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Nessaja ist eine Dufour 43CC und in Griechenland stationiert. Seit Anfang 2021 leben wir unseren Traum und wohnen auf Nessaja. Mit Ihr machten wir zunächst die Ägäis unsicher, bevor wir aus privaten Gründen entschieden haben, NICHT auf "große Fahrt" zu gehen! In unserem Blog geht es daher zumeist um den Alltag zweier Segler die sich dem Leben auf einer kleinen griechischen Insel verschrieben haben... Hier und auf den üblichen Social Media Kanälen erzählen wir von unseren Erlebnissen und Abenteuern.

Kein schöner Tag – 30.08.2015

Sicher fragt Ihr euch, warum so lange Sendepause in unserem Blog war – und das mitten in der Saison.
Nun, ein guter Freund von mir und ich hatten noch eine Rechnung mit dem DSV offen.
Er hatte in der SSS-Theorie noch das Fach Navigation abzulegen und wollte dies eigentlich im Herbst tun.
Nun gibt es aber eine Änderung in der Prüfungsverordnung des DSV in welcher darauf hingewiesen wird, dass ab 01.09. alle programmierbaren Taschenrechner verboten sind – näheres könnt Ihr hier nachlesen.

Grund genug sofort durchzustarten und im Monat August jede freie Minute zu lernen, wir sind auf der Übungskarte mindestens 15x zwischen Frankreich und England hin und her gesegelt und haben alle Anforderungen durchgespielt – alle Übungsaufgaben haben wir mindestens zweimal gerechnet (im Bild ist einer der von nun an verbotenen Taschenrechner zu sehen – TI200 Voyage mit dem empfehlenswerten Programm von Q-Nav)

Sepp SSS (5)

Gestern war es also soweit – der Prüfungstag war da und es war Zeit, das Erlernte auf die Seekarte zu kippen und den Kopf von der drückenden Last zu befreien.
Für mich war es ein netter Samstagsausflug, denn während der gute Kamerad im Prüfungssaal schwitzte, hatte ich Gelegenheit am Starnberger See in den Morgenstunden ein erfrischendes Bad zu nehmen und mir im Anschluss ein „Schlotzeis“ zum Frühstück zu genehmigen. Unweigerlich musste ich an den Hit „Himbeereis zum Frühstück“ denken – lang her…

Sepp SSS (2)

Sepp SSS (3)

Sepp SSS (4)

Heute Morgen also die Ergebnisse abholen – der Titel verrät – es gab kein Happy-End!
Mein Spezi, ein begnadeter Segler, aber vielleicht mehr der Praktiker, hat es „sehr knapp“ nicht geschafft. Ein schwacher Trost, zumal er schon vorher gesagt hat, dass es keinen weiteren Versuch geben wird, der Lernaufwand hat Ihm schon zugesetzt.
Das ist zwar bitter – aber unbedingt zu akzeptieren.
Für mich eine traurige Stunde und ich hoffe, das geteilte Leid ist halbes Leid.

Es sind an diesem Tag sehr viele an der Navigationstheorie gescheitert – mein Rat an alle die Ihre Prüfung noch vor sich haben, nicht unterschätzen!
Der SSS ist der Einstieg in die Welt des gewerblichen Skipperns – man muss schnell, präzise und sicher arbeiten, der Ermessensspielraum der Prüfer ist meines Erachtens nach geringer als beim SKS.

Viel Erfolg allen, die es jetzt ohne die Hilfe der programmierbaren Rechner anpacken. Ich bin sicher, die Prüfungen werden angepasst, leichter wird es dadurch wohl nicht.

Gruß vom Skipper (der jetzt mit seinem Kumpel ein – oder zwei – Bierchen trinkt)

Bundesnetzagentur – das Haus das Verrückte macht???

…erinnert sich noch jemand an dieses Astrix Comic „Asterix erobert Rom“?
Das Haus das Verrückte macht?

Das Haus das Verrückte macht

„…den Passierschein A38? Da sind Sie hier falsch, gehen Sie zuerst in den Stock IX…“

"Eintragung einer Galeere? Da sind Sie hier falsch! Wenden Sie sich an den Hafenkommandanten."
„Eintragung einer Galeere? Da sind Sie hier falsch! Wenden Sie sich an den Hafenkommandanten.“

So oder ähnlich waren meine Befürchtungen als ich Kontakt zur Bundesnetzagentur aufnahm um mir Anrufnummern für den Funkverkehr und die Teilnahme am GMDSS zu beschaffen.
Weit gefehlt – Kontaktaufnahme per eMail, ein paar Fragen gestellt.
Zwei Stunden später eine nette Antwort eines kompetenten Herren, alle Fragen beantwortet, der Rat erteilt erst die Nummern zu beantragen und dann die Geräte zu kaufen (das geht? – super!) und einen Link mitgeschickt zum Online Antrag.
Am Mittwoch Antrag ausgefüllt und gescannt zurückgeschickt – am Freitag die Urkunde in der Post!
Bundesnetzagentur – Daumen hoch!

Tata – hier die Anrufnummern für „Nessaja“ im Funkverkehr…

Call Sign -> DH8897
MMSI -> 211697370
ATIS -> 9211088897

Ich freue mich, dass das so reibungslos geklappt hat.
Ob der Neukauf des Funkgerätes und die Programmierung der EPIRB genauso reibungslos verläuft?
Das erfahrt Ihr bald hier auf unserem Blog…

Gruß vom Skipper

Viele neue Informationen

Hallo an alle Follower meines Blogs…

Ihr habt es ja vielleicht mitbekommen – wir haben unseren Urlaub auf Leros verbracht und somit unserer Nessaja viel Zeit widmen können.
So wurde auch Zeit diesen Blog mit News zu füttern.

Ich habe zwei neue Galerien mit Fotos eingefügt, die findet Ihr wie immer am linken Seitenrand.
Dort sind die ersten Fotos der „aufgeräumten“ Nessaja zu sehen – das Schiff stellt sich sozusagen vor, man kann sich einen Eindruck holen.

01 Nessaja total (3)

Zudem konnte ich, nachdem ich viele Tage lang im Schweiße meines Angesichts gerackert und studiert hatte, auch die ganzen im Blog geführten Listen komplettieren.

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So ist die Ausstattungsliste jetzt aktuell, ebenso die „ToDo – Liste“.
Die ganzen im Urlaub durchgeführten Arbeiten haben wir in der „Worklist“ zusammengefasst – das alles findet Ihr unter „Nessaja“ im oberen Hauptmenü.

Um allen Lesern gerecht zu werden – nicht nur den technisch Interessierten oder den Bootsspezialisten – habe ich in der zweiten Galerie bereits die ersten Impressionen von Griechenland zusammengefasst. Wir hatten genug Zeit die Insel nochmals zu erkunden und dabei die Gelegenheit sehr viele wunderschöne, durchaus auch klischeehafte, Eindrücke zu sammeln.
Nicht zuletzt sieht man auf den Bildern auch, dass wir mehrfach Besuch hatten – langweilig war uns also nie! Dafür bedanken wir uns bei all unseren Freunden, dass sie ihre Zeit mit uns geteilt haben.

Was fehlt? Wie geht´s weiter?
Der Urlaubsbericht vom Juni, unserem „Rammadamma“ fehlt noch. Dafür werde ich mir die nächsten Tage Zeit nehmen um ein bisschen vom Erlebten zu erzählen.
Seid also gespannt, diese News gibt´s demnächst hier…

…es ist vollbracht – der Skipper legt nach!

Heute ist ein toller Tag!

Nachdem die Capetania mit dem Bestehen der SKS Theorie (mit Belobigung) ordentlich vorgelegt hatte war es nun an mir nachzulegen.
Aus den Erfahrungen rund um meine SSS-Prüfung noch mit Demut belegt habe ich also die letzten Wochen jede freie Minute gelernt und mein Umfeld damit ordentlich belastet…
Selbst am Tag vor der Prüfung war es angebracht noch ein paar Handgriffe am Sextanten zu üben – so musste die Sonne mal kurz auf die Brecherspitz „gesetzt“ werden.

Sextant

…so weit so gut – aber der Ernst der Sache sollte folgen – am Samstag war am Starnberger See Prüfung. Der SHS (Sporthochseeschiffer – Schein) ist eine ausschließlich theoretische Prüfung in vier Teilen. Ich habe mich entschlossen es einmal zu probieren alle Teile am Stück zu machen. Dies war zwischen 09.00 Uhr und 16.00 Uhr zu tun – Ergebnisse gibt’s am Sonntag!
Heute also noch einmal hin – es sollte so ausgehen wie ich es schon aus 2011 vom SSS kannte – mein Name wurde genannt als die Aspiranten zur mündlichen Prüfung im Fach „Wetter“ genannt wurden.

Nun waren also fast zwei seeeehr lange Stunden warten angesagt bis ich endlich meine bescheidenen Wetterkenntnisse zum Besten geben durfte. Das sollte reichen, das Fach „Wetter“ war gepackt!
Das mündliche Fach „Handhabung einer Yacht“ hatte ich am Vortag bereits bestanden – aber was ist denn nun mit dem Rest???
Ihr könnt Euch den Stein nicht vorstellen der mir von den Schultern fiel als der Ausschussvorsitzende mir bestätigte, dass ich auch „Recht“ und „Navigation & Astro“ bestanden hatte – der Hammer!

Seit heute 12.30 bin ich also Sporthochseeschiffer – die höchste deutsche Lizenz in der Sportschifffahrt welche zur weltweiten Fahrt qualifiziert! Das ehrt mich sehr, verleitet mich aber auch zu unüberlegten Taten…

SHS geschafft

Es soll nicht der abschließende Satz des Prüfers vorenthalten werden – er gab mir mahnende Worte mit auf den Weg „Ihre Antworten in auf den allgemeinen Teil in Astronavigation waren grausam – Sie konnten sich nur durch eine sehr gute Navigationsprüfung retten…“
Tja, äh, was soll ich sagen? Der Mut zur Lücke???
Ich habe Ihm jedoch mein Wort gegeben, dass ich mich tatsächlich mit meinem Sextanten beschäftigen will und werde (meine Styroporweltkugel musste trotzdem in den Abfall!)

Jetzt erstmal das Projekt Schiffsüberführung – neugierig? – News in Bälde hier in diesem Blog!

Nachtrag – wir schreiben den 15.05.15 / 0926 MESZ – es klingelt…
Der Briefträger steht vor der Türe und schon am Kuvert erkenne ich – er ist da!
Seit heute (fast ein Geburtstagsgeschenk) halte ich also das begehrte Objekt in Händen.

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Gruß vom Skipper