…so sang Natalie Imbruglia bereits im Jahr 2005 – und während Sibylle und ich hier im deutschen „Exil“ unsere Tage herunterzählen, war Zeit genug ein Update in den Blog zu stellen – der 100. Beitrag übrigens.
Zu einer Zeit in der wir normaler Weise über die „boot“ in Düsseldorf streifen und anschließend hier berichten, war zum Jahreswechsel 2020 / 2021 alles anders – zum Einen natürlich die pandemische Situation eigentlich überall auf der Welt, ausgelöst durch ein mikroskopisch kleines Virus mit dem herzigen Namen „Coronavirus SARS-CoV-2“ (klingt schon fies), zum Anderen durch unsere persönliche Situation welche sich in diesen Tagen drastisch ändern sollte.
Das „Grande Finale“ unseres alten Lebens stand an…

Zunächst liegt mir daran die neuen Follower unseres Blogs „sailingmoments“ zu begrüßen. Durch unsere Teilnahme an verschiedenen Microseminaren von TO (dazu später mehr) und wohl auch dadurch, dass wir in der erfolgreichen Facebook-Gruppe „Segeln – Barfussroute“ dabei sind, haben sich einige Gleichgesinnte drangehängt – das freut uns außerordentlich!
Anregungen nehmen wir übrigens immer gerne entgegen, auch bei Fragen helfen und unterstützen wir gerne, sofern wir können…
Zurück zum Thema – der Plan war an sich nach der „boot“ aufzubrechen und nach Griechenland auf unsere NESSAJA zu ziehen. Es stellte sich früh heraus, dass wir die vorübergehende Verlegung der Messe auf April (welche nun doch in eine finale Absage mündete) nicht zu unseren Gunsten nutzen konnten, da wir im Februar noch zwei wichtige grüne Haken an unsere deutsche „To-Do Liste“ setzen müssen, dafür ist unsere Anwesenheit dringend notwendig.
Das änderte aber nichts an unserem Auszugstermin und der geplanten Übergabe unseres Hauses, hier lief alles nach Plan und wir sind am 30.12.2020 ausgezogen.

Der neue Besitzer hat keine Zeit verloren und sofort mit der Renovierung begonnen, für uns gab es daher keine Galgenfrist – es war ein Auszug ohne Rückkehroption.

Was tun sprach Zeus? Nun, die Lösung lag bei uns auf der Hand – mein bester Freund hat eine Ferienpension am Schliersee wo wir einstweilen wohnen konnten. Das war für uns alle eine gute Lösung, zunächst um die relativ strengen bayrischen Pandemie-Maßnahmen umsetzen zu können, weiter konnten wir eine win-win Situation generieren weil im Haus Seegarten nämlich zur Zeit renoviert wird – und das geht erfahrungsgemäß zu zweit auch viel besser von der Hand!
So stapelten wir die letzten Reste unseres Hab & Gutes noch in unsere Garage…

…um dann in unsere neue Herberge zu ziehen – genau richtig um zusammen mit Rene und Rita Silvester zu feiern.
Hier mal ein paar Impressionen unserer neuen, vorübergehenden Wohnsituation. Es ist eigentlich wie ein „Trainingslager“ für die Zeit an Bord. Sehr gepflegt, ordentlich aber eben auch nur ein Raum für Sibylle und mich – Leben auf engstem Raum eben!




Wir fühlen uns pudelwohl und genießen die Zeit hier – alles fühlt sich jetzt schon ganz anders, besser, an!
Es ist natürlich auch eine traumhafte Gegend hier und bei schönem Wetter bieten sich traumhafte Aussichten auf den See und die Berge…


…ok, das ist nicht immer so! Wir sind hier natürlich am Rand der bayrischen Alpen und es ist Januar, Winter also, die von mir verhasste Zeit, Schneefall kann vorkommen und war zu befürchten – dann gibt es auch hier nichts anderes als „50 shades of grey“ 😉

Die Frage die uns am häufigsten gestellt wird ist „…wird Euch nicht langweilig?“
Darauf kann ich nur antworten – „bis jetzt nicht!“
Zum Einen sucht sich jeder von uns SEINE Beschäftigung – Sibylle joggt oder besucht den Enkel, Sie darf im Moment ja nur alleine, ich besuche einige Online Veranstaltungen der Segler Szene. Fixtermin jede Woche ist das „Losseglertreffen“ von Trans Ocean welches aufgrund der bekannten Virusproblematik dieses Jahr virtuell durchgeführt wird.
Eine aus meiner Sicht sehr gute Idee, welche zudem erfolgreich ist und angenommen wird, für mich sehr wertvoll mit vielen guten Ideen, Ratschlägen und Möglichkeiten Kontakte zu knüpfen.


Man sieht schon am zweiten Bild, über 400 Teilnehmer! Das ist schon der Hammer sich das so „aus dem Handgelenk zu schütteln“ – RESPEKT und vielen Dank an TO – ich bin sicher wir knacken die 500!
Darüber hinaus habe ich auch wieder Kontakt zu Ulla von der Münchener Segelschule ABC aufgenommen. Hier war ich bis 2016 als Ausbilder tätig und mittlerweile wurde ABC stark modernisiert und viele Kurse auf Online-Optionen umgestellt. Das ist genau mein Metier und ich möchte sehen, ob ich mich von unterwegs irgendwie einbringen kann.
Da war doch noch etwas…
Genau, die win-win Situation! Ich freue mich auch sehr, mal wieder Zeit zu haben handwerklich tätig zu sein – obwohl ich befürchte, dass mir das auf dem Schiff öfter blüht, vielleicht mehr als ich mir wünschen würde. Na egal, hier habe ich jedenfalls die Gelegenheit meinem Freund bei der Renovierung der Gästezimmer zu helfen. Die Situation ist für Betriebe im Tourismusbereich ohnehin schwierig, was liegt also näher als die freie Zeit, in welcher normal Hochbetrieb wäre, für solche Arbeiten zu nutzen?
Wir legen Böden und bauen Küchen ein…


…dabei freut mich besonders, dass auch unsere Küche aus dem Haus noch eine finale Verwendung fand – vorher / nachher!


Auch Sibylle entdeckt Ihre handwerklichen Fähigkeiten! Da sie mich stetig zum Sparen mahnt und die Frisöre ohnehin geschlossen sind, lag es nahe, dass sie diesen Job übernimmt – auch hier, vorher / nachher 😉 !


Wird schon – und jetzt bitte KEINE Witze…
Spaß beiseite und zurück zur Headline dieses Updates – we are „counting down the days“ – natürlich!
Wir können es kaum erwarten zu unserer NESSAJA zurückzukehren, es wird diesmal ein spezielles Ankommen werden – weil es ein Heimkommen wird.
Freunde vor Ort versorgen uns regelmäßig mit Updates und Bildern aus Griechenland – wir freuen uns! Und das obwohl wir uns hier am Schliersee sehr wohl fühlen…

Im Moment arbeiten wir an zwei Optionen um unseren Umzug nach Leros zu gestalten und umzusetzen.
Option 1 – wir fahren zusammen mit Rene in seinem Wohnmobil, voll bepackt mit unseren Sachen, in eigener Organisation über AT und IT nach Ancona und setzen über nach Patras / GR. Von dort über Piraeus nach Leros. Der Transit scheint kein Problem zu sein, ein paar Fragen gibt es noch bezüglich der Fahrt durch GR zu klären…
Option 2 – wir packen eine große Palette und lassen unsere Sachen per Spedition liefern. Sibylle und ich würden dann ab München fliegen und in Athen ankommen. Von dort müssten wir mit dem Taxi nach Piraeus und dann mit der Fähre nach Leros…
Ein paar Herausforderungen gibt es noch zu meistern, natürlich wieder aufgrund der vorherrschenden Reisebestimmungen durch COVID-19, aber wie auch immer – wir werden Ende Februar, Anfang März aufbrechen – zum Abenteuer unseres Lebens!

























