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Nessaja ist eine Dufour 43CC und in Griechenland stationiert. Seit Anfang 2021 leben wir unseren Traum und wohnen auf Nessaja. Mit Ihr machten wir zunächst die Ägäis unsicher, bevor wir aus privaten Gründen entschieden haben, NICHT auf "große Fahrt" zu gehen! In unserem Blog geht es daher zumeist um den Alltag zweier Segler die sich dem Leben auf einer kleinen griechischen Insel verschrieben haben... Hier und auf den üblichen Social Media Kanälen erzählen wir von unseren Erlebnissen und Abenteuern.

…voller Einsatz – die Theorie des Segelns

Puh – geschafft!

Am Wochenende durfte ich mal wieder aushelfen – der Zeitpunkt hätte aufgrund meines eigenen Lernaufwandes zwar nicht schlechter sein können – aber hier war es einfach „Ehrensache“ einzuspringen.
Es wurde also einmal wieder eine Gruppe Interessierter für die Sportbootführerscheine Binnen auf die Prüfung vorbereitet.

Am ersten Tag geht es mehr oder minder um das Motorboot, am zweiten Tag steht Segeln in der Theorie und der „theoretischen Praxis“ (Kommandosprache, etc.) auf dem Programm.
Um Begriffe wie „Segeldruckpunkt“ oder „Lateralplan“ zu erklären behelfe ich mir immer mit einer kleinen Spielzeugyacht. Als die auf Kiel gelegt wurde, war sie sicher für einen anderen Einsatzzweck bestimmt…

Ich habe mir oft überlegt, wie das wohl rüberkommt – der Skipper mit dem kleinen, roten Spielzeugboot in der Hand – „luvgierig und leegierig“ erklärend.
Seit gestern weiß ich das auch – dank Manuel – er hat tatsächlich von mir ziemlich unbemerkt, einen Schnappschuss setzen können, welchen ich nicht vorenthalten möchte.

Sailing Instructor

Mir macht es Spaß – und ich hoffe den Teilnehmern auch!
Mehr dazu auf der Webseite von ABC

News? Bald wieder hier auf diesem Blog!

„Quo Vadis“ – wohin gehst Du?

…nun die Antwort auf diese, nicht eben zufällig gestellte, Frage muss lauten – nach Kappeln an der Schlei!
Habe ich nicht erst kürzlich gepostet, dass die Seglerwelt irgendwie klein zu sein scheint?

Bisher waren die meisten Anfragen, die aus diesem Blog heraus an mich gerichtet wurden, dem Thema „Bavaria Lagoon“ zuzuordnen.
In der letzten Woche hat mich Tom kontaktiert, sein Heimatrevier ist die Ostsee und vielleicht ahnt Ihr es schon – Ihm gehört heute unsere ehemalige „Quo Vadis“, die alte Alpha 32.
Er hat den Blog beim googeln nach dem Schiffstyp gefunden und zuerst mal nachgefragt ob es denn besondere Merkmale gäbe um festzustellen, dass es sich wirklich um unser altes Boot handelt. Das war schnell und einfach zu klären, denn die alte Dame hat beim Stapellauf einige unverwechselbare Gene mitbekommen (flacherer Kiel, höheres Binnenrigg, Radsteuerung, etc.).

Als klar war, dass es sich um ein und dasselbe Schiff handelt haben wir uns etwas ausgetauscht, leider kann ich heute, zehn Jahre nach dem Verkauf nicht mehr viel zum Schiff sagen.

Umso mehr habe ich mich über ein aktuelles Bild gefreut – „Quo Vadis“ heißt heute „Rumpel“ und macht als segelnder Youngtimer die Förden der Ostsee unsicher. Wir wünschen Tom viel, viel Freude mit dem Schiff mit dem wir unsere ersten richtigen Törns gemacht haben, so viel Schönes erlebt haben, mit dem wir den Grundstein zu unserer „Seglerlaufbahn“ gelegt haben…

Tom - Alpha 32

Paroya / BAV 390L for Sale

Hallo allerseits,

vor einiger Zeit hat Roger aus der Schweiz Kontakt zu mir aufgenommen.
Er wollte eine 390er Lagoon kaufen und wir haben ein paar Infos per Mail ausgetauscht.
Er konnte sich dann auch wirklich zum Kauf entschließen – nicht ohne einen Plan zu haben.
Die „Paroya“ findet Ihr auch im Eignerverzeichnis

Der Plan ist inzwischen umgesetzt, Roger hat mit Familie per ARC den Atlantik gequert und die Karibik bereist.
Wie so oft, haben solch schöne Phasen im Leben, heute sagt man wohl „Sabbatical“, irgendwann ein Ende.
Deshalb steht die „Paroya“ nun zum Verkauf und Roger hat mich gebeten ein wenig Werbung zu machen.
Der Bitte komme ich gerne nach – denn das Schiff war aus meiner Sicht bereits damals ein sehr gutes Angebot.
Details und Kontaktdaten findet Ihr hier – https://sites.google.com/site/paroya2014

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Vielleicht klappt es ja, ich würde mich freuen, wenn der neue Eigner sich einmal meldet.
Gruß
Mario

Die Welt ist klein…

Es ist uns schon häufig passiert, dass wir Schiffe oder deren Eigner zufällig und ungeplant wieder getroffen haben. Manchmal ist dies nur eine Randnotiz, andere Male freut es uns ganz arg… Letztes Jahr hat zum Beispiel ein Motorsegeler, die „KARMA“, neben uns an einer Boje in Ilovik festgemacht. Top-Zustand, sehr gut ausgestattet und auf dem Baum eine Webadresse. Ein neugieriger, sofortiger Besuch dieser Webseite zeigte, dass dieses Schiff jetzt für Blauwassereisen und Tauchfahrten professionell eingesetzt wird. Es ist einige Jahre her, da war die „KARMA“ ganz oben auf unserer Wunschliste, mit dem damaligen Eigner aus München waren wir schon zu Vertragsverhandlungen beisammen gesessen…
KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

…noch viel mehr freut mich aber eine Mail welche mich letzte Woche erreicht hat! Gert ist aus Franken und hat bei einer Google-Suche nach Bavaria Lagoon Modellen meinen Blog gefunden und mich kontaktiert. Er wird wahrscheinlich genauso überrascht gewesen sein, dass er SEIN Schiff auf meinem Blog gefunden hat, wie ich überrascht über seine Mail war… Er ist heute der Eigner der „el Rubio“ (siehe auch Lagoons anderer Eigner), einer 430 Lagoon, welche heute noch auf Cres in Kroatien stationiert ist. Wir hatten dieses Schiff vor einigen Jahren angesehen und wollten es wirklich und ernsthaft kaufen, aber das kann man ja hier nachlesen, leider war die Yacht über unserem Budget, der Verhandlungsspielraum war zu klein. Dafür hat Gert zugeschlagen und sich dieses fantastische Schiff gesichert – der Kreis schließt sich nun nach so vielen Jahren über diesen Blog!
Gert - el Rubio Cres (2)

Ich freue mich wirklich, dass sich so viele Gleichgesinnte melden – auch mit Gert wäre es schön locker in Kontakt zu bleiben. Irgendwann ein gemeinsamer Rotwein in Cres oder Umgebung? Von uns aus gerne…

Wie es weitergeht und andere News – hier auf diesem Blog!

Alte Sünden rosten nicht (zumindest in HR)…

Hallo allerseits, hallo an alle Leser meines Blogs,

vor einigen Tagen bekam ich Post von meinem Arbeitgeber, den Vor-Vorgänger meines jetzigen Firmenwagens betreffend.
Es wäre damit ein Parkverstoß in Biograd na moru im Frühsommer 2011! begangen worden.
Ich erinnere kurz, wir schreiben jetzt Februar 2015!

Als „Tatort“ wird die Freifläche außerhalb und südlich der Marina benannt, ich war dort an diesem Tag, an Details kann sich nach vier Jahren niemand mehr erinnern.

Nun ist es vermutlich so, dass sich nach dem EU Beitritt, durchaus in Einklang mit kroatischem Recht (Verjährung 5 Jahre), ein „Geschäftszweig“ aufgetan hat und sich natürlich sofort Anwälte „spezialisiert“ haben. Googelt doch mal nach Parkverstoß – Kroatien, dann wisst Ihr gleich mehr…

Der Parkverstoß, wir haben ein Schiff angesehen, von ca. zwei, drei Stunden wurde auf die Gebühr des Tages angehoben, rund 10.-€.
Am Ende ergab sich eine Forderungssumme von rund 162.-€!

Unsere Rechtsabteilung half mit einer Einlassung dazu – gestern ist die Antwort gekommen, in der man uns/mich bat „doch mal in mich zu gehen und zu überlegen wie teuer alleine das Einfliegen der Zeugen wäre, zumal wäre man bereit, die Forderung auf 90.- zu kürzen“…

Ich bin nicht „in mich gegangen“ sondern habe mit unserer RA telefoniert und wir haben gemeinsam beschlossen uns für 90.- „freizukaufen“ – das Prinzip der Gegenseite hat also funktioniert. Man weiß eben nicht wie weit der Forderungssteller gegangen wäre.

Bitte nicht falsch verstehen, ich will hier gar nix schönreden oder gar mit Fingern auf Andere zeigen – grundsätzlich fürchte ich ein Abschleppen oder eine Kralle mehr als Parktickets, bin daher sehr umsichtig beim Parken. Ob der Automat an diesem Tag funktionierte, ich Kleingeld hatte, ich das Kroatische lesen konnte, ich den Automaten auf der großen Fläche in der Vorsaison überhaupt wahrgenommen hatte?
War der Zettel an der Scheibe, habe ich Ihn leichtfertig weggeschmissen? Sei alles dahingestellt, ich könnte nichts beweisen, außerdem würde mich nichts vor Strafe schützen, ich kann mich nichtmal mehr erinnern.

Bitte diese Information daher auch nur als solche verstehen, private kroatische Firmen / Parkflächenbetreiber fassen zusammen mit deutschen Anwälten nach – durchaus auch nach 5 Jahren.
Es ist daher sinnvoll auf sein Parkticket, etc. zu achten oder im Falle eines Strafzettels diesen auch zu bezahlen (ist heute innerhalb der EU ja auch leichter).

Seid also umsichtig, ich habe mein „Lehrgeld“ bezahlt. Ja, um´s gleich vorweg zu nehmen – ich fühle mich nicht abgezockt (zumindest nicht von den Kroaten), dazu muss man nicht diskutieren – das hätte in vielen Ländern ebenso ausgehen können.
Ich gebe allerdings zu, dass sich bei mir durch dieses Geschehnis eine Hirnverknüpfung zur Kommune Biograd na moru ergeben hat.
Ob es eine „elegantere“, weniger aufgeblasene Lösung gegeben hätte? Ich weiß es nicht…

In diesem Sinne – immer regelkonform handeln!
Gruß und gute Zeit
Der Skipper (das nächste Mal wieder mit besseren News – hoffentlich!)