Nessaja-Crew goes Binnen…

…oder vom Seebär zum See-Bär!

Nanu, mag sich der Ein oder Andere fragen – was sind das wieder für Wortspiele. Weit gefehlt kann ich da nur sagen!

Tatsächlich empfinden wir die Pause vom ersten zum zweiten Urlaub als recht lang – vor Allem bootslos lang! Da kam die Einladung zu einer Motorbootspritztour auf dem Vierwaldstätter See gerade recht.

Thomas und Susanne sind dort Eigner einer Nidlev der 8m Klasse, ausgerüstet mit einem Mercruiser 5,7ltr mit rund 330PS – das verspricht Fahrspaß!

So haben wir uns am langen WE aufgemacht um den uns bereits bekannten See von der Wasserseite aus zu entdecken. Leider war uns das Wetter nicht 100%ig hold – anfangs war es schon noch ziemlich verhangen. Der Wetterbericht sprach von einer 3-tägigen Pause die der Sommer macht – na super, genau während unserem Ausflug…

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Egal, erstmal die lieben Freunde herzlich begrüßt und ein leckeres Mittagessen genossen. Noch während ich mich vom Freßkoma zu erholen versuchte, hatte der Wettergott ein einsehen und ließ die Sonne durchblitzen – wie unterschiedlich doch der Eindruck sein kann.

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Jetzt tut kurze Erklärung not – wer mich kennt oder den Blog aufmerksam von Anfang an verfolgt hat weiß, dass ich mir im Jahr 1998 ein kleines Motorboot gekauft hatte mit dem ich weiß Gott nicht nur am Meer unterwegs war. Im Gegenteil – damals waren wir sehr häufig auf der Donau und vor Allem am Gardasee unterwegs.

So empfand ich die Aussicht auf einen Motorbootausflug auf dieses mir soweit unbekannte Binnengewässer als eine ganz neue Erfahrung – welche aber durchaus Erinnerungen an eine Zeit geweckt hat welche bereits als „Vorvergangenheit“ bezeichnet werden darf…

Also nix wie auf zum Bootsschuppen…

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Ja, Ihr seht schon recht – der Begriff „Bootsschuppen“ kann in der Wirklichkeit vom allgemeinen Denkmuster etwas abweichen. Ich wusste wohl, dass es diese Art von Bootslagerung gibt – dabei war ich allerdings noch nie wie ein Boot per Kran einfach und schnell seiner eigentlichen Verwendung, seinem Element, zugeführt wird.

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Nach dem Verlassen der Halle öffnete sich der See und zeigte ein toller Farbenspiel – aus dieser Warte waren die Wolken sogar perfekt – sie haben den Bildern (welche wir zu hunderten machten) eine zusätzliche Dramatik verliehen.

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Der Vierwaldstätter See ist weit verzweigt und hat viele Seitenarme, in einem liegt übrigens direkt Luzern – eine wirklich sehr schöne Gegend.

Unser erster Run ging Richtung Weggis – an den Felswänden so manches schöne Detail…

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Dort angekommen sind wir mit gehörigem Abstand und in gehörigem Tempo die Uferpromenade abgefahren – Thomas hat uns erklärt, dass man „…dort wunderbar zum Kaffeetrinken anlegen könnte!“

Dass es beim Konjunktiv blieb, hat Thomas an diesem Tag noch ein wenig Hohn eingebracht – ich glaube die Damen hatten durchaus etwas Kaffeedurscht…

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Von dort aus ging es flott weiter – über die Sündenbucht (welche Sünden man dort wohl beobachten darf?), entlang an den beeindruckenden Villen der Reichen und Superreichen bis hin zum Seitenarm in dessen Scheitel Luzern liegt.

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„Wisst Ihr in Luzern könnte man hervorragend Anlegen und ein Eis essen…“ Hm, Ok, und??? Abermals blieb es beim Konjunktiv – was hatte er nur vor?

Wir setzten unsere Fahrt entlang des Seeufers fort und hielten langsam Kurs auf ein Rasthaus welches nur zu Fuß oder mit dem Boot zu erreichen ist.

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Ah! Jetzt wurde klar, warum unser Kapitän bisher noch keinen Anleger zugelassen hat – das Dinner sollte heute hier im Rasthaus Obermatt stattfinden!

Perfekt! Perfekter Platz, perfekte Location, perfekte Stimmung – rundum bauten sich imposante Wolkenberge auf welche den Pilatus optisch in einen „Vulkan“ verwandelten…

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Angelegt, Leinen über und in dieses wunderbare Lokal gegangen – ich finde diese alten Gebäude beeindruckend – wir haben sehr gut gespeist (wenn auch zu den in der Schweiz üblichen Preisen).

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Puh! Kasmagronen, Kalbshaxe, Steinpilzrisotto – wie lecker. Jetzt aber – am Horizont war ein Grummeln zu hören, die Wolken wurden dunkler und auch massiver, Zeit zurück zu fahren!

Jetzt durfte der „Small Block“ zeigen, dass small relativ ist und das Boot mit teilweise über 80km/h zurück zur Garage treiben – Hebel auf den Tisch und los ging die Sause…

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Nach wenigen Minuten schon waren wir am Ziel – pünktlich bevor der Regen einsetzte! Der dunkle Schlund der Bootsgarage verschluckte uns und so schnell wie das Schifferl im Wasser war hing es wieder unter der Decke.

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Ein wunderbarer Bootstag nahm sein Ende und wir zogen uns zu später Stund` in unser „AirBnB“ Nachtlager zurück um unseren Gastgebern etwas Ruhe zu gönnen!

Aber nicht lange 🙂 – „kommt Ihr zwischen 09.00 und 09.30 zum Frühstück“ höre ich Susanne noch sagen…

Um das mit den Anforderungen meiner morgenhungrigen Kapetania zu matchen muss man einen schmalen Grat gehen! Um 09.01 klingeln wir bei den Freunden an der Türe um ein perfektes Frühstück zu genießen und einen weiteren Tag folgen zu lassen – heute stand Luzern auf dem Programm – eine wunderschöne Stadt!

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Der Tag erholte sich wettertechnisch zwar ebenfalls zum Nachmittag, ein wirkliches Einsehen hatte Petrus aber nicht. Wir haben daher beschlossen, die Abreise am Folgetag etwas nach vorne zu ziehen und schon recht früh abzufahren.

Das würde sicher auch für ein geschmeidiges Durchkommen auf der Autobahn sorgen, enden doch die Pfingstferien in Bayern und BW am heutigen WE.

Das bedeutet aber auch, dass auf dem Weg zwingend ein Frühstückspause einzulegen ist um meine frühstücksgierige Liebste bei Laune zu halten. Was macht also das nun wieder an Binnengewässer adaptierte Skipperpaar – richtig! – Rast am Bodensee, Lindau war das Ziel.

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Dass uns das Schicksal ungeplant in das Hotel „Helvetia“ trieb und die Frühstückskarte des „Yacht Hotels“ einen weiteren wundervollen Morgen im Hafen verspricht war der perfekte Slogan um so einen Post zu beenden…

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Ein wunderschönes Wochenende, für mich dazu ein Ausflug in mein persönliches Plusquamperfekt – ein dickes DANKESCHÖN an unsere Gastgeber!

Nessaja-Crew goes Binnen??? Nein, so weit geht die Liebe nicht – wir bleiben Seefahrer (so heißt das – obwohl es am Meer ist 😉 )

In diesem Sinne wünschen wir ein schönes, restliches Wochenende – News wie immer auf unserem Blog – stay tuned!

2 Kommentare zu „Nessaja-Crew goes Binnen…“

  1. Toll dass Euch die Schweiz so gefällt.
    NESSAJA auf dem Bodensee warum nicht? Wenn nur der Transport nichts teuer wäre.
    Und dann alsRentner wieder Meer.. Leinen los

    1. Haha, auch eine Alternative! Nein, ernsthaft – ich hatte mit meinem allerersten Segelboot eigentlich vorgehabt an den Gardasee zu gehen. Bei der Platzbesichtigung dort aber entschieden, der oberen Adria den Vorzug zu geben – Wasser hat keine Balken – ich liebe das Gefühl des Horizonts. Ich mag die Seen, auch per Schiff – aber nicht für Nessaja 😉

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