Alte Sünden rosten nicht (zumindest in HR)…

Hallo allerseits, hallo an alle Leser meines Blogs,

vor einigen Tagen bekam ich Post von meinem Arbeitgeber, den Vor-Vorgänger meines jetzigen Firmenwagens betreffend.
Es wäre damit ein Parkverstoß in Biograd na moru im Frühsommer 2011! begangen worden.
Ich erinnere kurz, wir schreiben jetzt Februar 2015!

Als „Tatort“ wird die Freifläche außerhalb und südlich der Marina benannt, ich war dort an diesem Tag, an Details kann sich nach vier Jahren niemand mehr erinnern.

Nun ist es vermutlich so, dass sich nach dem EU Beitritt, durchaus in Einklang mit kroatischem Recht (Verjährung 5 Jahre), ein „Geschäftszweig“ aufgetan hat und sich natürlich sofort Anwälte „spezialisiert“ haben. Googelt doch mal nach Parkverstoß – Kroatien, dann wisst Ihr gleich mehr…

Der Parkverstoß, wir haben ein Schiff angesehen, von ca. zwei, drei Stunden wurde auf die Gebühr des Tages angehoben, rund 10.-€.
Am Ende ergab sich eine Forderungssumme von rund 162.-€!

Unsere Rechtsabteilung half mit einer Einlassung dazu – gestern ist die Antwort gekommen, in der man uns/mich bat „doch mal in mich zu gehen und zu überlegen wie teuer alleine das Einfliegen der Zeugen wäre, zumal wäre man bereit, die Forderung auf 90.- zu kürzen“…

Ich bin nicht „in mich gegangen“ sondern habe mit unserer RA telefoniert und wir haben gemeinsam beschlossen uns für 90.- „freizukaufen“ – das Prinzip der Gegenseite hat also funktioniert. Man weiß eben nicht wie weit der Forderungssteller gegangen wäre.

Bitte nicht falsch verstehen, ich will hier gar nix schönreden oder gar mit Fingern auf Andere zeigen – grundsätzlich fürchte ich ein Abschleppen oder eine Kralle mehr als Parktickets, bin daher sehr umsichtig beim Parken. Ob der Automat an diesem Tag funktionierte, ich Kleingeld hatte, ich das Kroatische lesen konnte, ich den Automaten auf der großen Fläche in der Vorsaison überhaupt wahrgenommen hatte?
War der Zettel an der Scheibe, habe ich Ihn leichtfertig weggeschmissen? Sei alles dahingestellt, ich könnte nichts beweisen, außerdem würde mich nichts vor Strafe schützen, ich kann mich nichtmal mehr erinnern.

Bitte diese Information daher auch nur als solche verstehen, private kroatische Firmen / Parkflächenbetreiber fassen zusammen mit deutschen Anwälten nach – durchaus auch nach 5 Jahren.
Es ist daher sinnvoll auf sein Parkticket, etc. zu achten oder im Falle eines Strafzettels diesen auch zu bezahlen (ist heute innerhalb der EU ja auch leichter).

Seid also umsichtig, ich habe mein „Lehrgeld“ bezahlt. Ja, um´s gleich vorweg zu nehmen – ich fühle mich nicht abgezockt (zumindest nicht von den Kroaten), dazu muss man nicht diskutieren – das hätte in vielen Ländern ebenso ausgehen können.
Ich gebe allerdings zu, dass sich bei mir durch dieses Geschehnis eine Hirnverknüpfung zur Kommune Biograd na moru ergeben hat.
Ob es eine „elegantere“, weniger aufgeblasene Lösung gegeben hätte? Ich weiß es nicht…

In diesem Sinne – immer regelkonform handeln!
Gruß und gute Zeit
Der Skipper (das nächste Mal wieder mit besseren News – hoffentlich!)

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