„Die spinnen, die `öme`…“

Bereits 2015 habe ich ein Zitat aus einem Asterix Heft als Opener für einen Beitrag verwendet – auch „Das Haus das Verrückte macht“ würde hier passen…

Die spinnen also, in diesem Falle die G´iechen?

Ja! Das tun sie!

Segeln oder das Fortbewegen mit einem Schiff ist ein Synonym für Freiheit, Fortbewegung ohne Grenzen und eine Bastion des „Easy Living“ – eine Plattform zum Relaxen.

Das, für mein Empfinden, stören die griechischen Behörden jetzt mehr und mehr…

Der Verwaltungsaufwand ein Schiff in griechischen Gewässern betreiben zu dürfen steigt stetig!

Das Dokument um ein Sportboot in griechischen Gewässern anzumelden (immerhin EU-Gewässer), das sogenannte DEKPA gab es schon immer seit wir in Griechenland segeln.

dekpa

Der Aufwand hierfür ist noch vertretbar. Man muss zur Port Police, gibt seine Papiere ab, das Dokument wird angelegt und man wird zur Bank geschickt um zu bezahlen – ja, richtig gelesen, zur Bank geschickt – aber das will ich nicht weiter vertiefen.

Nachdem man 50.-€ entrichtet hat, muss man einmal im Jahr einen Stempel zur Verlängerung beantragen, solange man nicht aus GR ausreist. Das ist terminlich manchmal schwierig (kalenderjährlich – taggenau), aber machbar.

Neu hinzugekommen ist die Bezahlung des sogenannten TEPAI – einer Bootssteuer die wir vermutlich der griechischen Gesamtsituation und dem Druck der EU zu verdanken haben. Sei´s drum…

tepai

Hier wird es komplizierter! Erst muss ein Account angelegt werden, dann eine Zahlungsperiode. Je nachdem ob man Online bezahlt oder – ja, genau – zur Bank latscht und dort einzahlt, wird der Status dann irgendwann auf „paid“ gesetzt. Dann darf man fahren.

Um Zahlungen für Monate zu vermeiden in denen man nicht fährt, muss man die „Immobilität“ des Bootes erklären, das kostet nichts – außer vielleicht eine Stunde auf der Hafenbehörde.

Für unsere Nessaja werden im Monat (auch wenn nur ein Tag davon berührt ist) rund 102.-€ fällig.

Dieses ganze Procedere ist aufwändig und nervig – es funktioniert, kostet aber Zeit, Geld und Mühe.

Als ob das nicht reicht und um die Verwirrung komplett zu machen haben die Griechen sich jetzt noch darauf besonnen, dass sie vor Jahren ein europäisches Abkommen zur gegenseitigen Anerkennung der Bootsführerscheine nicht ratifiziert haben.

Man benötigt somit eine Bescheinigung, dass ein deutscher SBF auch von einer anerkannten Stelle ausgestellt wurde.

FS

Alles klar? Nein? Den Griechen auch nicht!

Weil es verschiedene Regularien innerhalb dieser Vorschriften gibt, kommt es immer wieder zu unterschiedlichen Szenarien bei Kontrollen und zu unterschiedlicher Auslegung der Vorschriften. Nicht selten liest man, uns zum Glück bis jetzt noch nicht passiert, von einer gewissen Willkür oder zumindest Ahnungslosigkeit einzelner Behördenvertreter.

Segelparadies Griechenland? Ursprünglich und weitgehend entspannt? Im Prinzip ja, aber eben nicht immer und überall – wir sind gespannt, wie die Entwicklung weitergeht…

Der Countdown bis zum Herbsturlaub läuft – seid gespannt und bleibt dran…

2 Kommentare zu „„Die spinnen, die `öme`…““

  1. Lieber Mario da Lob ich mir das türkis cHe Transitlog. War jeweils 1 Jahr gültig und verlängerbar….

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