…so oder ähnlich pflegte unser „Kaiser“ (der Beckenbauer) kurz vor der Weihnachtszeit zu fragen.
Auch wir waren verwundert, kam der Start der Messesaison doch unglaublich schnell näher!

Wie immer war die größte Bootsmesse der Welt, die „boot“ in Düsseldorf, für uns als der Startschuss in die neue Segelsaison geplant. Die Karten waren online bestellt, das Hotel gebucht.
So haben wir uns am Freitag nach dem Job auf den doch relativ langen Weg vom beschaulichen Bayern in die Metropole am Rhein gemacht…

Nun, um ehrlich zu sein führte uns der erste Weg nicht direkt an die Aorta der Nordrhein-Westfälischen Hochburg, sondern nach Ratingen wo wir seit Jahren im „Tryp Airport Hotel“ residieren.
Diesmal waren wir für zwei Nächste eingebucht, wollten wir uns doch nicht nur mit unseren treuen Freunden und Stegnachbarn, Angelika und Uli von der „Jasper“ treffen, sondern auch ein Dinner mit Susanne und Thomas aus der Schweiz planen – was lag also näher als den Stress rausnehmen und die Sache entspannt anzugehen?
Gesagt getan – der erste Abend war sehr nett, wir hatten mächtig Spaß und in einem griechischen Lokal die Vorfreude auf die 2020er Saison in Leros ordentlich anheizen können.
Am nächsten Tag hieß es früh raus, wollten wir doch am Puls sein wenn die Pforte zum Himmel – naja zum Seglerhimmel – geöffnet wird.

Es war das letzte Messewochenende, es war durchaus viel los, aber die Messe war nicht überfüllt…

So beschlossen wir vier nach einem scheinbar logischen Plan vorzugehen, Sibylle wollte Katamarane ansehen und ich die neue Hallberg-Rassy 40, also zuerst auf in Halle 17. Es galt das Pferd von hinten aufzuzäumen…

Am Katamaran Stand, genauer dem von Lagoon angekommen, musste man doch etwas anstehen. Den Damen war es nicht zuviel, wir Herren haben uns lieber Expeditionsyachten von Allures, Garcia und Alubat angesehen – naja und die Modelle der Kats 🙂

Sibylle war begeistert – „da kann man darauf wohnen“ – ach ja? Gut so, seitdem steht die Frage „Haus oder Kat“ im Raum – für mich ernsthaft, für Sibylle weniger. Mal sehen was kommt…
Die Runde entgegengesetzt anzugehen sollte sich als Fehler herausstellen!
Waren wir es bisher gewohnt, die Motorboothallen zügig zu durchgehen und dann die Zubehör-, Reise- und Segelhallen zu durchschlendern, sind wir diesmal umgekehrt vorgegangen. Dies mit der Folge, dass wir uns für die Segelboote, Reise- und Marinaanbieter sowie das Zubehör zuwenig Zeit ließen, dabei auch einiges übersehen haben (sorry „Yacht“, „DSV“, „TO“, „ACI“, etc.), dafür aber in den für uns weniger wichtigen Motorboothallen zuviel Zeit übrig war. Nur die wirklich auffälligen Stücke schafften es sich ins Auge zu drängen…

Na egal, in der Motorboothalle konnte ich für Gottfried noch Schnäppchen jagen, dieses stellte sich aber als ein weniger besonderes heraus. Da muss das Internet herhalten, da gibt es bessere Angeboote!


Auch in den weniger wichtigen Tauchhallen gab es eindrucksvolles Zubehör und Spielzeug – alles medienwirksam „gehighlightet“

OK, ich gebe zu, auch in der Halle der Superyachten hatten wir das ein oder andere „Schifferl“ zu bestaunen – aber glaubt es mir, außer zum Verkauf wollte ich so etwas nicht geschenkt!

Dies war aber bei Weitem nicht das größte Exponat, ein bisschen mehr ging noch…
Da fand ich doch die sehr kleinen Wasserfahrz…, naja eher Wasserspielzeuge doch viel lustiger – allemal ein Selfie wert 🙂

So neigte sich die Messe ohne große Highlights zu Ende – es war dennoch schön, hat Lust auf Meer gemacht und letztlich war es auch anstrengend. Dabei lässt sich mal die Frage beantworten wie viel läuft man da eigentlich so?

14.000 Schritte bedeuten rund 11 – 12km – das Abendessen im „Ratinger Brauhaus“, der gleichen Adresse wie 2019 war also verdient!
Es gab wieder diese lustigen, viel zu kleinen Biere…

…dazu Deftiges lokales Essen, abgerundet mit einem Salätchen!

Da hat auch die holde Gattin geschleckt, auch Ihr war der Hunger förmlich anzusehen – ganz klar, das „Ratinger Brauhaus“ ist eine empfehlenswerte Adresse für eine lokale und typische Einkehr!

So, der Tag war rund es fehlte kaum etwas, aber bevor wir uns für das Finale von „Ich bin ein Star…“ ins Hotel begeben haben musste noch ein Verdauungsschnaps her.
Was am Vortag der Ouzo für den Griechen war, sollte heute der „Killepitsch“ sein – eine Runde also, bevor der Tag sein Ende fand!

Und das Ergebnis? Leere Taschen und Tüten?
NEIN! Nach der ersten, etwas enttäuschenden Runde sind wir nochmals durch einige ausgewählte Hallen. Thomas und Susanne haben bei der Kleidung zugeschlagen und nennen jetzt, neben diversen anderen Kleinigkeiten, ebenfalls einen „Rymhart“ Troyer ihr eigen!
Sibylle und ich waren zurückhaltender. Ich habe mir neben einer Weekendbag noch eine LED Lenser Hirnbirn gekauft und es gab die obligatorische „Törns 2020“ – für „Yacht“ Ausgaben hat es diesmal leider nicht gereicht…

Was ich wirklich sehr bereut habe ist, dass Sanjin von ACI diesmal nicht da war. Ich hätte ihn gerne getroffen und einen Kaffee bei Ihm getrunken. Naja, das holen wir einfach auf Rab nach!
Fazit – es wäre eigentlich nicht notwendig nach Düsseldorf zu fahren. Alles was angeboten wird kann man auch im Internet recherchieren.
Das Flair aber und die Möglichkeit Freunde und Gleichgesinnte zu treffen, das bekommst Du im Internet nicht. Daher werden wir wohl auch 2021 wieder in Düsseldorf eintreffen.
Nach der Messe ist vor der Messe 🙂
In diesem Sinne, bis bald und liebe Grüße von der „Nessaja“ Crew!