
Ich bin seit einiger Zeit mit meinem Namensvetter Mario befreundet. Der Mailänder, der jedoch in der Schweiz lebt, hat mich um Unterstützung beim Verkauf seiner KEONDA gebeten – und soviel schon einmal vorab, er trennt sich nicht leicht von dieser raren Perle!
Dies ist vielleicht auch der Grund, warum Mario in Erwägung zieht, abermals eine Eignergemeinschaft zu gründen.
Es besteht daher auch die Option einen 50% Anteil zum halben Preis zu erwerben.
Dies würde mit dem jetzigen Eigner im direkten Gespräch diskutiert, es versteht sich von selbst, dass hierfür „die Chemie“ zwischen den beteiligten Vertragsparteien stimmen muss.
Manchmal merkt man erst spät, dass ein Segelschiff eine Menge Aufmerksamkeit und Zeit fordert. Dies wäre, für sich betrachtet, eine Herausforderung der man sich stellen kann – wenn dann aber noch private, familiäre Verpflichtungen dazu kommen, dann ist es nur eine Frage der Zeit, wann eine Entscheidung zu treffen ist!
Dies ist jetzt der Fall, für KEONDA und Mario ist die Saison 2024 zu Ende, die Baltic 40 soll einen neuen Eigner bekommen, alternativ sollen Rechte und Pflichten wieder auf zwei Partein verteilt werden.

KEONDA ist unter italienischer Flagge registriert und Mario ist der dritte Besitzer. Er hatte sich vor einigen Jahren bei einem Freund als Co-Eigner eingekauft und die Baltic dann im Jahr 2018 einem umfangreichen Refit unterzogen – der Zustand kann als hervorragend eingestuft werden.
Vor nicht allzulanger Zeit wurde die Eignergemeinschaft im Einvernehmen aufgelöst, seither ist Mario alleiniger Besitzer von KEONDA. Für diesen Zweck wurde ein Versicherungsgutachten angefertigt, es bescheinigt dem Schiff einen in jeglicher Hinsicht sehr guten Zustand und weist einen Versicherungswert von 190.000.-€ aus.
Ich halte es für wichtig, dass gleich zu Beginn klar formuliert wird, dass der Interessent sich für einen Racer / Cruiser im gehobenen Qualitäts- und Preissegment interessiert, KEONDA ist kein Schnäppchen, das will sie auch nicht sein, sie ist aber eine preiswerte und rare Occassion für den Kenner!
Angebotspreis 179.000.-€, die Mehrwertsteuer für das Schiff ist bezahlt (VB 90.000.- für den 50% Anteil)

Werfen wir einen genaueren Blick auf die Baltic 40 KEONDA mit Erstwasserung 04/1992 – hier das Layout von Deck und Interieur, sowie der Segelplan des vom rennomierten Konstruktionsbüro Judel / Vrolijk nach IMS entworfenen Bootes. Zudem noch die wichtigsten Daten und Fakten.




Zu „Baltic Yachts“ muss ich, glaube ich, nicht viele Worte verlieren – ich zitiere an dieser Stelle Wikipedia…
„Baltic Yachts ist ein 1973 gegründeter Hersteller von Luxus-Segelyachten mit Sitz in Jakobstad, Finnland. Die Werft entstand, als fünf junge Fachleute Nautor’s Swan verließen, um ihr eigenes Unternehmen zu gründen. Zu dieser Zeit wurden die meisten Segelbootrümpfe aus versiegeltem Laminat hergestellt. Die Bootsbauer, die Nautor verließen, wollten leichtere und leistungsfähigere Yachten herstellen, und zwar mit Hilfe der Sandwich-Technologie. Bei Baltic wurden die Rümpfe als Verbundkonstruktion mit Balsaholz als Kern gebaut. Das Ergebnis war eine leichtere und steifere Struktur mit besseren Isolationseigenschaften. Das Unternehmen war von 1977 bis 1991 im Besitz der finnischen Werft Hollming.“
Der Hersteller hat seine Wurzeln bei Nautor und diese Verwandtschaft lässt sich auch nicht leugnen, er reiht sich somit in die Reihe der qualitativ führenden Manufakturen aus Skandinavien ein – ich werde am Ende dieses Exposés noch ein Review des renommierten Yacht Designers Robert Perry anhängen – zum Zungeschnalzen…
Jetzt aber, sehen wir uns dieses Kleinod einmal genauer an!

Sofort wenn man KEONDA betritt fällt auf, dass der Eigner keine Kosten und Mühen gescheut hat das Boot in einem perfekten Pflege- und Wartungszustand zu halten. Dies aber stets unter Berücksichtigung der Historie des Schiffes, so wurde moderat modernisiert, stets fachgerecht repariert und, wo nötig, auch umfangreich investiert.



Baltic Yachts hat den 40-Füsser mit einem Volvo Penta 2003T mit 43PS ausgestattet. Der Motor wurde ebenfalls 2018 komplett überarbeitet und ist seither 670h gelaufen.
Erwähnenswert scheint mir, dass die Bilder alle zeitnah gemacht wurden. Der Kaufinteressent wird KEONDA so vorfinden wie er sie hier in diesem Angebot vorgestellt bekommt – es gibt keine Überraschungen!
Wollen wir die Baltic 40 gleich von innen ansehen? Hier überrascht der kompakte 40ft Racer am meisten, wie ich finde.
Durch das Brückendeck hat das Schiff zwar einen relativ steilen Niedergang, aber nur so konnten die Designer einen Zweikabiner mit nahezu gleich komfortablen Schlafräumen nebst en-suite Bädern realisieren. Ich rufe noch einmal das Layout in Erinnerung.

Nachdem man über den Niedergang in den Innenraum des Schiffes gegangen ist, überrascht der große und gefällige Salon. Hier steht man auch als große Person aufrecht, die Stehhöhe im Salon beträgt 194cm.
Man kann sich sehr gut vorstellen, mit der Familie oder einem befreundeten Paar hier zu sitzen und das Dinner einzunehmen. Der Salontisch lädt zur gemütlichen Runde.

Zur rechten Hand befindet sich der Navigationstisch. Er weist eine für die Kartennavigation nutzbare Größe auf und man findet dort alle relevanten Bedienelemente sowie weitere navigatorische Ausrüstung.


Wenn man den Blick nun Richtung Bug wendet, dann tut sich die „Gästekabine“ vor einem auf. Ich setze das in Anführungszeichen, denn auf der Baltic 40 ist nicht klar erkennbar, welche Kabine für das Eignerpaar und welche für den willkommenen Besucher konzipiert wurde – macht euch selbst ein Bild!

In beiden Kabinen gibt es genug Stauraum und Schaps, es gibt einen Ankleidesessel und Luken beziehungsweise Fenster für die ordentliche Durchlüftung.
Vom Salon aus nach hinten, geht man zunächst durch die vollausgestattete Pantry. Hier findet man an Steuerbord den Herd / Ofen und allerhand Staumöglichkeiten. Auch der Kühlschrank ist auf dieser Seite untergebracht.


Vielleicht ist euch die pfiffige und intelligente Lösung bezüglich des Montageortes der Spülbecken aufgefallen – diese sind mittschiffs untergebracht, sehr clever gemacht, wie ich meine!
Die Pantry ist gleichzeitig der Durchgang zum achterlichen Schlafraum.


Die Bäder auf der Baltic 40 sind hochwertig ausgestattet, so finden sich zum Beispiel in beiden Nasszellen Toiletten von Blakes.

Das Mobiliar und die Hölzer auf KEONDA sind im Topzustand, das Schiff ist reise- und urlaubsklar. Es wurden Kleinarbeiten in der Marinawerkstatt in Auftrag gegeben, so dass den neuen Eigner keinerlei Reparaturstau erwartet.
Apropos Marina – KEONDA hat ihren Liegeplatz aktuell in der Leros Marina Evros im griechischen Dodekanes. Leros liegt gegenüber den türkischen Städten Bodrum und Didim, auf der Westseite der Insel liegt die Ägäis mit der Inselwelt der Kykladen. Der Dodekanes besteht aus 12 Inseln, die bekanntesten sind im Norden Samos und im Süden Rhodos.
Die Anreise nach Leros erfolgt per Flugzeug über Athen oder Kos, dann weiter mit einem Inselflieger oder mit der Fähre. Der Liegeplatz kann, nach Absprache mit der Marinaleitung, übernommen werden.
Hier liegt die Baltic 40 sicher auf dem Trockendock…


Das Schiff ist sicher aufgepallt und ist während der Standzeit mit einer Vollpersenning abgedeckt und somit geschützt!
Lieber an Land oder lieber im Wasser – das ist eine häufig diskutierte Frage! Nun, in ihrem Leben hat KEONDA beide Phasen durchgemacht, heute liegt sie sicher an Land, sie wird stetig beaufsichtigt.
So weit, so gut – das ist also die Baltic 40 meines Freundes Mario. Was gibt es noch zu sagen?
Nun, zuerst möchte ich nicht vergessen zu erwähnen, dass KEONDA ein kleiner Medienstar ist – über sie gibt es einen Testbericht in einer italienischen Seglerzeitschrift!

Vielleicht auch wichtig zu wissen – Mario ist inzwischen abgereist und wieder zuhause in der Schweiz. Er verkauft seinen Schatz aufgrund der eingangs beschriebenen Situation und ohne zeitliche Not. KEONDA ist für ihr Alter top in Schuss, ein Neuboot ist aber auch sie nicht, bitte macht euch das bewusst!
Der Angebotspreis versteht sich als „asking price“, ist aber nur in homöopathischer Dosis verhandelbar 😉 !
Ich bin als Ansprechpartner ganzjährig vor Ort um das Schiff zu zeigen und Zugang zu gewähren. Ich bin im Auftrag meines Namensvetters voll auskunftsfähig und diene ihm als Mittler und Kontaktperson. Der Verkauf erfolgt durch den Eigner.
Zwei Dinge fehlen noch…
Der Bericht von Rob Perry, der folgt zum Schluss und eine Ausrüstungsliste – die folgt JETZT…
Rumpf/Deck/Überbau
Rumpfkonstruktion aus GFK-Sandwich mit Balsaholzkern für einen steifen, starken und leichten Rumpf
Bleikiel mit Kielbombe
Freitragendes, vorbalanciertes Ruderblatt mit Stahlstruktur und Fiberglas-Sandwich mit Divinycell-Schaumkern
Teakdeck
Sprayhood
Badeleiter aus Edelstahl
Reling mit zwei Seiteneingänge
5x Gebo-Decksluken
4x Goijot-Cockpitfenster für die Eignerkabine
4x Vetus-Lüfter
2x Außendusche
4x Cockpitfächer
7x Seeventile
Takelung und Segel
Durchgesteckter Drei-Saling Aluminium Mast / Race-Setup / Powell
Baum aus konischem Aluminium
Rod-Takelung aus Edelstahl Nitronic 50 mit Blue Wave Spannern
Lattengroß – Zaoli Membransegel aus 2019
Genua – Zaoli Membransegel aus 2024
Genua Reserve – Velman Kevlarsegel aus 2014
Gennaker – North Sails, Nylon aus 2015
Harken Mastrutscher
Hydraulische Achterstagpumpe Navtec Integral
Bugspriet aus Kohlefaser
Winden
2x Lewmar 54 AST Primär-/Genua
2x Lewmar 48 AST Sekundär-/Gennaker
1x Lewmar 40 AST Großsegel
2x Lewmar 40 AST Großsegel / Niederholer
2x Lewmar 44 CST Genua/Gennaker-Fallen
11x Antal-Leinestopper, alle im Cockpit
3x Harken-Griffe 10’’
Motor
Volvo Penta 2003T Turbodiesel
Dreizylinder, 1,3l Hubraum, 32 kW (43 PS) bei 3200 U/min
J-Prop 3-Blatt-Federpropeller auf gerader Welle
Tanks
Dieselkraftstoff 125l
Wasser achtern primär 190l
Wasser vorn sekundär 120l
Schwarzwasser achtern 60l
Deckausrüstung
Lenkrad mit Feststellvorrichtung und Seilzuglenkung
Autopilot Raymarine ST 6000
Ankerwinde Lofrans, elektrisch mit Fernbedienung und Cockpitschalter
Bruce-Anker 20 kg
50m Edelstahlkette 8mm
Heckanker Danforth 12kg
Manuelle Bilgenpumpe Whale Gusher
6x Fender und Festmacherleinen
Navigationsinstrumente
Steuerkompass Suunto D-165 auf Steuersäule
Kartenplotter Garmin GPS 7410 Multi-Touch 10’’ auf Steuersäule
AIS-Funktion im Garmin GPS-System enthalten
6x Garmin Multifunktionsdisplays im Cockpit
1x Garmin Multifunktionsdisplay am Kartentisch
Autopilot Raymarine ST 6000
Funktelefon Sailor Compact VHF RT2048
Tragbares VHF Raymarine Ray 101E
Elektrisches System
Batterieladegerät
Starterbatterie 12V / 100Ah
Servicebatterien 3x 12V / 100Ah
Wechselrichter 12V/230V/720W
Hauptschalttafel 220V/12V mit Anzeigeinstrumente für Kraftstoff- und Wassertanks, sowie für Spannung und Strom
Motorkontrolltafel mit Drehzahlmesser, sowie Kontrollinstrumente für Wasser und Öl
Innenausstattung
Vorderkabine mit V-Koje und Toilette
Eignerkabine mit Kingsize-Koje und Toilette
Blakes-Toiletten in beiden Nasszellen
Geformtes GFK-Becken in hygienischem Gelcoat mit Dusche
Fußpumpenbetriebenes Frischwasser in Toiletten
Fußpumpenbetriebenes Frisch- und Salzwasser in der Kombüse
Manuelle Bilgenpumpe Whale Gusher
3-flammiger Gasherd mit Ofen und Grill, sowie doppeltem Sicherheitsschalter
3x Gasflasche unter dem Steuermannssitz
2x Spülbecken
Kühlbox 12V aus Edelstahl mit Wasserentleerungspumpe
Warmwasserboiler 40 lt. 220V/12V
3x 220V Steckdosen
3x USB A-C Steckdosen
LED-Lampen in Salon und Kabinen
5x Lesespots
Radio/CD/USB Kenwood KDC 3054UR
4x Ventilatoren
Zubehör
220V Landstromkabel (20 m)
3/4-Zoll-Wasserschlauch (20 m)
Wiederaufladbarer Staubsauger
Wiederaufladbares Snap-on-Licht für Cockpit
Werkzeugkasten, Klebebänder, Reiniger usw.
Blakes-Werkzeugset
Großes Ersatzteilset
Sicherheit
5x Spinlock-Automatik-Sicherheitswesten
Rettungskragen mit 30 m Bergungsleine
1x EPIRB
Raketen und Signalmunition
Arimar 6-Personen-Rettungsinsel Oceanus ISO9650-1A
Notfalltasche für wichtige Lebensmittel und Getränke
Erste-Hilfe-Tasche
3x Feuerlöscher 1-2 kg
Beiboot
Nautend 2.50 GFK RIB
Elektromotor Torqeedo 9
Design Review von Bob Perry / Baltic 40 – 16 Februar 2003

Rob Perry schreibt über das Boot (übersetzt aus dem Englischen)…
„Dieses Design ist die dritte Zusammenarbeit der Baltic Design Group Koalition und Judel/Vrolijk Design. Das Ziel dieser Konstruktion, die ebenfalls für IMS optimiert wurde, ist hohes Rennpotenzial ohne Abstriche beim Fahrkomfort.
Das ist natürlich der Traum eines jeden Konstrukteurs, doch es gibt dabei noch viel Raum für die Interpretation von Fahrkomfort. Ironischerweise ist Baltics Optimierungsmethode – mit vollen Enden – das Gegenteil von Grahams und Schlageters Methode, an den Enden Volumen zu reduzieren.
Ich denke, wir befinden uns jetzt mit IMS in einer Entwicklungsphase. Die Breitenwasserlinie ist schmal mit einer ausgeprägten Biegung auf halber Höhe der Oberseiten. Die allgemeine Mittelteilform ist einem IOR-Boot mit flachem Boden und relativ lockeren Bilgen sehr ähnlich. Das Innenprofil weist eine gewisse Biegung im nach achtern verlaufenden Kanukörper mit einer Delle auf, wo das alte IOR AGS auftreten würde. Das D/L-Verhältnis beträgt 191.
Der Kiel der Baltic 40 ist eine einzigartige Kombination aus Finne und flügelähnlicher Wulst oder bauchigem Flügel. Dadurch wird der VCG-Wert gesenkt und der effektive Tiefgang erhöht. Der Standardtiefgang beträgt bereits 7,15 Fuß, daher sollte diese Kielkonfiguration die neue 40 zu einem sehr steifen Boot machen. Beachten Sie die Krümmung der Vorder- und Hinterkanten. Das Ruder ist ein ausgewogenes Spatenruder mit hohem Seitenverhältnis, das eine ähnliche Behandlung der Kanten aufweist, aber die heute so beliebte elliptische Spitze vermeidet. Es wurde jede Anstrengung unternommen, das Gewicht des Ruders zu minimieren.
Regelmäßige Leser meiner Rezensionen wissen, dass ich ein Baltic-Fan bin. Baltic hat uns allen eine oder zwei Lektionen in Sachen Innenarchitektur erteilt. Die neue 40 hat den Druck auf das Layout erhöht, um echten Fahrkomfort zu bieten. Leider manifestiert sich dieser Druck in dem weniger schlanken Deck des neuen Bootes. Ich bin sicher, wir alle mögen das niedrige und elegante Aussehen der alten Baltics. Das Problem besteht darin, die Kopffreiheit beizubehalten und trotzdem ein schlankes Deck zu erhalten.
Das neue Deck zeigt, dass die volle Stehhöhe durch das Boot in den V-Kojenbereich übertragen wurde. Es ist kein klobiges Deck, aber es zeigt, dass Baltic dem Wunsch des Marktes nach Innenkomfort nachgegeben hat. Beachten Sie das lange Brückendeck, das eine Stufe über der Höhe der Cockpitsitze liegt. Dies schafft Volumen in der Achterkabine, führt in diesem Fall aber zu einer Art Niedergang in Schachtform ohne Klappbretter. Es ist nur eine Frage des Geschmacks und der Art, wie Sie Ihr Boot nutzen möchten. Die Seitendecks sind breit und vor dem Mast befindet sich eine geformte Mulde für zusätzliche Sicherheit bei Arbeiten am Mast. Der Großschot-Traveller verläuft über die Mitte des erhöhten Brückendecks.
Wenn Sie sich dieses Layout ansehen, müssen Sie meiner Meinung nach einen Moment innehalten und darüber nachdenken, wie weit wir bei 40-Fuß-Innenräumen gekommen sind. Die Vorteile des Mittelcockpit-Layouts wurden durch die Erfindung dieser attraktiven Baltic-Achterkabine untergraben. Sie scheint alle Vorteile des Mittelcockpit-Layouts ohne die Nachteile zu haben.
Um dem gesunden Stabilitätspotenzial dieses neuen Designs gerecht zu werden, hat Baltic der 40 ein SA/D-Verhältnis von 20,55 gegeben. Die Takelage hat dreifache Salings und ein Babystag. Der Mast ist direkt vor Station 4 abgestuft.
Nehmen Sie sich beim Studium des Segelplans die Zeit, das Profil der 40 genau zu betrachten. Der Bugüberhang ist abgekürzt und das Heck ist in einer attraktiven Querbalkenform herausgezogen. Wir werden nie ein hässliches Boot von Baltic sehen.
Die 40 ist aus Epoxidharz und unidirektionalem Roving gebaut. Dies spart ungefähr 50 Prozent des Gewichts einer Polyesterharzschicht und gleichzeitig wird die Plattensteifigkeit um 200 bis 300 Prozent erhöht, so die Baltic-Literatur.
Wieder einmal hat sich Tor Hinders, der Chefdesigner bei Baltic, mit einem guten Designteam für die Rumpflinien und die Takelage zusammengetan und eine Benchmark-Yacht produziert. Die Qualität von Baltic gehört in dieser Branche zur Spitzenklasse.“