabt.
Nix da, diese Zeit ist vorbei! Es ist pervers, der Mensch gewöhnt sich an alles, das Besondere verblasst, es wird zur Nebensache.
Zudem hat sich Leros in den letzten sechs Jahren verändert, der Tourismus im Allgemeinen und der nachbarschaftliche Zulauf der türkischen Besucher, haben starke Zuwachsraten generiert.
Die Preise sind gestiegen während im Gegenzug der grichische Entspanntheitsgrad etwas reduziert wirkt.
So ergibt es sich, dass Sibylle sich dem Haus in Xirokampos widmet, während ich auf LUMARA bei einer Diagnostik helfe.

Ellen und Dominik kümmern sich mit großer Hingabe und einer klaren Linie um LUMARA.
Meine Ex-NESSAJA sorgt für kleine Überraschungen, manchmal sind es auch die neuen Eigner, welche meine Vorstellung von prophylaktischer Erneuerung auf ein neues Level heben wollen.
Das alles ist klar nachvollziehbar und dem Fakt geschuldet, dass die Beiden einfach abweichende Vorstellungen und einen erweiterten Einsatzplan haben.
Dennoch muss ich jedes mal zusehen, wann und wie ich die Kurzbesuche an Bord von LUMARA intelligent unterbringe.
Heute hat es gut gepasst, wir legen uns gemeinsam auf einen Fehler fest und Dominik kann somit die Ersatzteile bestellen.
Ich bin froh, dass nun endlich Feierabend ist. Ich springe in der Marina noch einmal kurz ins Meer, mache mich anschließend frisch und hole Sibylle ab.
Heute sind wir mit Tom und Bernd bei „Dimitris o´ Karaflas“ verabredet – endlich mal wieder bei meinem Freund, dem Glatzkopf, wir waren lange nicht mehr dort.


Es war ein schöner Abend und wir saßen lang. Zum Abschluss noch ein Eis bei „Repapis“, dann ruft das Sandmännchen zur Rückkehr, denn es muss bis hierhin ohnehin schon Überstunden machen.
Ich fahre Sibylle zurück nach Xirokampos und genieße meine Rückfahrt durch die dunkle, laue Nacht.
Zurück am B-Ponton, an dessen äußerem Ende ELOWYN festgemacht ist, erlebe ich mein „blaues Wunder“ – im Wortsinn.
Ich weiß nicht, wer sich hat einfallen lassen, dass diese blaue Illumination des Meeres ein sinnvolles Gadget sein könnte.
Ich bestreite nicht, dass die Lichtspiele manchmal reizvoll aussehen und gönne jedem die vermeintliche Begeisterung.
Aber „sehen und gesehen werden“ könnte ja zumindest in einer Marina weit nach Mitternacht etwas abflauen – da muss man schon ein sehr ausgeprägtes Bedürfnis haben, dass sich die Augen der Nachbarn auf einen richten.
Na sei es drum, des Menschen Wille ist sein Himmelreich…

Der Folgetag gehört vollumfänglich Hans Peter – den geplanten Anbau des Geräteträgers, kombiniert mit einem riesigen Solarfeld hatte ich schon erwähnt.
Klar, dass man das nicht „einfach so“ macht, sondern dass dies nur ein Teil eines Gesamtprojektes ist.
Und heute geht es an Bord von LIBERTÉ ans Eingemachte, wir fangen an Platz zu schaffen für 900Ah Lithium Akkus nebst einer neuen Lade-Infrastruktur.
Was hier in einem Satz geschrieben ist, wird uns die nächsten Wochen beschäftigen.
Das schreit nach einer Stärkung – und ich habe heute mal richtig Lust auf ein Frühstück! Das ist sehr selten und so gebe ich dem Verlangen nach – ich bin ein Sklave meiner Leidenschaften.

Im Fenster des Cafés ist ein Verkaufsangebot für ein Schiff ausgehängt, ich trete etwas näher heran und fotografiere den Zettel.
Ich kenne ENDLESS DAZE, sie war früher in unserer Marina stationiert. Der Angebotspreis von 59.000.-€ ist für eine Beneteau Oceanis 393 ein faires, wenn nicht günstiges Angebot.
Ich habe ohnehin den Eindruck, dass der Markt nachgibt. Schiffe welche ich seit Längerem beobachte, werden billiger oder zu Ladenhütern.
Man kann ohne Einschränkungen sagen, dass die Hochphase, welche wohl durch post-covid Erfahrungen getrieben war, nun endgültig zu Ende ist.
Ich will ein wenig spoilern, das wird sich bestimmt auch in unserem Leben bemerkbar machen…

Naja, das sind Gedanken die heute keinen Raum haben – jetzt gilt es sich auf Hans Peters neue Anlage zu konzentrieren.
Ich fahre zurück in die Marina und entere LIBERTÉ, wo HP schon auf mich wartet.
Heute geht es los, wir gehen ans Eingemachte und operieren die Bavaria 41H am offenen Herzen.

Die Stromversorgung des Schiffes stellen wir mit Hilfe der Starterbatterie sicher.
Dafür müssen „nur“ ein paar Kabel umgelegt und umgeklemmt werden, so dass die vitalen Systeme über die Umbauphase funktionieren.
Natürlich funktioniert auch hier nicht alles reibungslos, das war zu erwarten.
Manche Schaltungen sind, gelinde gesagt, fragwürdig und wir überlegen uns, was sich der Erbauer wohl dabei gedacht hat.
An anderer Stelle finden wir Vorschäden, welche ungeplante Arbeiten nach sich ziehen. So ist zum Beispiel der Boden des Batteriefaches morsch und es muss eine Lage Laminat aufgebracht werden und im Anschluss muss die Batteriebilge einen neuen Anstrich erhalten.
Dies gelingt innerhalb der nächsten zwei Arbeitstage und wir erkennen erste Erfolge – langsam nährt sich das Eichhörnchen.

Sibylle und ich wollen heute mal nicht „typisch griechisch“ essen – die Mezedes – Kultur hat als Hauptbestandteil die Vorgehensweise, viele kleine Gerichte zu bestellen, diese in die Mitte des Tisches zu stellen und alle Personen am Tisch greifen zu und teilen das Essen.
Aus meiner Sicht ist dies eine sehr schöne Art mit Freunden an einem Tisch zu sitzen und zu essen, wenn ich auch merke, dass sich viele Nordeuropäer damit plagen.
Heute dinnieren Sibylle und ich alleine, wir entscheiden daher nach Panteli ins „Tzouma“ zu fahren, kurz ins Meer zu springen und dann dort auch gleich zu Abend zu essen.

Es war ein schöner Abend, wir saßen gemütlich am Meer, alles war zwanglos und entspannt.
Es war nicht allzu spät, als ich Sibylle nach Hause bringe, ich nutze die gewonnene Zeit dann immer an Bord von ELOWYN um Recherche zu betreiben und Bestellungen abzusetzen.
Apropos Bestellungen, es war ein langwieriger Prozess, bis wir die richtigen Batterien für ELOWYN gefunden hatten.
Die Vorgaben waren klar – LiFePo4, 24V, mindestens 300Ah, Lieferung nach Griechenland möglich.
Die Herausforderung waren die Maße, die beiden Akkugiganten sollten zusammen in EIN Batteriekompartement der Algro 68 passen, das andere sollte danach frei bleiben.
Am Ende reduzierten sich die Angebote der im Markt üblichen Verdächtigen nach und nach, so dass zum Schluss nur ein Anbieter übrig blieb – Humsienk.
Eine Firma, die kaum jemand kennen dürfte, die jedoch in der Retroperspektive einen Top-Service und eine echt ansprechende Batterie lieferte.
Zurück zum gegenwärtigen Geschehen, Sibylle und ich sitzen am Folgetag im Cockpit von ELOWYN, trinken einen Kaffee und planen den Tag als ein kleiner Hubschrauber über der Marina kreiste…

Schnell haben wir bemerkt, dass der kleine Heli nicht nur kreiste um den Ausblick zu genießen.
Die Maschine reduzierte ihre Flughöhe und setzte, deutlich erkennbar, zur Landung in der Marina an.
Ok, das haben wir jetzt auch nicht alle Tage. Ihr könnt euch vorstellen, dass alles was Beine hat zusammenlief, um das Spektakel zu beobachten…


Na und wer lässt hier seine Familie ausfliegen? Genau, der Mann, der des nächtens das Meer blau illuminiert – „wer ko´ der ko´“ wie wir in Bayern sagen.
Naja, auf jeden Fall reisen die Damen der Familie standesgemäß und alle anderen Yachties, egal wie groß und teuer ihre Schiffe sind, haben heute gesehen, dass es immer noch Luft nach oben gibt.

Als Sibylle und ich zurück auf ELOWYN gehen, kommen wir an LIPSOS vorbei, ein Boot welches ich schon lange beobachte – sie steht sich tot, solche Boote sind die wirklich interessanten in der Angebotspalette, aus Käufersicht…

Sibylle und ich wollen heute noch etwas tun. Wir waschen das Deck von ELOWYN und ich beschließe, mich der Problematik der kleinen Distanzringe an den Lukenverschlüssen zu widmen.
Diese sind übrigens ein Paradebeispiel für mein tägliches Tun – klar, ein Extremfall, welcher aber deutlich zeigt, wie komplex so eine Reparatur sein kann.
ELOWYN ist mit Lewmar Luken ausgestattet, das ist Standardware. Die Edelstahlgriffe sind schon nicht mehr Standard und sehr schwer im Internet zu finden.
Volker hat mir die Angabe gemacht, dass „…am Lukengriff so ein Ringerl gebrochen sei…“, dieses habe ich rasch gefunden, einen Reparatursatz für den Edelstahlgriff kann ich aber auch nach langer Recherche nicht finden.
Die Frage, ob die Ringe die gleichen wie die am Plastikgriff sind, bleibt zunächst offen…


Ich habe einen Lieferanten für Lewmar Teile und kontaktiere diesen. Er kann mir die Ersatzteilnummer nennen, auch Preis und Lieferzeit.
Auf Basis dessen recherchieren wir beide die Verfügbarkeit. Ein Händler in Schweden hat sie auf Lager, liefert aber nicht nach Deutschland oder Griechenland.
Bei den griechischen Händlern bekomme ich sie nicht, der Importeur in Athen müsste beim Hersteller ordern.
Ebenso mein Händler in Deutschland, dem ich dennoch den Auftrag gebe – Verpackungseinheit 50Stück, Lieferzeit 3-4, nicht Wochen, MONATE!
Meine Aufgabe jetzt – ein temporäres Ersatzteil für die Luke finden oder fertigen lassen.
Das alles für einen Artikel, welcher im Verkauf rund 60ct kostet und einen Materialwert von vielleicht 1ct hat.
Na egal, ich freue mich heute auf den Abschluss des Tages, wir gehen mal wieder ins „Tis Kakomoiras“…

Hier sind wir mit Esther und Giannis verabredet. Das schweizerisch-griechische Paar lebt im Sommer auf Leros und hat mit der Bootsszene nichts zu tun.
Das ist dazwischen sehr angenehm, denn wir haben vollkommen andere Themen als sonst und quatschen an diesem Abend über Gott und die Welt.
Ein wirklich schöner Ausklang für einen verrückten Tag, welcher am Ende nicht wirklich produktiv war.
Am nächsten Tag nimmt mich Sibylle in die Pflicht. Sie hat unseren Freunden Brigitte und Hans versprochen, dass wir während der Abwesenheit der Beiden ihre Pflanzen im und am Haus wässern würden.
Heute war es soweit, der erste Einsatz wurde heute fällig.
So fahren wir zusammen nach Crithoni und beginnen die von der Hitze gebeutelten Pflänzchen zu gießen.
Sibylle im oberen Garten und im Haus, ich im unteren Garten…




Ihr fragt euch vielleicht schon geraume Zeit, mit was sich Sibylle die Zeit vertreibt, wenn ich an den Schiffen werkle.
Nun, sie trifft sich natürlich mit unseren Freunden, geht mal wandern oder spazieren – oft nimmt sie auch Merlin mit oder geht, da Petra ja jetzt ebenfalls hier ist, mit ihr und dem Crewterrier der LIBERTÉ eine Gassirunde.
Ab und an bietet sich die Gelegenheit bei einem Kulturevent teilzunehmen, wie zum Beispiel bei einer geführten „Kräutertour“ von „Caserma of Herbs„.
Sie kommt dann voller Eindrücke zurück und hat mir daher ein paar Bilder zur Verfügung gestellt, um sie mit euch zu teilen…











Zugegeben, bei 35°C über die trockenen Felder und Wiesen von Leros zu laufen gehört nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen.
Da die Zeit drückt, beschäftige ich mich gar nicht weiter mit Alternativen zu meiner „To-Do“ Liste, sondern ich bemühe mich redlich, diese Tag für Tag abzuarbeiten.
Hans Peter und ich fahren daher zusammen ins Haus, holen weitere Materialien und Zubehör aus seinem Einkauf und nehmen bei dieser Gelegenheit mein Werkzeug mit – dann geht es los…




Wir kommen gut voran und können so innerhalb von zwei Arbeitstagen die komplette 230V Seite optimieren, die Kabel anpassen und neu verlegen, einen neuen FI einbauen und alle Verbraucher richtig anschließen.
Die alten Lüsterklemmen und Billig-Verteilerdosen fliegen raus und werden durch Wago-Klemmen und Peba-Verteilerdosen ersetzt.
Zudem schaffen wir es, die Batterien parallel zusammen zu hängen und somit das Ausbalancieren der einzelnen Akkus zu starten.
Wir crimpen zudem lange Anschlusskabel um den neuen „Victron Multiplus II“ an die Notbatterie anzuschließen, denn auch diese will zwischenzeitlich geladen werden.
Heute haben sich Sibylle und ich ein feudales Dinner zu zweit verdient – wir haben uns einen Tisch im „Navarone“ zur Sushi-Night reserviert.
Weil wir etwas zu früh dran waren, eröffnen wir den Abend mit einem Aperitif im „Mocal“.







Der Abend war schön er schreit nach einer Wiederholung, welche es wohl dann zusammen mit unseren Freunde aus Österreich geben wird.
Wir brechen spätabends auf, ich bringe Sibylle noch nach Xirokampos, dann fahre ich zufrieden zurück auf ELOWYN.
Dort gehe ich übrigens nicht sofort ins Bett – ich folge meinem täglichen Ritual, welches mich die nötige Bettschwere erreichen lässt.
Dazu gehört eine kalte Dusche an Deck des Schiffes und dann ein letztes Bier.
Habt im Sinn, dass es zu dieser Zeit abends um 23.00 Uhr gerne noch knapp 30°C hat – beim Duschen kühle ich mich runter, so kann ich perfekt einschlafen.
Dieses „Sommerritual“ am Abend hat nahzu den gleichen Wichtigkeitsstatus erreicht wie meine ganzjährige Tasse Kaffee am Morgen.
Bevorzugt zwei Tassen, aber ohne die „Initialtasse“ geht überhaupt nix…

Naja, und nach dem Kaffee, meist so gegen 10.00 Uhr, treffen sich Hans Peter und ich, um uns dem täglichen Wahnsinn hinzugeben.
Heute steht mal wieder ELOWYN am Programm, wir haben uns auf die Fahne geschrieben, den wichtigen Punkt „Duschgelkörbchen an der Außendusche / Badeplattform anbringen“ zu finalisieren und abzuhaken.
Ich hatte das Körbchen schon entsprechend angepasst, unsere Aufgabe heute daher „nur“ zwei Löcher bohren.
Dumm nur, wenn dafür aus Platzgründen der WILLI raus muss…



Als dieser Job erledigt war, haben sich HP und ich eigenen Aufgaben gewidmet.
Er kümmert sich stetig um Vorbereitungsarbeiten rund um seine Elektroinstallation, so dass wir die gemeinsame Zeit auf LIBERTÉ möglichst optimiert nutzen können.
Ich hatte heute eine Verabredung mit einem Verkäufer eines kleinen Kompressors, auf dessen Verkaufsannonce ich mich als Interessent gemeldet hatte.
Dafür musste ich zuerst wieder die GS gegen den Fiat tauschen, denn ich vermutete, dass der kleine Luftpresser schon Platz in Smurfys Kofferraum finden würde.

In meiner Garage eine Panne! Ich wollte Platz für den Kompressor schaffen und hatte mir dafür überlegt, den Yamaha Außenborder in die hintere Ecke zu räumen.
Nachdem ich Hans Peters alte Segel ins Haus gebracht hatte und die Ecke frei war, konnte ich den 15PS Zweitakter, welchen ich mir „für später“ aufhebe, gut platzieren – allerdings wäre es ein Wunder gewesen, wenn hier alles reibungslos geklappt hätte…


Na egal, das ist jetzt nicht wichtig – ich habe die Sauerrei aufgewischt und den Kompressor an einen idealen Ort stellen können.
Somit habe ich jetzt stets Pressluft im Haus, das klingt banaler als es ist, Druckluft kann man bei technischen Arbeiten immer mal wieder gebrauchen.
Da ich Smurfy ja schon im Einsatz hatte, durfte er gleich noch bis morgen bleiben.
Die Lithiumbatterien für ELOWYN waren nämlich inzwischen angekommen und gestern wurde mir EINE davon per Spedition in die Marina gebracht.
Das Pakettracking zeigt mir an, dass die Zweite heute ankommen würde.
Da ich die Spedition ohnehin noch bezahlen muss, fahre ich in den Hafen von Lakki und hoffe, meine zweite Batterie gleich mitnehmen zu können.
Und siehe da…


Ich kann den zweiten Akku abfangen, bevor er in den LKW gepackt wird. Beim Chef bezahle ich die Transportkosten und bin somit entlastet.
Ich bin froh, dass die neuen Akkus endlich da sind, das Energiemanagement auf ELOWYN wird immer schwieriger, meine Notbatterie droht täglich in sich zusammenzubrechen.
Da man die Batterien aber nicht einfach austauschen kann – auch bei ELOWYN nicht – werden noch ein paar Tage ins Land gehen, bis der Umbau tatsächlich vollzogen ist.
Hoffen wir, dass die Notlösung noch so lange mitspielt!
Kleiner Spoiler – tut sie nicht!
Für heute werde ich nicht noch mehr tun. Unsere Freunde Melanie und Jörg nebst Filius Lukas und Bordhund Mira, sind heute Nacht mit dem Auto angekommen um ihren Jahresurlaub auf INSPIRATION zu verbringen.
Wir haben einander viel zu erzählen, helfen beim ein oder anderen Handgriff und verabreden uns zum Dinner im „To Steki“ in Alinda.
Wirt Dimitris ist ein „Petrolhead“ wie ich und liebt seine Enduro…

Das Motorrad ist aus den 80ern, trifft also genau meine Zeit. Er hat es in den vergangenen Monaten aufwändig herrichten lassen.
Das Ergebnis zeigt mir, was auf Leros alles möglich ist, wenn man die richtigen Leute kennt.
Ich denke an meine Pläne mit Crawler und Smurfy und erzähle auch Dimitris davon. Ich hoffe auf seine Unterstützung wenn es irgendwann los geht.
Wir essen einmal wieder sehr lecker und beenden den Abend spät – die Freunde halten trotz der langen Anreise erstaunlich gut durch.
Da wir alle zusammen mit Jörgs VW-Bus gekommen waren, bietet er noch an, Sibylle nach Xirokampos zu fahren.
Das wäre nicht nötig gewesen, aber Sibylle nimmt dankend an.
Und genau das waren die entscheidenden Meter zuviel – denn am nächsten Morgen…

Was für ein Scheiß – uns ist klar, dass man einen Reifen dieser Kategorie auf Leros nicht „im Vorbeigehen“ kaufen kann.
Bestellen wäre sicher möglich, aber der Wagen wird gebraucht.
Reparieren kann man so etwas auch – technisch gesehen – aber es ist nicht statthaft und würde somit in Deutschland rigoros abgelehnt werden.
Wir ahnen, dass es in Griechenland eine gewisse Chance auf eine Reparatur gibt, dann würde die Heimfahrt der Familie aber unter unter strengen Regeln und mit einem gewissen Restrisiko stattfinden.
Wir müssen die Sachlage behirnen – und das machen Bayern gerne bei einem traditionellen Frühstück…

Wir finden die Lösung mit Hilfe von Vivi Mavroudis. Sie schickt einen Mitarbeiter mit einem Kompressor (ahaahhh!) und wir füllen den Reifen richtig prall an.
Das Kalkül – mit dieser Luftmenge sollte es möglich sein, bis zur Tankstelle der Familie Mavroudis zu fahren.
Der Plan geht auf, Jörg kommt sicher an und die Reparatur startet umgehend.
Bereits 20 Minuten später können wir zurück in die Marina fahren, der Schaden ist zunächst behoben, die finale Lösung wird in Deutschland stattfinden.
Hier trennen sich unsere Wege zunächst, heute Abend treffen wir uns aber noch einmal zu einem gemeinsamen, lang geplanten Dinner.
Fotosession! Sibylle und ich machen eine Momentaufnahme um Enkelchen Timo zum Geburtstag zu gratulieren.
Die Eltern müssen die Grüße an den Knirps ausrichten, das klappt am besten mit einem Foto.

Ein komischer Tag – irgendwie war er schon vorbei, bevor er überhaupt angefangen hat.
Sibylle bestimmt, dass wir noch einmal das Deck von ELOWYN abwaschen, dann läuten wir den verfrühten Feierabend ein, um uns für das geplante Dinner im „Pirofani“ frisch zu machen.
Melanie und Jörg waren während unseres Deutschlandaufenthaltes herzliche und großzügige Gastgeber.
Wir waren Geburtstagsgäste, haben uns darüber hinaus mehrfach getroffen und durften zu einem letzten Weißwurschtfrühstück ihre Gastfreundschaft genießen.
Zudem hatten wir ja noch die gemeinsame „Montagesession“ meines Solarmoduls auf Crawler´s Dach.
Es war mir ein sehr großes Anliegen, zumindest einen Teil davon zurückgeben zu können – die Einladung ins „Pirofani“ wurde daher schon in Deutschland fixiert. Heute war es soweit!



Ich bleibe dabei – von den Tavernen jenseits des „Mylos“, bleibt das „Pirofani“ meine erste Wahl.
Die weiteren Plätze meiner Top-Five belegen das „Serza“ in Merikia, Dimitris´ „To Steki“ in Alinda, Xristos´ Meze Lokal „Tis Kakomoiras“ in Vromolithos und in direkter Nachbarschaft „Dimitris o´ Karaflas“.
Das ist KEIN Ranking! Es kommt immer darauf an, auf was man gerade Appetit hat und mit wem man wie sitzen und dinnieren möchte.
Auch die Bereitschaft Geld auszugeben spielt dabei eine große Rolle.
Ja, ich weiß, die Liste scheint unvollständig, denn was ist zum Beispiel mit der „Ouzerie o´ Sotos“ in Drimonas oder dem „Navarone“ in Agia Marina?
Top-Adressen, ein wunderschönes Ambiente, gutes Essen, perfekter Service – aber wir nutzen zum Beispiel das „Navarone“ eher um den Motto-Nights zu folgen, weil WIR finden, dass es über die gesamte Bandbreite bessere Alternativen gibt.
Das „SouVLakki“? Ja, perfekt! Das von uns am häufigsten besuchte Lokal und die erste Adresse für Giros & Co.
Aber eben keine klassische Taverne.
Die kleine Taverne von Marietta? Natürlich! Eine tolle Adresse für jede Gelegenheit!
Last not least – dies spiegelt ja nur unsere Meinung wieder. Je nach Jahreszeit und Stimmung ändert sich auch unser Blickwinkel immer mal wieder.
Der neue Morgen startet entspannt…

Ich kann bis etwa 09.00 Uhr rumwurschteln, dann bin ich mit dem A-Team in Xirokampos verabredet.
Alex befürchtet ein Motorproblem auf ANAHITA, denn er hat festgestellt, dass der Motor nicht in der Lage ist, mit seiner Abwärme das Brauchwasser im Boiler zu erhitzen.
In der Folge befürchtet er nun ein Kühlproblem, denn es hat auch etwas Kühlmittel gefehlt – dieser Thematik wollen wir auf den Grund gehen.
Der Freund holt mich mit dem Tender pünktlich am Steg ab und wir fahren auf die vor Anker liegende Delta 46.
Für die nächsten paar Stunden knien wir vor dem Motor und strecken unsere Oberkörper in den Motorraum.


Man sieht schon – voller körperlicher Einsatz! Was am Finger in wenigen Minuten verschwunden sein wird, holt mich morgen ein.
Ich habe von morgen an ziemliche Probleme in meiner rechten Flanke entlang des Rippenbogens.
Entweder war des stundenlange Liegen auf der Motorraumkante mit dem Druck meines Körpergewichtes einfach zuviel für meine Muskeln, oder ich habe in dieser Phase einfach etwas übertrieben mit Ouzo, Eiscreme und scharfen, fetthaltigem Essen.
In jedem Fall plagt mich von nun an ein latentes Ziehen unter meinen rechten Rippen – mal mehr, mal weniger, aber immer nervig bis schmerzhaft.
Ich probiere täglich neue Lösungsansätze und stelle mich nachts mit Ibuprofen ruhig.
Kein idealer Zustand – zumal die Option „körperlich schonen“ im Moment keine Alternative ist.
Doch heute ging es mir ja noch gut…

Der Abend klingt beim gemeinsamen Essen mit dem A-Team und der Crew der INSPIRATION aus.
Wir haben uns heute für das „Aloni“ in Xirokampos entschieden und lassen den Tisch reichlich anfüllen – wir essen griechisch, alles kommt in die Mitte, wir teilen untereinander.
Ja, solche Tafeln sind „gefährlich“ für mich – ich esse das Quäntchen zuviel, genehmige mir einen Ouzo mehr als vernünftig und immer stehen scharfe oder fetthaltige Leckereien auf dem Tisch, bei denen ich einfach nicht Nein sagen kann.
Auch dieses Abendessen könnte der Tropfen gewesen sein, welcher das Fass zum Überlaufen brachte, respektive meiner Leber oder meiner Gallenblase das Leben schwer macht.
Vielleicht war es auch eine Mischung aus beidem – ich gelobe jedenfalls Besserung! Morgen…
Der Wind, der Wind, das himmlische Kind – der Atem des Aeolus steht bei uns derzeit unter emsiger Beobachtung…

Der Wind ist in der Ägäis immer das Zünglein an der Waage – im Sommer wie im Winter macht er Temperaturen erträglich oder lässt sie unangenehm erscheinen.
Zuviel Wind ist nicht gut! Die Segler suchen Schutz, die Marina ist voll. Das ewige Gesäusel dröhnt irgendwann in den Ohren, nix bleibt dort liegen wo es soll.
Zuwenig Wind lässt die Temperaturen nach oben schnellen und sehr bald am Tag wird die Hitze unerträglich.
Ein bisschen Wind wäre schön, eine leichte, stetige Brise – leider gibt es diese nur sehr selten.
Wir warten derzeit auf eine Windpause, auf einen Tag mit nahezu Flaute. Warum das? Weil wir bei ELOWYN das noch auszutauschende Fall in den Mast ziehen wollen und dann die Genua setzen wollen.
Alles ist vorbereitet, der perfekte Tag scheint am kommenden Dienstag zu sein.
Die Helfer werden in Bereitschaft gesetzt…
Bis zum Dienstag können wir weiter an den parallel laufenden Lithium-Projekten auf ELOWYN und LIBERTÉ arbeiten.
Auf ELOWYN muss jetzt endlich der alte Batterie-Schrott raus…




Möglich macht diese Aktion eine Einstellung an den 13 Jahre alten Victron „Skylla-i“ Ladegeräten.
Ich war schon überrascht, dass diese Geräte tatsächlich die neuen Lithium Batterien laden können, noch mehr freut es mich aber, dass sie eine permanente Stromzufuhr zur Verfügung stellen können.
Das Ladegerät stellt dann 24V Dauerstrom zur Verfügung und macht den Umweg über eine Batterie obsolet.
Das gibt mir nun die Möglichkeit die alten Batterien und deren Verkabelung restlos zu entfernen um den Platz für die neuen Akkus zu schaffen.
Da außer mir niemand an Bord ist, lasse ich das Ladegerät offen – ich muss es später noch an die neuen Batterien anpassen.

Ich bin für heute zufrieden und strecke meinen Kopf aus dem Niedergang – exakt in dem Moment als die INSPIRATION ausläuft.
Wir winken uns zu und wissen, dass wir uns heute Abend noch einmal im „Aloni“ treffen werden.
Dann werden sich unsere Wege für die Dauer des Urlaubs der Freunde trennen.
Für die INSPIRATION heißt es zunächst also „Kurs Südbucht Xirokampos“!


Für mich passt es bis hierhin. Ich gehe mit Sibylle auf einen Kaffee ins „Skipper´s“, dann fährt meine Frau zurück nach Xirokampos um so langsam ihre Reise nach Deutschland vorzubereiten.
Ich dagegen verhole mich auf Hans Peters LIBERTÉ um dort etwas Staub aufzuwirbeln – weiter geht´s mit dem LiFePo4 Projekt!
Heute beschäftigen wir uns noch einmal, dafür aber abschließend, mit der 230V Seite.
Für die perfekte Funktion, so war mir beim Grübeln eingefallen, könnte man die Kabel etwas anders klemmen.
Nachdem ich meine Idee mit HP besprochen hatte, diese für gut befunden war, machten wir uns umgehend ans Werk…

Immer nachdem wir das definierte Tagesziel auf LIBERTÈ erreicht haben, setzen sich HP, Petra und ich im Cockpit noch auf ein Glas Wasser zusammen.
Wir besprechen den Status Quo und legen das Ziel der nächsten Arbeitseinheit fest.
Gleichzeitig terminieren wir den nächsten Einsatz, so ist sicher gestellt, dass niemand überrumpelt wird.
Heute sind wir durchaus zufrieden. Die 230V Seite ist fertig und funktioniert – auf LIBERTÉ gibt es wieder Wechselstrom über den Landstromanschluss.
Der Multiplus ist voll einsatzklar, aber gleichstromseitig noch auf die Notbatterie geklemmt.
Die Batterien stehen an Ort und Stelle und sind miteinander verbunden.
Der nächste Schritt ist das Umklemmen – und just bei diesem Gedanken fällt mir eine kleine Hürde, naja, man könnte auch sagen ein Problem auf…

Hans Peters Gerät ist ein „Multiplus II“ aktueller Bauart. Bei diesem Gerät kann der Batterietyp und die dafür voreingestellte Ladekurve nicht mehr mittels Dreh- oder DIP-Schalter eingestellt werden.
Da das Gerät selber nicht Bluetooth fähig ist, muss entweder über einen Victron „Cerbo“, welcher als zentrales Gehirn dient, oder über ein PC Programm eine Verbindung hergestellt werden.
Der Haken an der Sache – ein „Cerbo“ nebst Bildschirm kostet schnell mal 400.-€ und ist auf der Insel nicht verfügbar.
HP und Petra haben anderseits keinen Windows Computer auf dem sie die Software „Victron Configure“ laden könnten, zudem fehlt uns das Anschlusskabel, auch dies ist nicht auf der Insel erhältlich, kostet aber nur 60.-€.
Was tun sprach Zeus? Wir verordnen uns eine Nacht darüber zu schlafen und würden morgen entscheiden.
Ich gehe zurück auf ELOWYN und investiere noch eine halbe Stunde – zumindest der fehlende Windows Rechner und „VE-Configure“ sollen kein Hindernis für uns sein…


Jetzt muss ich aber los – ich möchte heute früher im „Aloni“ sein, denn ich war noch nicht Baden und habe mir vorgenommen, dies am Strand in Xirokampos nachzuholen.
Dann würde ich mit Sibylle ein Bier trinken und auf die Ankunft der anderen warten.
Die Crews der ANAHITA und die der INSPIRATION werden ja heute mit den Dinghys shutteln, denn beide Schiffe liegen hier an einer Boje.


Gemeinsam erleben wir einen schönen Abend – dann aber heißt es Abschied nehmen.
Die INSPIRATION legt morgen zu einem vierwöchigen Törn in die Zentralägäis ab, die ANAHITA wird übermorgen in die Marina zurückkehren um einen sicheren Platz zu haben, denn es soll weiter an den anlägigen Projekten gearbeitet werden – zudem steht auch bei Antonia ein mehrwöchiger Deutschlandaufenthalt an.
Am nächsten Tag wechselt der Schauplatz des Geschehens, Inhalte und Protagonisten bleiben weitgehend die Gleichen.
Nachdem ich Sibylle meine Wäsche gebracht habe, denn sie wird „…das letzte Mal waschen…“, packe ich zusammen mit Hans Peter die neuen Lithium Akkus von ELOWYN an Ort und Stelle.
Was hier so schnell getippt ist, war durchaus aufwändig. Abermals muss ich die Treppe komplett abbauen um dann die gigantischen Akkus an ihren Platz zu heben.
Irgendwie bekommen wir es hin, zusätzlich kann ich einen neuen Haltegurt einbauen – geschafft!

Hans Peter verabschiedet sich nach dieser Aktion, er hat auf seinem Schiff genug zu tun.
Ich will an diesem Tag noch etwas weiter kommen und crimpe mir die Verbindungskabel zwischen den beiden Batterien und die neuen Kabelschuhe für die Anschlusskabel der Versorgungsleitungen.
Danach kann ich die Treppe wieder komplettieren und „klar Schiff“ machen.
Im nächsten Schritt werde ich die Akkus anschließen und die Peripherie, das heißt das Ladegerät und den MPPT Solarregler auf die LiFePo4 Anforderungen umstellen.
Doch jetzt heißt es erst einmal sich auf morgen zu konzentrieren, denn morgen ist „der große Tag“, wir ziehen das neue Genuafall in den Mast.
Treffpunkt 09.00 Uhr auf ELOWYN!
Alle kommen pünktlich – es geht nach einer kurzen Besprechung sofort los…






Was ist denn jetzt eigentlich so umständlich hier???
Nun, „normale“ Segelboote haben ein Fall für das Vorsegel, welches bei abgeschlagenem Segel vom Cockpit aus den Mast nach oben geht und entlang dem Vorstag wieder nach unten – es ist also ein paar Meter länger als die doppelte Mastlänge.
Das bedeutet bei großen Yachten, dass Leinen mit 70 Meter oder mehr in entsprechendem Durchmesser laufen – die sind aber dann so schwer und wuchtig, dass man sie nicht mehr handeln kann.
Daher verwendet man Falle, die nur so lang sind wie der Mast und an einem Schlitten eingehängt werden, sobald das Segel oben ist.
Um bis hierher zu kommen, werden dünnere, hochfeste „Hilfsfalle“ verwendet, welche jeweils an- und abgebunden werden.
In unserem Fall muss mit einer Pilotleine, welche wir von oben durch den Mast führen, ein Dyneema-Hilfsfall eingezogen werden.
Mit diesem ziehen wird dann das Genuafall MIT Segel nach oben ins Top.
Alles klar soweit? Nein? Macht nix…
Antonia, Petra und ich sind Deckshände – die Frauen führen die Sicherungsleinen ihrer Männer und ich trage die Verantwortung.
Einer muss ja…
Und klar, Fotos machen wir auch!





Nachdem wir die akute Herausforderung bezüglich des eingespleißten Auges im Masttop haben lösen können, war es Zeit, dass wir Hans Peter erlösen und seinen Abstieg einleiten.
Der Freund kam sicher wieder an Deck an.
Das Problem war rasch erklärt – Volker hatte die Augen im Fall minimal größer spleißen lassen.
Genau dieser Millimeter hat das Auge oben klemmen lassen und ein wenig Nachdruck nötig gemacht.
Mit der Hand konnten wir die mächtige Leine weder durchdrücken noch durchziehen – die Winsch hat aber kurzen Prozess gemacht und dass Auge durch den oberen Slot gezogen.
Ich hatte schlimmste Befürchtungen bezüglich des Ausgangsslots – daher ist Alex noch einmal an seine Position.
Aber hier gab es keinerlei Probleme…




Das Fall darf leider nicht länger sein, es würde sonst zu lang für den Schlitten am Mast sein und ließe sich nicht mehr durchsetzen.
Alles ist etwas knapp, aber machbar. Irgendwie bekommen wir es hin, dass wir kurze später das Kommando „heiß auf die Genua“ geben können…



Ein letztes Mal müssen wir eine Lösung erdenken. Die Genua ist nun mit dem Fall nach oben gezogen worden – es ist mächtig Zug auf den Leinen, denn das Segel ist sehr schwer.
Auf der Winsch liegt noch das Hilfsfall, denn wie erklärt, reicht das Fall ja nur bis zum Schlitten wo es eingehängt werden muss.
Nun müssen wir das Hilfsfall entlasten um den Knoten zu öffnen, gleichwohl darf die Spannung am Fall nicht nachlassen.
Wir können dann den Schlitten einhängen und mit dem Hilfsfall den Schlitten ziehen und spannen.
Auch dieser letzte Schritt gelingt und so können wir gegen Mittag die Genua einrollen und Vollzug melden.
Geschafft – WITH A LITTLE HELP FROM MY FRIENDS, ohne die solche Arbeiten nicht möglich wären. Ich danke euch allen!
Wir trinken zusammen ein Kaltgetränk, dann löst sich die Arbeitsgemeinschaft auf.
Ich mache noch „klar Schiff“ auf ELOWYN und verräume das ganze Leinenwirrwarr.
Es vergeht einige Zeit bis alles wieder an Ort und Stelle ist und wieder Bordordnung herrscht.
Danach setze ich mich auf meine GS und fahre zu Giorgos…

Ok, ich glaube es waren keine Worte notwendig – ihm war klar, dass er mich ganz blöd versetzt hat.
Mir ist klar, dass ich auf seine Hilfe angewiesen bin und er in dieser Phase des Jahres auch wichtigere Dinge zu tun hat.
Es war ein Kommunikationsproblem, ein Thema, welches die Griechen einfach nicht gut beherrschen.
Ich bin inzwischen viel besser im Verstehen von griechischen Codierungssätzen, aber immer noch weit davon entfernt zu erkennen, dass „tomorrow morning“ irgendwann in vier Tagen bedeuten kann.
Egal, ich hole das Ersatzteil und gönne mir am Heimweg ein Eis auf den gelungenen Tag!

Heute Abend sind Sibylle und ich ins „Avli tou Kritikou“ eingeladen – also in den Garten Kretas.
Das ist das Lokal gegenüber der Marina. Es wird inzwischen sehr gut angenommen, das Essen ist gut.
Beim Service und der Karte ist noch Luft nach oben, aber wenn man es weiß, stellt dies kein Problem dar.
Einladende waren Hannah und Heiner von der DAMIANA und Sibylle und ich nehmen die Einladung gerne an.
Ich war so positiv überrascht vom Verlauf des Abends – ich wusste, dass Heiner ein Stimmungsmensch sein kann, war bei Hannah aber nicht sicher.
Umso mehr war ich begeistert, wie Hannah eine Geschichte nach der anderen herausfeuerte und ich konnte den Abend richtig genießen – das Bild wie sie mit einer Freundin in den 80er Jahren in einer Ente auf die Chalkidiki fährt 😉 …
Um auf der sicheren Seite zu bleiben, gönnen Sibylle und ich uns ein ganzes Hendl nebst Salatbegleitung.

Ein letztes Mal im August fahre ich Sibylle abends nach Xirokampos.
Die Luft ist lau, ich genieße die Motorradfahrt.
Ich setze meine Frau ab und verabrede mich mit ihr für den nächsten Tag um 11.00 Uhr.
Es ist ihr Abreisetag, zudem wollen wir am Weg im Haus von Brigitte und Hans noch einmal die Pflanzen gießen.
Wir planen, einen gemeinsamen Kaffee in Agia Marina zu trinken, dann würden sich unsere Wege für diesen Monat trennen.
Sibylle muss sich um ein paar private Angelegenheiten kümmern und wird am 70. Geburtstag eines Freundes teilnehmen.
Mir bleibt die Teilnahme an der Hochzeitsfeier von griechischen Freunden hier vor Ort.
Am nächsten Morgen fahre ich zum Haus und tausche die GS gegen Smurfy, dann finde ich mich pünktlich in Xirokampos ein…

Sowohl im Haus der Freunde als auch bei der Umsetzung des Kaffeeplans gab es keine Probleme.
Wir waren sehr gut im Zeitplan und hatten noch allerhand Zeit uns abzustimmen.
Dann hörte man das Tuten der Fähre in der Ferne und es war an der Zeit sich in den Hafenbereich zu begeben.
Sibylle muss sich anstellen und ich kann noch mit der Tasche mitrollern – dann heißt es Abschied nehmen.
Als ich ihr „gute Reise“ wünsche und sie zustimmend nickt, ahnt sie nicht, dass sie ihren Personalausweis nicht im Geldbeutel hat – das würde ihr ein paar Stressmomente bereiten.



Was war passiert? Ich nehme vorweg, das wird sich bis zum Ende des Monats nicht klären.
Auf jeden Fall erzählt mir Sibylle, dass sie im Moment in dem sie beim Check-In zielsicher im Geldbeutel nach ihrem Ausweis greift, eben diesen nicht angewohnter Stelle findet.
Natürlich durchwühlt sie alles und sucht wie verrückt – aber die Suche bleibt erfolglos.
Nachdem das erste Adrenalin abgebaut war, haben tatsächlich die Behörden miteinander telefoniert und sich auf die Erstellung eines Ersatzdokumentes geeinigt.
Das mag unspektakulär klingen – aber dass dies innerhalb so kurzer Zeit in Griechenland umgesetzt wird, ist alles andere als selbstverständlich.
Inzwischen hat Sibylle einen neuen Personalausweis beantragt, sie reist mit ihrem Reisepass zurück, den Antonia ihr aus Griechenland mitgebracht hat.
Der alte Personalausweis bleibt verschwunden, eine Verlustanzeige musste gemacht werden – Sachen gibt´s!!!
Ich besinne mich auf meine „To-Do“ Liste und nehme mich des nächsten Punktes an…

Es war eine große, an ein Wunder grenzende Überraschung für mich, dass das Team von „Naval“ in Lakki das Teil vorrätig hatte.
Ich bin somit gewappnet, diese Reparatur ohne weiteren Aufwand zu erledigen.
Auch ein Blick auf meinen Batteriemonitor macht mir Freude – die neuen LiFePo4 Akkus hingen über Nacht an dem leistungsoptmierten Ladegerät und haben einen Ladezylus durchlaufen.
Auf dem Monitor passt der Akkustand nun exakt, ich kann das Ladegerät abschalten und die neuen Energieträger erstmals unter Last entladen – sofort schalte ich den Cockpitkühlschrank dazu.

Wieder etwas geschafft! Ich bin zufrieden und beschließe mir heute noch einmal einen der leckeren Burger am Panteli Strand zu gönnen.
Diese Idee wurde ausgelöst von einer Alarmmeldung unseres Freundes Hans, er hat die Verbindung zu seiner Solaranlage verloren und nun kein gutes Gefühl, wenn er in Österreich nicht Herr der Situation ist – zumal der Grund für den Steuerungsabbruch ja nicht bekannt ist.
Er bittet mich also, kurz in Crithoni nach dem Rechten zu sehen – und diesen Gefallen tu´ ich ihm gerne.
Es bietet sich dann förmlich an, am Rückweg in Panteli ins Meer zu springen und dann den Tag beim Dinner in erster Reihe zum Meer ausklingen zu lassen.


Erstaunlich – die ausgeschalteten Sicherungen waren alle so gewollt.
Am Ende stellt sich heraus, dass sich lediglich der Router aufgehangen hatte.
Ein banaler Fehler mit großer Wirkung – sei´s drum, ich konnte das Gerät neu starten und bei unseren Freunden im fernen Österreich Freude auslösen.
Wenn es doch immer so einfach wäre.
Ich breche ab und fahre weiter zum Panteli Beach..


Alleine bin ich immer früher dran. Klar, man quatscht nicht mit sich selbst über Gott und die Welt, kommt nicht vom Hundertsten ins Tausendste.
Ich bin also relativ zeitig auf ELOWYN zurück und kann gerade noch das Abendrot genießen.
Es war so schön, dass ich versuche, die Eindrücke auf Zelluloid zu bannen.
Dann noch eine kühle Dusche am Achterdeck und ich bin fertig für heute…


Zum Abschluss dieses Tages wage ich noch einen letzten Kontrollblick auf meine neuen Batterien.
Die von mir gewählten „Humsienk 24V / 320Ah smart“ haben eine integrierte Bluetooth Funktion, mit welcher man mit einem Smartphone und einer App die Batterieparameter prüfen kann.
Es wäre ein wichtiger Erfolg, wenn die Werte auf der App mit denen des Batteriemonitors synchronisiert sind.
Und wie sieht´s aus???

An diesem Tag gehe ich wirklich zufrieden ins Bett – das Überraschungsprojekt „Batterien erneuern und MAL SCHNELL auf Lithium umbauen“ ist erfolgreich abgeschlossen.
Ich muss jetzt noch zwei Hölzer anbringen, welche die Batterien gegen Verrutschen sichern, aber das kann ich losgelöst betrachten.
Daher bekommt das Projekt einen fetten Haken!
Beflügelt von diesem positiven Erfolg nutze ich das „Workers High“ um am nächsten Morgen ein Thema vom Eis zu bringen, welches das Prädikat „Irrsinn des Monats“ verdient…
Mein Schriftwechsel mit der EnBW – dem Stromversorger aus Baden-Württemberg.


DREI MONATE mache ich jetzt mit der EnBW rum. Aus irgendeinem Grund habe ich keine Erstvertragsunterlagen bekommen. Mir fehlen daher ein sogenannter Telefon PIN und der „myEnBW-Key“.
Rufe ich bei der Hotline an komme ich ohne Telefon PIN nicht weiter, will ich meinen Online Zugang mit dem Vertragskonto verknüpfen, brauche ich einen „myEnBW-Key“.
Alle Versuche münden in den Lösungsvorschlag telefonisch die Hotline zu kontaktieren und den Telefon PIN bereitzuhalten.
Ich schreibe Mails – Antworten brauchen zwei Wochen und man schlägt mir vor, mein Konto im Internet zu verknüpfen – dafür müsste ich meine Telefonummer eintragen, dies sei per Telefonanruf möglich, ich soll meinen Telefon PIN bereit halten.
Ich erwidere – „ICH HABE KEINEN TELEFON PIN“! Die Antwort – dann nehmen sie bitte Kontakt mit unserer Hotline auf und halten sie den Telefon PIN bereit!
Ernsthaft – im Wortlaut…
Aaaahhhhhrgh…
Die Lösung liefert, wer hätte das gedacht, die Social Media Abteilung. Wenn man sich im Netz über eine Firma auslässt kommt sofort eine Reaktion – ein junger Mann nimmt Kontakt mit mir auf und sagt zu, eine Telefon PIN zu versenden.
Diese gibt Sibylle mir durch und ich erreiche nach über drei Monaten des Reitens gegen die Windmühlen eine reale junge Dame des Support Teams.
Nach fünf Minuten telefonieren und drei Mausklicks war mein Problem behoben – das war ja einfach. Die Lady und ich haben noch ein paar Späßchen gemacht, ich habe ihr gehuldigt wie es ihr gebührt und der Tag war gerettet.
Da habe ich gleich ausreichend Elan um ELOWYNs Solarmodule mit den neuen Batterien zu verbinden.
Ein kurzer Check und ich kann auch die Peripherieanpassung abhaken.


Na so kann es weitergehen! Ich beschließe, den heutigen Tag zur Abarbeitung von Kleinigkeiten zu verwenden.
So liegt es mir schon lang am Herzen, das von Uli für seine JASPER erstellte Verkaufsschild anzupassen.
Es war mit mir abgestimmt, dass er meine Telefonnummer anbringt, aber eigentlich wäre es mir lieber, wenn nicht Jedermann meine Nummer speichern könnte – zumal ich bei unterdückten und mir unbekannten Nummern ohnehin meist nicht abhebe.
Ich ändere die Kontaktoption also auf eine unverfängliche Mailadresse…

Danach habe ich Zeit, um auf LUMARA ein wenig mit Ellen und Dominik zu denken.
Gemeinsames Denkes führt schneller zum Ziel, etwaige Fehler werden rechtzeitig erkannt und eliminiert – so hoffen wir zumindest.
Die Beiden haben einen neuen Gas- und Schaltzug eingebaut und auch schon voreingestellt.
Ich soll nun beurteilen, ob die Einstellung so passt und ob es im Vergleich zu den Jahren davor relevante Abweichungen gibt.
Ich muss sagen, die Beiden haben ganze Arbeit geleistet – mein Anteil besteht nur daraus, kurz die Funktion zu besprechen und dem Testlauf beizuwohnen.
Alles andere war perfekt gelöst.

Weil ich dann schonmal am F-Ponton war, habe ich gleich noch mit HP seine Plus und Minus Seite der Lithium Batterien verkabelt.
Das war zwar eine Frickelarbeit die kurzen Kabel zu crimpen, aber wir waren recht rasch fertig.
Eigentlich sind wir schon recht weit gekommen, das Umklemmen der Verbraucher von der Notbatterie auf die Lithiumakkus steht kurz bevor – zuvor muss aber HPs „Multiplus II“ noch an die Batterien angepasst werden.
Da ist Alex in die Bresche gesprungen – er hat das benötigte Kabel und auch die Software, welche ich ja ebenfalls geladen hatte.
Er würde die Umprogrammierung machen, könne allerdings nicht exakt sagen wann.
Ich erkenne an diesem Tag, dass ich so ein Interface brauche, will mich aber zu dem Zeitpunkt nicht einmischen.
Insofern war mit dem Crimpen einiger kleiner Kabel das heutige Tagwerk erledigt – der nächste Arbeitstag würde der spannende aber auch aufwändigste werden!

Für mich klingt der Tag entspannt aus – ich bin bei HP und Petra zum Frikadellenessen eingeladen.
Ich frage verdutzt nach – „Frika… was?“
Hans Peter kramt nach seinen Fremdsprachenkenntnissen und übersetzt „Flaischbflannzal“ – achso, man lädt mich zum Fleischpflanzerlessen! Ja da komm´ ich doch gerne!
Wir sitzen zusammen, genießen das Essen, trinken alkoholfrei und versuchen, nicht den ganzen Abend über Lithium und Victron zu lamentieren.
Das gelingt ganz gut und so klingt der Abend gepflegt aus.
Für den nächsten Tag haben wir uns nichts vorgenommen, denn der kommende Tag steht ganz im Zeichen meiner Einladung zu einer griechischen Hochzeit.
Ich muss ein Geschenk beschaffen und besorge zunächst eine Glückwunschkarte.
Dazu, so die Idee, lege ich einen Gutschein für ein „Candle Light Dinner“, diesen kaufe ich in meinem Lieblingsrestaurant „Pirofani“.
Ich weihe Stavros in den Plan ein und bin sicher, er wird dem Brautpaar einen schönen Abend machen.
Auf dem Weg zu Stavros zeigt sich die Bucht Vromolithos mal wieder ziemlich voll…

Der Wirt des „Pirofani“ erzählt mir später, dass die ziemlich große Motoryacht Freunden des ehemaligen Ministerpräsidenten von Griechenland gehört, er wäre zu Besuch gewesen.
Naja, langsam mausert sich Leros zum VIP-Spielplatz. Das hat Vor- aber auch Nachteile.
Ich denke immer öfter über einen Kurswechsel nach, mal sehen was das Leben für Überraschungen bringt.
Na egal, für heute bin ich zufrieden, ein schönes Hochzeitsgeschenk für meine griechischen Freunde zu haben.

Da alles wie geschmiert geklappt hat, war noch ziemlich viel Tag übrig. Ich überlege mir, heute ein paar Stunden zu faullenzen, das habe ich echt lang nicht mehr gemacht.
Der Gedanke war noch nicht zu Ende gedacht, da kamen Ellen und Dominik zu mir ans Schiff.
Sie erzählen mir, dass Alex sich an der Hand verletzt hätte und sie gerne von meinem Angebot Hilfestellung zu leisten, Gebrauch machen würden.
Ja, da kann man nicht Nein sagen – „…with a little help from my friends…“ ist keine Einbahnstraße.
Und weil ich nicht in den Mast kann und Dominik kaum in den Mast will, trifft es auch Hans Peter – bei ihm ist es Nachbarschaftshilfe! 😉
Das Ziel ist klar definiert, das innere Vorstag für das Kuttersegel muss abgenommen werden – leider hat das neue Stag und die Rollanlage beim letzten Segeltörn Schaden genommen.



Jetzt aber – ein gemeinsamer Kaffee, dann muss ich los. Es heißt sich frisch zu machen und meinen „feinen Zwirn“ nebst Hochzeits-Flipflops anzulegen.
Ich wähle die schwarze Short und ein blaues Poloshirt – so kann man überall hingehen! Ok, nach meiner Definition…
Aber ich war sofort nach meiner Ankunft beruhigt – diesen Dresscode hatten sich mehrere Männer überlegt.
Bereits am Weg zur Hochzeitsfeier war eine ganz besondere Stimmung, der Sonnenuntergang tauchte die Insel wieder in ein faszinierendes Licht.


Witzig war, dass die Hochzeitsfeier in einem Privathaus stattfand, auf dessen Grundstück eine kleine Kapelle steht.
Ich kannte das Haus, denn Sibylle und ich waren seinerzeit interessiert daran, denn es stand, beziehungsweise steht zum Verkauf.
Wir haben Abstand genommen eben wegen diesem Kirchlein, denn man muss es zur freien Nutzung zur Verfügung stellen.
Heute ist eine Freundin von uns daran interessiert und hat meines Wissens nach bereits eine Kaufabsichtserklärung unterzeichnet.
Wie auch immer – hier findet heute die Hochzeit statt.
Ich teile ein paar Bilder um Impressionen zu vermitteln – bei solchen Veranstaltung gilt aber wie immer die Privatsphäre, daher ohne weitere Details…







Ich habe es genossen, wenn ich selbst auch nicht „auf Touren“ kam. Leider waren sehr wenig Stühle vor Ort, viele der Gäste haben die Feier als Stehparty angenommen, so auch ich.
Das hat natürlich erschwert, dass man sich eine passende Runde aussucht und sich dazusetzt.
Die Gespräche der anderen Gäste, welche von einem Grüppchen zum anderen gingen, waren aber meist auf Smalltalk beschränkt.
Ich habe mit vielen Leuten gesprochen, man hat sich gegrüßt, zugeprostet, ein paar Sätze gesprochen und einen Drink zusammen genossen, dann haben sich die Grüppchen meist neu gemischt.
Nach etwas mehr als drei Stunden, es war schon kurz vor Mitternacht, habe ich mich entschieden nach Hause zu fahren.
Ich hatte Spaß, muss aber als Nichttänzer nicht bis morgens um 05.00 Uhr ums „Überleben“ kämpfen.
Ich fuhr zufrieden nach Hause und bin ziemlich schell ins Reich der Träume gerutscht…
Das war gut so, denn am nächsten Tag musste ich ausgeruht sein. Ich hatte eine Anfrage für eine Videokonferenz zum Thema „Dichtungstechnologie an Verbrennungsmotoren“ 😉 – das klingt wie ein schlechter Scherz aus dem Jahr 2019, war aber bierernst.


Was war passiert? Braucht es den grauen Wolf um über Dichtung und Wahrheit zu faseln?
Nein, mitnichten, Spaß beiseite – bei der Vereinigung der Hochseesegler „Trans Ocean“ hat man sich erinnert, dass ich mich vor vielen Jahren einmal angeboten habe, ein technisches Online Seminar zum Thema „Schiffsdiesel auf Freizeitbooten“ zu halten.
Nun soll es so etwas Ähnliches geben, man hätte ein paar Fragen zum Thema Abdichten im Reparaturfall.
Klar, da helfe ich gerne – obwohl ziemlich schnell klar wurde, dass der Ansatz bezüglich des Tiefgangs eines solchen Seminars ein anderer war, konnten wir uns über ein paar relevante Themen austauschen.
Für mich war schön zu merken, dass ich vieles noch weiß – und auch das Gefühl, dass ich es nicht mehr wissen muss…
Als der Call zu Ende war, hatte ich Lust auf etwas Handwerkliches – zurück zu den Wurzeln, ich besinne mich auf Automechanik und widme mich meinem Smurfy.


Ich wurschtle also so vor mich hin und werde in meinem eigenen Schweiß gesotten – die stehende Luft in der offnenen Garage ist nahezu unerträglich.
Dennoch gelingt es mir, das Pedal zügig zu wechseln und den Fehlerspeicher abermals zu löschen.
Jetzt sollte an dieser Front Ruhe sein. Eine Testfahrt in den nächsten Tagen wird dies hoffentlich bekräftigen.
Und was macht Sibylle zu dieser Stund´? Sie wandert! Es scheint, als sei sie zum Urlauben nach Deutschland gefahren.

Zumindest haben sie und Christine einen wunderschönen Tag erwischt, dies sollte nicht an allen Tagen ihres Aufenthaltes so sein.
Hans Peter und ich bestellen fast täglich Kleinteile, all die wird Sibylle in einer Woche zu uns mitbringen.
Unsere Teilelogistik ist inzwischen sehr ausgereift.
Am Nachmittag bearbeite ich die ersten Anfragen zu JASPER, es sind durchaus ernsthafte Interessenten dabei, aber zu einem Besichtigungstermin lässt sich noch keiner der Fragesteller hinreißen.
Der Tag klingt beim Community-Stammtisch im „SouVLakki“ aus, ein schöner Sonntag.
Am nächsten Tag ziehe ich bei Hans Peter die letzten Kabel ein, welche wir ziehen können bevor nicht Alex den „Muliplus II“ umprgrammiert hat.
Und siehe da, als wenn wir ihn herbeigedacht hätten, kommt der „Captain Sparrow“ der Leros Marina ums Eck und schließt das ersehnte Interface an…

Endlich! Die Haupteinstellungen sind gesetzt, wir können ab jetzt die Finalisierung andenken – und weil es keine Zeit zu verlieren gilt, verabreden Hans Peter und ich uns gleich für morgen.
Es geht um 09.00 Uhr los, nicht erst um 10.00 Uhr – ich will an einem Tag umgeklemmt haben, lieber haben wir eine Stunde früher Feierabend.
Dann muss ich los, ich muss einmal für Sibylle zum Blumengießen einspringen, dann kommen Brigitte und Hans auch schon zurück.
Ich setze mich auf mein Mopped und fahre schnurstracks nach Crithoni, die Zeit drängt…




Warum war es ein Tun gegen die Uhr? Weil die Crew der LIBERTÉ und ich um 18.00 Uhr zu Marijke und Cees auf die LE CLAPOTIS eingeladen waren.
Ein, zweimal im Jahr lädt Marijke zu einem Umtrunk mit Nibbles und genau heute war es soweit.
Die Abende mit den Beiden sind phasenweise anstrengend, aber immer lustig, ich gehe gerne hin und genieße die Gastfreundschaft der beiden Niederländer sehr.
Ich bin pünktlich und es gibt ein großes Hallo – Marijke drückt mich an ihre Brust und knutscht mich. Ich schwör, das darf auf diese Art nur sie!
Dann setzen wir uns und der Klönschnack startet…


Die Kleinigkeiten, die Marijke auf den Tisch stellt reichen eigentlich als Snack aus, man muss nicht mehr unbedingt zu Abend essen.
Ich entscheide mich für die Vernunft und gehe von LE CLAPOTIS direkt auf ELOWYN – ich gehe nicht über Los, ich bekomme weder ein Giros noch ein Eis, für heute war´s das!
Was ich zum Monatsende hin tatsächlich jeden Abend mache, ist ein paar Zeilen dieses Blogs zu schreiben.
Ich genieße die Ruhe am Abend und tippe so vor mich hin…


Auf diese Art und Weise halte ich es bis Mitternacht, manchmal bis 01.00 Uhr durch, dann ruft das Bett.
Ausgeschlafen bin ich meist vor 08.00 Uhr – das passt heute genau, denn so reicht die Zeit für eine Tasse Kaffee, dann gehe ich zu Hans Peter und wir packen sofort an.
Ein Kabel vom Plus-Knotenpunkt der Schalttafel zur Plus-Busbar. Ein Kabel von der Minus-Sammelschiene am Bedienpaneel zum Minus-Busbar.
Dann noch ein paar Kleinarbeiten wie das aktuelle Solarfeld anschließen, den Batteriemonitor verkabeln und die Stromleitung in den Bugbereich anschließen – hier sind Wassermacher und Kühlbox verkabelt.

Was so banal klingt, kann einen ganz schön ärgern. Ich will es nicht herunterspielen, der Tag war fordernd – für meinen Freund aus dem Saarland UND für mich!
Irgendwann war es soweit – alles war verkabelt, der „große Moment“ war Vergangenheit und drei Monster Lithium Kraftwerke versorgen LIBERTÉ.
Die Umschaltung war erfolgreich verlaufen, wir konnten uns zurücklehnen.
Ein paar Setups noch, die App installieren und das LiFePo4 Programm als Standard festlegen.
Nachdem die Batterie-Parameter eingepflegt waren, war Schicht im Schacht – für heute ist Feierabend.

Während ich auf ELOWYN sitze und mich etwas ausruhe, kommt eine Nachricht von Brigitte. Sie schreibt was von „so süß“…
Ich erkenne, sie beruft sich auf einen Facebook Post des Hunde-Shelters vom Vortag – ich hatte mir ein „Like“ erlaubt und Sibylle verlinkt.
Meine Frau hat darauf nie geantwortet und sie weiß warum – weil auch sie sich nicht gegen „so süß“ wehren kann…


Ich bin sicher, dass ich, wäre das Haus schon fertig, keine Sekunde gezögert hätte – eine der kleinen Kreaturen wäre meine gewesen.
So bleibt es bei einem Austausch über Facebook…
Den Abend verbringe ich mit Alex, wir gehen auf ein schnelles Dinner ins „SouVLakki“ und lassen den Abend dann unspektakulär ausklingen.

Für den neuen Morgen habe ich mir vorgenommen, dass ich den Vormittag am Haus verbringe.
Hans Peter und ich haben uns einen Tag Pause verordnet, ich habe ein paar Kleinigkeiten für meine Projekte vorzubereiten und zudem muss oben am Haus wieder einmal nach dem Rechten gesehen werden.
Am Weg nach Plaka fahre ich bei „Naval“ vorbei und hole mir das bestellte Victron Interface.
Ja, ich selbst brauche das Teil im Moment nicht – aber ich bin überzeugt, dass es sowohl auf LIBERTÉ als auch auf ELOWYN zum Einsatz kommen wird.
Haben ist dann besser als brauchen…

In unserer Katikia angekommen, baue ich mir eine Art „Werkbank“ auf und hole mir die benötigten Werkzeuge aus der Garage.
Ich muss mir ein paar quadratische Holzplatten zuschneiden, da ich Montageplatten für diverse Gerätschaften an GfK-Bordwände kleben muss.
Auf diese „Trägerplatten“ können dann Pumpen, Filter oder elektronische Geräte geschraubt werden.
Zudem brauche ich zwei, drei stabile Distanzleisten um die Batterien auf ELOWYN gegen Verrutschen zu sichern.
Was für ein Glück, dass ich das Material hier oben lagernd habe.

Als dies alles erledigt war und auch mein Arbeitsplatz soweit wieder aufgeräumt war, habe ich mich meinen Ouzofläschchen gewidmet.
Ich sammle immer noch, sehr zu Sibylles Verzweiflung, die Karafaki der Marke „Plomari“.
Wofür ich die brauche liegt auf der Hand – sie dienen als Olivenöl- und Limoncello-Fläschchen…
Die Challenge – ich hole mir die Dinger nicht in irgendwelchen Gaststätten, sondern es sind ausschließlich die, welche wir mit Freunden geleert haben.
Jedes Fläschchen hat seine eigene Geschichte…


Während die Fläschchen trocknen, gieße ich die Weinreben und Sibylles Kräuter.
Auch die Olivenbäume könnten ein wenig Wasser vertragen, aber wir sehen zur Zeit von Gartenpflege ab, da wir keine Regelmäßigkeit sicherstellen können.
Die alten Bäume vertragen die Hitze aber und geringe Einbußen bei der Ernte nehme ich vorerst in Kauf.
So, alles erledigt, ich fahre zurück nach Lakki – aber nicht einfach irgendwie, ich beschließe, dass ich Crawler etwas Auslauf gönne.
Ich musste meinen L300 wegfahren, weil in der Marina Boote bewegt wurden. Diese Situation nutze ich und bewege den kleinen Camper einmal wieder.
Weil ich alleine unterwegs bin, gönne ich ihm etwas „artgerechte“ Bewegung!






Eine schöne kleine Ausfahrt – und Crawler zeigt was er kann! Ich will kaum mehr erleben als das, was ich hier testen kann.
Ich bin aber überzeugt, dass mein Mitsubishi 4×4 sehr viel mehr kann – ich bin nach wie vor sehr zufrieden.
Ich runde den Vormittag mit einem Freddo Espresso im „Palma Café“ ab, dann heißt es zurück an die Arbeit, zurück in die Marina.
Zurück auf ELOWYN lege ich ersteinmal meine Werkstücke bereit.
Einen Teil davon werde ich gleich morgen für ein Projekt verbauen.

Heute passiert nicht mehr viel, ich habe mir einen Tag „Kopfpause“ verordnet.
Das ideale Tun für heute ist die Reparatur der „Notfall-Bilgenpumpe“ auf ELOWYN.
Natürlich hat das Schiff ein ausgeklügeltes Bilgepumpensystem mit vier großen, elektrischen Pumpen und auch einer manuellen Pumpe als Erweiterung.
Trotzdem passiert es immer mal wieder, dass kleine, verschachtelte Kompartments nicht absolut leer gepumpt werden – dafür haben wir uns eine tragbare Pumpeneinrichtung gebaut.
Diese gilt es zu prüfen und instandzusetzen.

Zunächst teste ich den Pumpenmotor und die Antriebsmechanik an einer Prüfklemme, welche ich mir mit Hilfe von Starterkabeln aufgebaut habe.
Hier scheint alles in Ordnung, mechanisch ist die Pumpe mängelfrei.
Dass an den Ventilen im Pumpenkopf etwas fehlerhaft ist, hat ja schon der „Drucktest“ mittels kräftigem Pusten ergeben – so hatte ich den Ersatz-Pumpenkopf ja schon beschafft.
Also setze ich die Pumpe mit den neuen Ersatzteilen zusammen und mache einen abschließenden Testlauf.

Der Testlauf war witzig – ich hatte mir gedacht, dass ich etwas Wasser in ein Küchenwaschbecken laufen lasse, um es dann mit der Pumpe in das andere zu pumpen.
Das klappt auch – zumindest theoretisch…
Denn der Pumpendruck ist jetzt wieder so stark, dass das Wasser so heftig in das zweite Becken spritzt, dass ich danach die ganze Küche putzen muss.
Na wenigstens funktioniert die Pumpe wieder…
Genug für heute! Ich freue mich auf den Abend, den ich zusammen mit Jörg und seiner Familie im „Tis Kakomoiras“ ausklingen lasse.
Auch den neuen Tag eröffne ich mit Pumpenreparaturen…

Ein weiterer Punkt auf meiner Liste war „Druckwasserpumpe leiser machen“…
Ok, zugegeben – die neue Jabsco 40PSI hat mehr Dampf und ist auch lauter als die alte Johnson.
Ich hatte aber gehofft, dass dies im Schiffsalltag untergeht – tut es aber nicht, das Eignerpaar meldet einen Nachbaesserungswunsch an.
Ich habe mir etwas überlegt – ich werde eine zweite Basisplatte mit Entkoppelungselementen versehen und diese dann mit einem Dämmmaterial auf die alte Platte montieren.
Das sollte viel helfen!
Spoiler – tat es aber nicht…


Mein Konstrukt sieht abenteuerlich aus, ist aber trotzdem optisch ansprechend – leider zeigt sich bei einem Probelauf, dass die Wirkung den Aufwand nicht wert war.
Die Eigner und ich werden noch einmal darüber hirnen müssen, wie wir das ganze System schallisoliert aufbauen – res deliberanda est…
Den Nachmittag verbringe ich an Bord der LIBERTÈ – Endspurt!
Es gibt keine Bilder, die Stimmung war angespannt.
Hans Peter und ich räumen das Kompartement der Starterbatterie auf, kürzen Kabel, verlegen andere neu.
Wir machen letzte Anschlüsse und verbauen schon einmal die zukünftigen MPPT Solar-Laderegler.
Alles klappt, trotzdem war der Nachmittag intensiv und fordernd – wir beide merken, wir brauchen eine Pause!
Da trifft es sich gut, dass wir gegen 17.00 Uhr Vollzug melden können.
Der Lithium-Umbau auf der Bavaria 41H ist „fertig“ – zumindest bis zu dem Punkt, den wir als Ziel vorgegeben haben – auch Hans Peter dürfte heute beim Einschlafen leise „With a little help from my friends“ dahinsummen… 😉
Den Verbau des B2B-Laders werden wir zusammen mit dem Anschluss des neuen Solarfeldes erledigen, aber da muss Giorgos erst den neuen Geräteträger fertig machen.
Den Abend verbringe ich mit Alex und der Crew der INSPIRATION im „I Avli tou Kritikou“ gegenüber von unserer Marina.


Der Besuch im „I Avli tou Kritikou“, im Garten Kretas, war heute ein Reinfall.
Das Problem mit dem zwar freundlichen aber stets überforderten Service haben die Inhaber noch nicht im Griff.
Auch die Speisekarte ist immer noch ein Folder der Appetit auf das macht, was man gerne essen WÜRDE, bis der Ober kommt und erklärt was es heute gibt – diese Liste ist deutlich kürzer als die der Speisen die nicht im Angebot sind.
Wir dachten, wir tricksen das Tavernenteam heute aus – die Taverne war vor der Renovierung als „Giggerlwirt“ bekannt und hat dieses Merkmal auch mit durch die Transformation gebracht.
Die Spieße sind voll, die Broiler drehen sich und sehen knusprig aus – wir bestellen sechs halbe Giggerl und noch ein paar Kleinigkeiten dazu.
Leider haben wir, im wahrsten Sinne des Wortes, die Rechnung ohne den Wirt gemacht – der lässt nämlich den Ober bestellen, dass alle Hähnchen in den Straßenverkauf gehen, ein Halbes könnten wir haben.
Wir sind enttäuscht, sagen aber ja zu dem angebotenen Halben und ändern unsere Bestellung.
Wir entscheiden uns für Schweinesteak und Kontosouvli…

Dann aber kommt ein Auftritt des Obers der uns gewaltig stinkt – er tritt an den Tisch und erklärt uns, dass wir ja jetzt unsere Bestellung geändert hätten und daher das bestellte halbe Huhn wohl eher nicht mehr brauchen und somit auch nicht mehr bekommen, das sei inzwischen an andere Gäste ausgegeben worden.
DAS ist etwas, was gar nicht geht. Ich hab´ da echt viel Geduld und habe sowohl das Service- wie auch das Angebotsthema immer weggelächelt – die fußläufige Nähe der Taverne war ein Argument, warum soll man nicht etwas Geduld beweisen?
Aber so eine Nummer vergesse ich dem Betreiber nicht, ich persönlich werde das Lokal daher in Zukunft meiden und auch gerne erzählen warum.
Ich bin mobil und kann diese Mobilität auch meinen Freunden bei Bedarf auch auf Freunde ausweiten.
Ich bevorzuge Lokale in denen eine andere Willkommenskultur herrscht.
Am nächsten Morgen sieht die Welt schon besser aus – ich fahre mit HP zu Giorgos, wir bringen zudem mein Werkzeug zurück zum Haus und kaufen noch ein paar Ersatzteile für die anstehenden Reparaturen der nächsten Tage.

Ich hatte etwas Glück, denn ich konnte adäquaten, temporären Ersatz für die benötigen Nylon-Distanzringe finden.
Ich hatte ja schon erwähnt, dass ich die weißen Ringe als 50er Pack bestellt habe, diese aber eine Lieferzeit von 3-4 Monaten haben.
Nun sind diese Ringe notwendig, um die Riegel der Luken exakt einzustellen.
Dies war mir heute mit dem Dichtring möglich, der ist so dick wie zwei weiße Ringe und hat mir eine perfekte, temporäre Lösung ermöglicht.
Ich war guter Dinge, so darf es weitergehen – die Eigner kommen ja schon in 10 Tagen um den zweiten Törn anzutreten, ich will noch ein paar Punkte von der Liste schaufeln!
So zum Beispiel die Anpassung zweier weiterer Wasserpumpen – diesmal im schlechter zugänglichen Kompartment des Wassermachers.
Ich krabble also in ELOWYNs Bauch um mir ein Bild zu machen…



Klar, dass die geplanten Anpassungen auch wieder ein Einkleben von Anschraubplatten notwendig machen.
Natürlich müssen dafür auch Ersatzteile recherchiert und bestellt werden – ich hoffe sie kommen noch rechtzeitig zu Sibylle.
Und natürlich müssen auch hier Schlauchwege und -längen angepasst werden.
Ich bin dennoch zuversichtlich, dass ich diese Arbeiten noch vollenden kann.
Dies wird mir, hoffentlich, ohne die vielzitierte Hilfe der Freunde gelingen – auf ELOWYN stehen ab heute nur noch Arbeiten für mich als „Einzelkämpfer“ an.
Wenn da nicht die obligatorische Reinigung vor der Übergabe wäre – hier bin ich der Helfer und meine Gattin hat das Zepter in der Hand!
Das Teamwork wird sich für den Rest des Monats auf Hans Peters LIBERTÉ beschränken.
Eine Pause tut not…


Ich muss noch einmal zum Haus fahren um das Akku-Ladegerät meiner Bosch-Maschinen auszuschalten.
Am Weg komme ich abermals an LIPSOS vorbei. Das Schiff, dessen Bild ich am Anfang dieses Berichts schon gepostet habe, ist eine Gordon 50 aus türkischer Produktion.
Das Schiff hat aus meiner Sicht einen nicht unerheblichen Reparaturstau und muss vollumfänglich refittet werden – ich würde es als Projektschiff einstufen.
Erfahrungsgemäß sehen das die Verkäufer immer etwas anders, Annäherung dauert meist – sie beginnt aber immer mit dem ersten Schritt.
Diesen Schritt unternehme ich heute! Ich fahre am Rückweg vom Haus zu „Repapis“ und verfasse ein Mail an die Eigner von LIPSOS…

Will ich wieder ein Schiff kaufen? Darauf gibt es eine klare Antwort – JEIN!
Aus HEUTIGER Sicht genießt das Haus Priorität, ich werde das Haus sanieren und es besitzen.
Trotzdem habe ich immer wieder Gedanken rund um Schiffe, verschiedene Lösungen sind denkbar.
Es muss aber ein Projektschiff sein, mein Budget für diese Spinnerei ist begrenzt.
Damit dies gelingen kann, muss man die Fühler ausstrecken – irgendwann bietet sich dann vielleicht eine Gelegenheit.
LIPSOS könnte so eine Gelegenheit sein…
Das Mail ist raus, die Dinge werden ihren Lauf nehmen. Ich kann mich auf das Abendessen freuen, denn heute gehe ich zusammen mit Bibi und Markus von der MOUSTIC nach Alinda ins „To Steki“.
Die Beiden sind mir ans Herz gewachsen, mit ihnen verfliegt die Zeit – und sie lieben Dimtris Treffpunkt…

Wir sitzen ewig und leeren die Humpen – erst als der Popo, malträtiert durch die typischen griechischen Stühle, keine Verlängerung mehr zulässt, geben wir auf und treten den Heimweg an.
Morgen sehen wir weiter…
Ich wache auf, es ist schon 10 Minuten nach 08.00 Uhr. Ich schlafe selten so lange, aber der Körper holt sich eben was er braucht.
Bei einer Tasse Kaffee schreibe ich diese Blogzeilen und überlege mir, was der Tag so bringt.

Ein Leben auf einer griechischen Insel unterscheidet sich sehr von dem in Deutschland.
Eines haben jedoch beide Lebensformen gemeinsam, man muss sich ab und an mit dem Wahnsinn auseinandersetzen, welchen Behörden, Ämter und Institute einem bereiten.
Heute war es wieder einmal so weit – ich will „nur schnell“ meine Mobiltelefonnummer in meinem Bankaccount ändern.
An die persönlichen Einstellungen zu kommen ist ganz einfach, so wie man sich das erwartet.
Nach der Eingabe der neuen Nummer wird eine SMS an diese versandt, ich gebe die Ziffernfolge ein und denke, dass ich am Ziel bin…
Weit gefehlt!
Jetzt wird noch eine SMS an die hinterlegte Sicherheitstelefonnummer versandt um zu verifizieren, dass die Verifizierung soweit seine Richtigkeit hat.
Der Haken – der Versand der SMS an meine deutsche Telefonnumer dauert länger als die fünf Minuten die ich zur Eingabe Zeit habe.
Ich beantrage einen neuen Code.
Auf einmal prasseln die Nachrichten herein – ein Code, ich gebe diesen ein…
Falscher Code! Noch einer – falscher Code! Noch einer – ihr ahnt es, falscher Code…

Die Codes haben irgendwann nicht mehr zur Eingabeaufforderung gepasst, ich wurde gesperrt.
Nicht für fünf Minuten oder einen Tag – nein, gesperrt.
Ich soll eine Telefonnummer anrufen – leider war, wie eigentlich zu erwarten, Freitagnachmittag und somit habe ich die Lösung auf Montag zu vertagen.
Ein Bankbesuch steht an, aber ich mag meine Bankmitarbeiterin, ich werde ihr vielleicht eine Süßigkeit mitbringen 😉 .
Mein Tag läuft also unrund an und das sollte auch noch ein wenig so weitergehen, denn mein erster Arbeitsansatz war nicht von Erfolg gekrönt.
Ich habe die Erneuerung der Schrankscharniere auf meiner Liste und wollte beginnen, diese sukzessive auszutauschen.
Leider haben wir die Rechnung ohne die polnischen Werftarbeiter gemacht…


Der Teufel steckt im Detail! Nicht nur, dass es die baugleichen Scharniere mit und ohne Feder gibt, nein, es gibt sie auch mit unterschiedlicher Kröpfung.
Natürlich wurden diese nicht sortenrein verwendet und somit haben wir weder die richtige Anzahl von Scharnieren noch alle notwendigen Sorten.
Der Job muss vertagt werden…
Ich will ein Erfolgserlebnis! Also öffne ich mir erneut das Kompartment hinter der Salonsitzgruppe und schaffe mir Zugang zu den Wasserpumpen des Wassermachers und der Toilettenspülung.
Ich will meine Montagebrettchen ankleben, um zu gewährleisten, dass der PU-Kleber aushärtet.
Da sollte ja nichts dazwischenkommen, oder???




Hat alles bestens geklappt – jetzt geht es auch meinem Ego wieder gut. Ich frage mich also, wie der Tag weitergehen könnte, da trudelt eine WhatsApp Nachricht von Martin ein.
Er „bastelt“ an der Gasanlage seiner STENELLA II und bräuchte noch ein paar Ersatzteile, ob ich noch etwas von meinem Umbau an NESSAJA übrig hätte?
Nein, habe ich nicht! Aber ich habe ein gewisses Interesse an Gasanlagen und halte mich bei diesem Thema aus meiner beruflichen Vergangenheit heraus für zumindest fachkundig.
Ich sichere dem Freund zu, einfach mal vorbeizukommen und mal zu sehen ob ich helfen kann.

Tatsächlich haben Martin und Freund Roland gute Arbeit geleistet – zwei Kleinigkeiten haben für ein Missverstehen gesorgt…
Erstens wurde eine Schottverschraubung nicht als das klassische Normteil erkannt – es wurde nach Lösungen gesucht, welche es nicht gibt.
Zweitens, der vielleicht gravierendere Punkt, der Kupfer-Schneidring wurde nicht vormontiert, dadurch entstand der Eindruck, etwas würde nicht passen.
Bei Kupfer-Kupfer Verschraubungen ist vormontieren nicht zwingend, aber empfohlen.
Wir fachsimpeln ein wenig, verifizieren meine Annahmen durch die technischen Informationen von Marktührer GOK und kommen zu guter Letzt zu dem Schluss, dass eine fachgerechte Montage ohne Kompromisse möglich ist – wenn man nur ein Werkzeug für die Vormontage hätte 😉 …
Hier komme ich ins Spiel!


Ich habe das Werkzeug noch von meiner Anlage und biete Martin an, seinen Schneidring am Rohrstutzen vorzupressen.
Danach ist die Montage des Schlauches ein Kinderspiel – die Dichtheit werden wir noch prüfen.
Das war ein Erfolgserlebnis – ich bin happy und genieße den Rest des Tages beim Baden am Strand und bei einem Kaffee im „Skipper´s“
Am Abend bin ich ohnehin noch einmal mit der Crew der STENELLA II verabredet, man wolle ins „Tis Kakomoiras“ und würde mich einladen.
Das freut mich außerordentlich, ich nehme dankend an und genieße diesen Abend so wie den gestrigen.



Wir laden uns den Tisch voll bis er sich biegt, haben zu fünft aber keine Probleme den leckeren Meze von Xristos Team Herr zu werden.
Wir quatschen über Gott und die Welt und genießen das Sein. Herrlich!
Erst spät lassen wir uns die Rechnung bringen und brechen auf.
Die Freunde fahren mit dem Taxi zurück in die Marina und ich gönne mir etwas, was mit Sibylle immer etwas schwierig ist – ich lasse den Abend noch etwas laufen…
Brigitte hatte mir geschrieben, dass in Drimonas Weinfest ist und gefragt, ob ich mitkommen wolle.
Nun, zusagen konnte ich nicht, denn ich war ja mit Martin und Crew verabredet – ich habe mein Kommen nach Drimonas also offen lassen müssen.
Da aber 22.30 Uhr in Griechenland noch keine Zeit zum Schlafengehen ist, habe ich kurzerhand entschieden, den Tag dort ausklingen zu lassen.

Brigitte und Hans zu finden war nicht schwer. Wir begrüßen uns, trinken noch etwas zusammen und hören der Musik zu.
Das ist die Stimmung, welche ich so gerne mag. Hier in Drimonas war ein deutlicher Überschuss der Lerianer zu verzeichnen, es war kein typisches Touristenfest.
Ich liebe es, den Griechen beim Feiern zuzusehen!
Brigitte erinnert mich an mein Sushiessen – sie hätte es nicht vergessen und Sibylle käme doch bald wieder.
Ob wir nicht gleich etwas ausmachen sollen? Klar, jederzeit – so wird an diesem Abend der Plan geboren, am Tag nach Sibylles Rückkehr im „Navarone“ der „Sushi-Night“ eine Aufwartung zu machen.

Das mag ich! Ein neuer Plan und fünf Tage Vorfreude. Inzwischen war es Mitternacht geworden, wir lassen den Besuch des Weinfestes ausklingen und verabschieden uns.
Das war ein toller Tag – zwei weitere hat der August noch in petto, mal sehen was da noch so reinpasst!
Endspurt also – ich tanke ein Tässchen Kaffee und beschäftige mich administrativen Tätigkeiten.
Gerade als ich eine zweite Tasse Kaffee aufbrühen möchte, erreicht mich eine WhatsApp von Melanie – „…wir gehen gegen 11.00 Uhr zum Brunch ins Cafè, kommst Du mit?“
Warum eigentlich nicht? Ich sage zu und beschließe, dass ich mir heute einen Snack gönnen werde und meine zweite Tasse Kaffee eben dazu genießen werde.


Die Crew der INSPIRATION hat heute keine Eile, denn Patrick und Andy checken heute aus und treten erst um 14.30 Uhr ihre Heimreise an.
Bis dahin will die Crew sich die Zeit hier im Café um die Ohren schlagen.
Da muss ich leider vorher abbrechen! Ich bleibe bis 13.00 Uhr dabei und merke, dass ich langsam in mein Mittagskoma abgleite.
Es fällt mir generell schwer, mich am Nachmittag noch neu zu motivieren, es wird also Zeit, dass ich in die Puschen komme.
Ich verabschiede mich und ziehe mich auf ELOWYN zurück, wo die gestern begonnene Arbeit auf mich wartet.

Der Job ist rasch erledigt, es gibt keine Komplikationen.
Dass ein Schlauch nach dem Umsetzen der Pumpe zu kurz ist, das hatte ich vorausgesehen – ich werde diesen morgen kaufen und die Arbeit danach finalisieren.
Danach setze ich mich an den Computer und recherchiere wegen ELOWYNs Lichtmaschinen Setup.
Der Gedanke lässt mich seit Tagen beim Einschlafen nicht los – eigentlich dürfte bei ELOWYN die Lichtmaschine nicht mit der Servicebatteriebank verbunden sein.
Der unersättliche Hunger der Lithiumakkus nach Ladestrom sollte also keine Gefahr darstellen – dachte ich…
Leider hat ELOWYN aber zwei Lichtmaschinen und meine Recherche zeigt, dass tatsächlich eine Verbindung über einen Diodenverteiler hergestellt wurde.
Diesen gilt es nun in dem großen Schiff zu finden.

Hier kann ich nun, zumindest für die noch kommenden zwei Urlaube, die Lichtmaschine von der LiFePo4 Bank nehmen und so die Gefahr einer Überlastung ausschalten.
Wie wir an der Stelle weiter verfahren, dass bleibt mit Volker zu besprechen.
Eile ist an dieser Baustelle nicht geboten.
Anders bei HPs „Orion XS“. Wenn wir die Verkabelung des Batterie zu Batterie Laders noch fertigstellen wollen, bevor es in die „heiße Phase“ bei ELOWYN geht, dann müssen wir uns ranhalten.
Dafür will ich vorbereitet sein und lese mich auch hier etwas ins Thema ein…

Mir raucht der Kopf, aber ich sehe mich gewappnet.
Morgen steht eine Einkaufstour an, ich brauche Kleinteile für ELOWYN und es ist inzwischen auch klar, welche Teile wir benötigen um auf LIBERTÉ weiter zu kommen.
Ich sehe mich schon mit Hans Peter im Ford Ranger über die Insel brausen…
Ach ja, zur Bank und zum Steuerberater muss ich ja auch noch, da war ja noch die Sache mit der Telefonnummer.
Ich brauche eine Erfrischung und gehe mit der Crew der STENELLA II zum Baden an den Marinastrand.
Das mehr ist sehr erfrischend, ich mag das – aber gemessen daran, dass wir Ende August haben, sind die Wassertemperaturen fast schon erstaunlich kühl.
Dann lege ich mich ein wenig ins Cockpit, denn zum „Sonntagsstammtisch“ sind es noch zwei Stunden – ich habe endlich mal etwas Zeit zum relaxen.
Dann aber – um 19.30 Uhr trifft sich die Sommer-Community zum großen Stelldichein…


Wir hatten jede Menge Spaß – und obwohl ich unumwunden zugebe, dass mir kleinere Gruppen besser liegen, habe ich mich gefreut zu sehen, wie gut wir zueinander finden.
Wir hatten Spaß und auch die neuen Teilnehmer haben sehr schnell Anschluss gefunden.
Jeder bestellt sein Lieblingsgericht und wir essen letztlich einmal mehr sehr gut.

Und wie klingt so ein Sonntagabend aus – genau, mit einem Besuch bei „Repapis“!
Auch dort waren wir immerhin noch mit 14 Personen einmarschiert und haben den Abend dann gemeinsam ausklingen lassen.
Ich gönne mir ein großes Eis – denn erstens klingen die Schmerzen in meiner rechter Flanke langsam ab, zweitens, so bilde ich mir zumindest ein, habe ich mir das redlich verdient.

Gegen 22.30 Uhr brechen wir auf und verabschieden uns auf morgen – ein neuer Tag wartet, der letzte im August (just bei diesem Satz fällt mir ein Lied ein – wer weiß es?) 😉
Ebendieser Tag begann ziemlich verrückt, um nicht zu sagen stressig. Ich stehe relativ früh auf und brühe mir eine Tasse Kaffee auf – dann geht es los…
Zuerst zum Sanitärgeschäft um abzuklären ob ich Halter für mein Expansionsgefäß bekommen – nein, das gibt es hier nicht, also bitte ich Sibylle in Deutschland noch einmal um einen Baumarktbesuch.
Danach zum Steuerberater, Handynummer ändern lassen – ist in drei Minuten erledigt.
Anschließend zur Bank, ebenfalls wegen der neuen Handynummer – ich warte eine Viertelstunde, das Problem ist in 48 Sekunden erledigt!
Soweit, so gut – ich schaue im Nautikshop „Naval“ vorbei und besorge für Martins STENELLA II einen Victron Bluetooth Dongle.
Den bringe ich vorbei, installiere ihn rasch und werte mit Martin und Roland die Daten des Solarfeldes aus.
Eigentlich würde ich jetzt zu Hans Peter gehen, wenn nicht Volker die Bestellnummern seiner Scharniere angemahnt hätte – auch er muss rechtzeitig bestellen.
Also rasch zu ELOWYN und „mal schnell“ die Nummern abfotografiert…
Und es kam wie es kommen musste!


Als ich dann beim Öffnen der Navigationstischklappe eine dritte Bauart finde, gebe ich Volker Bescheid – so macht das keinen Sinn!
Wenn wir nicht vollends im Nebel stochern wollen, dann müssen wir alle Scharniere ansehen, identifizieren und zählen.
Nur so können wir sicherstellen, dass wir die richtige Anzahl der jeweiligen Bauart kaufen.
Der Eigner stimmt zu und wir vertagen dieses Thema – jetzt kann ich zu Hans Peter gehen um die restlichen Einkäufe zu erledigen.
Dachte ich…
Denn jetzt bimmelt mein Telefon und ich muss mal wieder Crawler auf die Seite fahren.
In mir rumort es, aber ich weiß wohl, hier ist kein Parkplatz sondern eine Boatyard – also füge ich mich…
Mit einer Stunde Verspätung treten HP und ich den Einkaufsmarathon an – umso schöner war es, dass wir relativ rasch alle Teile für seine und meine Projekte beisammen hatten.


Es war mir wichtig, den Kessel heute schon zu kaufen, um das Risiko auszuschließen, dass keiner der Druckbehälter auf Leros lagernd ist.
Ich habe somit alle wichtigen Bauteile beisammen, um das letzte größere Projekt sofort nach Sibylles Ankunft zu starten.
Sibylle wird mir die noch fehlenden Halter für die Wandbefestigung mitbringen.
Das Projekt der tiefer gesetzten Förderpumpe für den Wassermacher kann ich dagegen sofort abschließen.
Hier musste ich nur einen zu kurzen Schlauch ersetzen – das Projekt bekommt einen dicken Haken.
Jetzt war der Druck etwas raus – der Stress war vorüber, alles hat gut geklappt.
Ich sehe nach, wann ich Sibylle eigentlich von der Fähre abholen muss – normaler Weise kommt die BlueStar aus Kos hier um 22.35 Uhr an – nicht so am kommenden Mittwoch!

Mir schwant, dass dies ein langer Abend wird – ich hoffe darauf, dass ich irgendwie eine nette Gesellschaft finde.
Ich hege aber Zweifel an der Erfüllung meines Wunsches, denn die meisten Freunde planen ein Ablegen zu einer spätsommerlichen Abschlusstour binnen der nächsten zwei Tage.
Naja, das bekommen wir auch noch hin…
Bibi meldet sich per WhatsApp – „…ob nicht zufällig mein Batterie-Belastungstester in unmittelbarer Nähe läge, man könnte nach dem Kranen einen Test gebrauchen.“
Tatsächlich hatte ich den Tester gestern geholt – ich bejahe also die Frage und verhole mich zu MOUSTIC, just in dem Moment als Giannis sie mit dem Kran abholt.


Giannis hebt das schöne Schiff ins Wasser und alles läuft wie geschmiert. Ich gehe nicht mit an Bord sondern laufe langsam zum Steg, um beim Annehmen der Leinen zu helfen.
Dort treffe ich Melanie und Jörg und wir beschließen, dass wir gemeinsam der Ankunft der Freunde beiwohnen wollen und diese gebührend feiern werden.
Wohl gemerkt – sie kommen aus der Krangasse – keine 100m entfernt!
Dennoch – auch die Crew der MOUSTIC verdient eine Ankunftszeremonie…




Bibi und Markus bitten sowohl mich als auch die Crew der INSPIRATION an Bord.
Es gäbe ein eiskaltes Anlegebier – wer kann dazu schon nein sagen???
Wir lassen mein Enkelchen Heidi hochleben, die hat heute nämlich ihren dritten Geburtstag, dann sitzen wir da und klönschnacken.
So schön kann Feierabend sein!
Nicht vergessen darf man aber Verabredungen und entsprechende Reservierungen!
Daher brechen wir um 19.15 Uhr auch auf, denn wir haben bereits um 20.00 Uhr im „Serza“ am Merikia Beach reserviert.
Wir schaffen es gerade noch pünktlich zur Taverne, die Stimmung am Strand ist herrlich.

Melanie wollte ein für sie neues Lokal ausprobieren, die Wahl fiel auf´s „Serza“, welches für seine pfiffige Küche bekannt ist.
Mir fiel auf, dass das Servicepersonal komplett durchgewechselt hat – offen gesagt fand ich die alte Besetzung sympathischer – und auch leichte Schwächen in der A-Note gab es zu beklagen.
Ich gehe davon aus, dass es der Hochsaison geschuldet ist.
Alles in allem haben wir aber sehr gut gegessen und wir konzentrieren uns lieber auf die starken Seiten wie zum Beispiel das beste Sauerteigbrot der Insel, ein super leckeres Tarama und die phantastischen Bohnen.


Wir sitzen lang und reden viel – ich habe die Familie aus Tölz in mein Herz geschlossen, wir sind richtige Freunde geworden.
Ich erwähne das, weil es nach wie vor das Salz in der Suppe ist. Wir haben, die Familie ausgenommen, hier viel mehr soziale Kontakte als in der Heimat.
Die meisten sind schonmal über ein gemeinsames Interesse entstanden und es bilden sich richtige Freundschaften.
Auf diesem Grundgedanken stützt sich der Blogtitel und der Kreis kann sich schließen.
Kontinuität und Tiefgang gelingen nicht immer, manchmal bleibt es lockerer, hin und wieder trennen Abschiede die entstandenen Bande.
Interessant und bereichernd sind die Begegnungen allemal.
Wir fahren zufrieden nach Hause und so findet auch ein arbeitsreicher August ein harmonisches, ausgewogenes Ende.
Es ist schon fast Mitternacht, fast September, als ich ELOWYN erreiche…


Wie geht es weiter? Was erwartet uns im August?
Nun, das Gespräch mit dem Eigner einer weiteren großen Yacht in der Marina ist noch offen – werde ich eine zweite Stelle als Bootsmann annehmen?
Sibylle kommt, genau genommen, am Donnerstag um 00.10 Uhr zurück 😉 – unser Lebensrythmus wird sich abermals ändern, wir müssen einen gemeinsamen Flow finden.
Vielleicht gönnen wir uns eine Woche Urlaub mit dem Motorrad.
ELOWYN läuft noch einmal aus – das bedeutet für mich, dass ich temporär in meinem Haus in Plaka schlafen werde.
Zudem kommt zum Ende des Monats unser Sohn Stefan mit Amelie und den Enkelchen Anton und Paula.
Wie passt Hans Peters Energieprojekt in meine Pläne – können wir die Mammutaufgabe finalisieren?
Es verspricht ein spannender, lebhafter und intensiver Monat zu werden.
Bleibt uns weiter gewogen…
Grüße von Bord der ELOWYN, Mario