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Nessaja ist eine Dufour 43CC und in Griechenland stationiert. Seit Anfang 2021 leben wir unseren Traum und wohnen auf Nessaja. Mit Ihr machten wir zunächst die Ägäis unsicher, bevor wir aus privaten Gründen entschieden haben, NICHT auf "große Fahrt" zu gehen! In unserem Blog geht es daher zumeist um den Alltag zweier Segler die sich dem Leben auf einer kleinen griechischen Insel verschrieben haben... Hier und auf den üblichen Social Media Kanälen erzählen wir von unseren Erlebnissen und Abenteuern.

Schwachstellen der Lagoon / Caribic Modelle

…shit happens!

Ich hatte letzte Woche eine sehr nette Anfrage eines Blog / FB Lesers. Er ist am Kauf einer Bavaria Lagoon interessiert und hat nach bekannten Schwachstellen gefragt.
Leider habe ich im Urlaub am iPad das nette Mail gelöscht und finde den Bezug nicht mehr – bitte nehmen Sie noch einmal Kontakt auf!
Da dies aber nicht die erste Anfrage dieser Art war und sich die „To Do“ – Listen der Eigner sehr ähneln, hier eine kurze Aufstellung der typischen Schwachstellen dieser Baureihe.
Hier gehe ich von „Nessaja“ und den besehenen Booten aus, untermauert durch einen gehörigen Erfahrungsaustausch. Ich freue mich über jede weitere Meldung.

Ich bin ein Fan der Baureihe, soviel ist klar – nichtsdestotrotz kann ich die Schwachstellen nicht verleugnen…

– das Teakdeck ist nicht massiv – es verschleißt mit den Jahren sehr stark und ist nicht mehr zu reparieren. Ein kompletter Tausch wird nötig.

– der Innenhimmel ist aus Stoff mit Schaumstoffrücken. Dieser löst sich nach den Jahren auf und es bilden sich herabhängende Säcke welche reißen. Auch das ist nicht billig und eine recht aufwändige Reparatur (besonders Achterkabine bei Lagoon).

– die Ruderlager bekommen Spiel / schlagen aus und müssen ersetzt werden

– Fundament der Ankerwinde ist unterdimensioniert und kann reißen

– aus England habe ich die Info bekommen, dass man darauf achten soll, dass die Türen beim Hauptschott gut schließen – andernfalls ist das Stahlrückgrat ggf. verzogen und der Mast hat sich „gesetzt“.

– das Gelcoat vergilbt gerne oder bekommt Flecken, kann aber sehr perfekt beipoliert werden. Auch das kostet aber ein paar Euro.

– der serienmäßig verbaute VP 2003T ist zwar ein zuverlässiger Motor, wäre aber mit dem Turbo nicht meine erste Wahl – der ist anfällig.

– die Werft selber ist ein Schwachpunkt! Ich könnte es verstehen, wenn bei der momentanen Ausrichtung Fragen nach so alten Schiffen nicht mehr höchste Priorität genießen und eben im Gegensatz zu Premiumherstellern für alte Yachten wenig Service bei der Beantwortung von Fragen geboten wird. Grenzwertig wird es dann, wenn Mails mit Nachfragen nach Ersatzteilen (Ruderlager) nach fast einem Jahr unbeantwortet sind obwohl vorher dazu telefoniert wurde. Erwartet Euch in dieser Richtung nichts!

Den ganzen Rest (Pumpen, Elektrik, Segel, Fensterdichtungen, etc.) würde ich als normale Verschleißteile verbuchen. Hier kann man, wie bei jedem Schiff, bei jeder Werft, Glück und Pech haben, muss sich aber klar sein, dass die Bavaria Lagoon / Caribic Modelle alle um die 20 Jahre alt sind. Man repariert immer!
In meiner ganzen Recherchezeit mit diesem Modell habe ich übrigens nur eine 390 Caribic mit Osmose gesehen. Das war aber insgesamt ein total abgewirtschaftetes Schiff – hier würde ich sagen, dass diese Modelle nicht anfällig sind.

Ich beantworte Fragen nach ungefähr auftretenden Kosten – als grobe Richtwerte – jederzeit gerne. Dies bitte ich jedoch per eMail zu erfragen.

Alles kein Grund nicht nach diesem sehr guten und besonderen Schiff zu greifen – ein bisschen sollte man sich aber selber helfen können – sonst ufern die nötigen Erhaltungs- und Instandsetzungsinvestitionen sicher aus.

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Unser Dachhimmel im Salon – wird 08/2014 erneuert!

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Unser Teakdeck VOR der Reparatur – typisch für das Modell!

Kühlkompressor & Umluftverdamfer erneuern – check!

Bier (oder auch Milch) kann man an Schnüren über die Bordwand hängen um es zu kühlen…
Wir haben uns entschieden unser altes, lautes Stromfresseraggregat nebst Verdampfer in Rente zu schicken und durch eine „Waeco Coldmachine“ der 80er Serie nebst Umluftverdampfer zu ersetzen.
Unsere Hoffnung ist, dass unsere Kaltgetränke für den Anlegeschluck und natürlich auch die Lebensmittel so nicht nur auf die im Mittelmeer üblichen 25°C Wassertemperatur gekühlt werden sondern vielleicht auf erfrischende Temperaturen gebracht werden.
Der Einbau hat super geklappt – nicht zuletzt dank Sepp´s Hilfe.
Bei der Gelegenheit wurde auch gleich die Heizpatrone vom Boiler noch einmal getauscht – diese hatte schon wieder einen Kurzschluss.

Cooler

To be continued…

Das Grauen – unser Dachhimmel (Projekt 2014)

Das Grauen - unser Dachhimmel (Projekt 2014)

Good News – nach wirklich langer und zäher Suche habe ich jetzt einen Fachbetrieb gefunden der mir den Dachhimmel, die Tapezierung von Nessaja erneuert. Das ist alles andere als billig, aber die Bootswerft Piculjan in Rab hat dennoch ein attraktives Angebot gezimmert.
Wir konnten uns Referenzboote ansehen und waren von der Qualität und Ausführung der Arbeit begeistert!
Anfang August geht es los – der letzte große Posten vorläufig – dann kommen einige Arbeiten bei denen wieder Eigenregie gefragt ist.

Lasst Euch überraschen – ich denke, das Ergebnis wird super und dem bisherigen Refitverlauf entsprechen!

…endlich – die neue Matratze!

...endlich - die neue Matratze!

Am vergangenen Wochenende waren wir bei Nessaja um einige Vorbereitungen für die neue Saison zu treffen. Dabei hatten wir auch unsere neue, maßgefertigte „Gisatex“ Matratze im Gepäck.
Eine echte Investition, mit Unterlüftung, zwei Härtezonen und allen Extras – aber auch ein völlig neues Schlafgefühl im Vergleich zu den zwei alten Schaumstoffklumpen die seit 20 Jahren in der Kabine lagen. Wir sind mächtig stolz.
Gisatex ist für solche Sachen echt empfehlenswert, wir hatten einen sehr guten Service und einen attraktiven Messepreis.

Da wir schon mal an der Inneneinrichtung waren, haben wir uns auch gleich noch mit unserem Boiler beschäftigt, hier musste mal dringend und vollumfänglich entkalkt werden. Auch das hat super geklappt, wir konnten das System gründlich spülen und hoffen, dass jetzt an dieser Stelle Ruhe ist.

Hurra – bestanden! Das Bodenseeschifferpatent…

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Gute Neuigkeiten!

Wir haben uns gemeinsam und zusammen mit Christoph der Herausforderung Bodenseeschifferpatent (BSP) gestellt. Am 21.02. haben wir die Prüfung beim Landratsamt Bodenseekreis abgelegt und bestanden.

Da wir schon Lizenzen haben wurde uns einiges angerechnet…

Sibylle muss keine praktische Prüfung machen und hat nun das BSP „A“ für motorbetriebene Vergnügungsfahrzeuge!

Christoph und ich bekamen auch unsere Segellizenzen angerechnet und dürfen daher neben dem Patent „A“ nun auch das BSP „D“ für Segelfahrzeuge unser Eigen nennen.

Es bleibt zu vermerken – die Capitana bittet um diesen Hinweis – Fehler Sibylle Ullmann -> 0! Fehler Mario Rauch und Christoph Rapp -> 1! Christoph und ich sind sicher – ein Korrekturfehler!

Aber wie auch immer, der / die mit den wenigsten Fehlern zahlt die Zeche, und so konnten wir nach einem gelungenen Spätnachmittag noch auf den Erfolg anstoßen.

To be continued…

Gruß Euer „Sailingmoments – Team“