…infiziert!

Nanu, ein komischer Titel…

In einem Segelblog kann man damit aber schon etwas assoziieren – infiziert mit Fernweh, mit dem Segelvirus, der Lust nach Meer, etc.

Aber hier geht es um eine andere Verlockung – die Lust an der fundierten Ausbildung!

Ja, ich gebe es zu, ich stehe da drauf. Ich weiß ganz bestimmt, dass man keine Patente braucht um zu Segeln, habe ich das doch die ersten 10 Jahre meiner „Karriere“ gemacht.

Nichtsdestotrotz bin ich der Überzeugung, dass man sich irgendwann entscheidet bzw. sogar entscheiden muss, ob man sich tiefer in die Materie stürzt oder eben nicht.

Ich weiß auch, dass das deutsche Scheinsystem diskutabel ist. Ist die Ausbildung praxisnah? Ist die Einteilung der Scheine, multiple choice, die Liberalisierung auf 15 PS, etc. sinnvoll? Das sind Fragen die ich hier nicht erörtern will, gleichwohl habe ich eine Meinung dazu…

Ich denke, dass der erwachsene Mensch, wenn er sich in eine Ausbildung begibt, die Schulbank drückt und Geld bezahlt auch die Bereitschaft zum Lernen mitbringt. Das ist aus Erfahrung gesprochen nicht immer so, aber doch bei einer überwiegenden Mehrheit.

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Die Geschichte zu diesem Blog beginnt also im Sommer des Jahres 2015 als wir auf Leros Ulrike (Hauptdarstellerin) und Jörg (hier ausnahmsweise Statist) von der rijo treffen. Man nascht Süßigkeiten, trinkt Rotwein und genießt das Leben. Dabei unterhält man sich über Dies & Das.

Ulrike fragt also Sibylle ob sie nicht Lust hätte an einem Frauentörn teilzunehmen. Man wolle sich untereinander mit der Schiffsführung auseinandersetzen und ohne den „störenden“ Einfluss der Gatten Manöver üben.

Was bis dahin nicht so diskutiert wurde musste jetzt auf den Tisch…

Sibylle lehnte dankend ab mit dem Hinweis auf Ihre praktische Prüfung zum SKS in 2016. Sie müsse sowohl Zeit als auch Geld in Ihre Ausbildung investieren.

Es wurde noch eine emotionale wie lustige Diskussion über den Sinn von Frauentörns geführt, erstaunlich wie die Meinungen differiert haben, die Details einer praktischen Ausbildung wurden besprochen, es wurde etwas über den SKS referiert um den Tag dann zu beschließen.

Was ich nicht ahnte – der Virus hatte zugeschlagen…

„Was braucht man denn so für die SKS Praxis?“ „Ist das schwer?“ lauteten Fragen am Telefon als wir längst wieder zuhause waren. Im Winter jedoch nahm das Thema eine neue Dynamik an, Ulrike wollte nun auch mehr als „Manöver fahren“!

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Sie setzt sich also hin, lernt für den SBF See, macht die Theorie am Ende des Winters und legt die praktische Prüfung kurz vor Törnbeginn ab. Die musste sie schon bestehen – war letztlich aber ein Klacks.

Törnbeginn? Jawohl!

Ulrike ist kurzerhand aufgesprungen und zusammen mit Sibylle zu einem Praxistörn mit ABC gefahren. Am Ende sollte die praktische Prüfung für den SKS stehen, die kann man auch vor der Theorie ablegen.

Wie das gelaufen ist? Erfahrt Ihr im nächsten Beitrag…

 

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