August 2022 – You`ll be in my Heart

August – Hochsommer! Das prägende Ereignis dieses Monats war die Hochzeit von Amelie und Stefan, für die wir Mitte des Monats nach Deutschland gereist sind. Einer der Hochzeitssongs war der Collins Song von 1999, der Titelsong aus dem Disney Musical „Tarzan“.

Amelie, Stefan, wir sind stolz auf Euch und wünschen alles Gute – möge der Text des Liedes Gültigkeit haben…

„Cause you’ll be in my heart
Yes, you’ll be in my heart
From this day on
Now and forever more“

Doch von Anfang an…

Der achte Monat des Jahres 2022 war ein ereignisreicher. Daher fällt auch der Blogbericht wieder üppig aus, aber das kennt Ihr ja schon. Es gibt viele Bilder, ein paar nette Geschichten und viel Erlebtes, das wir mit Euch teilen wollen.

Gönnt Euch eine köstliche Kaltschale und ein paar Minuten Auszeit um den Augustbericht zu lesen und zu genießen – wie immer freuen wir uns über Kommentare, Anregungen und Hinweise.

Ihr erinnert Euch vielleicht – den Blogbericht des Monats Juli habe ich mit einem kleinen Ausblick auf August abgeschlossen – hier möchte ich einsteigen und den aktuellen Monatsbericht beginnen…

NESSAJA an ihrem Platz

Unser Zuhause liegt sicher und geschützt an ihrem Platz D1 in der Leros Marina Evros. Im August habe ich keine weiteren Reparaturen am Schiff vorgenommen. Ich habe beschlossen, ein paar Kleinigkeiten in den ersten Septemberwochen zu machen, mich dann zu restrukturieren und wenn es kühler wird, ab Anfang Oktober, wieder in eine „9to5“ Projektarbeit einzusteigen.

Ich wollte Konzerte besuchen – das habe ich gecancelt! In Griechenland steigen die Covid Zahlen wieder spürbar an, auch in unserer Marina gab es Fälle. Grundsätzlich habe ich keine Angst und bewege mich meist ganz normal in meinem Umfeld, nachdem wir aber im August reisen wollen und zudem der Wirt bei der Hochzeit der Kinder von seinem Hausrecht Gebrauch machte und eine Testpflicht verhängte, habe ich entschieden etwas Vorsicht walten zu lassen – diese ist ja bekanntlich die Mutter der Porzellankiste…

Bei den Arbeiten an ALENA besteht diesbezüglich aus meiner Sicht keine Gefahr – Krantermin war für den 09.08. angesetzt – es galt also, das Augenmerk auf diesen Termin zu richten! Es gab ja noch Einiges zu tun…

Die Schadstellen am Skeg waren großflächig abgeschliffen

Während ich mich mit den Schleif- und Laminierarbeiten am Rumpf beschäftigte, rückten die Marinamonteure an, um sich der Motorinspektion zu widmen. Dies kann in diesen Tagen getrost als Glück bezeichnet werden, waren diese Handwerkertermine doch sehr rar. Nikolas, der Marinachef, hatte Wort gehalten!

Marios, der Motormechaniker, im Einsatz

Noch geübt durch meine Ruderreparatur, ging es auch bei mir fix voran – ich konnte rasch die ersten Matten auflegen…

Erste Lage zur Stabilität und Formgebung…
…alles was übersteht wird später verschliffen

…und aufgrund der kurzen Aushärtungszeit bei diesen Temperaturen, war es möglich die zweite Lage bereits einige Stunden später zu verarbeiten. So ging richtig was voran!

Zweite Lage als Decklage und für ein besseres Oberflächenfinish

Auch die Monteure blieben nicht untätig – die Wartung der Maschine nebst Ölwechsel und dem Wechsel aller Filter war rasch erledigt. Dummerweise wurden zwei Fehler entdeckt – zunächst wurde eine Undichtigkeit an der Seewasserpumpe festgestellt.

Deutlich zu sehen – undicht!!!

Dieses Teil kann man mit einem Reparatursatz instandsetzen, dies wurde von mir, nach Rücksprache mit Werner, sofort in Auftrag gegeben.

Tags darauf sollte ein weiteres Problem entdeckt werden, welches für Zeitdruck sorgte. Dazu später mehr…

Ich spachtelte derweil meine Reparaturstelle mit Feinspachtel auf Epoxidbasis, um so die Oberflächen wieder eben zu bekommen – das Ergebnis war nicht so schlecht…

Fertig zum Streichen

…und bestens vorbereitet, um abschließend eine Epoxi-Grundierung für das durch die Werkstatt aufzubringende Antifouling zu streichen – FERTIG!!!

Geht doch!

Sibylle´s Abreise nach Deutschland war für den 04.08. geplant. Sie wollte eine Woche vor mir anreisen um etwas mehr Zeit für die Enkel zu haben. Das war durchaus in meinem Sinne, hatte ich mit ALENA doch genug zu tun.

Unser letzter Abend brach an, wir gönnten uns einen Abschiedsdrink in der Bar der Marina – und als ob der Marinahund „Electra“, der Hund des Elektrikers, die nahe Abreise spüren würde, kam er noch einmal zu Sibylle um sich zu verabschieden (und ein Leckerli abzustauben).

Electra – der Marinahund, scharf auf Leckerlis

Sibylle´s Abreisetag war gekommen – ich war wieder recht früh wach und habe die Morgenstunden genutzt, um am Panteli Beach baden zu gehen. Wie Ihr wisst, sind das für mich besondere Momente – der perfekte Start in den Tag…

Ungefähr 07.30 Uhr – die Sonne gerade über dem Bergrücken
Nach dem Bad ein Tässchen Kaffee in der frischen Morgenluft
No more words

Kurz nach meiner Rückkehr kam Hektik auf – ich wusste, dass ALENA durch die Werft gestrichen wird, das Datum war jedoch ungewiss – schnell wurde klar – HEUTE…

Der Verantwortliche fragte nach einer Grundierung an den freiliegenden, blanken Stellen – aha, bei mir noch vergessen – hier daran gedacht! Ich habe bejaht und der Voranstrich wurde sofort umgesetzt.

Geschliffen, geprimert und repariert…

Als Sibylle und ich gefrühstückt hatten war es bereits passiert – ALENA´s Bauch strahlte wieder wie zu besten Zeiten. Ich war zufrieden, ich war im Plan!

SO muss das! Wenn man bedenkt wie sie noch vor wenigen Tagen aussah!

Für den heutigen Tag, wir schreiben den 04.08., war nichts mehr geplant – ich habe Sibylle zur Fähre gebracht und sie verabschiedet. Leider kam die Fähre, aufgrund des hohen Andrangs an allen Häfen, mit fast einer Stunde Verspätung in Leros an…

Maskenpflicht in öffentlichen Transportmitteln

…das alleine wäre nicht so schlimm, wenn Sibylle nicht die „perfekte Verbindung“ über Kos herausgesucht und gebucht hätte. „Perfekt“ bedeutet in diesem Fall keine Wartezeiten zwischen Fähre, Bus und Flugzeug. Keine Wartezeiten bedeutet aber auch – kein Puffer!!!

Flieg Fähre – flieg nach Kos!

Die Situation sollte sich verschärfen, da Sibylle bereits in der Fähre klar wurde, dass sie den Bus nicht erreichen würde. Ein Taxi stand in Kos jedoch nicht bereit! Offen gesagt, Kos hat ein Taxiproblem – ob es einfach durch den großen Andrang verursacht ist oder vielleicht ein „bisschen absichtlich“ – das wissen wir nicht.

Long Story Short – Sibylle hat ihren Flug erreicht und ist sicher in München angekommen. Das ist gut! Weniger gut ist – ich habe exakt eine Woche später die gleiche Verbindung! Ob das klappt???

Wenn Sibylle weg ist, kehrt bei mir Ruhe ein. Ich bin also zurück auf NESSAJA, habe mich neu sortiert und angefangen den Monatsblog für Juli zu schreiben…

Blogbericht schreiben – Schweißarbeit!

…das ist schweißtreibend! Ob es am Wirrwarr der Gedanken im Kopf liegt oder aber einfach an den hochsommerlichen Temperaturen jenseits der 30°C Marke, bleibt der Phantasie des Lesers überlassen – ich jedenfalls, muss das schöne Holz des Salontisches mit einem Handtuch gegen den an den Armen herabrinnenden Schweiß schützen, mir regelmäßig die Stirn abtupfen und mich grundsätzlich etwas „herunterkühlen“.

Sorgt für Frischluft – Carlson der Ventilator

Ich gestehe mir, um nicht kochen und einkaufen zu müssen, ein Tagesbudget zu. Dieses erlaubt mir Besuche in den günstigen Grills oder Pizzerien der Insel. Da sowohl Hans-Peter als auch Johannes alleine hier sind, haben wir uns zu einer Männergruppe zusammengefunden, um die letzte Mahlzeit des Tages, nebst Bierbegleitung, gemeinsam einzunehmen. So auch an diesem Abend als wir, zusammen mit Hans-Peter´s Hund Merlin ins „SouVlakki“ gingen…

Merlin ist sein Künstlername – ein Pseudonym um incognito zu bleiben…

…erinnert Euch Merlin an irgendwen oder irgendwas???

Na klingelt`s? Ich gebe einen Tip – und das ist kein Witz – der Hund heißt nicht Merlin, er heißt „Eragon von Melmac“ – jetzt wird es klar oder???

Auch ein „von Melmac“

Vermutlich, nein wahrscheinlich, sind die beiden „von Melmacs“ verwandt oder verschwägert. Ich habe Merlin gefragt – er schweigt! Ein Rätsel…

Apropos Hans-Peter, auch hier tut sich was, auch das hatte ich im Vormonat angekündigt – ich möchte etwas bei den Reparaturen an der LIBERTÉ unterstützen.

Endlich – Panagiotis, der Elektriker, gibt sich die Ehre!

Nachdem die Ventile eingebaut waren, die Reparaturen am Saildrive abgeschlossen waren und sowohl der Unterwasseranstrich wie auch das Polieren von der „To-Do“ Liste gestrichen werden konnten, war es an der Zeit, dass die Elektrik in Hans-Peter´s Mast instandgesetzt wurde. Der Elektriker, bei dem Termine so schwer zu bekommen sind wie beim Papst, machte die Aufwartung, setzte das Geplante gekonnt um und war ebenso schnell wieder verschwunden – der ist sein Geld wert!

LIBERTÉ war somit fertig für den Kran und die Einwasserung…

Ich selbst hatte an ALENA noch die Ankerelektrik zu reparieren. Der Schalter hat mich auch im August noch etwas beschäftigt. Das große Loch des Originalschalters musste verschlossen werden – aber ich hantierte ja ohnehin mit Epoxispachtel…

Wieder verschlossen und überschliffen

…so war das Deck bereit um einen neuen, handelsüblichen und aktuellen Fußschalter zu verbauen und anzuschließen.

Passt, so soll das aussehen

Funktionsprüfung – check! Alles tut wieder, es kann wieder ein Punkt von der Liste gestrichen werden. Der 09.08. rückt näher! Es folgt eine Hiobsbotschaft…

Der „Mixing Elbow“, ein anfälliges, teures Teil der Auspuffanlage, zeigte deutliche Verschleißspuren und war durch Ölkohleablagerungen zugesetzt – was tun?

Klar zu sehen – Rost / Ölkohle

Es wurde beraten, ich stimmte mich mit Nikolas und Manolis, dem Werkstattleiter, ab – zunächst waren wir der Meinung, dass der Elbow für eine weitere Saison vorbereitet und instandgesetzt werden könnte – das haben wir aber verworfen, als wir einen weiteren Schlauchanschluss abgeschraubt haben…

Nicht mehr viel Durchsatz – Überhitzung droht

…schnell wurde klar – hier muss Ersatz her! Das Projekt drohte zu scheitern. einen Elbow würde man nicht fristgerecht geliefert bekommen!

Kennt Ihr die Lösung? Aufmerksame und treue Blogleser wissen – ich habe mir so ein Teil als Ersatz von Giorgos beschafft. Er baut die Dinger aus Edelstahl und der Zufall, oder besser das Glück, wollte es so, dass Werner und ich den gleichen Motor verbaut haben.

Könnt Ihr Euch die Augen des Werkstattteams vorstellen, als ich sagte „…einen Elbow für einen MD22 – habe ich!“ Für Götter…

Darauf ein Bier!

Jeden Abend – Feierabendbier in Panteli

Immer noch halte ich daran fest morgens und abends zu meinem Lieblingsstrand in Panteli zu gehen. Mittags meist nur auf einen Badestopp, ein Aufenthalt ist nachmittags in den Monaten Juli und August aus meiner Sicht nicht angenehm, zu laut, zu voll, zu hektisch.

Ich bade, trinke ein Feierabendbier und treffe mich dann mit Hans-Peter oder Johannes oder beiden zum Essen – heute geht es ins „La Nostra“, der Pizzeria in Lakki.

Salat und Pizza – gut fei!

Ich hatte mein Budget erwähnt – es soll kein Geheimnis bleiben, ich rechne mit 20.- bis 25.-€ pro Tag. Das errechnet sich aus 10.-€ für´s Abendessen, 3.-€ für´s Bier zum Feierabend, weitere 6.-€ für ein leckeres Eis am Nachmittag – Ihr seht, es bleibt wenig Raum für´s Frühstück…

Das geht aber, denn wir haben „Mike´s Bakery“ für uns entdeckt!

Breakfast at – not Tiffany´s – Mike´s

Ein großes Sandwich in vielen Varianten und ein Coke oder Cappuccino kosten 3,60€ bis 4,60€ – zusammen – das passt und rechnet sich gerade noch. Zur Not muss das Eis oder das Dinner etwas schmäler ausfallen.

Heute soll das Problem mit dem „Mixing Elbow“ auf ALENA gelöst werden. Wenn das klappt, sind alle Punkte auf der Liste erledigt und die stolze Hallberg-Rassy kann zurück in ihr Element – nach drei Jahren.

Und was soll ich sagen…

Mixing Elbow aus V4A – perfekt! Der letzte Punkt auf der Liste – check!

DAS war ein Feierabendbier der Extraklasse wert! Leider ist das bei den Temperaturen immer viel zu schnell „verdunstet“!

Nanu – schon leer???

Der Tag neigt sich dem Ende entgegen, es war ein guter Tag – ich bin zufrieden und bekomme dafür einen schönen Moment geschenkt…

NESSAJA im Sonnenuntergang
Ein schöner Platz zum Wohnen

Er bricht an – der Tag der Tage – naja, zumindest was diese Phase des Augusts betrifft. Es ist der 08.08. – der Tag, an dem der Krantermin für LIBERTÉ fixiert ist UND der Tag, auf den ich ALENA´s Krantermin vorgezogen habe! Tata…

Ich stärke mich entsprechend und sprenge damit auch mein Tagesbudget – mit einem feudalen Frühstück in der Mühle meines Freundes Haris – mir war so…

Ein Gaumenschmaus – made my day!

…danach ging es in den Werftbereich der Marina, um erst Hans-Peter´s Schiff ins Wasser zu bringen…

Die LIBERTÉ in den Gurten – von ALENA aus gesehen

…und anschließend gleich ALENA ins Becken zu heben. Wir waren aufgeregt. Ich wollte das Schiff an den Platz fahren, habe dafür eine Lücke an unserem Ponton reserviert, um es weiter beobachten zu können. Ich hatte viel über die fiesen Manövriereigenschaften der Rassys gelesen, das machte mich nervös – ich habe Uli als „Verstärkung“ mit an Bord genommen – es ging los!

Der Kran wartet schon

Leider keine Bilder vom „Touchdown“ – ich war zu beschäftigt. Was passierte??? Nun, wir fuhren einigermaßen anständig, aber geplagt durch einen ausgeprägten Radeffekt, aus der Krangasse um dann – in Rückwärtsfahrt – den Liegeplatz anzusteuern. Ja denkste!!! Eine Ruderbewegung reichte, um das Schiff aus der Bahn zu werfen – eine Wiederaufnahme der Rückwärtsfahrt war unmöglich.

Ich fragte Uli ob er es mal probieren wolle, ich kam mir vor wie ein Anfänger – die Antwort – NÖ!

Wir eierten rum, eine Planänderung muss her! Sofort! Ich beschloss kurzerhand, vorwärts in die Gasse zu fahren, trotz kräftigem Wind – mal sehen was dort passiert. Nun, das Schicksal hatte ein Einsehen und half mir, die Schwedin gekonnt, diesmal unter Zuhilfenahme des Radeffekts, in die Lücke zu drehen – wow, gut gelungen – danke! Da lag sie nun…

ALENA neben LIBERTÉ – Tagwerk geschafft, super!

Ich bereitete die rassige Rassy auf die Übernahme des Eigners vor, legte Stromanschluss und Gangway. Leider tat der Kühlschrank nicht was er sollte, er versagte das Kühlen – was nun? Guter Rat schien teuer, das eiskalte Willkommensbier in weite Ferne gerückt.

Google und die Gleichgesinnten des „Mittelmeer Skipper Forums“ halfen – ich konnte das System entlüften (wassergekühlt) und schließlich in Betrieb nehmen. Weil ich ein Guter bin, habe ich noch zwei Bier und ein Wasser in den Froster. Jetzt kann Werner kommen.

Dies sollte in zwei Tagen, am 10.08. spätabends, soweit sein. Ich hingegen musste mich vorbereiten. Ich würde bereits ein paar Stunden später, am 11.08. nachmittags, nach Deutschland abreisen, es war Einiges zu tun…

Mein Fährticket nach Kos musste gekauft werden

…so zum Beispiel der Kauf des Fährtickets – es ist nämlich keinesfalls sicher, dass man in der Hochsaison immer einen Platz auf dem Zubringer bekommt, also macht der Vorabkauf Sinn!

Außerdem habe ich für mich beschlossen, dass ich mich an den drei Tagen vor Abflug einem Covid-Selbsttest unterziehe. Der Grund dafür ist banal, nachdem ja bei Stefans Hochzeit eine Testpflicht festgelegt war, würde ich, im Falle eines positiven Testergebnisses, gar nicht erst nach Deutschland reisen.

Also ans Werk…

Wie war das gleich wieder?

…mit durchaus positivem, also negativem, Ergebnis 😉

Zwischendrin habe ich für Hans-Peter ein Segel beim Segelmacher abgeholt – die GS als Transportmuli, Greek Style eben!

Platz ist auf der kleinsten Maschine – und wo sitz´ich???

Was mich in dieser Phase total freut, ist eine Nachricht von unseren Freunden Tanja und Stefan, den Eignern der OREJA VELA, die mit unserem ehemaligen Bus auf einer Reise von Süditalien nach Hamburg sind. Sie genießen das Landleben und unser Italiener dient in seinem Heimatland als Camper.

Stefan mit spartanischer Campingausrüstung und unserem Luigi

So vergingen diese Tage bis zu meiner Abreise wie im Flug. Ich folgte den liebgewonnenen Traditionen, wie z.B. meinem morgendlichen Bad nebst Cappuccino, bis zum letzten Tag…

…half weiterhin bei Hans-Peter auf der LIBERTÉ bei Kleinreparaturen, wie z.B. der Vorbereitung des Instrumentenpanels für den Einbau der neuen Navigationsgeräte…

Wo gehobelt wird fallen Späne

…und gönnte mir mein Repapis Eis am Nachmittag!

Auch an diesem Abend gehe ich am Panteli Strand schwimmen, es sollte das letzte Mal für eine gute Woche sein.

Das werde ich vermissen

An diesem Abend habe ich Zeit, denn Werner kommt gegen 01.00 Uhr an – ich möchte auf ihn warten, um dabei zu sein wenn er seine ALENA bezieht, ich freue mich auf diesen Augenblick und gönne mir ein Bierchen während die Sonne untergeht.

Abends noch der heutige Covid-Test, auch der wieder mit dem erwarteten Ergebnis. Es scheint alles zu klappen.

Negativ – also positiv – na egal…

Werner kommt an – wir begrüßen uns und freuen uns gemeinsam, dass alles so gut geklappt hat. Ich übergebe die Hallberg-Rassy in diesem Moment an ihren Besitzer. Ich muss gestehen, ich war gerührt, ein bewegender Moment voller Freude!

Neuer Tag – der Tag an dem ich nach Deutschland fliege. Morgen heiratet mein Sohn…

Ich wasche meine Wäsche…

Alles sauber vor der Abreise

…und packe – im Gegensatz zu Sibylle reise ich mit kleinem Gepäck.

Der Rucksack muss reichen

Ein letztes Mal teste ich mich – wenn dieser Test wieder zeigt, dass ich nicht an Covid erkrankt sein dürfte, werde ich die Reise antreten.

Wartezeit – 15 Minuten

Ich kann fahren! Der Balken wandert nach der Wartezeit nach oben, zeigt sich als Einzelbalken und ich informiere die Familie in Deutschland, dass mein Countdown läuft.

Ich muss mein Motorrad einpacken…

Gut verpackte Moppeds

…und auch NESSAJA für die Abwesenheit vorbereiten. Die Ventile müssen geschlossen werden, das System muss stromlos gemacht werden, was für die 220V und die 12V Seite gilt. Die Schattenspender müssen weg und die Fenster und Luken geschlossen werden.

Ich war fertig zur Abreise…

NESSAJA – ich komme wieder, in einer Woche…

…nur noch die Schuhe – uff, nach Wochen in Crocs wieder festes Schuhwerk, das fühlt sich komisch an!

Schuhe – was für ein beengtes Gefühl

Werner bot sich an, mich mit einem Leihwagen nach Agia Marina zur Fähre zur fahren, wo ich „just in time“ ankam – auf geht´s! Deutschland ich komme!

Ihr erinnert Euch? Auch ich hatte einen strammen Fahrplan – auch meine Fähre kam 45 Minuten zu spät, na toll…

Jetzt aber los…

…auch für mich galt auf der Fähre Maskenpflicht, welcher ich aus Respekt vor den Vorgaben meines Gastgeberlandes und auch aus Eigenschutz gerne gefolgt bin – ich will morgen bei den Feierlichkeiten nicht „außen vor“ bleiben.

FFP2 – bis München

Was folgte, war eine Odyssee – auch ich kam zu spät in Kos an. Der Bus war weg, ich brauchte ein Taxi.

Auch bei mir waren keine Taxis am Hafen. Zunächst scheiterte jeder Versuch eines der vorbeifahrenden Taxis abzugreifen. Verflixt – alle reserviert (natürlich gegen Aufpreis 😉 ) – was tun?

Ein Taxi kam in den Port, ebenfalls reserviert, hatte aber Probleme seine Gäste zu finden. Der Zufall und das Glück halfen, dass ICH dieses Taxi abgreifen konnte und auch noch meinen zufällig mit mir reisenden Freunden, Frederic nebst Familie, eine Fahrgelegenheit zum Flughafen bieten konnte.

Wir kamen um 17.30 Uhr am Flughafen an. Durch die Tatsache, dass ich bereits eingecheckt war, zudem kein Aufgabegepäck hatte, war ich recht schnell durch die Sicherheitskontrolle und ab hier wieder „in time“.

Die Taxisituation in Kos bleibt verbesserungswürdig…

Ich sitze bald im Flieger der mich nach München bringen wird.

Lufthansa gebucht – Eurowings bekommen – passt aber alles
Fensterplatz – alleine in meiner Reihe, schön!

Zweieinhalb Stunden später lande ich im Erdinger Moos, es ist bereits dunkel…

Franz-Josef-Strauß Airport MUC

…und noch im Bus erreicht mich die Nachricht von Sohn Florian, dass er schon vor dem Eingang wartet. Das muss er nicht lange, denn ohne Gepäck bin ich auch hier schnell durch alle Türen, um mit dem Junior die 100km Heimweg anzutreten.

Dort erwartet mich der Himmel auf Erden! Ja, Sibylle auch, aber darüber hinaus – habe ich mir bestellt – Brezen, Fleischsalat und ein Reutberger! Ein Gedicht!!!

Die Enkel schlafen schon, alle sind müde – es gibt daher nur ein kurzes Hallo, bevor wir alle ins Bett sacken. Morgen wird ein anstrengender Tag!

Ringring – der Wecker klingelt und Enkelchen Otto schleicht sich zu uns ins Bett. Hallo, schön Dich zu drücken. Aber wir müssen aufstehen, frühstücken und dann zum Testen fahren – heute brauchen wir einen offiziellen Schnelltest mit Bescheinigung, welche wir beim BRK erhalten. Tatsächlich zeigt sich, dass ein Hochzeitsgast wegen einem positiven Ergebnis nicht kommen kann – sehr ärgerlich.

Es ist der 12.08. – der Tag der Hochzeit unseres Sohnes Stefan mit seiner bezaubernden Amelie. Wir bekommen eine Schwiegertochter – und was für eine – darauf freuen wir uns!

Die Feierlichkeiten, es ist die standesamtliche Trauung, finden im Familienkreis im Almbad Huberspitz statt – ein schöner Ort für einen solchen Anlass – wenn das Wetter mitspielt…

Almbad Huberspitz

…und das tat es! Es war Kaiserwetter, dem Anlass angemessen!

Kein Stress – nimmermehr

Überhaupt ist das Almbad ein besonderer Ort an dem die Uhren anders zu ticken scheinen…

New York, Rio, Sydney…
Huberspitz – die Zeit „vergessen“

Der Trausaal weist eine Besonderheit auf – er liegt direkt auf der Gemeindegrenze zwischen Hausham und Schliersee – darauf wird auch deutlich hingewiesen.

Wichtig! Wo bin ich???

Diese Grenze sieht man als rote Linie auch auf dem Boden verlaufen. Das ist, kein Scherz, wichtig um der Trauung Gültigkeit zu verleihen. Das Brautpaar muss nämlich auf der Seite des Verantwortungsbereiches der Standesbeamtin sitzen – in unserem Fall Hausham.

Dies wurde eingehalten und so war, nach einer (privaten) Trauungszeremonie, die Eheschließung vollzogen und wir hatten eine Amelie Rauch in der Familie.

Sibylle & ich mit drei unserer vier Kinder und Schwiegertochter Amelie

Von vornherein war klar – diese standesamtliche Trauung endet um 17.00 Uhr. Die große Feier, mit der gesamten Familie und allen Freunden, wird 2023 stattfinden. Es wurde zur Auswahl gestellt, mit dem Kleinbus oder einem Taxi zurück ins Tal zu fahren – oder eben zu Fuß talabwärts zu gehen.

Weil ich meiner lieben Frau sicher 1001 Gefallen schuldig bin, habe ich mich zum Fußmarsch hinreißen lassen…

Sie strahlt – und mit mir geht´s abwärts (natürlich nur im Wortsinn – Richtung Tal 😉 )
Wie weit ist´s noch? Dauert´s noch lang? Nur noch 26 Kurven…

Viel Zeit Freunde zu besuchen blieb nicht – trotzdem versuchten wir in der kurzen Zeit ein bisschen was unterzubringen…

Die Fahrt nach Erding zum Beispiel, um Christine und Nader wiederzusehen und dies mit einem Kaffeekränzchen zu verbinden (oh Gott, das klingt „alt“).

Der Kuchen ist NICHT aus Erding – Winkelstüberl – what else???

Oder den kurzen Ausflug an den Schliersee, um Rita und René zu besuchen. Ich wollte seinen automobilen Neuerwerb sehen…

Heckflosse – nice!

…verbunden mit einer Probefahrt welche mich an meine Kindheit erinnerte. Sowohl der Geruch wie auch die Ausstattung, die Optik und Haptik, sind und waren mir sehr vertraut!

Wie in den 70ern

Wir überlegten uns, ob ein Bad im See erstrebenswert ist…

Der See lädt zum Bade – scheitert aber…

…dieser scheitert mit seinem Ruf aber ob des drohenden Regenschauers und der doch abgekühlten Temperaturen. Wir scheinen verwöhnt zu sein!

Stattdessen heizen wir den Grill ein und legen ordentlich auf – die Zusammenkunft muss gefeiert werden, es gibt viel zu erzählen.

Yummie – I like!

Wenn wir das nächste Mal in Deutschland sind – und das wird aufgrund von Franzi´s Hochzeit schon bald sein – werden wir im „Haus Seegarten“ verweilen, ich freue mich darauf.

Dieses Mal waren wir bei Sohn Florian zu Gast. In unserem alten Haus findet sich immer irgendwo ein Bett für uns, wenn es auch das Gästezimmer nicht mehr gibt. Die beiden Racker fordern ihre Räume – und das ist gut so. Das inzwischen neu renovierte und umgestaltete Haus zeigte sich bei herrlichem Wetter von der besten Seite – ein schöner Platz!

Objects in the rear view mirror…

Der Garten ist zu dieser Zeit ein kleines Paradies – eine wunderbare Umgebung für die Enkelchen!

Natur pur

Wir haben Spaziergänge in der Umgebung gemacht, die Flora und Fauna des bayrischen Oberlandes genossen. Ein Kontrast zu unserer „neuen Welt“!

Auch hier haben wir den Grill eingeheizt, Florian hat zur „Burgerparty“ geladen. Das mag ich, da freut sich mein Herz…

Homemade – No. 1 von 3

Bei den Fahrten mit Sonja´s Auto haben wir aber auch Dinge erleben dürfen an welche wir uns nur noch dunkel erinnern – sowas gibt es in „unserer Welt“ nicht!

Stau? Was ist denn das???

Natürlich haben wir verglichen – was haben wir gewonnen / verloren?

Perkmann´s Kaffeerösterei gegen Dimitra´s Cafe Luigi – beim Preis siegt Dimitra, der Cappuccino kostet die Hälfte. Beim Geschmack gewinnt Perkmann – diese Qualität findest Du auf Leros nicht…

Top empfehlenswert in Miesbach – der neue Kaffee von Perkmann

Eiscafe Cortina / Miesbach gegen Repapis / Lakki – ich wollte mal wieder ein geliebtes Spaghettieis aber Cortina versagt völlig. Lieblos, im Plastikbecher und teuer. Der Punkt geht mehr als eindeutig an Repapis!

Gut aber nicht überzeugend

Essen welches es nur gibt, wenn die Kinder es sich wünschen, gegen Giros & Co. 😉 – ich liebe Giros, aber der Punkt geht doch an die Schinkennudel welche sich Florian zu meinem Abschied gewünscht hat…

Schmeckt noch besser mit Heinz Ketchup

Bitte nehmt das nicht ganz so ernst – was ich vermitteln will ist, dass wir unsere Speicher, mit den Dingen die wir vermissen, aufgefüllt haben. Ein weiterer Punkt geht an „Brezen mit Fleischsalat“, welche ich jeden Morgen zum Frühstück hatte und noch ein weiterer Punkt an sowohl die EINE Kas-Leberkassemmel von Holnburger und das Weißwurstfrühstück bei Florian, mit Würsten aus derselben Metzgerei – Highlights!

Der letzte Abend vor meiner Abreise, nach einer Woche Aufenthalt, wurde noch bei den ehemaligen Nachbarn verbracht. Ein schöner Ausklang bei Gin-Tonic, wunderbar…

Im Garten von 12a

Beepbeepbeep, ahhhrgggh, was ist das? Der Wecker, unchristliche Zeit! Hilft nix, ich muss zum Flughafen. Mein Flug geht um 06.20 Uhr, der Wecker klingelt um 03.30 Uhr und meine liebe Gattin fährt mich hin. Ich weiß, dass sie mich verflucht, aber immerhin, sie fährt mich – wahrscheinlich ist es einer der Gründe warum ich sie liebe.

Ich finde mich pünktlich in MUC ein, bin eingecheckt, habe widerrum nur Handgepäck und warte auf das Boarding.

Kos ich komme

Du buchst Lufthansa, checkst bei Eurowings ein, wirst aber von Air Baltic geflogen – naja, solange ich ankomme.

Air Baltic – die pünktlichste Fluglinie

Die Maschine war ganz neu, top gepflegt, sehr freundliches Personal. Ich hatte wieder eine Reihe für mich und einen angenehmen Flug. Das kenne ich auch anders, der Punkt geht an Air Baltic – Daumen hoch!

Anflug auf Kos

Ich hatte einen tollen Plan für Kos! Ich werde als erster am Taxi sein, weil ich ohne Gepäck reise. Das hat geklappt, ich habe eines der begehrten und knappen Taxis bekommen. Ich würde NICHT nach Kos-Stadt fahren, weil zuerst die Taxifahrt sehr teuer ist, zudem die Fähre erst um 22.50 Uhr geht – zu lange zu warten.

Vielmehr würde ich die paar Kilometer nach Mastichari fahren (17.-€ statt 38.-€) um dort eine Minifähre nach Leros zu bekommen welche schon mittags geht. Das ist was für Insider, soweit der Plan!!

Teil 1 hat prima geklappt. Ich war bald in Mastichari am Strand und konnte in einer Beach-Bar frühstücken.

Schöner Ausblick
Toast mit Ei – gut, aber noch Luft bei der B-Note

Teil 2 klappte nur bedingt – als ich nämlich an den Fähranleger ging, standen da ungefähr 100 Leute. Egal, denke ich mir, die warten auf irgendwas, MEINE Fähre kennt NIEMAND! Ihr ahnt was kommt? Als eine unscheinbare, rundliche Frau in bestem Englisch fragt, wer alles online reserviert hätte, bleibt gefühlt nur MEINE Hand unten. Oooops!

Was tun? Komme ich da mit? Eine Nachfrage bei der runden Frau ergibt – nun, vielleicht! Mal sehen! Ich solle warten!!! Sigasiga…

Ich werde nervös, besinne mich aber, dass eine griechische Freundin aus Leros bei einem gemeinsamen Abendessen erzählt hat, dass ihr Sohn Kapitän auf ebendiesem Schiff ist. Ich rufe an! „Ein Gefallen, bitte“ „Mein voller Name? Ok“ „Ich soll warten? Ok!“

Fünf Minuten später – die kleine, rundliche, aber resolute Frau ruft „Mario Rausch, Mario Rausch“ – ich hebe meine Hand. Sie sieht mich ungläubig an und sagt „Your Ticket is on the Ferry, you can travel“, wie ich schon sagte – „Insider, eben“… 😉

ZEFYROS auf Kos

Die Fähre legt an, Manolis der Kapitän, schaut raus – er kennt mich, wir hatten schon einen Ouzo zusammen – und sagt „Mummy called me“ – ich zwinkere nur und bekomme mein Ticket (natürlich habe ich es bezahlt!).

Minuten später habe ich meinen Platz und die ZEFYROS bringt mich nach Leros.

Es bleibt eine Randnotiz, dass mich die Mutter des Kapitäns in Agia Marina in ihr Taxi packt und mich in die Marina bringt. Zurück auf NESSAJA, zurück zuhause!

Home sweet home

Ich beeile mich, mein Schiff wieder bewohnbar zu machen, baue die Schattenspender an, lege die Polster parat und öffne Luken und Fenster. Ich starte den Kühlschrank und die 220V Versorgung – dann bin ich fertig!

Ich gebe in Miesbach Bescheid, dass ich gut angekommen bin und verziehe mich, Ihr ahnt es, an den Panteli Beach um ein gemütliches Bierchen zu trinken.

Der Tag klingt aus

Ich gehe ein Giros essen und gönne mir zum Abschluss des Tages noch ein Eis. Rosa, meine Lieblings-Eisfachfrau, die Frau die immer gute Laune hat, steckt mir noch eine Eiswaffel auf das Sorbet – made my day.

Zufrieden sacke ich ins Bett und schlafe wie ein Murmeltier!

Neuer Tag, neues Glück! Ich wasche Wäsche und treffe Werner, er ist mit ALENA immer noch im Hafen.

Waschtag

„Morgen laufe ich aus“, sind die Worte mit denen er mich begrüßt. Das freut mich. Ich sehe aber auch, dass seine Sicherheit auf dem Boot durch die Jahre der Abstinenz etwas gelitten hat. Ich war unsicher, was tun? Was, wenn doch nicht alles so perfekt funktioniert? ALENA hat noch keine Probefahrt.

Mir ging es wie Wicki -hmmm? Hmmm? Idee! Was wenn ich, oder besser Hans-Peter und ich (nebst Merlin), Werner auf dessen „Jungfernfahrt“ begleiten würden? Ich frage Werner und bringe meine Bedenken vorsichtig an – lass´ es Dir mal durch den Kopf gehen…

Am nächsten Tag erwähnt Werner´s Enkel im Vorbeigehen beiläufig, „dass wir ja heute segeln gehen würden“ – ah, ok, da muss ich wohl packen!

Gesagt, getan – und auf ALENA angeheuert – klar zum Ablegen!

Leinen los!

Der Plan sieht vor, Leros einmal halb zu umrunden und auf der anderen Seite der Insel, in der Bucht von Alinda, zusammen zum Essen zu gehen. Ich reserviere einen Tisch in Dimitri´s „To Steki“ und wir fahren los. Es ist kräftiger Meltemi angesagt.

Noch ruhig – Ausfahrt aus der Bucht von Lakki

Von dem merken wir zunächst nichts, dennoch setzen wir das Groß halb gerefft und auch die Genua geht nur zu 70% raus. Das war eine weise Entscheidung, denn kaum waren wir jenseits der Feuer der Lakki Bucht, drehte der Meltemi auf…

Wie immer – auf dem Foto sieht es entspannt aus
30kn Mittelwind, Böen bis 36kn – sportlich gings dahin!

…was auf Bildern ja immer schlecht zu sehen ist. Wir hatten Böen bis 36kn, was nahe an 8Bft. ist und wollten gegenan kreuzen um nördlich um Leros herum nach Alinda zu segeln. Das war sportlich – hier aber konnte Werner zeigen was ein alter Seebär kann! Mit zwei exakten Streckschlägen konnten wir Höhe holen und direkt zwischen Archangelos und Leros durchfahren. Gekonnt!

Klar zur Wende???

Ab hier war es entspanntes Downwindsegeln bei leicht nachlassendem Wind – bis direkt in die Bucht von Alinda.

Bartträger unter sich – Downwind

Hier fiel der Anker und das Meer lud zum Bade – herrlich!

ALENA in ihrem Revier – Test bestanden

Zufrieden setzten wir über. Ich habe mir die Freiheit gegönnt, direkt an unseren Tisch zu schwimmen und kam gleichzeitig mit dem Rest der Crew an, welche meine Kleidung mit im Dinghy hatte. Wir nahmen direkt an der Waterfront Platz – es folgten herrliche Meze die wir genossen. ALENA hat die Probefahrt bestanden, Hans-Peter und ich mustern ab – wir wünschen Werner einen schönen Urlaub!

Die Crew im „To Steki“

Leerlauf – Sibylle kommt in drei Tagen. Ich muss mir die Zeit vetreiben. Was tun? Ich könnte mal wieder lesen. Lesen ist für mich Luxus, etwas, was ich nur mache, wenn ich Zeit im Überfluss habe. Ich werde die alten „Yacht“ Ausgaben, welche Gottfried mir bei unserer Abreise geschenkt hat, in Angriff nehmen.

Das geht am besten im „Sorbet“ bei einem Eis…

Lesen, Baden, Lesen – und wieder von vorne….
Dazwischen ein Eis zur Innenraumkühlung

Abends gehe ich, diesmal alleine, essen und starre auf die Bucht – immer noch etliche Ankerlieger. Ich lese nicht mehr, es wird langsam dunkel.

Schöner Ausblick vom Tisch – ohne….
…und mit Essen!

Am nächsten Tag lese ich weiter – ich will ein paar Ausgaben weg haben. Dennoch nehme ich mir die Zeit ALLES zu lesen, Buchstabe für Buchstabe, ist eine Marotte von mir – auch die Werbeannoncen und die Verkaufsanzeigen! 😉

Ich lese mittags bei einem Snack bei Marietta…

Artischoken mit Erbsen – sehr fein

…und auch nachmittags zum Baden darf die Zeitschrift mit!

That´s Life

So bekomme ich die Tage rum bis Sibylles Ankunft naht. Ehrensache, dass ich sie an der Fähre abhole! Die trifft pünktlich in Lakki Port ein…

BlueStar 2 meets Leros

Der Riese öffnet seinen Schlund und spuckt – im August zur Hochsaison – einige Touristen aus, darunter auch meine liebe Frau…

Da passt viel rein!

…hurra – da ist sie. Nix wie heim – es ist schon spät!

Wiedersehen…

Doch Überraschung – die sonst so früh ins Bett ziehende Gattin widerspricht so gut wie gar nicht, als ich einen Absacker in der „Sorocos“ Beach Bar am Panteli Strand anrege. Wir laden die riesige Tasche erst auf das Motorrad, dann bei NESSAJA rasch ab – und verholen uns umgehend ins nächtliche Getränkeparadies…

Ouzaka – welcome back home – to Greece!

Nach einem Ouzo sind wir beide bettschwer und fahren heim, kuscheln uns ins eigene Nest um wie Murmeltiere zu schlafen – morgen ist auch noch ein Tag!

Und was für einer! Die Hausherrin ist zurück, es weht ein anderer Wind! Es soll wieder zuhause gefrühstückt werden, es müsse wieder eingekauft werden – überhaupt – waschen, putzen, wie sieht es hier denn aus??? Na Prost Mahlzeit…

Wir haben bei den Duschanlagen so eine Ecke in der nicht mehr benötigte Dinge abgelegt werden. Männer legen meist Bootsteile ab, Frauen eher Bücher – sehr oft ist Schrott dabei, manchmal jenseits der Peinlichkeitsgrenze. Als Sibylle nach einer Einkaufsfahrt ruft und wieder Frühstück an Bord zubereiten will, weise ich auf diese „Ablageecke“ hin – jemand hat wohl an uns gedacht…

Gebrauchtes Nutella – hmmm, lecker!

…und ein offenes, angebrochenes Glas Nutella hingestellt. Sagt mal, denke nur ich so – das macht man doch nicht??? Ok, wenn Nachbarn oder Freunde abreisen und übergeben uns den Rest aus deren Kühlschrank, das kann man akzeptieren. Aber ein angebrauchtes Glas Nutella an einen öffentlichen Ort in die Sonne zu stellen? Zur Mitnahme? Für mich befremdlich…

Irgendwann war´s weg – ob in der Tonne oder bei einem neuen Besitzer entzieht sich meiner Kenntnis. Na, egal…

Sibylle und ich haben uns beruhigt, schnell aufeinander abgestimmt – wir sind zu „Mike´s“ zum Frühstücken, haben nur sehr wenig eingekauft, es wurde wenig geputzt aber viel gewaschen! Woher dieser einfach anmutende Kompromiss? Woher der Sinneswandel? Ganz einfach, wir sind nur drei Tage auf NESSAJA bevor wir verreisen werden.

Diese drei Tage haben wir es uns gut gehen lassen, auch Sibylle musste sich etwas aklimatisieren.

Was heißt eigentlich „la dolce vita“ auf Griechisch???

Wir machen Urlaub! Ganz genau, IHR braucht Urlaub! So ähnlich klangen die häufigen, aber wohl nicht ganz ernst gemeinten Kommentare der Segelfreunde. Wir meinten das relativ ernst, denn unser Leben auf NESSAJA ist schon sowas wie Urlaub in der Dauerschleife, nichtsdestotrotz wiederholen sich unsere Tagesabläufe ja auch hier, auch hier arbeiten wir, haben Haushalt, Reparaturen und andere Verpflichtungen. Da wir nicht auslaufen (können), haben wir beschlossen – etwas Tapetenwechsel täte gut!

Abreisetag – wir gehen nach Karpathos!

Das Motorrad gepackt, Sibylle in typischer „Hab-Acht-Stellung“!

Karpathos ist ein lang gesetzes Ziel bei uns. Das hat vor Allem einen Grund, die Familie eines Freundes und früheren Geschäftspartners stammt von dort, wir waren herzlich eingeladen einen Besuch abzustatten, sollten wir während der jährlichen Sommerfrische der Freunde aus Piräus einmal in der Nähe sein. Wenn das kein Wort ist…

Zudem hatten wir einmal eine „Wunderschön“ Folge gesehen und das Gezeigte hat uns sehr gefallen. Wir wollten die Insel zwischen Rhodos und Kreta entdecken.

Das geht am besten mit dem Motorrad, so wurde kleines Gepäck auf die GS geladen und wir haben uns zum Dinner ins „To Steki“ gesetzt, um hier auf die Ankunft der Fähre zu warten.

Die GS vor Dimitris´“To Steki“ – reiseklar!

Um Karpathos ranken sich viele Geschichten. Es sei das „Kap Hoorn Griechenlands“, sturmumtost, unsicherer Hafen – insgesamt kein idealer Ort für Segler. Ok, wir hören solchen Geschichten immer aufmerksam zu, man will ja keine vermeidbaren Fehler machen. Zudem hatten wir Karpathos schon einmal am Plan – 2019, als wir NESSAJA von Kreta zurück nach Leros gebracht haben, wollten wir dort vorbei und dann über Rhodos wieder nach Norden fahren. Dieses Vorhaben ist dann tatsächlich aufgrund der Starkwinde in der Durchfahrt zwischen Kasos und Kreta gescheitert.

Unsere Gedanken flogen – diesmal also mit dem Motorrad, optimal für Entdeckungstouren, gesicherte Mobilität. Während wir diesen Gedanken nachhängen, mahnt uns die App am Mobiltelefon zum Aufbruch Richtung Hafen – unsere Fähre, die BLUESTAR CHIOS, ist schon im Anmarsch…

Wir fahren nach Lakki zum Fähranleger und tatsächlich, der Blaue Riese dreht bereits bei, um Minuten später die Reisenden aufzunehmen.

BLUESTAR CHIOS – über Rhodos direkt nach Karpathos (nur im Sommer)

Sibylle checkt als Fußgängerin ein, ich bringe das Bike auf das mir zugewiesene Parkdeck und stelle es sicher ab…

Festgebunden und sicher geparkt

…die Tasche mit dem Gepäck bleibt drauf, Diebstahl ist in Griechenland ein absolutes Minimalrisiko. Unsere Wertsachen und die Dinge welche wir zum Übernachten benötigen, hat Sibylle im Rucksack.

Ich gehe vom Bauch des Riesen in den Aufenthaltsbereich für die Reisenden. An der Rezeption treffe ich Sibylle, sie hat uns inzwischen eingecheckt und unsere Kabinenschlüssel geholt.

Über Nacht reisen wir nur noch mit Kabine – und diesmal hatten wir wirklich Glück! Unsere Vertraute aus dem Reisebüro in Patras (meist viel billiger als online!) hat ganze Arbeit geleistet und uns eine AA2 Kabine verschafft. Das Kürzel steht für eine Außen-Luxuskabine – das will ich sehen…

Geräumig – üppig gar!
Hat was – Stauraum ohne Ende
Room with a view
Auch das Bad – für eine Fähre fast schon luxuriös

Bei der Gelegenheit ein kurzer Ausflug in meine Gedankenwelt – Thema „Duschvorhänge“! Meine Meinung – geht eigentlich gar nicht mehr! Meist modrige, schleimige, am unteren Rand verschimmelte Lappen, welche beim Aufdrehen des Warmwassers die Tendenz haben, sich an den Leib zu saugen und dort kalt anzuhaften. Das brauchts im Jahr 2022 nicht mehr, es gibt gute Alternativen!

Auf einer Fähre bin ich, bei ausreichender Größe, bereit das zu akzeptieren, sofern SAUBERKEIT groß geschrieben wird. Dies war der Fall, kein Klagen also! BlueStar erhält für diese Kabine fünf Sterne!

Dass ich das erwähne und beschreibe hat einen Grund, dazu kommen wir noch…

Ok, solche Fenster sind nie sauber

Wir schlafen wunderbar und wachen relativ spät auf. Ich gönne mir nach dem Wachwerden einen Blick aus unserem Fenster, dieser ist nach vorne gerichtet – eine wirklich tolle Kabine. Leider sind die Fenster immer etwas salzig-verschmiert, ich würde sonst den ganzen Tag rausgucken.

Wir gehen frühstücken während wir in Rhodos be- und entladen. Die Reise geht weiter, wir sind im Plan! Kurs Karpathos liegt an!

Vielleicht noch vier Stunden…

Fast pünktlich spuckt uns der Zubringer auf das uns unbekannte Eiland! Es war wirklich b-r-u-t-a-l was da abging! Soviele Menschen, soviel Chaos, habe ich noch nie an einem Fähranleger gesehen. Karpathos ist ein Touristenspot, das haben wir in unserer Leroswolke ein wenig übersehen! Gut, dass wir ein Motorrad haben – rechts ran, ins Café und erst einmal warten bis sich der ganze Spuk aufgelöst hat…

Nach einer Stunde war der Spuk vorbei – und wir angekommen

Ok, da waren wir nun. Natürlich waren wir vorbereitet und hatten uns ein Hotel gebucht. Dies gestaltete sich im Vorfeld schwieriger als gedacht, weil auf Karpathos im August eher kein „Schnäppchen“ zu machen war. Wir kannten Karpathos nicht und hatten daher entschieden, zunächst nur für zwei Nächte zu buchen.

Da müssen wir jetzt hin – Google Maps hilft uns bei der Zielführung und so stehen wir eine halbe Stunde und einige erste Eindrücke später, vor unserer temporären Bleibe.

Der erste Eindruck…

Poseidon Blue Hotel
Der Strand in fußläufiger Nähe

Ja, der erste Eindruck war gut. Wir wissen, was zwei oder drei Sterne in südlichen Urlaubsregionen bedeuten und kennen auch den Unterschied zwischen einer Junior-Suite und einem Standardzimmer – dennoch war der zweite Eindruck, der nach Bezug des Zimmers, ernüchternd!

Da lacht sie noch – Zweckoptimismus

Das Prospektbild dazu sieht durchaus ähnlich aus, dennoch sind die feinen Unterschiede da…

Kleine aber feine Unterschiede

…eine weiße statt einer grauen Wand, ein schöner statt eines rostigen Ventilators, Kabel unter statt auf Putz – das Bett liebevoll gemacht statt irgendwie zamgerichtet. Es kam dazu, dass sich die Terrassentüre nicht schließen ließ. Und dann war da noch dieses Bad…

Will ich nicht mehr

…bei dem die Duschecke viel zu klein war (selbst für Sibylle) und die Fliesen nebst Fugen auch schon bessere Tage gesehen hatten. Das akzeptieren wir nicht mehr, da ist unser Bad auf NESSAJA geräumiger und schöner.

Wir wollten uns den Urlaub nicht verderben lassen, aber es war klar, hier checken wir nach zwei Nächten wieder aus! Es galt eine Bleibe für die restliche Urlaubszeit zu finden und zu buchen!

Hotelstrand – recht schön

Wir verbrachten diesen Tag am Hotelstrand, welcher hinter einer Kieszone in einen herrlichen Sandstrand überging. Das war nett mal wieder zu haben und wir sprangen zweimal ins kühle Nass.

Das Restaurant des Hotels genießt einen hervorragenden Ruf – auf der Webseite nennt man sich selbst „Best Restaurant on Karpathos“. Ok, das wollen wir sehen. Wir gönnen uns einen Mittagssnack, um zu entscheiden ob wir für abends reservieren.

Blue Poseidon Restaurant

Der Eindruck war sehr gut. Der kleine Snack schmeckte ausgezeichnet und wir waren versucht, eine Reservierung zu tätigen – haben dann aber, mit Rücksicht auf unseren Geldbeutel, doch anders entschieden. Das Restaurant ist deutlich hochpreisig, das war es uns nicht wert.

Das Dinner fand in einer Taverne am Surferstrand ein paar Kilometer weiter südlich statt. Einfach, ehrlich, günstig – das war gut und völlig ausreichend! Morgen entdecken wir die Insel!

Ein neuer Tag bricht an, das erste Erwachen auf Karpathos!

Google empfiehlt das „En Plo“ – hier das Greek Breakfast
Zwei Tassen Kaffee intus – der Tag kann kommen!

Sibylle vermisst ihre Papier Reiseführer. Ich kann die Ansicht verstehen und teile diese auch bedingt. Aber auf einer Motorradtour mit schmalem Gepäck immer ein Buch rumschleppen? Immer stoppen um zu blättern und nachzusehen? Nicht im Jahr 2022! Wir erinnern uns an den Urlaub mit Franzi und Mikey, in dem Google unseren kompletten Reise- und Essensplan bestimmt hat. Wir wollten etwas dazwischen – haben uns aber an Tag 1 von der allwissenden Plattform ins „En Plo“ schicken lassen – dort bekäme man das beste Frühstück…

Stärkung tut Not – noch etwas Süsses vielleicht? Pancakes mit Schoko und Banane 😉

Ob es tatsächlich „das Beste“ war und ist, konnten wir bis zum Urlaubsende nicht final klären. Gut war es allemal – kalorienhaltig auch! Dermaßen gestärkt haben wir den Tag in Angriff genommen.

Wir wollten griechische Inseln entdecken!

Unser Plan hat kein Alleinstellungsmerkmal!

Unsere Entdeckungstour begann in der Inselhauptstadt Pigadia, der Einfachheit halber auch Karpathos oder Karpathos-Town genannt. Wir sind ein erstes Mal durch die durchaus touristischen Gassen der Stadt geschlendert und haben die Eindrücke auf uns wirken lassen.

Einladende Bars und Cafés – tagsüber geschlossen! Die Stadt lebt nachts…
Touristisches! Das gibt es auf Leros nicht
Wunderschöne Tavernen laden zum Dinner
Das Fischerboot in der Gasse – das Haupt-Fotomotiv (laut Google)

Beim meistfotografierten Motiv, dem in eine Gasse eingelassenen Fischerboot ,sind wir dabei. Obwohl, ich mag eigentlich die „coolen“ Motive, welche man oft an Hauswänden findet, im weitesten Sinne Graffiti, viel lieber. Auch hier hatte Kaprpathos etwas zu bieten…

Grafitti an der Hauswand des Café „Galileo“

Der erste Eindruck war gut! Dennoch – und das ist schwer zu erklären – sprang der Funke nicht sofort über. Es gefiel uns, aber begeistert waren wir (noch) nicht. Ich nehme es vorweg, bis der Funke der Begeisterung übersprang sollte es noch etwas dauern – aber er sprang – und wie!!!

Zunächst wollten wir an den Strand. Der nächste Strand zum Hauptort war der in Ammopi (Schreibweise unklar – selbst auf den Straßenschildern steht es unterschiedlich). Ein zweigeteilter, feinsandiger Strand, der aber auch tagsüber recht gut besucht war.

Eingebettet in eine schöne Landschaft

Dort konnte man entlang der Küste ein paar hundert Meter gehen – vorbei an kleinen, typisch griechischen Kapellen…

Griechischer geht´s kaum

…und entlang kleiner Felsbuchten mit einladenden Wasserfarben.

Tolle Küste

So erreicht man den Sandstrand mit den Beach-Bars. Das haben wir einmal täglich gemacht, um uns abzufrischen, eine Stunde im Schatten zu sitzen und ein kaltes Getränk dabei zu schlürfen. Hat uns gefallen! Dass dies nicht das Highlight bleiben sollte, wussten wir ja noch nicht…

Ammopi Beach

Sibylle wollte entdecken – kleine, alte Dörfchen in den Höhenlagen der Insel. Zunächst das größte der Dörfer, Menetes, welches etwas abseits und mehr alleine liegt.

Wir fahren hoch und Sibylle will „nur schnell durch die Gassen gehen“. Nix für mich, ich warte in der Taverne und gönne mir regionale Köstlichkeiten – Maccarounes – so was wie Kässpätzle auf griechisch.

Maccarounes – so ähnlich wie längliche Gnocchi mit Reibkäse und Röstzwiebeln

Von hier oben kann man gut die Landschaft dieses Inselteils überblicken – und wir können die Hauptstadt der Insel von hier oben sehen.

Ausblick – von Menetes auf Pigadia

Die Rückfahrt führt uns vorbei an Friedhöfen die ihren Namen auch verdienen. Ihr kennt ja Sibylles Vorliebe für diese Orte, so war auch hier ein kurzer Stop obligatorisch.

Der Friedhof in der Höhenlage – im Hintergrund Menetes
Fast ist man versucht zu sagen – ein schöner Ort

Der Tag verging wie im Flug. Wir fuhren zurück zu unserem Hotel (noch dem schlechteren), machten uns frisch und beratschlagten, wohin wir abends zum Dinner fahren wollten.

Wieder kam Google, der Quell des Wissens, zum Zug. Arkasa ist eine Ansiedlung im Südwesten von Karpathos. Ist zwar ein Stück zu fahren, aber die Verheißung der „besten Bar von Karpathos“ lockte uns – zumal es dort auch eine besondere Taverne geben soll. Das probieren wir aus…

In Arkasa angekommen, bummeln wir etwas durch die wenigen Gassen um einen Eindruck zu bekommen.

Nett – und aufgeräumt

Dann verholen wir ins legendäre „Stema“, wo wir gerade noch Plätze bekommen. Zehn Minuten später schon ist alles voll besetzt.

Kultbar – das „NuStema“
Legendary, Iconic, Beautyful, Amazing, Premium, Exceptionally – mit Maximen wird nicht gegeizt

Dann schauen wir mal – zuerst der „Iconic Sunset“…

Ob das noch klappt???

…dann die „amazing Drinks in premium quality“ – wir bestellen mehr oder minder Klassiker um auch vergleichen zu können.

Ordentlich – aber „amazing“???

Zum Drink kam die Rechnung und ein Schälchen Nüsslein. Bis hierhin hatten wir von den Maximen noch nicht soviel gespürt. Alles war ordentlich, hat gepasst, aber wir durften sowohl beeindruckendere Sonnenuntergänge (Mykonos und Santorin 2017) als auch begeisternde Cocktails (Leros – Haris 2022) erleben. Da sieht man mal – wenn man erst einen Namen hat und ein „must go to“ place ist, dann klappt das!

Was war nun mit dem epischen Sonnenuntergang???

Wird nix mehr

Hier zeigen sich die Schwächen von Google. Es ersetzt das Denken nicht! Der Wirt kann nix dafür, dass die Sonne nur ein paar Tage im Jahr wirklich „ins Meer versinkt“. Google stellt es aber anders dar. Dabei ist die Gefahr groß, dass man die nicht wirklich schöne Gesamtszenerie einfach übersieht.

Das „NuStema“ ist aus unserer Sicht überbewertet. Wie sieht es mit der Taverne „To Steki tou Markou“ aus? Google verspricht eine Taverne wie man es von früher kennt. Man könne sich die Speisen noch in der Küche aussuchen, alles sei typisch, preiswert und gut.

Wenige Tische direkt in der schmalen Gasse
Die inseltypischen Papiertischdecken
Sehr gute Meze

Hier täuschte sich der online Ratgeber nicht. Die Taverne war sehr ursprünglich, einfach, aber wirklich einladend. Wir haben die Gerichte an einer Vitrine neben der Küche auswählen können, wurden sehr zuvorkommend bedient und haben sehr gut gegessen. Ein Glücksgriff – diese Taverne sticht aus dem Einheitsbrei heraus und bekommt 5 Sterne!

Wir waren satt, müde und zufrieden – langsam ritten wir auf unserer GS in unsere abgewirtschaftete Bleibe für eine weitere Nacht.

Neuer Tag – check out! Wir mussten das angegraute Standardzimmer im „Blue Horizon Hotel“ verlassen. Kein Opfer für uns. Bereits am Vortag hatten wir eine neue Bleibe gefunden. Natürlich haben wir über das Internet gesucht, sind diesmal aber zur Herberge gefahren, haben das Zimmer besehen und dann vor Ort gebucht.

Glücksfall! Wir ziehen um ins „Aphrodite“…

„Aphrodite“ – großes Haus, aber nur 7 Appartements
Unser Eingang, unsere Terrasse
Blick auf den Hauptort Pigadia – tatsächlich sind wir hier auch mal stundenweise gesessen

…hier bekamen wir für günstigeres Geld, immerhin 20.-€ pro Nacht weniger, exakt das was wir gesucht haben. Ein kleines, feines, sauberes und aufgräumtes Zimmer. Mit einem bequemen Bett und einer Dusche welche diesen Namen auch verdient.

Schon ausgepackt – JETZT strahlt sie wirklich…
So muss das
Jop, da kann auch ich duschen

Wir fahren frühmorgens direkt in unsere neue Pension, beziehen das Zimmer, duschen und bezahlen. So hatten wir es am Vortag mit der Gastgeberin vereinbart.

Erst dann haben wir unser Tagesgepäck in den Rucksack verstaut und sind zum Frühstücken gefahren. Das, so haben wir beschlossen, machen wir ab heute nur noch in der „Street Bakery“ – hier gibt es feinste Sandwiches und guten Cappuccino für kleines Geld.

Unser Weg jeden Morgen – zur „Street Bakery“
Für ein Sandwich…
…ein Brioche und einen Cappuccino

Hier finalisierten wir meist den täglichen Ausflugsplan, erarbeiteten Details und legten die Route fest.

Heute sollte es in die Berge gehen, wir wollen uns die drei Bergdörfer Aperi, Volada und Othos ansehen – unterwegs gehen wir vielleicht baden.

An dieser Stelle möchte ich noch einmal auf den Ruf Karpathos´ als „die Sturmumtoste“ zurückkommen. Wir hatten kaum Wind, die ganze Woche nicht! Es war ein Phänomen, die windigste aller Dodekanesinseln zeigte sich nur von einem lauen Hauch umgeben…

Wind in Karpathos? Nicht diesmal…

…dass dies anders sein kann, glaubten wir aber gerne! Nicht nur, dass das Internet voll von Berichten dieser Art ist – auch die Bäume sprechen eine eindeutige Sprache und lassen keinen Zweifel „woher der Wind weht“.

Die wachsen so – es ist windstill!

Wir fahren in die Bergdörfer. Diese sind zwar nicht so beeindruckend wie erhofft und vielleicht auch erwartet, hinterlassen aber einen positiven Gesamteindruck aufgrund der vielen netten Details am Weg.

Aperi – nach der Durchfahrt, von oben
Feierlichkeiten stehen ins Haus – Volada
Kirchliches Gemäuer – Ortsdurchfahrt Volada
Othos

Unser Weg führte uns über einen Höhenrücken von der Ost- auf die Westseite der Insel. Wir wollten uns abfrischen und etwas baden. Dafür haben wir uns den Sandstrand am Fischerdörfchen Finiki ausgesucht.

Griechischer Badeort – gut besucht
Mag ich Finiki? Ja, doch…

Unser Stop war kurz, Finiki war recht voll. Nett ist der Ort trotzdem. Aber wir sollten die wirklichen Highlights ja noch entdecken. Das wussten wir noch nicht, trotdem hat die Insel bei uns gepunktet.

Früher Nachmittag – wir fahren zurück in den Hauptort Pigadia. Das hatte sich als ein guter Ablauf etabliert. Wenn die Zeit es zugelassen hat, sind wir gegen 15.00 zurück im Hauptort gewesen, haben uns ein kleines Eis und einen Cappuccino gegönnt und waren dann, meist gegen 16.30 Uhr, in unserer Bleibe. Dort etwas auf der Terrasse lesen, runterkühlen, duschen – dann waren wir fertig um wiederum in den Ort zu fahren und dort zu Abend zu essen – Urlaub halt…

Dabei blieb uns auch Kurioses nicht verborgen – die griechische Art zu parken beispielsweise…

Knapp…

Heute Abend waren wir früh dran und Sibylle hatte eine Sehenswürdigkeit in Pigadia ausgemacht – die antike Akropolis oberhalb der Stadt. Sie will hin! Ich war einverstanden, weil man mit dem Motorrad direkt vorfahren kann. Nur – gefunden haben wir sie nicht…

Im Nachhinein hören wir, dass es sich um ein paar Steinhaufen handeln soll, die wohl nur halb so sehenswert sind wie beschrieben – eine einzige „Ein-Stern-Bewertung“ in Google war Anlass genug, nicht weiter zu suchen. Dafür wurden wir bei unserer Irrfahrt rund um den Stadtberg anderweitig fündig…

Wunderschöne Kapelle am Gipfel – herrlich ausgeleuchtet
Ein Schauspiel der Natur – Sonnenuntergang hinter den Bergen
Das Licht der tiefstehenden Sonne sorgte für eine magische Ausleuchtung…
…selbst bei den Wolkenbergen im Osten der Insel

…mit einem herrlichen Naturschauspiel nämlich! Die Sonne ging in tollen Farben hinter dem Bergrücken, der die Insel in Ost und West teilt, unter und tauchte die Landschaft in unwirkliche, warme Farben. Zusammen mit den schwarzen Baum- und Strauchskeletten eines Waldbrandgebietes gab das eine fast unwirkliche Kulisse.

Nach dem Waldbrand

Lasst Euch von diesem Bild nicht täuschen. Die Natur erholt sich. Es gibt immer wieder solche Flächen, die nach Bränden erbärmlich aussehen. Wenn diese jedoch nicht zu groß sind, ist es erstaunlich, wie rasch die Natur sich erholt und die vermeintlich verkohlten Bäume wieder ein zartes Grün tragen. Ich will die Brände keinesfalls verharmlosen, staune aber immer wieder über die Regeneration der Erde – zumindest in diesem Fall.

Nach dem Abendessen schlendern wir meist noch durch die touristischen Gassen von Pigadia oder entlang der Waterfront. Wir lauschen den Darbietungen der Straßenkünstler – egal ob verkannte Opernsängerin…

Schmettert Arien mit Pop-Elementen, ein bisschen „Sissel“

…oder das klassische Trio welches griechische Weisen vorträgt. Die drei waren übrigens recht gut!

Den in der Mitte sollte ich nochmal wiedersehen

Natürlich bietet es sich bei der Gelegenheit an, einen Absacker zu trinken – wir bleiben den hiesigen Spirituosen treu und bestellen anstatt teurer, fancy Cocktails lieber zwei Ouzo. Da weiß man was man hat!

Kalinichta Karpathos

Neuer Tag, neues Glück – wir frühstücken und legen den Tagesplan fest. Dieser sieht wie folgt aus – wir fahren über Arkasa an die Westküste und dort Richtung Norden bis an die Strände von Lefkos, diese sollen die schönsten Sandstrände der Insel sein. Dann queren wir die Insel über den zentralen Bergrücken und fahren an der Ostseite wieder Richtung Süden. Dabei würden wir am Paralia Apella vorbeikommen, dem spektakulärsten Strand der Insel – ein Badetag also…

Was wir nicht wussten, heute sollten wir die echten Highlights der Insel kennen lernen und eine 100km Motorradtour vom Feinsten machen!

Zunächst sollte die älteste Kapelle der Insel besichtigt werden, das kleine Gotteshaus stammt aus dem 12. Jahrhundert, ist natürlich restauriert, beeindruckt aber trotzdem.

Im Hinterland

Um das Kirchlein zu finden, muss man die Hauptstrasse verlassen und offroad einige Kilometer fahren. Sibylle hat das tapfer ertragen, ich hatte Freude…

Die GS und Mario in ihrem Element

Von dort aus sind wir weiter nach Arkasa, wo wir uns noch einmal kurz den Mosaiken gewidmet haben. Diese waren eigentlich nichts Besonderes, gewinnen aber durch die Tatsache, dass sie einfach so zugänglich sind – kein Wetterschutz, kein Eintritt, nix!

Hunderte Jahre alt – und doch gut erhalten

Es folgten einige Kilometer Küstenstraße nordwärts, eine Straße etwa vergleichbar mit der Magestrale in Kroatien, das Stück zwischen Rijeka und Zadar – immerhin eine der schönsten Küstenstraßen Europas, das will was heißen. Dieser Straße folgten wir bis zum nördlichsten Punkt unserer heutigen Fahrt, den Stränden von Lefkos – und die waren echt schön!

Sandbuchten von Lefkos, von der Straße aus
Pause für Mensch und Maschine – Schatten bevorzugt
Feinsandig, glasklar – touristisch, aber nicht überlaufen

Wir haben uns abgefrischt, waren zweimal baden, haben eine eiskalte Coke getrunken und unsere Fahrt fortgesetzt. Die Straße zog sich in gleichbleibender Qualität von der Küste weg, den Berg hinauf – die Ausblicke waren spektakulär!

Karpathos ist bergig

So fuhren wir Kilometer um Kilometer und meine sonst beim Biken etwas ängstliche Gattin entwickelte sich zur sattelfesten Sozia. Ok, manchmal spürte ich den festen Griff der Finger im Wammerl, für mich ein unmissverständliches Zeichen etwas Kurvenbeschleunigung rauszunehmen – aber Alles in Allem war sie sehr tapfer…

Wunderbare Straßen – auch die Belagqualität war super

…mehr noch – sie war begeistert! Diese Begeisterung bekam einen kurzen Dämpfer, als ein Schild auf eine „Dangerous Road – next 10km“ hinwies. Salbende Worte meinerseits spendeten Mut und dies zeigte Wirkung – es folgte eine Motorradfahrt zum Zungeschnalzen!!!

Unterbrochen nur für Fotostops

Wir haben, gefühlt, ein Dutzend Mal gestoppt um Bilder zu machen – es war echt der Wahnsinn, Impressionen die man nur sehr schwer im Bild festhalten kann.

Straße immer am Abgrund – aber die FARBEN

Die Farben waren betörend, der Geruch so dominant und kräftig nach Pinien – DAS ist MEDITERRAN, das war die Definition. Nur das Zirpen der Grillen konnten wir nicht hören, weil das wuchtige Hämmern des 650 Kubik Eintopfs dies übertönte – aber auch das war an diesem Tag Musik in den Ohren…

Paralia Apella in Sicht
Diese Straße – links, rechts, steil runter, dann scharf links! GEIL!
Gleicher Fotopunkt, da kamen wir her…

Ich war glücklich – man konnte das Glück fühlen, es war greifbar – ein sensationeller Tag! Und Sibylle??? Sie war BEGEISTERT – das hätte ich ihr nicht zugetraut! Nur soviel vorweg, wir sind diese Straße weitere dreimal gefahren!

Was kostet die Welt?

Und immer wieder diese Schluchten, diese steil abfallenden Straßenränder – Fahrfehler sind tunlichst zu unterlassen!

Der andere Traumstrand war zum Greifen nah – natürlich nehmen wir ihn mit, verlassen die Traumstraße und fahren ein nicht minder kurviges Nebensträßchen bis auf Meeresniveau hinab…

Schon schön – Schirme, ja / zwei Ausflugsboote, ja / aber sonst nix – und kaum was los

…und wurden nicht enttäuscht. Die Farben des Wassers hier waren karibisch, der Kiesstrand perfekt für ein Eintauchen in die einladende See – ein Traum!

Von hier weg waren es nur noch wenige Kilometer auf der Traumstraße bis Pigadia. Zufrieden und schweigend kamen wir in unserem Appartment an, duschten und ließen die Gedanken fliegen. Überwältigende Eindrücke mussten sich setzen…

Und was gibt´s heute zu Essen???

Ausnahmsweise war die Frage nicht so leicht zu beantworten. Gestern gab es Giros (wenig überzeugend) heute aber war ein besonderer Tag – wir waren mit den Freunden aus Piräus verabredet. Es war eine Art „Open House“ Party geplant und wir waren „auf ein Bier“ eingeladen, es würde „Häppchen geben“.

Seit langer Zeit tappe ich mal wieder in die Gastgeberfalle…

Ich war besorgt, dass ich vielleicht unangenehm auffallen könnte, denn ich war hungrig. Ein Buffet mit Häppchen ist dann nicht wirklich sicher vor mir. Sibylle teilt diese Meinung und meint, wir könnten uns eine Pizza und einen Salat teilen um nicht hungrig anzukommen.

Kleiner gemischter Salat

Gedacht, gemacht! Die Lokalität hatten wir am Vortag gesehen, die Pizzen sahen gut aus – ich bin da Fachmann! Und ich wurde nicht enttäuscht!

Prosciutto – ein Gedicht

Chefin des Ladens war eine resolute Italienerin, die ihren Laden im Griff hatte. Ich bin sicher, dass alle Zutaten aus Italien importiert wurden – alles, wirklich alles – von der Pizza, dem Mozzarella, der Panna cotta bis zum Café – schmeckte original italienisch! Die beste Pizza die ich seit Langem gegessen habe, seit Langem!

Das Lokal wurde für den Rest unseres Aufenthaltes unser Topfavorit!

Da war noch was, ach ja, die Einladung…

Satt fuhren wir nach Menetes zum Haus der Freunde. Es war ein original „Karpathian House“, mit klassicher Einrichtung. Sibylle war begeistert!

Karpathos hat ein Matriarchat – das Porzellan geht von der Mutter an die älteste Tochter
Kein Museum, original und echt – ok, die Freunde wohnen im ersten Stock etwas moderner 😉

Wir waren beeindruckt! Nicht nur von dem Wohnhaus und der Größe der Familie, alle waren da – Großmutter, Eltern, Geschwister, Onkel und Tanten – und jede Menge Kinder, nein, wir waren auch vom „kleinen Snack“ beeindruckt! Gott sei Dank hatten wir etwas gegessen (Ironiemodus)…

„…es gibt nur ein Bierchen – und einen kleinen Snack“ – na toll!

Beiläufig wurden wir informiert, dass der Sohn des Hauses seinen 9. Geburtstag feiert – toll, und wir mit leeren Händen. Ich wurde aufgefordert auf den Junior und auf´s Leben im Allgemeinen zu trinken!

Ich erinnerte mich wieder an meine aktive Reisezeit – und das keinen Moment zu früh. Denn sofort nach dem Essen kamen seltsam anmutende Flaschen auf den Tisch…

Goldene Schleife als Unterscheidungsmerkmal

…seltsam deshalb, weil die Wasserflaschen eine goldene Schleife trugen. Das Unterscheidungsmerkmal – drin war nämlich ebenfalls Wasser, Feuerwasser!

Mein Trick von damals – einen in den Rachen, zwei für die Blumen, funktionierte, mangels Blumen, nicht. Dafür konnte ich immer mal wieder ECHTES Wasser nachfüllen. So blieb mir neben der zum Bersten gespannten Wampe, der zusätzliche Fetzenrausch erspart. Ich muss schließlich noch fahren.

Blick von Menetes auf Pigadia

Ich liebe es in der Nacht zu fahren – Auto oder Bike, egal. Nachts fahren ist toll. Auch die Rückfahrt nach Pigadia habe ich genossen. Was für ein herrlicher Tag, einfach perfekt.

Karpathos hatte unser Herz erobert – Karpathos besticht durch seine Natur!!!

Am nächsten Morgen packen wir das Päckchen aus, welches wir von unseren Gastgebern mit auf den Weg bekommen hatten. Typische Süssigkeiten aus Karpathos – wie nett, vielen Dank! Der Hausherr hatte noch etwas gemurmelt, dass ihn dieses Gebäck immer an irgendwas erinnern würde – nun, ich wüsste nicht an was – wahrscheinlich ein Fehler in der Übersetzung…

Gebäckspezialität aus Karpathos

Es war soweit – Sibylle will wandern! Alarmsignal! Der Plan wurde wie folgt festgelegt – ich bringe Sibylle auf 800m ü.d.M. bis zur Taverna „Kali Limni“, der gleichnamige Berg streckt seinen Gipfel dann weitere 400hm Richtung Himmel. Das würde meine Frau in wenigen Stunden gemsengleich abwickeln, ich warte einstweilen in der Taverne und lese. Ok, kann man so angehen…

Aufi muas I – bereits die Straße versprach Abenteuer
800hm wollen erfahren werden – auch mit der GS
Kali Limni (1215m)
Taverna „Kali Limni“ (800m.ü.NN)

Oben angekommen, stellte sich die Situation nicht mehr ganz so einfach dar. Die Taverne war nicht so doll wie bewertet und somit erwartet. Ich würde hier keine 4h warten. Das war aber nicht das Problem, ich hätte genug Zeit für die Rückfahrt zum Strand gehabt – das Problem war vielmehr, dass Sibylle zur Kenntnis nehmen musste, dass es kein „Bergwandern“ war, sondern mehr hochalpines Tourengehen. Obwohl die Bewertung der Gipfeltour hochgradig positiv war, hat meine Frau verzichtet und einem Tag am Ammopi Beach den Vorzug gegeben.

Ich sage JA zu Leitplanken!

Wir haben uns also unverrichteter Dinge auf den Rückweg gemacht, der, auch das muss gesagt sein, auch nicht von schlechten Eltern war…

180° Kehren? Pah, Kinderkram

In Ammopi angekommen, gab es ein erfrischendes Bad und es sollte zum Erfrischungsgetränk nach dem Bade auch ein Häppchen geben – wir entscheiden uns also für ein Club Sandwich…

Üppig, gut – und teuer

…welches wir genießen, weil es wirklich sehr gut schmeckt und statt mit Schinken mit Putenfilet belegt ist – welches uns aber auch aufgrund seines selbstbewusst kalkulierten Preises von 24.-€ in Erinnerung bleiben wird. Merke – auch in Griechenland immer mal wieder die Speisekarte studieren!

Das mussten wir heute Abend nicht noch einmal beherzigen – wir waren ein weiteres Mal mit den Freunden verabredet. Es würde in der Ammopi Region eine griechische „Panigiri“ stattfinden, ein „must attend event“, wie uns versichert wurde.

Google klärte uns auf, dass es um eine Art Kirchweih geht, der Begriff aber auch für kleinere Volksfeste verwendet würde. Ok, mal sehen. Die Tatsache, dass wir zu einer Kirche kommen sollten, ließ uns vermuten, dass der Kirchweihgedanke zum Tragen kommt – und so war es auch!

Εκκλησία Αγίου Ιωάννη

Die Kirche hatte Namenstag, der Hl. Ioannis wurde geehrt, der Pope sang und das zu weihende Brot lag bereit als wir ankamen. Für uns waren Plätze reserviert und wir hatten die Ehre und Möglichkeit der heiligen Weihe beizuwohnen.

Als der „offizielle“ und kirchliche Teil zu Ende war, wechselte das Geschehen sehr rasch in weltliche Sphären. Mir wurde gezeigt, dass es wieder eine Kleinigkeit zu Essen gäbe…

Griechische Definition von einer Kleinigkeit

…und ich durfte mich, als neugieriger, ausländischer Gast, am Löffel in verantwortungsvoller Tätigkeit verwirklichen!

Geht fei schwer – das Rühren der Speisen

An anderer Stelle wich der Pope den weltlichen Entertainern – es spielte eine Band die einen guten Ruf hätte. Diesem wurde sie gerecht und ich erkannte an der Lyra den Straßenmusiker wieder.

Hopahopahopa

Das Essen wurde verteilt, dafür wurden Ketten gebildet – eine hervorragende Logistik bei der das halbe Dorf mithalf. Wieder waren wir beeindruckt. Die Musiker starteten derweil das Repertoire.

Gerade bei solchen Veranstaltungen geht es rasch, bis die ersten Gäste zum Tanz aufspringen – und hier hielt es keinen auf den Sitzen, es war fantastisch anzusehen.

Jung und alt – Dorfgemeinschaft gelebt!

Ich konnte von einem Schwager gemachte Drohnenbilder abstauben.

Es war uns eine Ehre dabei zu sein!
Ein Dorf feiert

Wir waren mal wieder mittendrin – es war uns eine Ehre und ein Vergnügen. Die Wege unserer Freunde und unsere trennten sich hier, wir respektierten den unausgesprochenen Wunsch nach Urlaub und Privatsphäre – wir durften sehr weit in ebendiese vordringen und haben das Vertrauen und die Zuneigung sehr respektiert und genossen.

Wir schätzen uns glücklich solche Freunde in vielen Ländern der Erde zu haben!

Ein Punkt ist noch offen auf Sibylles „To Do“ Liste (diesmal nicht auf Papier) – es ist der Besuch des Berg- und Museumsdorfes „Olymbos“ im Nordteil der Insel. Wir sitzen also wieder in der „Street Bakery“ und beratschlagen…

Fertig für den Tagesausflug
Stärkung tut Not
Yummie

Der Tag ist gesetzt – HEUTE fahren wir! Wir sind früh aufgestanden, stehen um 07.30 Uhr vor des Bäckers Pforte um keine Zeit zu verschwenden – warum diese Eile???

Nun, bis Olymbos sind es rund 40km über die Küstenstraße, kurvenreiche und anstrengende Kilometer. Wir wissen, dass Ausflugsboote Richtung Bergdorf fahren und auch Busladungen mit Touristen dorthin gekarrt werden. Wir wollten die Gunst der Stunde und den Vorteil des Zweirades nutzen, um vor den Touristenmassen dort zu sein.

So sind wir auf der uns bekannten Traumstraße, diesmal in entgegengesetzter Richtung, bis nach Spoa gefahren, um dort die Hauptstraße nach Olymbos zu nehmen. Ein Facebookfreund hat mich vor Schlaglöchern auf dieser Straße gewarnt, die Info war aus 2014.

Weitblick – Straße links zu sehen und rechts zu sehen
Die Schlaglöcher von 2014 sind noch da – auffällig groß!
Fahrfehler vermeiden – auch wenn Leitplanken den Absturz (vielleicht) verhindern

Wir fahren vorsichtig, sind meist allein auf der Straße, klar, zu so früher Stunde. So erreichen wir sicher und zeitig am Tag das Ziel – das Bergdorf „Olymbos“ welches damals in der TV Folge von „Wunderschön“ beleuchtet wurde. Ein Dorf in dem die Frauen das Sagen hatten und haben. Die Tracht der Bewohnerinnen ist weitläufig bekannt.

Olymbos von der Zufahrtsstraße aus gesehen
Säule am Ortseingang – den Frauen aus Olymbos gewidmet
Erklärung

Leider ist nicht alles Gold was glänzt. Wir wurden mehrfach gewarnt, dass diese Frauen heute eher, smart formuliert, sehr tüchtige Geschäftsfrauen seien, die den Touristen das Geld aus der Tasche ziehen. Natürlich gäbe es noch traditionelle Handwerkskunst, aber das meiste sei „Chinaschrott“. Weiter wurden wir gewarnt, dass Besuche in den Häusern oder Fotos oft nur akzeptiert werden wenn etwas gekauft würde – auf ein Bild mit den Damen habe ich daher, aus Respekt und Vorsicht, verzichtet!

Tatsächlich sprechen die „alten Jajas“ sehr fließend Englisch und bieten Ihre Waren feil. Ich hatte gemischte Gefühle – der traditionelle Ort verramscht sich selbst – anderseits, was sollen sie denn tun?

Egal, genießt die Impressionen…

Es grüßen die Früchtchen
Herstellung von Maccarounes
Häuser die am Hang kleben

Olymbos ist touristisch, aber irgendwie nicht wirklich liebreizend. Es gibt mehrere Orte, auch in anderen Ländern, in denen die Häuser am Hang kleben, die mit bezaubernden Gässchen beeindrucken – mit der „Cinque Terre“, um nur ein Beispiel zu nennen, kann Olymbos nicht mithalten.

Das Klo war immer draußen
Gewagte Konstruktionen
Schöne, handwerkliche Details…
…und ein netter Dorfplatz

Olymbos liegt, anders als vermutet, auf der Westseite der Insel zum Meer – die bekannte Sichtseite ist aber gen Osten gerichtet.

Blick zur Ägäis

Eines noch – an die WDR „Wunderschön“ Redakteure, liebe Tamina Kallert, ich befürchte der Schuster, der die markanten Lederstiefel fertigt, hat Euch verarscht! Ich habe den Laden gefunden – eine alte, traditionell gekleidete Jaja hat mir erklärt, dass der Mann Ihr Sohn sei und jetzt gerade „in Urlaub“ ist – wer´s glaubt!

Meine Vorstellung von Olymbos wurde korrigiert, ernüchtert aber nicht unzufrieden treten wir den Heimweg an!

Yassou Olymbos, war nett

Der Heimweg führte uns noch nach Diafani an die Küste. Ein netter Ort am Arsch der Welt. Wir tranken ein Getränk, sortierten uns neu und hakten den Besuch als den nördlichen Wendepunkt ab. Es blieb die brennende Frage – wer um Gottes Willen macht hier Urlaub???

Pause – Abfrischung – WC – Heimweg

Der Rückweg führte uns am Paradies vorbei, wir ließen es uns natürlich nicht nehmen hier – irgendwo im Nirgendwo – einen Schnappschuss zu machen und schonmal einen „Fuß in die Tür zu bringen“ – man weiß ja nie…

Das Paradies? Naja, ok…

Was jetzt folgt sind Bilder unserer Heimfahrt – zunächst die Schlagloch bewährte Kamm- und Zubringerstraße nach Spoa, dann unsere Traumstraße bis zu dem karibischen Strand, an dem wir wiederum eine Pause einlegten. Schaut an und macht Euch ein Bild – die Motorradfahrer mögen bitte das Atmen nicht vergessen…

…es war einfach HAMMER! Sibylle hatte vom Festklammern und vom Kopf von links nach rechts Heben drei Tage Muskelkater – aber sie hat sich nicht beschwert. Ich denke insgeheim über den Kauf einer werksneuen Yamaha 700 Tenere nach – das sollte Sibylle aber tunlichst nicht wissen 😉

Eine Weile später waren wir am Traumstrand Paralia Apella angekommen – der Sprung ins kühle Nass war mehr als verdient und ich meine ein leises Zischen vernommen zu haben als wir unsere erhitzten Leiber eingetaucht haben…

Erfrischt – jetzt zurück zu „Aphrodite“

Das Abendessen heute schmeckte besonders gut – ein weiterer Traumtag liegt achteraus und wir waren zufrieden und müde zum Stadtbummel aufgebrochen. Die Pizzeria war abermals unser Ziel, wir wollten die Option auf eine köstliche, dem italienischen Original gleiche Pizza, sooft es geht nutzen.

Als Vorspeise wieder der bewährte „kleine gemischte Salat“…

…gefolgt von nur einem Hauptgang – einer leckeren Pizza – für jeden von uns! Auch Sibylle hat den Teigfladen restlos verputzt! Ein Tag an der frischen Luft macht hungrig.

Wir sacken zufrieden ins Bett, morgen ist der letzte Tag, der Urlaub auf Karpathos neigt sich dem Ende zu.

Nicht erst am Früstückstisch hatten wir beschlossen einen Strandtag einzulegen. Wir wollten uns die Strecke bis Lefkos noch einmal antun und dort für einen Tag ein Liegenpärchen mieten und den Sandstrand genießen.

Das haben wir so auch umgesetzt – unspektakulär!

Es war mir ein Bild wert meinen Mittagssnack zu fotografieren – er dient als Grundlage für das allseits beliebte Suchspiel.

Die Suchaufgabe lautet diesmal – findet das Brot! 😉 Wie immer gibt es einen kleinen Tipp, der lautet – das Essen heißt „Bruschetta“…

Ich hatte einen Berg Tomaten zu verzehren und letztendlich unter dem Tomatenberg reichlich Brot gefunden. Zu meiner Überraschung war das Sugo richtig gut gewürzt und der Snack war richtig lecker – ist ja auch nicht immer der Fall.

Wir waren gehörig schwimmen, haben bis zum Hals im Wasser gestanden und uns abgekühlt – der Faulenzertag tat uns gut. Am Nachmittag noch den typisch griechischen „Freddo“, bevor wir uns auf den Heimweg machten.

Schatten – im Café
Cappuccino freddo sketo

Es wird Euch kaum überraschen, dass wir für den Heimweg ein letztes Mal die „Traumroute“ gewählt haben – dieses Mal ohne Foto- und Badestopp. Die 10km sind dann schneller vorbei, aber auch flüssiger zu fahren, zumal auch die Kurven langsam bekannt sind.

Noch ein Suchbild? Findet einen weiteren Grund vorsichtig zu fahren…

…hier die Auflösung – ich zoome mal vorsichtig rein.

Die Ziegen laufen auf der ganzen Insel frei rum, man muss echt aufpassen, dass man keine „auf die Hörner nimmt“ – im umgekehrten Wortsinn!

Wir kommen an, machen uns frisch und gehen ein letztes Mal in die Stadt. Die Wahl für das Dinner fällt abermals auf die Pizzeria die im Rückblick 5,8 von 5 möglichen Sternen erhält. Eine Topadresse in Pigadia!

Heute erhaschen wir auch einen Platz in der Cocktailbar welche „Happy Hour from 19.00 to 22.00“ anbietet. So nah liegen Licht und Dunkel beisammen! Wir bestellen wieder Standardcocktails um vergleichen zu können und erhalten die schlechtesten Cocktails unseres Lebens – schauderhaft!

Das ist ein Caipirinha – kann man sehen wie der schmeckt???

Die Nacht bricht herein, ein letztes Mal legen wir uns im Appartmenthaus „Aphrodite“ zur Ruhe – ein Haus welches wir sehr empfehlen können, wenn man in Pigadia zentral, ruhig und günstig wohnen will – nur Strandnähe ist nicht gegeben – aber da man auf Karpathos ohnehin mobil sein sollte, kann der Weg zum nächsten Strand leicht gefahren werden. Streng genommen sind sowohl Strand als auch Stadt fußläufig zu erreichen.

Der 31.08. bricht an – der letzte Tag des Monats. Unser Urlaub auf Karpathos wird heute enden. Wir gehen ausnahmsweise direkt am Hafen frühstücken. Das „Croque Madame“ welches ich mir genehmige ist nicht von schlechten Eltern!

Croque Madame, Crepe, Cappuccino – die drei C für einen guten Start in den Tag!

Unser Motorrad parkt in der Pole Position und wir sind startklar als die Fähre – pünktlich – eintrifft.

Trotz des vor der Türe stehenden Septembers, steigen noch Menschenmassen aus – Einsteiger sind aber diesmal deutlich weniger, das Chaos von letzter Woche wiederholt sich nicht.

Zuerst die Aussteiger

Diesmal würden wir keine Kabine haben, die Fahrt dauert von 11.40 Uhr bis nachts um 00.50 Uhr – das kann man aussitzen. Unsere Taktik ist daher, dass Sibylle mit dem Rucksack als Fußgängerin rasch einsteigt und ich mich um das Bike kümmere. Sie reserviert einen guten Platz und ich komme nach – soweit der Plan!

Nahezu der gleiche Platz, das Bike steht sicher…
…und wird mit dem „check-Out-Hafen“ markiert

Sibylle hat einen sehr guten Platz gefunden, den werden wir bis zur Ankunft nicht mehr verlassen.

Die erste Station nach Karpathos ist Kasos, ein Hafen der mich neugierig macht – er ist ein Zwischenziel auf der Fahrt von Kreta nach Karpathos. Die Seekarte weist „dangerous waves in front of port entry“ aus – jedenfalls wenn es ab N7 Bft. hat. Heute ist es immer noch weitgehend windstill und mir fliegen die Gedanken an „die Sturmumtoste“ durch den Kopf, während ich den friedlichen Hafen fotografiere.

Kasos

Von dort nehmen wir Kurs Richtung Rhodos, diesmal an der Westseite von Karpathos vorbei .

Zwischendrin versorgen wir uns mit Snacks, welche für eine Bordverpflegung überraschend gut sind. Preislich gerade noch akzeptabel, können wir uns so gut versorgen.

Cappuccino und süße Teilchen am Nachmittag
Chips und Wein zu später Stunde

Zwischendrin waren wir zum Abendessen im Bordrestaurant wo wir, abgesehen von der Selbstbedienung mit entsprechend Müll, ganz gut und relativ preiswert gegessen haben. Obwohl die Fährfahrt immer irgendwie anstrengt – einfach weil es lange dauert – ich kann es genießen.

Den Rest der Fahrt haben wir mit Lesen rumgebracht.

Leros voraus – 00.11 Uhr

Pünktlich bringt uns der Blaue Riese nach Leros / Lakki, wo wir am 01.09.2022 um 00.50 Uhr aussteigen.

Kalo Mina – wir wünschen einen „guten Monat“ – der Blogeintrag des August endet quasi mit unserer letzten Urlaubsminute…

AUSBLICK September!

Wir sind vom 20.09. bis 04.10. wegen einer weiteren Hochzeit in Deutschland. Franziska heiratet ihren Mikey und wir sind eingeladen 😉

Es gibt ein „Italien-Special“ – ich werde versuchen Klischees zu bedienen und aufzeigen was wir hier am Steg mit den südländischen Amici mitmachen – kritisch – aber mit einem Augenzwinkern!

Naja, ein paar Bootsthemen bekomme ich auch noch rein…

VIELEN DANK! Wenn Ihr bis hierhin durchgehalten habt, dann habt Ihr Euch ein Extra-Lob verdient! Wir freuen uns riesig, dass Ihr uns folgt und dabei bleibt.

In diesem Sinne einen schönen Monat – kalo mina – Euch Allen. Genießt den September, den Spätsommer, wo immer Ihr auch seid.

Herzliche Grüße, die NESSAJA Crew

Sibylle & Mario

2 Kommentare zu „August 2022 – You`ll be in my Heart“

  1. Ihr habt ein ähnliche Einstellung zum Reisen wie wir auch, aber du kannst es viel besser beschreiben und die Fotos sind sehr schön LG S&H

    1. Danke Herbert, eigentlich ist unsere Art zu Reisen ja nix Besonderes. Strand- und Cluburlaube sind uns halt ein Gräuel, wir lieben das Individuelle und sind offen für alles. Das setzten wir, im Rahmen unserer Möglichkeiten, konsequent um. Nächstes Mal sehen wir uns, gute Zeit und LG

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