März 2026 – I lass´ mir die Kraft ned zerbrech´n…

…des Programm für mei Leb´n schreib´ nur I.

Die Headline für den März Monatsbericht liefert der von mir sehr geschätzte österreichische Liedermacher Gert Steinbäcker von STS.

Es ist mir wichtig, mit dem Text des Liedes zu beginnen – Musik drückt so oft aus, was Worte kaum zu transportieren im Stande sind…

Stimmungsbild – Sommer 2024

„Jedes Mal, wenn i irgendwas neues probier‘
Wissen die Raunzer sofort, dass draus sicher nix wird
Und sie mal’n schwarz und meckern, das is kein Vergnüg’n
Als ob die eigenen Zweifel net eh schon genüg’n
Oh, i lass’ mir die Kraft net zerbrechen
I lass‘ mir mein‘ Will’n net zerstör’n
I geh zu auf ein Ziel, auf die Art, wie i will
Und i darf dabei kaum auf wen hör’n


Man kann net immer nur zögern, das kost‘ zuviel Kraft
Man muss einfach was tun, ganz egal ob man’s schafft
Wenn man lang genug d’raufbleibt hat das immer an Sinn
Wenn man ernsthaft dran arbeit’, führt das immer wohin
Oh, i lass‘ mir die Kraft net zerbrechen
Geg’n den Strom schwimmen muss man probier’n
Dass dann humorlose Leut‘, die sich ihr Leb’n meist ersitzen
Fest an dir rütteln, muss man einfach riskier’n
I lass‘ mir die Kraft net zerbrechen
I lass‘ mi zu nix überred’n
I lass‘ mi von niemand bestechen nur so kann i leb’n

I halt’s net aus, wenn all’s immer abg’sichert is
Das is eine halbweiche Gschicht, da krieg‘ i niemals an Biss
Weil i will was erleb’n, net dahinvegetier’n
I will für innen was g’winnen, net nach außen brillier’n
Oh, i lass‘ mir die Kraft net zerbrechen
I will einfach für all’s offen bleib’n
I weiß natürlich a dann, dass i einfahren kann
Nur i lass mi net von tausend Ängsten zerreib’n
I lass‘ mir die Kraft net zerbrechen
I lass‘ mi zu nix überred’n
I lass‘ mi von niemand bestechen nur so kann i leb’n


Was dann später mal sein wird, i bestreit das ja net
Da kannst mi erwischen, wenn’s mir net so gut geht
Und wie’s weiter geht, kann i a immer nur klär’n
Von einem Jahr zum ander’n, was mi a net mehr stört
Oh, i lass‘ mir die Kraft net zerbrechen
Das Programm für mein Leb’n schreib nur i
I tu manchmal wem weh, a Leut’n auf die i steh
Weil i sag‘, was i denk‘, und ändern wird sich das nie
I lass‘ mir die Kraft net zerbrechen
I lass‘ mi zu nix überred’n
I lass‘ mi von niemand bestechen nur so kann i leb’n

Zu viel Pathos? Zu dick aufgetragen? Nein! Ich brauche (m)einen Motovationssong mehr denn je – am 19.03.2026 habe ich NESSAJA verkauft.
Ich habe das letzte Puzzleteilchen meines Lebensplans in die Hände eines neuen Eignerpaars gegeben, welches das Schiff auf den Namen LUMARA taufen wird und die ihrerseits ebenfalls große Pläne hegen.

Nach 12 Jahren verkaufe ich mein Zuhause

Der 19.03. steht auf dem Kaufvertrag, der Tag, an dem Sibylle und ich unser 24-jähriges Zusammensein „feiern“ – für mich gibt es an diesem Tag nichts zu feiern und ich bin auch nicht „happy“.

Sibylle nimmt derweil Glückwünsche zum Verkauf von Freunden entgegen und ich habe das Empfinden, dass diese Gratulanten ihre Wünsche schon richtig adressieren.

Mit dem Verkauf von NESSAJA, dem Zuhause in dem ich während meines Lebens am zweitlängsten gewohnt habe, schließe ich meinen Lebenstraum einer Weltumsegelung vorerst ab – es ist ein Wendepunkt.

Allerdings merke ich heute schon, dass unsere kleine kleine Katikia diese Lücke nicht wird schließen können.
Zu groß sind die Fußstapfen, zu mächtig die durch meine Sehnsucht hinterlassene Lücke.

Ja ich weiß, das klingt theatralisch – und genau hier liegt das Risiko, meine Gedankenwelt zu unterschätzen.
I lass´ mir die Kraft ned zerbrech´n!

Naja, so ein März hat ja 31 Tage, was war denn außer dem Highlight sonst so geboten?
Folgt mir auf eine kleine Zeitreise durch den dritten Monat des Jahres 2026 welcher an einem Sonntag begann…

Und Sonntag ist häufig „Trechantiri“ Tag!

Thomas & Paola von SIMPLY FREE rufen zum gemeinsamen Sonntags-Lunch, da sind wir dabei
Das „Trechantiri“ ist ein schöner Platz – besonders an so frühsommerlichen Tagen
Mit Thomas & Paola ist es immer wieder nett – die Gesprächsthemen variieren
Yo von der INDIGO BLUE hat sich zu uns gesellt

Paola und Thomas rufen ab und an zum Sonntagslunch ins „Trechantiri“. Wir sind da nicht immer dabei, genießen aber durchaus die Abwechslung welche sich uns so bietet.
Wir gehen gerne mit dem deutsch-italienischen Paar auf ein Essen, es ist immer kurzweilig und interessant.
Häufig gesellen sich andere Segler oder Expats dazu, heute hatten wir Gesellschaft von Yo.
So haben wir bis spät in den Nachmittag hinein den Tag genossen und den Monat willkommen geheißen – καλό μήνα !

Zurück in der Marina, ruft Sibylle zum Haare schneiden – jetzt herrscht wieder Zucht und Ordnung, die Matte muss ab!

Am Weg zu unserem Haarschneideplatz fällt uns auf, was für Steinbrocken die Winterstürme an Land geworfen haben – richtige Kaventsmänner.

Glaubt ihr nicht? Ist aber so!

Ich gebe heute gerne nach! Es ist ein herrlicher Tag, welcher sich hervorragend dafür eignet, die Frisur wieder zu richten.

Der Tag ist sogar so perfekt, dass ich mich verleiten lasse, die Haarstoppeln mittels eines Sprungs in die Fluten abzuspülen – die Badesaison war eröffnet!

Obwohl – SPRUNG ist offen gesagt ein klein wenig übertrieben…

Der Winterpelz nebst Rübezahlbart müssen weg
Dann lasse ich meinen Alabaster gaaaaanz langsam in die Fluten gleiten
Es war schon kalt – und hat auch nur für ein paar Züge gereicht…
…Atmen war nicht möglich, da geh´ ich lieber wieder raus

Ich entsteige den eiskalten Fluten und versuche Sibylle mit Worten zu beschreiben, WIE kalt es ist.
Ich verwende Worte wie „klirrend“ oder „flüssiges Eis“ – und was macht sie?
Sie sieht an mir herunter, lächelt verständnisvoll und nickt! Das Biest! Manchmal hasse ich sie 😉 !

Egal, ich ziehe mich an und bin wieder landfein – so kann ich mich wieder sehen lassen!

Passt wieder für einen Monat

Wir haben Brigitte und Hans versprochen, sie am Flughafen abzuholen, wenn sie aus Österreich zurückkommen würden.
Da ich noch ein Paket von Hans in der Garage hatte, haben wir beschlossen, dieses in Plaka abzuholen und in das Haus der Freunde nach Crithoni zu bringen, danach würden wir in einer Bar in Gourna noch einen Snack zu uns nehmen.

Für Kaffee war es Sibylle zu spät, so haben wir gleich zu Ouzo mit Meze gewechselt und dabei den Blick auf die weitläufige Bucht genossen.

Dass der Flug unserer österreichischen Freunde, wie eigentlich immer wenn die Beiden an- oder abreisen, wegen Windes gecancelt würde, wissen wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

So kann man leben – ein perfekter Sonntag

Wir fahren in die Marina zurück, Sibylle holt ihren Roller und macht sich auf den Weg nach Xirokampos.

Ich nutze diese Zeit immer um ein paar Mails zu erledigen und Ersatzteilrecherche zu betreiben.

Später hole ich meine Frau im Süden der Insel ab, nutze den Komfort der privaten Dusche und wir beide machen uns dann meist auf den Weg zu unseren Verabredungen – so auch heute.

Wie immer am Sonntag findet der Stammtisch der Wintercommunity im „SouVLakki“ statt.
Wir sind heute eine große Gruppe und haben richtig Spaß.
Sibylle und ich bestellen auf Sparflamme, waren wir doch bereits zum Mittagessen und hatte darüber hinaus schon Meze.

Große Gruppe – in dieser Konstellation werden wir nicht mehr zusammenkommen – die Community löst sich langsam auf
NOCH ein Ouzo? Wer kann dazu schon nein sagen?

Für den nächsten Tag schreibe ich mir die noch offene Reparatur an FESTINA LENTE ins Aufgabenbuch.
Die neuen Besitzer werden bald schon wieder anreisen und ich möchte dann keine offenen Punkte diesbezüglich mehr haben.

Auf dem Weg durch die Marina erkennen wir, dass die geplanten Arbeiten an EDINA schon in vollem Gange sind.
Das sind sehr gute Neuigkeiten, so geht auch an dieser Baustelle etwas vorwärts.
Dass die blaue CNB 60 mir im Verlauf dieses Werkstattauftrags noch Kummer machen sollte, ahne ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

The Greek Way

Auf der Bavaria 39 FESTINA LENTE macht der Einsatz der Instrumententafel Kummer. Das Faltlenkrad passt nicht so gut wie das Original, es schlägt an mehreren Stellen an und hat Schäden verursacht.

Meine Aufgabe ist, im ersten Schritt das unansehnliche, blau lackierte Altteil auszubauen und dabei möglichst wenig in bestehende Installationen einzugreifen.

Der Arbeitsplatz ist gut zugänglich, das Wetter schön – die Arbeit geht gut von der Hand

Sibylle leistet mir Gesellschaft und reicht mir Werkzeug an, während ich im Cockpit am Boden sitze.

Als der Ausbau erledigt war, habe ich mich kurzerhand auf Alex´ Baustelle eingenistet und für einen Moment seinen Strom und seine Werkbank genutzt.
Es galt, den neuen Instrumenteneinsatz vorzubereiten und die neuen Ausschnitte für die Armaturen zu setzen.

Danach konnte ich die Arbeit finalisieren – sieht viel besser aus! Die neuen Eigner werden sich freuen…

Gemeinsam arbeiten schafft Kurzweil
Das Ergebnis kann sich sehen lassen, sieht wieder gut aus

FESTINA LENTE ist fast fertig – nur noch die Bedienung der Ankerwinsch vom Steuerstand aus ist zu überprüfen.
Hier bin ich aber sicher, dass es der Schalter ist, welcher zur Fehlfunktion führt.

Natürlich muss zu guter Letzt auch noch ein kurzer Funktionstest gemacht werden. Hier erwarte ich keine Überraschungen – und werde abermals eines Besseren belehrt.

Aber dies sollte noch ein Weilchen dauern – den Schalter erneuere ich erst zum Monatsende hin.

Ein Anruf! Eine bekannte Nummer – Minas von „meltemi“ ruft mich an. Er ist mein Ansprechpartner beim Rigger meines Vertrauens und natürlich nehme ich den Anruf an.
Er schimpft mich – seine in Athen gesprochenen Worte klingen hier auf Leros in meinem Ohr.
Er hätte meine Wanten erhalten, aber „…warum sind die Spanner nicht eingestellt oder markiert? Woher soll ich die finale Länge wissen?“

Ich beschwichtige – erstens gingen die Spanner nicht zu drehen, wir mussten sie aufschneiden, da kann ich nichts markieren. Zweitens sind die Spanner ja exakt dafür da, um eine Einstellung zu ermöglichen.
Dennoch will ich unterstützen und keinen Ärger machen – ich sende ein Bild mit den aktuellen Längen – eine Seite ist ja noch verbaut…

Minas ist zufrieden, mit den Maßen kann er arbeiten – aber erst schimpfen 😉

Ich bin trotzdem froh über den Anruf, denn ich weiß nun, dass die Jungs in Athen an meinen Wanten arbeiten.
Es besteht eine Chance, dass ich NESSAJAs Rigg fertig bekomme, bevor die potentiellen Käufer kommen werden.

Zu dieser Zeit beginnt der Konflikt im Iran und alle Welt bejammert die in die Höhe schnellenden Treibstoffpreise.
Ich beschließe, dass ich unter Umständen für ELOWYN reagieren möchte und fahre zur Tankstelle um die Preissituation zu erfragen.

Auf dem Weg dorthin komme ich bei EDINA vorbei und sehe, dass Meister Stelios seine Arbeit beendet hat – sehr gutes Ergebnis!
Das Heck des Schiffes sieht wieder toll aus.

Die Lackierung des Hecks wurde perfekt umgesetzt
An unserer Tankstelle haben wir für Diesel gerade 1,66€

Ich spreche mit dem Besitzer der Tankstelle. Er erklärt mir, dass er Ende der Woche ebenfalls anheben müsse, auch er erwartet, die 2,00€ Marke bald zu durchbrechen.

Morgen ist „Ultimate Mittwoch“ – das bedeutet 1,66€ für einen Liter Ultimate Diesel.
Ich spreche mit Volker und gemeinsam beschließen wir, ELOWYN mit 750 Liter zu füllen.
Diese bestelle ich bei Familie Mavroudis für den Folgetag – ich bin zufrieden.

Weil ich gerade an der Tankstelle bin, nehme ich noch eine große Flasche Gas für Sibylle mit, ihr ist das Gas in der Küche ausgegangen.

Zudem brauche ich mal wieder Trinkwasser auf ELOWYN, das kann ich am Weg auch gleich mitnehmen.
Dann ist eine Pause zum Feierabend wohlverdient, heute war ein guter Tag!

Ich fülle meinen Trinkwasserkanister für ELOWYN
Dann gönne ich mir ein Feierabendbier auf NESSAJA – ich sehe jeden Tag nach dem Rechten
Als die Sonne tief steht und es frisch wird, verlasse ich die Marina und fahre nach Xirokampos
Im Haus der Freundin baue ich noch schnell die Gasbuddel um

Sibylle hat heute lecker gekocht und ich verbringe den Abend im Süden der Insel bei meiner Frau.

Wir essen zusammen und diskutieren ein wenig über den anstehenden Verkauf von NESSAJA – wird es klappen?
Ich sehe dem Tag entgegen, glücklich bin ich nicht…

Ich komme spätabends zurück in die Marina und ziehe mich in meine Gemächer zurück. Der morgige Tag beginnt früh, die Lieferung des Diesels ist für 09.00 Uhr angekündigt.

Der Vollmond beleuchtet und begleitet meine Heimkehr

Zuhause sitze ich immer noch etwas vor dem Computer bevor ich zu Bett gehe.

BIMM – recht spät trudelt eine Nachricht von meinem computeraffinen Freund Alex ein. Er hatte wohl gerade meinen Blogbericht des Vormonats gelesen und ist über mein Olivenölgeschenk gestolpert – dies hat ihn anscheinend inspiriert und er möchte mir mir offensichtlich eine Freude machen 😉 …

Sehr lustig – ich muss echt schmunzeln! DANKE mein Freund

Am kommenden Morgen stehe ich recht früh auf und warte auf ELOWYNs Badeplattform.

Ich starre dabei frustriert auf den von mir verursachten Kratzer im neuen Lack.
Inzwischen ist die Schandtat dem Besitzer gebeichtet, der Lack bestellt und die Reparatur eingesteuert.
Seit ich gestern die Lackierung an EDINA gesehen habe weiß ich, dass Meister Stelios auch diesen kleinen Schaden hinbekommen wird – ärgerlich ist es allemal.

Was für ein Scheiß – ich hoffe, Stelios kann es richten

Ein paar Augenblicke später kommt der Tankwagen mit dem flüssigen Gold.
Der Fahrer reicht mir die Zapfpistole hoch, wir sind beide sehr achtsam, keine weiteren Kratzer oder schwarze Striemen zu machen, dann beginnt der Tankvorgang.

Und obwohl es „nur“ 750 Liter sind, dauert das eine ganze Weile. ELOWYN ist nach dem Tanken nicht voll, aber es macht kaum Sinn zuviel Diesel zu bunkern – sie wird schwerer und der Treibstoff wird alt.

Ich wollte noch ein paar Tropfen für Klicker – aber er hat nur 750 Liter dabei
Tank 1 wird voll, den Rest geben wir in Tank 2
Bei 750 ist Schluss – bezahlen muss ich am Nachmittag an der Tankstelle

Der Tag beginnt gut – alles hat geklappt, wir haben noch eine große Menge Sprit vor der zu befürchtenden Preiserhöhung bekommen.

Ich stelle die Info in unsere „Wintercommunity“ Gruppe und löse damit unbewusst eine Lawine aus.
Als ich ankündige, mit Klicker zum Tanken zu fahren, fahren sowohl Alex als auch Guido und Ben ein- oder mehrmals mit, um ihre Kanister und Boote aufzufüllen.

Einfacher wäre gewesen, sich den edlen Tropfen ebenfalls mit dem Tankwagen bringen zu lassen – aber so geht es natürlich auch…

So beladen fahren wir etwa dreimal zr BP Tankstelle um den letzten „Ultimate Mittwoch“ vor der Preissteigerung zu nutzen

Wer jetzt mit den Augen rollt – das lohnt sich schon! Wir haben an diesem Tag zusammen über 1.200 Liter Diesel getankt.

Ein paar Tage später wird der gleiche „Ultimate“ an der BP Tankstelle, ebenfalls am Mittwoch, etwa 2,02€ kosten.
Das bedeutet eine Preisersparnis von 36ct zu diesem Zeitpunkt – hochgerechnet auf unseren Einkauf also eine Ersparnis von über 430.-€!

Wer sich das nicht so gut vorstellen kann – das sind 173 Kugeln Eis bei „Repapis“.
Spaß beiseite – klar verteilt sich das auf vier Parteien, aber ein oder zwei Abendessen im „SouVLakki“ springen für jeden von uns heraus.

Sibylle und ich müssen zum Haus und haben ein „lustiges“ Erlebnis…

Man beachte den minikleinen Hyundai – die Frau kauft gerade Kekse um mich zu beschwichtigen

Was war passiert???

Es war mal wieder alles eng beparkt, Sibylle und ich mussten aber nur etwas ausladen und parkten in Nachbars Einfahrt – das dürfen wir, wenn es nur zum be- oder entladen ist.

Dadurch wird aber der Bereich der Einmündung für zwei, drei Minuten etwas enger.

Just in diesem Augenblick kommt eine sehr alte Dame mit dem gelben Hyundai gefahren.
Sie ist dieser Typ Autofahrerin, welche mit dem rechten Fuß das Gaspedal auf eine Stellung bringt – vielleicht so heulend Dreiviertelgas, dann aber das Auto mit der Kupplung fährt.

Mit dieser „Rutschkupplungtechnik“ hast Du auch im Schalter Automatikfeeling.

Genau diese Frau beschließt nun, an der engsten Stelle der Straße zu wenden.
Und sie war der Typ Frau, die das Unmögliche möglich macht – sie versucht mit ihrem Hyundai i10 einen Audi A6 quattro Avant auf die Seite zu schieben!

Plastik knarzt, man hört es schaben, schleifen und kratzen…

Geht nicht gibt´s nicht

Ich sause zu meinem Klicker, er ist in Gefahr, weil ein kleiner, quitschgelber Hyundai ihn zu rammen versucht.

Ich rufe „έλα“, ela, also „Hallo“!!!
Das Motorgeheule wird leiser, der linke Fuß gibt der Kupplung eine Pause.
Auf mein Deuten steigt das Mütterchen aus und droht in Panik zu verfallen – sie sieht den Schaden und nimmt mich als Ausländer in Schrankwandgröße wahr.

Die Situation war skurill. Ihre Gesten deuten an, dass sie mir Geld geben will. Ich muss fast schmunzeln und erkenne, dass Klicker den Annäherungsversuch des gelben Kükens gut weggesteckt hat – nur die Farbpigmente haften an der Stoßstange.

Ich winke ab, „όλα καλά, δεν είναι πρόβλημα“ höre ich mich sagen – ich kann inzwischen zum Ausdruck bringen, wenn etwas kein Problem ist.
Die Dame gestikuliert und will es nicht glauben. Der deutsche Bär winkt ab, Nachbarschaft ist wichtiger als ein Kratzer in der Stoßstange!
Ich beginne griechisch zu fühlen, es ist mir egal ob Klicker einen Kratzer mehr hat.

Dies führt zu dem Keksegeschenk und dazu, dass Sibylle und ich eine fantastische Leckerei zum Kaffee haben.

Die Dinger sind ein Gedicht

Es war in dieser Sekunde kein Kalkül von mir – dennoch zieht meine Geste etwas nach sich.

Man muss wissen, dass auf Leros jeder jeden kennt, viele sind miteinander verwandt.
Ich bin sicher, dass alle meine Nachbarn von meiner Reaktion wussten noch bevor die Kekseschachtel leer war.

Es kann Zufall sein, aber als wir das nächste Mal nach Plaka kamen, saß unsere giftige Parkplatzwächterin Anna am Mäuerchen und winkt mich zu sich.
Mit einer großzügigen Geste erklärt sie mir, dass ich ab jetzt meinen Klicker entlang ihrem Grundstück parken dürfe – „Ι Άννα και ο Μάριο δεν έχουμε μία πρόβλημα“!
Nein Anna, wir beide haben kein Problem miteinander…

Der Tag klingt aus – es war ein guter Tag!

Der Erhalt meiner neuen Wanten war für den kommenden Tag geplant, da aber an diesem Werktag die 15.00 Uhr Fähre (statt 18.00 Uhr) angesetzt war, haben es die dringend erwarteten Teile nicht mehr geschafft.

Daher wurde die Erledigung von Kleinarbeiten auf die Liste gesetzt.

Wir sehen bei Caetlin und Ben vorbei – wir dürfen ihre Kiwi-Grip Streichmuster begutachten
Im Vorbeigehen checken wir den Arbeitsfortschritt an EDINA – Propeller ist gestrichen, der Rope-Cutter ist montiert
Zu guter Letzt tauschen wir das alte, geschrumpfte Wabenteil unserer Matratze gegen das lange schon eingelagerte neue

Um die riesige Tüte mit der Wabenstruktur für unsere Matratze zu holen, müssen wir ins Haus nach Plaka fahren.

Ich mag, dass endlich mal wieder ein großes Verpackungsstück ausgeräumt wird.
Das Haus wird voller und voller, ganz ohne unser aktives Zutun.

Mit dieser neuen, passenden Wabenstruktur, einer komplett neuen Vliesummantelung und einem gereinigten Überzug, können wir die Matratze beim Verkauf ohne Scham vorzeigen.

So verfliegt auch dieser Tag – wir gehen zeitig ins Bett, denn morgen ist ein großer Tag.
Sibylle und ich sind um 10.00 Uhr mit Caetlin und Ben sowie Alex verabredet.
Der Plan ist, die Steuerbordseite mit den neuen Wanten zu komplettieren und dann die Backbordseite zu tauschen – an einem Tag, bei stehendem Mast.

Doch zuvor muss ich die Teile bei der Spedition abholen! Hoffentlich klappt alles – ich stelle mir den Wecker auf 07.00 Uhr und stehe pünktlich um 08.30 Uhr vor den Hallen von „Leros Trans“.

Es klappt – ich bekomme mein Frachtstück
In der Marina angekommen, sortiere ich die Drähte und gebe den Freunden den Marschbefehl

Die Freunde rücken an und jede(r) weiß was zu tun ist. Ben bereitet sich mit Caetlins Hilfe auf den Aufstieg vor,
Alex und ich sollen die Stemballs an den Chainplates montieren, Sibylle ist die Springerin und für die Leinenarbeit zuständig.

Doch schon im ersten Arbeitsschritt, sehen Alex und ich uns mit Problemen konfrontiert.
Die alten Stemballs und die neuen sind im direkten Vergleich deutlich unterschiedlich und zwar derart ausgeprägt, dass die neuen Terminals nicht in die Aufnahme passen.

Ohne Worte, der Unterschied ist augenscheinlich deutlich erkennbar
Auch im Durchmesser gibt es eindeutige Unterschiede
Während die alten Terminals satt in der Lastaufnahme der Chainplates anliegen…
…passen die Neuen gar nicht erst hinein

Für mich war klar, wie das gelöst werden muss. Aber um sicher zu gehen, machte ich einen kurzen Anruf bei Minas von „meltemi“.

Seine Antwort war pragmatisch – „Go to a machine-shop and let them grind it down…“

Ok, damit habe ich gerechnet und genauso machen wir es. Ich kümmere mich um die Anpassungsarbeiten, Alex hilft mir und nach kurzer Zeit geht es endlich los – Ben kann nach oben ins Rigg gezogen werden.

Der Skipper der DONNA hängt abermals in meinem Mast

Auch oben gibt es kleine Anpassungsschwierigkeiten und wir müssen geringe Änderungen an den Spacern vornehmen, aber insgesamt haben alle Wanten perfekt gepasst.

Wir hatten ein wenig Glück, denn wir konnten die Distanzscheiben so austauschen, dass sie für alle Stemball-Terminals perfekten Sitz boten.

Mit dem Spacer sitzt das Terminal absolut perfekt
Die Salinge werden gesteckt und gesichert, dann können Intermediates, sowie Ober- und Unterwant angebracht werden
Ben hatte mit den Salingen und allen Drähten alle Hände voll zu tun

Das Komplettieren war generalstabsmäßig geplant – das war wohl auch der Grund, warum alles sehr gut geklappt hat.
Ben hatte die ganze Seite mit einem Gang nach oben genommen.
Wir haben diese Seite vorher am Boden komplettiert und vorbereitet, das Set wurde „nur noch“ nach oben gezogen und im Rigg befestigt.

Meine Aufgabe war es, die Wanten unten an den Chainplates anzuschlagen und vorab unter Vorspannung zu setzen – so konnte jede Gefahr vom Rigg genommen werden.

Ich war das Bodenpersonal – der Mann für´s Grobe
Ben macht den Job im Mast – fast einen ganzen Tag lang, bei bester Laune

Trotz des hohen Arbeitspensums sind wir auf der gegenüberliegenden Seite schneller. Ausbau und simultaner Tausch gehen besser von der Hand und bereits am frühen Nachmittag können wir Vollzug melden und NESSAJA steht wieder mit vollumfänglichen Rigg da.

Alle Stagen und Wanten wurden bei stehendem Mast im DIY Verfahren getauscht.
Das komplette Rigg erfuhr dabei einen Service, es waren einige Tage Arbeit zu investieren.
Alles in Allem habe ich für einen guten Preis mein stehendes Gut austauschen können.

Ich melde den Erfolg an Minas bei „meltemi“ und bedanke mich für die Zusammenarbeit.
Darüber hinaus informiere ich meine Kaufinteressenten und mache zudem noch einen Termin mit der Marina – das Rigg muss final neu eingestellt werden.

NESSAJAs stehendes Gut wurde komplett ausgetauscht

Fertig! Ein Punkt weniger auf der Liste – ein ganz großes Projekt bekommt einen Haken.

Mein Dank gebührt allen voran Ben, er war der „Mastman“, ohne ihn hätten wir es kaum geschafft.

Aber auch Sibylle, Caetlin und Alex haben so viel geholfen – ich bin zu Dank verpflichtet und lade zur Freßorgie im „Stis Anna“.

Am nächsten Morgen traue ich meinen Augen kaum – die Piraten suchen Leros heim!

Auch ein Piratenboot braucht Maintenance

Ich finde das lustig, dass Jack Sparrow offensichtlich auch mal etwas Service für sein Schiff braucht und mache ein Foto aus dem Autofenster heraus – mit solchen Bildern kann man bei Enkelchen Otto und Benno Punkte sammeln 😉 …

Beflügelt vom gesterigen Erfolgserlebnis rund um unser Rigg, schreiben Sibylle und ich uns den Service unserer Eberspächer Heizung auf die Fahne.

Alle paar Hundert Betriebsstunden schreit die Heizung im Wortsinn nach Zuwendung. Sie fängt bullern an und es zeigt sich weißer Rauch am Auspuff.

Um den Brenner zu servicieren, muss er erst einmal ausgebaut werden, das ist kein Zuckerlecken.

Um an das verfitzmaledeite Ding zu kommen, muss man die Technikecke zerlegen
Der Ausbau des Brenners selbst ist dann einfach, die Ersatzteile hatte Sibylle aus Deutschland mitgebracht
Zuerst müssen die verkleidenden Hitzebleche abmontiert werden

Die Arbeit ging gut von der Hand – vielleicht, weil ich wusste was zu tun war, ich musste diesen Service nun schon das zweite Mal ausführen.

Dennoch war eine Pause angesagt – und wo könnte man diese schöner verbringen als in Giannis Repapis´ Eisparadies?

Es war ohnehin ein fantastischer Tag, die Sonne hatte schon etwas Kraft und es fühlte sich an wie im Frühsommer.
Generell war der März deutlich besser als die Monate zuvor, wenn auch im Gesamtüberblick durchaus noch etwas wechselhaft.

Endlich wieder geöffnet – der wunderschöne Tag lädt zum Eisgenuss
Es gibt neue Sorten – mein Favorit zur Zeit ist Yoghurt-Birne und Black-Forrest Sorbet
Dazu immer ein „Diplo Espresso, macchiato, sketo“ – ein Hochgenuss
Es war warm – der erste T-Shirt Tag per meiner Definition!

Wir sitzen gemütlich und genießen unser Eis, die Zeit vergeht. Wir fragen uns, ob es Sinn macht, noch weiter an der Heizung zu arbeiten, oder ob wir den Rest auf morgen vertagen sollten.

Ich erinnere mich, dass die Arbeit echt gut von der Hand ging und hatte zudem irgendwie echt Lust noch ein bisschen zu schrauben.

Also zurück zu NESSAJA und die Reparatur des Brenners in Angriff genommen.

Der Corpus der Heizung ist leicht zu trennen – die Dichtung war noch intakt
Die Trenndichtung zwischen den Kammern war aber verbrannt und musste ersetzt werden
Auch die Glühkerze hatte schon bessere Zeiten gehabt
Der Zusammenbau mit den Dichtungen eines mir sehr bekannten Herstellers sorgte mal wieder für eine Zeitreise
Am Spätnachmittag lag die Heizung fertig revisioniert auf dem Salontisch – morgen geht´s weiter

Ich war mehr als zufrieden! Der Ausbau und die Reparatur der Heizung gingen rasch und stressfrei von der Hand.
Ich war sehr zuversichtlich, dass ich dieses Projekt morgen abschließen würde und somit bezüglich NESSAJA keine großen Aufgaben mehr auf der Liste standen.

In ein paar Tagen würden die Käufer kommen und auch der mit dem Besuch verbundene Gutachtertermin rückt näher.

NESSAJA hat ihre Ecken und Kanten, aber ich möchte doch, dass sie keinen Anlass zu größeren Diskussionen bietet.

Auch der Einbau der Heizung am Folgetag ging leicht von der Hand, generell ähnelten sich die beiden „Heizungstage“, denn abermals war „Repapis“, inzwischen osterlich geschmückt, unser Ziel für die Mittagspause…

Die Heizung war rasch wieder an Ort und Stelle – jetzt „nur noch“ alles zusammenbauen
Osterhasentreffen bei „Repapis“

Geschafft, das Projekt „Heizung“ bekommt einen Haken. Der Funktionstest verläuft einwandfrei und ich lege das Thema ad acta.

Zum Abendessen gehen wir heute nicht aus. In letzter Zeit sind wir häufig mit den Freunden aus der Community beim Essen.
Communitystammtisch am Sonntag im „SouVLakki“, dazwischen mit Besuchern ins „Tis Kakomoiras“ oder mit Freunden ins „To Steki“.

Zwischendrin ergeben sich Gelegenheiten um vegetarisch / vegan im „Stis Anna“ zu essen oder auch kurzentschlossen auf eine Pizza ins „La Nostra“ zu gehen beziehungsweise alternativ zu Maria ins „Gia Sena“ einzukehren.

Immer essen wir gut, wir richten uns bei der Entscheidung etwas nach dem Anlass, hauptsächlich aber nach den Winteröffnungszeiten.

Nicht so heute – heute kocht Sibylle in Xirokampos und ich freue mich, mich an Eigenkreationen laben zu können.

Nein, wir trinken nicht soviel Ouzo – wir sammeln die Flaschen

Meist sitzen wir nach dem Essen noch ein wenig zusammen, klönen etwas und überlegen uns den Plan für den kommenden Tag.

Dann fahre ich zurück auf ELOWYN und halte weiter Stellung im wohltemperierten Schiff, während meine Gattin die Fenster aufreißt und klirrend kalte Luft in ihr Schlafgemach strömen lässt – Luft, ohne die sie „…nicht mehr atmen könnte und ersticken würde!“

Und das will ja niemand…

Also fletze ich mich ein wenig auf die Couch und gönne mir eine Folge „Inspector Barnaby“ zum Snickers, bis ich die nötige Bettschwere erreicht habe.

Seichte Unterhaltung – perfekt um abzuschalten

Der Start in den neuen Morgen ist entspannt. Ich habe von meiner Frau arbeitsfrei bekommen, denn ich bin beauftragt, unsere Freunde Brigitte und Hans vom Flughafen abzuholen.

Dieser Versuch war ja schon vor ein paar Tagen gescheitert, aber heute scheint es zu klappen.
Die beiden Österreicher haben IMMER das Pech, dass der Flug nicht durchgeführt wird – es ist ein ungeschriebenes Gesetz.

Wie dem auch sei, heute ist perfektes Flugwetter und der kleine Inselhopser erreicht „Leros Airport“ 😉 just in time.

Nur noch Sekunden…
…dann haben sie es geschafft

Sibylle und ich begrüßen die Freunde herzlich und bringen sie dann zu ihrem Häuschen nach Crithoni.

Die Beiden sollen erst einmal ankommen, die Einladung zu einem schnellen Kaffee lehnen wir daher vorerst ab, es wird sich ein besserer Zeitpunkt finden.

Wir verholen in die Marina und starten ein kleines aber wichtiges Projekt – das Einziehen zweier Kabel, welche erst später von Notwendigkeit sein werden.

Der neue Plotter hat noch nicht wieder alle Features zurück. So einfach „plug & play“ wie versprochen, war der Umbau nicht.
Die wichtigen Funktionen sind hergestellt, aber an der Anbindung der Kamera und des Tochterbildschirmes gibt es noch Anpassungsbedarf.

Es müssen neue Kabel und Adapterstecker gelegt werden – und da die Steuersäule zur Einwasserung fertig sein muss, ist das Ziehen der später benötigten Kabel heute schon relevant.
Dies werden Sibylle und ich heute erledigen – eine saubere Arbeit…

Zweimal 12m Kabel welches wir in Deutschland haben konfektionieren lassen, wird von der Steuersäule in den Technikraum geführt

Wir ziehen die langen Kabel von der Steuersäule, in der der Plotter seinen Platz hat, mit einem Kabelzieher bis in den Technikraum.
Von hier aus kann ich zur rechten Zeit in den Kabelschächten weiter verlegen.

Es passt so, dass die beiden Spulen zunächst einfach hier hängen bleiben – das Tagwerk für heute war geschafft!
Trotzdem war noch sehr viel Tag übrig – und ich weiß nicht welcher Teufel mich geritten hat, als mir ohne nachzudenken folgende Worte aus dem Mund fallen…

„Wir könnten heute unsere Steuererklärung erledigen!“

Sibylle stimmt sofort zu und ich kaufe und lade das aktuelle Steuerprogramm – dann verholen wir nach Xirokampos und erledigen das leidige Thema online.

Taxman lädt – danach kann es losgehen

Tatsächlich werden wr fertig und können den Datensatz abschicken, ab jetzt liegt es nicht mehr in unseren Händen…

Aber so ist auch auf Sibylles Liste ein Punkt mit einem Haken zu versehen und liegt uns nicht länger im Magen.

Apropos Magen! Der muss heute nicht mehr lang knurren, denn es ist mal wieder Stammtischtag und es kommen inzwischen einige Leute zusammen.

Crews von acht Booten aus vier Nationen – „Stammtisch“ klingt immer ein bisschen albern, macht aber echt Spaß und bereichert

Der kommende Tag führt mich zuerst zu Giorgos Werkstatt „Boat & Parts“ – ich muss mich um die anlägigen Projekte kümmern.

Giorgos und ich sind inzwischen so gute Freunde geworden, dass seine Performance mir gegenüber schon wieder „kippt“.
Nicht qualitativ, eher der Entspanntheitsgrad macht mir zu schaffen, hat er mir doch neulich mal unverhohlen erklärt, dass er meine Aufträge immer als „Lückenfüller“ verwendet.

Das kann ich meist akzeptieren und weil ich es weiß kann ich es auch steuern – aber manche Dinge eilen halt doch!

Ich bin also heute hier, um durch Präsenz einen leichten Erledigungsdruck aufzubauen 😉 …

Immerhin ist er da, das ist schonmal was
Mein Außenborder ist in Arbeit – ein gutes Zeichen

Es scheint, als ob er alles im Griff hat. leider kann ich keine abgeschlossene Arbeit mitnehmen, aber generell sieht es nicht so schlecht aus.

Jetzt müssen wir aber zurück in die Marina, denn heute legen Ben und Caetlin mit ihrer DONNA final ab.
Die Beiden werden noch eine Weile in der Bucht von Lakki verweilen, aber ihr Liegeplatz in der „Leros Marina Evros“ ist für diesen Winter ausgelaufen.

Wer sich erinnert, auf welchem Platz DONNA liegt weiß, dass ich vermutlich schon einen Handlungsplan in der Tasche habe.

DONNA liegt nämlich auf F18, auf dem Platz, den ich mit einem Augenzwinkern „meinen Platz“ nennen würde.

DONNA legt ab – Alex ist an Bord, wir machen die Leinenarbeit am Steg
Nanu, warum liegt das Brett an LIBERTÉ? Warum läuft der Motor?

Ich hatte gestern schon mit Hans Peter kommuniziert – ich weiß, dass er seinen Platz hasst, denn er liegt neben der „No.1“, dem ersten Kunden der Marina, welcher sich Sonderrechte herausnimmt und nach dem Anlegen im letzten Sommer erst einmal beantragt hat, dass HP verschwinden soll.

Das ist natürlich nicht durchzusetzen gewesen, aber es hat von Anbeginn an für eine hervorragende Nachbarschaft gesorgt.

Ihr ahnt was kommt – ich will meinen Lieblingsplatz noch halten, solange ich nicht weiß, ob NESSAJA tatsächlich verkauft wird.
Wenn nein, will ich früher oder später wieder dort liegen.

Ich verhole also, mit der Genehmigung meines saarländischen Freundes, seine LIBERTÉ auf den Außenplatz am F-Ponton.

Es klappt alles – LIBERTÉ liegt sicher
Genug Abstand zum Nachbarn – zu FESTINA LENTE
Mit einer Spring an den Wellenbrecher ideal positioniert und auch gegen NW-Winde gesichert

So ergibt sich jetzt die komfortable Situation, dass wir Zugriff auf die beiden Außenplätze am F-Steg haben.

Auf FESTINA LENTEs Platz bis zum Auskranen am 05.04. und auf LIBERTÉs Platz bis zu Hans Peters Auslaufen.

Der Vorteil die Daten zu kennen, bringt uns in die Position mit NESSAJA jederzeit reagieren zu können.
Bis dahin sollten alle Entscheidungen gefallen sein!

Der Tag war sehr gut verlaufen – Alex bringt noch seinen Scooter zu Loukas und ich hole ihn in der Motorradwerkstatt ab, dann fahre ich wieder zu Sibylle nach Xirokampos, denn dort verdingt sich meine Frau abermals als Meisterköchin.

Wir stellen Alex´Roller bei Loukas ab, dann bringe ich den Landshuter zurück in die Marina
In Xirokampos gönne ich mir erstmal ein „Zischbier“ für die trockene Kehle
Die Aussicht ist herrlich…
…und in der Bucht liegt das deutsche Frontex Boot BÖRDE

Wir dürfen Susannes Haus vollumfänglich nutzen – der große Vorteil dieses unglaublich herzlichen Angebots ist aus meiner Sicht die Privatsphäre.

Ich habe mich ja schon mehrfach über das Verhalten einiger Marinagäste ausgelassen. Dies zur Rücksichtnahme generell und zur Toiletten- und Duschnutzung im Detail.
Gegeben durch die Tatsache, dass langsam wieder weitere Eigner die Marina heimsuchen, merkt man schon wieder eine latente Verwahrlosung der geminschaftlich genutzten Sanitäranlagen.

Mich kotzt das an und ich habe durch die Option der Hausnutzung endlich wieder einen gebührenden Duschgenuss – und das zelebriere ich jeden Tag!

Haus vs. Boot – der große Pluspunkt pro Haus!!!

Natürlich merke ich, dass auch Sibylle sich freier entfaltet und die Räume nutzt – insofern war die Entscheidung für unsere alte Katikia in Plaka schon die richtige.
Es war aber, dieser Fakt wird immer bleiben, eine Vernunftsentscheidung, eine Kopfsache – aus dem Bauch und aus dem Herzen heraus würde ich immer wieder pro „Boatlife“ entscheiden.

Ich hege das Gefühl, dass dieses Thema noch nicht final ausgestanden ist…

Wie auch immer – für heute reicht es mit anstrengenden Gedanken! Ich darf mich frisch geduscht an den Esstisch setzen und Sibylles Kochkünste genießen.

Nudeln machen glücklich

Am darauffolgenden Morgen bin ich für meinen Freund Hans Peter auf Achse.
Er hat mich gebeten, doch einmal nach zwei Auftragsarbeiten zu sehen, welche er im letzten Herbst abgegeben hatte.

Mach´ ich gerne – meine erste Fahrt führt mich zu Sotiris dem Segelmacher. Er sollte in LIBERTÉs Sprayhood neue Scheiben einnähen und noch zwei, drei Kleinigkeiten erledigen.

Die Scheiben waren fertig – die Kleinigkeiten leider nicht. So musste ich unverrichteter Dinge wieder abziehen.
Aber immerhin, man hat sich erinnert, das Reparaturteil sofort gefunden und versprochen, diese Arbeit alsbald zu erledigen.

Hans Peters Sprayhood war fast fertig, aber eben nur fast

Andere Situation bei Ioannis dem Radlflüsterer. Er erinnert sich nicht – ein Klappradl? Keine Ahnung!

Wir sehen in die erste Werkstatt, kein Klappradl. In der zweiten Werkstatt, auch keine Spur von dem edlen Drahtesel.

Da führt mich der Radlmonteur in den Hinterhof, wir klettern über Alteisenberge und zwischen ausgeschlachteten Fahrrädern und Rollern herum, ereilt ihn ein Geistesblitz – er erinnert sich…
EIN altes Klappradl steht hier noch rum, kurz vor der Schwelle zu den ewigen Jagdgründen der Bootsfalträder!

Das „Carrera“ meines Freundes hat schon bessere Zeiten gesehen

Ioannis war happy – das verloren geglaubte Schmuckstück ist wieder da. Auch er verspricht rasche Reparatur.

Ich nehme vorweg, nur einer der beiden Handwerker wird Wort halten, ihr dürft derweil raten welcher.

Sibylle mahnt zur Erledigung von ungeliebten Aufgaben – die Reinigung unseres Tenders stand an.
NESSAJAs Beiboot war von Bewuchs gezeichnet, kein Wunder, es lag ja auch lang im Wasser.
Da es bei den Verkaufsgesprächen aber ebenfalls eine gute Figur machen sollte, stand eine Intensivreinigung an, für die ich eine Art „Waschstraße“ aufbauen musste.

Wir verholen auf den Betonquai, hier habe ich Wasser und Strom für den Kärcher

Wenn ich das ganze Zeug schon heranschleppe und aufbaue, dann lohnt auch eine Tiefenreinigung von Sibylles „Breezy“ und meinem Klicker.

Alex hört uns Kärchern und fragt höflich an, ob er unsere Waschstraße ebenfalls für seinen Roller benutzen dürfe.
Klar darf er das! Zum Dank huldigt er dem „Herrn der Ringe“.

Rings of Fire
Zu guter Letzt – Alex´ Scooter

Bis alles wieder verräumt war und wir die Spuren unseres Waschtags wieder beseitigt hatten, war auch der wohlverdiente Feierabend eingekehrt.

Zum Dinner waren wir heute mit Nico(la) und Jan verabredet, Ein deutsches Seglerpaar, welches recht spät zu unserer Community gefunden hat, aber dafür im März umso mehr Präsenz zeigte.
Die Beiden sind mit einer kleinen HR312 unterwegs und segeln viel – trotzdem besteht Interesse an einem Hauskauf auf Leros.

Mir liegen die Beiden, ich bin gespannt ob sich da eine Freundschaft entwickeln kann.
Zu uns gesellen sich unsere Freunde Brigitte und Hans, ich freue mich immer, wenn es sich ergibt, dass wir etwas zusammen unternehmen.

Wir haben uns heute für das „Tis Kakomoiras“ entschieden, denn dort wird heute eine „Sushi-Special-Night“ angeboten – klar, dass wir da nicht fehlen dürfen.

Sushi satt – es war wirklich lecker
Verschiedene Platten kommen auf den Tisch

Viele Kleinarbeiten sind zu tun, um meine beiden wichtigsten Projekte vor ELOWYNs Krantermin zu finalisieren.

Zu den Ventilen werde ich zu einem späteren Zeitpunkt berichten, im Moment beschäftigt mich mehr, der noch offene und zerlegte Steuerstand.
Bavor ich überhaupt an eine Komplettierung denken kann, muss ich die losen Gewindeinserts für die Befestigung der Tafel wieder mit Epoxy einsetzen.

Ich rapple mich auf und mache mich an diese verhasste Arbeit…

Alex gibt mir eine Minimalmenge flüssiges Epoxy – ein Milliliter
Ich klebe die Baustelle ab und das Gewindeinsert ein – ohne das Gewinde selbst mit Kleber zu verschmieren

Das klappt ganz gut – insgesamt muss ich zwei von vier Einsätzen einkleben und nach einer Ablüftzeit von 24h mit dem Gewindeschneider nachschneiden.
Erst jetzt ist das Umfeld für die Montage und den Einbau der Armaturentafel vorbereitet.

So weit, so gut – leider gibt es an diesem Tag auch echt miese Nachrichten.

EDINA wurde gekrant, man will von mir die Fernbedienung für die Badeplattform.
Auf meinen Hinweis, dass ich diese vor dem Auskranen übergeben habe, entsteht eine gewisse Hektik.
Als die Jungs die Fernbedienung gefunden hatten, haben die Batterie und der Deckel für das Batteriefach gefehlt.

Einer der Helfer kauft eine Batterie und drückt mir das Gerät in die Hand als wolle er sagen, dass dies jetzt mein Problem sei.
Auf angedeutete Einwände meinerseits, ernte ich Achselzucken und ich realisiere – es ist tatsächlich zu meinem Problem geworden…

Diese kleinen Missstände nerven – nix ist präzise. Wenn es dich trifft, hast Du Pech gehabt, keiner wird Dein Problem lösen

Aber wenn ihr denkt das war es schon mit den Hiobsbotschaften – weit gefehlt.

Klar schaue ich mir EDINA am Liegeplatz an – weniger um zu kontrollieren, mehr um alle Luken zu schließen, die Plattform nach oben zu klappen und sie an den Strom zu hängen.

Natürlich will ich auch das Endergebnis ansehen…

EDINA liegt wieder an ihrem Platz – sie ist ein schönes Schiff

Aber was ist das??? Ich sehe genau hin und meine einen Kratzer zu sehen. Ich selbst weiß sicher, dass die Lackierung einwandfrei war, ich habe sogar noch Bilder gemacht.

Aber das ist doch ein Kratzer, oder täusche ich mich???

Für EDINA ist eine andere Sachbearbeiterin im Office zuständig als für mich und ELOWYN.
Ich bin mit der jungen Dame aber gut befreundet und entschließe mich daher für den kleinen Dienstweg.
Ob sie wohl am Heimweg mal nach EDINA sehen würde? Wir könnten dann die Tage telefonieren – ja, so würden wir es machen!

Ich bin bis zum Schluss zögerlich mit meinem Urteil – Kratzer, Staub oder eine Spiegelung?

In ein paar Tagen würden wir auf das Thema zurückkommen

Ich beschließe meinen Arbeitstag an Bord von ELOWYN. Ich bereite die Lopolights für die Montage vor – denn ein Wunder war geschehen.

Ben und Caetlin würden ja noch ein paar Tage hier sein und haben sich erinnert, dass wir einmal über Bens Hilfe bezüglich der Mastlichter an ELOWYN gesprochen haben.
Er hat damals zugesagt und gibt mir heute Bescheid, dass er durchaus zu diesem Wort steht und der Meinung sei, dass morgen der passende Tag wäre.

Ich soll bitte alles soweit vorbereiten, morgen um 09.00 Uhr geht es los!

Ok, da kann ich nun wirklich nicht widersprechen…

Ich kürze die Kabel der grünen 180° Positionslampen…
…die Kabel kann ich für das neue weiß-rote 360° Toplicht verwenden
Im Großen und Ganzen bekomme ich alles hin – morgen früh kann es losgehen

Den wohlverdienten Feierabend nebst Dusche und leckerem Abendessen, verbringe ich dann wieder bei Sibylle in Xirokampos.

Die Strecke die Klicker nun recht häufig zurücklegen muss, beträgt kaum 5km – das ist nicht viel, es läppert sich aber zusammen.
Was soll´s, wenn Sibylles Glück davon abhängt ist mir kein Kilometer zu weit.

Klicker vor unserer temporären Herberge

Warum soviel Wirbel um den Mast der weißen Schönheit?

Nun, der Mast von ELOWYN ist rund 30m hoch und somit fast doppelt so hoch wie die meisten unserer Masten.
Zusammen mit der Deckshöhe über Grund, ergeben sich rund 35m über dem Boden – das ist für einige Menschen zuviel des Guten.

Neben unserem Rigger Panagiotis haben auch zwei Rigger aus Preveza den Aufstieg im Seemannsstuhl abgelehnt.
Der Kran auf Leros kann nur bis 22m bedienen – es bieten sich keine weiteren Möglichkeiten.
Ben war die Rettung in höchster Not!

Am nächsten Morgen bereite ich letzte Kleinigkeiten vor, so auch die gesammelten Windfähnchen der Verklicker, vielleicht lässt sich auch der von ELOWYN reparieren.

Bei ELOWYN fehlt nur ein Windfähnchen – ich hätte genügende eingesammelt

Ich bereite erste Dinge an Deck vor – so sortiere ich die Fallen mit denen Ben aufsteigen wird, schalte die Zentralhydraulik für die Winschen ein und als Sibylle angekommen war, decken wir die großen Salonfenster ab.

Der Fatboy, Cockpitpolster und Decken sind sehr gut geeignet

Alex hat sich ebenfalls bereiterklärt zu helfen, auch er trudelt ein. Mit ein wenig Verspätung kommt der Hauptdarsteller und fängt auch sofort an, sich selbst für den Aufstieg vorzubereiten.

Wir verteilen Rollen welche klar festlegen, wer für was zuständig ist und wie die Kommunikation erfolgt.

Als alles abgestimmt ist, hängen wir den jungen Holländer an das nahzu neue Dyneema Großfall und ziehen an – der Aufstieg beginnt!

Für diese Höhe nimmt er nicht nur den Sitz, sondern auch das große Geschirr
Das Werkzeug ist in den Taschen – für die Knoten sind Ben und Caetlin selbst verantwortlich
Wir ziehen langsam an – das Risiko des schnellen Aufstiegs wollen wir nicht gehen, die Winschen haben zuviel Kraft
Hier ist Ben schon höher als es bei den meisten unserer Masten möglich wäre
Caetlin hält Blickkontakt und ist für die Kommunikation zuständig, Sibylle zieht ihn mit der Winsch, Alex führt die Sicherung
Jetzt ist er fast oben – meine Aufgabe ist „Mädchen für alles“, ich mache alle geforderten Arbeitsschritte an Deck und innen

Unsere Hauptkommunikation besteht aus Bildern, die Ben mir schickt. Er setzt mich so in Kenntnis über die Situation, welche er vorfindet.

Es sind zwei „Baustellen“ zu bedienen – einmal muss geprüft werden, inwieweit die neuen Lichter passen werden.
Auch auf ELOWYN bleiben wir von der „Faceliftpolitik“ der Hersteller kaum verschont.
Obwohl die gleichen Lichter als Ersatz dienen, war das Design etwas angepasst, so dass nicht klar war, ob Anpassungen vorgenommen werden müssen.

Zum Zweiten galt es, das alte Toplicht an der Base abzubauen, um dann das neue an eben diese Base zu adaptieren.
Dieses Vorgehen soll vermeiden, dass neue Löcher gebohrt werden müssen.

Der Platz für die grünen 180° Lampen
Auch die sündteuren Lopolights wurden so im Design geändert, dass der Nachfolger ein neues Lochbild hat – ich könnte kotzen
Außerdem ist eine Anpassung an die Mastkurve nötig – schlechte Nachrichten

Ich erkenne sofort, hier ist Nacharbeit nötig, welche wir heute nicht leisten können.
Es steht also schon recht früh am Tag fest, dass die Hoffnung auf eine vollumfängliche Reparatur bereits geplatzt ist.

Wir dürfen uns aber nicht runterziehen lassen! Ben ist noch oben und auch ein Teilerfolg wäre ein kleiner Erfolg.
Es geht weiter, als nächstes ist das Masttop dran – wir ziehen Ben also ganz nach oben!

Da wird er plötzlich ganz klein
Ich erhalte wieder Bilder von der Ist-Situation auf deren Grundlage wir später das Vorgehen besprechen

Während Ben im Masttop arbeitet, hat das Bodenpersonal eine kleine Pause.

Sibylle reicht Wasser, wir klönen etwas, Caetlin erzählt von Zeeland. Alex nutzt die Zeit um seinerseits die anstehende tägliche Kommunikation zu erledigen – für uns ein Moment des Ausruhens.

Bilder – Kommunikation

Diese Ruhe war vorbei, als unser Mastman das Signal zum Abstieg gibt. Er hat den ersten Teil der Arbeit in luftiger Höhe erledigt und wird einen Job für das Bodenpersonal mitbringen.

Wir lösen also die Sicherungen und lassen den Freund langsam ab. Zurück am Boden übergibt er uns das alte Toplicht – unsere Aufgabe ist es nun, das neue Licht an die alte Baseplate anzupassen.

Der Grund hierfür ist, dass wir in jedem Fall das Bohren von Löchern in Edelstahl in 35m Höhe vermeiden wollen.
Die alte Basis passt, wir hoffen, dass wir die neue Lampe hier irgendwie anschrauben können.

Jetzt hatte Ben eine verdiente Pause – es gab eine Tasse Kaffee für alle.

Löcher müssen gebohrt werden – Alex und ich bilden das Mechanikerteam
Generell sieht es gut aus – fast geschafft
Wir machen Bilder – um unseren Umbau auch nach ein paar Jahren nachvollziehen zu können
Das Ergebnis ist echt zufriedenstellend – wir gehen von einer problemfreien Montage aus

Ein zweites Mal fährt Ben in den hohen Mast – zur Zeit der höchste Punkt in der Marina.

Er hat jetzt nicht nur die Lampe an den alten Befestigungspunkten zu montieren, sondern auch die Kabelverbindungen herzustellen.
Hier erwarten wir aber keine großen Probleme, dies ist eine Standardarbeit – wenn nur nicht die große Höhe wäre.

Nach einer geschätzten Viertelstunde kommt eine WhatsApp – „…please turn the Nav-Lights on!“

Ich tue wie mir geheißen und siehe da…

Sowohl Nav-Light wie auch das Ankerlicht funktionieren
Die Befestigung passte einwandfrei, das Masttop ist wieder klariert

Leider habe ich beim ersten Aufstieg das fehlende Verklickerfähnchen nicht eingesteuert.
Nicht, weil ich es vergessen hätte – die anderen Punkte waren so wichtig, dass ich nicht mit so Kleinkram nerven wollte.
Diesmal hat Ben das Reparaturteil dabei…

Dies sorgt jetzt für kurze Irritationen – zunächst vermeldet Ben, dass meine Fähnchen bei ELOWYN nicht passen, sie sind zu klein.
Außerdem sei der Verklicker durch den Hagel stärker beschädigt als vermutet, das könne man aber von unten nicht sehen.

Ich entscheide, dass er bei diesem Sachstand den Verklicker bitte mit nach unten bringen soll.

Der Freund schraubt das Ding noch rasch ab, dann lassen wir Ben final nach unten und er steht bald wieder mit beiden Beinen an Deck.

Ben hat Recht – da ist nix mehr zu retten

Der Verklicker ist riesig! Ich lerne nicht aus – dachte ich doch immer, dass diese Windex Verklicker alle gleich groß sind…

Nun, da muss eben ein Neuer her, aber ob es den auf Leros gibt? Das herauszufinden wird vertagt.
Ich bedanke mich herzlich bei Ben und Caetlin, ich werde mich erkenntlich zeigen.
Aber zunächst verabschieden wir uns, die Arbeitsgruppe löst sich auf, jeder widmet sich wieder seinen ureigenen Aufgaben.

Sibylle und ich klarieren ELOWYN – Polster aufräumen, Werkzeug weg, die Fallen wieder abspannen und auch die Kaffeetassen wieder in die Kombüse…

Dann meint meine Gattin, ob ich nicht zumindest mal nachsehen wolle, ob unser Chandler Panos den Riesenverklicker auf Lager hat?
Ich zweifle – aber als ich bei Panos im Shop stand, bewegte der träge Bär nur seine Augen nach links Richtung Regal – meine Blicke folgten den seinen und tatsächlich, da lag das begehrte Objekt!

Natürlich heißt er „Windex XL“ – Nomen est Omen

Ich erwerbe den Windindikator und ärgere mich ein wenig, dass ich nicht früher daran gedacht hatte.
Bei einer anderen Reihenfolge, könnte diese Windex jetzt schon im Masttop montiert sein.

Mein Grummeln war deshalb ausgeprägt, weil Ben und Caetlin übermorgen in Richtung Athen abfahren wollen.
Es wird ein Abschied für immer werden und es wird sich wohl keine Chance bieten, die Problemstellungen noch zu beheben.

Dass dies ganz anders kommen würde, ahnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand von uns.

Gerade als ich noch nachdachte, wie ich weiter verfahren würde, steht Panagiotis vor ELOWYN – „…do you have time to adjust your rigging on NESSAJA, now?“

Wie könnte ich da ablehnen? Es scheint heute ein „Masttag“ zu werden!
Nur Momente später hängt der Marinarigger in der Takelage meines Schiffes.

Nicht ganz so hoch – die Einstellarbeiten gehen schnell
Hans Peters Milwaukee durfte noch einmal ran

Die Einstellarbeiten an meinem stehenden Gut waren schnell erledigt. Wir hatten die Spanner nach der Erneuerung schon voreingestellt, es war aber aus versicherungstechnischen Gründen nötig, dass es eine Endabnahme gab.

Panagiotis hat eine Spannungsmessung an allen Wanten vorgenommen und leicht nachjustiert, wo es notwendig war.

Diese Dienstleistung wird mir berechnet und auf Grundlage der Rechnung kann die Finalisierung meiner Rigginstandsetzung nachgewiesen werden.

Ich war zufrieden und habe als letzten Arbeitsschritt meine Wantenspanner versplintet – genug für heute, wir haben richtig was geschafft!

Ich muss noch rasch zum Elektriker in den Ort, Marcus hat mich gebeten, ein Dutzend Wago-Klemmen zu kaufen.
Originale bekomme ich hier nicht, aber sehr gut gemachte Fakes…

Ich melde dem Freund in Lipsi Vollzug

Marcus wohnt in Lipsi und wir haben für den kommenden Sonntag einen Besuch auf der Nachbarinsel vereinbart.

Da versteht es sich von selbst, dass wir kleine, benötigte Artikel beschaffen und mitbringen.

Ich melde meinem Freund, dass die Wagos in meiner Tasche sind und am Wochenende den Weg zu ihm finden werden – er antwortet mit einem Bild, welches den Sonnenuntergang von seiner Terrasse aus zeigt.
Ich freue mich auf unseren Tagesausflug und den Besuch bei den Freunden!

Ein traumhafter Ausblick

Sibylle und ich gehen heute noch einmal ins „Tis Kakomoiras“, diesmal mit der Crew der MARLIN.
Annette und Achim haben ein aus meiner Sicht perfektes Aluschiff in der Leros Marina Evros gekauft und sind jetzt für einige Wochen hier.

Es war schön, ein neues Paar in unserer kleinen Wintercommunity Willkommen zu heißen und natürlich gehen wir auch einmal in kleinerer Runde aus um uns besser kennen zu lernen.

Es ergab sich ein wirklich schöner, netter und kurzweiliger Abend bei typisch griechischen Meze und einem guten Tropfen.

Wir mögen das „Tis Kakomoiras“

Der März ließ keine Pause zu – bereits am nächsten Morgen ging es mit hoher Schlagzahl weiter.

Die Rettungsinsel von ELOWYN muss zum Service. Ich hatte das am Vorabend bei unserem Tavenenbesuch erwähnt und Achim ist sofort auf das Thema eingestiegen.
Auch MARLINs Rettungsfloß war lange schon über dem fälligen Wartungstermin und nachdem er sich hat erklären lassen, wie das hier auf Leros eingesteuert wird, wollte er sich gerne in diese Aktion mit einklinken.

Sibylle und ich fanden uns also am Vormittag bei ihm am Schiff ein, um seine Plastimo Hochseeinsel abzuladen.
Die Dinger sind sauschwer und wir waren froh, dass noch eine zusätzlich helfende Hand in Form eines vorbeischlendernden Skippers zur Verfügung stand.

MARLIN steht nicht sehr hoch – die Insel ließ sich gut abladen

Mit dem Trum im Kofferraum fuhren Sibylle und ich die paar Meter zu ELOWYN – wir haben gerade sinniert, ob Alex wohl helfen kann, die noch etwas schwerere Liferaft der Algro 68 abzuladen.
Da eilt schon Achim heran, der nun ebenfalls helfen will und ich mache einen Anfängerfehler – ich lasse mich überrumpeln.

Wir stehen auf ELOWYNs Plattform und diskutieren kurz, dann lupfen wir das Monster auf unser Niveau herab.
Das Stück vom Halter zur Plattform war geschafft, das ist aber nichtmal der halbe Weg.
Wir realisieren, dass die italienische Eurovinil Insel doch deutlich schwerer als die Plastimo Variante ist.
Achim bindet den Tragegriff an eine Gurtschlaufe und will die Insel abseilen, ich soll unten führen…

Die erste Stufe haben wir geschafft

Das war nicht zu Ende gedacht – erstens war das freie Abseilen doch ziemlich schwer für eine Person.
Zweitens war der, durch UV-Licht schon etwas morsche Tragegriff, alleine ohne sein gegenüberliegendes Pendant wohl doch überfordert – es passierte was passieren musste.

Der Griff riss, das Trum fiel – und ich stand drunter!

Ohne Übertreiben – ich konnte gerade noch ausweichen und am anderen Griff gerade noch etwas abbremsen, dennoch schlug der Kaventsmann ein wie ein Meteorit.
Leider nicht ohne Schaden zu nehmen! Na, das haben wir ja wieder toll hinbekommen…

Griff gerissen, Container gebrochen

Ich bin frustriert und genervt. Niemand kann etwas dafür, aber wir müssen uns anlasten, gehudelt zu haben.
Solche Sachen macht man besonnen, auch wenn es etwas Zeit kostet.
Na egal, es wird sich eine Lösung finden.

Ich brauche erst einmal ein Mittagsbier und fordere von Sibylle einen Besuch im „La Palma“ Café.
Dort gönne ich mir ein kleines Bier und kühle mein Gemüt.

Während wir da sitzen sehen wir, wie Caetlin und Ben Kurs auf die Marina nehmen.
Bald schon heißt es Abschied nehmen, es war eine nette Zeit mit dem jungen Paar aus den Niederlanden.

DONNA liegt vor Anker in der Lakki Bucht

Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen, einige Kleinreparaturen und die Tatsache, dass DONNAs Rigg beschädigt ist, sollten die Abreise immer wieder verzögern.

Später kamen auch noch wechselnde Wetterdepressionen dazu, so dass sich die Abreise der Beiden mehrfach verzögern würde.

Ich will es kaum aussprechen – das war ein Glücksfall für mich! ELOWYN wird zu ihren Mastlichtern kommen und darüber hinaus werden wir noch weiter Freude an den sympathischen jungen Holländern haben.

Weil ich gerade die Wetterdepressionen anspreche, wie schon angedeutet war der März tendenziell ein guter Monat. Es wurde spürbar wärmer, wir hatten die ersten T-Shirt Tage und der dicke Pullover konnte immer öfter zuhause bleiben.
Dies erleichterte die Arbeiten und auch wieder die Planung – und es machte gute Laune, zumindest meistens!

Sibylle und ich sind wieder einsatzklar – wir bringen die Rettungsinseln zu Sebastian und der wird diese nach Athen zum Servicepartner schicken.

Die Inseln sind versandbereit

Es sei erwähnt, dass ich versucht habe die Firma „Eurovinil“ zu erreichen.
Ich vertrete die Ansicht, dass international agierende Firmen willens sein sollten Englisch zu korrespondieren, trotzdem überwinde ich mich, das Mail auf Italienisch zu verfassen, weil ich um den Unwillen der Italiener zur englischen Konversation weiß.

Ich heiße Mario und habe eine .com eMail Adresse, kein Verdacht darauf, dass ein Ausländer mit Auftrag droht – dennoch wird meine Bitte um Hilfestellung bezüglich des gebrochenen Containers einfach ignoriert,

Ich will es offen sagen – die Entwicklung im Servicebereich kotzt mich an. Es braucht sich bald niemand mehr wundern, wenn alle Welt bei chinesischen Internetlieferanten bestellt.
Ich merke mir sowas – Eurovinil wird mit mir kein Geschäft mehr machen.

Der Servicebetrieb in Athen bietet die Reparatur für 45.-€ an, wenn das klappt, gehen die Inseln der von mir betreuten Boote nur noch dorthin.

Dinner war heute im „To Steki“ vereinbart, wir treffen uns dort mit Bibi und Markus von der MOUSTIC, welche wir bald in unserer Marina begrüßen dürfen.

Wir essen abermals hervorragend

Als ich in der Nacht zurück zu ELOWYN komme, freue ich mich auf die wohlverdiente Nachtruhe.
Dieser verdammte Ouzo, da ist doch was drin, was müde macht 😉 …

Klicker kann diese Freude nicht teilen, er ist heute zum Nachtdienst verdammt.
Ich parke ihn unter Alex´ ANAHITA und deponiere den Schlüssel, denn heute Nacht um 03.35 Uhr kommt Antonia nach langer Abwesenheit zurück.

Ich freue mich auf ihre Rückkehr, denn so ist die Wintercommunity für die letzten Wochen noch komplett.

Ich parke Klicker bei Alex…
…und deponiere den Schlüssel für ihn

Apropos Wintercommunity – der März wird der letzte aktive Monat unserer netten Gruppe sein.

Zum Monatswechsel werden Guido und Ilona aufbrechen, Jan und Nico sind schon weg.
Letztlich werden wohl auch Ben und Caetlin ihrer Wege ziehen – bei ihnen wird es ein Abschied für vielleicht immer werden, während bei anderen die Hoffnung besteht, dass wir uns noch einmal wieder sehen.
Achim und Annette haben uns temporär begleitet und sind inzwischen wieder zuhause.

Ende März beginnen in vielen Ländern Europas die Osterferien und in der Marina wird die Saison schlagartig beginnen.
Es macht keinen Sinn mehr, von einer „Community“ zu sprechen, wahrscheinlicher ist, dass sich dann wieder die Steggemeinschaften bilden und sich alte Freunde wieder treffen.

Ich freue mich darauf – und bin traurig gleichzeitig. Es war, vom Wetter abgesehen, ein schöner Winter in einer tollen Gemeinschaft.

Alarmsignal! Ich muss ausrücken!

Eine Stromkarte für Caetlin und Ben, aber für was ist das Bandmaß?

Die Crew der DONNA hat an die Gemeinde-Kaimauer verlegt, weil sie dringend Strom brauchen.
Aber wie geht das, man muss wohl bezahlen, doch wo und wie?

Ich kann helfen! Es ist schon etwas her, als ich mit ELOWYN an dieser Mauer lag, aber ich habe noch eine Stromkarte mit Restguthaben.
Diese schnappe ich mir und bringe sie zu Caetlin und Ben.

Jetzt ist komplikationslos sicher gestellt, dass DONNAs Batterien wieder bis zum Rand gefüllt werden.

Aber für was das Bandmaß? Sibylle hat heute morgen Alarm geschlagen – die Heizung geht nicht mehr!
Ich kann nicht verleugnen, dass mir ein „Na und, Du magst es doch kalt!“ auf den Lippen lag.
Des noch übrigen Weltfriedens wegen, habe ich mir diesen Satz erspart.
Ich weiß wofür ich das Bandmaß habe – wieviel Heizöl ist noch in Susannes Tank?

Ich vermesse zunächst den Tank und berechne 2.000 Liter Tankvolumen – die anschließende Peilung ergibt -> 0!

Der Verdacht erhärtet sich, man kann zwar noch Heizöl am Grund des Tanks sehen, 4cm sind immerhin 80 Liter, aber der Pegel liegt schon unterhalb des Auslaßstutzens und ich befürchte, dass sich in diesem Rest auch der Schmutz absetzt.

Was nun beginnt, entbehrte nicht einer gewissen Komik – Sibylle und Susanne beginnen über die zu befüllende Menge zu diskutieren.
Es wird besprochen, ob man 100 Liter einfüllt oder gleich 200. Die Frage „…was ist billig beim Heizölpreis…“ wird erörtert und trotz der Tatsache, dass auch die Heizölpreise bald steigen werden, wird eher gekleckert statt geklotzt.

Wir bekommen die Aufgabe nach dem Heizölpreis zu fragen und es wird in den Raum gestellt, dass „…bei einem Preis von unter 1.50€ voll zu machen wäre.“
Ich nehme vorweg – diese Idee wird verworfen.

Nachdem hier die erste Not genommen war und sicher gestellt scheint, dass auch meine kälteverliebte Gattin nur noch kurzzeitig in den Genuss des Gefühls „frieren“ kommt, fahren wir zusammen zu Giorgos „Boat & Parts“.

Wie immer warten wir, wie immer sende ich ihm ein Bildchen

Nach dem akademischen Viertel meines Handwerkerfreundes gibt es ein großes Hallo mit Kaffee und viel Palaver.

Manchmal nervt es mich, aber im Großen und Ganzen macht es die Griechen aus, ich liebe dieses Lebensgefühl.

Glücklicher Weise gibt es gute Neuigkeiten. Sowohl die zwei dringend benötigten Schrauben für mein Rigg, als auch der gebraucht gekaufte Außenbordmotor sind fertig.

Testlauf des Yamaha 6N1, ein 15PS 2-Taktmotor – ich liebe den Sound und den Geruch des weißen Qualms, rängdängdängdäng

Ich habe im Sinn, diesen Motor entweder zu behalten – man weiß ja nie – oder ihn Ben und Caetlin als Dankeschön für ihre vollumfängliche und entscheidende Hilfe bei den Riggarbeiten an NESSAJA und ELOWYN zu geben.

Die Beiden suchen gezielt so etwas und im Rahmen dieser Suche, hatte ich das Glück diesen Kauf zu machen.
Wenn Ben den Yamaha möchte, dann ist es seiner, wenn nicht ist er meiner.

Jetzt legen wir ihn erstmal unter NESSAJA.

Hier liegt er bis zum Testlauf gut

Leider muss ich manchmal auch die Arbeiten meines Freundes etwas „optimieren“.
Ich habe bei drei Schrauben, von denen ich zwei tatsächlich benötige, das Gewinde länger schneiden lassen.

Giorgos hat kein M16 Schneideisen, also macht er das auf der Drehbank. Ich habe gemerkt, dass sich die Gewinde komisch anfühlen, aber er hat mir versichert, dass dies daran liegt, dass er etwas tiefer geschnitten hat.

Nun stellt sich heraus, dass nur eine der Schrauben perfekt funktioniert, eine andere funktioniert gar nicht und ist somit für die Tonne.
Die letzte wird zum Zünglein an der Waage – sie funktioniert FAST!

Mit Geduld und viel Fett gelingt es mir, eine Mutter sooft über die Übergangsstelle zu drehen, bis das Gewinde durchgängig funktioniert – nicht perfekt, aber in der Not heiligt der Zweck die Mittel.

Letztendlich bekomme ich es hin – ich kann die beiden Schrauben einbauen

Meine Nachmittagsarbeit war also nun auch klar – ich baue die beiden Schrauben ein und ziehe nacheinander alle Befestigungsschrauben meines Riggs an den Chainplates noch einmal nach.

Das war aufwändiger als es sich anhört, denn da das Rigg ja schon unter Spannung war, habe ich jede Schraube einzeln noch einmal herausgeschraubt und dann mit etwas Dichtmittel am Kopf und Fett am Gewinde wieder eingesetzt und drehmomentfest wieder angezogen.

So ging der Nachmittag schnell rum und ich konnte ein ToDo auf meiner Liste abhaken.

An diesem Abend waren wir mit mit den Crews der DONNA und der ANAHITA zum Essen verabredet.
Das „Stis Anna“ hat wieder offen und ich habe mir erlaubt eine Einladung für die viele Hilfe auszusprechen.

Sibylle und ich holen Caetlin und Ben am Townquai ab.

DONNA liegt sicher, wir holen die Freunde zum Dinner ab

Am Weg nach Xirokampos machen wir einen Haken zur BP Tankstelle. Es gilt den Preis für Heizöl zu klären und diesen mit Susanne in der Schweiz abzustimmen.

Ein Blick auf das Preisschild verrät – der Heizölpreis liegt NOCH unter 1.50€, es darf nach unserer Definition als „billig“ bezeichnet werden! 😉
Ich frage nach – „…also bestelle ich 2.000 Liter, oder?“
Neiiiin, ob ich wüsste was das kostet? Ja, weiß ich, aber es ist billig!

Long Story short, wir bestellen 600 Liter ins Haus nach Xirokampos und versprechen die notwendigen Nachweise morgen zu senden.
In Griechenland bekommst Du nämlich nur Heizöl, wenn Du den Bedarf nachweisen kannst.
Der günstige Tropfen soll nicht in den Tanks von Dieselschlitten wie Klicker verschwinden.

Wow! Ultimate von 1,66€ auf 1,89€, das Heizöl gibt es noch für 1,46€

Dann ziehen wir endlich weiter zu Anna um in ihrem vegan / vegetarischen Lokal zu futtern was das Zeug hält.

Caetlins Augen glänzen und da die Speisekarte reduziert ist, entscheiden wir abermals „einmal alles“ zu bestellen.
Das Gesicht des Kellners ist trotz der Erfahrung vom letzten Mal wieder recht verduzt, aber er zweifelt unsere Bestellung nicht mehr an.

Wir sitzen gemütlich, haben Spaß und genießen einen kurzweiligen Abend, während wir uns einmal quer durch die Speisekarte mampfen.

Lecker war´s – wie immer

Am nächsten Morgen klingelt der Wecker sehr zeitig. Der Tag unseres Ausflugs nach Lipsi war gekommen und die SAOS Fähre verlässt Agia Marina um 07.30 Uhr.

Wir müssen also früh raus, um rechtzeitig zur Fähre zu kommen und unsere „Tickets“ zu kaufen.
Das funktioniert hier so, dass irgendwann ein Mann auf den Fährplatz kommt und Geld einsammelt – einen Beleg oder ein Ticket gibt es dafür nicht.
Man erkennt den Mann daran, dass die Einheimischen ihn kennen und ihm vertrauensvoll ihre Moneten in die Hand drücken.

Dieser Mann geht dann zum Fährpersonal und deutet auf einen, dann darf man zusteigen.
Bitte stellt keine Fragen, ich habe keine Antworten – the Greek way.

Die kleine SAOS Fähre läuft in Agia Marina ein
Auch bei ihrer Ankunft muss Polizei vor Ort sein – insgesamt ist deutlich weniger los
Als wir sitzen, geht gerade die Sonne über den Bergen von Alinda auf
Nach rund 45 Minuten erreichen wir Lipsi, die Überfahrt kostet hin und zurück günstige 22.-€

Susanne, Marcus und Lilly erwarten uns schon als wir auf der Nachbarinsel ankommen.

Sie sammeln uns ein und wir fahren gleich hoch zu ihrem Haus um dort gemeinsam zu frühstücken.
Es gibt so viel zu erzählen, soviel Neues zu bestaunen und soviele Erfahrungen auszutauschen.

Bei einem eintägigen Besuch braucht es kein Programm, wir haben uns und freuen uns beisammenzusitzen und einfach zu quatschen.

Natürlich essen wir zusammen – Marcus grillt und wir schlemmen was das Zeug hält.
Zum Abschluss gibt es selbstgemachten Limoncello, Susanne ist in ihrer Produktion zwei Wochen voraus 😉 !

Mehr gibt´s dazu nicht zu sagen
Das Haus der Freunde ist fertig und hat sehr viele geschmackvolle Details
Susannes Limoncello ist ein Gedicht
Die kleine Lilly bastelt viel

Weil ich gerade Lilly erwähne – das Mädchen, ich glaube sie ist acht oder neun, lebt jetzt seit rund drei Jahren auf Lipsi und geht hier auch zur Schule.

An diesem Tag war eine griechische Freundin zu Besuch und als sich die Mädchen unbeobachtet wähnten, konnten wir ihnen beim Spielen und Quasseln zuhören.
Man kann sagen, dass Lilly fließend Griechisch spricht. Ich wünschte, ich könnte die Hälfte von dem, was der Dreikäsehoch hier abliefert, aber dies ist der Jugend vorbehalten – im Alter lernt es sich nicht mehr so leicht.

Der Tag klingt aus, die Freunde bringen uns wieder zur Fähre und wir pendeln zurück nach Leros, wo wir uns mit der Community zum Stammtisch treffen.
Es liegt auf der Hand, dass wir diesmal sehr defensiv bestellen 😉 !

Der neue Morgen beginnt mit einem Paukenschlag – Ben schickt ein Foto und ich traue meinen Augen kaum!

Der Yamaha passt nicht an DONNAs Dinghy

Die Beiden haben das gleiche Schlauchboot wie ich – ein 3D-Tender 270UL. Es handelt sich nur um das aktuelle Modell, während unseres ein 2021 Modell ist.

Der Hersteller hat die Anschraubplatte für den Außenbordmotor derart verändert, dass jetzt eine Öffnung von 70mm an den Klemmen vorhanden sein muss.
Mein älteres Modell hat hier nur 60mm. Jetzt könnte man sagen, dass die Verstärkung ja was gutes ist, nur leider gehen 50% der aktuellen Außenbordmotoren nicht die benötigten 70mm auf.

Ob sich 3D-Tender da einen Gefallen getan hat? Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall scheitert mein Plan den beiden Holländern mit dem Motor eine Freude zu machen krachend.

Und wenn ein Tag doof beginnt, dann geht er in der Regel auch so weiter! Ich muss mich endlich der Neulackierung von EDINAs Heck widmen und leider bestätigt sich bei näherem Hinsehen der Anfangsverdacht.

Die Beschädigung ist ein Kratzer! Dieser ist sogar größer als gedacht

Die Ursache lag auf der Hand – nachdem ich den vollen Umfang des Schadens erkannt hatte war klar, dieser konnte nur durch die Heckklappe verursacht worden sein.

Ich arrangiere ein Treffen mit Stelios dem Lackierer und einem Mechaniker.
Wir diskutieren die Sachlage und den Schaden, sowie erste Lösungsansätze.

Als aber klar wird, dass das Verschulden nicht bei der Marina liegt, verlieren die Beiden rasch das Interesse.

Die Unterkante der klappbaren Badeplattform steht an und zerkratzt das neulackierte Heck

Vorsichtig formuliert, war es ein Kommunikationsproblem – der Eigner bestätigt bei einem Telefonat, dass er das weiß und „…auch schon mal beiläufig mit dem Chefmechaniker gesprochen hätte. Man müsse halt mal die Klappe einstellen!“

Das mag stimmen, aber „beiläufig besprechen“ reicht nicht. Man muss in der Marina alle Ideen offiziell einsteuern und sie müssen mit dem Chef abgestimmt sein und als Kostenvoranschlag formuliert und abgesegnet werden.
Nur so wird ein Werkstattauftrag daraus und nur diese offiziellen Arbeitsaufträge werden bearbeitet.

Wer hat nun Schuld? Die Mechaniker, die es – vermutlich – wussten? Der Eigner, der es nicht klar kommuniziert hat? Der Lackierer, welcher solche Hauptfaktoren im Rahmen seiner Arbeit prüfen sollte?
Oder einfach ich, weil Sibylle ohnehin sagt, dass ich an allem schuld bin???

Ich nehme vorweg, das Thema wird zum Monatsende noch nicht geklärt sein…

Weil der Tag so toll anfängt ziehe ich weiter auf NESSAJA, auch dort habe ich einen „herrlichen“ Job zu erledigen…

Sibylle und ich bauen alle Bodenbretter aus – wir wollen vorbereitet sein

Sibylle und ich haben uns vorgenommen, dass wir alle Bodenbretter in meinem Schiff einmal anheben und nach dem Rechten sehen.

Ich will nicht putzen und habe nichts zu vertuschen, aber ich will für den Besuch des Gutachters gewappnet sein – überrascht zu werden ist immer unangenehm, dies will ich vermeiden.

Wir bauen also nach und nach alle relevanten Bodenbretter aus – einige gehen leicht, für andere muss man das Umfeld demontieren.
Zu guter Letzt liegen die Kielbolzen frei und ich kann Bilder davon machen.

Alles scheint in Ordnung, der Gutachter kann kommen, unsere Vorbereitungen sind weitgehend abgeschlossen.
Der Termin rückt unaufhaltsam näher…

Alles original – leider kann man aus meiner Bilge „nicht essen“, das ist der Messgrad vieler, ich teile diese Ansicht nicht

So kriegt man einen Tag auch rum – viel gekümmert, auch gerackert, aber letztlich nichts geschafft.

Ich hasse solche Tage, zumal sie gerne, wie auch heute, gepaart mit schlechten Nachrichten einhergehen.
Das Thema rund um EDINAs Heck wird mich noch fordern.

Ich genieße im Gegenzug den Moment des Feierabends. Sibylle fährt mit ihrem „Breezy“ schonmal vor nach Xirokampos, ich habe noch eine Stunde um in den Feierabendmodus zu gleiten.
Ein paar Mails, etwas Teilerecherche, die ToDo Listen anpassen…

Die Sonne steht schon tief, mein Blick schweift über ELOWYNs Deck – der Feierabend ist eingeläutet

Heute dinnieren wir auswärts, wir sind von Brigitte und Hans in ihr Haus nach Xirokampos eingeladen worden.

Ich fahre also mit Klicker in den Süden der Insel und treffe dort meine Gattin. Ich habe Zeit um duschen zu gehen, bevor wir uns auf den Weg machen.

An diesem Tag schleicht sich „Fluffy“ in unser Leben!
Fluffy ist eine Katze – und wir sind beide eigentlich eher die Hundetypen.
Dennoch schafft es der flauschige Pelzballen, sich uns anzubiedern.
Sie ist aber auch wirklich nett und hat das Maunzen vor unserer Türe nie aufgegeben.

Es entwickelt sich eine Beziehung, die Fluffy eine Katzenkiste bescheren wird und ihr eine tägliche Futterration einbringt.
Ins Haus darf sie nicht, Sibylle will nicht „überall Katzenhaare“!

Der Anfangsverdacht einer Schwangerschaft bestätigt sich nicht, Fluffy ist einfach nur ein dickes Pelzknäuel.

Fluffy ist jetzt irgendwie unsere Pflegekatze

Es wird Zeit, wir steigen ins Auto und brummeln mit Klicker nach Crithoni.
Die Freunde warten schon auf uns und bewirten uns wieder einmal vom Feinsten!

Hans und Brigitte übertreffen sich jedes Mal auf´s Neue mit ihren Kreationen, wir fühlen uns wie im Vier-Sterne-Restaurant!

Ich hoffe, dass wir das jemals mit einer Kette von Gegeneinladungen aufwiegen können – es wäre uns ein Vergnügen!

Selbstgemachtes Tuna-Tartar und Avocado Törtchen
Ganz ehrlich – besser bekommst Du es im Restaurant nicht! Die Beiden haben sich selbst übertroffen

Der Tag der Tage, vielleicht der entscheidende Twist im Jahr 2026 ist angebrochen, der Verkauf von NESSAJA geht in seine entscheidende Phase.

Heute kommen Ellen und Dominik aus der Schweiz an. Das junge Paar wird eine Woche bleiben, in dieser Woche wird ein Gutachten für NESSAJA erstellt und es soll die Kaufentscheidung fallen.

Bevor die Beiden auf Leros landen, war es mir wichtig, den 15PS Yamaha unter NESSAJA wegzuräumen und ins Haus zu bringen.
Dieser Motor hat mit unserer Dufour nichts zu tun und ich möchte disbezüglich auch nichts erklären müssen.

Ich wuchte die alte Perle in Klickers Kofferraum und wir fahren hoch zum Haus
Dort findet er ein temporäres Plätzchen – mal sehen was ich damit mache

Sibylle und ich haben den Weg nach Plaka so getimed, dass wir sofort weiter Richtung Flughafen fahren konnten.

Ein kurzer Zwischenstop bei Giorgos um den Sachstand meiner Projekte abzuklären, dann fahren wir „just in time“ Leros Airport LRS an.

Wir kommen pünktlich an und müssen nicht lange auf die Besucher warten.

Nur noch ein paar Augenblicke
Der kleine Flieger ist da, gleich betreten Ellen und Dominik den Boden von Leros

Der Rest des Tages verläuft zunächst unspektakulär. Wir bringen die Beiden zu ihrem Appartement in Lakki, sie wollen erst einchecken und etwas einkaufen.

Sie geben zu verstehen, dass sie zwischenzeitlich immer wieder arbeiten müssen, wir also nicht die ganze Besuchsdauer für eine Besichtigung von NESSAJA nutzen werden.

Wir würden uns heute noch einmal am Schiff treffen, dann zusammen zu Abend essen, den Rest dann morgen.

Das passt für mich, so hat jeder von uns immer auch Pausen zum Luft holen – ein Schiff zu besichtigen, zu bewerten und zu erläutern, kann über Stunden auch anstrengend sein.

Ich fahre mit Sibylle rasch an der Tankstelle vorbei – und siehe da…

Ultimate Diesel bricht die 2.-€ Marke und Heizöl ist 20ct teurer geworden

Dann fahre ich Sibylle nach Xirokampos, ich habe wertvolle Fracht im Kofferraum, denn Antonia hat immer selbstgebastelte Katzenhäuser auf Vorrat – eines davon hat sie uns für Fluffy zur Verfügung gestellt.

Ich muss das neue Katzenappartement in den Süden der Insel transportieren.

Ob sich der Flaumballwinzling dort wohl fühlt?
(Wer weiß, aus welchem Comic das Wort „Flaumballwinzling“ stammt, dem spendiere ich ein Eis im „Repapis“) 😉

Fluffy wohnt jetzt vornehm – das Loch mussten wir später größer schneiden

Mein Tag nimmt eine entscheidende Wendung – diese ist nicht unmittelbar, aber im Hinblick auf die Planung der nächsten zwei Wochen elementar.

Ben meldet sich bei mir und teilt mit, dass er und Caetlin ihre Abreise um mindestens zwei Wochen verschoben haben.
Dies eröffne uns, während der nächsten Flaute in ein paar Tagen, die Option die Mastarbeiten an ELOWYN fertig zu stellen.
Ich müsse aber zusehen, wie ich trotz meiner anderweitigen Gedanken zur Zeit und trotz meines Besuches, die Adapterplatten für die 180° Lopolights anfertigen könne.

Ich sage zu, egal wie werde ich das schaffen! Ich freue mich und gehe locker und zufrieden in die Abendgestaltung.
Klar, dass wir fast die ganze Zeit über anstehende Verkaufsmodalitäten sprechen – aber im Großen und Ganzen zeigt sich ein Konsens.

Da wir nicht zu spät nach Hause gehen, stürze ich mich sofort auf die Teilerecherche und Planung…

Das ist die Pappschablone für die Adapterplatte – der Lochabstand im Mast. Ich muss mir eine Lösung überlegen

Während ich grüble, ob ich einen Delrin Adapter baue oder mir einen Aluminiumbügel biege, meldet sich Jörg per Telefon.

Er lässt mich wissen, dass der Hydraulikzylinder von ELOWYN bei einem seiner Freunde zur Überholung liegt.
Alles läuft wie geplant und er würde rechtzeitig fertig werden, so dass Hans Peter ihn mit nach Leros bringen könne.

Ein anderes Problem seien die Kohlebürsten für EDINAs Elektromotor an der Rollgenua.
Das seien spezielle Kohlen und man müsse exakt recherchieren – ich möge bitte die Maße durchgeben.

Na super, jetzt muss ich auch noch technisch zeichnen, das ist fei lang her…

Diese Zeichnung geht an Jörg – ein weiterer Spezl wird ins Rennen geschickt

Irgendwann reicht es mir und ich gönne mir Nachtruhe – was für ein turbulenter Tag!

Der morgige verspricht nicht weniger aufregend zu werden, morgen früh um 09.00 Uhr sind wir an NESSAJA verabredet, der Gutachter gibt sich die Ehre.

Ich stehe früh auf und pumpe mich mit Kaffee voll, ich will fit und wach sein, um etwaigen Fragen stand zu halten.
Letztlich kam es weit weniger „schlimm“ als erwartet…

Der Gutachter schien nach einer Weile gefallen an meiner Dufour gefunden zu haben.
Ich vermute, dass er selten eine 100% gruppenreine Victron Elektrik gesehen hat.
Dass meine Garmin Navigation mit zwei 12″ Plottern auf einem 43ft Schiff ebenfalls gruppenrein ist, wollte er zunächst nicht glauben.
Ellen hat ihn auf die Wschmaschine hingewiesen und die Information, dass wir das alles selbst gebaut haben, hat ihm Respekt abgerungen.

Der Termin war angenehm – für alle Seiten…

Natürlich wollte Ray die Bilgen sehen – alle
Letztlich war er zufrieden mit dem Schiff

Im Gehen hat er sich von Sibylle verabschiedet mit den Worten – „…you have a nice boat!“

Ich weiß das, Sibylle tut sich schwerer das zu glauben.

Ray geht und mit ihm die Kaufinteressenten. Sie müssten jetzt ein wenig arbeiten, später würden sie sich noch einmal mit ihrem Gutachter treffen um das Ergebnis zu besprechen – man würde sich bei mir melden.

Klar, macht nur – ich habe derweil etwas zu werkeln, die Zeit soll genutzt werden.

Ich baue mir einen Mini-Arbeitsplatz unter NESSAJA auf…
…und schleife mir Delrin Adapter zurecht – die Wahl fiel auf diese Lösung
Es mussten Bohrungen angebracht werden und Befestigungsgewinde geschnitten werden
Die Kurve der zwei Adapter kann ich nur schätzen – hoffentlich passen sie einigermaßen
Damit ihr euch etwas vorstellen könnt – das ist das Zielbild

Um den Verkauf von NESSAJA ins richtige Licht zu rücken, ist es mir wichtig den finalen Verlauf des Abends zu beschreiben und ich hoffe, dass ich damit nicht zuviel preisgebe…

Eine WhatsApp von Dominik ereicht mich – „Dürfen wir nochmal kommen?“
Ich bestätige und wundere mich, was sie wohl noch nachsehen wollen.
Zurück in der Marina fackeln die beiden jungen Segler nicht lange, sie lassen mich wissen, dass sie NESSAJA kaufen wollen, „…sofern ich sie noch hergeben würde!“

Klar werde ich das, deswegen treffen wir ja zusammen – wir geben uns die Hand, das Geschäft ist besiegelt.
Als ich erfahre, dass sie nur deshalb noch einmal gekommen sind, frage ich nach, ob es ein Zustands- oder ein Wertgutachten war.
Die Neueigner räumen ein, dass eine Bewertung gemacht wurde.

Ich möchte klarstellen, dass ich schon ahne, was der Gutachter geschrieben hat – aber es war mir eben nicht möglich, mit dem Mangel des kaputten Decks, einen Käufer zu finden, der etwas mehr bezahlt hätte – hierzu gehört etwas Mut, diesen haben Ellen und Dominik aufgebracht.
Ok, Gerald hatte vor zwei Jahren ähnliche Ansätze und auch etwas mehr geboten, ich bin aber heute noch überzeugt, dass er nicht glücklich geworden wäre.

Ellen und Dominik wohnen schon zwei Jahre auf einem alten Schiff und wissen was es heißt, die Verantwortung für so einen Kahn zu haben.
Ich habe das Gefühl, dass sie die Richtigen sind – sie haben es verdient, ein Schnäppchen zu machen.

Der Tag endet an dieser Stelle, Sibylle und ich sind zum Dinner verabredet, wir würden uns morgen am frühen Nachmittag mit den Käufern zur Vertragsunterzeichnung treffen.

Dieser „Tag der Tage“ läuft unspektakulär an…

Ich hole Hans Peters klappriges Klappradl bei Ioannis ab…
…und bringe es in die Marina
Der Radlflüsterer hat einen Gltzer-Bowdenzug eingebaut – Modell „Lady Lockenlicht“, passt zu HPs „Feenstaub“ Klingelton 😉
Ich verstaue das bleischwere Vehikel in LIBERTÉ

Wenn ich schonmal da bin, kann ich auch noch gleich eine Arbeitsstunde in das Nachbarschiff FESTINA LENTE investieren.

Hier war bei der Besichtigung aufgefallen, dass der Anker nicht per Bedienung am Steuerstand abzusenken und aufzuholen ist.
Ich widme mich dieser Thematik und kann den Fehler recht schnell finden.

Der Schalter hat einen Wackelkontakt und sollte ausgetauscht werden. Ich baue den alten Schalter als Musterteil aus und werde diese Arbeit noch im Laufe der Woche fertig stellen, denn auch hier werden die Neueigner bald eintreffen.

Nicht das Kabel war die Ursache – der Schalter ist defekt

Sehr zu meiner Freude, bekomme ich während dieser Arbeit eine Nachricht von Giorgos.
Er arbeitet offensichtlich an NESSAJAs Rodkicker und hat einen entscheidenden Durchbruch erzielt – er konnte das Teil beschädigungsfrei zerlegen.

Das freut mich außeroredentlich! Meine Hoffung war zwar, dass der Boom-Vang fertig wird BEVOR die Käufer kommen, aber so kann ich auf den Service hinweisen und das reparierte Teil nach Erhalt gleich einbauen.

Endlich hat er das Trum auseinader…
…und kann die Stahlfeder vom Rost befreien und neu schmieren

Apropos Käufer – wie geht es da weiter?

Dominik und Ellen sind pünktlich und sehr entspannt. Ich sage offen, ich meine gemerkt zu haben, wie den Beiden ein Stein vom Herzen fiel.
Die Situation war insgesamt deutlich entspannter als beim letzten Besuch und ich freue mich umso mehr, dass ich die Beiden wohl richtig eingeschätzt habe.

Der Vertrag ist schnell geschrieben und wir schreiten zur Unterschrift. Für mich ein Schritt – ich gebe es offen zu.
Sibylle soll daher alles fotodokumentarisch erfassen…

Ellen unterzeichnet den Vertrag für NESSAJA
Dominik folgt ihr mit seiner Signatur
Und Mario blättert…

Es gelingt meiner Frau nicht, ein Bild zu machen auf dem ich bei der Vertragsunterschrift zu sehen bin.
Das passt eigentlich zur Gesamtsituation – man hätte es nicht besser erfinden können.

NESSAJA, gekauft am Geburtstag meines Sohnes, verkauft an unserem 24. Jahrestag, gehört jetzt nicht mehr mir.
Mit ihr gebe ich den letzten Puzzlestein eines mehr als 20 Jahre lang geträumten Trams aus den Händen – ausgeträumt!

Ich bin nicht happy, auch nicht traurig, ich bin überhaupt nicht emotional – ich weiß, dass ich sachlich richtig entschieden habe, der Rest frustriert mich.

Die Zeit wird die Wunden heilen, die Narben bleiben – ich werde den Tag nicht vergessen!

NESSAJA wird zu LUMARA werden und ich werde ihr im Rahmen eines privaten Dienstleistungsvertrages im Herbst ein neues Deck verpassen.

Darüber hinaus schließe ich das Kapitel und auch das Buch – ich starte sofort meinem Auszug!
Niemand geht mehr leer…

Ich baue mir einen Aufzug…
…und bringe sofort eine Fuhre nach Plaka ins Haus

Am Abend sitzen wir noch einmal mit den jungen Bootskäufern zusammen und stoßen auf den Kauf an.

Sie werden bald schon in die Schweiz zurück reisen um ihre Palette mit den persönlichen Siebensachen auf den Weg zu bringen.
Bereits Ende März werden die Beiden einziehen und LUMARA in Besitz nehmen.
Sibylle und ich müssen bis dahin unser Hab und Gut ausgeräumt haben.

Wir beenden den Tag und ziehen uns zurück. Es wird ein wegweisender Tag sein, einer, dessen Tragweite heute nicht klar ist. Meine Gedanken sausen durch den Kopf, trotzdem schlafe ich rasch ein.

Am kommenden Morgen holt mich der Wecker aus dem Schlaf – wir haben viel zu tun und der frühe Vogel ist ja bekanntlich der, der den Wurm fängt!
Außerdem müssen unsere Bootskäufer um 10.00 Uhr am Flughafen sein um den Heimflug in die Schweiz anzutreten.

Nicht vergessen – die Freunde aus Lipsi brauchen ein Werkzeug, ich lege es ins Auto, denn die Familie schläft noch

Dann packe ich meine Sibylle in unseren Klicker und wir trinken einen Kaffee nebst Sandwichbegleitung in Lakki.

Dann warten wir, typisch deutsch, exakt bis 09.30 Uhr, vor dem Appartement der jungen Schweizer.
Dass sie im Café gegenüber sitzen und winken, nehmen wir zunächst nicht wahr.
Egal, wir treffen uns pünktlich und fahren zum Flughafen um uns temporär zu verabschieden – „…bis bald, schön, dass alles so geklappt hat!“

Am Rückweg stoppen wir in Giorgos´ Werkstatt um NESSAJAs Boom-Vang abzuholen.

Wir haben bereits am Hinweg im Vorbeifahren gesehen, dass der „Mastera“ anwesend ist. So können wir das ellenlange Trum entgegennehmen.
Mich beeindruckt das nicht, da habe ich in Klicker schon längere Transportstücke untergebracht.

Alles instandgesetzt, der Kicker ist einbaufertig

Am weiteren Rückweg nehmen wir im Haus die Montageteile für die Baumstütze mit und besorgen beim Chandler noch Ersatz für den defekten Ankerschalter von FESTINA LENTE.

Dann geht es zurück in die Marina und auch gleich auf die Bavaria 39 Cruiser. Diese Arbeit möchte ich erledigt wissen um vollumfänglich fertig zu sein, wenn die neuen Besitzer kommen.

Der neue Schalter passt perfekt

Der Einbau des Schalters ist rasch erledigt, ein Testlauf der Ankerwinde ist erfolgreich und ich bin zufrieden.

Ich möchte das Lenkrad gleich montieren, dann hat der Neueigner hier nichts mehr zu tun.
Nun muss man wissen, dass FESTINA LENTE mit einem sündteuren „Lewmar“ Falt-Lenkrad ausgestattet ist.
Mit einfachen Worten, ein klappbares Universallenkrad das an viele verschiedene Boote passt – aber eben nie so perfekt wie das Original.

Und der Teufel will es so, dass dieses Lenkrad an zwei Stellen an der Lenksäule anschlägt…

Die Speichen touchieren den Drehzahlmesser…
…und die fetten Feststellnubsis rumpeln an die Kante des Instrumenteneinsatzes

Das ist kein Thema, welches man „einfach mal schnell“ aus der Welt schaffen kann.
Mir drängt sich zwar eine Lösung auf, diese werde ich auch mit dem Neueigner besprechen, aber es ist dann seine Lösung und seine Verantwortung.

Meine Aufgaben sind erledigt und ich bin erstmal entlastet – nichtsdestotrotz gebe ich gleich eine Information an den Skipper, denn er soll wissen, dass dieses Thema eingesteuert werden muss, sobald er angekommen ist.

Von hier wechseln wir auf NESSAJA – ich habe unseren Umzug zum Prio1 Thema gemacht.
Ich will fertig sein, bevor Ellen und Dominik wieder auf Leros sind und ich will etwas Spielraum für Eventualitäten haben.

Mein Aufzug war der Gamechanger
Mit ihm seilen wir unsere Umzugskartons und das schwere Werkzeug ab
Ich belade und kurble oben, Sibylle führt unten und lädt ab

Mit dem Umzug sind wir fast ganztägig ausgelastet – wir wurschteln so dahin und jeder ist ein wenig in seinen Gedanken.
Wir verlassen NESSAJA nach etwas mehr als 5 Jahren – für mich fühlt es sich an wie Verrat.

Es tut mir mehr als gut, als ich bei einem Blick auf´s Mobiltelefon eine neue Story von Ellen und Dominik sehe.
Sie teilen ihre Freude auf den Sozialen Medien und es ist wichtig für mich zu spüren, dass die Beiden sich wirklich freuen.

Unsere Lebenswege haben sich gekreuzt und wir werden noch eine Weile verwoben bleiben.
Sich auf die kommende Phase zu freuen ist die beste Grundlage für ein gutes Gelingen.

Sie werden in wenigen Tagen zurück sein
Um dann auf LUMARA zu wohnen

Meine Laune ist generell gut – alles geht seinen Weg, ich bin rational zufrieden.

Ich brauche jetzt aber eine Pause – Sibylle und ich beschließen, dass wir die aktuelle Fuhre nach Plaka bringen und dann einen Stop in der Eismanufaktur der Familie „Repapis“ machen.

Dieses Eis ist das vielleicht verdienteste seit ich auf Leros verweile, ich genieße es in vollen Zügen.

Nur eine kurze Pause – danach geht es weiter

Die Tatsache, dass Ellen Sibylle grünes Licht für die eigentlich im Verkauf enthaltene Küchenausstattung gegeben hat, entwickelt sich zur Mammutaufgabe.

Sibylle liebt ihre Küchenausstattung wie ich mein Werkzeug.
Wer schonmal für einen Umzug gepackt hat weiß, dass sowohl Küchenutensilien wie auch Werkzeuge schwer zu verpacken sind.

Wir packen also so dahin und seilen eine Kiste nach der anderen ab – alleine durch den Raum des Schiffes war aber von Anfang an ein Ende absehbar.
Wir sind keine „Boat-Messis“ und konnten uns immer schon von nicht benötigten Dingen gut trennen.
Summa summarum war unser Auszug keine große Sache…

Der Schnellkochtopf – ein Hochzeitsgeschenk aus Sibylles erster Ehe – wie könnte sie diesen zurücklassen

Wir haben insgesamt 10 kleine Umzugskartons bei IKEA bestellt und packen diese auch voll.
Dazu kommen wohl etwa vier oder fünf so große Plastikboxen – das war´s.

Ich seile eine der schweren Klimaanlagen ab und Sibylle startet eine Auseinadersetzung auf Basis der Frage „…für was ich die eigentlich brauchen würde?“
Nun, vielleicht um Hans Peters LIBERTÉ abzukühlen, wenn wir im August irgendwelche Arbeiten auf seinem Schiff verrichten…

Oder vielleicht auch auf ELOWYN, denn auch auf ihr ist nur der Eignerbereich klimatisiert – man weiß nie.

Sie hat allerdings insofern Recht, als dass wir vermutlich nie zwei von den portablen Geräten brauchen würden.
Ich biete Dominik also die Klimaanlage in der Eignerkabine an – „…ich würde sie Dir überlassen, wenn ihr sie möchtet. Wenn nicht, schaffe ich sie von Bord.“

Kann bleiben und ich bin überzeugt, dass sie Nutzen bringen wird

Der junge Mann scheint sich zu freuen, er hadert jedoch ein wenig, denn ich „…müsse eben sagen was ich dafür will.“
Nein Dominik, ich möchte euch die Anlage schenken, ich will kein Geld, ich freue mich mit euch.

Ich denke, dass die Beiden sich freuen werden, wenn es das erste Mal 40°C hat 😉 !

Sibylle und ich finalisieren unseren Auszug an diesem Tag. Wir schließen den Niedergang zu unserer NESSAJA mit einem anderen Gefühl, sie fühlt sich jetzt schon wie ein fremdes Schiff an – Entwöhnung geht grausam schnell.
Unsere Siebensachen sind auf unser Haus, ELOWYN und Sibylles Appartement in Xirokampos verteilt – für mich gesprochen, mein gesamter Besitz…

Ich fahre Sibylle nach Xirokampos und werde heute auch dort essen. Als wir ankommen, liegt Fluffy auf der Mauer und hat sich offensichtlich einen Kumpel angelacht.
Kein Wunder, als Katze mit Eigenheim ist man eine gute Partie…

Die schwarz-weiße ist mehr als scheu, sie verzieht sich immer ins hohe Gras wenn wir kommen, ist aber immer da

Gähn – abermals klingelt mein Wecker früh. Ich mache das ganz bewusst, denn früh aufstehen ist für mich kein Problem, dies ohne Kaffee zu tun aber sehr wohl.

Wenn also Termine am Programm stehen, dann stehe ich meist recht früh auf, um in Ruhe und mit zwei Humpen Kaffee in den Tag starten zu können.

Heute steht so ein wichtiger Termin an, wir wollen heute eine Reparatur finalisieren, die ich ohne fremde Hilfe nicht erledigen kann – wir wollen die Arbeiten an ELOWYNs 30m Mast erfolgreich abschließen.

Ben und Caetlin sind um Punkt 09.00 Uhr am weißen Riesen…

Ben legt abermals das Equipment an, diesmal leiht uns Guido einen sogenannten „Marriage-Saver“…
…mit dem Head-Set wird aus Ben der berühmte „Major Tom“ – „Ground control to Major Tom…“
Am anderen Ende Caetlin – sie ist also das Gesicht hinter „Ground Control“
Sibylle zieht Ben hoch, ich führe die Sicherung – zuerst montiert Ben die neue Windex XL
Arbeiten in luftiger Höhe – „This is Major Tom to Ground Control…“! Die Windex muss ausgerichtet werden, wir geben Anweisungen

Nachdem die neue Windex XL montiert und ausgerichtet war, haben wir den jungen Mann ein paar Meter tiefer neu fixiert.

Jetzt wird es spannend – die 180° Lopolights haben das letzte Mal nicht gepasst. Nun wird sich zeigen, ob die von mir gefertigten Adapterplatten passen und funktionell sind.

Ben montiert die Platten und schickt Bilder – Daumen hoch!
Für eine Schätzung passt die Kurve besser als gedacht…

Na komm`- besser hätte man es mit einem Kurvenlineal nicht hinbekommen
Die Lampen passen perfekt und funktionieren

Das war´s! Geschafft! Wir lassen den Furchtlosen wieder auf Deck herab und mein Dank gebührt ihm.

Ich kann einen Haken an das Projekt „Mastbeleuchtung instandsetzen und komplettieren“ machen, welches seit Preveza offen ist.
Eine kleine Nickeligkeit die uns die Werft mitgegeben hatte – war ein ärgerlicher Punkt damals, aber die Lösung seitens der „Cleopatra Marina“ war vorbildlich.

Die beiden Niederländer verabschieden sich, eigene Projekte rufen. Ich bedanke mich abermals und stelle klar, dass wir auf jeden Fall ein gemeinsames Abschiedsessen auf meine Kosten haben werden!

Jetzt bin ich mit der Hilfestellung an der Reihe – Marcus, mein Freund aus Lipsi, hat ein neues Großsegel gekauft und das kann man zu zweit nicht anschlagen – ich springe in die Bresche…

Ist beim Kat ein riesiger, schwerer Lappen

Wir bekommen es zu dritt hin und können rund zwei Stunden später Vollzug melden.

Das veranlasst uns, ein gemeinsames Reparierbier an Bord von DARKSYDE zu trinken – damit ist der Nachmittag für mich gelaufen.

Das ist mir aber wurscht, denn heute ist ein erfolgreicher Tag und ich bin echt happy.
Die erledigte Mastarbeit auf ELOWYN ist gold wert, zu lang saß mir dieses Projekt im Nacken.

Ich lasse den Tag langsam ausklingen und sandle mich in den Abend hinein 😉 …

Mein erstes Tun (nach einer Druckbetankung mit Kaffee) ist dagegen abermals ein einschneidender Schritt!

Am Vormittag mache ich Paperwork – für die Abmeldung der Registrierung muss ich den Bootsschein entwerten

Sibylle und ich hatten heute Mittag Alex zu Besuch. Ich hatte angeboten der Host für eine „Leberkasorgie“ zu sein.

Alex hatte noch Leberkas von seinem letzten Deutschlandbesuch in der Tiefkühltruhe – wir wollten testen ob der zuvor eingefrorene Laib mit seinem frischen Pendant mithalten kann.

Es geht doch nix über eine bayrisch-griechische Brotzeit

Offen gesagt – konnte er nicht ganz! Vielleicht war es unser Fehler, aber es gab eine leicht glibbrige Stelle in der Mitte.
Das war nicht schlimm und hat uns auch nicht getötet, aber frisch bleibt frisch.
Dennoch waren wir Alex über alle Maßen dankbar, dass er seine feine Brotzeit mit uns geteilt hat.

Damit der Tag nicht ganz ohne Arbeitseinsatz vorüberzieht, haben Sibylle und ich uns aufgerafft, noch die Montage von NESSAJAs Rodkicker vorzunehmen.

Dieser Job war aber recht schnell erledigt, jetzt war das Rigg nach langer Zeit wieder komplett, voll revisioniert und einsatzklar.

Der Boom-Vang funktioniert wieder perfekt

Sibylle möchte nach Xirokampos fahren um sich noch zu sortieren und für unsere Verabredung zum Burgeressen vorzubereiten.

Ich möchte das auch, aber ich brauche nicht so lange – die gewonnene Zeit nutze ich für einen Einkehrschwung bei „Repapis“, wo ich mir eine Art „Wegeis“ gönne.

Danach fahre auch ich nach Xirokampos um dort heiß zu duschen und den Feierabend einzuleiten.

Schnelle zwei Kugeln im Vorbeifahren

In Susannes Haus angekommen, begutachte ich unsere Limoncello-Testproduktion.

Wir haben einen Ansatz mit 96%igen Alkohol, welcher später verdünnt wird – das klassische Rezept, welches auch bei den Freunden in Lipsi Anwendung fand.

Alternativ dazu haben wir eine „Greek Edition“ angesetzt, diese mit 50%igen Tzipero, welcher später auch nicht mehr verdünnt wird.
Auch solche abgewandelten Rezepte findet man viele, meist mit Wodka, seltener mit Grappa, was in etwa dem Tzipero entspricht.

Wir werden sehen, wie der Geschmackstest ausfällt, dann geht es in die Massenproduktion.
Die Zitronen dafür kamen natürlich aus unserem Garten…

Ich hoffe zu Ostern ein paar Fläschchen verschenken zu können – Alex kann ja schonmal über ein Bild der „Limoncello Baronesse“ nachdenken… 😉

Links die „Greek Edition“ – Limoncellouro, rechts der Klassiker

Dann müssen wir los – wir sind heute mit Brigitte und Hans, sowie Ilona und Guido im „Remezzo“ verabredet.
Es soll Burger satt geben und die Wahl der Lokalität war nicht zufällig.

Ilona fährt ab heute für ein paar Tage nach Deutschland um Amtsangelegenheiten zu erledigen.
Die Fähre geht ab Agia Marina – nichts lag also näher, als Ilona zum Hafen zu bringen und gleichzeitig die Fahrt für ein Dinner in dem beschaulichen Örtchen zu nutzen.

Ein „Double Jack-Daniels“ – er schmeckt so lecker wie er aussieht

Um 21.45 Uhr sehe ich die Fähre schon querab von Leros, es wird Zeit zu bezahlen und Ilonas Gepäck aus Klickers Kofferaum zu holen.

Wir verabschieden uns noch von den österreichischen Freunden, dann sehen wir zu, dass unsere Freundin Ilona ihre Fähre erwischt.

Diese läuft ein paar Minuten später auch schon im Hafen von Agia Marina ein…

Leros wird zur Zeit von den riesigen SUPERFAST Fähren bedient
Der Koloss legt pünktlich um 22.15 Uhr an – die Festmachetaue gehen über

Guido, Sibylle und ich leisten Ilona noch Gesellschaft bis zum Einstieg gerufen wird.
Dann heißt es Abschied nehmen – wir werden uns zwar noch einmal sehen, aber bei Ilonas Rückkehr wird Guido mit BORN TO LIVE die Marina schon verlassen haben, der Wintervertrag läuft zum Monatsende aus.

Gemeinsam mit Guido bringe ich Sibylle zurück nach Xirokampos, dann beenden wir auch unseren Abend.

Als ich mein Telefon am nächsten Morgen einschalte, ploppt eine Nachricht von Tom auf. Er sei besorgt, weil Pakete angekommen wären und er befürchte, dass diese unbewacht im Freien liegen und zudem vielleicht nass werden könnten.

Ich sehe also als erste Amtshandlung nach den Paketen für INSPIRATION – und vor den Shop liegt nichts!

Es war ein Sonntag – alles war gut verstaut

Ich melde dem Freund, dass keine Ware unbeaufsichtigt im Freien liegt – ich würde aber am Montag noch einmal nachsehen.

So kann man auch mit kleinen Sachen, den Menschen eine Freude machen.

Ich habe mir für die nächsten Tage eines der Prio1 Projekte auf den Plan geschrieben.
Um ELOWYN am 29.04. zu fahren, muss der Hauptsteuerstand wieder komplettiert sein.
Diese Arbeit beginne ich heute und werde sie die nächsten Tage zu Ende bringen.

Erst wird zusammengebaut soviel möglich ist…
…dafür muss ich teilweise neue Neopren Dichtungen schneiden

Ich brauche einen Tag um das Tableau nebst neuer Dichtungen zu komplettieren, einen weiteren dafür, alle Bedienelemente wieder zu verkabeln und danach einen Testlauf für Bug- und Heckstrahlruder, Muringwinsch und automatisches Horn, sowie die Motorraumbelüftung durchzuführen.

Alles funktioniert, alles läuft bestens. Leider schaffe ich die Komplettierung wegen zweier Regentage nicht in einem Zug, ich muss jedoch nur noch den Plotter einbauen und die Instrumente testen, dann ist dieser wichtige Punkt erledigt!

Um den Job perfekt zu machen, nehme ich mir noch den Schalt- bzw. Gashebel zur Brust…

Die picklige Chromschicht muss weichen, sie wird durch ein Carbon-Dippaint ersetzt

Am Nachmittag sind wir mit Bibi und Markus in der „Sunset View Bar“ in Gourna verabredet.

Wir Vier haben beschlossen, dass wir uns nach gelungener Arbeit einen Absacker verdient haben.
Für beide Parteien ist Gourna der halbe Weg und die Bar ist unterschätzt – ich werde da in Zukunft öfter mal hinfahren!

Wir genießen den Klönschnack und den Ouzo zum Bier 😉 …

Nur durch die Straße vom Meer getrennt
Wir verweilen bis zum Sonnenuntergang

Als ich mit Sibylle nach Xirokampos fahre, müssen wir feststellen, dass sie ein neues Haustier hat.

Eine Art Falter, aber nicht so wie ihr euch einen Falter vorstellt, was ich meine – es war kein Falterchen sondern eher ein alter Falter, vielleicht auch eine Fledermaus oder ein Flugsaurier…

Ich weise meine tierliebe Sibylle an – „Heb´ ihn mal in die Wiese!“ Sie antwortet rasch – „Nein, tu´ich nicht, der beißt bestimmt!“

Meine Hand – Größe XXL, Handschuhgröße 11-12

Unsere Bestellung beim Sonntagsstammtisch fällt etwas kleiner aus, wir hatten zum Ouzo schon eine üppige Meze-Platte erhalten und waren kaum mehr hungrig, trotzdem gönnen wir uns noch einen kleinen Snack im Kreise der anderen.

Tags darauf steht mir ein administrativer Tag bevor – meiner Gattin ist nach zwei Jahren Rollerbesitz aufgefallen, dass sie keine Papiere für den Breezy hat.
Erkundigungen unsererseits lassen uns zur Erkenntnis kommen, dass uns ein Behördenmarathon bevorsteht.

Zudem ruft Hans Peter an, SVB hat Victron Sonderangebote und er wolle bestellen, ob wir „mal schnell“ seine Anlage durchplanen könnten???

Hallo!!!

Woher soll ich wissen, was Du einbauen willst? Lass´ uns telefonieren!

Nach einem einstündigen Telefonat mit meinem Freund aus dem Saarland, brauche ich fast medizinische Hilfe – meine Ohren bluten!

Aber – ich bin stolz auf uns! In der verhältnismäßig kurzen Zeit haben wir es geschafft seine komplette Elektroinstallation auf LIBERTÉ durchzuplanen!
Hans Peter kann die Bestellung absetzen und die Groschen sparen…

Bevor ich mit Sibylle die Marina verlasse, sende ich ihm noch ein Bild von der Solarsituation auf LIBERTÉ und ein fehlendes Maß – jetzt steht dem maßlosen Einkaufsrausch wirklich nichts mehr im Wege.

Den neuen Geräteträger ein bisschen breiter – dann passen bis zu 3m Breite drauf

Ich mache mich mit Sibylle auf den Weg zur Polizei nach Agia Marina, wir sollen dort einen Stempel holen.
Bei dieser Gelegenheit mache ich Bilder für Ben, er spielt mit dem Gedanken für die Phase der Wetterdepression in den Osten von Leros zu verholen.

Die Bucht von Agia Marina scheint gegen die angesagten 55kts SW einen guten Schutz zu bieten, es wäre alles da, was die Beiden für den täglichen Bedarf brauchen.

Die Kaimauer von Agia Marina wäre bei SW ein sicherer Platz für DONNA
Das Wasser ist tief genug, auf den Drempel muss man achten
Auch Strom und Wasser gibt es

Im Polizeirevier will man uns durchaus helfen, aber wie immer in Griechenland wird zunächst ein Spießrutenlaufen vom Stapel gebrochen.

Innert einer Sekunde wird man an Asterix „Das Haus das Verrückte macht“ und den Passagierschein A38 erinnert – aber das hatten wir ja schon.
Dieser Ablauf ist in Griechenland aber System – ein absolut perfektes, fast schon übergriffiges Onlinesystem zur Steuerbegleichung, trifft auf ein aus der Zeit gefallenes Bürokratiemonster mit einer Beamtenschar, bei der A nicht weiß, was B tut.

Der Polizist schickt uns ins KEP, das Bürgerbüro, Sibylle braucht einen Einzahlungsschein.
Mit dem müssen wir zur Post.

Im KEP war zunächst kein Strom, eine Kaffeelänge später erhält Sibylle ihren Zahlschein.
In der Post, wo auch ich eine Einzahlung für meine Grundsteuer zu leisten habe, weist man uns zunächst ab – das Online System hat einen Absturz.

Wir trinken wieder einen Kaffee und machen eine Pause bei „Repapis“ – die süße Köstlichkeit lässt uns das Behördendrama kurz vergessen…

Ein Eis als Trostspender – am Vormittag!

Abermals fahren wir nach Agia Marina zur Post, um nun erfolgreich unsere Einzahlungen leisten zu können.
Mit denen gehen wir wieder zur Polizei – allerdings hat der Beamte inzwischen den vor zwei Jahren beim Neukauf ausgestellten Schein gefunden. Der zuvor auf Anweisung in der Buchhandlung gekaufte neue Fahrzeugschein wird obsolet.

Schließlich, nach einem langen Vormittag, hat Sibylle ihre Stempel und ich meine Grundsteuer bezahlt.
Unser Learning – auch für 50cc Roller muss in Griechenland eine Steuer bezahlt werden.
Ich bin überzeugt, dass dies viele nicht wissen und noch weniger machen.

Wir fahren noch bei Giorgos vorbei um ihn an ausstehende Projekte zu erinnern, auch am Haus machen wir einen Abstecher, ich muss noch einen Werkzeugkoffer verräumen, dann reicht es uns.

Wir fahren relativ früh nach Xirokampos, wir brauchen beide einen Moment der Ruhe!

Ich freue mich auf einen Moment der Ruhe

Sibylle kocht heute für uns, wir genießen das Abendessen zu Hause.

Langsam wird spürbar – die Saison zieht an. In der kommenden Woche erwarten wir die Neueigner von NESSAJA und FESTINA LENTE, Jörg wird mit seiner Familie eintreffen um die Osterferien in Zentraleuropa auf INSPIRATION zu verbringen.

Zudem werden zeitnah die Crews von CHILLI, JASPER und SUNNY SIDE UP eintreffen.
Das bedeutet für uns eine Menge Zusammentreffen und positive Energie, aber auch höhere Anforderungen an unser Zeitmanagement.

Aus diesem Grund lassen wir den Folgetag auch eher gemächlich beginnen!

Wir haben einen letzten Behördengang in Platanos zu erledigen. Auf dem Weg dorthin bekommt Sibylle Lust mal wieder nach Panteli zu schauen…

Das „Tzouma“ hat offen – wir trinken einen Kaffee in der Sonne

Und siehe da, es herrschte emsiges Treiben am Vorzeigestrand. „Sorrocos“ hatte ohnehin den ganzen Winter offen, im „Sorbet“ waren die Türen offen und die Tavernen hatten auch geöffnet – Von „Psaropoulo“ bis „Pirofani“!

Besonders freut uns das „Pirofani“, eine unserer Nummer 1 Adressen, da werden wir wohl bald einmal vorbeisehen.

Wir genossen einen Espresso in der Sonne, konnten anschließend unseren Polizeibesuch rasch abwickeln und hatten so noch Zeit kurz auf einen Sprung zu Brigitte und Hans zu fahren.

Frühsommer auf Leros – das sollte nicht so bleiben

Hans hatte seine Solaranlage aufgebaut und wollte einen Blick darauf gewähren. Außerdem seien die neuen Fenster gekommen und wenn wir neugierig wären, dann könnten wir auch diese vor dem Verbau begutachten.

Eine gute Idee – wir genossen die Gastfreundschaft der Freunde für eine halbe Stunde, freuten uns mit ihnen darüber, dass das kleine Heim langsam Form annimmt und die eigene Handschrift trägt.

Dann verabschieden wir uns und nehmen wieder Kurs auf die Marina. An der Einmündung zur Uferstraße sehen wir ein bekanntes Schiff in der Bucht liegen – hierhin hat sich DONNA versteckt, um vor der angekündigten Schlechtwetterfront zu fliehen.

DONNA vor dem „Stis Anna“ in Crithoni

Was hat es eigentlich mit dieser Schlechtwetterfront auf sich? Nun, es scheint nochmal eine fiese Wetterkapriole zu kommen.

Seit Tagen berichten die Freunde von den Informationen, welche die verschiedenen Wettermodelle hergeben.
Es gäbe Anlass, sich sichere Ankerplätze zu suchen, außerdem sollten die Arbeiten geplant werden, es kommen Regengüsse auf uns zu.

Ok, da muss ich doch mal nachschauen…

Ok, ich stimme zu – der Höhepunkt am Mittwoch hat es in sich

Mir tun die Urlauber leid! Ich habe erwähnt, dass verschiedene Crews auf dem Weg nach Leros sind.

Da wird es nächste Woche wohl nix werden mit entspannten Urlaubstagen bei frühsommerlichen Schönwetter oder gar mit ersten Segelmeilen…

Die Schlechtwetterphase wird ihren Höhepunkt am Mittwoch mit schweren Sturmböen zunächst aus SW, später aus ESE haben, davor soll es Regentage mit Starkwind geben.

Und wann geht das los? Morgen!
Ob der Wetterbericht diesmal stimmt?

Da Sibylle heute kocht und wir in Xirokampos zu Abend essen, sich auch sonst nichts Weltbewegendes mehr ereignet, darf ich vorgreifen und verraten – ja, der Wetterbericht hat Recht!

Lausiges Scheißwetter und knapp15°C

Ich werde schon vom Regengeprassel wach – sofort nachdem ich die Augenlieder hochgefahren habe, sehe ich auf meinem Telefon die Information „Eine Nachricht von Sibylle“…

„Kannst Du mich abholen? Es regnet!“

Ach was? Gott sei Dank werde ich dahingehend informiert, ich hätte es sonst kaum bemerkt.
Natürlich hole ich meine Gattin in „Lands End“ ab, sie hat einen Friseurtermin und möchte nicht pudelnass dort ankommen.

Ich beschäftige mich in der Zwischenzeit mit einem Wischerblatt aus dem Zubehörhandel für meinen Klicker.
Es ist eine Zumutung und ich hätte den Erfinder gerne an der Pranger gestellt – aber irgendwie habe ich es hinbekommen, das verfitzmaledeite Gummiblatt zu montieren.

Als wir dann nach NESSAJA sehen, regnet es immer noch in Strömen…

Wie ergeht es unseren Freunden Jörg und Melanie, welche mit Kind und Schwiegermama aus Bayern anreisen?
Zunächst scheint alles gut…

Der Schein trügt

Doch nur wenige Minuten später kommt eine Nachricht von Melanie – „…wir waren schon in Leros, doch der Flieger ist umgedreht!“

Der neue Plan sieht vor, die Familie morgen zur selben Zeit nach Leros zu bringen – hoffentlich klappt das!

Sibylle und mir bleibt heute nicht mehr viel zu tun. Ich gehe ins Büro der Marina um für EDINA eine Nachbesserung auszuhandeln.
Das gelingt und ich muss den Eigner informieren.

Dann fasse ich mir ein Herz – es liegt mir schon lange am Herzen, endlich eine Prüfvorrichtung für ELOWYNs Seeventile zu bauen.
Heute packe ich es an und der erste Schritt, der Bau eines Prüfkorpus, gelingt außerordentlich gut.

Aus zwei Leckstopfen und zwei Fahrradschläuchen, baue ich zwei gummiummantelte Prüfkegel.

Der kleine für 3/4″ und 1″ Ventile, der große für 1 1/4″ und 1 1/2″ Ventile

Diese Prüfkegel werden jetzt noch hohlgebohrt und es wird ein Schlauch eingeklebt.
Dieser dient als Anschluss entweder zum Wasserhahn oder an eine Druckvorrichtung – so kann ich die vakante, kritische Stelle einer Druckprüfung unterziehen.

Ich hoffe das klappt so, wie ich es mir vorgestellt habe – ihr werdet es erfahren…

Am Abend haben wir eine Einladung ins „To Steki“! Unser Immobilienmakler Dirk und seine Frau Djiwo geben sich die Ehre und machen mich gleichzeitig neugierig – aber der Grund für die Einladung war nicht spektakulär sondern hochgradig menschlich, man freue sich im Winter über Gesellschaft und habe an uns gedacht!

Das hat mich gefreut wie gerührt gleichzeitig – wir werden uns sicher revanchieren für einen sehr gelungenen und schönen Abend.

Wie der Abend endete, so begann der Morgen – nämlich bei lukullischer Hingabe!
Das „Navarone“ ruft zum ersten „echten“ Brunch – und wir sind dabei!

Das Brunchbuffet bietet reichhaltige Köstlichkeiten
Es gibt allerlei Salate, Fisch und Gemüse…
…aber auch eine Fleisch-, Wurst- und Käseseite – es fehlt an nichts
Die Speisen sind frisch gekocht und sehr lecker
Zum Abschluss gibt es eine Dessertecke

Ich muss aber gedanklich noch einmal zurück – unsere Freunde aus dem bayrischen Oberland haben es heute geschafft anzureisen.

Sie klopfen recht früh an ELOWYN, ich war noch bei der zweiten Tasse Kaffee.
Bis ich diese geleert hatte und in meine Buxe gesprungen war, hatte Jörg schon die Genua eingefädelt und seine Melanie angewiesen, die Kurbel zu betätigen.
Kaum acht Minuten in der Marina, schon steht ein Projekt vor der Vollendung – der macht mir Angst…

Ich helfe beim Segel setzen, muss dann aber weiter ins „Navarone“, denn dort waren wir mit Brigitte und Hans verabredet.

In jedem Fall wollen wir mit der Crew der INSPIRATION heute Abend dinieren – es ist ohnehin Sonntagsstammtisch im „SouVLakki“.

Jetzt aber erstmal brunchen – wir vier haben einen tollen Tisch und laden uns das Tellerchen voll…

Ich beginne mit einer Runde „Food from the Sea“…
…und beende die Völlerei mit einem Tellerchen „Sweets without regret“

Zwischen diesen beiden Tellern lagen vier weitere – noch zwei mit Scampis und danach eine Runde „Food from Land & Field“

Vor dem Dessert gab es noch eine Zwischenrunde – „Cheese & Strawberry Kiss“…

Ich kann mich nur wiederholen, alles war geschmacklich echt super und mit 19.-€ pro Person mehr als fair kalkuliert.
Wer wollte, konnte für 8.-€ eine Art „Flatrate für Getränke mit dem besonderen Etwas“ ordern.

Hierzu gehörten Prosecco mit Erbeeren, gute Weine, frischer Orangensaft, ein Gin-Mixgetränk und ein Cocktail mit Curacao und Tzipouro.

Der optionale Kaffee als Digestif ging dann extra.
Wir waren insgesamt fast drei Stunden beim Brunch und ich war danach im Food-Koma.
Es wurde kurzerhand beschlossen, die Arbeit heute liegen zu lassen und den Nachmittag mit einem Nickerchen abzurunden.

Naja, ganz ohne Nachfrage ging es nicht. Die Neueigner von FESTINA LENTE kommen morgen recht früh und haben Fragen…
Ob die Marina so früh geöffnet sei, wann das Büro öffnet und wie man auf´s Schiff kommt.
Zudem wäre eine Empfehlung für ein Frühstückslokal hilfreich.

Ich beantworte alle Fragen und erkläre, dass ich beim Zugang zum Schiff helfen und unterstützen kann…

Ich bereite eine Planke als Gangway vor, diese kann später durch die des Schiffes ersetzt werden
Zudem deponiere ich den mir überlassenen Schlüssel an Bord – der Zugang ist gesichert

So weit, so gut – nach meinem Nickerchen und einer Reaktivierungsphase, fahre ich zu Sibylle nach Xirokampos.

Wir machen uns frisch und fahren dann einmal quer über die Insel.
Caetlin und Ben liegen mit ihrer DONNA inzwischen in der „Ghost-Marina“ in Alinda und wollen gerne ein letztes Mal am Community Stammtisch teilnehmen.
ich habe mich angeboten, die Beiden abzuholen und auch zurück zu bringen.

Wir kommen „just in time“ an der eigentlich schönen, aber nie fertig gestellten Anlage an.

Ich warte im Auto, Sibylle holt die Beiden an DONNA ab

Im Laufe des Abends wird uns bewusst, dass es der letzte „Winter-Community 2025/2026“ Stammtisch für diese Saison gewesen sein wird.

Zuviele Freunde kommen jetzt nach und nach an, man kann und will das Gruppengefüge nicht mehr steuern, neue Dynamiken werden sich entwickeln.

Guido plant, am 31.03. auszulaufen um den erwarteten Sturm in einer sicheren Bucht abzuwettern. Sobald Ilona zurückkehrt, werden die Beiden aufbrechen.

Näher geht mir, dass Caetlin und Ben planen, morgen früh abzulegen und Kurs Naoussa auf Paros zu setzen.
Es soll eine Zwischenetappe auf dem Weg nach Athen werden.
Ich freue mich für die Beiden, werde sie aber auch irgendwie vermissen – es bahnt sich ein Abschied für immer an.
Ben hat mir viel geholfen, er war immer da, wenn man ihn brauchte und er hat unsere DIY-Gruppe mit seinem Fachwissen bereichert – es hat Spaß gemacht mit ihm.

Ich konnte das nie in dem Maß zurück geben, deshalb waren Ben und Caetlin heute als meine Gäste gesetzt.
Als es ans Zahlen ging, habe ich entschieden, heute der Gastgeber für die Runde zu sein – ALLE sind mir ans Herz gewachsen, wir waren eine sehr gute Community in einem wettertechnisch schweren Winter.
Außerdem kommt immer alles irgendwie zurück…

Schweren Herzens fahren wir die beiden Niederländer zurück zu DONNA und verabschieden uns herzlich.

Noch liegt DONNA in Alinda – wenn alles nach Plan läuft, ist sie morgen früh schon weg

Am nächsten Morgen sind die Beiden aufgebrochen! Sie haben die Leinen losgeworfen, um ihrem Lebenstraum zu folgen.
Ich wünsche ihnen allzeit „fair winds“ und eine gute Reise.

Ich bin auf INSPIRATION verabredet. Es ist abermals Mastarbeit ausgerufen und immer wenn dies der Fall ist, dann gehe ich in Begleitung von Hans Peters „Milwaukee“.

Was klingt wie ein Fabelwesen aus „Krieg der Sterne“ ist tasächlich eine Waffe aus einer anderen Welt – der kräftigste Akkuschrauber den der Weltmarkt anbietet.

Mit „der Gerät“ ist es ein Klacks, den Mastmann in luftige Höhen zu ziehen
Heute ist Alex der Auserchorene – er darf ein paar Stunden im Orbit arbeiten
Schön, wenn der Marinero dann Wellen macht

Richtig gelesen – nicht nur einmal am Tag hat unser Marinero exakt in unserer Nachbarschaft einen Jahreslieger untergebracht.
Bis zum Schluss hat er es nicht verstanden, dass wir und eine Yacht gegenüber, einen Mann im Mast haben und und das durch seine Wellen verursachte Gewackel eine gewisse Gefahr bedeutet.

Bei manchen ist Hopfen und Malz verloren, da ist dann einfach nix mehr zu machen.

Wenn das nur die einzige Panne gewesen wäre – wir alle waren etwas abgelenkt, so passierte es, dass Jörg für einen 16m Mast eine 15m Pilotleine bereit legte.
Die schlechte Kommunikation mit dem Mastmann tat das ihre und so verschwanden die letzten Zentimeter der Pilotleine im Mast.
Die Lösung – eine Schnur mit Gewicht von oben!
Dieses Unterfangen kostete uns fast den ganzen Nachmittag und jede Menge Nerven!

Die Schnur in dem Loch zu erfingern, war so toll wie ein Tau zu schieben

Um die Situation zu bereinigen und zu besprechen, musste Alex mehrfach auf- und absteigen.

Das ist normaler Weise eine kraftraubende Angelegenheit, aber genau hierfür haben wir das Schraubermonster.

Auch Alex hat nicht zu seiner Topform gefunden. Oberschenkelschmerzen im Klettergurt, nicht genug Reichweite im Bootsmannstuhl.
Irgendwie war der Wurm drin – einzig der „Milwaukee“ hat klaglos seinen Dienst verrichtet.

Mehrfache Auf- und Abstiege kosten Zeit – sind aber dank der Aufstieghilfe gut zu bewältigen

Irgendwann gelang es uns, das verteufelte Schnürchen zu fassen zu bekommen.
Endlich konnten wir das neue Kabel für den neuen Windgeber einziehen.
Allerdings war dies nicht die einzige Challenge am heutigen Tag.

Die Base für den neuen Geber hatte ein total abweichendes Lochbild und war zudem deutlich breiter.
Es mussten Kompromisse bezüglich des Montageortes gefunden werden und außerdem war das Bohren von Löchern in Edelstahl im Masttop nötig.
Gut, wenn gerade dann der Stan Laurel unter den Marineros ein paar Wellen machte…

Da passte einfach nichts mehr…

Ich nehme es vorweg, die Arbeit würde am heutigen Tag unvollendet bleiben.
Irgendwann war die Luft raus und unsere Runde löste sich ohne neuen Termin auf.

Im Anbetracht des Sturmes am Mittwoch, wäre es schön, wir würden diesen Job morgen zu Ende bringen.
Gleiches gilt auch für ELOWYNs Steuersäule – es scheint, als würde morgen ein stressiger Tag werden.

Als ob das nicht reichen würde, haben auch Ellen und Dominik, die neuen Besitzer von NESSAJA, ihre Ankunft angemeldet und auch Meltem und Suat, die Neueigner von FESTINA LENTE sind hier.
Bei beiden Paaren stehe ich noch informativ zur Verfügung, diese Zeiten müssen aber auch geplant werden.

Bei Meltem und Suat schaue ich noch kurz vorbei. Wir besprechen ein paar spezifische Dinge nach der Ankunft auf Leros, in der Marina und auf dem Schiff.
Alles kein Hexenwerk wenn man es weiß, aber eben doch ein paar nützliche Tips, wenn man sich in fremden Terrain bewegt.

Dinner gibt es im „Tis Kakomoiras“, zusammen mit Jörg und dessen Familie…

Schön war´s – und lecker wie immer

Eigentlich war ja ein Besuch im „Gia Sena“ geplant. Doch als Sibylle und ich die Kantina betraten, saß dort ein Tisch Einheimischer rauchend über ihren Feierabendbieren.

Auch in Griechenland ist das Rauchen in Gaststätten verboten, aber die Wirte sehen das nicht so streng.
Nicht mit mir – ich mache am Absatz kehrt und wir wechseln in die bei uns so beliebte Mezetaverne.

Kleine Anekdote – als ich in der Marina losfahre, starten zeitgleich zwei ältere Männer ihre Scooter in einer Lücke knapp vor mir.
Der eine rollert mit den Beinen, bis sein Vehikel knapp vor Klickers Motorhaube zum Stehen kommt, der andere folgt rückwärts schiebend.
Als beide unmittelbar vor mir stehen, winken sie freundlich und deuten mir an, dass sie mir Vorfahrt gewähren – Danke! ABER WIE???
Ihr steht vor meiner Motorhaube!

Manchmal frage ich mich, wo die versteckte Kamera ist…
Hoffentlich wird morgen ein besserer Tag!

Ich packe gerade mein Werkzeug aus um ELOWYNs Steuerstand fertig zusammenzubauen – da fängt es an zu regnen.
Zeitgleich kommt eine Nachricht von Jörg – „Alex geht in den Mast, willst Du helfen?“
Verkehrte Welt – dazu passt es, dass die Port Police in der Marina eine Übung mit der Ölsperre abhält…

Ich sehe kurz zu, interessant dieses Equipment

Als wir auf INSPIRATION auf Alex warteten, fällt mir die Steuerachse der Bavaria 39 Cruiser auf, diese ist eigentlich baugleich mit FESTINA LENTE an welcher mich immer noch das anschlagende Lenkrad beschäftigt.

Bei genauem Hinsehen und im Vergleich mit einem älteren Bild der problembehafteten Bavaria fällt aber auf, dass es durchaus signifikante und auch relevante Unterschiede gibt!

INSPIRATION – alles top
FESTINA LENTE – selbst wenn man den Ring berücksichtigt ist die Achse kürzer
Ich mache ein Foto vom Innenleben und frage mich, ob ich da wohl etwas nachstellen kann

Nun, ich denke, ein Blick in die Steuermimik lohnt allemal, bevor man sich Adapterteile fertigen lässt.

Ich schreibe mir die Unterstützung von Suat in dieser Sache auf die ToDo Liste.
Ganz oben auf der Liste steht – „Steuerstand ELOWYN fertig machen“!

Ich bin fassungslos über mich selbst – ob ich diese kleine aber fiese Arbeit wohl noch irgendwann schaffe?
Ich bestimme – ich mache das HEUTE!!!

Doch zuvor machen wir die Arbeit an Jörgs Masttop fertig – Alex ist da…
Und abermals kommt, just in der Sekunde als wir den Landshuter nach oben ziehen wollten, ein kräftiger Regenschauer – es half nur abzuwarten…

Die gute Laune lassen wir uns trotzdem nicht verderben

Andere hatten es nicht so mit dem Abwarten – Guido hat die Schnauze voll und legt ab!
Die für morgen angesagten 10 Beaufort lassen ihn kalt! Hauptsache er kann seine Ilona in Kos an Bord nehmen.
Ob es eine kluge Entscheidung war, die geschützte Marina zu verlassen wird sich zeigen – am Abend prangert er den gewählten Ankerplatz bei Mastichari als „beschissen“ an und will morgen – im Sturm – nach Agia Marina zurücksegeln.

Ich würde es nicht machen – nicht ohne Not!

Kein Abschied für lange – Guido will wiederkommen

Endlich war es soweit – der Regen macht eine Pause und wir ziehen Alex nach oben. Dort hat der junge Athlet alle Hände voll zu tun und er leidet wohl auch etwas.
Die Klettergurte scheinen nicht das Gelbe vom Ei zu sein.

Wie auch immer, irgendwann ist der neue Windgeber montiert und auch das Ankerlicht tut wieder seinen Dienst.
Jörg kann dem Leidgeplagten noch abringen, zwei der von mir gesammelten Fähnchen an der Windex anzubringen, dann ist der Job erledigt!

Ne Stunde im Masttop ist anstrengend
Das Tun wird kritisch beobachtet – Anweisungen werden erteilt

Ich verabschiede mich für heute, meine selbstauferlegte Pflicht ruft.

Zunächst schraube ich den Plotter an und mache einen Funktionstest der Instrumente.
Dies war zwar fummelig, aber durchaus der einfache Teil des Tagwerks.

Der Test war erfolgreich und die Grundfunktionen der Navigationsgeräte waren wieder gegeben.

Soweit, so gut – aber jetzt kommt der fiese Teil

Offen bleibt nun noch der Teil, bei dem es gilt das Armaturenbrett auf der Steuersäule zu verschrauben.

Das klingt zunächst leicht, habe ich doch die Gewindeinserts erst repariert und somit sicher gestellt, dass die vier Schrauben passen.

Der wirklich verfitzmaledeite Part ist der, dass die Platte abgedichtet werden sollte.
Dies war beim Zerlegen nicht gegeben, was aber nicht bedeutet, dass es bei einer fachlich guten Reparatur nicht nachgeholt werden sollte.

Abdichten wollte ich mit Butylband, dieses galt es nun zurechtzuschneiden und zu passenden, meterlangen Würstchen zu rollen – eine Sysiphusarbeit!

Sibylle schnitt – ich drehte Röllchen

Als das geschafft war, hieß es die Röllchen an Ort und Stelle, das heißt in den Dichtspalt, zu bringen.
Dies, ohne die empfindlichen Würste zu zerreißen – ein Geduldsspiel!

Nicht einfacher wurde das Ganze durch die Tatsache, dass wir unter Zeitdruck waren.
Hatte ich meinen Termin mit Eirini heute noch verschieben können, so war ich im Wort bei den neuen Besitzern von NESSAJA, diese heute um 13.40 Uhr in Agia Marina abzuholen.

Trotzdem gelang uns die Fertigstellung unseres Tagwerks „just in time“ und wir sind zum Hafen aufgebrochen, um die neuen Marinabewohner aufzugabeln.

Pünktlich angekommen

Der Rest des Nachmittags ist rasch erzählt – wir bringen die Neuankömmlinge an ihr neues Schiff und nehmen erstmal Abstand.

In diesem Moment spricht uns Michalis an. Er ist die „rechte Hand“ des Senior Chefs und bittet mich in dessen Namen um Unterstützung.
Der Anhänger der Polizei, der mit der Ölbarriere, müsse unter einem Katamaran geparkt werden – aber der Anhänger sei schwer und die Marina hätte nur ein Auto mit Anhängerkupplung – aber der Lancia kann den schweren Hänger nicht ziehen.

Klicker scharrte mit den Hufen – eine Chance zu zeigen was er kann. Ich lächle und ziehe einen Mundwinkel hoch – „…klar helfen wir, nichts leichter als das!“

Kennt ihr das? Wenn ein locker-flockiger Spruch die Fallhöhe verdoppelt?
Ich ahnte nicht, dass die halbe Arbeitermannschaft zu Hilfe eilen würde, als ich den Hänger ankuppelte – viele Zuschauer also, fast schon ein Publikum!
Keiner von ihnen glaubte, dass ich den Anhänger tatsächlich rückwärts unter dem Kat parken wollte, unter dem schon ein Schlauchboot stand…

Anweisungen aus vielen Mündern, aber ich konnte gut nach Spiegeln fahren und war froh, dass ich noch nicht alles verlernt hatte.
Man dankt mir – ich lächle wieder – „…doch nicht dafür – war doch ein Klacks!“ 😉

Zur Belohnung darf Klicker am Abend nach Panteli fahren – es tröpfelt schon wieder.
Wir hatten mit Meltem und Suat ausgemacht, dass wir zusammen im „Pirofani“ zu Abend essen würden.

Bei Regen nur halb so schön – der pittoreske Hafen von Panteli
Das „Pirofani“ hat wieder offen – von den klassichen, gehobenen Tavernen mein Favorit

Ich habe mich echt gefreut, als Stavros mir erzählt hat, dass das „Pirofani“ wieder ganztägig während aller Wochentage geöffnet ist.

Das Lokal ist von den gehobenen Alltagstavernen mein Langzeitfavorit, weil man gehoben UND relativ günstig essen kann.
Das Ganze bei gleichbleibender, toller Qualität mit sehr freundlichem Service.

Wäre das „Mylos“ nicht, das „Pirofani“ hätte aus meiner Sicht bei den Fischtavernen die Nase vorn.

Auswahl und Preise sind gleich geblieben

Die Karte hat sich kaum verändert – wir essen rohen Fisch als Vorspeise, Sibylle und ich Linguine mit Monkfisch als Hauptgericht, während Meltem und Suat sich einen Red Snapper teilten.

Allles war, wie zu erwarten, bestens zubereitet und angerichtet – wir waren alle Vier echt begeistert.

Als Nachspeise gab es eine Mousse o Chocolat mit flüssigem Kern an einer Kugel Eis – ein Gedicht und ein würdiger Abschluss eines guten Tages, sowie eines besonderen Monats.

Das Zeug war eine Versuchung – hervorragend

Der Tag klingt aus – der Monat endet! Morgen beginnt der April, ganz Leros wartet auf einen gewaltigen Sturm – sehen wir, was der Mittwoch bringen wird.

Ich fahre Sibylle nach Xirokampos und kehre dann auf ELOWYN zurück.
Der Beinahe-Vollmond begleitet mich ins Schiff und meine Gedanken fliegen – ich habe das Satzfragment „Dark Side of the Moon“ im Kopf – ist es schon so weit mit mir???

„The Dark Side of the Moon“ von Pink Floyd (1973) ist eine Metapher für die dunklen Seiten der menschlichen Psyche, Wahnsinn, Entfremdung und die negativen Aspekte des Lebens wie Zeitdruck, Geldgier und Konflikte. Es behandelt existenzielle Themen und den psychischen Absturz

Nein, ganz soweit ist es noch nicht – aber der Verkauf von NESSAJA hinterlässt ein Vakuum, das lässt sich wohl nicht ändern.
Es gilt aber weiterhin der Leitgedanke, der schon die Headline bildet – I lass‘ mir die Kraft net zerbrechen!

Good bye März – welcome April

Wie geht es weiter?
Nun, ein Teil den neuen Monats wird wohl dafür zu verwenden sein, dass ich eine Übergabe von NESSAJA stattfinden lasse.
Mein Schiff wird im neuen Monatsbericht wohl schon als LUMARA auftauchen.

Das Hauptaugenmerk richtet sich aber auf die Einwasserung von ANAHITA und ELOWYN.
Es gilt alles daran zu setzen, dass beide Schiffe am Ende des vierten Monats wieder schwimmen.

Naja, darüber hinaus startet die Saison, die Freunde kommen, der normale Wahnsinn wird wieder Fahrt aufnehmen.

Bleibt uns gewogen und bleibt dran – a bissl was geht immer!

Grüße von Bord der ELOWYN
Mario



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