Kein schöner Tag – 30.08.2015

Sicher fragt Ihr euch, warum so lange Sendepause in unserem Blog war – und das mitten in der Saison.
Nun, ein guter Freund von mir und ich hatten noch eine Rechnung mit dem DSV offen.
Er hatte in der SSS-Theorie noch das Fach Navigation abzulegen und wollte dies eigentlich im Herbst tun.
Nun gibt es aber eine Änderung in der Prüfungsverordnung des DSV in welcher darauf hingewiesen wird, dass ab 01.09. alle programmierbaren Taschenrechner verboten sind – näheres könnt Ihr hier nachlesen.

Grund genug sofort durchzustarten und im Monat August jede freie Minute zu lernen, wir sind auf der Übungskarte mindestens 15x zwischen Frankreich und England hin und her gesegelt und haben alle Anforderungen durchgespielt – alle Übungsaufgaben haben wir mindestens zweimal gerechnet (im Bild ist einer der von nun an verbotenen Taschenrechner zu sehen – TI200 Voyage mit dem empfehlenswerten Programm von Q-Nav)

Sepp SSS (5)

Gestern war es also soweit – der Prüfungstag war da und es war Zeit, das Erlernte auf die Seekarte zu kippen und den Kopf von der drückenden Last zu befreien.
Für mich war es ein netter Samstagsausflug, denn während der gute Kamerad im Prüfungssaal schwitzte, hatte ich Gelegenheit am Starnberger See in den Morgenstunden ein erfrischendes Bad zu nehmen und mir im Anschluss ein „Schlotzeis“ zum Frühstück zu genehmigen. Unweigerlich musste ich an den Hit „Himbeereis zum Frühstück“ denken – lang her…

Sepp SSS (2)

Sepp SSS (3)

Sepp SSS (4)

Heute Morgen also die Ergebnisse abholen – der Titel verrät – es gab kein Happy-End!
Mein Spezi, ein begnadeter Segler, aber vielleicht mehr der Praktiker, hat es „sehr knapp“ nicht geschafft. Ein schwacher Trost, zumal er schon vorher gesagt hat, dass es keinen weiteren Versuch geben wird, der Lernaufwand hat Ihm schon zugesetzt.
Das ist zwar bitter – aber unbedingt zu akzeptieren.
Für mich eine traurige Stunde und ich hoffe, das geteilte Leid ist halbes Leid.

Es sind an diesem Tag sehr viele an der Navigationstheorie gescheitert – mein Rat an alle die Ihre Prüfung noch vor sich haben, nicht unterschätzen!
Der SSS ist der Einstieg in die Welt des gewerblichen Skipperns – man muss schnell, präzise und sicher arbeiten, der Ermessensspielraum der Prüfer ist meines Erachtens nach geringer als beim SKS.

Viel Erfolg allen, die es jetzt ohne die Hilfe der programmierbaren Rechner anpacken. Ich bin sicher, die Prüfungen werden angepasst, leichter wird es dadurch wohl nicht.

Gruß vom Skipper (der jetzt mit seinem Kumpel ein – oder zwei – Bierchen trinkt)

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