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Nessaja ist eine Dufour 43CC und in Griechenland stationiert. Seit Anfang 2021 leben wir unseren Traum und wohnen auf Nessaja. Mit Ihr machten wir zunächst die Ägäis unsicher, bevor wir aus privaten Gründen entschieden haben, NICHT auf "große Fahrt" zu gehen! In unserem Blog geht es daher zumeist um den Alltag zweier Segler die sich dem Leben auf einer kleinen griechischen Insel verschrieben haben... Hier und auf den üblichen Social Media Kanälen erzählen wir von unseren Erlebnissen und Abenteuern.

Woche der Entscheidung

Was soll das nun wieder?

Ihr ahnt es schon, es geht um den SKS Prüfungstörn von Sibylle und Ulrike. Der findet nun also von 16.04. bis 23.04. auf der „TARU“ von ABC statt.

Der aufmerksame Leser weiß, die Taru war auch mein Ausbildungsschiff, ich war etwas traurig als Sibylle ohne mich zum Segeln aufbrach und somit auch die Saison 2016 deutlich vor mir eröffnen durfte.

Ich musste in dieser Woche nach Dallas / Texas zum Arbeiten und während ich hier schufte machen sich die Damen eine coole Segelwoche! Na sauber…

So kam Ulrike also am Freitag zu uns und Beide brachen am Samstag nach dem Frühstück nach Izola / SLO auf. Bereits auf halben Weg haben mir die Beiden lange Zähne gemacht – na wartet!

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Sibylle hat nach der Heimkehr erzählt, dass es ein sehr guter Ausbildungstörn war. Die Taru war neu hergerichtet, alles war top in Schuss und die Crew war klein. Es segelten mit – ein Physiker aus Dresden, ein eingedeutschter Kroate aus dem Badischen und die beiden Mädels. Es war also genug Platz an Bord. Die Männer nahmen jeder eine Einzelkabine und im Tausch gegen ein paar Vorteile haben Ulrike und Sibylle der Doppelkabine zugestimmt.

Der Törn startete wie immer – Crewvorstellung, -einweisung, verproviantieren, Kojen einrichten, Abendessen. Meist sackt man todmüde ins Bett.

Wer denkt, dass ein Vier-Personen-Ausbildungstörn ein Urlaub ist hat sich getäuscht. Du musst IMMER eine Station besetzten, solltest eine Lernkurve haben und konzentriert sein – das ist anstrengend!

Der Skipper, Jacques (ich hoffe die Schreibweise stimmt) von ABC war sehr gewissenhaft und geduldig, sein Konzept war, eine Charterfahrt „nachzustellen“ – wollen die meisten Prüflinge den SKS doch als Befähigungsnachweis zum Chartern.

So ging es von Izola / SLO nach Piran / SLO zum Ausklarieren und dann nach Umag / HR zum Einklarieren. In den nächsten Tagen ging es weiter nach Novigrad / HR. Übernachtet wurde in Marinas, vor Anker und an einer Boje. Es war genug Zeit für Manöver, diese wurden in den letzten beiden Tagen vor der Prüfung noch intensiviert.

Die Stimmung an Bord war wohl meist gut, das ist auch bemerkenswert, weil ja auch hier unterschiedliche Charaktere aufeinandertreffen.

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Die Crew der TARU beim Ausbildungstörn v.l. Achim, Andrè, Ulrike (kniend), Sibylle und Jacques (Skipper)

Am Freitag war es soweit – Sibylle und Ulrike sollten 10 Stunden warten müssen, von 0800 bis 1800, bis die Prüfer endlich zu Ihnen an Bord kamen. Einer der Prüfer war ein mir sehr bekanntes Gesicht, hat derjenige mich doch zweimal geprüft.

Wie denn nun? Komm´ zum Punkt!

BESTANDEN – alle Beide!

Ich gratuliere ganz herzlich, freue mich wie ein Schnitzel mit den Beiden und ganz besonders für meine Capetania!

Der Prüfungstörn sei als „die beste Crewleistung“ gelobt worden, alle Prüflinge haben bestanden. Sibylle hat alle Manöver auf Anhieb gemeistert – hat das viele Üben (in Theorie und Praxis) doch etwas gebracht!

Was mich am meisten freut – Sibylle ist heimgekommen mit der Aussage „ich will jetzt endlich segeln, selber!“ Das alleine war aller Mühen wert…

Wie geht es weiter?

Für Ulrike geht es nun erst einmal nach GR auf die „rijo„, die zweite Heimat. Dort kann Gelerntes sofort umgesetzt werden!

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Nach dem Urlaub dann mit der theoretischen Prüfung innerhalb von zwei Jahren. Sie wird das meistern, auch wenn es eine andere Hausnummer als der SBF ist und sicher nicht „im Vorbeigehen“ zu erledigen ist.

Für Sibylle? Lasst Euch überraschen, einen Trumpf ziehen wir noch…

News wie immer hier!

Gruß von der Neu-Skipperin nebst Anhang 🙂

…infiziert!

Nanu, ein komischer Titel…

In einem Segelblog kann man damit aber schon etwas assoziieren – infiziert mit Fernweh, mit dem Segelvirus, der Lust nach Meer, etc.

Aber hier geht es um eine andere Verlockung – die Lust an der fundierten Ausbildung!

Ja, ich gebe es zu, ich stehe da drauf. Ich weiß ganz bestimmt, dass man keine Patente braucht um zu Segeln, habe ich das doch die ersten 10 Jahre meiner „Karriere“ gemacht.

Nichtsdestotrotz bin ich der Überzeugung, dass man sich irgendwann entscheidet bzw. sogar entscheiden muss, ob man sich tiefer in die Materie stürzt oder eben nicht.

Ich weiß auch, dass das deutsche Scheinsystem diskutabel ist. Ist die Ausbildung praxisnah? Ist die Einteilung der Scheine, multiple choice, die Liberalisierung auf 15 PS, etc. sinnvoll? Das sind Fragen die ich hier nicht erörtern will, gleichwohl habe ich eine Meinung dazu…

Ich denke, dass der erwachsene Mensch, wenn er sich in eine Ausbildung begibt, die Schulbank drückt und Geld bezahlt auch die Bereitschaft zum Lernen mitbringt. Das ist aus Erfahrung gesprochen nicht immer so, aber doch bei einer überwiegenden Mehrheit.

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Die Geschichte zu diesem Blog beginnt also im Sommer des Jahres 2015 als wir auf Leros Ulrike (Hauptdarstellerin) und Jörg (hier ausnahmsweise Statist) von der rijo treffen. Man nascht Süßigkeiten, trinkt Rotwein und genießt das Leben. Dabei unterhält man sich über Dies & Das.

Ulrike fragt also Sibylle ob sie nicht Lust hätte an einem Frauentörn teilzunehmen. Man wolle sich untereinander mit der Schiffsführung auseinandersetzen und ohne den „störenden“ Einfluss der Gatten Manöver üben.

Was bis dahin nicht so diskutiert wurde musste jetzt auf den Tisch…

Sibylle lehnte dankend ab mit dem Hinweis auf Ihre praktische Prüfung zum SKS in 2016. Sie müsse sowohl Zeit als auch Geld in Ihre Ausbildung investieren.

Es wurde noch eine emotionale wie lustige Diskussion über den Sinn von Frauentörns geführt, erstaunlich wie die Meinungen differiert haben, die Details einer praktischen Ausbildung wurden besprochen, es wurde etwas über den SKS referiert um den Tag dann zu beschließen.

Was ich nicht ahnte – der Virus hatte zugeschlagen…

„Was braucht man denn so für die SKS Praxis?“ „Ist das schwer?“ lauteten Fragen am Telefon als wir längst wieder zuhause waren. Im Winter jedoch nahm das Thema eine neue Dynamik an, Ulrike wollte nun auch mehr als „Manöver fahren“!

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Sie setzt sich also hin, lernt für den SBF See, macht die Theorie am Ende des Winters und legt die praktische Prüfung kurz vor Törnbeginn ab. Die musste sie schon bestehen – war letztlich aber ein Klacks.

Törnbeginn? Jawohl!

Ulrike ist kurzerhand aufgesprungen und zusammen mit Sibylle zu einem Praxistörn mit ABC gefahren. Am Ende sollte die praktische Prüfung für den SKS stehen, die kann man auch vor der Theorie ablegen.

Wie das gelaufen ist? Erfahrt Ihr im nächsten Beitrag…

 

For Sale…

Saronic 880, EW 2012, Perkins Diesel

Hallo liebe Freunde und Follower meines Blogs,

in diesem Fall möchte ich sehr gerne beim Verkauf eines Motorbootes helfen.

Es steht mir nicht zu die Verkaufshintergründe näher zu beschreiben, nennen wir es einfach „private Gründe“…

Eine Freundin von uns, genauer gesagt die Verkäuferin unserer treuen Bavaria 390 Lagoon, verkauft ein wunderschönes, neuwertiges Motorboot.
Es handelt sich um eine 2012er Saronic, ein zum Kajütboot umgebautes, neues griechisches Fischerboot, rauhwassertauglich und sehr gut ausgestattet.

Das Schiff hat sich bei einer Fahrt von Österreich, die Donau runter, durch das Schwarze Meer bis Leros / Griechenland mehr als bewährt.
Wer Interesse hat findet hier Details und Kontaktdaten…

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Das Schiff ist in Leros zu besichtigen und kostet 60.000.-€

Eventuell sucht Ihr schon lange solch ein stäbiges und schönes Schiff mit Charakter, oder vielleicht wisst Ihr jemanden, oder Ihr wollt das Angebot einfach weiterleiten, oder, oder, oder…

Ich würde mich sehr freuen wenn sich etwas tut!

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Tag der Entscheidungen

2016 ist ja nun schon wieder ein paar Tage, nein – besser Wochen – alt. Zeit ein paar ausstehende Entscheidungen zu treffen.

Wer Nachrichten hört weiß, dass es im Moment nicht so leicht ist sich für Griechenland oder die Türkei auf einer Seite und einem Balkanstaat, auch wenn es sich um das im Moment friedliche Kroatien handelt, zu entscheiden.

Wir mussten aber eine Entscheidung fällen, es war an der Zeit.

Unsere Nessaja liegt ruhig und sicher in der Leros Marina Evros, es gibt keinen Grund etwas zu befürchten – zumindest nicht aus heutiger Sicht. Ich bin zuversichtlich, dass dies so bleiben wird.

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Die Menschen hier haben uns so nett willkommen geheißen, in der Marina sind alle sehr nett und zuvorkommend und wir haben die Gegend noch nicht richtig erkunden können. So habe ich heute den Liegeplatz um ein Jahr bis Mai 2017 verlängert – bis dahin werden wir sehen.

Die ersten Urlaubsflüge sind gebucht, der erste Törn wird zusammen mit Doris und Sepp stattfinden.

 

Die zweite wichtige Entscheidung war immer noch bezüglich des Beibootes zu treffen. Hier wusste ich selber nicht exakt was ich will.

Nachdem aber nun fest stand, dass wir den ersten Urlaub nicht mit dem Auto anreisen werden, habe ich mich entschlossen, ín der Marina beim Shop um Angebote zu fragen. Es wurden mehrere Dinghis zwischen 230cm und 270cm, mit Luft und GfK Boden angefragt.

Ich wusste, dass die Inselpreise höher sind, zu meiner Überraschung waren die Differenzen zu deutschen Preisen aber riesig. Nur ein Boot hatte den bezahlbaren Aufpreis von rund 200.-€, die Entscheidung wurde also über den Kopf gefällt…

 

Tata – darf ich unser neues Dinghi vorstellen.

250 Rib

Es handelt sich um ein Mercury Dynamic 250 RIB.

Die Entscheidung für oder gegen den Luftboden wurde mir also abgenommen – jetzt bin ich aber auch echt zufrieden. Zusammen mit dem Suzuki 6DF eine gute Kombination – Erfahrungsberichte folgen.

Was es sonst Neues gibt?

Nun wir warten auf die neue Saison und freuen uns – News dann wieder hier auf diesem Blog!

Gruß vom Skipper

…die fünfte Jahreszeit – in Düsseldorf!

Nein, nicht was Ihr denkt!

Wohl ist die närrische Zeit – nicht nur im Rheinland – allerorts.

Unser Grund in die Hochburg des Karnevals zu fahren ist UNSERE fünfte Jahreszeit, die größte Bootsmesse der Welt, die „boot“ die alljährlich die Messesaison einläutet.

Wir sind also wieder mit einer ganzen Liste voller Gesprächsthemen und geplanten Käufen an den Rhein gefahren. Zuoberst auf dieser Liste stand die Anschaffung eines neuen Schlauchbootes – ich habe hier auf ein Schnäppchen gehofft.

Diese Messe ist natürlich auch ein Treffpunkt unter Gleichgesinnten – haben wir uns doch am ersten Abend mit Segelfreunden aus Hessen, Petra und Martin, getroffen und in unserer „Stammwirtschaft“ ein paar dieser netten kleinen Biere getrunken…

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Frisch gestärkt also am nächsten Morgen auf die Messe – es galt immerhin 17 Hallen mehr oder minder intensiv zu durchlaufen und dabei die Angebote der Hersteller auf sich wirken zu lassen.

Während wir in den Trendsporthallen und in den Hallen der Marinas und Vercharterer nur Eindrücke gesammelt haben, mussten wir viermal in die Halle der Schlauchbootanbieter zurück!

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Wir haben insgesamt drei sehr interessante Modelle gefunden, verschiedene Böden (Alu-RIB, Alu-Platten, Hochdruck-Luft), verschiedene Hersteller, verschiedene Preisklassen – aber keines war das worauf ich gehofft hatte. Und außerdem war keines ein solches Schnäppchen welches mir die Entscheidung abgenommen hätte – hier sind wir leider nicht fündig geworden.

Dann ist mir etwas passiert was ich vorher noch nie auf einer Bootsmesse so erlebt habe – ich hatte einen echten „Overload“ und habe mich total in den Gedanken zum Schlauchboot verzettelt. Jedenfalls sind wir dann ein bisschen planlos umhergelaufen und ich habe meine Einkaufsliste total aus den Augen verloren…

Ein Fliegengitter bei Lewmar? Ja, kann man bestellen! Ersatzteile für den alten ENO Backofen? Ja, gibt´s auch noch! Saildrivemanschette bei Volvo? Ja, kann man bestellen – kostet 300.-€! Kurz noch für Christian bei Volvo nachgehakt – ok, alles klar…

ABER – blue-performance Motorabdeckung – vergessen, Verbinder für Antennenkabel – vergessen, Füßchen für mein Bimini – vergessen, Shit happens!

Ich brauchte eine Zeitlang um mich wieder zu erden und doch noch ein Schnäppchen zu machen – einen echten Lustkauf!

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Der Kenner findet es sofort – meinen neuen AIS Transceiver von weatherdoc! Ich habe mir hier das Modell mit Splitter, Wifi und integriertem GPS gekauft – das löst zumindest mein Problem mit dem Funkgerät und den platzsparenden Antennenanschluss, zudem kann ich jetzt auf dem iPad AIS Daten nicht nur sehen sondern auch die Position von „Nessaja“ zur Verfügung stellen.

Das war eine ordentliche Investition in die Sicherheit, das habe ich mir schon lange überlegt und nun kurzentschlossen geschnappt – nach einer kurzen aber sehr lustigen und intensiven Verhandlung mit dem sehr netten Team von weatherdoc!

Naja, Ihr seht selber, der Rest waren eine handvoll Prospekte, meine geliebte „Törns“ welche mir Sanjin von ACI Supetarska Draga bei einem Kaffee gegeben hat und ein paar Visitenkarten von Bezugsquellen – und schon war es 18.00 Uhr und die Messe hat geschlossen.

Wenn ich auch den Karneval, den Fasching, nicht mag – Düsseldorf sieht mich wieder – 2017 zur „boot“!

Kleine Anekdote am Rande – werden wir doch gleich in der ersten Hallen angesprochen – von einem sehr netten Paar welches 2015 an einem meiner ABC Kurse teilgenommen hat – ein sehr nettes Gespräch, vielleicht sieht man sich ja mal wieder…

Ach ja, last not least, wie geht es denn nun mit dem Schlauchboot weiter? Das erfahrt Ihr hier in diesem Blog – bleibt also dran…

Gruß von der „Nessaja“ – Crew