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Nessaja ist eine Dufour 43CC und in Griechenland stationiert. Seit Anfang 2021 leben wir unseren Traum und wohnen auf Nessaja. Mit Ihr machten wir zunächst die Ägäis unsicher, bevor wir aus privaten Gründen entschieden haben, NICHT auf "große Fahrt" zu gehen! In unserem Blog geht es daher zumeist um den Alltag zweier Segler die sich dem Leben auf einer kleinen griechischen Insel verschrieben haben... Hier und auf den üblichen Social Media Kanälen erzählen wir von unseren Erlebnissen und Abenteuern.

„Nessaja´s“ neue Heimat…

Jeder Schiffseigner kennt das Thema – wo soll der „Schatz“ liegen?

Der wichtigste Aspekt ist sicher die Sicherheit die der Liegeplatz dem Schifferl bietet – behütet vor den Winterstürmen, mit möglichst wenig Schwell und anderem Unbill soll das Boot bis zum nächsten Eintreffen des Eigners untergebracht sein.
Um aber überhaupt eintreffen zu können, ist es wichtig, dass der neue Liegeplatz verkehrstechnisch günstig liegt. Ist ein Flugplatz nötig, ein großes Fährterminal oder lieber die Autobahnnähe?

Dies steht oftmals konträr zum Anspruch, dass der Platz natürlich auch schön sein soll und für die Nächte in denen man nicht unterwegs ist auch ein adäquates Ziel, ein gern genommener Aufenthaltsort ist.
Man braucht eine gewisse Infrastruktur, Läden, einen Ship-Chandler, ggf. eine Werft, unbedingt eine Bar, eventuell auch ein Restaurant, Strom, Wasser, etc…

Gott sei Dank sind die Ansprüche der stolzen Eigner unterschiedlich, so dass es wohl für jeden Anspruch entsprechende Angebote gibt. Sibylle und ich mögen eher was ruhiges, naturverbundenes – klein und überschaubar – mit den jeweiligen Möglichkeiten in der Nähe. Unser Hauptthema war über Jahre, wann wir endlich die vertraute Nähe, die stetige Erreichbarkeit zum Schiff etwas aufgeben und uns neue, interessante Ziele suchen.
Zur Saison 2015 haben wir uns den Ruck nun endlich gegeben – Nessaja wird also nun bis April 2015 in der Türkei bleiben. Wir haben das durchaus gute Angebot der Port Iasos Marina, wo sie bisher untergebracht war, genutzt und dort heute die Bezahlung gemacht. Sie bleibt also in der türkischen Ägäis, nähe Bodrum, bis wir sie im Mai 2015 in die EU bringen (müssen).

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So wie es heute aussieht wird sie dann für mindestens ein Jahr in der Leros Marina Evros untergebracht werden. Dort habe ich mir bereits eine Option gesichert. Es sind Seglerfreunde von mir dort stationiert, ich habe die Marina als schön, gut ausgestattet und sicher kennen gelernt.
Das Ziel ist, die griechische und türkische Ägäis zu entdecken, den Göcek-Golf, die Kykladeninseln zu bereisen und namhafte Eilande wie Mykonos, Santorini, Samos, Paxos, Naxos, Rhodos, etc. – sowie deren kleine und weniger bekannte Geschwister – zu erkunden und die Sehenswürdigkeiten dort kennen zu lernen.

Wie es dann weiter geht?
Das steht in den Sternen – aber wie immer, alle News, ob in naher Zukunft oder weiter Ferne – hier in diesem Blog…

„The Big Blue“ – ein klarer Fall für Cineasten

…was um Gottes Willen hat ein Seglerblog mit Kino zu tun?

Nun, ich will für Aufklärung sorgen!
Vor vielen Jahren, 1988 um es auf den Punkt zu bringen, hat Kultregisseur Luc Besson den Film „Le Grand Bleu“ in die Kinos gebracht.
Der Streifen lief in den deutschen Lichtspielhäusern unter dem Titel „Im Rausch der Tiefe“ und handelt von zwei Freitauchern im lebenslangen Wettbewerb.
Natürlich ist die Story mehr oder minder fiktiv, sie ist jedoch an wahre Lebensgeschichten angelehnt.
Der Film beeindruckt mit fantastischen Bildern und guten Schauspielern (ich mag Jean Reno), so ergab es sich, dass ich den Film in jungen Jahren öfters mal angesehen habe…

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Vor einigen Tagen nun, wurde der Streifen im TV wiederholt – Anlass genug einen Fernsehabend allererster Güte einzulegen.
Nun muss man sich kurz klar machen, dass Internet im Jahr 1988 nicht allgegenwärtig war – ich war grundlegend also der Meinung, dass der Film in Taormina / Sizilien und an der französischen Riviera gedreht wurde, von griechischen Inseln wusste ich damals noch nix.

Diesmal fiel es mir wie Schuppen von den Augen…
Das ist doch…, ja! Das Kloster auf Amorgos welches wir während unseres „Zwangsaufenthaltes“ dort besucht hatten…

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…und – nein – das Schiffswrack kenne ich, das ist nicht auf Sizilien, das ist doch das welches wir ebenfalls auf Amorgos fotografiert hatten!

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

Natürlich, kein Hexenwerk, heute bemüht man Google und stellt fest, dass man sich nicht getäuscht hat. Ein Film der meine Liebe zum Meer mitgeprägt hat, wurde in vielen Sequenzen auf einer Insel gedreht, auf der ich 25 Jahre später, nicht ganz freiwillig und ohne es zu wissen eine Woche Aufenthalt hatte.
Selbst der Ausblick den ich so genossen hatte, ist im Film in einer kurzen Sequenz zu sehen…

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

Ein Grund mehr, Amorgos ein zweites Mal anzulaufen und ganz bewusst wahrzunehmen, dass dieses, heute leicht angegraut wirkende Stück Filmgeschichte dort gedreht wurde…

Übrigens – in Sachen Liegeplatz tut sich was! Mehr dazu in Bälde hier in diesem Blog…

Hop Schwyz – kein Weg zu weit!

…nanu – komischer Titel für einen Beitrag!
Dabei weiß doch jeder Segler – spätestens seit Alinghi – an der Schweiz führt segeltechnisch kein Weg vorbei.

Der Verkäufer unserer „neuen“ Nessaja konnte aufgrund der kurzen Zeit in der die Yacht in seinem Besitz war, leider nur wenige Fragen zum Schiff, seiner Geschichte und zu technischen Besonderheiten beantworten.
Er hat uns aber sofort angeboten, uns die Kontaktdaten der Ersteigner zu geben in der Händen die Yacht immerhin 14 Jahre lang war.

Die Kontaktaufnahme gestaltete sich locker und einfach, man war sich sympathisch und nach einer kurzen Phase des „Beschnupperns“ durften wir uns über eine Einladung zum Mittagessen in die Region Laaks – Flims freuen.
Nix wie hin – wer uns kennt weiß, dass wir da nicht zweimal überlegen – unser guter Alltrack musste sich also in die Schweizer Berge plagen.

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Das Wetter hätte besser sein können, unser erstes Kennenlernen mit dem Ersteignerpaar dagegen nicht!
Die beiden waren sehr patent, sehr offen für unsere Fragen und supernett. Die Tatsache, dass wir die Fragen bei einem original Schweizer Raclette besprochen haben, machte den Besuch aus meiner Sicht 110%ig!

So konnten wir viel über „unser“ Schiff in Erfahrung bringen. All unsere Fragen zu Erstausstattung, Extras, Zubehör, erste Schritte der Bedienung und zur Historie wurden beantwortet.
Wir konnten zwei noch fehlende Dokumente erhalten und haben ein paar sehr schöne Fotos gesehen und bekommen…

Dufour 43 CC full (26)

Kurzum – der Besuch hat das Gefühl in uns bestärkt richtig gehandelt zu haben und ein „besonderes“ Boot zu besitzen. Wir werden die „Otarie“, die nun „Nessaja“ heißt im Sinne der Ersteigner weiter segeln, hegen und pflegen.

Die ganzen Backgroundinformationen werde ich unter der Rubrik „Dufour 43 CC – das Schiff“ zusammenfassen. Das wird noch etwas dauern, ich möchte das Schiff ja erst selber kennen lernen und warte zudem noch auf Informationen von Dufour selbst.

Neuigkeiten dazu und zur Überführung von Nessaja an Ihren neuen Liegeplatz – in Kürze hier auf diesem Blog!

Gruß vom Skipper

Motorenkurs bei ABC – geschafft…

OK, Motorenkurse sind irgendwie mein täglich Brot, und doch unterscheiden sich Inhalte und Teilnehmer in ein paar Punkten erheblich!

Von daher, ja, ich war gespannt wie es läuft…

Um es vorwegzunehmen, es lief nach meiner Einschätzung überraschend gut und unspektakulär. Henning, ein Kollege, und ich haben den Kurs gemeinsam geleitet um zukünftig im Falle eines Falles füreinander einspringen zu können. Dies war eine gute Entscheidung, da wir unterschiedliche Herangehensweisen haben und so voneinander profitieren konnten. Wir haben den Kurs ja wegen eines plötzlichen Todesfalles übernommen, waren entsprechend wenig vorbereitet und es gibt für uns auch noch Einiges zu tun – dennoch, es lief sehr ordentlich!

Da half unsere Gruppe aber auch fleißig mit. Es war eine kleine (4) aber sehr homogene Gruppe mit nur rudimentären Grundkenntnissen die aber aktiv war und viele Fragen gestellt hat. Auch deren Ziele waren uns bekannt, somit war es nicht so schwer diese Themen auch zu bedienen.

Bei einer abschließenden Diskussionsrunde hat sich gezeigt, dass wir diese selbst gesteckten ziele wohl erreicht haben, das war schon eine freudige Erleichterung.

Henning und ich bleiben dran, wer also einmal einen Kurs „Motoren auf Yachten“ / Grundlagen der Praxis belegen möchte, ist bei ABC in München gut aufgehoben!

To be continued…

Gruß vom Skipper

Erstens kommt es anders – und zweitens als man denkt…

Hallo lieber Leser meines Blogs,

es gibt umfangreiche Neuigkeiten!

Wir haben aus verschiedenen Gründen unsere liebgewonnene „Nessaja“, unsere alte Bavaria 390 Lagoon verkauft! Der neue Besitzer heißt Lars, ist mindestens genauso verrückt auf dieses Modell wie ich und ein mehr als würdiger Nachfolger.

Er freut sich wie ich über Kontakte mit Gleichgesinnten unter seiner Mailadresse lschubert@gmx.de !

Wir haben uns bereits für eine Nachfolgerin entschieden. Es handelt sich um eine Dufour 43CC aus 1999, sie wird ebenfalls „Nessaja“ heißen.

Nessaja (03)

Mehr dazu später hier, der Blog wird, sobald ich die Zeit dafür finde, umfassend umgebaut und angepasst werden! Es lohnt sich also auch im Winter dranzubleiben und mal zu sehen was sich hier so tut…

Für Euer Interesse sage ich jetzt schon einmal „Danke“ – auf bald!

Gruß vom Skipper