Woche der Entscheidung

Was soll das nun wieder?

Ihr ahnt es schon, es geht um den SKS Prüfungstörn von Sibylle und Ulrike. Der findet nun also von 16.04. bis 23.04. auf der „TARU“ von ABC statt.

Der aufmerksame Leser weiß, die Taru war auch mein Ausbildungsschiff, ich war etwas traurig als Sibylle ohne mich zum Segeln aufbrach und somit auch die Saison 2016 deutlich vor mir eröffnen durfte.

Ich musste in dieser Woche nach Dallas / Texas zum Arbeiten und während ich hier schufte machen sich die Damen eine coole Segelwoche! Na sauber…

So kam Ulrike also am Freitag zu uns und Beide brachen am Samstag nach dem Frühstück nach Izola / SLO auf. Bereits auf halben Weg haben mir die Beiden lange Zähne gemacht – na wartet!

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Sibylle hat nach der Heimkehr erzählt, dass es ein sehr guter Ausbildungstörn war. Die Taru war neu hergerichtet, alles war top in Schuss und die Crew war klein. Es segelten mit – ein Physiker aus Dresden, ein eingedeutschter Kroate aus dem Badischen und die beiden Mädels. Es war also genug Platz an Bord. Die Männer nahmen jeder eine Einzelkabine und im Tausch gegen ein paar Vorteile haben Ulrike und Sibylle der Doppelkabine zugestimmt.

Der Törn startete wie immer – Crewvorstellung, -einweisung, verproviantieren, Kojen einrichten, Abendessen. Meist sackt man todmüde ins Bett.

Wer denkt, dass ein Vier-Personen-Ausbildungstörn ein Urlaub ist hat sich getäuscht. Du musst IMMER eine Station besetzten, solltest eine Lernkurve haben und konzentriert sein – das ist anstrengend!

Der Skipper, Jacques (ich hoffe die Schreibweise stimmt) von ABC war sehr gewissenhaft und geduldig, sein Konzept war, eine Charterfahrt „nachzustellen“ – wollen die meisten Prüflinge den SKS doch als Befähigungsnachweis zum Chartern.

So ging es von Izola / SLO nach Piran / SLO zum Ausklarieren und dann nach Umag / HR zum Einklarieren. In den nächsten Tagen ging es weiter nach Novigrad / HR. Übernachtet wurde in Marinas, vor Anker und an einer Boje. Es war genug Zeit für Manöver, diese wurden in den letzten beiden Tagen vor der Prüfung noch intensiviert.

Die Stimmung an Bord war wohl meist gut, das ist auch bemerkenswert, weil ja auch hier unterschiedliche Charaktere aufeinandertreffen.

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Die Crew der TARU beim Ausbildungstörn v.l. Achim, Andrè, Ulrike (kniend), Sibylle und Jacques (Skipper)

Am Freitag war es soweit – Sibylle und Ulrike sollten 10 Stunden warten müssen, von 0800 bis 1800, bis die Prüfer endlich zu Ihnen an Bord kamen. Einer der Prüfer war ein mir sehr bekanntes Gesicht, hat derjenige mich doch zweimal geprüft.

Wie denn nun? Komm´ zum Punkt!

BESTANDEN – alle Beide!

Ich gratuliere ganz herzlich, freue mich wie ein Schnitzel mit den Beiden und ganz besonders für meine Capetania!

Der Prüfungstörn sei als „die beste Crewleistung“ gelobt worden, alle Prüflinge haben bestanden. Sibylle hat alle Manöver auf Anhieb gemeistert – hat das viele Üben (in Theorie und Praxis) doch etwas gebracht!

Was mich am meisten freut – Sibylle ist heimgekommen mit der Aussage „ich will jetzt endlich segeln, selber!“ Das alleine war aller Mühen wert…

Wie geht es weiter?

Für Ulrike geht es nun erst einmal nach GR auf die „rijo„, die zweite Heimat. Dort kann Gelerntes sofort umgesetzt werden!

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Nach dem Urlaub dann mit der theoretischen Prüfung innerhalb von zwei Jahren. Sie wird das meistern, auch wenn es eine andere Hausnummer als der SBF ist und sicher nicht „im Vorbeigehen“ zu erledigen ist.

Für Sibylle? Lasst Euch überraschen, einen Trumpf ziehen wir noch…

News wie immer hier!

Gruß von der Neu-Skipperin nebst Anhang 🙂

2 Kommentare zu „Woche der Entscheidung“

    1. Hallo Jörg, die Gratulation wird Sibylle erreichen! Danke in Ihrem Namen. Texas war toll, aber es hatte seinen Preis – was der deutsche Winter nicht geschafft hat, war für die US-Klimaanlagen ein Leichtes. Ich bin richtig arg erkältet und liege darnieder! Apropos Winter, bei uns schneit es seit 24h ohne Pause, wir haben mehr Schnee als an jedem Wintertag!

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