Der aufmerksame Verfolger unseres Blogs weiß, dass ich hin und wieder bei ABC in München Motorenkurse für Nautiker gebe.
Aus einem dieser Kurse heraus hat sich der Bedarf ergeben einen weiterführenden Kurs zu planen – einen Teil 2 sozusagen, oder einen Fortgeschrittenenkurs…
Nennt es wie Ihr wollt, es wurde also beschlossen bei unserem Perkins Prima den Zylinderkopf abzubauen, die Ölwanne zu demontieren und danach einen Kolben zu ziehen.
Alle relevanten technischen Gegebenheiten sollten besprochen werden, auch sollten Praxistips wie Spezialwerkzeuge, der richtige Umgang mit denselben, Ersatzteile, Lektüre wie Werkstatthandbücher nebst technischen Parametern im Detail aufgezeigt werden.
Nun habe ich auch noch keinen Perkins zerlegt, jedoch war mein eigenes Interesse hier in der Tiefe zu lernen sehr ausgeprägt – ist mein Volvo MD22A von „Nessaja“ doch baugleich mit unserem Schulungsmotor.
Ich wollte auf Nummer sicher gehen und habe am Wochenende zuvor mit meinem Sohn Stefan all die Arbeitsschritte durchgearbeitet – sollte doch am Schulungstag jede Schraube aufgehen und alles an Werkzeug vorhanden sein.
Das hat gut geklappt, nur ein Kolbenspannband war noch zu besorgen…

Nach dem Zusammenbau war also alles vorbereitet um in die Veranstaltung zu gehen.
Zunächst war ich sehr positiv überrascht!
ALLE die Ihr Teilnahme zugesagt hatte haben sich letztlich auch angemeldet. Zusätzlich kam mit meinem Freund Volker noch ein Teilnehmer welcher den Lesern dieses Blogs bekannt sein dürfte. Komplettiert wurde die Runde durch einen neuen Skipper bei ABC.
Es konnte losgehen – nach der Besprechung der ersten Arbeitsschritte und einer generellen Einweisung in die Hintergründe, das „Warum“ dieser Reparatur, ging es los und die Teilnehmer durften in Eigenregie den Motor zerlegen. Hierbei hatte jeder seinen Arbeitsschritt so zu organisieren, dass er den Zusammenbau einem anderen Teilnehmer erklären konnte.

Da ich empfohlen hatte alte Kleidung oder gar Arbeitskleidung zu tragen – man wurde schon recht verschmiert – gab es für so manchen Arbeitskittel aus der BOS-Zeit die einzigartige Gelegenheit zur artgerechten Verwendung. Wohl das erste Mal seit rund 20 Jahren!

Letztlich haben wir richtig intensiv gearbeitet und zur, etwas verspäteten, Mittagspause konnten wir den Kolben in unseren Händen halten…

Der Rest des Tages???
Nun zunächst mussten wir den Motor wieder zusammenbauen. Hier hatte ich kurz Sorge, dass wir in Verzug geraten würden. Diese Sorge jedoch war unbegründet, bereits kurz nach drei war der Motor wieder in den Ursprungszustand versetzt.
Den Rest der Zeit haben wir uns auf Wunsch der Teilnehmer dem Vergaser unseres Yamaha AB gewidmet.
Wir wollten diesen ausbauen, die Funktionen der Gemischaufbereitung besprechen und die einzelnen Schritte der Vergasereinstellung besprechen.
Gesagt – getan! Nach der detaillierten Auseinandersetzung mit dem Düsensystem eines Vergasers und der anschließenden Komplettierung des Dinghiantriebs waren wir am Ende des Schulungstages angelangt.
Aus meiner Sicht ein großer Erfolg, alles hat reibungslos geklappt. Ich bedanke mich ausdrücklich bei allen Teilnehmern für ihr Engagement und ihre Verlässlichkeit!
Der Kurs ist individual und kann bei ABC, Herrn Detlef Meyer, oder direkt bei mir angefragt werden. Teilnehmerzahl min. 4 / max. 8!
Und jetzt? Nur noch sechs Tage, dann sind wir in Düsseldorf!
News in diesem Blog – bleibt dran…
Gruß vom Skipper