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Nessaja ist eine Dufour 43CC und in Griechenland stationiert. Seit Anfang 2021 leben wir unseren Traum und wohnen auf Nessaja. Mit Ihr machten wir zunächst die Ägäis unsicher, bevor wir aus privaten Gründen entschieden haben, NICHT auf "große Fahrt" zu gehen! In unserem Blog geht es daher zumeist um den Alltag zweier Segler die sich dem Leben auf einer kleinen griechischen Insel verschrieben haben... Hier und auf den üblichen Social Media Kanälen erzählen wir von unseren Erlebnissen und Abenteuern.

März 2021 – New Beginning…

…auch diesen Blogbeitrag eröffne ich – weil es schon guter Brauch geworden ist – mit einem Liedtitel.

„New Beginning“ – so sang Tracy Chapman vor einigen Jahren. Ich schätze Mrs. Chapman sehr und kenne den Text wohl – manchmal meine ich, er war auf das aktuelle Weltgeschehen, zumal jenseits von RSA, selten so aktuell wie in diesen Tagen.

Doch genug damit! Soweit wollte ich gar nicht greifen…

Unser Neuanfang hat weit weniger Gewicht, für uns persönlich allerdings war es durchaus ein Brocken das Gewohnte hinter uns zu lassen und die Komfortzone zu verlassen. Wir wollen uns bewusster und reduzierter verhalten um damit Ressourcen zu schonen und Geld nur noch für elementare Dinge zu verwenden. Ob das gelingt wird sich zeigen.

Im letzten Beitrag haben wir von unserer Anreise erzählt. Heute möchte ich einen kleinen Überblick über unseren ersten Monat vor Ort geben. Es sei vorausgeschickt, dass wir anfangs durchaus mit unserer Gefühlswelt zu kämpfen hatten – es fühlte sich zunächst surreal an, wie ein Urlaub welcher vom Wetterpech gezeichnet war und viel zu früh begann.

Doch der Reihe nach…

Ein Freund von uns hatte am 10.03. Geburtstag und uns hierzu eingeladen – es war daher immer ein wenig in unseren Köpfen dieses Datum als spätestes Anreisedatum zu haben. Das haben wir geschafft, wir waren am 06.03. da! Doch wir hatten die Rechnung ohne den Wirt, sprich ohne zweier Seglerpaare aus einem ehemaligen EU Land, gemacht!

Diese waren durch die Covid Pandemie so verängstigt, dass sie uns am liebsten sofort aus der Marina gejagt hätten. Ernsthaft, einer der Office Angestellten ist extra wegen uns zur Polizei gefahren um zu klären, ob wir die siebentägige Quarantäne am Schiff absitzen dürfen. Durften wir…

Leider hat er von den Beamten auch gleich die „Spielregeln“ ausgehändigt bekommen, mit der Bitte uns diese doch freundlicher Weise zu bestellen – gesagt, getan – damit war klar, wir stehen unter Beobachtung, wir dürfen nicht von Bord.

Ein letzter Satz zu diesem Thema – ein freundliches Wort zu uns und wir hätten immer auf Distanz geachtet, defensiv Verhalten wollten wir uns ohnehin. Aber dafür zu sorgen, dass wir nichtmal auf´s Klo dürfen steht in reziproker Relation zur vielbeschworenen Seglerkameradschaft…

Eine lange Einleitung – wo bleiben die Bilder???

Hier kommen sie – bei der Geburtstagsfeier waren wir somit außen vor. Dennoch kamen die Nachbarn bei uns vorbei, mit einem Glaserl Sekt, um mit uns auf den Ehrentag des Kumpanen anzustoßen. So kann man Quarantäne auch aushalten.

So ging es weiter – am nächsten Tag schon bekamen wir „Post“ von einer Segelfamilie die uns auf diesem Weg willkommen heißen wollte! Ich kann mich nicht erinnern das letzte Mal einen Brief und Zeichnungen bekommen zu haben – umso mehr war ich beeindruckt und auch gerührt!

Wir waren insgesamt sehr gut versorgt. Meinen Chip für Strom und Wasser hat mir die Marina aufgeladen und an die Gangway gebracht. Jedes Mal wenn ein anderer Segler (außer die beiden „Wachhabenden“) in den Ort fuhr, wurden wir gefragt ob wir etwas benötigen – und es waren nicht nur Kleinigkeiten einzukaufen. Wir hatten alles was wir brauchten, nur die Beine konnten wir uns nicht vertreten.

Ersatzteile waren keine Herausforderung! Erstens wurde ich relativ spät in meinem Aktionismus gebremst und konnte alle persönlichen Sachen ausladen. Somit hatten wir während der Quarantänewoche alle Hände voll zu tun unser Hab und Gut zu verstauen, das Boot neu durchzusortieren und die Lagerstrukturen zu ändern. Lagerorte wurden notiert, sonst findest Du nix mehr!

Dabei hatten wir auch Zeit unserem Urlaubsdomizil eine noch persönlichere Note zu geben und ein paar Andenken an die Lieben zuhause, an unser bisheriges Leben, zu platzieren.

Wir waren zufrieden! An dieser Stelle ein bisschen Gas zu geben war uns ein Anliegen – ehrlich gesagt war das Wetter nämlich relativ wechselhaft. Verglichen mit Deutschland war Mitte März hier zwar schon Frühling, es gab sehr sonnige und warme Tage, aber an anderen Tagen war es eben auch kalt (10°-15°C), bewölkt und regnerisch.

Wir wollten uns sehr schnell wohlfühlen und an den langen Abenden unser neues Zuhause genießen können – und das taten wir dann auch…

Wir konnten abends Netflix oder Prime sehen und auch, sofern wir mal stabiles w-lan hatten, Videos, YouTube oder Mediatheken streamen. Ein klassisches TV Programm geht uns nicht ab! Unsere Favoriten – Berichte anderer Segler und Reisedokus…

Alternativ dazu beschäftigen wir uns mit Lesen oder ein paar organisatorischen Dingen am PC (so musste z.B. die Steuererklärung gemacht werden 😉 ) Wichtig war uns auch, dass wir uns so aufstellen, dass unser Datenvolumen oder die Bandbreite der Marina auch für ZOOM Meetings oder WhatsApp Videocalls reicht – das war anfangs holprig, jetzt haben wir es gut im Griff.

Ein Thema ist offen – ein sehr wichtiges! Essen…

Auch hier haben wir uns vorgenommen unsere Gewohnheiten anzupassen – wir wollten gesünder und abwechslungsreicher, auf jeden Fall aber frischer und mediterraner essen. Verpackung aus Plastik wollen wir drastisch reduzieren. Das hat zunächst nur bedingt geklappt…

…wurde im Laufe der Zeit aber immer besser. Man darf nicht vergessen – am Anfang war ja noch unsere Quarantäne – wir haben daher die Lieferservices der ansässigen Tavernen gut genutzt. Jeder bietet das Liefern an, es gibt hervorragende Bestellplattformen und es wird auf der kleinen Insel oft ohne oder mit sehr geringem Mindestbestellwert ausgeliefert. Es ist in Griechenland zum Beispiel immer schon Usus sich den Kaffee bzw. den Frappé liefern zu lassen.

Nochmals zurück zum Wetter, wir hatten und haben viele Tage sehr strammen Wind hier. Eine Phase mit über 40kn in der Marina, das sind immerhin 9Bft! Nichtsegler können sich das kaum vorstellen – Fallen schlagen, der Wind heult durch die Takelagen und die Boote zerren an den Festmachern. Das gibt in der Kabine eine herrliche Akustik – ein Knarzen und Knirschen so laut, als wolle man neben Konzertlautsprechern schlafen. Die Nächte waren daher sehr wechselhaft, zwischen schläfrigem Schaukeln und zermürbenden hin und her Wälzen.

An solchen Tagen sieht auch die sonst so beeindruckende Marina eher grau und trostlos aus.

Nach solchen Nächten hilft nur – im übertragenen Sinne – ein Katerfrühstück um wieder Lebensgeister zu schöpfen. Deshalb haben wir ab und an schon morgens richtig aufgetischt. Die Tage waren nämlich durchaus anstrengend und fordernd, doch dazu später mehr.

Nochmals kurz zurück zur Einleitung – „We need a New Beginning“ – ich habe relativiert und der Sache den ernsten Unterton etwas nehmen wollen – handelt es sich hier doch um einen Urlaubs- bzw. Segelblog. Als ich aber eines morgens im Navtex diese Meldung sah, wohlgemerkt über einen offiziellen, nicht diplomatischen Informationskanal – da war ich doch eine zeitlang nachdenklich…

Irgend etwas ist in Schieflage!

Ich hoffe, dass zwischen Griechenland und der Türkei irgendwann einmal wieder ein normales Verhältnis herrscht. Die Menschen können es ziemlich gut – es liegt an der Politik Wege zu finden.

Doch zurück zu „leichteren Inhalten“…

Ein Freund von mir hat gefragt was wir eigentlich den ganzen Tag machen würden wenn wir da so in Griechenland rumhocken. Nun, im Sommer ist die Antwort auf diese Frage sicher einfacher, doch auch bisher war uns nicht grad fad.

Wir kümmern uns um alltägliches wie Haare schneiden…

VORHER
SO ZWISCHENDRIN
NACHHER

…wir gönnen uns, sofern das Wetter mitspielt, einen Aperitif auf unserer „Terrasse“…

…gehen frische Sachen kaufen, kochen uns was und freuen uns so richtig auf´s Abendessen!

Da es vor der Zeitumstellung relativ früh dunkel wurde, haben wir meist noch einen Film geschaut und sind dann ins relativ kalte Schlafzimmer wo wir uns in unsere Decken eingemummelt haben.

Dazu vielleicht eine kurze Erklärung – wir müssen tagsüber eigentlich nicht heizen – bis auf ganz wenige Ausnahmen – abends dagegen wird es frisch und das Schiff kühlt ziemlich runter, wir hätten dann nur noch 10° – 15°C, je nach Außentemperatur. Also heizen wir mit einem Ölradiator und Strom. Das klappt gut, kostet aber mächtig – als Anhaltspunkt – für Strom und Wasser hatten wir nach drei Wochen rund 110.-€ bezahlt.

Daher heizen wir das Schlafzimmer nicht und sind in manchen Nächten froh um unsere alten Decken, bei denen wir lang überlegt haben ob wir sie überhaupt mitnehmen sollen.

Ihr habt gemerkt, die Quarantäne war zu Ende, wir waren wieder frei – so frei wie man zu Zeiten einer Pandemie eben sein kann. Leider hatten wir das unsägliche Pech, dass Leros, welches bisher als coronafrei galt, just zu dieser Zeit erste Fälle hatte und die Zahlen auch noch sprunghaft anstiegen. Es wurde ein Ausnahmezustand verhängt und die Maßnahmen verschärft.

Eigentlich ist hier alles strenger als in Deutschland, aber die Menschen gehen entspannter damit um. Wir kommen gut zurecht und bekommen alles was wir brauchen. Einkaufen darf man gehen, und so gehen wir halt einmal am Tag unsere Runde, verbinden es mit einem Einkauf und tragen im Ort eine Maske. Das passt so und wir fühlen uns sicher.

Aufgemerkt nun! Ein Teil unserer Beschäftigung fehlt noch…

Natürlich kümmern wir uns rührend um unser neues Zuhause und lassen dem Schiff Liebe und Aufmerksamkeit zukommen. Manchmal wird das quittiert, andermal nicht! So hatten wir in der ersten Woche einige Kleinigkeiten welche nicht auf der Liste standen, aber gut behoben werden konnten.

Andere Dinge waren geplant, wie zum Beispiel der Tausch unserer Bilgenpumpe, welche ich von zuhause mitgebracht hatte.

Immer wenn wir ein solches Kleinprojekt erledigt hatten war es Zeit für eine Belohnung – also sind wir wieder mit einer „Selbstgenehmigung“ in der Tasche, zum Einkaufen gefahren.

Andere Defekte haben uns echt überrascht! Zum Beispiel als unser flexibler Wassertank beschlossen hat sein irdisches Dasein zu beenden und 200 Liter Wasser in unserer Bilge landeten – zum Glück hatte ich die Bilgenpumpe vorher repariert und somit Gelegenheit für einen ausgiebigen Testlauf.

Kleine Ursache große Wirkung! Nun, egal – der neue Tank ist bestellt, gar nicht mal so teuer und in mir machte sich ein Gefühl breit welches nur Handwerker kennen – repariert! Problem beseitigt! Ich fühlte mich wie Chuck Norris und Mc Gyver gleichzeitig – ob wohl Mr. Mc Gyver stets nur ein kleineres Werkzeug zur Verfügung hatte…

So kommst Du in den entlegensten Winkel und ich habe dabei auch gleich die Systematik meiner Bilgenpumpen erforscht – kommen doch immerhin drei zusammen. Es war klar, dass bei dieser Gelegenheit sicherheitsrelevante Teile welche nicht mehr mein Vertrauen erwecken konnten, prophylaktisch getauscht wurden.

Was macht Sibylle derweil? Auweh, wie sage ich es ohne sofort in eine klassische „Macho-Schublade“ gesteckt zu werden. Ok, ich versuche es – sie genießt Ihre Freiräume! Mit joggen, ratschen oder lesen…

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Ihr Anteil an meinen Baustellen meist die Endreinigung ist…

Baustelle abschließen, Projekt final abnehmen inclusive Funktionsprüfung sowie das Aufräumen der Baustelle gehören zu meinen Aufgaben. Dann schreitet Sibylle zur Tat, verjagt mich meist und sorgt als Meister*in Propper für porentiefe Reinheit. Das war besonders beim Wasser in der Bilge ein harter Job – Danke dafür!!!

Naja, sie lacht ja noch! Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich mich durchaus bemühe für lustige Momente zu sorgen. Wenn mir das nicht alleine gelingt, dann zumindest mit Nachbars Hilfe – zum Beispiel als wir die Unterwasserdrohne losgelassen haben.

Leider gibt es kein Bild von zwei erwachsenen Männern wie sie mit einem kabelgebundenen Tauch-Bötchen spielen – aber dafür ein herrliches Bild unseres bewachsenen Unterwasserschiffes – ich glaube das wird auch ein Projekt.

Darüber hinaus haben wir nur Filme, bevor die allerdings auf meinen YouTube Kanal gehen müssen wir noch etwas üben…

Womit wir bei unseren Nachbarn wären – die Mitglieder einer Winter Community in einer Marina sind der Spiegel der Gesellschaft. So wie es die von Covid-Panikattacken Heimgesuchten gibt (ich hatte das schon erwähnt) gibt es auch das andere Ende der Skala. Hier würde ich unsere direkten Nachbarn einordnen. Ich mache es kurz – wir haben sehr viel Spaß und verstehen uns sehr gut.

Das Ganze gipfelte bisher in einer sehr spontanen Steg-Grillparty. Kennt Ihr die Dinger, die passieren und Du sagst schon während es passiert „so etwas kannst Du nicht planen“? Hier war so ein Event! Eigentlich wollte Herr Nachbar nur seinen COBB Grill zeigen – eine Viertelstunde später hatte jeder was gebracht und der Grill brutzelte…

DAS sind die Momente für die wir das machen – der Sommer darf also getrost kommen!

Es war überhaupt ein wunderschöner Tag, das Wetter passte und es war bis zum späten Nachmittag warm und sonnig. Wir sind die Stege abgelaufen und haben der Sonne zugesehen, wie sie sich langsam auf ihren Untergang vorbereitete.

Anekdote gefällig? Während des Grillens hatte unsere Nachbarin auf einmal gerufen, dass sie Barracudas vom Steg aus sähe und die typische Angler-Längenanzeige mit den Armen angedeutet. Ich dachte sofort, dass dies nur in die Sparte „Anglerlatein“ einzuordnen ist, denn ein 1m langer BARRACUDA würde ja wohl nicht ein einer Marina rumschwimmen???

EINER??? VIER!!!

Glaubt es oder nicht – der Große schwamm so, dass seine Schwanzflosse aus dem Wasser geschaut hatte und ich dachte zuerst, dass ein Hai in der Marina wäre. Der war bestimmt (fast) 1m lang. Die anderen drei etwas kleiner… Unglaublich!

So vergingen die Tage und der April näherte sich – im Auto ist nicht mehr viel Material. Auf mir lastete, nachdem die Steuererklärung erledigt war, nur noch ein Projekt welches wenig Spaß versprach. Die Erneuerung unseres Kühlkompressors nebst Verdampfer in der Kühlbox.

Ekliger Job deshalb, weil nicht nur Kabel gezogen werden müssen, sondern auch das Kupferrohr für die Kühlflüssigkeit einmal quer durchs Boot gebogen werden musste. Sibylle hat sich also schonmal auf eine Baustelle mittleren Ausmaßes vorbereitet – Herd raus, alle Küchentüren raus, alle Lebensmittel raus…

Der alte Kompressor war laut, die Kühlleistung war nicht mehr ausreichend und er hatte irgendeinen Fehler zwischen Steuerung und Kompressor. Zudem musste alle zwei Jahre das Kühlmittel nachgefüllt werden. Das kostet auch jedesmal 100.-€ – es war Zeit das alte Teil zu verabschieden…

Während ich also den alten Klumpatsch rausreiße und die alten Leitungen durch Abzwicken demontiere (und mir dabei schon überlege wie das wieder werden soll) darf Sibylle noch ein wenig – Ihr ahnt es schon – dem Müßiggang frönen! Ihr Einsatz kommt später…

Die Arbeit ging wider Erwarten sehr gut voran und nach kurzer Zeit schon war der neue Kompressor verbaut. Der Verdampfer hat etwas mehr Mühe gemacht, sowohl die Montage als auch das Verlegen der Kupferleitung – das ist echt ein Kack – das Ding um die Ecken biegen, durch die entlegensten Winkel zerren – ohne es zu knicken. Ich hab´ Blut und Wasser geschwitzt – aber das Ergebnis kann sich sehen lassen…

Nun rennt das System wieder, das Bier bleibt kalt und die Butter ist wieder streichzart statt flüssig – so muss das!!

Wir hatten Glück, dass tags darauf das Wetter herrlich war, so konnten wir uns für den guten Job belohnen – wir haben vom Apfel der Versuchung genascht! NEIN, nicht zuviel denken, ganz anders…

Wir haben uns unter dem Vorwand des Einkaufens weiter als erlaubt vom Ausgangspunkt entfernt. Streng genommen war es gar kein Vorwand, wir sind wirklich einkaufen gegangen – aber eben nicht direkt 😉

Wir haben uns einen kleinen Umweg gegönnt und einen netten Spaziergang gemacht – hier ein paar Impressionen.

Leros blüht! Es ist schön hier – wir warten nur noch auf den Umschwung der Platz macht – Platz für den Frühsommer so wie wir ihn kennen. Dann gibt es kein Halten mehr, ich freu mich drauf.

Der erste Monat, naja ein knapper Monat, liegt im Kielwasser. Es war ein Monat mit Höhen und Tiefen, beides aber nicht ausgeprägt. Wir haben uns schon ein bisschen an das neue Lebensmodell gewöhnt, freuen uns auf das was kommt, sind aber noch nicht ganz in der Realität angekommen. Dreieinhalb, sogar vier Wochen Urlaub am Schiff hatten wir schon – ich denke das kommt noch!

Jetzt warten wir, wie alle Menschen hier auf Lockerungen. Wir haben Dimitris beim Einkaufen getroffen, er möchte sein Restaurant eröffnen, ich habe mit Haris von unserer Lieblingskonditorei, mit Popi vom Morano Cafe, mit Rena vom Scooter-Verleih gesprochen – alle brauchen das Saisongeschäft und hoffen zumindest auf eine Teilöffnung, z.B. die Außengastronomie.

Wir fühlen uns sicher, wir sind glücklich und wir freuen uns auf 2021 und das Eintreffen von Freunden und Familienbesuch.

So, ein langer Text um unseren ersten Monat mit Euch zu teilen – es gäbe noch soviel mehr zu erzählen. Und am Ende ist alles doch so banal – wir machen nichts anderes als das umzusetzen was ich im Mai 2015 als Motto an unsere Kabinenwand geklebt habe…

In diesem Sinne wünsche ich allen Followern und Lesern des Blogs ein gesegnetes Osterfest. Genießt die Zeit und das Frühjahr.

Wir machen weiter mit kleinen Projekten, ich melde mich ja ohnehin immer mal über Facebook mit Updates. Heute ist wohl noch der Tausch der Gangway dran, morgen erwarte ich den Wassertank um ihn am Wochenende zu montieren. Dann soll es erste Lockerungen geben und ich hoffe öffentlich und erlaubter Weise ein Eis essen zu dürfen…

In diesem Sinne, bis zum nächsten Bericht – denn News von uns gibt ja bekanntlich hier auf unserem Blog!

Liebe Grüße von der Nessaja Crew / Sibylle & Mario

Mal was anderes – Bavaria 390er Plattform bzw. IG

Das erste Bild – Ankerbucht vor Kalymnos. NESSAJA hieß damals noch Windspiel

Langjährige Follower meines Blogs wissen – die Liebe zu den alten Bavaria Modellen 340 – 430 Lagoon (und Caribic) hat mich nie ganz losgelassen.

Der Kauf unserer heutigen Nessaja war pragmatisch begründet, es war „ein Angebot das ich nicht ablehnen konnte“.

Bis heute freue ich mich, in irgendwelchen Häfen, Marians oder Ankerfeldern alte Bavarias dieser Baureihe zu sehen oder mit Gleichgesinnten in Kontakt zu kommen.

Recht häufig, man glaubt es kaum, erreichen mich auch heute noch Anfragen über den Blog, habe ich mich damals doch recht bemüht einiges Wissenswertes zu sammeln. Erst zuletzt hatte ich wieder eine Anfrage aus Argentinien!

Warum schreibe ich das?

Nun, auf diese Art habe ich auch Pit kennen gelernt. Er ist ein Enthusiast wie ich es damals war, ehrlich gesagt noch weit mehr…

Seine Geschichte hat mich begeistert, denn er hat seine 390er Lagoon kurzerhand zum Refit zu sich nach Hause gebracht – das hörst Du nicht alle Tage. Seither sind wir in Kontakt und Pit hat in dieser Zeit begonnen sein Refit zu dokumentieren, allerhand Daten zu sammeln und eine Webseite aufzubauen.

Diese Webseite www.390er.de möchte ich Euch nahelegen!

Ein Top Ergebnis, wie neu!

Die Seite von Pit soll wachsen und ein Treffpunkt bzw. Tummelplatz für Eigner und Interessenten an Bavaria 390er Lagoon / Caribic Modellen werden.

Ich bin sicher, dass auch die Besitzer von Schwesterschiffen zwischen 35 und 43ft hier Ideen und Anregungen finden können.

Geplant ist auch, dort ein Forum erwachsen zu lassen. Ich bin eingeladen dabei zu sein und werde diese Einladung auch gerne annehmen.

Seid also gespannt was daraus wird…

Neuigkeiten von uns gibt es wieder nächste Woche – es war ein wechselhafter aber spannender März 😉

Viele Grüße vom Skipper

Februar 2021 – Time to say Goodbye…

…ich konnte einfach nicht anders – für unseren Aufbruch zu unserem „Sabbatical XXL“, unserem Leben 2.0 musste ich diesen Titel auswählen!

Dabei war es bei uns alles andere als seicht und gefühlshudelig – doch lest selbst.

Unsere Abreise hatte sich ja aufgrund einiger Themen die noch zu regeln waren, von Januar auf Ende Februar verschoben. Bis dahin hatten wir beschlossen gehabt, dass uns René mit seinem Wohnmobil begleiten würde.

Der Camper schien uns, allen Risiken und Mehraufwand (Zuladung / Auffälligkeit) zum Trotz, als das ideale Transportfahrzeug.

Also haben wir eine Woche vor der geplanten Abfahrt mit den Vorbereitungen begonnen.

Beladen in Miesbach

Wir waren erstaunt, hatten wir doch eine Menge Gepäck, aber alles lies sich recht gut unterbringen. Einzig mit der maximalen Zuladung hatten wir etwas zu kämpfen. Am Ende war es geschafft und wir waren startklar – so dachten wir jedenfalls…

Läuft – noch…

Klar ist, dass man sich in Zeiten wie diesen, in denen das Reisen durch Corona schwer bis unmöglich scheint, entsprechend vorbereitet und informiert. So wussten wir auch von den Quarantäneregeln in Griechenland, dachten aber, dass bei Bewegungen, alleine und an der frischen Luft, kein Problem auftreten würde.

Zudem wäre ja auch noch die Option des „Freitestens“ zur Debatte gestanden – doch dies sollte sich nicht erfüllen.

In einem Forum haben wir aber gelesen, dass die Quarantäne doch recht strikt verfolgt würde. Dies und die latente Überladung unseres Transportvehikels lies uns zwei Tage vor Abreise komplett umplanen!

Rene stieg aus, acht Tage Aufenthalt, davon sieben in Quarantäne schienen Ihm nicht sinnvoll – eine gute Entscheidung!

Alle Fahrzeugoptionen waren suboptimal, so haben wir uns entschlossen sehr rasch ein neues Transportvehikel zu kaufen.

Gesagt, getan – eine Prise Glück dazu – und zwei Tage später waren wir Besitzer eines Fiat Scudo, EZ 2010, kein schlechter Wagen…

Wir haben sofort umgepackt!

…hier fehlt noch die große Matratze

Wir mussten aufgrund des Zulassungsprocedere die Abreise um eine halbe Woche verschieben und waren, mit neuem Nummernschild ausgestattet, reiseklar um am 02.03.2021 abzureisen.

Jetzt ist wirklich alles drin!
Kann losgehen!

So sind wir zeitig los, noch einmal nach Miesbach gefahren um dort das Ergebnis von unserem PCR Covid Test abzuholen. Dann ging es los und wir haben den Ort hinter uns gelassen…

Der geneigte Leser sollte sich vergegenwärtigen, dass zu der Zeit als wir aufgebrochen sind, eine besondere Situation vorherrschte.

Es war Lockdown in Deutschland, das Bundesland Tirol in Österreich war Risikogebiet, in Italien herrschten erhebliche Einschränkungen in der Bewegungsfreiheit und in Griechenland waren das Gebiet Attika im vollständigen Lockdown. Bereits zwei Tage nach unserer Ankunft wurde gesamt Griechenland vom RKI zum Risikogebiet erklärt.

Ich möchte die Geschichte unserer Reise hier durch ein paar Fakten rund um die Organisation ergänzen um anderen Reisenden einen Anhaltspunkt zu geben – es folgt eine Textpassage mit den relevanten Vorgaben.

Da wir in Oberbayern gestartet sind, haben wir die kürzeste Route Grenze Kiefersfelden, Tirol, Brenner, Bologna, Ancona, Patras, Megara, Piräus, Leros gewählt.

Aufgrund unserer Fährverbindungen schien es ratsam die Reise geplant zu entzerren. Es empfiehlt sich alles zu planen, „kurzfristig“ kann klappen – oder eben auch nicht.

Die gängigen Unterlagen bleiben unerwähnt, es soll nur um die Reisebedingungen während der Corona Maßnahmen gehen.

Eine wichtige Quelle an Informationen war die Webseite travel.gov.gr und die Hinweise von Freunden und Bekannten die vor uns gereist sind.

Es ist zwingend ein PLF Dokument (QR Code) nötig auf dem persönliche Daten und das Ankunftsdatum in GR eingetragen werden. Dies wird online auf der o.g. Webseite angelegt und man hat den Code bisher immer in der Nacht des Anreisetages bekommen. Das war bei uns nicht so! Wir haben den Code sofort nach anlegen des Antrages erhalten und konnten die Unterlagen elektronisch und in Druckform mitführen.

Weiter ist, so steht das fett gedruckt in ROT auf dem PLF, ein PCR Test auf das Corona Virus mitzuführen. Diese Negativbescheinigung darf nicht älter als 72h (GR) bzw. 48h (AT / IT) sein. Es ist die Ausweisnummer darauf zu vermerken und er muss übersetzt ins Englische sein, dies hat bei uns der Hausarzt gemacht. Diese Kriterien zu erfüllen ist nicht einfach, es gibt aber einen Ausweg, dazu später mehr.

Mit einer Mappe voller Dokumente kamen wir also an die Grenze von Tirol…

Hier bekommt man eine Art „Laufzettel“, einen Passierschein, auf welchem die Beamten die Einreiseuhrzeit eintragen. Man muss angeben, dass man im Transit ist, dieser darf in Österreich maximal 12h dauern, durch Tirol aber kürzer. Die Kontrollfahrzeuge der Behörden waren präsent, wir wurden aber nicht kontrolliert. Weder an der Grenze noch auf der Autobahn war viel los.

Bei der Einreise nach Italien (Brenner) wurde der Passierschein kontrolliert, wir mussten wiederum auf den Status „Transit“ hinweisen und durften einreisen. Auch das hat maximal 10 Minuten gedauert. Der Transit durch Italien darf maximal 36h dauern. Zeit genug also um eine Kaffeepause einzulegen – alles unter strengen Hygieneregeln, alles mit FFP2 Maske. Aber immerhin, die Cafés waren offen.

Cappuccino gleich nach Sterzing – alte Bräuche
Italien, der Brenner liegt hinter uns!

Da bis zuletzt nicht zweifelsfrei zu klären war, ob das nächtliche Bewegungsverbot auch für den Transitverkehr gilt, haben wir uns für eine Variante entschieden, von der wir von Freunden wussten, dass sie funktioniert.

Wir sind bis Bologna gefahren und haben dort in ein autobahnnahes Hotel eingecheckt. Dies schien die beste Idee zu sein, weil wir ausgeschlafen zu unserer Fähre kommen wollten (2h vor Abfahrt – also um 11.30). Wir hatten für alle Fälle das Formular der Gesundheitsauskunft für IT dabei, dies scheint aber für Transitreisende nicht nötig zu sein.

In Italien haben einige Cafes, Hotels und auch die Hotelrestaurants auf, es sollte alles vorher gebucht werden. Unser PCR Test und die 36h Transitzeit haben die Übernachtung hergegeben.

Es ist obligatorisch eine Alltagsmaske zu tragen, manche sehen das strenger andere nicht – wir waren die ganze Fahrt über mit FFP2 Masken unterwegs sofern wir nicht im Auto waren.

Gleichwohl hat es sich toll angefühlt mal wieder „auszugehen“ – wir haben einen Apperitivo Italiano genossen und auch der Espresso nach dem Essen durfte nicht fehlen.

Am nächsten Tag waren wir pünktlich in Ancona wo wir trotz unserer e-Tickets in das Fährbüro zum Check-In mussten. Dort wurde Temperatur gemessen, wir durften aber zu zweit rein. Es war kaum was los, alle waren recht nett und hilfsbereit. HIER wurde das PLF nach GR kontrolliert! Wir mussten außerdem zum Zoll, der hat ein bisschen kontrolliert, ansonsten war das Einchecken auf die Fähre ohne Hindernisse. Man muss sich zusätzlich um die Gesundheitserklärung der Fährlinie kümmern – wir hatten das zuhause vorbereitet, man kann dies aber auch beim Check-In ausfüllen. Die Formulare findet man auf den Webseiten der Fährlinien.

Recht pünktlich war es Zeit unser neues Auto, wir haben es „Wilhelm“ getauft, in den Bauch des Riesen zu fahren. Es geht, auch für die Minibusse, immer einige Stockwerke hinab.

Wenn Ihr Euch fragt, warum wir soviel Gepäck mit an Bord nehmen – wir hatten das Glück über einen griechischen Freund ein Upgrade zu bekommen und durften ein einer „Luxury External Cabin“ reisen.

Außenkabine
geräumig

Ok, Luxury mag jeder für sich definieren, aber für eine Kabine in der Fähre sind wir sehr komfortabel gereist!

Zeit zum Ablegen! Ancona blieb achteraus, wir waren auf dem Weg nach Griechenland!

Wir sind ANEK gefahren. Die Fähre war nur sehr dünn besetzt, es war viel Platz. Maske war obligatorisch, am Tisch konnte man diese abnehmen. Das Self-Service Restaurant hatte offen, alles andere war geschlossen.

Nichts los…
…gar nichts!

Klar, dass wir uns auf der Fähre einen landestypischen „Absacker“ gegönnt haben!

Das Abendessen dagegen hatten wir vorher in Ancona beschafft, die Bars auf der Fähre sind relativ teuer – und wir konnten ja mit einem schönen Ausblick dinieren…

Die Überfahrt selber verlief unspektakulär, wir hatten beste Bedingungen und konnten einige schöne Bilder machen!

Nach der Nacht, wir konnten echt gut schlafen, hieß es „Griechenland voraus“

Die Ankunft in Griechenland war spannend für uns. Wir wussten von Freunden, dass in Igoumenitsa vor zwei Wochen keine PCR Tests kontrolliert wurden. Es wurde dafür JEDER getestet. Bei uns war es anders. In Patras wurden wir gefragt ob wir einen Test hätten. Als wir unsere Ergebnisse vorzeigten wurden wir sofort durchgewunken und waren ohne jegliche weitere Kontrolle in GR. Auch unser PLF wollte hier niemand sehen. Belgier vor uns hatten keine Tests dabei (es geht ohne Test), diese wurden dann vor Ort getestet und konnten weiterfahren. Das konnten wir so beobachten.

Da unsere Fähre auf die Insel einen Tag später ging und wir die Stadt und den Lockdown vermeiden wollten, sind wir 30km vor Piräus (Megara) in ein Hotel gegangen.

„Megara Hotel“ in Megara

Das Hotel war sehr neu, preiswert und hatte 10Sterne Personal! Es war leider etwas weiter weg vom Meer, so dass Ausblick und Lage eher mau waren, aber das war uns egal.

Auch hier wurde sehr auf die Einhaltung der Hygieneregeln geachtet. Das Abendessen hat man uns bestellt, es wurde im Zimmer gegessen.

Das erste griechische Essen – so lecker!

Auch Frühstück gab es am Zimmer. Wir haben uns immer sicher gefühlt, man achtet in GR recht strikt auf die Einhaltung der Regeln. Auch hier war die Maske obligatorisch.

Frühstück – bestellt, geliefert!

Um innerhalb GR zu Reisen braucht es einen triftigen Grund. Diese Gründe sind auf einer Liste aufgeführt. Für die tägliche Bewegung und Besorgung notwendiger Sachen ist ein Permit mitzuführen welches man hier findet forma.gov.gr. Dieses Dokument benötigt man nicht im Transit, hier reicht das Fährticket. Mit Kontrollen ist zu rechnen.

Wir sind einen Schlenker nach Athen gefahren der, Gott sei Dank, nicht weit von unserer Route lag – es lag mir am Herzen einen Freund zu besuchen. Wir wurden unter strengen Hygieneregeln sehr herzlich empfangen…

Obwohl die Griechen ja sehr herzlich und nahbar sind, wurden wir hier auf Distanz gehalten. Das ist mehr als akzeptabel, achtet doch jeder auf seine Gesundheit. So wurde einfach die Dachterrasse zum „Meetingpoint“ und der Frappé, wie üblich, nach oben beordert.

Treffen mit Blick auf die Akropolis!

Doch wir mussten weiter – zum Fährhafen nach Piräus!

Man braucht einen „wichtigen Grund“ um innerhalb Griechenlands reisen zu dürfen. Freunde von uns sind in Piräus kurzzeitig damit konfrontiert worden, dass z.B. Immobilienbesitz KEIN Grund ist um innerhalb GR zu reisen. Man sollte also gut vorbereitet sein, wenn solch eine Frage gestellt wird. Die Beweislast liegt beim Reisenden. Es ist ratsam sich einen Nachweis zu beschaffen, dass man einen der Reisegründe erfüllt, die Geschichte muss schlüssig sein. Natürlich ist das auch einzelfallabhängig! Google hilft hier weiter, man findet allerhand.

Ich empfehle dringend den Online Check-In der innergriechischen Fähren Blue Star Ferries | Check-In – der große Vorteil dabei ist, dass man alle erforderlichen Unterlagen sofort aufs Mobiltelefon bekommt. Wenn man dann noch den Gesundheitsbogen vorher ausgefüllt hat, gibt es bei BlueStar keinen Kontakt zu Personen bevor man in Piräus auf die Fähre fährt. (Dodekanes – Gate E1). Natürlich folgt daraus, dass auch keine Fragen gestellt werden. Unsere Freunde hatten Ihren Diskussionsbedarf am Ticketschalter in einem Fährbüro beim Abholen der Tickets.

Wieder das gleiche Spiel, man wartet vor der Fähre…

Wiederum fährt man in den Bauch des Riesen, hier war mehr los, alles wurde enger gestellt – hat am Ende aber doch gut geklappt. Es ist immer wieder erstaunlich welche logistische Meisterleistung hinter dem Verladen steht!

Wir bezogen abermals unsere Kabine, hier auf der zehnstündigen Fahrt ohne Upgrade. Es war auch hier schön eine Kabine zu haben, aber durch die Enge, die Hitze und bedingt durch das Wissen, dass um 03.45 Uhr der Wecker klingelt, war an Nachtruhe kaum zu denken.

Trotzdem – ab hier war es ein Leichtes – wir legten mit einer Stunde Verspätung ab, aller verlief aber reibungslos. Wir wussten, der nächste Halt würde unser finale Ziel sein.

Auch bei BlueStar hatten nur einige Cafes und das Schnellrestaurant offen. Wir waren abermals vorbereitet und hatten bei „Gregory´s“ ein paar Sandwich gekauft welche wir im Salon verspeisen durften, alles sehr relaxed hier.

Gähhhhhn, so früh??? Kein Zweifel, trotz des schlechten Schlafes war die Nacht vergangen, die Bucht von Lakki lag voraus, wir würden in Bälde anlegen, es hieß, sich vorzubereiten!

Das Ausfahren und die Ankunft auf Leros verliefen ohne Kontrollen, wir sind die fünf Minuten zu unserem Schiff gefahren und konnten recht schnell wieder ins Bett huschen – der Vorteil von einem „gemachten Nest“.

Jetzt sind wir hier und es scheint 7 Tage Selbstquarantäne zu geben. Die Community hat schon unseren Einkaufszettel und wird uns „versorgen“. Für uns bedeutet das auf einer Seite zumindest einmal die Dinge des persönlichen Bedarfes zu verräumen und alles neu zu sortieren…

…andererseits haben wir natürlich jetzt Zeit – etwas mehr solange wir an Bord bleiben müssen, danach um verschiedene Projekte ums Boot zu starten. Jetzt erstmal ankommen, gut essen, ein bisschen faullenzen!

Fazit – eigentlich war es eine sehr angenehme Fahrt unter erschwerten Bedingungen aber ganz ohne Komplikationen! Gute Vorbereitung ist alles…

Wir sind angekommen, sind auf NESSAJA zurück und es geht uns gut.

Wann wir zurück nach Deutschland kommen? Nun, das ist offen. Es wird aus meiner Sicht nochmal ein medizinischer Check wegen meiner Stimme nötig sein, auch bleibt zu klären inwieweit dies eine beruflich bedingte Erkrankung ist. Mit Sicherheit wird es daher kurzfristige Besuche geben .

Updates hierüber und natürlich zu unserer Zeit hier – wie immer auf diesem Blog oder über die bekannten Social Media Kanäle.

Grüße aus Griechenland von der Nessaja – Crew.

Januar 2021 – Counting down the days…

…so sang Natalie Imbruglia bereits im Jahr 2005 – und während Sibylle und ich hier im deutschen „Exil“ unsere Tage herunterzählen, war Zeit genug ein Update in den Blog zu stellen – der 100. Beitrag übrigens.

Zu einer Zeit in der wir normaler Weise über die „boot“ in Düsseldorf streifen und anschließend hier berichten, war zum Jahreswechsel 2020 / 2021 alles anders – zum Einen natürlich die pandemische Situation eigentlich überall auf der Welt, ausgelöst durch ein mikroskopisch kleines Virus mit dem herzigen Namen „Coronavirus SARS-CoV-2“ (klingt schon fies), zum Anderen durch unsere persönliche Situation welche sich in diesen Tagen drastisch ändern sollte.

Das „Grande Finale“ unseres alten Lebens stand an…

Zunächst liegt mir daran die neuen Follower unseres Blogs „sailingmoments“ zu begrüßen. Durch unsere Teilnahme an verschiedenen Microseminaren von TO (dazu später mehr) und wohl auch dadurch, dass wir in der erfolgreichen Facebook-Gruppe „Segeln – Barfussroute“ dabei sind, haben sich einige Gleichgesinnte drangehängt – das freut uns außerordentlich!

Anregungen nehmen wir übrigens immer gerne entgegen, auch bei Fragen helfen und unterstützen wir gerne, sofern wir können…

Zurück zum Thema – der Plan war an sich nach der „boot“ aufzubrechen und nach Griechenland auf unsere NESSAJA zu ziehen. Es stellte sich früh heraus, dass wir die vorübergehende Verlegung der Messe auf April (welche nun doch in eine finale Absage mündete) nicht zu unseren Gunsten nutzen konnten, da wir im Februar noch zwei wichtige grüne Haken an unsere deutsche „To-Do Liste“ setzen müssen, dafür ist unsere Anwesenheit dringend notwendig.

Das änderte aber nichts an unserem Auszugstermin und der geplanten Übergabe unseres Hauses, hier lief alles nach Plan und wir sind am 30.12.2020 ausgezogen.

Der neue Besitzer hat keine Zeit verloren und sofort mit der Renovierung begonnen, für uns gab es daher keine Galgenfrist – es war ein Auszug ohne Rückkehroption.

Was tun sprach Zeus? Nun, die Lösung lag bei uns auf der Hand – mein bester Freund hat eine Ferienpension am Schliersee wo wir einstweilen wohnen konnten. Das war für uns alle eine gute Lösung, zunächst um die relativ strengen bayrischen Pandemie-Maßnahmen umsetzen zu können, weiter konnten wir eine win-win Situation generieren weil im Haus Seegarten nämlich zur Zeit renoviert wird – und das geht erfahrungsgemäß zu zweit auch viel besser von der Hand!

So stapelten wir die letzten Reste unseres Hab & Gutes noch in unsere Garage…

…um dann in unsere neue Herberge zu ziehen – genau richtig um zusammen mit Rene und Rita Silvester zu feiern.

Hier mal ein paar Impressionen unserer neuen, vorübergehenden Wohnsituation. Es ist eigentlich wie ein „Trainingslager“ für die Zeit an Bord. Sehr gepflegt, ordentlich aber eben auch nur ein Raum für Sibylle und mich – Leben auf engstem Raum eben!

Wir fühlen uns pudelwohl und genießen die Zeit hier – alles fühlt sich jetzt schon ganz anders, besser, an!

Es ist natürlich auch eine traumhafte Gegend hier und bei schönem Wetter bieten sich traumhafte Aussichten auf den See und die Berge…

…ok, das ist nicht immer so! Wir sind hier natürlich am Rand der bayrischen Alpen und es ist Januar, Winter also, die von mir verhasste Zeit, Schneefall kann vorkommen und war zu befürchten – dann gibt es auch hier nichts anderes als „50 shades of grey“ 😉

Die Frage die uns am häufigsten gestellt wird ist „…wird Euch nicht langweilig?“

Darauf kann ich nur antworten – „bis jetzt nicht!“

Zum Einen sucht sich jeder von uns SEINE Beschäftigung – Sibylle joggt oder besucht den Enkel, Sie darf im Moment ja nur alleine, ich besuche einige Online Veranstaltungen der Segler Szene. Fixtermin jede Woche ist das „Losseglertreffen“ von Trans Ocean welches aufgrund der bekannten Virusproblematik dieses Jahr virtuell durchgeführt wird.

Eine aus meiner Sicht sehr gute Idee, welche zudem erfolgreich ist und angenommen wird, für mich sehr wertvoll mit vielen guten Ideen, Ratschlägen und Möglichkeiten Kontakte zu knüpfen.

Man sieht schon am zweiten Bild, über 400 Teilnehmer! Das ist schon der Hammer sich das so „aus dem Handgelenk zu schütteln“ – RESPEKT und vielen Dank an TO – ich bin sicher wir knacken die 500!

Darüber hinaus habe ich auch wieder Kontakt zu Ulla von der Münchener Segelschule ABC aufgenommen. Hier war ich bis 2016 als Ausbilder tätig und mittlerweile wurde ABC stark modernisiert und viele Kurse auf Online-Optionen umgestellt. Das ist genau mein Metier und ich möchte sehen, ob ich mich von unterwegs irgendwie einbringen kann.

Da war doch noch etwas…

Genau, die win-win Situation! Ich freue mich auch sehr, mal wieder Zeit zu haben handwerklich tätig zu sein – obwohl ich befürchte, dass mir das auf dem Schiff öfter blüht, vielleicht mehr als ich mir wünschen würde. Na egal, hier habe ich jedenfalls die Gelegenheit meinem Freund bei der Renovierung der Gästezimmer zu helfen. Die Situation ist für Betriebe im Tourismusbereich ohnehin schwierig, was liegt also näher als die freie Zeit, in welcher normal Hochbetrieb wäre, für solche Arbeiten zu nutzen?

Wir legen Böden und bauen Küchen ein…

…dabei freut mich besonders, dass auch unsere Küche aus dem Haus noch eine finale Verwendung fand – vorher / nachher!

Auch Sibylle entdeckt Ihre handwerklichen Fähigkeiten! Da sie mich stetig zum Sparen mahnt und die Frisöre ohnehin geschlossen sind, lag es nahe, dass sie diesen Job übernimmt – auch hier, vorher / nachher 😉 !

Wird schon – und jetzt bitte KEINE Witze…

Spaß beiseite und zurück zur Headline dieses Updates – we are „counting down the days“ – natürlich!

Wir können es kaum erwarten zu unserer NESSAJA zurückzukehren, es wird diesmal ein spezielles Ankommen werden – weil es ein Heimkommen wird.

Freunde vor Ort versorgen uns regelmäßig mit Updates und Bildern aus Griechenland – wir freuen uns! Und das obwohl wir uns hier am Schliersee sehr wohl fühlen…

Im Moment arbeiten wir an zwei Optionen um unseren Umzug nach Leros zu gestalten und umzusetzen.

Option 1 – wir fahren zusammen mit Rene in seinem Wohnmobil, voll bepackt mit unseren Sachen, in eigener Organisation über AT und IT nach Ancona und setzen über nach Patras / GR. Von dort über Piraeus nach Leros. Der Transit scheint kein Problem zu sein, ein paar Fragen gibt es noch bezüglich der Fahrt durch GR zu klären…

Option 2 – wir packen eine große Palette und lassen unsere Sachen per Spedition liefern. Sibylle und ich würden dann ab München fliegen und in Athen ankommen. Von dort müssten wir mit dem Taxi nach Piraeus und dann mit der Fähre nach Leros…

Ein paar Herausforderungen gibt es noch zu meistern, natürlich wieder aufgrund der vorherrschenden Reisebestimmungen durch COVID-19, aber wie auch immer – wir werden Ende Februar, Anfang März aufbrechen – zum Abenteuer unseres Lebens!

Irgendwann bleib I dann dort…

…geh vo´daham für immer fort

Die Insider unter Euch, Blogleser der ersten Stunde, die genauen Beobachter, wissen, dass ich gerne Songtitel als Headliner meiner Beiträge und Posts verwende.

Oft ist etwas Wahres dran, auf jeden Fall zeigen Liedtitel, dass sich Menschen mit Themen beschäftigen – und sie sind einprägsam 😉

Langjährige Freunde und Bekannte, Familienmitglieder oder einfach Menschen die mich länger und besser kennen, haben vielleicht schon ab und an gerätselt warum das Lied welches mich seit Jahren immer mal wieder zu einem Statement hinreißt noch nicht als Headliner gekommen ist – heute ist es soweit!

Diese Headline gehört zu einem Post welcher einen neuen Lebensabschnitt einleitet – der Titel wird, wie sooft von mir beschworen, endlich Programm…

Klingt nach Pathos? Vielleicht! Aber ich bin mit dieser Sehnsucht nicht alleine, der Wunsch IRGENDWANN die Schalter umzulegen ist überall zu finden wenn man die Augen und Ohren offenhält.

Der heutige Post bleibt eine Weile stehen – ich habe bewusst kein Menü daraus gemacht, es ist eine Info für mein Umfeld, eine Zusammenfassung um meine Vorfreude zu teilen und eine kurze Sachstandsmeldung abzugeben.

Daher NUR ein Beitrag an der Pinwand des Blogs – dafür aber einer der etwas länger ausfällt. Nehmt Euch, nach dem Urlaubsbericht von gestern, nochmals die Zeit zu lesen, vielleicht findet Ihr Euch ja irgendwo wieder – wie auch immer würde es mich freuen, Euer Interesse für unsere kommenden Abenteuer aufrecht zu halten, zu wecken oder neu zu entfachen!

Dieses Bild kennt Ihr, ich habe es inzwischen fast überall als Profilbild – ich mag das Bild, so sehe ich mich selbst am liebsten, es trifft mich am besten – lasst Euch kurz von einfangen wenn ich Euch von der Entstehung eines Traumes erzähle und ein bisschen was Privates mit Euch teile…

Die Entstehung eines Traumes

Meine Eltern waren Camper, sie liebten die Freiheit die diese Art Urlaub bescherte. Mein Vater war zudem Hobbypilot und genoss alles was mit Wolken, Wind und der Natur zu tun hatte.

Es war daher wenig verwunderlich, dass wir im Rahmen eines Stadtfestes in der noch sehr neuen Stadt Cervar Porat in Istrien im damaligen Jugoslawien ein feilgebotenes Segelboot gechartert haben. Es war eine Kurzzeitcharter über drei Tage.

Der Erlebniswert jedoch, einschließlich einer Delfinsichtung, war so hoch, dass mein Vater vom Segelvirus infiziert wurde und bald nach unserer Heimkehr ein Segelboot gekauft hat.

Mit diesem Boot hatten wir einige schöne Urlaube und auch bei mir schlich sich eine Liebe zu dieser Art des Lebens auf dem Wasser, dieser speziellen Form von Camping ein – wirklich wahrgenommen habe ich das damals aber so noch nicht.

Die Jahre gingen ins Land…

Im Jahr 1992 waren meine damalige Frau und ich mit den Kindern auf Lanzarote und wir haben im Hafen dieses Schiff gesehen…

Ich war immer schon technisch interessiert, habe durch meine Mechanikerausbildung durchaus das Vermögen auch schwierige Projekte anzupacken.

DIESES Schiff hat etwas bewirkt, wohl deshalb habe ich die Bilder heute noch, ich konnte nächtelang nicht schlafen und habe an Ideen gefeilt wie man mit diesem Kahn über die Weltmeere fahren könnte und über Kojencharter die notwendigen Einnahmen generieren würde.

Die Verantwortungslage für die Familie und die Tatsache, dass ich damals mein Umfeld nicht begeistern konnte lies DIESEN Plan natürlich sterben bevor er geboren war – der Gedanke war jedoch implantiert – und ließ mich nie wieder los!

In diesem Jahr war ich in Passau das erste Mal auf einem Konzert von STS – „Irgendwann bleib´I dann dort…“

2001 habe ich mir mein erstes Segelboot gekauft – seither verbinde ich viele sehr schöne Momente meines Lebens mit den Erlebnissen während der, meist knapp bemessenen, Bordzeit. Sei es, wie im Bild oben, mit meinem Sohn, meinen Kindern…

…oder mit meiner Frau, die 2002 Einzug in mein Leben hielt und anfangs etwas mit Ihrer Rolle als „Seemansbraut“ gehadert hat. Nur soviel – es waren Umwege nötig um sie als Capetania zu gewinnen…

Ich habe bei allen Entscheidungen bezüglich meiner Schiffe immer darauf geachtet, dass ich mich in Richtung „längeres Bordleben“ entwickle – ohne eigentlich genau sagen zu können, was dies einmal heißen wird.

Unser jetziges Schiff NESSAJA haben wir Ende 2014 gekauft, sie erfüllte alle Voraussetzungen, ggf. würde man auf diesem Schiff auch leben können. Seit wir Nessaja haben sprechen wir öfter darüber wie es denn wäre länger zu Reisen, eventuell einmal eine Blauwasserfahrt, eine Oceanpassage zu machen.

Dies wurde auch im Schiff manifestiert!

Mein Umfeld hat mich oft belächelt, meine Gedanken mit einem „jaja“ abgetan, nur die allerwenigsten wussten wie ernst es mir war – eigentlich hat nur noch der Startschuss gefehlt – das GO von Sibylle!

Wir haben während dieser Gespräche oft darüber gesprochen auf was wir warten sollen, worauf hinarbeiten – das Leben ist jetzt! Wieviel Familie ist obligatorisch? Ab wann hat man „ausgesorgt“? Ist man jetzt nicht selbst „an der Reihe“? Fragen, die durchaus kontrovers diskutiert werden können.

Deshalb war es nie oberflächlich gemeint, wenn ich die Hippie-Weisheit aus Matala / Crete / GR irgendwo für mich verwendet habe…

Das ist ein Credo welches ich sehr ernst nehme – Du weißt nicht wann Deine Zeit abläuft, lebe JETZT!

Es ist soweit, die Würfel sind gefallen, ich habe seit einigen Monaten mein GO, Sibylle hat aufgrund einiger Umstrukturierungen in Ihrer Firma einen Auflösungsvertrag bekommen und sie selbst hat bei der Frage „was kommt jetzt, was kommt noch?“ geantwortet – „ich will nochwas erleben, jetzt, wir sind jetzt dran!“

Somit steht seit 10/2020 fest – wir werden nächstes Jahr mit allem Hab und Gut nach Griechenland gehen, auf unser Schiff ziehen und reisen. Wohin? Schwierig! Ein, zwei Jahre Mittelmeer, dann ggf. eine Atlantiküberquerung mit der Option einmal um die Welt zu segeln – wir haben uns 10 Jahre Zeit gegeben bevor wir neu entscheiden.

Dreams come true

Es war Zeit alte Zöpfe abzuschneiden – das Ausräumen begann, wir mussten uns von vielen Andenken trennen…

Was beim „alten Zopf“ noch lustig erscheint, wird bei Fotoalben und Familienerinnerung schon schwieriger. Wir arbeiten jedes Wochenende daran und fahren auch einmal die Woche einen Anhänger voll auf den Wertstoffhof.

Die häufigste Frage die wir hören ist „wo lagert Ihr Eure Sachen?“

Wir lagern nicht, wir entscheiden vollumfänglich, es gibt außer der Meldeadresse keine Wohnoption in Deutschland. Ein Freund von mir – DANKE Rene – hat ein Ferienhaus und wir die Option uns während der geplanten Deutschlandaufenthalte dort einzumieten.

Das bedeutet – wir trennen uns von ALLEM! Die Kinder sind durch´s Haus, die Freunde auch schon, seitdem läuft ebay und die ebay Kleinanzeigen warm. Bei uns zuhause sieht es grausig aus…

Die gemütliche Sauna ist wieder ein Keller!

Sibylles Reich gleicht inzwischen einer Rumpelkammer – hier wird fleißig sortiert 😉

Und in meinem Büro wird auch nur noch aufrecht erhalten was nötig ist um meinen Job bis zum Ausscheiden sicher zu stellen. Ich habe am 30.12.2020 meinen letzten Arbeitstag – es wurde Zeit, meine Stimme ist verschlissen, ich kann die Sprechbelastung nicht mehr erbringen.

Natürlich haben wir einige Anekdoten auf Lager, wie etwa das Frühstück, als es plötzlich morgens um ca. 08.00 Uhr klingelte und ein Interessent für unsere Esszimmerstühle kam. Er saß zur Probe während Sibylle noch ihre Semmel kaute, schließlich hat er gekauft und wir im Stehen fertig gefrühstückt 🙂

Da ich am selben Tag noch unseren Esstisch verkauft habe, sitzen wir jetzt auf geliehenen Ferienhausstühlen und essen von Nachbars Terrassentisch – gemütlich ist anders…

Ihr merkt schon, es ist mehr als ernst – wir setzen um! Das Haus ist (fast) verkauft, der Notartermin steht. Die wichtigen Möbel sind weg, der Job ist gekündigt und Sibylles Auto ist ebenfalls verkauft.

Der „Point of no return“ ist bereits überschritten!

Wie geht es weiter?

Nun, der Plan ist, dass wir in der ersten Januarwoche mit unserem Vehikel Richtung Griechenland fahren und via Venedig oder Ancona mit der Fähre nach Patras übersetzen. Von dort geht es via Piraeus mit der Fähre nach Leros.

Alles was in den Golf passt darf mit, wir erweitern den Gepäckraum wahrscheinlich mit zwei Dachboxen, da ist das letzte Wort aber noch nicht gesprochen.

Auf Leros leben wir in einer gemieteten Wohnung von einer Freundin und werden bis Ende April einige Arbeiten am Schiff machen. Im Februar müssen wir nochmals nach D um Sibylle´s Wohnung zu renovieren und zu vermieten.

Ab Mai ist Nessaja im Wasser und wir wohnen darauf. Wir werden den Mai noch in der Marina verbringen um uns von den dortigen Freunden zu verabschieden – dann, ab 29.05. haben wir keinen Liegeplatz mehr und unser Abenteuer startet (immer unter dem Vorbehalt Corona – wir sind aber flexibel genug alle Parameter anzupassen)…

Es wird wahr – „Irgendwann bleib´I dann dort!“

Wie geht es hier im Blog weiter, wie halten wir Kontakt?

Soziale Medien werden unser Haupt-Bindeglied zu unserer bisherigen Welt. Wir sind IMMER für Euch erreichbar auf ZOOM, MS TEAMS, CISCO WEBEX, SKYPE – aber wir müssen planen, denn wir haben nicht überall gutes Internet. Bitte gebt uns kurz Bescheid wann ihr mal wieder mit uns in einen Videocall gehen könnt und wollt.

Diese Verabredungen oder auch der „kurze Kontakt“ gehen IMMER über WHATSAPP, FB MESSENGER, SMS oder ANRUF auf den bekannten Mobiltelefonnummern. Diese bleiben vorerst bestehen.

Wie es bei uns läuft teilen wir weiterhin auf diesem Blog! Meine Idee ist, dass ich etwa wöchentlich einen Lagebericht / einen Blogeintrag schreibe. Es wird zudem ein neues Menü geben in dem ich wohl jeden Monat eine Zusammenfassung schreibe. Bleibt also dran!

Kurze News findet Ihr auf Facebook, hier an meiner persönlichen Pinwand oder auf Nessajas öffentlicher Seite „sailingmoments“

Ja, und last not least sind wir natürlich auf Instagram und Twitter zu finden – schaut mal unter sailingmoments_sy_nessaja

Für die Fans der Bewegtbilder – ja, es gibt bereits den YouTube Kanal „sailingmoments“, hier habe ich bisher aber mehr experimentell gearbeitet – hier muss ich sehen was ich zu leisten bereit bin und wie sich das entwickelt…

Ich werde mit den Hashtags #sailingmoments, #sailingmoments_sy_nessaja, #sabbaticalxxl und #project2021 arbeiten!

Letztlich hat so JEDE(R) die Möglichkeit auf einer favorisierten Plattform zu kommunizieren.

Mitsegeln / Besuche / Platz an Bord

Ja geht! / Jederzeit gerne! / Haben wir!

Um es auf den Punkt zu bringen – wir freuen uns über jeden der Interesse mitbringt einmal ein paar Tage mit uns zu segeln oder uns einfach auch nur besuchen will – mit oder ohne segeln!

Wir haben genug Platz für zwei Erwachsene und führen einen Kalender. Scheut Euch daher bitte nicht einfach zu fragen!

Natürlich können auch WIR dorthin kommen wo IHR seid – so gibt es schon erste lockere Pläne für den ersten Winter 2021 / 22 auf Sizilien. Ein wenig Phantasie und Flexibilität ist gefragt..

Auch zu diesem Thema wird es einen Menüpunkt „Törnplan / Standort“ geben…

So weit so gut! Ich ahne, wieviele Menschen uns für verrückt erklären – aber manchmal muss man etwas wagen, über den Tellerrand sehen – wir hoffen dies behutsam und verantwortungsvoll zu tun!

In diesem Sinne freuen wir uns, Euch alle vor unserer Abreise noch einmal zu treffen, zu sprechen, mit Euch zu schreiben – auf das „aus den Augen“ NICHT „aus dem Sinn“ bedeutet.

Viele Grüße, bleibt gesund

Mario